Ausgabe 
25.6.1929
 
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Der Austrieb zum heutigen Rindermarkt in Giehen betrug 1335 Stück Groh- und Jungvieh und 249 Kälber. Der Handel war bis zum Schluß schleppend, so dah großer Lleberftano verblieb. Bezahlt wurden für Kühe 1. Qualität 600 bis 700 Mk., für Kühe 2. Qualität 400 bis 500 Mk., für Kühe 3. Qualität 200 bis 300 Mk., für Schlachtkühe 150 bis 400 Mk., für Rinder, ein- bis zweijährig, 120 bis 300 Mk., Kälber je Pfund Lebendgewicht 55 bis 60 Pf. Bessere Tiere er­brachten Preise über Rotiz.

* Frankreichs Außenhandel. Nach der amtlichen Statistik über die französische Ein- und Ausfuhr in den ersten fünf Monaten des Jahres 1929 belief sich die Einfuhr (Rohstoffe und Fertig­fabrikate) auf 23 289 569 Tonnen im Werte von 25 474 876 000 Francs, die Ausfuhr auf 15 691 628 Tonnen im Werte von 20 378 393 000 Francs. Die Einfuhr ist gegenüber dem Vorjahre um 3574 504 Tonnen und 3 904 941000 Francs gestiegen: die Ausfuhr dagegen um 874 040 To. und 661 225 000 Francs zurückgegangen. Im Vergleich mit dem Jahre 1913 haben sowohl die Enfuhr wie auch die Aus­fuhr rund um 5 bzw. 7 Millionen zugenommen.

* Dolorit-Bafalt A. - G., Köln. Die Ge­neralversammlung genehmigte den divdendelosen Abschluß. Die Beschäftigung der Werke wurde als zufriedenstellend bezeichnet. Die dritte Quartalszutei­lung der Reichsbahn am 1. Juli werde voraussicht­lich weitere beträchtliche Aufträge bringen. Auch für das neuzeitliche Straßenbaumittel, das dje Gesell­schaft hcrstellt, liegen Aufträge für längere Zeit vor. Außerhalb der Tagesordnung wurde mitgeteilt, daß die Gesellschaft die im Umlauf befindlichen 200 000 Reichsmark Vorzugsaktien zu einem Kurse von 50 v. S). zurückzukaufen beabsichtigt. Das Stimm­recht der Vorzugsaktien ruht einstweilen. Die sich aus dem Rückkauf ergebenden Maßnahmen dürften der nächsten Generalversammlung unterbreitet werden.

* Rationale Automobil-Gesell­schaft A.--G., Berlin. Vor Eintritt in die Tagesordnung der G.-D. gab die Verwaltung eine längere Erklärung ab, in der der Verlust des Jahres 1928 mit der ungünstigen Auswir­kung der Presto-Fusion, besonders aber mit der kritischen Lage der deutschen Automobilindustrie begründet wurde. Auch der Geschäftsbericht des Reichsverbandes der deutschen Automobilindustrie weise auf die krisenhafte Zuspitzung der Verhält­nisse hin. Es handle sich also keineswegs um ein Einzelschicksal der R. A. G., das von ihr ver­schuldet wäre. Lieber das neue Geschäftsjahr

fern der Vorschlag der Stempelvereinigung, die Sollzinsen zu ermäßigen, Annahme findet, werden auch die Sätze für die Habenzinsen entsprechend ermäßigt.

