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mb wurde im Jahre 1878 nach gut bestandenem ; ^akultätsexamen Gerichtsakzessist, d. h. Referen-
<tr. QU8 solcher machte er die vorgeschriebenen
t Kind wird
eitertet.
bis bis 70 bis bis
130, Suppenhühner 100 biZ 120, Gänse 110
130, Nüsse 40 bis 50 Pf. das Pfund: Tauben bis 90, Kisteneier 17, frische Landeier 18
19, Blumenkohl 30 bis 100, Endivien 10
25. Ober-Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 15,
a u e e i n geteilt: 1. Gau Gießen, 2. Gau Lahntalsängerbund,
rund des Wildes, ein weidgerechter Jäger । besonderer Kenner des Jagdrechtes war, •a x der hessischen Jägerwelt finden. Sie wird
nen ist auch sehr tzni einen grünen Bruch auf sein Grab legen.
3. Gau Ohm-Lumdatal-Sängerbund und 4. Gau Solms-Wetzlar. Die Beratung der m u s i k a l i - schen Arbeit in den Gauen mußte wegen vorgerückter Stunde auf die Tagesordnung der nächsten Vorstandssitzung gestellt werden. Es fanden dann noch eine Reihe interner Punkte ihre Erledigung. Wichtig ist noch ein Beschluß, der einstimmig gefaßt wurde. Darnach kann ein Verein nur in einen Nachbargau übertreten bzw. dort ausgenommen werden, wenn die beiden in Frage kommenden Gaue mit dem Wechsel einverstanden sind.
Daten für Mittwoch, 27. November.
Sonnenaufgang 7.36 Uhr, Sonnenuntergang 15.59 Uhr. — Mondaufgang 3.07 Uhr, Monduntergang 14.26 Uhr. — 1850: der Geograph Rudolf Credner in Gotha geboren (gestorben 1908).
Gictzener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 210 bis 220, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück- 60 bis 140, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 35, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat ICO bis 120, Tomaten 50 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kürbis 5 bis 8, Kartoffeln 4Vz bis 5, Aepfel 10 bis 15, Dirnen 10 bis 15, Dorrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120
Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. daS Stück. Kartoffeln 3,50 bis 4 Mk., Wirsing 10 bis 12, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 10 bis 12, Aepfel 10 bis 12, Dirnen 8 bis 10 Mk. der Zentner.
Stationen durch. Besonders gerne erzählte er ; pfiter von der Zeit, die er als Akzessist bei dem Iumaligen Rechtsanwalt Dr. Egid Gutfleisch, dem
-ateren Reichs- und Landtagsabgeordneten, verrichte. Rach bestens bestandenem Staatsexamen rurde Prätorius zunächst zur Rechtsanwaltschaft it Langen zugelassen. Bald darauf trat er je- sch in den hessischen Staatsdienst zurück, wurde i S Gerichtsasiessor an verschiedenen Gerichten in ichterlicher Tätigkeit verwendet, und war auch ;cxaume Zeit als Sekretär am Justizministerium In Darmstadt tätig. Im Jahre 1888 wurde er Amtsrichter in Michelstadt i. O., sodann im Jahre ;894 Amtsrichter in Hungen, und im Jahre 1898 Landgerichtsrat in Gießen. Im Jahre 1925 wurde ir zum Landgerichtsdirektor am Landgericht der < tzrovinzOberhesfen befördert.DieseSte lung bell i- eie er, bis er dann auf Grund des Alters» rrnzegesetzes in den Ruhestand treten mußte.
Ausscheiden des noch in bester Arbeitskraft ehenden erfahrenen Richters bedeutete für die cifische Rechtspflege einen Derlust. Rur ungern hicd er aus dem ihm liebgewordenen Dienste. Do auch immer Rudolf Prätorius seine Kraft ke Rechtspflege oder Dekannten und Freunden l-ie Derfügung stellen konnte, geschah cs stets rifc Freude. Die studentische Reformverbindung lixlphia verliert in ihm ein um ihre Sache tcrdientes Ehrenmitglied. Lange Jahre gehörte tr dem Dorstand des Gesellschaftsvereins an.
