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Nr. 75 Erster Blatt
179. Jahrgang
Mittwoch, 27. Marz 1924
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Der Riesenbrand im Hamburger Hafen.
Oas Großfeuer an Bord des neuerbauten Lloyddampfers „Europa". - Ursache noch nicht festgestellt. - Schaden durch Versicherung gedeckt.
Wiederaufbaupläne.
Bier bis fünf Monate Verzögerung.
Der Brand deS 46 000-Tonnen-DampferS „Europa" auf der Hamburger Werft von Blohm und Doh bedeutet ohne jeden Zweifel für die deutsch« Seeschissahrt einen schweren, ja einen tragischen Verlust. Don allen Dachkriegsbauten, die irgendeine Handelsflotte der Welt hat vom Stapel laufen lassen, ist die „Europ a" zusammen mit ihrem gleich großen Schwesterschiff, der .Bremen", der weitaus größte gewesen. Dur drei Dampfer existieren, deren Tonnengehalt noch gewaltiger ist. Und diese drei entstammen ebenso wie „Europa" und „Bremen" deutscher Arbeit und deutschem iln- ternehmungsgeist. Es sind die Schiffe, die heute „L e v i a t h a n", „Ul ojestic" und „Berengaria" heißen, und die früher, ehe man sie im Kriege als feindliches Eigentum beschlagnahmte, die Damen „Vaterland", „Bismarck" und „Imperator" trugen.
Der Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte nach dem Weltkriege gehört ohne Zweifel zu den imposantesten Leistungen, die je in der Geschichte der Wirtschaft zu verzeichnen toaren. Wenn man daran denkt, daß nach der Ablieferung fast aller deutschen Schiffe der größte deutsche Dampfer, der uns verblieb, einer war, der jetzt lediglich zu Vergnügungsfahrten auf der Llnterweser bis zu den Dordseeinseln Verwendung findet, so will es schon etwas heißen, wenn Deutschland durch die Initiative des Dorddeutschen Lloyd mit dem Bau dieser beiden Diesenschiffe sich wieder au die vierte Stelle aller Seeschiffahrt treibenden Dationen der Tonnage nach emporgearbeitet hat. Der Stapellauf von „Bremen" uni „Europa", bei denen der Reichspräsident und der amerikanische Botschafter persönlich Pate gestanden haben, ist von der deutschen Oeffentlich- keit im Herbst deS letzten Jahres mit vollem Recht deshalb als ein Ereignis von geradezu symbolischer Bedeutung aufgefaht und erlebt worden.
Dun ist die „Europa" einRaubder Flammen geworden. Damit ist die zähe friedliche Wiederaufbauarbeit der deutschen Seeschiffahrt ohne Zweifel ganz empfindlich gestört worden. Für den Dorddeutschen Lloyd bedeutet diese Katastrophe einen besonders schweren Verlust, auch wenn unmittelbare finanzielle Schäden ihm nicht erwachsen, weil die Verantwortung noch der gegenwärtige Eigentümer, nämlich die Werft, trägt, die ihrerseits wider sich durch entsprechende Versicherungen von dem Schadensrisiko entlastet hat. 2lber die „Europa" sollte bereits im Sommer dieses Jahres in Dienst gestellt werden und hat sicher bei den Berechnungen des Dorddeutschen Lloyd schon eine ganz erhebliche Rolle gespielt. Dun wird die „Bremen", die in Bremen auf der Werft liegt, und kurz vor der Vollendung steht, als einziges der beiden Schwesterschiffe seinen Weg über den Ozean demnächst antreten; sicher auch sie ein Meisterwerk deutscher, technischer und künstlerischer Arbeit, das Deutschland und seiner Schiffahrt Ehre machen wird. 'Aber eben nur e i n Schiff statt der zwei, die nach ben Plänen der Reederei den schnellen Sechstage- Verkehr zwischen dem europäischen Kontinent und der Ostküste der Vereinigten Staaten übernehmen sollten. Es wird schwer sein, die Lücke, die die Hamburger Katastrophe in die deutsche Flotte gerissen hat, wieder zu schließen. Mit Plänen und Erbauen eines Schiffes vom Ausmaß der „Europa" und von der hohen Qualität der „Europa" vergeben Jahre, die nunmehr verloren sind. -Aber der hanseatische Geist der Leute an der Wasserkante wird sich durch diesen schweren Schlag kaum entmutigen lassen. Bremen und Hamburg, die von jeher ihre ganz besonderen Aufgaben für Deutschland zu erfüllen hatten und erfüllt haben, werden, wenn man ihnen die Möglichkeit zu eigener Verantwortung und eigener Initiative in weitem Maße läßt, auch ferner alles daran setzen, die deutsche Flagge auf See wieder zu einem stolzen Wahrzeichen des ganzen deutschen Volkes zu machen.
