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und Z>z*5 zum 10. Jähre dürfen Sie als besorgte Mutter \ für die zarte, empfindliche Haut
1 Ihres Kindes nur die milde, reine
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stcllung.
Montag, 28. Oktober, Gastspiel:
t Wetterlage.
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Vorbau vor das Berufstheater gedacht. GZ gilt, diesen Charakter des Laienspiels in der Volks-
VerlagSdirekior Will, Mainz f.
"Die uns heute früh aus Mainz gedrahtet wird, starb in der letzten Nacht nach vorangcgan- S-ner Operation der Derlagsdirektor der Mainzer erlagsanstalt („Mainzer Anzeigr") und Ehren- lenator der Landesuniversität Siesten 2 o s e f Dill, Vorsitzender des Kreisvereins Hessen- Nossau und Hessen im Verein deutscher Zei- lurigsverleger.
Taten fürLamstag 26. Oktober.
1757: der Staatsmann Friedrich Karl Freiherr
aus dm Hlld)igan|«.
hre, die mit 52 Personen )em Michigansee in einen wird seht als völlig der- da man das Führerhäusche« Ichicdener Personen, von denen e an Bord waren, ausgefundrn die die Uhr einer der Leichen ihre wahrscheinlich am 22.01* :nadjt getunten.
ann-JJtaf) in Droben.
mit Hilfe der Zuschüsse des Landes und der Landosversicherungsanstalt die Fortführung des MilchfrüHstücks durch die Kommunalverwalt.t.:gen im Winter gewährleistet ist.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag. Stadttheater: „Boccaccio", 19.30 Uhr. — Ortsaus- schust für das Volksbegehren: Oeffentlich« Versammlung. Redner Dr. Brehm (Darmstadt), Turnhalle am Oswaldsgarten, 20.30 Uhr. — VHC.: Monatsversammlung bei Hopfeld. — Experimentalvortrag des Hellsehers Erik Jan Ha» nussen, 20 Uhr, Cafe Leib. — Lrchtspiellius, Bahnhofstraße: „Manolescu" und um 23 Uh : „Dunkle Gewalten". — Astoria-Lichtspiele: „Der Sohn des goldenen Westen" und „Polizeimeister Tagejeff".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute „Boccaccio", Operette in drei Akten von Suppß, zum lehtcnMale. Beginn 19Vg Uhr. — Sonntag, zum letzten Male, „Grand Hotel" von Paul Frank, Fremdenvor-
1919: Oesterreich ratifiziert den Friedensoertrag von Et. Oermain.
Fortführung der Schulkinderspeisung in Hessen.
Die nuiunehr zehnjährige Erfahrung hat die Schulspeisung als den erfolgreichsten Weg |U i Erfassung der gesundheitlich bedrohten Ju- zemd in Wirtschaftlichen Notzeiten bewiesen. Auch Ito diesen Winter haben, angesichts der gegen- Dortigen Wirtfä^aftslage, alle in der Jugend- ftiforge arbeitenden Stellen die Fortführung der Schulspeisung als eine dringende Notwendigkeit anerkannt. Da die bisher »o nt Reichsministerium für Ernährung und Land-
Amtsgericht Gießen.
' G testen, 15. Okt. Die heutige Sitzung bot nur auf dem Gebiete des Kraftfahrwesens Interesse. Ein Motorradfahrer halte sich wegen Uebertretung des § 17 der D. O. vorn 16. März 1928 zu verantworten. Er hat nach der Anzeige durch allzu starkes Geräusch seines Motorrades eine Belästigung des Strahen- publikums herbeigeführt, dabei auch die normale Geschwindigkeit überschritten. Der Anzeiger war ein Strahenpassant, der allerdings vermöge seines Amtes im Kraftfahrwesen Bescheid wustte. Dieser bestätigte den Inhalt der Anzeige und fügte hinzu, er habe wahrgenommen, dast sich auch noch andere Passanten über den Motorlärm aufgehalten hätten. Nach den früheren Fassungen der Verordnung tarn es auf die Feststellung an, ob das belästigende Geräusch vermeidbar war oder nicht; heute ist jede Belästigung des Publikums durch das Geräusch eines Motorrades verboten und strafbar. Cs wird angenommen, die Technik sei heute derart vorgeschritten. dast ein derartiges Verbot vollauf gerechtfertigt sei. Ein Verschulden des Angeklagten lag deshalb fraglos vor, mag dieses nun in dem Benutzen einer vorschriftswidrigen Maschine oder in einer Verkehrs- widrigen Bedienung eines ordnungsmähigen Motorrades gefunden werden. Der noch nicht vorbestrafte Motorradfahrer erhielt eine Geldstrafe von 25 Mark. Er erkannte sie sofort an.