Schnupfen
kann man nicht immer verhüten, aber immer erfolgreich bekämpfen mit —
Forman
oinzialvorsitzender Gengnagel (Grünberg) einen Antrag ein, der auch Zustimmung fand. Darnach wird der Gau Lahn in vier
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Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: „Sie Stoerinnen“, 19.30 bis 22 älhr. — Derein für Luftfahrt und Gesellschaft für Erd- und Dölkerkunde: Dortrag von Dr. Seilkopf über „Die Weltfahrt des „Graf Zeppelin". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Frau im Mond." — Astoria-Lichtspiele: „Rin-tin-tin unter Verbrechern" und „Der Deserteur." —
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Abendvorstellung „Die Troerinnen", Euripides, Rachdichtung von Werfel, beginnt um 19,30 älhr. Spielleitung Intendant Dr. P r a s ch. Für den Sprechchor haben sich in liebenswürdiger Weise Damen der Gesellschaft zur Derfügung gestellt, die fast sämtliche Proben zu dieser Premiere mitgemacht haben. — Am Mittwoch, 27. Rovember, findet die erste Wiederholung des erfolgreichen Lustspiels „Scribbys Suppen sind die besten" statt. — Für Freitag, 29. Rovember, ist als Operettenaufführung „Die lustige Witwe" vorgesehen. — Am Sonntag, 1. Dezember, Dortrag Max Geisen- heyner „Mit Graf Zeppelin um die Welt". Rachmittags 15,30 lU>t „Hellseherei" von Georg Kaiser. — In Vorbereitung „Der Schmetterlingstraum", chinesisches Kammerspiel, Morgenveranstaltung zusammen mit dem Goethebund.
— Der Zentraloerband der Ange- stellten veranstaltet am 27. November, 20.30 Uhr, im Gewerkschaftshaus einen Vortrag, über „Die Absatzfinanzierung im Einzelhandel". — Siehe heutige Anzeige.
tteiifo der evangelischen Kirchengemeindevertre- hitg. Besondere Teilnahme wird das Hinscheiden tm Rudolf Prätorius, der als Forstmannssohn sieben- ein Freund der grünen Farbe, ein
4?lh>ertoertung, Geflügelzucht, Verwertung von und Elektrizität. Orts- und Kreisvereine Uimen dabei auf die Hilfe der Zentrale rechnen. Site bestehende gute Arbeit, wie die des Reichs- Icidbundes, soll dabei keine Konkurrenz erleiden: wurde in Offenbach deutlich. Landfrauen und Cxiltfrauen sollen sich gegenseitig in ihren Röten All stehen lernen, die Stadtfrauen die deutsche, ffho-cr ringende Landwirtschaft stützen. In Berlin 'a-cden in einer Woche für 3*/s Millionen Mark 'Hiranen gekauft I Mehr als das durch den Frie- SÖtrsDcrtrag vorgcschriebene Quantum Apfelsinen 'ldüt c Deutschland auch nicht verbrauchen! 38 Mil- IIlcrEen Marl gehen im Jahr durch die Hände der Id^cn Hausfrauen. Einer durch Fortschritte
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Aus der pwvmzialhauptstadi.
Gießen, den 26. Rovember 1929.
Landgerichteidirektor i. OR. prätorius t-
IAm Montag, 25. Rovember, starb dahier der andgerichtsdirektor i. R. Rudolf Präto- ius. Bei allen, die den Heimgegangenen kann» n, wird sein Hin scheiden das Gefühl herzlicher eilnahme auslösen.
Rudolf Prätorius war ein Mann von itzüglichen Rcchtskenntnissen, dabei ausgestattet it unermüdlicher Arbeitskraft und peinlicher ewissenhaftigkeit. Eigenschaften, die ihn als Rich- i zu einer Zierde seines Standes machten.
Der nun Verewigte wurde als Sohn eines iheren hessischen Forstbeamten im Jahre 1856 i Birkenau an der Weschnitz geboren, studierte । Gießen und Heidelberg die Rechtswissenschaften
der Technik entlasteten Frau können die großen Zusammenhänge von Familie und Volk wieder klarer werden. Die Ausführungen wurden mit leb elftem Beifall ausgenommen und durch eine reichhaltige Aussprache belohnt.
Aus dem Hessischen Sängerbund.
Jleucinteilung des Gaues Lahn.
