Ausgabe 
26.2.1929
 
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gemacht.

798

Nachdruck verboten

Obne Gewähr

25. Februar 1929

15. Ziedvngstog

62411

Lumen, Sport und Spiel

204247

202190

173913

379807

129023

126916

120330

125156

120975

Zahl der Geburten Auf 1000 Einwohner

37

42

15

20

515 8 23

153813

214310

245079

280385

319354

166217

214980

247161

290405

326630

143310 157579 168124

187741 201643

230070 242264 275285 297032 308700 345732 356827

383816

217756

260632

302699

337663

170813

275146

134328

8056 9118 9505

11 37688 46963

10193

38282

50503 70743 88136

202386

278843

190247

57118

143706 157849

170286 191708 203996 230430

257129 281585 297321

319114

347998 364642 396533

144404 160417

171441 192896

213021 234183

258866 286697

299642 325914

348832 373336

232775 271434 316747

349859

153106 162120 175^63 194888

214370 235140 263773 290362 305330 333733 349811 376857

110570 143229 153429 167410 176141 198608 215705 237033 264372 291567 306385 335719 352016 377170

29632

43802 61147

117931 143248 155089 167525

178291 199815 223057 237731

272653 293681

308499 341830

352020 377801

215391

257333

294303

328372

222147

261214

311589

338622

33652

48759

66665

76443

145359 160952 184447 197866 215018 248177 259170 296770 306181 34W02

35799 50001 67223

80250

146219 161736 188263 203046

218253 naj iQAn «OiJuvo 265354

297246 314815 354353 378078

36076

60470

68440

87881

113378 135023 159038 18'364 195902 2'1594 248929 257704 28K647 305858 348230 374832 387743

11916 36403 50791 71885

88536 110803 128291 154711

172942 187167 204398 234174 256395 273119

304182 3*29443 373426 381746

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich bebe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

Gewlnnauszug

5. «lasse 32. D"uhifch.SSddeotsch4 (25b. Pieuß) «lassen-Lotterie

152555 166997

186498 204178 218444

252323 270333 301878 324518 371664

378409

BevölkenmgsbewegungundGierblichkeii in Gießen im Jahre -1928.

Don Medizinalrat Dr. Bmsack, Kreisgesundheitsamt Gießen.

fest, welches vom 29. Juni biS 1. Suli in Heu­chelheim stattfindet, berichten.

Nach Erledigung einiger Anträge kam man zu ben Wahlen. Als forschender wurde Kunze- müller-Gießen einstimmig gewählt. Ebenso erfolgte die Wiederwahl des Kassierers Bethge - Gießen. Als Schriftführer wurde Luh - Wieseck und als Jugendlciter Schnei­der- Krofdorf gewählt.

Aach Erledigung einiger Anfragen fand die Tagung ihr Ende.

Am Samstagabend traten die Delegierten der Turnvereine zum

ordentlichen Turnlag

zusammen. Auch hier war die Beteiligung gut. Der Geschäftsbericht läßt noch manche Aufgabe offen. Auch die technischen Berichte der einzelnen Techniker zeigten einige Lücken. Ganz besonders dem Jugend- und Kinderturnen wurde viel Auf­merksamkeit ge'chenkt. Auch dem Frauenturnen, obwohl eS einen kleinen Fortschritt zu verz ichnen hatte, dürfte noch me)r Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Kassenbericht wurde als gut be­zeichnet. Die eingegangenen Anträge wurden zum Teil angenommen oder dem Bezirkstag über­wiesen.

Die leichtathletischen Wettkämpfe wurden Herborn zugesprochen.

Der PunktStatutenberatung" wurde zurück- gestellt.

Heber das Bundes- und Dezirksfest soll aus dem Bezirkstag beraten werden. Die Wahlen er­gaben auch hier eine Aenderung. Als Borsitzen- : >er wurde Jung. Großen-Lmden, gewählt, wiedergewählt wurden D e t h g e . Sichen, als Kassierer und Pfeiffer. Launsbach, als Schrsi t- ührer. Außerdem wurden die vorgeschlagenen Techniker in ihren Aemtern bestätigt. Aach <3tr ledigung einiger Anfragen fand die Tagung ihr Ende.