Da die Kreditrestriktion seitens der Reichsbank praktisch bereits in der ersten Hälfte des Monats Juni nicht mehr durch ge- führt worden ist, konnten die Danken der Rück­gängigmachung ihres vor einem Monat gefaßten Beschlusses der Erhöhung ihrer Debetzinsen näher­treten. Bereits damals war von den Banken in Aussicht gestellt worden, die Debetzinsen wieder in ihre normale Relation zum Reichsbankdiskont zu bringen, sobald der Geldmarkt sein nor­males Aussehen wieder gewonnen habe. Da in­zwischen in erheblichem Maße Auslandgelder, die seinerzeit zurückgezogen wurden, nach Deutsch­land zurückgeflossen sind, ist den Banken ihr Ent­schluß auf Zinssenkung sogar zu einer Pflicht geworden, um die billigeren Ausland­kredite der Wirtschaft wieder voll zugängig zu machen. Für die Reichsbank selbst, die bisher offiziell die Aufhebung der Kreditrestriktion nicht bekanntgegeben hat, ist der Entschluß der Banken von weitgehender Bedeu­tung. Denn die Entlastung des Reichsbankstatus kann nunmehr schneller vor sich gehen, wenn die Banksätze nicht meht zwei Prozent über dem Reichsbankdiskont liegen. Die günstige Pro­gnose, die wir letzthin der Entwicklung des Geld­marktes gestellt haben, findet in dem Vorgehen der Danken ihre Bestätigung, auch die Reichs­bank dürste in diesem Vorgehen den ersten Schritt zur Wiederherstellung eines erträglichen Zins- niveaus für die Wirtschaft sehen. Die inter­nationale Geldmarktlage ist zur Zeit so beschaffen, daß sogar die Frage einer D i s - kontermähigung seitens der Reichsbank in den Vordergrund rückt. In Reuhork sind die Geldverhältnisse als leicht zu bezeichnen. Es ist infolgedessen nicht ausgeschlossen, daß schon in allernächster Zeit, natürlich nach Abwicklung des Halbjahrultimos, die Reichsbank einer Diskont- ermäßigung nähertreten wird, die zwecks Ent­lastung der Wirtschaft im Interesse eines Kon­junkturantriebs nur zu sehr erwünscht wäre.

Rindermartt in Gießen.

Gpielvereimgung 1900 Gießen.

Die Ligamannschofl gewinnt in Wetzlar 5:1 (1:1).

ö. Die Gießener Mannschaft mußte für dieses Spiel eine Umstellung vornehmen und außerdem auch Ersatz einstellen. Trotzdem war 1900 dem Gastgeber technisch sehr überlegen. Sobald die Gießener das Spiel flach gestalteten, lief der Ball von Mann zu Mann, und nur mit ver­einter, oftmals verstärkter Abwehr konnte der Wetzlarer Sportverein fast sicher scheinende Er­folge der Gäste verhindern. Das Spiel war für ein Freundschaftsspiel viel zu hart, jedenfalls härter, als das letzte in Wetzlar ausgetragene Derbandsspiel, bei dem es um die Punkte ging. Zwei zu Beginn gegebene Elfmeter gegen 1900 führten zu nichts: der erste ging über die Latte und den zweiten hielt Sack in ausgezeichneter Manier. Dann gestaltete 1900 das Treffen bis zur Pause fortgesetzt überlegen, konnte aber trotz zeitweisen heftigen Drängens und ausgezeichneter Chancen nur zu einem Treffer kommen, den Wetz­lar aber noch vor dem Wechsel ausglich. Rach der Pause legte Wetzlar kräftig los. Die Angriffe waren aber zu durchsichtig angelegt, so daß meist die beiden Gießener Verteidiger allein mit ihnen fertig wurden: was weiter kam, wurde eine sichere Deute des vorzüglich arbeitenden Torhüters. In systemvollen Angriffen trugen die 1900er den Dail vor das Wetzlarer Tor und' brachten zahlreiche wuchtige Torschüsse an. Der Torwart des Platzvereins wehrte manche brenz­liche Sache ab, aber auch die Gebrüder Denner in der Verteidigung spielten recht aufopfernd. Dalser, der Schütze des ersten Tores, erhöhte bald auf 2:1 für Giehen. In der letzten Viertel­stunde schoß Graubner das dritte und vierte Tor, denen fast mit dem Schlußpfiff Dalser den fünften Treffer anreihte. Gegen Spielende erlahmte der Wetzlarer Widerstand fast ganz. Die Gesamt­leistungen litten sehr unter der Dodenglätte in­folge des vorausgegangenen Regens.