„Trinken Sie ruhig noch eine Tasse, es ist ja Kaffee Hag, der coffeinfreie Bohnenkaffee. Er greift Ihr Herz nicht an. Selbst vor dem Schlafengehen können Sie Kaffee Hag noch in stärkstem Aufguß trinken, ohne Schlafstörung befürchten zu müssen. Kaffee Hag Ist das bevorzugte Getränk aller Geistesarbeiter. Das große Paket kostet RM. 1.90, das kleine Paket 95 Pfennig.“
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Eucerit, das nur in der Nivea-Creme enthalten ist, als Haut- nährmittel, alle Gewebe verjüngend, kräftigend und pflegend. Runzeln und Falten werden schnell und vollkommen beseitigt.
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wirtschaft zur Verfügung stehenden Mittel für d:«se Zwecke erschöpft waren, haben die Regierun- hen der Länder die Bereitstellung von Beträgen |u l Durchführung der Kinderspeisung beschlossen. Avich das Hessische Ministerium für Arbeit und Mrtschaft hat. wie im vergangenen Jahre. einen Zuschuß für die Speisung vorgesehen Gleich- itälig stellt die Landesversicherungsanstalt Hessen SitHmalig aus den ihr aus Mitteln der Zoll- Annahmen vorn Reichsarbeitsministerium über- vi esenen Anteilen den gleichen Betrag bereit, I'arJ der Bedingung, dast bei der Auswahl die Klub er ihrer Versicherten, bzw. die der Der- lcherung nahestehenden Devölkerungskreise De- IrLcksichtigung finden
Die bereitgestellten Mittel des Ministeriums lut Arbeit und Wirtschaft und der Landes- de rsicherungsanstalt sichern die sofortige F)rtführung der Kinderspeisung in Hessen somit in den Städten und Gemeinden, lie ihrerseits zwei Drittel der Beträge bereit- "teilen und die Durchführung übernehmen. Dor- nissetzung der Teilnahme ist, wie bisher, die so- ;iale Bedürftigkeit und die durch den Schularzt ITigeft eilte gesundheitliche Schädigung. Der Cin- r-oheit halber wird im allgemeinen auch in ':<fcm Winter die Verabreichung in Form von 5 iisch iniIch erfolgen, da die Milch wie kein rmberes Nahrungsmittel geeignet ist, die den ,e sundheitlich geschädigten Kindern fehlenden ii«hrungsbestandte:ie zuzuführen.
370 000 Mitgliedern einer der stärksten gewerkfchaft» lichen Verbände sei. Die Zahl der Jugend- und Sil* dungsheime des Verbandes betrage jetzt 220 in allen Teilen Deutschlands. Er bezeichnete als die Hauptaufgaben des Verbandes die Heranbildung der kaufmännischen Fugend zu einem nationalen, bewußten Deutschtum, die Erziehung zur Berufstätigkeit, die Ausbildung zu einer richtigen Gewerkschaftsarbeit, und die Erziehung der jungen Leute zu tüchtigen Staatsbürgern auf der Grundlage eines souveränen deutschen Staates. Kommerzienrat Rarnspeck (Als. seid) überbrachte die Glückwünsche des hiesigen Kaufmännischen Vereins und des Arbeitgeberverbandes Alsfeld-Lauterbach. Für die Einzelhandelsvereini- gung Alsfeld sprach Kaufmann Julius Waldeck. Namens der Stadt Alsfeld und zugleich im Auftrag der übrigen Gäste beglückwünschte Bürgermeister Dr. V ö l s i n g die Ortsgruppe Alsfeld zu der von ihr geschaffenen Leistung und wandte sich dabei insbesondere gegen die Verflachung des geistigen Lebens unserer Heranwachsenden Jugend, die wieder mehr der geistigen Bildung an Stelle der übermäßigen sportlichen Betätigung zugeführt werden müsse. Don diesem Gesichtspunkte fei die Schaffung von Jugend- und Bildungsheimen allgemein lebhaft zu begrüßen. Die kleine, aber stimmungsvolle Feier wurde von Gedichtvorträgen und musikalischen Darbietungen des Streichorchesters Meinhardt (Alsfeld) in belebender Weife umrahmt.