207865

94714 124849 169748

150

37

167

In btt Nockmiittaaszieduna worben Gewinne über 150 M. gezogen

ilm Gewinnrobe verblieben 2 Prärmen zu 500000 2 Gewinne zu 500000. 2 zu 300(X)0, 2 zu 200000. 2 ,v 100000. 2 zu 50000. 6 zu 25000.38 zu 10000, 78 zu 5000, 194 zu 3000. 40b zu 2VUÜ, 854 zu 1000. 2218 zu 500. 5886 zu 300 WIL

350

448

Jahr Einheimische Ortsfremde

15603

42010

58612

73107

61583 1 112546 129606

166239

175071

194376 207277 235976 257272

278021

304625

343009 374489

383700

ön bet Dormittagszlebung worben Gewinne über 150 M. gezogen

Jahr 1924 1925 1926 1927 1928

576 558 528 516 551

Vermischtes.

Folgenschwere Hausbrände in Amerika.

In Evensöurg und Hillsboro (Westpennsylvo- nien) sind durch überheizte Oe f en zwei Häuser in Brand geraten, deren Insassen, zwei Frauen und acht Kinder, in den Flammen denTod fanden. In Lansing (Illinois) brach aus der gleichen Ursache ein Hausbrand aus. dem fünf Kinder zum Opser fielen, wäh­rend ein sechste« Kind und die Eltern schwere Verletzungen davvntrugen.

vierfacher Mord.

In Ratzen bei Uhyst (Kreis Hoyerswerda) wur­den auf der Besitzung des Landwirtes und Ge mcindevorstehers Witschas der etwa 46 Jahre alte Gemeindevorsteher, seine Ehefrau, seine 24 Jahre alte Tochter und die in den 40er Jahren tchende S ch w e st e r des Gemeindevorstehers e r mordet aufgefunden. Der Verdacht der Täterschaft richtet sich gegen den 17 Jahre alten flüchtigen Knecht Walter Miersch, der in Lippen in Richtung Uhyst gesehen wurde und seitdem Der schwanden ist. Die ärztliche Untersuchung der er mordeten Familienmitglieder ergab, daß die Ermor­deten alle durch Schüsse getötet worden sind.

368180 379807

230 *a 300 M 4841 6502 l 11314 17674 28458 29072 3461 ----

50228 5'159 62076 69694 70444 71969 75191 78021 80462 81840 88571 91394 94329 9792d 98933 99094-102252 AQ2445 108286,108431 1 UJ127

2fbhra» r> 10000 W 338208

2 »v 5000 M. 210115

22 Vttoinne io 3000 M. 46005 247563 262178 264312 273126 318278 360576

16 ,D 2000 2D.- - - - . -----

252285 270751 283474 372513 379914

44 ertoinn. ,u 1000 M. 843 21403 32620 67109 88750 92699 93942 101999 142732 183929 209997 220406 224946 246180 251215 331630 333314 363451 388010 390426 397693

100 Gew<nn« in 500 M. 23967 29121 41523 45681 46854 49713 61206 56132 61252 73760 7n922 90768 94035 9473803711 116300 146118 150224 --- 20b1bi

kommen 17,0 16,9 16,0 15,6 16,7

Geburten, bei einer gleichbleibenden Bevölkerung

Die Pflicht derKanonen" gegenüber der Sportjugend.

Don Paul Sachse, Magdeburg.

Man vergißt vielfach die alte Weisheit, daß das Vorbild des Spitzenkönners im Gu.en. wie im Schlechten viel mehr Einfluß auf die ®;ort- jugend auSüot. als gute Lehren, strenge Satzun­gen oder gar Disziplinarstrafen. Leider bringt «S der Kampf vielfach mit sich, daß an Stelle peS Spieles der Kampf um die Punkte getreten ist, daß daS Streben nach Auhm und Erfolg die Freude am reinen S?ort zurückdrängt. Aber es gibt immer noch .Kanonen" genug, deren vorbildliches Verhalten im Kampf und persvnliches Auftreten sie der sport­lich interes, irrten Jugend als Männer erscheinen läßt, von denen man gerne etwas lernt

