Dietz. Rechner Heinrich Fischer. Beisitzer Wich. Diehl. Wilh. Grün. Karl K l i n k e l und Reinhold Parlow. Die Mitgliederzahl beträgt z. & 38-
f Treis o. ö. Lda, 25. April. Unsere neue, mit allen modernen Errungenschaften der Orgel- bautechnik versehene Kirchenorgel wurde heute von dem mit der Leitung des Baues beauftragten, vom Landeskirchenamt bestellten Sachverständigen, P arrer lic. theol. Dr. S t u m p f (Merlau), geprüft und in allen Teilen als mustergültiges Werk befunden. Besonders lobend hervorzuheben ist, daß es dem Erbauer gelungen ist. örtliche bauliche Schwierigkeiten nut Geschick zu überwinden, ohne die Klangwirkung des Instruments irgendwie zu beeinträchtigen. Die Einweihungsseier findet, wie von Anfang an be» stimmt, am nächsten Sonntag, 28. d. M., nachmittags 2 Uhr statt.
Kreis Friedberg.
* F r i e d b e r g, 25. April. Ein interessantes Bauwerk ist in A s s e n h e i m zur Zeit in Ausführung; die vor etwa 30 Jahren erbaute große Brücke der Bahnlinie Friedberg —Hanau genügt den heutigen Ansprüchen des schweren Verkehrs nicht mehr, weil sich bei einem eisernen Gerüstpfeller geringe Seitenneigung zeigt. Da der gesamte Kohlen- transport nach Italien. Bayern usw. über diese Linie geht, was eine schwere Belastung der Brücke bedeutet, wird sie zur Zeit völlig u m g e b a u t, was unter erheblichen Schwierigkeiten ohne Unter- brechung des Verkehrs erfolgen muß. Es wurden nun Beton Pfeiler zwischen den alten eisernen errichtet, wozu nach Einrammung eiserner Spund- wände und Absenkung des Grundwassers mit elektrischen Pumpen tiefgehende Betönfundamente her- gestellt werden müssen, um tragfähigen Boden zu erreichen. Als Material zum Beton wird Mamkies aus der Hanauer Gegend verwendet, der von der Eisenbahnverwaltung in eigenem Betrieb auf die Brücke gefahren und dort in Trichter zwischen den Gleisen gekippt wird, von wo er durch lange Röhren unmittelbar auf die Lagerplätze fällt. Die Arbeiten werden auch in der Nacht weitergeführt, die Vollendung wird in etwa einem Jahre erfolgen können. Die Beton- und Gründungsarbeiten werden von der Firma Dyckerhoff & ffiibmann in Biebrich, die Eisenarbeiten von der Maschinenfabrik Augsburg- Nürnberg in Gustavsburg ausgeführt.
< Bad-Nauheim, 25.April. Der heutigen Sitzung des S t a d t r a t s lag der Voranschlag für das Rj. 1929 vor. Mit Stimmenmehrheit wurde beschlossen, die Haushaltvoranschläge, die nach den Ausführungen des Berichterstatters, Stadtrats Krauß, zu keinerlei Beanstandungen Anlaß gaben, enbloc anzunehmen. Der Voranschlag weist die Gesamtsumme von 1848 850 Mk. in Einnahme und Ausgabe auf (1928: 1987 950 Mk.). Davon entfallen auf die B e t r i e b s r e ch n u n g 1 716 250 Mk. in Einnahme und Ausgabe (1928: 1580 450 Mk.).
Kreis Büdingen.
* Aus dem oberen Aiddatale, 25. April. Eben durchwandern viele Bewohner der höher gelegenen Vogelsbergorte unser Tal, nach jungen Gänschen suchend. Da in diesem Jahre die Brutergebnisse äußerst gering sind, werden statt, wie im Borjahre, 1—1,20 Mk., 1,50—2 Mk. für kaum geschlüpfte Gänschen bezahlt. Trotz der starken Preiserhöhung finden sich Liebhaber genug, denn durch Aufzucht und Mast von Gänsen sucht die Do- gelsberger Bäuerin nicht nur gute Bettfedern zu gewinnen, sondern auch im Herbste ein Stück Geld zu erübrigen. — Zur Zeit macht sich in den meisten kleinbäuerlichen Viehhaltungen st a r k e Fu11ermit telknappheit bemerkbar. Dickwurz, Heu, Grummet und Stroh gehen zur Beige. Der Ankauf wird wegen der hohen Preise aufs Allernötigste beschränkt. Aur das verhältnis- mäßig billige Stroh wird in größeren Mengen aus der Wetterau eingeführt. Aengstlich« Gemüter prophezeien bereits ein zweites 1893, das auch mit einem so kalten und trockenen Frühjahre einsetzte, dem dann ein außergewöhnlich
heißer Sommer mit ganz geringer Heuernte folgte.