cZ D a n n c n r o b, 24. Oft. Da hier kein Wahlvorschlag zur G e m e i n d e r a f s w a hl eingegangen war. wurde in der Wirtschaft von Heinrich Handstein III. auf Einladung unseres Bürgermeisters Hch. Qlug. Koch eine Wähler- versammlung abgehalten. Mittels W a h l - verfahrens wurde eine einheitliche Liste ausgestellt. Es ist ein schönes Zeichen des guten Willens, den Wahlkampf um die eigne Gemeindekörperschaft mit seinen Unliebsarnkeiten zu vermeiden. Es wurden sämtliche alte Gemeinderäte wiedergewählt, wclche sind die Landwirte August Fett, Julius Dünding, Hch. Böckner III., Hch. Aug. Ludw. Koch, Wilh. K ü st e r, Lorenz H a n d st e i n und der Schuhmachermeister Georg Sehrt. Nach der Wahl verlebte man bei Gesang, gutem Imbiß und Getränk einige frohe Stunden gemütlichen Beisammenseins. Eine andere Wahl des Gemeinderats bleibt daher unserem Dorfe erspart. Bemerkt fei, dast in den Nachbarorten Erbenhausen zwei und in Appenrod sogar vier Waßlvorschläge eingegangen sind.
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rhl atz ri D01Tt und zum Stein in Nassau geboren; — 1828:
ächtzüs sör den vertvroenn Landwirt Albrecht Thaer in Möglin gestorben; —
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Platz" nmzubenennen.
Hochschule immer reiner ausz.lprägen. Das reichhaltige Programm des Abends sieht außerdem Orchestermusik, geboten von dem Kammerorchester der Volkshochschule, ferner Lieder des Gießener Singkreiscs und Rezitation vor. Da der Eintrittspreis von 53 Pf. äußerst gering bemessen und nur zur Deckung der Unkosten bestimmt ist, wird zahlreicher Besuch aus allen Kreisen der Bevölkerung erwartet. Siehe heutige Anzeige.
*' Einen Au s b i l d u n g s k u r s u s in erster Hilfeleistung veranstaltet die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz. Der Kursus beginnt am Montag, 28. Oktober. Näheres in der gestrigen Anzeige.
** Schwerer UnfalL Der Fuhrmann Adolf D a p p e r aus Alten-Duseck, der in einem hiesigen Geschäft tätig ist, stürzte gestern bei der Fahrt mit seinem Kohlenfuhrwerk in der Hammstraße vom Wagen und erlitt dabei Verletzungen am Kopf und am Rücken. Der Bedauernswerte wurde der Chirurgischen Klinik zugeführt. Sein Befinden war heute früh den Umftänben entsprechend befriedigend. Lebensgefahr besteht zum Glück nicht.
** Reichsbahntariferhöhung und Polsterwagen. Als bei der Tarifneuordnung im Oktober vorigen Jahres die Auswanderung in zweite Klasse das erwartende Maß übertraf, mußte eine Reihe von neuen Dritter-Klassewagen behelfsmäßig mit Polstern versehen werden, da die vorhandenen Wagen zweiter Klasse namentlich bei starkem Andrang aus besonderen Anlässen nicht ausreichten. Wie wir jetzt hören, werden diese behelfsmäßigen Wagen zweiter Klasse mit der fortschreitenden Anlieferung der seinerzeit sofort bestellten neuen Zweiter-Klassewagen nach und nach wieder aus dem Verkehr gezogen. Die Dehelfswagen sollen nach Maßgabe der neuen Lieferungen wieder in Wagen dritter Klasse umgetoanöelt werden. Es ist damit zu rechnen, daß im ersten Teil des nächsten Jahres sämtliche derartige Wagen zurückgezogen werden.