Wenn wir S^ortgrößen nach ihrem Wert als Dorbilder für die Jugend beurteilen, können wir zunächst die englifäe These zugrunde legen, daß der .gute Verlierer höher zu achten ist, als der gute Gewinner". Erne unerwar.ete Aiederlage mit Würde tragen, daS englische bear and grin (hinnehmen und lachen), ist eines der untrüglichsten Kennzeichen des S^ortsmannes, der leine Entschuldigungen sucht und den Gegner als den Desieren anerkennt. In diesem Zusammen­hang sei die Ansprache erwähnt, die der Olympia» Sieger Lowe in 'Magdeburg bei der PrerZver- leilung nach seiner 400-Meler-AieLerlage gegen Büchner hielt. Lowe, der die dnttsche Sprache ziemlich gut beherrscht, erkannte die Heberlegen- heit des Magdeburgers auf der 4O0-me.eT-6tre<fe neidlos an und wünschte ihm Glück zu seinem Erfolge. Dieser Zui fügt sich harmomsch in das Eharaklerbild des Olympia-Siegers ein, der auch Peltzer nach dessen Haldmeilen-Siege in Stam­ford-Bridge als erster gratulierte, wie er dem unglücklich kämpfenden Deutschen in Amsterdam öffentlich sein Mitgefühl zum Ausdruck brachte. Einen weiteren Beweis guter Sporterziehung lieferte in Amsterdam Wtghtman-Smith, der Weltrekordmann drs 3toifa;enlauf8 über 110- Weier-Hürden. Er tarn im Endlauf durch die aufgeweichte Innenbahn um seine SiegesauS- sichten, erkannte aber öffentlich den Sieg At» kinsonS an und legte keinen Protest ein, ob­wohl die BHn nicht einwandfrei war. In un­erfreulichem Gegensatz dazu stand der Protest der ungarischen WasserbEpteler. die eine unerheb­liche Entscheidung gegen die siegreichen Deut­schen zwecklos ansochten.

von 33 000 Einwohnern.

Die nachstehenden Zahlen zeigen, wie in den letzten 5 Jahren die Zahl der E h e s ch l i e h u n - gen dauernd im Steigen geblieben ist: 223 238 247 261 - 293.

Gehen wir nun zu den Sterbefällen übet: Bon den gemeldeten 798 Todesfällen müssen 448 Fälle abgeseht werden, welche von außerhalb eingelieferte Kranke betreffen; auf die einheimische Bevölkerung kommen demnach 350 Sterbefälle, woraus sich, auf tausend Einwohner berechnet, eine Sterblichkeitsziffer von 10,6 Prozent er­gibt. bie im Vergleich zu anderen Städten als verhällnisrnähig günstig bezeichnet werden kann: sie ist mit kleinen Schwankungen in den letzten Jahren sich ziemlich gleichgeblieben.

S ellt man bie Todesfälle der Einheimischen unb OrtSfeemden nach 7 Altersklassen zusammen, so ergibt sich die nachstehende älebersicht:

ES starben im Alter von.

75457 ----- ----- ----- -----

93751 101139 101280 102087 109992 ------ ------ 121313 125156

Ein weiteres Kriterium des .fair play ist das Verhalten des Sportsmannes während des Wettkampfes, vor allem, wenn er sich bereits geschlagen sieht. Wan er­innert sich noch der Tatsache, daß Lloyd Hahn und Sera Martin in Amsterdam beim 1500» Meter-Vorkauf das Rennen aufsteckten, als sie sich geschlagen sahen, daß aber Peltzer trotz mangelnder Form sämlliche Rennen durchstand, wie er auch in Amerika beim Lauf geien Hahn, weit zurück, nicht aufgab. Die deutschen Läufer von Klasse haben das fast durchweg bisher so gehallen, und haben stärkere Gegner nie gescheut. So gab S irintermeister Richard Rau dem von ihm über 100 und 200 Meter geschlagenen ameri­kanischen Hochschulmeister Ramsdell im Jahre 1911 zwei Tage später Revanche, obwohl der Vankee ausgeruht war und R a u gerade au« dem Dienst kam Wo die größere Fairneß in diesem Falle lag, ist leicht zu entscheiden. Auch .Gte" Rademacher gab sowohl Spence, als auch T s u r u t a Revanche, während der Kanadier Williams seinen Ruf seither nicht mehr aufs Spiel gesetzt hat.

