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den Ruhestand.
R u d. Golls.
Bereitschaft. Der Wachdienst wird in den Sommermonaten täglich versehen. Die Station steht unter der Leitung des Vorsitzenden der Bezirks- gruppe MittelrAin der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft. Soldmann (Wiesbaden).
Der neue Euperinlendentsür Starkenburg.
Die Evangelische Kirchenregierung hat den Pfarrer Dr. Friedrich Müller zu Rüsselsheim zum Superintendenten für die ProoinzStar- k e n b u r g und zum geistlichen Mitglied des Lcm- deskirchenamtes mit der Amtsbezeichnung „Ober- kir^enrat" mit Wirkung vom l.Iuni d. I. ernannt. An diesem Tage tritt der seitherige Superintendent D. Dr. Flöring in den Ruhestand.
Daten für Samstag. 27. April.
Sonnenaufgang 4.41 Uhr, Sonnenuntergang 19.15 Uhr. — Mondaufgang 23.32 Uhr. Monduntergang 6.10 Uhr. , „
1764: der Buchhändler Johann Friedrich Cotta in Stuttgart geboren.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag. Stadttheater: „Thomas Paine", 20 bis 22.15 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Tag aus dem Leben eines Tanzstars". — Astoria-Lichtspiele: „Die Mitternachtstaxe". nr v _x
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige letzte Aufführung von „Thomas Paine" beginnt um 20 Uhr. — Am Sonntag, 28. A-ril, wird als Fremdenoorstellung »Jatharina Knie" gegeben. In dieser Aufführung verabschiedet sich Alix K r a h m e r, die mit dieser Spielzeit das Stadttheater Gießen verläßt, vom hiesigen Publikum. In der Aufführung wirken zu Beginn des dritten Aktes die Gefchwifter Jorg mit. Es ist in die Vorstellung ein vollkommenes Akrobaten- und Luftakt-Programm eingelegt, das starke Stimmung für die Seiltänzeratmosphäre macht. — Am nächsten Montag, dem 29. April, ist der Ehren- und Abschiedsabend von Rudolf Goll. Goll, der 24 Jahre am hiesigen Stadttheater tätig war, wird sich in „Großstadtluft" verabschieden. — Dienstag, 30. April, ist zum letztenmal „Dame Kobold". In diesem Calderonschen Lustspiel tritt zum letztenmal Julius B a st 6 auf. — Am Mittwoch, 1. Mai, ist das letzte Gastspiel des Reuen Operetten- tbeoter's Frankfurt a. M. Es wird „Die Herzogin von Ehikago" aufgeführt.
— Der Verein ehemaliger Kavalleristen von Gießen und Umgebung begeht am Sonntag, 5. Mai, im Saale des Cafä Leib seine Standartenweihe. Am Nachmittag werden Konzerte und der feierliche Weiheakt stattfinden, für den Abend ist wiederum Konzert vorgesehen, außerdem sollen dann lebende Bilder mit Pferden auf der Bühne gezeigt werden. Man beachte die heutige Anzeige.
"In den Ruhe st and o e r se tz t wurde von der evangelischen Kirchenregierung mit Wirkung vom l.Iuni ab der Pfarrer Heinrich Wagner zu
Berliner Börse.
Berlin, 26. April. (WTB. Funkspruch.) Nachdem gestern abend auf das Wiederanziehen des Dollars die Kurse allgemein wieder schwächer ge- worden waren, ist die Tendenz des heutigen Frühverkehrs noch sehr undurchsichtig. Der Liquidationstag dürfte allerdings kaum Schwierigkeiten machen, Prämienware ist schon in den letzten Tagen in genügendem Umfange herausgekommen. Auch die bestehenden Haussepositionen sind im Moment gering. Die gemeldete Gründung der amerikanischen Hol- dinggesellschaft der I.-G.-Farben (schon heute werden 30 Millionen Dollar 5,5-v. H.-Schuldoerschreibungen dieser Gesellschaft zu einem Kurse von 95 zur Auflage gelangen) lenkte das Interesse der Spekulation auf den Farbenmarkt. I.-G.-Farben 240 Geld, sonst gestrige Abendkurse. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 124,19 zu 124,19, London gegen Mailand 92,61 zu 92,63, London gegen Spanien 33,75 zu 33,80, London gegen Kabel 4,8533, Kabel gegen Berlin 4,2170.