*• Der Deutsche Bauschulbund, Ortsgruppe Gießen, besichtigte — wie man uns berichtet — in Gemeinschaft mit dem Technischen Verein am vergangenen Samstag die Butzbacher Werke der Bamag-Nieguin. Das Leitmotiv war der Gedanke, die Mitglieder dieser beiden Vereine auch mit den Arbeitsmethoden und den Erzeugnissen und Einrichtungen dieses Zweiges unserer heimatlichen Industrie bekanntzumachen, um auch nach außen hin zu zeigen, daß die Jünger der Baukunst bestrebt sind, mit dem Fortschritt der Technik vorwärts zu gehen. Die Führung versuchte, den Teilnehmern in einem Rundgang durch die Betriebe die Vielseitigkeit ihrer Einrichtungen durch klare und sachliche Erläuterungen zu vermitteln. Zunächst Gourde die Schmiede besichtigt, wo man die verbrauchten E:senb ahnschwellen der Reichsbahn enlzwei schnitt und die noch brauchbaren Teile mittels eines elektrischen Lichtbogen-Schweißverfahrens wieder zu einem Ganzen zusammenfügte. Die Befestigung der Klemm- und Hakenplatten durch das Punkt- schweißversahren war besonders den anwesenden Eisenbahnbeamten interessant. In einer anderen Abteilung wurde die Herstellung von Bandförderern in Serienfabrikation gezeigt. Hier wurde die zweckmäßige und einfache Einrichtung dieser Maschinen, sowie ihre vielfache Verwendungsmöglichkeit bewundert und anerkannt, daß die Beschaffung derartiger Maschinen für einen modernen Baubetrieb ein großer Vorteil ist. In der großen mechanischen Werkstatt werden die Maschinen für Kokereien, Kohlenwäschen, Turm- und Drehkräne erstellt und montiert. Eine besondere Abteilung bildet die Halle für Weichenbau. Hier war die neueste Weiche der Reichsbahn, S 49, ein Patent der Firma, im Bau und auch fertig montiert zu sehen. Allgemein wurde die Stabilität und die Masse einer solchen Anlage anerkannt. Nach der Besichtigung fanden sich die Tellnehmer zu einem Glase Bier im „Deutschen Haus" zusammen, wo Dipl.-Jng. Scheid von der Bamag-Meguin und Bau-Jng. L e i d n e r von der Torkret-Gesellschaft in kurzen Worten nochmals die Fabrikationsweise erläuterten und letzterer in einem Vortrag „Moderne Rüstung und Einrichtung von Großbaustellen" an Hand von Lichtbildern erklärte. Der Vorsitzende der Ortsgruppe des DDB., Dauober- sekretär Dem, übermittelte in seiner Ansprache den Dank der Teilnehmer und wünschte dem Unternehmen der . Bamag-Meguin" ein weiteres gutes Gedeihen.
Oberheffen.
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 22. Okt. Dieser Tage veranstallete die Ortsgruppe Alsfeld im Deutsch- nationalen Handlungsgehilfenvcr- band die Einweihungsfeier ihres Bil- dungs-undJugendheimesinden neu her- gerichteten Räumen im früheren Gartenfaal des Geyerschen Anwesens am Stadtmaucrweg. Zu der Feier hatte die Ortsgruppe eine Reihe von Gästen und Vertretern der Behörden eingeladen. Der Orts« gruppen-Vorsitzende, Kaufmann W. M e tz g e r (Alsfeld), betonte in feiner Begrüßungsansprache den erfreulichen Aufschwung der Alsfelder Ortsgruppe, die auf ein 27jähriges Bestehen zurückblicken könne und heute 115 Mitglieder aufmeife. Er dankte allen, die bei der Errichtung des Bildungs- und Jugendheims mitgewirkt haben. Alsdann folgte eine fein durchdachte Ansprache des Gauvorstehers A u e r b a ch (Frankfurt a. M.), der in formvollendeter Weife die Ziele und Aufgaben des Deutschnationalen Hand- lungsgehilfenvcrbandes darlegte, der heute mit feinen
Albert und Else Bassermann in Derneuils „Herr Lamberthie".