Sin weiterer, allerdings etwas seltener Vorzug des SporiSmannes von Klasse ist die Beschei­denheit, das heißt derMangel an Heber- heblichkeit kleineren .Größen" gegenüber. Sprichwörtlich war in dieser Beziehung vor dem Kriege der süddeutsche Meisterläufer HannS Braun, dessen liebenswürdiges Wesen ihn so­wohl auf dem Kontinent, wie in England sehr populär machten. Er war, waS die Engländer einen Jolly good fellow" (einen Patenten Kerl) nennen. Richt minder darf man diesen Tllel gegenwärtig Hubert Houben auertauten; man muß es erlebt haben, wie bei den Meisterschaften 1927 im Grunewald-Stadion die Berliner dem Krefelder zujubulten, als er auf die Dahn kam, alS ob er einer der ihren wäre.

Wo Licht ist, ist auch viel Schatten, und eS seien daher nur einige weniger vorbildliche Eha- vallerzüge der .Kanonen" gestreift, deren un­heilvoller Einfluß unverkennbar ist. SS sei nur an die Gepflogenheiten einiger erinnert, die sich gerne nach dem schwächeren Gegner umsehen, Freunden im Publikum zunicken und andere ähn­liche Star-Allüren zeigen. Wil Recht wurde daher Arne Borg 1924 in Paris aus gepfiffen, als er bei einem 400-Meter-Vorlauf nur noch mit den Deinen schwamm und den Freunden am Ziel zuwinkte. Gerade die Sportjugend hat für der­gleichen Heberheblichkeiten ein scharfes Auge. Sie sieht genau, ob der Sportsmann die Aiederlage nicht scheut und im Sieg den Gleichmut bewahrt.

Durch die vielen von außerhalb in die Gieße­ner Kliniken und Krankenanstalten eingelieferten Ortsfremden werden die Devölkeruntzs- horgänge der Stadt Gießen autzer- ordentlich stark beeinflußt. Um nun ein klares Bild der tatsächlichen Verhältnisse der emheimi- schen Tevöllerung zu erhalten, müffen die orts­fremden Fälle gesondert aufgeführt und behandelt werden. Die entsprechenden Zahlen des Jahres 1927 sind in Klammern beigefügt.

3m Jahre 1928 wurden im ganzen 1021 (996) lebende Kinder in Gießen geboren, darunter von ortsfremden Müttern 470 (480). so daß dem- nach als Zuwachs zur Tevöllerung der Stadt Gießen 551 Lebendgeburten übrig bleiben. Von diesen 551 (516) Kindern waren 487 (455) ehelich unb 64 (61) unehelich. Totgeboren sind im gan­zen 36 (36) eheliche und 2 (11) uneheliche Kin­der. von denen auf Gießener Mütter 17 (14) eheliche unb 1 (4) uneheliche Totgeburten ent­fallen.

Wie die nachstehende Ueberfidjt zeigt, hat der seit Jahren beobachtete Geburtenrückgang im Berichtsjahre einem deutlichen An stieg Platz

Zusammen 79 35 31

Die Uebersicht zeigt deutlich, daß im mittleren Lebensalter bie ortsfremben Sterbefälle stark überwiegen, unb daß eine Trennung der Sterbe- fälle unbedingt erforderlich ist, um ein klares Bild von den Gießener Verhältnissen zu bekom­men. Vom 60. Lebensjahre ab fällt bann das älebergewicht der Todesfälle wieder nach Gießen, da weniger Kranke in höherem Lebensalter von außerhaB ben Gießener Krankenanstalten über­wiesen werden.

Die Verteilung der Srerbefälle auf bie ein­zelnen Monate bringt für ben Februar wie fast alljährlich, bie Höchstzahl mit 41. für August den niedersten Stand mit 19 Fällen. Relativ hoch sind noch Mai mit 34 und Juni mil 35 Sterbefällen beteiligt; bie übri­gen Monate schwanken unregelmäßig zwischen diesen Zahlen. Von ben 350 verstorbenen Ein­heimischen haben 130 baS sinb runb 37 Pro­zent aller Sterbefälle. ein Alter von über 70 Jahren erreicht, unb zwar wurden 40 Männer unb 42 Frauen über 70. 20 Männer unb 26

mal zum Tode, Gehirnfchlag findet sich in 29 (39) Fällen. An Krebs sind 31 (32). an anderen Neu. bildungen 4 (7) Personen zugrunde gegangen; Er­krankungen der Derdauungsorganc forderten 15 (23), Blinddarmentzündung 3 (4) Opfer: ferner endeten Krankheiten der Harn, und Gefchlechtsorgane 8 (15) mal, Krankheiten des Nervensystems 11 (12) mal, Wundinfektionskrankhellen 5 (6) mal, Wochenbett- fieber 1 (0) mal, andere Folgen der Geburt 1 (0) mal tödlich: 6 (7) Menschen endeten durch Selbst­mord, 4 (6) verunglückten tödlich.