Oie Löscharbeiten.
Die Ausdehnung des Brandes.
Hamburg, 26. März. (WTD.) Der in den frühen Morgenstunden auf dem am Aus- rüstungskai der Werft von Blohm L V o h liegenden Lloyddampfer „Europa' ausgebrochene Riesenbrand stellt sich als das größte Feuer heraus, das jemals auf Dampfern im Hamburger Haien zu verzeichnen war. Sämtliche Hamburger Feuerwehren sind unermüdlich tätig, um den Brand zu bekämpfen, der jedoch mit unverminderter Heftigkeit fortwütet. Llndurchdringlicher, dichter Rauch lagert über der Brandstätte. Das vermutlich im Kühlraum ausgebrochene Feuer verbreitete sich vom Vorderschiff aus im Laufe des Vormittags auch über das Mittel- und Hinterschiff, jedoch konnten die Flammen im Hinterschiff anscheinend späterhin wieder eingedämmt werden. Gegen 11 Uhr drangen besonders dichte Rauchschwaden namentlich aus dem Vorder- und Mittelschiff, und durch mehrere Bullaugen konnte man auch die im Inneren wütenden Flammen beobachten. Die Feuerwehr muhte sich zeitweise darauf beschränken, das Feuer von außen her zu. bekämpfen, jedoch ging
sie zur genannten Zeit auch wieder zur Bekämpfung des Brandes im Innern über.
Infolge der ungeheuren in das Schiff geschleuderten wasserrnassen, erhielt es nach und nach starke Schlagseite nach Steuerbord, man hofft aber, daß die Gefahr des Kenterns im Augenblick beseitigt ist, da das Schiff auf der Steuerbordseite auf Grund liegt.
Infolge der glühenden Hitze sind sowohl die eisernen Aufbauten, als auch die Schotten im Innern des Schiffes verbogen und eingeknickt. Am äußeren Schiffsrumpf selbst sind noch keine besonderen Schäden bemerkbar.
Lieber die Entstehungsursache des Brandes und darüber, wie es möglich war, daß dieser einen so großen Llmfang annehmen konnte, schwirren an der Brandstätte zahlreiche Gerüchte. So wird u. a. vermutet, daß Brandstiftung vorliegt. Ferner wird auch die Behauptung aufgestellt, daß die Werftfeuerwehr von Blohm & Voß nicht sogleich die Hamburger Feuerwehr alarmiert, sondern versucht habe, den Brand zunächst allein zu bekämpfen. Alle diese Behauptungen sind aber vollkommen unkontrollierbar. Die behördliche Untersuchung ist mit vollem Dachdruck im Gange.
Lim 12 Llhr mittags war die Lage an der Brandstätte noch unverändert. Von der Wasserseite sind 20 Löschboote in Tätigkeit, von denen von über 20 Wasserleitungen riesige Wassermassen in das Schiff geschleudert werden. Die Gefahr des Kenterns ist noch nicht behoben. Aus den Bullaugen, besonders denjenigen des Vorderschiffes, schlagen noch immer die Hellen Flammen heraus. Die Hitze im Schiff ist so gewaltig, daß die Dicht- und Rostfarben abblättcrn.
3m Mittelschiff scheint der grüßte Schaden entstanden zu sein. Speisesäle und Gesellschasts- räume sind in sich zusammengestürzt. Eiserne Streben haben sich in der Glut vollständig verbogen.