— Vortrag in der Volkshochschule. Eine Einführung in das erste Orchesterkonzcrt des Konzertvereins gibt Dr. Temesvarh im Rahmen der Volkshochschule. Der Vortrag wird durch vierhändiges Klavierspiel erläutert, wofür sich Frau Elfried e Fischer und Frau Hildegard Luleh bereiterklärt haben. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 27. Oktober, vorm. 11 Uhr, im Realgymnasium statt. Siehe heutige Anzeige.
— Der Gesangverein „Heiterkeit" Gießen, der sich — so wird uns vom Verein geschrieben — wohl rühmen darf, mit einer der leistungsfähigsten Vereine unserer Gegend $u sein, gibt am Sonntag in der Neuen Aula sein diesjähriges Herbstkonzert. Das von dem Chor- meister W. Schüttler zusammengestellte Programm dürste wohl an Technik, wie an Ausarbeitung nicht viel zu wünschen übrig lassen. Dasselbe Programm lag auch dem Verein anläßlich seines Sonderkonzertes bei dem 2. Hess. Sängerbundesfest in Darmstadt zu Grunde und wurde dort mit großem Erfolg durchgeführt. Sin Besuch der Veranstaltung ist zu empfehlen, da mit Bestimmtheit anzunehmen ist, daß auch der verwöhnteste Konzertbesucher voll und ganz auf seine Rechnung kommen dürfte.
** Straßensperren. Die obere Kli - n i k st r a ß e zwischen der Frankfurter und Gafsky- straße ist wegen Vornahme von Strahenbau- arbeiten feit gestern bis auf weiteres gesperrt. — Der Ludwigsplatz vom Haus Nr. 2 bis Haus Nr. 5 wird wegen Verlegung der Weichen- anlage der elektrischen Straßenbahn vom 28. Oktober ab für jeglichen Verkehr von Fahrzeugen aller Art bis auf weiteres gesperrt.
** Auf gehobene Straßensperre. Die Sperrung des Riegelpfades zwischen Wil- sonstraße und Aulweg ist jetzt wieder aufgehoben worden.
** Bon der Heeresfachschule fürVer- waltung und Wirtschaft. Der Leiter der hiesigen Heeresfachschule, Studienrat Bouch - holh, wurde mit Wirkung vom 1. Oktober zum Fachstudiendirektor ernannt.
Wahlen zur Jndustrie-und Handelskammer Gießen sind im Wahlbezirk Gießen-Stadt vorzunehmen. Die Wahlberechtigten seien auf die heutige Bekanntmachung hingewiesen.
•* Papst-Feier der katholischen Gemeinde am Sonntag, 27., und Montag, 28. Oktober. Man schreibt uns: Sonntag, morgens 7 Uhr, gemeinschaftliche hl. Kommunion der ganzen Gemeinde. Um 9 Uhr feierliches Hochamt mit Festpredigt des H. H. Prof. Dr. Steinbüchel. Am Nachmittag, 4.30 Uhr, im Kath. Dereinshaus, Jugend-Feier. Zu dieser Feier haben auch Erwachsene Zutritt, die Montagabend nicht kommen können. Diese Feier hat den wesentlichen Inhalt der Festfeier am Montagabend. — Montag, 28. Oktober, abends 8 Uhr, im Kath. Vereinshaus, große Festfeier. Es wird eine Feier großen Stils werden. Der Orchesterverein unter Leitung des Kapellmeisters Welker wird Meisterstücke klassischer Musik zu Gehör bringen. Die Festrede hält der H. H. Prälat C i ch, Bingen. Der Kirchenchor wird entsprechende Lieder zum Vortrag bringen. Die kath. Spielgemeinschaft gibt Calderons gewaltiges Schaufpiri „Das Nachtmahl des Balthasar" in sehr guter Besetzung. Die wochenlange, begeisterungsfrohe Arbeit berufener Kräfte wird allen den Abend zu einem Erlebnis werden lassen. Auf die Anzeige in der morgigen Ausgabe des „Gieß. Anz." fei hier aufmerksam gemacht.