Kreis Schotten.
* Ulfa, 25. April. Die größeren Landwirte unseres Dorfes wenden seit einiger Zeit der Viehzucht erhöhte Aufmerksamkeit zu. Die Gemeinde hat daher am Westhange des „Rei- perts" zwei Jungviehweiden geschaffen, die jedes Jahr voll beseht sind. 3m Vorjahre wurde ein Transport Riederungsvieh eingeführt, mit dem man jedoch aus Bergweiden im Trockenjahr 1928 schlechte Erfahrungen machte. Dor kurzem wurde daher oberbayrisches Fleckvieh mit einem Dullen erworben und hier versteigert. Man hosft, mit dieser Diehrasse, die besser in unser Gelände und Klima paßt, günstigere Ergebnisse zu erzielen.
-T- Elcheisdors 25. April. In der zum hiesigen Forstamt gehörenden Försterei S t o r n- fels brannte ein drei Morgen großes, mit Eichenstangen bestandenes Waldstück ab. Die Feuerwehr von Stornfels konnte ein weiteres Umsichgreifen des Feuers verhindern. lieber die Ursache des Brandes ist bis jetzt noch nichts bekannt.
Schach-Ecke.
Gearbeitet von W Orbach
ANe für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers .
Problem Nr. 209.
Don O. Demo, Wien.
8
6
5
4
3
2
Schwarz.
8
b
5
4
3
1
Weitz.
Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. Weih: 5 Steine. Ke8; Dg3; Sd5, d8; Bd4.
Schwarz: 10 Steine. Kf5; La5; Sb5, g2; Bc3, c7, d3. dö, h5 h6
Dorstehende Aufgabe wurde im Turnier der „Reuen Leipziger Zeitung", August 1928, preisgekrönt.
Partie Nr. 135.
Gespielt in der 19. Runde des Reuhorker Schachturniers 1927.
Indische Verteidigung.
Weih: Capablanca.
Schwarz: Nimzowitsch.
1. d2-d4 1. Sg8-f6
2. Sgl — f3 2. e7-e6
3. c2-c4 3. b7-b6
4. g2-g3 4. Lc8-b7
5 Lfl-g2 5 Lf8-b4 +
Dies spielt Rirnzowitsch in der Regel; spielbar ist jedoch auch 5 d6, Sbd7 nebst Le7.
6. Lei -d2 6. Lb4xd2-s-
7. Ddlxd2
Auch 7. Sxd2 kann recht gut geschehen.
7 7. U-0
8 Sbl -c3 8. Sf6-e4
Führt zur Vereinfachung des Spiels im Zentrum.
9. Sc3xe4 9. Lb7xe7
10 0-0 10. d7-d6
11. Sf3 — el 11. Le4Xg2
12. Selxg2 12 Sb8-d7?
Rach Aljechin geschieht hier am besten 12. .... De7l, um 13. e4 mit 13. ..c5l, und 13 Tfdl mit f5! zu beantworten.
13 e2-e4 13. e6-e5?
Ebenfalls schwach gespielt, da er Schwächen auf d5 und f5 zurückläßt, an welchen Schwarz später zugrunde gehen sollte. Am besten geschah 13 c5! z. D. 14. d5, Se5! oder 14. Tadl, Tac8 15. Sge3, Dc7 16. dxc5, SXc5 mit gleichem Spiele.
14. Sg2-e3 14. Sd7-f6
Etwas besser war 14. ..., eXd4 15. Dxd4, Df6 16. Dxf6, Sxf6 17. f3 usw.
15. f2-f3 15 c7-c5?
Gibt das Spiel vollständig aus der Hand.
16. d4xe5 16. d6xe5
17 Tal-dl 17. Dd8xd2
Falls 17 Dc7 18. Sf5.
18. fdlxd2
Der Besitz der einzigen offenen Linie sollte für Weiß entscheidend sein.
18 18. Tf8-d8
19. Tfl-dl 19. Td8xd2
19 Td4? 20. Sf5.
20. Tdlxd2 20. g7-g6
Auf 20 Kf8 folgte 21. Td6, Ke7 22. Sf5 + usw.