Von den wichtigeren Todesursachen der 448 orts­fremden Sterbefälle seien erwähnt: angeborene Le. bensschwäche und Biwungsfehler 15, Altersschwäche 7, Äinbbettf.eber 2, andere Folgen der Geburt 6, Wundinfektion 19, Tuberkulose im ganzen 45, Lun­genentzündung 46. Kreislauferkrankungen 65, Ner- venkrankheiten 40, Krankheiten der Derdauungs- esgane (Gallenblase) 45, Krebs 36, andere Neubil­dungen 15, Verunglückung 18. 7 Personen endeten durch Freitod.

18 77 65

79 199 48

97 276 113

Fußball-Lokalireffen.

1900 unlerliegt v. f. v. 1:7 (0:4).

ö. Der Aebel unb bie immer schlechter werben­den Platzverhältnisse lieh die Parteien überein- kommen, bas Spiel wie gestern kurz be­richtet nur als Geselllchastsspiel auSzutragen. Das war gut so. denn ein einwandfreies Spiel ließ sich beim besten Willen nicht durchführen. Aus diese äußeren Begleitumstände ist auch bad Endresultat zurückzuführen. 1900 war keinesfalls echs Tore schlechter. Das wuchtigere Spiel unb der schuhkräftigere Sturm bes D. f. D. entschied den Kampf, insbesondere da den Torhütern bei der Bodenbefchafsenheit jede sichere Abwehr­möglichkeit fehlte.

D.f.D. erschien in stärkster Aufstellung. Bei 1900 fehlt« Erb, der Halbrechte. Gleich nach Anstoß kam D.f.B. infolge eines Mißverständnisses zwi­schen Glitsch unb Hohmann (1900) zu einem billigen Erfolg. Ein Deckungsfehler führte zum zweiten B.f.B.-Tor. Ein zweimaliges Versagen b«S blauweihen HüterS brachte daS Spiel auf ben Stanb von 4:0 für D.f.D., da bem zerfahren fpielenben 1900er Sturm jeber Erfolg versagt blieb, obwohl hierzu mehrmals Gelegenhell vor- hanben war. Es folgte bie Halbzeitpause. Hatte der D.f.B- vor bem Wechsel durch einheitlichere Leistungen durchweg etwas mehr vom Felbspiel. so schien es nach Wieberbeginn, als ob er sich verausgabt hätte. 1900 riß eine Zeitlang bie Führung an sich unb bebrängte das Gästetor. Es würbe aber zu wenig unb zu unplaciert ge­schossen, so baß auher einem Treffer nichts Zähl­bares erreicht wurde. Zweimal half die Quer­latte bem D.f.B.-Torhüter bei der Abwehr. Dann fiel ber Platzverein in sein altes Phlegma, jeber tat so wenig wie möglich, so daß ber Gegner noch zu brei weiteren Toren kam. die unter nor­malen Hmftänbcn all« brei haltbar waren. Kurz nach dem Wechsel gebuchte man burch Spielunter­brechung in stillem Gedenken ber Gefallenen im Weltkrieg.

Daß der D.f.B. in diesem Spiel siegen würde, war allgemein als selbstverständlich bekannt, daß aber die 1900er ein fo schwaches Stürmerspiel liefern würden, damit hatte wohl niemand ge­rechnet. Platzverhältnisfe dieser Art liegen den Vereinigten" nie. Auch die Umstellungen be­währten sich nicht.

Das Spiel war den Umständen nach fair und besaß in Schiedsrichter Dusch (Duhvach) einen korrekten, guten Leiter. D. f. D. hatte seine besten Leute im Linksaußen und Mittelstürmer. Gefallen

Frauen über 80. unb 1 Mann und 1 Frau über 90 Jahr« alt. Dei einer gleichen Sterbe­fallszahl gelangten 1926 nur 119 unb 1927 nur 113 Verstorbene zu einem Alter von über 70 Jahren.