•* Erössnungs- und Zehn-J ahr- Feier der Volkshochschule. Man schreibt uns: In der Aufführung „Die Flucht zu Gott" von Stefan Zweig (Epilog zu Leo Tolstojs „Und das Licht scheinet in der Finsternis") wird die am morgigen Samstag, 20 Uhr, in der Neuen Aula stattfindende Erössnungs- und Zehn- Jahr-Feier der Volkshochschule gipfeln. Die Ausführung dürste jeden interessieren, der seinerzeit Tolstojs Werk im Stadttheater gesehen hat. Die Darsteller gehören einer Frankfurter Jugendspielschar an. Die Spielscharen sollen nicht das Berufstheater ersetzen, sondern sie sollen Spieler und Zuschauer zum qualitativ hochstehenden De- rufstheater erziehen. Das Theaterspiel, das die Volkshochschule in den oberhessischen Laienkreisen nach Kräften einzuführen versuchen wird, ist,
Im Interesse der Heranwachsenden Jugend I wie auch Ihre Einführungsvorträge zum Schau- wird es von Eltern, Lehrern und nicht zuletzt spielplan dcs Stadt Heaters, als volklbildnerischer von den Kindern dankbar begrüßt werden, daß | Vorbau vor das Berufstheater gedacht. Es gilt,
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Aus der proviuzialhaupistadi.
Gießen, den 25. Oktober 1929.
Die Lefferwiffcr.
Die unerträglichste Spielart unter den Egoisten nb jene Menschen, die nicht nur alles wessen, sondern die auch alles besser w:ssen. i'Seder, der diese Zellen lieft, kennt mindestens deinen Vertreter dieser unangenhmen Zeitgenos.e.r.
Der Herr, der alles besser weiß, meint es ost gelt nicht so schlimm. Er hat aber eine so hohe Meinung von sich, daß er glaubt, dir die rechten 'ISege des Lebens weisen zu müssen. Er sagt dir, tbi-e du deine Geschäfte anpacken, welche ünzüge du tragen, mit welchen Menschen du hjrfepren und to;e du dein Haar schneiden lassen s»!lst. Er verschont dich selbst niicht in deinem ' eigenen Heim, noch macht er vor deinen hei- hflften Gefühlen Halt. Er korrigiert deinen Geichmack, gibt dir Ratschläge, wie man Familien- angehörige behandeln soll, und überführt dich m-it Statistiken, Notizen, schwer nachzuprüsenden 2Crgumenten, und schlägt jede andere Meinung, dir sich ihm entgegenstellt, erbarmungslos tot. Er Iribet aber versagt im Leben durchweg. Das lammt Wohl daher, daß er aus seiner Natur heraus unbelehrbar ist und nichts lernen will.
Kein Mensch kann immer recht haben, ober immer lorreft fein Wir erleben täglich, baß sich selbst Lachoerstänbige auf ihrem ureigensten Gebiet irren. ß«her brauchen wir uns wahrlich nicht zu schämen, ; wenn wir nicht in allen Fragen bes täglichen Lebens unterrichtet finb. Aber wir müssen uns ijälen, in die Gewohnheiten bes Besserwissers zu oe-rfaüen. Denn fein ständiger Umgang zwingt auch jus zu Wiberspruch. Ehe wir uns versehen, gehen nid) wir auf ben Bahnen bes Besserwissers und wollen zuerst ihn und dann andere überzeugen und belehren.
Wir sehen also, daß der Besserwisser nicht nur unangenehm wirkt, sondern daß er auch die (Eigen- idjaften der Influenza hat: Er wirkt ansteckend! Schon aus diesem Grunde sollten wir ihn meiden, ober sollten uns gegen ihn mit Sarkasmus oder rB6fe, mit guter Laune oder Nichtachtung wappnen. Das ist um so schwerer, als der Besserwisser mei- itens von einer bewundernswerten Dickfelligkeit und Shartnäckigkeit ist, die von manchen so weit getrieben Iwird, daß sie Taschenlexika und Nachschlagebücher be i sich führen, um ja immer Recht zu behalten. Sie finb in Zweifelsfällen auch fähig und bereit, an die Statiftifdjen Landesämter, an Zeitungen und Behörden zu schreiben, um dir zu beweisen, daß sie es ^befer wußten, als du.
Aus diesem Grunde gib ihnen von vornherein in allem Recht und widersprich ihnen nicht. Dadurch oeilieren sie dann jegliches Interesse an dir und du wirst sie auf diese Weise mit der Zell los.
M. A.