Auch um 4 Llhr stand der Riesendampfer noch immer in Flammen. Doch Mitteilung der Direktion der Werft von Blohm & Voß wird sich eine zumindest vorübergehende Einstellung des Baubetriebes nicht vermeiden lassen. Die 3000 Arbeiter, die bis gestern auf dem Schiff beschäftigt waren, muhten heute morgen einstweilen nach Hause geschickt werden. Gegen Mittag war die Feuerwehr, die wieder an Bord arbeitet, mittschiffs etwa zur Höhe des großen Schornsteines vorgedrungen. Die Mannschaften müssen natürlich in den einzelnen Decks getrennt vorgehen. Das Schiff, bas infolge der enormen Wassermengen im Schiffsrumpf Schlagseite hatte, hat sich inzwischen sicher im Schlick festgesetzt. Es sind nunmehr die Dodenventile geöffnet worden. Auch äußerlich bietet das Schiff jetzt den Anblick eines Wracks. Ein Teil des Oberdecks zwischen den beiden Schornsteinen ist in sich zusammengesunken. Die Plaiten- gänge der Außenhaut sind durch die Glut aus- gebeult, und zwar derart, daß teilweise die Vernietung gerissen ist. An vielen Stellen sind d i e Versteifungen des Schiffsrumpfes unter der Einwirkung der Glut auseinandergebrochen. Mehrere Feuerwehrleute sind im Laufe der Löscharbeiten an Rauchvergiftung erkrankt. Dagegen sind, soweit festgestellt werden konnte, Arbeiter nicht verletzt worden.
lieber die Entstehungsgeschichte des Brandes wird noch bekannt, daß nach übereinstimmenden Berichten das Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig zum Ausbruch gekommen ist, fo daß Kurzschluß als Brand- ursache wohl schwerlich in Frage kommt.
Man war mit den letzten Arbeiten in den Maschinenräumen und mit den ersten Einbauten für die innere Ausstattung der Wohn- und Ge- sellschaftsräume beschäftigt, Arbeiten, die größtenteils des Dachts ruhen, während tagsüber 16 Stunden, d. h. in zwei Schichten, gearbeitet wird. Lim 1 Llhr früh haben die Bordwache und der an Bord postierte Feuerwehrmann der Werftfeuerwehr noch dem vorgeschriebenen Rundgang durch das Schiff nicht die Spur eines Brandes entdeckt. Kurz vor 2 Llhr früh zeigten sich mittschiffs die ersten Flammen.
Am späten Dachmittag war das Feuer auf der „Europa" bis auf einige geringfügige Glimmnester gelöscht. Eingehende Feststellungen durch Ingenieure der Werft und der Reederei haben gezeigt, daß die Schäden erfreulicherweise doch wesentlich geringeren Umfang haben, als ursprünglich angenommen werden mußte. Außer den Kessel- und den Maschinenanlagen und dem gesamten Hinterschiff mit allen Einrichtungen sind auch das LI n t e r s ch i f f und die unteren Decks fast in der ganzen Länge sowie das Vorderschiff vom Feuer verschont geblieben. Mit den Aufräumungsarbeiten ist unverzüglich begonnen worden. Die Feuerwehr ist bis auf einen Zug, der mit der Wer'sleuerwehr von Blohm & Voß eine Brandwache bildet, abgerückt.
Hamburg, 27. März. (WTB. Funkspruch.) Dachdem der Brand auf der „Europa" gelöscht ist, beschäftigt man sich mit der Frage, wie das Schiff auf schnellste Weise wiederher- gestellt werden kann. Hierüber sind gegenwärtig seitens der Werft und der Direktion des Dorddeutschen Lloyd Erwägungen im Gange. Wie verlautet, soll bereits in der nächsten Woche mit den Wiederausbauarbeiten begonnen werden, die voraussichtlich 4 bis 5 Monate in Anspruch nehmen dürften.
Der Schaden, der gestern bis zu 40 Millionen geschäht wurde, wird jeht mit etwa 20 b i s 25 Millionen angenommen, da, wie bereits gemeldet, die wertvollen Kessel- und Maschinenanlagen vom Feuer verschont geblieben sind und die E i n r i dj - tungsgegen stände für die Kabinen und die Gefellfchaftsräume sich noch nicht an Bord befanden. Als besonderer Glücksumstand wird bezeichnet, daß 50 Tonnen Del, die in einem Tank im Hinterschiff gelagert waren, nicht explodiert sind.