Wie aus obenstehender Tabelle ersichtlich ist, sind 37 Gießener Kinber unter 1 Jahr gestor­ben: bei 551 Lebenbgebürten bemnach eine Sterb­lichkeit von 6,7 Prozent, ein« Zahl, bie als recht günstig bezeichnet werden muh. Statistisch läßt sich noch bei den ehelichen Fällen eine Sterbefalls­ziffer von 6,16 Prozent, bei ben unehelichen eine solche von 10,66 Prozent errechnen: so­ziale unb wirtschaftliche Verhältnisse wirken sich hier ungünstig aus. Fast die Hälfte ber als gestorben gemelbeten Säuglinge (15) ging schon in den ersten Wochen an angeborener Lebens­schwäche unb Dilbungsfehlern jugrunbe; nur 3 gegen 8 im Dorjahre erlagen gerabe in ben UÜiergangsmonaten dem früher so gefürchte­ten Magen-Darmkatarrh unb Drechdurchfall. Aufklärung unb Teratung haben zu diesen guten Ergebnissen sicher zum großen Teil beigetragen. Die beiden nächsten AlterSllasien. ber vorstehen­den Uebersicht etwa dem KindeSalter entspre­chend, sind bekanntlich burch die JnfektionSkrank- beiten besonberS gefährdet: diese traten im ver­gangenen Jahr« außerorbentlich milde auf, immer­hin forberten boch Masern 3 unb Diphtherie 1 Opfer: von 210 gemeldeten Scharlacherkrankun­gen ist keine löblich verlaufen, auch ist kein Todesfall an Keuchhusten zu verzeichnen. Auffallend gering ist 1928 bei ben vorgenannten Altersklassen bie Tuberkulose als Todesursache angegeben, nur ein Kind unter einem Jahre starb bereits an Lungen , ein Kind von vier Jahren an Hirnhauttuberkulosc: cift etwa vom 20. Lebensjahr setzt bann eine größere Sterblichkeit an Tuberkulose ein. Es erlagen ihr im ganzen 32 Personen, darunter noch zwei Patienten über 70 Jahre. Rechnerisch ergibt sich bemnach, baß etwa 9,1 Prozent aller odessälle durch Tuberkulose bebinat sinb unb daß die Sterblichkeitsz.ffer für Tuberkulose etwa 9,70 auf 10 000 Einwohner beträgt.

Auf d e wichtigsten Krankheiten verteilen sich bie Sterbefälle folgendermaßen, wobei in Klammer die Zahlen des Vorjahres gefetzt sind:

Altersschwäche wird 49 (33) mal als Todesursache angegeben; auffallend hoch ist die Veteiligung der Lungenentzündung, bie in 42 (14) Fällen genannt ist. Krankheiten der Krei lauforgane führten 71 (72) 1530 3060 6070 Darüber Zusammen

^26 1000 m. 6050 31964 91342 103771

130245 161317 255155 314598 316215 331580 333021 338763 377558 ____

68 ®*».nnr u» 500 W 3324 25860 38893 47664 56604 61766 64288 70089 70865 75529 82098 88374 89397 96324 96339 107210 150853 167181 179970 206396 227256 229853 259255 282357

285975 313635 319894 320799 332910 338415

340871 356202 375242 381662

228 . 300 M. 4170 6650

2 OttolnB» n 10000 M.

10 ®ttmnne je 5000 SL

,S586 *^74b4, £ 3000 =B. 234217 272845 383456

10 »flmnni .» 2000 M. 84455 102771 169006

konnte auch die Verteidigung. Bei 1900 waren die Läufer der beste MannschastSteil. Im Sturm tat nur Hellmann seine Schuldigkeit, alle an­deren waren Versager. Der Verteidigung fehlte der reine, weite Abschlag. Hoffentlich trifft man bei der Wiederholung (Verbandsspiel), die wohl erst nach Ostern stattfindet, andere Platzverhält- nisse an, die einen einwandfreien Spielverlauf garantieren.