Am Samstagnachmittag tagte im Bahnhofshotel zu Darmstadt der geschäftsführende Vor st and des Hessischen Sängerbun- des zur Erledigung einer Anzahl wichtiger An- gelegcnheiten. Die Verhandlungen fanden unter der Leitung des Bundesvorsitzender,, Ministerialrat Dr. S i e g e r t, statt. Zunächst erfolgte die Wahl der Vertreter für den Gesamtausschuß des Deutschen Sängerbundes. Es wurden Mi- nisterialrat Dr. S i e g e r t und Schulrat Hafsin - g e r (Darmstadt) einstimmig wiedergewählt. Als Vertreter zum außerordentlichen Sänger- t a g, der am 26. und 27. April 1930 in Leipzig statt- findet, wurden gewählt Ministerialrat Dr. Siege r t, Schulrat Hassinger, Geschäftsführer Roth (Darmstadt), Schatzmeister Ritter (Darmstadt), die Provinzialoorsitzenden Mattern (Mainz), Mietze (Darmstadt) und als Stellvertreter für den oberhessiscyen Provinzialoorsitzenden Rüdiger Wetzlar außerdem Kunze (Bingen) und Stenge r (Aschaffenburg). Als Ersatzleute wurden bestellt Becker Hesselbach) und Bauer (Klein-Wallstadt). Längere Zeit der Beratungen nahm die Festlegung der Vertreter zu den Gausängertagen in Anspruch, lieber dieNeueinteilungdesGauesLahn entspann sich eine längere Debatte. Hier brachte Pro-
Q3Iumen“. In einer kurzen Einleitung erläuterte der Redner zunächst daS Verfahren zur Herstellung der natürlichen Farben im Bild. Er brachte sodann eine Reihe von Bildern, die zeigten, welches Gewand die Ratur Im Vorfrühling in Wald und Fcld trägt. Er schilderte dabei daS Blütenleben des Waldes, das nach einem warmen Frühlingsregen erlischt, während auf der Wiese die Schlüsselblume verkündet, daß dem Frühling Tür und Tor geöffnet ist. Der Redner zeigte weiter den herrlichen Blüten- schmuck des Frühlings im Park, gab interessante Erläuterungen über die hier vorkommenden Pflanzen und Blumen, um dann die Schönheiten des Daumblütenschmucks in ihrer ganzen Pracht zu veranschaulichen: auch die Reize des Frühlings am Wasser, das durch Teichrosen usw. wirkungsvoll dekoriert wird, kamen zum Ausdruck. In längeren Ausführungen gab der Redner sodann interessante Belehrungen über die Bestaubung der Blüten durch Jn'ekten. Er sprach weiter von der Herkunft der Edelrose und gab dabei einige Sagen über die Entstehung der Rose. Seine weiteren Ausführungen bescHistig- ten sich mit der Pflanzen- und Blumenwelt in den Alpen. Der Redner wies dabei zunächst auf den Verwitterungsvorgang des Gesteins der Alpen hin, bei dem auch die Pflanzen eine grobe Rolle spielen. Interessant war die in diesem Zusammenhang erwähnte Tatsache, dah das herabfallende Geröll unterwegs von der Pflanzenwelt teilweife wieder aufgefangen und zu einer festen Masse zusammengehalten wird. Der Redner beschäftigte sich dann noch eingehend mit den übrigen Pflanzen und Blumen der Alpenwelt, die sich trotz der Bodenbeschaffenheit durch die Reinheit der Luft besonders günstig entwickeln, um zum Schluß noch besonders daraus hinzuwei en, daß viele Besucher der Alpen die herrlichen Wunder der Ratur, wie sie sich gerade in diesen Bergen -eigen, leider nicht in vollem Maße erkennen.
— Konzert des „Sängerkranzes". Vom Gesangverein „Eängerkranz" wird uns geschrieben: Der ..Sängerkranz" hat für sein diesjähriges Chorkonzert Haydns „Jahreszeiten" gewählt, ein Werk, das an gleichmäßiger Frische der Inspiration und Einheitlichkeit des Etiles der berühmten „Schöpfung" durchaus ebenbürtig ist. Auch in den „Jahreszeiten" kommt der Genius Haydns voll zum Ausdruck. Religiöser Ernst, unbefangene Daseinsfreude und erquickender Humor spricht aus dem ganzen Werk. Der Raturfreund Haydn hat hier von neuem Gelegenheit, fein Genie als musikalischer Echildcrer spielen zu lassen. Zu den Szenen, in denen Haydns Kraft, innerliche Vorgänge lebendig zu gestalten, am stärksten hervortritt, gehört: die Gewitterszene und der Schluß des Winters, von der feierlichen Arie: Erblicke hier betörter Mensch" an, bis zum hoffnungsvoll ausklingenden „Amen" der Schlußfuge. Die übrigen Partien des Oratoriums erzählen mit unvergleichlicher Technik stilistischer Eigenart von Genuß, Liebesglück und Derufsfreuden aller Art. Der sonnig-helle Frühlingschor: „Komm, holder Lenz", der Gruß an die Licht und Leben spendende Sonne, der Jagd- und Winzerchor sind Perlen des Werkes. — Auch die Solopartien enthalten prachtvolle Arien Duette und Terzette. Der „Sängerkranz" hat weder Mühe noch Kosten gescheut^ um die „Jahreszeiten" würdig herausbringen zu können. Als Solisten sind gewonnen worden: Bettina Frank aus Rürnberg, August Richter aus Köln und der aus früheren Ausführungen bereits bestens bekannte Kammersänger Emst Everts aus Köln.