Wer trägt den Schaden?
Mit 44 Millionen Mark versichert.
B e r l i n, 27. März. (prio.-Iel.) Die „B. Z." bemerk zu der Frage, wer den S ch a d e n des Brandes der „Europa" zu tragen hat, daß der Auftraggeber, der Norddeutsche Lloyd, das Schiff ja noch nicht übernommen habe, die Verantwortung und der Schaden also bei der Bau- werft von Blohm & Voß liegen. Die Werft
Uif ober fü ■ den Materialschaden im wesentlichen durch Rückversicherungen gedeckt. Immerhin sei die mittelbare Schädigung, die sie durch den Brand erleide, naturgemäß außerordentlich groß. Das Schiff war zwar noch nicht fertig.
Dom haus des stellvertretenden Bezirksgouverneurs wurden Begrüßungsbotschaften ausgesandt, auf die der „Graf Zeppelin" antwortete, hierauf steuerte er in südöstlicher Richtung weiter. kurz vor 20 Uhr hatte das Luftschiff den weitesten punkt feiner Reise erreicht und den Rückflug angetreten. Zlm 20 Uhr befand es sich bereits wieder 75 Kilometer westlich von G h a ; a und etwa 50 Kilometer nördlich von LI A r i che an der ostägyptischen Küste. Am INittwochoormitlag 4 Uhr wurde es nordöstlich der 3nfel Milos gesichtet. Um 6 Uhr befand es sich über Athen und nahm Kurs auf Konstantinopel.
An der Schwelle Aegyptens.
Geburtstagsgrüße au König Fuad. Nngünstige Politische Winde.
Kairo, 26. März. (Tel.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" hat vom Toten Meer kommend, Port Said erreicht und ist hier zum Rückfluge umgekehrt. Dr. Eckener sandte dem Ministerpräsidenten von Aegypten folgenden Funkspruch:
„Die Bemannung und die Passagiere des „Graf Zeppelin", am Rand des Landes der tausend Wunder angelangt, bitten Ew. Ercellenz, Se. Maj. dem König Fuad ihre achtungsvollen Grüße und ihre Glückwünsche zu Se. Maj. heutigem Geburtstag zu übermitteln. Sie freuen sich, bald das Vergnügen zu haben, Se. Majestät als hochwillkommenen und geehrten Gast in Deutschland begrüßen zu können."
Von Bord des Luftschiffes wird bekannt, daß Dr. Eckener gebeten wurde, er möge auf der Höhe von Port Said, bevor das Luftschiff wieder Kurs nach Hause nähme, eine Botschaft an
aber man wird annehmen können, daß die M» schinenanlage bereits montiert war. Der Wert bet fertigen Schisses würde sich auf 5 0 Millionen Mark belaufen haben. Der Vorstand des Rorb deutschen Lloyd entsandte sofort zwei technische Di refforen nach Hamburg. — Wie der „Lokakanz/ mitteilt, ist die „Europa schon für die Zei! des Laues auf dem Wege der Transporkvev ficherung unter anderem auch gegen feuert und Explosionsgefahr versichert wov den. Die Versicherung läuft unter Führung deut» scher Gesellschaften hauptsächlich in Deutsch l a nd und zum Teil in England. Fast alle beuf- scheu Transportversicherungsgesellschaften sind beteiligt. Die Gesamtversicherungssumme beträgt zm Zeil 44 Millionen Mark.
Was sagt England?
Der Londoner Bersicherungsmarkt in Mitleidenschaft gezogen.
London, 27. März. (WTB. Funkspruch.) All« Blätter bringen ausführliche Berichte übe; die Katastrophe, die den deutschen Dampfer „Europa' betroffen hat. „Daily Chronicle" verweist in einen Leitartikel darauf, daß deutscherseits gehofft wordei sei, das Schiff werde den von der „Mauretania" ge haltenen Ozeanrekord überbieten. Das Blatt sage Es ist Sache der Engländer, als gute Sports leute ihr Bedauern und ihr Beileil auszudrücken. — „Morning Post" schreibt In englischen Schiffahrtskreisen wird viel Sympa thie für den Norddeutschen Lloyd empfunden wev den, der beim Bau der „Europa" und ihres Schwo sterschiffes „Bremen" eine so hervorragende Rolli spielte.