Abschiedsvorstellung Rud. Golls. Der Spielleiter und langjährige Schauspieler Ru« d o l f G o l l, der mit dieser Spielzeit in den Ruhestand tritt, wird sich am 29. April mit „Großstadtluft" verabschieden. Er feiert gleichzeitig mit diesem Abschied sein 40jähriges Bühnenjubiläum. Der beliebte Künstler war 24 Jahre am Gießener Stadt-
Irrungen und Wirrungen stnd fast jedem Zigaieiien-Raucder dadurch beschieden, dah er unter der Fülle der Marken meist die richtige Wahl nicht trifft. Hierdurch ist der Aberglaube entstanden, day man nicht immer dieselbe Marke rauchen könnte. So verständlich diele Folgerung psychotoinich nt, io falsch ist sie in Wirklichkeit. Die Ztgarellenraucher taumeln nämlich deshalb von einer Sorte zur anderen, weil nur wenige das Gluck haben, die wirklich gu:e. preiswerte, also lohnende Marke heraus- »«finden. Wer jedoch die Zigarette, welche talsach- lich Qualität ist, ausfindig gemacht hat, wird ihr auch neu bleiben. Hierbei kann es sich nur um eine Marke handeln, die zu billigem Preise die wertvollsten Tabake enthält. Dieses Meisterstück der Rationalisierung hat die Bulgarta-Zigaretleniabrik, Dresden, vollbracht. Sie konnte den Preis ihrer bekannien Marke Bulgaria-Siern aus 4 Pf. setzen, trotzdem ne auch weiterhin ilir diese Zigarette Tabake verwertet, die sonst nur ,n 6-Pf.°Ztgaretten verarbeitet werden. Ed ist bekannt, daß überall da, wo man stch für Bnlgaria-Ztgaretten entschieden bat. die Raucher ihnen auch treu bleiben.
Auiodiebstähle in $ranffurt
Schießerei im Stadtwald.
WSN. Frankfurt a. W., 25. April. 3n der vergangenen Nacht befand sich ein Oberwacht« meister auf Radfahrstreife in der Morfelder Landstraße. Vom Oberforsthaus her kam ein Auto und hielt etwa 200 Meter vor dem Beamten. Der Autoführer stellte die großen Scheinwerfer ein und suchte das Gelände ab, ohne jedoch den Beamten zu bemerken. Da dem Beamten der Vorgang verdächtig vorkom, begab er sich zu dem Auto. 3n diesem Augenblick ertönte der Auf: „Au, ein Schutzmann!" Zwei Männer ergriffen die Flucht und wurden von dem Beamten verfolgt. Beim Eintritt in den Wald fiel ein Schuh, gleichzeitig flog dem Beamten ein harter Gegenstand gegen die Brust. Daraufhin gab der Beamte vier S ch ü s s e ab. Infolge der Dunkelheit konnten die Täter en.kommen. Das Auto war gestohlen und gehört einem Kaufmann in der Staufenstraße. Weiter wurde am Tiefkai ein heruntergestürztes Auto gefunden, bei dem sich noch der Führer befand, dem jedoch nichts passiert war. Das Auto war aus einer Garage gestohlen worden. Der Autodieb wurde festgenommen. Auch in der Schichaustraße wurde ein Auto herrenlos vorgefunden, das in der Wolfsgangsstraße gestohlen worden war. Es konnte seinem Eigentümer wieder zugestellt werden.
auni gibt nur die ergiebige reine SünuchtSeife
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 26. April 1929.
Der Aeberiiisch.
Ehrlich zugestanden, zuerst waren eS die Mar- tel und ich, die auf ihn hereinfielen.
Aber ich will chronologisch erzählen. Marie! ist--aber das gehört erstens nicht hierher
und zweitens werden Sie das im Verlauf schon merken, wer und was mir Märtel ist. Also: Wir sahen im Cafe. Es war sehr voll, wir hätten gern ein Tischchen für uns gehabt, aber wir mußten froh sein, daß wir noch zwei Stühle erwischten. An dem Tisch eines eifrig sprechenden Paares. Sie war Engländerin und er hatte scheinbar Stunde bei ihr. Da mich ihre Aussprache interessierte, hörte ich ihnen zu und Märtel wurde mir böse. „Hätten wir nur einen Tisch für uns!" Ah, der Nebentisch mit einem bequemen Rundsofa wurde frei. Ich ergriff unsere Sachen, Martchen strahlte. Nachdem ich zuerst Kaffee, Torte und Zigaretten nebenan aufgebaut hatte, schleppte ich meiner Dame Mantel, Hut, Schal, Täschchen, drei Pakete und den von mir geschenkten Nelkenstrauß sowie meine Garderobe herüber. Und lieh mich mit einem Seufzer neben ihr nieder. „Weißt du, Liebling, . „Der Herr werden verzeihen, aber der Tisch ist für 5 ülhr bestellt", störte e.n Kellner. „Himmelkreuz ... da soll doch" und ich unternehme den Rückzug, Wutblicke dem Zettel „Bestellt" zuwerfend. Die kleine Engländerin lächelt, auf unserem alten Platz ist es zugig, dazu spielt: die Kapelle „Wenn der weiße Flieder wieder blüht .