1900s Ligareservemannschaft blieb aus dem Sportplatz an der Liebigshöhe über Cölbes »erste Mannschaft mit 2:1 sicherer Sieger, obwohl die Mannschaftsaufstellung der Gießener recht schwach genannt werden kann.

Die dritte Mannschaft schlug die zweite Elf Cölbes recht hoch mit 5:0 Tref­fern. Der Sieg der Gastgeber soll allerdings etwas zu hoch ausgefallen sein. Die Lleberlegen- heit der Gießener war nicht so groß, wie das Resultat ausdrückt. 1900 war aber vor dem Tore weit entschlossener.

Sp.-Vg. 1900 Ltniversität Gießen.

ö. Dieses Treffen wird am morgigen Mittwoch­abend ausgetragen. Die Llniversität Gießen tritt damit erstmals in diesem Jahre mit einer Fuß­ballmannschaft an die Öffentlichkeit. 1900 wird aus seiner Ligaelf drei Spieler (Studenten) der Tlniversitätself abtreten, kann diese aber bestens ersetzen. Die Studentenmannschaft verfügt aber auch sonst noch über ausgezeichnete Kräfte (Mit­telläufer!), so daß es wohl zu einem ausgegliche­nen Spiel kommen wird, bei dem man recht an­sprechende Leistungen erwarten kann. Der Aus­gang ist nicht vorauszusagen. 1900 genießt den Vorteil des eigenen Platzes.

V. f. B.

Alsfeld sagte das für vorigen Sonntag ver­einbarte Rückspiel noch am Samstag ab, so daß die Ligamannschaft ohne Spiel blieb.

Die Ligareserve fertigte die E r st e H o m- bergs mit 6:3 ab. Bei der (Beurteilung des Resultats ist allerdings zu berücksichtigen, daß die D. f. B.-Elf durch zwei Ligaspieler verstärkt war und die Gäste nur mit zehn Mann einschl. eines Spielers der V. f. D.-Liga antraten. In der ersten Halbzeit wurde von beiden Seiten sehr lahm gesbielt. Gießen war wohl technisch über­legen, jeooch ließ die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen sehr zu wünschen übri^. Rach dem Wechsel klappte es bedeutend besser. Die Einheimischen zeigten eine an­sprechende Kombination, gegen die die Gäste nicht aufkamen. Das Schlußresultat entspricht dem Spielverlauf.

Die dritte Mannschaft hatte in der P o k a l k o n ku r r e nz des Daubringer Sportfestes drei Spiele zu bestreiten, die sie alle drei gewann und damit P o k als i eg er wurde. Wenn auch die Siege sämtlich mit dem knappsten aller Resultate 1:0 erkämpft wurden, so waren sie nichtsdestoweniger vollauf verdient. In der Vorrunde stand die D. f. B. - E l f Q u e ck- b o r n gegenüber, das, körperlich in guter Ver­fassung, seine spielerische Unterlegenheit durch erhöhten Eifer und vollen Einsatz seiner größeren Körperkraft fast auszugleichen vermochte und Gießen vor eine schwere Aufgabe stellte.

das sich gegen Schluß darauf beschränkte, das l:0-Resultat zu halten. In der Zwischenrunde hatte V. f. D. die erste Mannschaft ®rün» b e rgs, die in die 1. Gauklasse, also eine Klasse höher, eingestuft ist als D. f. D., zum Gegner und schlug nach hartem und zähem Kampfe auch diesen mit 1:0. Anschließend muhte Giehen sofort gegen R i e d e r w a l g e r n s erste Mann­schaft zum Endspiel antreten. Der Gegner ist Meister seiner Gruppe in der 2. Gauklasse und als sehr spielstark anzusprechen. Rur unter Auf­bietung aller Energie gelang es V. f. B., kurz vor Spielende, Sieg und Pokal sicherzustellen. In Anbetracht der Spielstärke der beiden letzten Gegner muh man die Gesamtleistung der V. f. V.- Mannschaft als sehr gut bezeichnen.