— „Neuzeitliche Baumethoden im Hoch- und Tiefbau" sind das Thema eines Vortrags, der am nächsten Samstagnachmittag im Härsaal des Physikalischen Instituts stattfindet. — Siehe heutige Anzeige.
" Ehrung eines verdientenReichs- bahnbeamten. Oberbahnhofsvorsteher Walther, seither in Großen-Linden, jetzt in Gießen, hat fein 43. Cisenbahndienstlahr vollendet. Der Reichspräsident und der Generaldirektor der Deutschen Reichsbcchngesellschaft haben ihm aus diesem Anlaß durch den Präsidenten der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. ihre Anerkennung aussprechen lassen, die ihm sein Amtsvorstand mit einem Glückwunschschreiben übermittelt hat.
•• Auszeichnung eines Künstlers. Bei einem Wettbewerb der Hessischen Bad- und Kurverwaltung Dad-Rauheim zur Erlangung von Entwürfen für den Umschlag eines Reklameheftes für Dad-Rauheim ist dem Kunstmaler Hans G e i l f u ß zu Bad-Rauheim, einem geborenen Gießener, der erste Preis zuerkannt worden. Der Entwurf des Künstlers soll zur Verwendung kommen.
** Andachten für evangelische Stube n t e n. 3n diesem Wintersemester werden fünf Andachten für evangelische Studenten in der Kapelle des Alten Friedhofs, Licher Straße, gehalten. Die erste Andacht ist am Freitag, 29. November, 20.15 Uhr. Sie soll zu einer Gedächtnisstunde für die im Weltkriege gefallenen Studenten gestaltet werden. Liturgie und Ansprache hält Professor D. Dr. F. K. Schumann. Die Studentenschaft ist hierzu Herz- lich eingeladen.
Der Kettenbriefunfug wieder im Gange. Aus unserem Leserkreise wird uns heute einer jener berüchtigten Kettenbriefe zugesandt, die der Adressat von unbekannter Seite empfangen hat und die er mehreremale abschreiben und an irgendwelche Leute weiterschicken soN, wenn er nicht Unglück haben wolle. Während früher diese „Glückskettenbriefe" von einem kanadischen Offizier, der in Flandern im Kriege gefallen sei, zum erstenmal verschickt worden seien, ist es diemal ein Deutsch-Amerikaner, der als Urheber in Betracht kommen soll. Cs handelt sich heute wiederum, genau wie früher, um groben Unfug und aufgelegten Schwindel, auf den niemand hereinfallen sollte. Wer derartige Wische zugesandt erhält, handelt nur richtig, wenn er sie unbeachtet vernichtet, anstatt sich an der Weiterverbreitung dieses Unsinns zu beteiligen.
•' Eine evangelische Siedlungsdienststelle in Hessen. Die evangelische Siedlungsdienststelle hat im Anschluß an die Beratungsstelle des Hessischen Lantesvereins für Innere Mission eine hessische Beratungsstelle eingerichtet. Da große Siedlungsgebiete des Ostens in rein evangelischen Gegenden nicht die erforderliche Anzahl evangelischer Bewerber bekommen konnten, wird es die Hauptaufgabe des Siedlungsdienstes sein, vor allem in den bäuerlichen Kreisen des evangelischen Westens den Siedlungsgedanken zu stärken und unter Umständen in Verbindung mit landwirtschaftlichen Schulen und Landwirtschaftsämtern auch eine praktische Beratung der Interessenten auszuüben. Material über Ansiedlungsmoglichkeiten im Osten, über Finanzierungs- und Wirtschaftsfragen kann jederzeit bei der Beratungsstelle angefordert werden.