21. Kgl-f2??
Wie wenig Capablanca bei seinem günstigen Stande an dieser Partie lag, sieht man an diesem Zuge. Der auf der Hand liegende E)nsallszug 21. Td6 hätte nach unschwerem Kampfe zu einem klar gewonnenen Turmendspiel geführt. Zum Beispiel 21. Td6, Kg7 22. Sd5, Sxd5 23. exd5, Te8 24. Td7, e4 25. Kf2l usw. (Schlecht wäre 21. Sd5 2T8CnKg7L) 21. KgS-18
22. Se3-d5
Run wäre 22. Td6, wie leicht ersichtlich, em Fehler.
22. ... 22. Ta8-d8
23. Kf2-e3 23. Sf6xd5+
und die Partie wurde Remis gegeben.
Rach 24. Txd5, Txd5 25. exd5, (cxd5, b5l) f5 26. g4, Ke7 27. gxf5, gxf5 28. Kf2, Kd6 29. Kg3, Ke7 30. Kh4, h6l 31. Kh5, Kd6 ist die Stellung ausgesprochen Remis, da der Weiße König wegen e4 nicht den h/Bauern schlagen darf.
Lösung des Problems Rr. 206. Don S. Jackson.
1. Se4—c5! usw.
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch.
Der junge Mann.
Szene im Autobus.
Alles überfüllt.
Eine junge hübsche Dame steigt ein.
Ein junger Mann erhebt sich sofort. Die junge hübsche Dame sagt:
„Sehr liebenswürdig; aber ich stehe lieber.
Errötend sagt der junge Mann:
„Rein, ich —" ,
„Wirklich zu freundlich," unterbricht ihn die Dame, „aber ich möchte stehen!"
„Oh, ich -"
„Du lieber Himmel, sind Sie denn so schwer von Begriff? Ich will stehenbleiben!"
„Aber ich —“
„Sie fangen an, mich zu langweilen. Setzen Sie sich doch wieder hin!"
Der junge Mann. Verzweiflung in der Stimme:
„Ich will mich ja gar nicht Hinsehen; ich hatte ja schon an der vorigen Haltestelle aussteigen müssen..." K. M.
Die größte Gemeinheit.
Einige sahen zusammen und erzählten sich in trauter Dämmerstunde Geschichten. Erzählten sich mit gerührter Offenherzigkeit die größte Gemeinheit ihres Lebens.
Tobusch begann.
„Als ich mich mit Fischer assoziierte, habe ich einen Vertrag mit ihm gemacht, durch den Fischer im Falle eines Falles alles verliert. Aber der Dussel merkt es nicht."
Leutrein sprach:
„Ich habe mit dem Gelde meines Chefs spekuliert. Hundertzwei Wille habe ich gewonnen."
Decker ging hinaus. Als er wiederkam, sagte er: „Im Korridor ist ein Telephon. Da war ich eben dran und habe mit Leutreins Chef und To- buschs Kompagnon gesprochen."
Kreis Alsfeld.
mr. Grebenau, 25. April. Dieses Sage sand in der Gastwirtschaft Hofmann dahier eine Ruh- unö Brennholzversteigerung des hiesigen Forstamts statt. Da der Holzbedarf, besonders an Brennholz, immer noch groß ist, war die Zahl der erschienenen Kauflustigen recht ansehnlich. Doch bewegten sich diesmal die Preise in mäßigen Grenzen. Rur Buchenscheitholz wurde noch sehr gut bezahlt. Für den Raummeter erzielte man bis zu 17 Wk. Die Preise für das übrige Brennholz lagen wenig über Tarif. Die Gebote für das Ruhholz hielten sich sogar fast durchweg unter den Tarifsätzen. Einige Rutzholz- sorten wurden wegen zu geringen Gebotes von der Versteigerung abgeseht und werden nun aus dem Submissionswege verkauft. — Der Auerhahn, der nur noch in wenigen Gegenden Deutschlands vorkommt, lebt in einzelnen Exemplaren auch noch in den hiesigen Wäldern. An der Grenze zwischen den hessischen Staatswaldungen und den Wäldern des Grasen vpn Schlitz sind die Stellen, wo diese nur außerordentlich
selten sichtbar werdenden Tiere jetzt „balzen". Es ist dies bekanntlich die einzige Zeit im Jahre, in der sich der Jäger dem merkwürdigen Vogel nähern und ihn auch abschiehen kann. Da die noch vorhandenen Tiere geschont werden müssen, gibt die Hessische Forstabteilung nur einzelne Schüsse gegen ein ansehnliches Schußgeld frei.
Rheinhessen.