Das Spiel der Reserven litt unter den­selben Verhältnissen, wie baß Ligaspiel. Der Schiedsrichter wol.'te es scheinbar schon vorzeitig beenden, wurde aber umgestimmt. Der Aebel machte zeitweise jede Sicht unmöglich, so daß es schwer war, einwandfreie Entscheidungen zu tref­fen. Endresultat 8:0 (Halbzeit 4:0) für die well bessere D. f. D.-Mannschaft. Dei 1900 versagte die Läuferreihe vollkommen, einen Mittelläufer sah man überhaupt nicht. Di? besten Torgelegen- heLten wurden ve.si bt. Am ei r'.gsten war Rohn. Beim Sieger gefiel der Mittelstürmer am besten. 1900 mußte im letzten Moment einige Ersatzleute einstellen, die nichts besonderes leisteten. Schieri De in ecke (Aßlar) einwandfrei.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

19C0ß dritte Mannschaft machte es nicht besser wie die 1. und 2., und lieh sich entgegen der Voraussage von Li chs' II., die Verstär­kung aus der spielfreien ersten Elf herangezogen hatte, mit 3:4 Toren schlagen (Halbzeit 4:1 für Lich). Tie Gießener Mannschaftsaufstellung war recht schwach. Im Vorspiel in Lich konnten die Dlauweißen aus Gießen noch mit 5:1 Toren Sie­ger bleiben.

Arbeiier-Turn- und Sporibund.

Als Austakt für bas diesjährige Bezirksfest, das Ende Juni in Heuchelheim ftattfinbet, hatte der dritte Bezirk feine diesjährigen Tagungen noch Heuchelheim einberufen.

Am Sonntagvormittag traten bie Delegierten ber Bezirksversrne. trotz des naßkalten Wetters, in statt' sicher Zahl zum

ordenttichen Bezirkstag

zusammen. Nach Begrüßung durch je einen Ver­treter des Orisvereins und des Kreisvorstandes trat man in die Tagesordnung ein. Der Geschäfts­bericht, ber gedruckt vorlag, wurde vom Vor­sitzenden eingehend erläutert. Der Mitgliederbestand hat auch im verflossenen Jahre wieder zugenom­men und beträgt jetzt 46 Vereine mtt 2500 gemel­deten Mitgliedern, ber sich aber noch um ein Drittel» nichtgemeldeter Mitglieder erhöhen müßte. Die tech­nische Entwicklung innerhalb des Bezirkes läßt außer einigen Mängeln einen weiteren Fortschritt erken­nen. Hieran hat besonders die Fuyballsparte regen Anteil. Auch das Unfallwesen zeigt in ber Turn- parte eine beachtliche Besserung. Sind doch nur ünf Unfälle in brei Quartalen zu verzeichnen. Bei ber Fußdallsparte hat sich gegen bas Dorjahr eine kleine Verschlechterung eingestellt. Als Bezirksver- anftaltungen würben im vergangenen Jahre der Reichs-Arbeitersporttag und das Bezirksfest ab ge­halten. Ersterer fand in Wieseck statt unb konnte in dem aufgezogenen Nahmen befriedigen. Das V^zirksfest, bas in Steinbach veranstaltet wurde, brachte einen guten Erfolg.

Der technische Bericht wurde für gut befunden, nur dürften die einzelnen Dereine dem Jugend- und Kinderturnen noch mehr Beachtung schenken. Auch von den Fußballern dürfte außer dem Fußballspiel eine regere aktive Teilnahme am sonstigen älebungsbetrieb gefordert werden.

Der Kassenbericht ist befriedigend und läßt erlernten, daß die Finanzen des Bezirkes in bester Ordnung sind.

Die Berichte wurden fast ohne Kritik gutge- heißen.

Der Kreisjugenbleiter hielt dann einen sehr intereffanten Vortrag über: .Treiben wir Jugendpflege." 3n ausgezeichneter Form hielt er alle Zuhörer in Dann und zeigte an vie­len Beispielen, wie man fortschrittliche Jugend­pflege treiben und wie man sie nicht treiben soll. Lebhafter Beifall dankte dem Redner. Aachdem ein weiterer Vertreter des Kreises übet das DundeSfest (18.-21. 3uli) in Aürnberg ge- sprvchen und die Vorarbeiten erläutert hatte, konnte ein DorstandSmllglied bes OrtsvereinS über die Dorarbellen zum diesjährigen Bezirks-