** D-er G oethe-Dund veranstaltete am Mittwochabend in der Reuen Aula einen Licht- l l d.rvor rag. Georg Weidhaus-Greiz sprach über das Thema: „Aus der Wunderwelt der
Dieser Tage fand diese Versammlung, zahl- «ich besucht aus der ganzen Provinz, im Cafe L.io statt. Rach dem Lied „In allen meinen Laien" eröffnete die Geschäftsführerin Fräulein Dahrendorfs mit Grüßen der Vorsitzenden, Fürstin Erbach-Schönberg, die Verhandlungen. Srcrlannt wurde die rege Beteiligung der ober- hiiischen Vereine bei der Lotterie für das Du ttererholungshcim. Frau H e r ä u s, Offen- kch. sprach über „Die Aufgaben unserer Ma us f r a ue n a E> t e i I un gen“. Sachsen er- »nnte zuerst, daß in dieses Gebiet auch die Fra- F- der Erziehung, des Wohnungsbaues u. a. «[Ören; ihm folgte Württemberg und 1923 Jeff en. Im Derussau bildungsgeseh drohte die krohr, daß die Familien unter Gewerbeaussicht Feilt wurden: das war für christliche 2In* ■ftawung unerträglich. Aehnlich wie die katho- llliwn Frauenorganisationen in einem katholi- 1cm Haussrauenbund mußten die evangelischen Frailenverbände eine Reichsarbeitigcmeinschaft MallSstellcn: in Reudiedendorf wurde sie ge- fltünbet. Eheg setzgebung, Fam.licnrecht, Berufs- MF.rEilöung, Hausangestelltengcsetz kommen als Ä^itsgebict in Betracht, neben anderen wie
i bei ßanbed in Tiü M DrandsNstuil, IBoLermangel brhinkv i ten 13 Dohichäusm 'lneinzigesgerr!- Jen zwölf Dohnhäusw sämtliche DebengeböiL sind 52 Personen
Mit der Witwe des Heimgegangenen, seinen i In Santiago (Chile). beiden Töchtern, und dem Sohne, der als Ar- tilcrleoffiqier den Weltkrieg mitgemacht hat, :r jeqtörtc das SpleM trauern viele um den Entschlafenen, denen er Chile. Whrend bei tn treuer Kollege und ein nie versagender er Vorhang in Hel Freund war. Sein Andenken wird in Ehren bei an der Dühnenausstellu^ -eilen fortleben.
rangle nach den Ausgänge Serbstversammlung der oberhessischen e»angelisch.lirch!Ichen Arauenvmine.
’ie fudjte. Äs das TIM i nicbergfbrannt mor, M leidjen ter vier Qraui
Gin Preffe-Veleidigungsprozeß in Gießen.
Gestern vormittag wurde vor dem Gießener Amtsgericht eine Privatklage des Gießener Universitäts- Professors Dr. E. Horneffer gegen den Redakteur der „Oberhelsischen Volkszeitung" Karl Bremer verhandelt. Als Richter fungierte Amtsgerichtsrat Steinberger. Der im Termin anwesende Prioatkläger Professor Horneffer war durch Rechtsanwalt Albrecht vertreten, während die Verteidigung des Beklagten in Händen des Rechtsanwalts Hornberger lag.
Der Privatklage lag folgender Sachverhalt zu Grunde: Die „Oberhessische Volkszeitung" yatte in einem Artikel, der am 8. Mai 1929 unter der lieber- schrift „Ein unverbesserlicher Scharfmacher" erschien, Kritik an einem von Prof. Horneffer in Arbeitgeberkreisen in Karlsruhe gehaltenen Vortrag über „Das Problem der Sozialpolitik" geübt Professor Horneffer erblickte in den Schlußausführungen dieses Artikels eine Beleidigung feiner Person und erhob gegen den obengenannten verantwortlichen Redakteur der ,^)berhessischen Volkszeitung" Privatklage.
In der gestrigen Verhandlung gab zunächst der Prioatkläger Prof. Horneffer eine eingehende Begründung der Privatklage, die von dellen Anwalt entsprechend ergänzt wurde. Der Rechtsoeistand des Beklagten bestritt die Absicht der Beleidigung, außerdem müsse dem Beklagten die Wahrung berechtigter Interessen zugestanden werden.
Das am Nachmittag verkündete Urteil lautete auf 200 Mark Geldstrafe, an deren Stelle im Falle ihrer Uneinbringlichkeit eine Gefängnisstrafe von 10 Tagen tritt, und Tragung der Kosten des Verfahrens, einschließlich der dem Prioatkläger erwachsenen notwendigen Auslagen. Außerdem wurde dem Privatkläger die Befugnis zur Deröffent- lichung des Urteils in der „Oberyessischen Volkszeitung" zugesprochen.
In der Begründung des Urteils wurde vom Gericht zum Ausdruck gebracht, daß der Beklagte in feiner Kritik zu weit gegangen sei. Wah- rung berechtigter Interessen könne ihm nicht zugestanden werden. Bei dem Strafmaß falle einerseits die Schwere der Beleidigung, anderseits die Stellung des Privatklägers als Unioerfitätsprofessor und Gelehrter in die Wagschale.
Sprechstunden der Redaktion.
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