Da kommen die „Bestellten", sehen sich lächelnd in unsere eben verlassene Ecke. Großmutter, Mutter und Kind. Das Häschen — es wurde nur so benannt — wurde aus seiner rosa Pracht geschält, Großmutter und Mama türmten mit ihren Mänteln einen Berg, auf dem das HLschen thronte, und dann sollte es losgehen. „Herr Ober!" „Die Damen werden entschuldigen.
Das Häschen schrie und weinte und die Damen ergriffen ihre Garderobe und suchten wütend nach einem neuen Platz.
DaS reizende Liebespaar aber, das dann selig den freien Nebentisch eroberte, tat mir am Meisten leid. Sie waren s o versunken, sahen sich s o welwergessen in die Augen. Niemand störte sie in ihrer Zurückgezogenheit. Bis — — gerat)’ als er zärtlich ihre Hand hielt, der Ober mit einem „Der Herr werden entschuldigen" diesem stillen Glück ein Ende bereitete.
„3n 5 Minuten muh ich gehen, Märtel," sagte ich, als den Nebentisch fröhliche Stimmen belebten. „Hallo, Max, willst du nicht an unseren Tisch kommen?" Meine drei Studienfreunde Winken herüber. „Habt Ihr den Tisch bestellt?" „Natürlich!" „Da hätte ich also ruhig seit einer Stunde ... hätte ich doch ..." „Es ist 5 Uhr, Max," verabschiedet mich Märtel. Ma-
bie Werke von Johann Sebastian Dach^ daneben sind Kompositionen von seinem jüngsten Sohn, Johann Christian (dem sog. „Londoner Bach") vertreten, von Anton Vivaldi, dessen Konzerte Bach Anregung für eigenes Schaffen gegeben haben und dem immer mehr zur Anerkennung kommenden Zeitgenossen Georg Philipp Telemann. Der Versammlung der Mitglieder der Neuen Dachgesellschaft werden sich, wie immer, Vorträge anschließen, dieses Mal über das Thema „Die Bachsche Passion und ihre innere Geschichte". Die Uebergabe der Bachgruft in der Io- hanniskirche in Leipzig nach ihrer Vollendung ist gleichfalls in den Rahmen des Bachfestes eingeschlossen.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
JLJt Nach Art. 108 des hessischen Ausführungsgesetzes hat der Vater eines hessischen ehelichen Kindes, solange ihm das Erziehungsrecht zusteht, d. h. dieses ihm nicht vom Vormundschaftsgericht entzogen worden ist, dos Recht, zu bestimmen, in welchem religiösen Bekenntnis das Kind erzogen werden soll. Die Ausübung der dem einen Eltern- teil zuftehendcn Wahl des religiösen Bekenntnisses kann im einzelnen Falle ein Mißbrauch fein, der das Einschreiten des Vormundschaftsgerichts rechtfertigt (Kommentar der Reichsgerichtsräte). Durch rücksichtslose Ausübung kann ferner der Vater (der in dem damals entschiedenen Falle wiederholt evangelische Kindererziehung versprochen hatte) der Frau gegenüber ein Unrecht begehen, das diese zur Der- Weigerung der Rückkehr berechtigt. Die Befolgung der jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften über die religiöse Erziehung der Kinder aus Mischehen kann von dem Vormundschaftsgericht ohne weiteres erzwungen werden.
2t. in B. Ein Grenzbaum ist ein solcher Baum, der von der Grenze dort durchschnitten wird, wo er aus der Erde herausgewachsen ist. Wird der Baum gefällt (§ 923 BGB.), so gehört er den Nachbarn zu gleichen Teilen. Wer einstmals den Baum gepslanzt hat, ist gleichgültig. Jeder der Nachbarn kann die Beseitigung eines solchen Baumes verlangen, bei Kostenteilung. Der Nachbar, der die Beseitigung vornahm, hat die Kosten allein zu tragen, wenn der andere auf sein Recht am Baum (d. h. dem gewonnenen Holz) verzichtet. Nach der von Ihnen geschilderten Sachlage können Sie das halbe Holz verlangen, und müssen die Hälfte der Kosten der Baumfällung tragen. Känn das Holz aus irgendeinem Grunde nicht mehr in Natur herausgegeben werden, so ist sein Geldeswert zu berechnen. Hier- nach hätte dann der Geldausgleich ftattzusinden.