Man befürchtet, daß der Brand dem L o n doner Dersicherungs markt einen schwe. r c n 23 e r l u ft zufügen wird, denn von zuverlässiger Seite verlautet, daß die „Europa" für nich weniger als 3 Millionen Pfund Sterling (als, 60 Millionen Mark) versichert war. Die Schnelligkeit so heißt cs in dem Blatt weiter, mit der sich bat Feuer ausbreitete und die Machtlosigkeit de.' Feuerwehr und Dockarbeiter hat bat i-i Erstaunen gesetzt. Die Sachverstän digen sind sich aber klar, daß in dein Baustadium in dem sich die „Europa" gerade befand, die Schwie rigfeiten für die Löscharbeiten nahezu u nüber, w i n d l i ch waren.
das ägyptische Volk richten. Eckener hake darauf gesagt:
„Von ungünstigen Winden leider gehindert, Aegypten zu überfliegen, grüßen die Passagiere des „Graf Zeppelin" von der Schwelle dieses märchenhaften Landes aus, das Land und seine uralte Kultur. Sie hoffen, daß das Luftschiff, das hierherkommen wird, g ü nsti - gere Wettcrbeding ungen vorfinden möge und dem ägyptischen Volk das moderne Luftschiff als ein Symbol des friedlichen Verbind ungs mittels zwischen denVölkern zeigen wird." (Dr. Eckener meinte die ungünstigen politischen Winde, eine Anspielung auf das englische Verbot der Lleberfliegung Aegyptens.)
Der Fall des Schoners Zmalone.
Kapitän «nd Besatzung auf freiem Kuß.
London, 26. März.- IWTB.) Der Amtliche Englische Funkdienst meldet: Der englische Botschafter in Washington, S i r Esme Howard, ist gemeinsam mit dem kanadischen Gesandten Vincent M a s s a y in dauernder Fühlung mit dem Staatsdepartement, um in gemeinsamen Bemühungen eine Klarstellung des Sachverhaltes bei der Versenkung des Schoners „Imalone" zu erreichen, der im übrigen nicht in England, sondern in Kanada registriert war. Auch der Kapitän des Schoners, John Ran- dell, ist feit 1919 kanadischer Staatsangehöriger. Der bei der Versenkung getötete Seemann, der ursprünglich als französischer Staatsangehöriger angesprochen wurde, soll zwar französischer Herkunft, aber englischer Staatsbürger sein. Es ist verabredet worden, daß dein englischen und dem kanadischen Gesandten das Protokoll über die Vernehmung des Kapitäns Rondell und der übrigen Besatzung des Schoners unterbreitet wird, die gestern in Dew Orleans durch den dortigen Distriktsatwrney und die Zollbe-
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Kreta-Co^ TM-e E.
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Sie Orientfahrt des „Graf Zeppelin"
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Friedrichshafen, 27. Mär; 1929. fWTB. Funkspruch.) Das Lufl- schiff ..Graf Zeppelin" war auf feiner Fahri über da» 2HU- lelrneer zum nahen Orient am Dienstagmittag gegen 13 Uhr über der Westfpihe bet Insel Eypern. Bereits um 16.25 Uhr würbe bet Hafenplatz Haifa in Palästina überflogen. Um 18.18 Uhr wurde Jaffa erreicht. Als das Luftschiff über Telaviv kreiste, streute es Konfetti über die Bevölkerung aus, die sich dort aus ollen Teilen des Landes eingefunden hatte, um die pu- rimfeftlichkeiten zu begehen. Um 18.20 Uhr war bas Luftschiff über Romleh, wo die ossi-
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zielten Postsäcke abgeworfen würben, und kur; nach 19 Uhr würbe es von Norden her kommend in Jerusalem gesichtet. Das Zeppelinlustschisf bog nach Südwesten und bann nach westen ab und steuerte hierauf von Sübroeffen her über bie Stabt.