Tennis.

Giehen Bad Homburg 11:7.

Eine kombinierte Mannschaft des Giehener Clubs hatte am Sonntag die 1. Mannschaft des Tennis-Clubs Bad Homburg zum Gegner. Der Sieg der Gießener Mannschaft ist diesmal haupt­sächlich auf das gute Abschneiden der Gießener Damen zurückzuführen, die ihren fast durchweg recht spielstarken Gegnerinnen mit 4:1 das Rach­sehen geben konnten.

Bei den Herren mußte sich Dr. Schopper in hartem Dreisahkampf seinem Homburger Gegner Haas beugen. Scriba und v. Grolman konnten ihre Spiele ziemlich leicht gewinnen. Müller und Schühler verloren nach Kampf knapp.

Frau Dumur und Frl. Berg konnten nach schö­nem Spiel knapp siegen. Geringer war der Widerstand, den Frl. Li Stückrath und Frl. Lo Stückrath bei ihren Gegnerinnen fanden. Rur Frl. Kuhlmann, der das weiche Spiel von Frl. Lauenstein nicht zusagte, verlor knapp in 3 Sätzen.

Im Herren-Doppelspiel waren Dr. Schopper- Scriba und v. Grolman-Sack erfolgreich.

Das erste Mixed spielten Frl. Derg-Dr. Schop­per, die ebenso wie Frl. Li Stückrath-v. Grolman und Frl. Lo Stückrath-Sack ihr Spiel gewannen.

Gießen siegte mit 11:7 Punkten, 24:17 Sätzen, 217:195 Spielen.

Wirtschaft.

Weitere Besserung des Reichsbankstatuts.

Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 22. Juni hat sich die gesamte Ka­pitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Reichsschahwechseln, Lombards und Effek­ten in der vergangenen Dankwoche um 184,1 Millionen auf 2667 Millionen Mark verrin­gert. Im einzelnen haben die Destände der Dank an Wechseln und Schecks um 128,4 Millio­nen auf 2427,1 M llionen Mark, die Bestände an Reichsschahwechseln um 22,5 Millionen auf 54,4 Millionen Mark und die Lombardbestände um 33,2 Millionen auf 92,6 Millionen Mark ab­genommen.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 140,2 Millionen Mark in die Kassen der Bank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbank­noten um 123,1 Millionen auf 4068,7 Millionen Mark und der Umlauf an Rentenbankscheinen um 17,1 Millionen auf 435,5 Millionen Mark ver­mindert. Ein Betrag von 6,7 Millionen Mark an Rentenbankscheinen wurde getilgt. Dement­sprechend belaufen sich die Bestände der Reichs­bank an Rentenbankscheinen auf 29,4 Millionen Mark. Die fremden Gelder haben um 23,4 Mil­lionen auf 579,2 Millionen Mark abgenommen.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen insgesamt sind um 12,2 Millionen auf 2095,1 Mlllionen Mark ange­wachsen, und zwar weisen die Bestände an deckungsfähigen Devisen eine Zunahme um 12,2 Millionen auf 330,7 Millionen Mark und 'die Goldbestände eine Abnahme um 55 000 Mk. auf 1764,3 Millionen Mark auf. Die Deckung der umlaufenden Roten durch Gold allein besserte sich von 42,1 Prozent in der Vor­woche auf 43,4 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 49,7 Prozent auf 51,5 Prozent.

Ermäßigung der Bankzinsen.