tonen um ihre Mithilfe baten, die natürlich prompt geleistet wurde. Und so erschallte nachts um 12 Uhr ein Liebeslied zum Himmel empor. Doch kaum begonnen, gehen plötzlich der Verliebte und sein Freund fluchtig, nehmen Reißaus, während die beiden Helfer nichts ahnend, die letzten Worte des Liedes fingen „Schönstes Schätzlein, gute Nacht". Da stehen zwei Schutzleute vor ihnen, ihre Personalien werden festgestellt und acht Tage später erhält jeder einen Strafzettel über 7,20 Mark. „Den Herren," sprach nach vielen Jahren der eine Helfer, Forstrat N., zu mir, als ich ihm den ehemals verliebten Studenten und späteren Amtmann B. vorgestellt hatte, „den Herrn hätte ich eigentlich selbigmal bester nicht gesehen." Und, als ich dieses dem Amtmann mitteilte, versetzte er sarkastisch: .Herr N. mag sich glücklich preisen, er hat bloß einmal Buhe bezahlt, jene Nacht aber war für mich die Ursache meiner Verlobung und späteren Heirat!"
** Die Commerz- und Privatbank verlegt ihre Geschäftsräume am Montag nach ihrem neuen Geschäftshause In der Iohannesstraße, der bisherigen Mitteldeutschen Creditbank, deren Unternehmen bekanntlich vor einigen Wochen mit der Commerz- und Privatbank vereinigt wurde.
NeuerSegelflugstreckenrekordAehringS on her Bergstraße.
Darmftabt, 25.April. Der bekannte Segelflieger Nehring von der Darmftäbterälta- demischen F l i e ge r g r u p pe startete heute mittag um 2.30 Uhr am Frankenstein bei Molchen um den 5000-Mark-Preis der Berliner „Grünen Post". Nach zweimaligem Start gelang es Nehring, mit seinem Flugzeug „Darmstadt' bei acht bis neun Sekundenmeter Wind, genügend Höhe zu bekommen und die Bergstraße entlang bis Heidelberg zu gelangen, das er in 1200 Meter Höhe überfliegen konnte. Leider gelang es ihm auch diesmal nicht, über das dann folgende, wegen des weit zurücktretenden Gebirges wenig Auftrieb erzeugende Loch in die Ausläufer des Schwarzwaldes zu gelangen. Er landete um 3.30 Uhr in der Nähe von Ubstadt bei Bruchsal.
Die zurückgelegte Strecke beträgt in der Luftlinie etwa 72 Kilometer. Nehring ist also etwa zwei Kilometer weiter geflogen als bei seinem ersten Fluge vor einiger Zeit, den er in der gleichen Gegend beenden mußte. Die Leistung stellt einen neuen örtlichen Streckenrekord dar.
Eine Lebensretiungsstatiott am Jtyein.
WSN. Dingen, 25. April. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Bezirk Mittelrhein, hat auf der Spitze der Bismarckau, in der Einfahrt zum Schiersteiner Hafen, eine Lebensrettungsstation errichtet. Das Gelände wurde von der Wafserbouinspektion Bingerbrück zur Verfügung gestellt. Die Station enthält zwei Näume für die Rettungsmannschaft, ein Zimmer für ärztliche Hilfe und ist mit Telephon und Gerätschaften für erste Hilfe ausgestattet. Zwei Motorboote liegen in ständiger
theater tätig.
** Aprillaunen. Der wetterwendische April treibt nun schon seit Tagen sein loses Spiel mit uns. Bald läßt er uns bei stählendem Sonnenschein den Frühling ahnen, dann wieder läßt er winterliche Kälteschauer auf uns los, so daß gar viele reuevoll zum vorzeitig außer Dienst gesetzten Ofen zurück- kehren, und gestern abend und heute früh ließ er sogar einen luftigen Schneeflockentanz auf die Mutter Erde herniedergehen, der recht fatale Erinnerungen an den schlimmen Winter weckte, aber nicht etwa als Vorbote des zum Greifen nahen Wonnemonats Mai angesprochen werden konnte. Bei einer Temperatur von 5 Grad Kälte find in der letzten Nacht auch im Taunus Schneefälle eingetreten, welche heute früh die Taunusberge im weißen Schimmer erscheinen ließen. Es handelte sich natür- Ich nur um Spurschnee, dem eine längere Bleibe nicht vergönnt war. Hoffentlich macht der Frühling nun wirtlich Ernst mit seinem Kommen, denn unser Bedarf an Schnee und Kälte ist jetzt vollkommen .gedeckt.