WSR. Dingen, 24. April. Beim Reubau eines Backofens in einer hiesigen Bäckerei stieß man auf Ueberreste der alten Riko - lauskapelle der Schifferzunft. Die Kapelle wurde 1243 gebaut. Der Schultheiß Anselm schenkte Ujr namhafte Güter in Münster und Särmsheim. Ein Mißgeschick verfolgte sie. 1403 brannte sie zum erstenmal nieder, wurde wieder aufgebaut, brannte 1490 zum zweitenmal völlig ab, wurde dann wieder aufgebaut, um 1689 zum drittenmal zerstört zu werden. Aus ihren Trümmern entstanden später bürgerliche Siedlungen.
Büchertisch.
— Hessen-Äassauische Sagen herausgegeben von Paul 3 a u n e r t. Mit 25 Tafeln und 63 Abbildungen im Text. Jena. Diederichs. 1929. Geh. 8 Wk., geb. 10 Mk. — Der Verlag Eugen Diederichs in Jena, der sich um die Volkskunde schon sehr verdient gemacht hat durch die wertvolle Reihe seiner Märchensammlungen der verschiedensten Völker, ist seit einigen Jahren mit einer neuen wichtigen Veröffentlichung beschäftigt: unter Paul Zauner ts Leitung läßt er den Deutschen Sagenschatz erscheinen, von dem bereits u. a. zwei Bände Rheinlandsagen. ferner Westfälische, Sächsische, Thüringische, SchleZsche Sagen herausgckommen sind. Zu Ende des Jahres 1923 sind nun auch die Hessen-Rassauischen Sagen erschienen, die uns hier besonders nahe angehen. Hessen, in dem die Brüder Grimm lebten und zuerst deutsche Sagen sammelten, hat bisher noch keine erschöpfende Sagensammlung besessen, wenn auch schon durch Th. Bindewald und I. W. Wolf wertvolle Arbeit geleistet worden war. So, ist Zaunerts Sammlung doppelt willkommen, nicht nur dem, der sich mit der Sagenforschung wissenschaftlich beschäftigt, sondern für weiteste Kreise, soweit sie Liebe zur Heimat und ihren reichen Ueberlieferungen haben. Reben den sogenannten mythischen Sagen sind in unserem Band die geschichtlichen besonders reich vertreten, die zeigen, wie die geschichtlichen Ereignisse von der Zeit der Christianisierung her bis zum vorigen Jahrhundert ihre Spuren in den volkstümlichen Erzählungen zurückgelassen haben. Auch die Ausstattung des Werks ist besonders hervorzuheben; 25 Tafeln mit vollendeten Wiedergaben alter Ansichten, Denkmäler, Trachten, über 60 Abbildungen im Text nach wertvollen alten Holzschnitten. Lithographien und Kupferstichen gestalten das Buch auch äußerlich zu dem, was es dem Inhalt nach ist: eines der wertvollsten Heimat- bücher, das die letzten Jahre Hessen und Rassau geschenkt haben. Dr. F. Maurer.
— Jeremias Gotthelf: „Jakobs des Handwerksgesellen Wanderungen durch die Schweiz" ist nun auch in der vorbildlichen billigen Ausgabe der Hauptwerke Gotthelfs, bei Eugen Rentsch, Erlenbach und München erschienen (4.20 Mark). Ter Band erFählt eine Handwerksbur- schenwanderung durch Die Schweiz, die Irrtümer und das Reifen eines jungen Menschen aus dem Volk. Verständig, voll Lebensweisheit, wie ein Vater, und mit einer Kenntnis des Stoffes und der Charaktere, wie es nur einer haben kann, der sein ganzes Leben unter dem Volk und mit dem Volk gelebt hat, das ist der Eindruck, den man davon hat. Die Bücher von Gotthelf mühten gerade heute tief ins deutsche Volk hinein. Der Verfasser ist ein ausrechter Mann, der das Volk geliebt und für das Volk geschrieben hat. (168.)
soll anregt, n, aber nicht auf regen, soll wohlschmeckend, aber nicht schädlich sein.
Kaffee Hag, der coffeinfreie Bohnenkaffee erfüllt alle diese Forderungen.
Ihr tägliches Getränk sollte daher Kaffee Hag sein. Geschmack und Aroma sind hervorragend. Ihr Wohlbefinden wird beweisen, wie gut Ihnen Kaffee Hag bekommt.
Mus isi Irumuf! Seiö, weu!*d^°Ääsche? ^br zuverläliiier »elfer bet dieser selbstveniändltchen GesundheilSpslege? Nnnmann's weiße Kernseife „Grtxofcüte Qualiläi" leister alles, was Sie von einer Seife oexniinfitoeriueife nur eben erwarien Dürfen. — Und fchvrn Die Wäscde. 3593V
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Wirkt
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Halbes Buttergeld:
Hama Margarinebutterfei«!