Wie WTD.-Handelsdienst erfährt, hat die Ber­liner Stempelvereinigung vor einigen Tagen den auswärtigen Bankvereinigungen vorgeschlagen, mit Wirkung vom 30. Juni 1 929 den nur als Liebergangsmaßnahme gedachten starren Sollzinssatz von 9,5 Prozent p. a. aufzu­heben und den Sollzinssatz von 1 P r o z e n t über Reichsbankdiskontsah wieder ein­zuführen, damit also eine Ermäßigung der Sollzinsen um 1 Prozent eintreten zu lassen. So­

wurde berichtet, daß nach der Lleberwinöung der harten Wintermonate die Llmsätze der ersten fünf Monate die der entsprechenden Vorjahrs­monate erreicht hätten, wobei sich der Derlust- vortrag nicht verändert habe. Die finanzielle Situation der Gesellschaft habe eine kleine Er­leichterung erfahren. Voraussagen über die wei­tere Entwicklung deS neuen Geschästsjähres seien jedoch untunlich. In der anschließenden Dis­kussion kam eine große Anzahl von Kleinaktio­nären zu Worte, die Vertagung der G.-D. und Einsetzung einer Revisionskommission zur Prü­fung der Bilanz und der Frage der Regreßmög- lichkeit der Verwaltung beantragten. Besonders wurden Vorschläge vermißt über die Schritte, die man zur Gesundung zu tun beabsichtige. Die Verwaltung erklärte, daß sie noch keine dies­bezüglichen Mitteilungen machen könne. Die An­träge der Kleinaktionäre wurden sodann gegen deren Stimmen abgelehnt und der Abschluß mit dem gleichen Stimmverhältnis genehmigt.

* Belegschaftsverminderung in der Zuckerfabrik Frankenthal. Die zu den Süddeutschen Zuckerfabriken A.-G., Mannheim, ge­hörende Zuckerfabrik Frankenthal, die bisher 1100 Arbeiter beschäftigte, muß wegen Beendigung der Kampagne etwa die Hälfte ihrer Belegschaft ent­lassen. Eine ganzjährige, volle Durchführung des Betriebes ist nicht möglich.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 25. Juni. Tendenz ge­schäftslos. Zum heutigen Liquidationstag war die Spekulation sehr zurückhaltend, doch werden zur Ueberwindung keine Schwierig­keiten erwartet, da am Geldmarkt wider Er­warten eine leichte Entspannung eintrat. Auch war der Engagementsumfang nicht groß, so daß das herauskommende Material keine großen Aufnahmeschwierigkeiten fand. Die Tendenz war nicht unfreundlich, es ergaben sich sogar kleine Besse­rungen bis zu 1 v. H. gegenüber der gestrigen Abend­börse. Nur Zellstoff-Aktien waren stärker angeboten und büßten bis zu 2,5 v. $). ein. Am Elektromarkt bestand für Siemens, Schurkert, Licht 6: Kraft und Chade-Aktien einiges Interesse bei leicht erhöhten Kursen. AEG. und Gesfürel eröffneten dagegen bis 0,5 o. H. schwächer. Im großen und ganzen war man zuversichtlich, da der heute erschienene Reichs- bankausweis eine weitere Entlastung aufweift. Das Geschäft erfuhr aber keine nennens­werte Belebung, da Auslandorders auch von pri­vater Seite fast kaum Vorgelegen haben dürften. Am Chemiemarkt war ebenfalls eine Beruhigung festzustellen. Das Angebot schrumpfte erheblich ein, und Farben eröffneten' fast ohne Verlust: es muß hier der Dividendeabschlag in Betracht gezogen wer­den. Für Montanwerte konnte sich weiter einiges Interesse erhalten. Hier regte vor allem die Der- bindlichkeitserklärung des Schiedsspruches im Ruhr­bergbau an. Bei vermehrtem Umsätze gewannen Klöckner 1,5 v.H., Mannesmann, Phönix, Rhein- ftahl und Gelsenkirchen bis 1 v. S). Kaliwerte lagen uneinheitlich. Aschersleben eröffneten 0,5 und Wester­egeln 1,5 v. S). niedriger. Salzdetfurth zogen bis 1,5 d. $). an. Bankwerte zumeist gut gehalten. Reichs- bankanteile gesuchter und 1,5 v.H. fester. Auch in Glanzstoffaktien kam heute kaum Material heraus, es bestand eher Nachfrage bei einer Besserung bis zu 1,5 d. S). Etwas gefragter waren noch Deutsche Linoleum plus 2 o. H. und am Automarkt Adler­werke, die etwas anziehen konnten. Daimler dagegen vernachlässigt. Renten still. Deutsche Anleihen etwas nachgebend. Von Ausländern Anatolier weiter er­höht. Im Verlaufe war die Umsatztätigkeit weiter gering. Nur für Montanwerte erhielt sich die Nach­frage bei weiter kleinen Besserungen. Elektroaktien eher leicht gedrückt. Farben gut gehalten. Am Geld­markt war der Satz für Tagesgeld auf 7,5 v. H. erhöht. Monatsgeld war mit 9,25 bis 10,25 v. S). eher zu haben. Am Devisenmarkt war die Mark angeboten und schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1958, gegen Pfund 20,3425, London gegen Kabel 4,8479, gegen Paris 123,96, gegen Mailand 92,66, gegen Madrid 34,25, gegen Holland 12,0725.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 25. Juni. Am heutigen Produktenmarkt war die Tendenz fest. Anregend wirkten die weiter stark erhöhten Auslandnotie­rungen, doch boten diese keine besondere Geschäfts- anregung, da heute nur Rebenmarkt war. Etwas regeres Interesse bestand für Weizen, Roggen und besonders Weizenmehl, das bis zu 0,50 Mk. anziehen konnte. Auch Roggenmehl war etwas reger umgeseht. Am Futtermittelmarkt konnte Mais für Futterzwecke weiter Interesse auf sich lenken. Es wurden notiert: Weizen 24, Roggen 22, Sommergerste für Brauzwecke 23, inl. Hafer 22, Mais (gelb) für Futterzwecke 20,50, Weizen­mehl, süddeutsches Spezial 0, 33,50, Roggenmehl 29 bis 29,75, Weizenkleie 10, Roggenkleie 11,25 Mark. Tendenz: befestigt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Frankfurt a.M