** W i e wohnen wir gesund und wirtschaftlich? Ein Film unter diesem Titel kommt, wie im heutigen Anzeigenteil angekündigt wird, am Sonntagoormittag 11.15 Uhr im Lichtspielhaus in der Bahnhofstraße zur Vorführung. Wie uns mitgeteilt wird, wurde dieser Kulturfilm unter Mitwirkung zahlreicher Staats- ' nd Kommunalbehörden, Fachorganisationen und Architekten von der Hum- bold-Film G. m. v. H. hergestellt. Der Film soll allen Kreisen der Bevölkerung die so überaus wichtigen Fragen des gesunden und wirtschaftlichen Bauens und Wohnens nahebringen und ferner auf diesem Gebiete durch eine vergleichende Darstellung der Leistungen in den verschiedenen Teilen des Reiches einen umfassenden Erfahrungsaustausch herbeiführen. Ein Besuch der Vorführung ist sehr zu empfehlen.
** Aus Gießens Vergangenheit. Ein Leser schreibt uns: Der Student B. war verliebt unb wollte der Geliebten ein Ständchen bringen. Seine und seines Freundes Stimme hatte aber einen dünnen Klang, genügte nicht, der seligen Stimmung Ausdruck zu verleihen, weshalb sie zwei ihnen un-, bekannte, von der Kneipe heimkehrende Kommili-
Beuern bis zur Wiederherstellung feiner Gesundheit. — Auf Grund des Altersgrenzegesetzes tritt am
1.Juni der Förster Lorenz Müller zu Mücke in
Kunst und Wissenschaft.
17. Deutsches Bachfest.
Das 17. Deutsche Bachfest der Neuen Dachgesellschaft wird vom 8. bis 10. Juni d. I. in Leipzig veranstaltet. Es ist die Erinnerungsfeier an die vor 200 Jahren erfolgte erste Aufführung von Dachs „Matthäus-Passion" an der Stätte seines Wirkens: der Thomaskirche zu Leipzig. Hier soll das Werk in ungekürzter Form in zwei Teilen zu Gehör kommen; es wird den Mittelpunkt der gesamten Deranstallung bilden. Den Hauptanteil an dem Programm haben
ANZEIGEN
für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäSig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahmefällen nicht gewährleistet werdenI
VERLA6 DES GIESSENER ANZEIGERS
Kirche und Schute.
)( H u n g e n, 23. April. Die Vertrauensmänner des Oberhess. Vereins für Basler Mission kamen gestern nachmittag im „Solmser Hof" dahier zu einer sehr gut besuchten Arbeitstagung zusammen. Die Tagung wurde mit Schriftlesung und Gebet durch den Vorsitzenden, Dekan G u h m a n n, Kirchberg, eröffnet. Missionar Saul, Frankfurt, hielt hierauf einen Vortrag über „Die Tagung des Missionsrates auf dem Oelberg und seine Bedeutung für die Mission" und wußte in sehr interessanten Ausführungen über diese „Hohen- und Weltschau der Mission" zu berichten. Missionar Schmoll sprach über das wichtige Thema „Der Missions- fum in unserer Erfahrung". Eine sehr rege Aussprache schloß sich an. Das diesjährige Jahres- f e st des Vereins, verbunden mit der Hauptversammlung, soll in Grünberg oder Orten- berg stattfinden. Zu dem großen, vom 24. bis 28.3uni in Basel stattfindenden Fest sollen außer dem Vorsitzenden noch zwei bis drei Vertreter des Vereins abgeordnet werden. Eine große Werbewoche wird in diesem Jahre alle angeschlossenen Gemeinden auf die Wichtigkeit des Missionsgedankens und die Notwendigkeit der Missionsarbeit Hinweisen.
Starkenburg.
WSN. Michelstadt, 25. April. Zu dem schweren Autounglück zwischen Michelstadt und Zell i. O., bei dem der Kaufmann Gustav Kaiser aus Frankfurt o.M. bei lebendigem Leibe verbrannte, wird noch gemeldet, daß der Fahrer bei dem Unfall anscheinend verletzt worden war, so daß er nicht mehr aus dem in Brand geratenen Auto heraus» kommen konnte. Waldarbeiter, die alsbald nach der Unfallstelle eilten, fanden nur die verkohlte Leiche vor. Der Wagen ist bis auf die Eisen- teile niedergebrannt. Wie das Unglück entstehen konnte, ist noch nicht ausgeklärt. Die Straße hat an der Unglücksstelle nur eine kleine Kurve, die kaum Anlaß zum dem Unfall sein konnte. Vermutlich hat die Steuerung plötzlich versagt.
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HÄNDLER.