Berlin

Schluß- Kurs

1-Uht. ff ii re

Schluß- Kurs

Anfang Kure

Datum

24 6.

25-6.

24 6.

25 6. .

6% tl. fieichranleihe o. 1927

87,25

-

87,5

»L Anl.-Ablöl.-Schuld mil

611LÖ

lol.-fiechten

50,9

50,9

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10,6

10,4

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10,25

7% Frankl Hyp.-Bk Goldvl un

[ünobar bis 1932

85,75

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78,75

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rückzahlbar 1932

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4% Ctfitrreidjiirfie Goldrte.

29,9

29,65

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2,5

a -

-

4% Oesterreich, einbetH. Rte

1,8

4% Ungarische Goldrte.

23,25

23,4

23,3

4% Ungarische StaatSr. v. 1910

20,3

20,3

4%% besgl. von 1913

22,25

22,4

4% Üngarische Kronenrte.

1.9

1,9

1,9

4% Türk. Zollanleihe v. 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anl..

8,15

8,1

8,1

Serie 1

-

8

8

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8,1

8,1

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8,9

4H% Rumänen (BolbanL von 1913

17

17,4

Clip. Deutsche Eisenbahn

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Hamburg-Amerika Paket

. 6

119

118,5

119,13

118,5

Hamb.-Südam. Tampjich.

. 8

Hansa Dampfschiff . .

10

156

156,13

Korddeutscher Lloyd . .

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110,5

110,5

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110,25

illlg. Deutsche Creditanll. .

10

128,5

128,25

128

Sarmer Bankverein

10

130,5

130,5

130.75

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12

-

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221,5

Lommerz- uni Privat-Bank

11

186,5

186,5

186,5

186,5

Lärmst, u. fiationalbanl

12

275,5

275

275,5

Deutsche Bank

10

171,75

171,75

172,25

172

DiNonto-GeleUschost DU..

10

156,75

156,25

156,5

156,5

Dresdner Bank

10

163,25

163,25

163,5

163,5

Rttteldeursche Ereditbanl . .

. 9

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lieichvdank .«

12

332

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Frankfurt a M

Berlin

Schluß- Kurs

1 Uhr Kurs

Schluß- Kurs

Anfang Kurs

Datum

24.6.

25.6.

24-6.

25-6.

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192,25

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10

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Lickt und fttaft . .

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134,25

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10

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Hamb. Gicht. Werke .

10

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Rhein. Glekrr.

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10

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Buderus . . .

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Deutsche Erdöl . . .

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Essener Steinkohle . .

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Gelsenkirchener . . .

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Oberschlei. Kokswerke

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111

111

Phönix Bergbau

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444

443

444

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Zellstoff Waldbos.....12

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Zellstoff Aschasjenburg ... 12

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Charlottenburger Wasser ... 7

111

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Daimler Motoren......0

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Deutsche Maschinen-Fabrik . . 0

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Ludw. Loerve.......10

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Bamag-Meguin ....... 0

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I 11

Mainkrastwerks.......8

106,13

_

Miaq...... 10

122

121,9

122

fiekariulmer........8

Peters Union ........ 8

127., 5

127,75

Gebr. Roeder ....... 10

115,5

_

Boigt 4 Haeffner......8

220

_

221,5

Cüdd. Zucker........8

144,75

145

Banknoten

_______Berlin. 24. Funi

(Selb

Brief

Ameritatniche Noten.....

4,168

47758

Belgische Noten........

58,10

58,34

Dänische Noten ........

111.98

Englische Noten........

20,26

20^34

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin, 24. Juni

Geld

Brief

Französische Noten.....

Holländische Noten......

16,375

167,91

16,435

168,59

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Druttch-Oesterr,-iao Kronen

21,915

21,995

111,28

111,72

58,92

59,16

Rumänische Noten......

2,485

2,505

Schwedische Noten.....

112,03

112,47

Schweizer Noten.......

80,58

80,90

Spanische Noten.......

58,93

59,17

Tschechoslowakische Noten . .

12,40

12,46

Ungarische Noten

72,78

73,08

24. Juni

25- Juni

Amtliche Noneruny

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Amst.. Ron.

168,13

168,47

168,36

168,70

Buen.-AireS

1,754

1,758

1,757

1,761

Brff.-Antw.

58,10

58,22

58,21

58,33

Lhriftianio

111,53

111,75

111,69

111,91

Kopenhagen

111,51

111,73

111,66

111,88

Stockholm .

112,20

112,42

112,33

112,55

Helstngfors.

10,522

10,542

10,536

10,556

Italien. . .

21,90

21,94

21,935

21,979

London. . .

20,296

20,336

20,325

20.365

NetWork . .

4,187

4,195

4,1925

4,2005

Paris....

16,37

16,41

16,395

16,435

Schweiz . .

80,575

80,735

80,655

80.815

Spanien .

59,22

59,34

59,26

59,38

Japan .. . Rio de Jan.

1,838

1,842

1,833

1.842

0,496

0,493

0,496

0,498

Dien in D-- Oest. abgesl

58,84

58,96

58,94

59.06

Prag Belzrad . .

12,408

12,428

12,425

12,445

7,359

7.373

7.369

7,388

Budapest. .

72,98

73,12

73,08

73,22

Bulgarien

3,027

3,033

3,027

3,033

Lissabon

18,73

18,77

18,73

18,77

Tanüg. . . flonftanttn.

81,16

2,018

81,32

2,022

81,27

2,023

81,43

2,027

Alben. .

5,425

5,435

5.425

5,435

Kanada

4,152

4,160

4,156

4,162

Urn uav.

4,026

4.034

4.036

4,044

Eairo . .

20,817

20,857

20,848

20,863