Der Austrieb zum heutigen Rindermarkt in Giehen betrug 1335 Stück Groh- und Jungvieh und 249 Kälber. Der Handel war bis zum Schluß schleppend, so dah großer Lleberftano verblieb. Bezahlt wurden für Kühe 1. Qualität 600 bis 700 Mk., für Kühe 2. Qualität 400 bis 500 Mk., für Kühe 3. Qualität 200 bis 300 Mk., für Schlachtkühe 150 bis 400 Mk., für Rinder, ein- bis zweijährig, 120 bis 300 Mk., Kälber je Pfund Lebendgewicht 55 bis 60 Pf. Bessere Tiere erbrachten Preise über Rotiz.
* Frankreichs Außenhandel. Nach der amtlichen Statistik über die französische Ein- und Ausfuhr in den ersten fünf Monaten des Jahres 1929 belief sich die Einfuhr (Rohstoffe und Fertigfabrikate) auf 23 289 569 Tonnen im Werte von 25 474 876 000 Francs, die Ausfuhr auf 15 691 628 Tonnen im Werte von 20 378 393 000 Francs. Die Einfuhr ist gegenüber dem Vorjahre um 3574 504 Tonnen und 3 904 941000 Francs gestiegen: die Ausfuhr dagegen um 874 040 To. und 661 225 000 Francs zurückgegangen. Im Vergleich mit dem Jahre 1913 haben sowohl die Enfuhr wie auch die Ausfuhr rund um 5 bzw. 7 Millionen zugenommen.
* Dolorit-Bafalt A. - G., Köln. Die Generalversammlung genehmigte den divdendelosen Abschluß. Die Beschäftigung der Werke wurde als zufriedenstellend bezeichnet. Die dritte Quartalszuteilung der Reichsbahn am 1. Juli werde voraussichtlich weitere beträchtliche Aufträge bringen. Auch für das neuzeitliche Straßenbaumittel, das dje Gesellschaft hcrstellt, liegen Aufträge für längere Zeit vor. Außerhalb der Tagesordnung wurde mitgeteilt, daß die Gesellschaft die im Umlauf befindlichen 200 000 Reichsmark Vorzugsaktien zu einem Kurse von 50 v. S). zurückzukaufen beabsichtigt. Das Stimmrecht der Vorzugsaktien ruht einstweilen. Die sich aus dem Rückkauf ergebenden Maßnahmen dürften der nächsten Generalversammlung unterbreitet werden.
* Rationale Automobil-Gesellschaft A.--G., Berlin. Vor Eintritt in die Tagesordnung der G.-D. gab die Verwaltung eine längere Erklärung ab, in der der Verlust des Jahres 1928 mit der ungünstigen Auswirkung der Presto-Fusion, besonders aber mit der kritischen Lage der deutschen Automobilindustrie begründet wurde. Auch der Geschäftsbericht des Reichsverbandes der deutschen Automobilindustrie weise auf die krisenhafte Zuspitzung der Verhältnisse hin. Es handle sich also keineswegs um ein Einzelschicksal der R. A. G., das von ihr verschuldet wäre. Lieber das neue Geschäftsjahr
fern der Vorschlag der Stempelvereinigung, die Sollzinsen zu ermäßigen, Annahme findet, werden auch die Sätze für die Habenzinsen entsprechend ermäßigt.
Da die Kreditrestriktion seitens der Reichsbank praktisch bereits in der ersten Hälfte des Monats Juni nicht mehr durch ge- führt worden ist, konnten die Danken der Rückgängigmachung ihres vor einem Monat gefaßten Beschlusses der Erhöhung ihrer Debetzinsen nähertreten. Bereits damals war von den Banken in Aussicht gestellt worden, die Debetzinsen wieder in ihre normale Relation zum Reichsbankdiskont zu bringen, sobald der Geldmarkt sein normales Aussehen wieder gewonnen habe. Da inzwischen in erheblichem Maße Auslandgelder, die seinerzeit zurückgezogen wurden, nach Deutschland zurückgeflossen sind, ist den Banken ihr Entschluß auf Zinssenkung sogar zu einer Pflicht geworden, um die billigeren Auslandkredite der Wirtschaft wieder voll zugängig zu machen. Für die Reichsbank selbst, die bisher offiziell die Aufhebung der Kreditrestriktion nicht bekanntgegeben hat, ist der Entschluß der Banken von weitgehender Bedeutung. Denn die Entlastung des Reichsbankstatus kann nunmehr schneller vor sich gehen, wenn die Banksätze nicht meht zwei Prozent über dem Reichsbankdiskont liegen. Die günstige Prognose, die wir letzthin der Entwicklung des Geldmarktes gestellt haben, findet in dem Vorgehen der Danken ihre Bestätigung, auch die Reichsbank dürste in diesem Vorgehen den ersten Schritt zur Wiederherstellung eines erträglichen Zins- niveaus für die Wirtschaft sehen. Die internationale Geldmarktlage ist zur Zeit so beschaffen, daß sogar die Frage einer D i s - kontermähigung seitens der Reichsbank in den Vordergrund rückt. In Reuhork sind die Geldverhältnisse als leicht zu bezeichnen. Es ist infolgedessen nicht ausgeschlossen, daß schon in allernächster Zeit, natürlich nach Abwicklung des Halbjahrultimos, die Reichsbank einer Diskont- ermäßigung nähertreten wird, die zwecks Entlastung der Wirtschaft im Interesse eines Konjunkturantriebs nur zu sehr erwünscht wäre.
Rindermartt in Gießen.
Gpielvereimgung 1900 Gießen.
Die Ligamannschofl gewinnt in Wetzlar 5:1 (1:1).
ö. Die Gießener Mannschaft mußte für dieses Spiel eine Umstellung vornehmen und außerdem auch Ersatz einstellen. Trotzdem war 1900 dem Gastgeber technisch sehr überlegen. Sobald die Gießener das Spiel flach gestalteten, lief der Ball von Mann zu Mann, und nur mit vereinter, oftmals verstärkter Abwehr konnte der Wetzlarer Sportverein fast sicher scheinende Erfolge der Gäste verhindern. Das Spiel war für ein Freundschaftsspiel viel zu hart, jedenfalls härter, als das letzte in Wetzlar ausgetragene Derbandsspiel, bei dem es um die Punkte ging. Zwei zu Beginn gegebene Elfmeter gegen 1900 führten zu nichts: der erste ging über die Latte und den zweiten hielt Sack in ausgezeichneter Manier. Dann gestaltete 1900 das Treffen bis zur Pause fortgesetzt überlegen, konnte aber trotz zeitweisen heftigen Drängens und ausgezeichneter Chancen nur zu einem Treffer kommen, den Wetzlar aber noch vor dem Wechsel ausglich. Rach der Pause legte Wetzlar kräftig los. Die Angriffe waren aber zu durchsichtig angelegt, so daß meist die beiden Gießener Verteidiger allein mit ihnen fertig wurden: was weiter kam, wurde eine sichere Deute des vorzüglich arbeitenden Torhüters. In systemvollen Angriffen trugen die 1900er den Dail vor das Wetzlarer Tor und' brachten zahlreiche wuchtige Torschüsse an. Der Torwart des Platzvereins wehrte manche brenzliche Sache ab, aber auch die Gebrüder Denner in der Verteidigung spielten recht aufopfernd. Dalser, der Schütze des ersten Tores, erhöhte bald auf 2:1 für Giehen. In der letzten Viertelstunde schoß Graubner das dritte und vierte Tor, denen fast mit dem Schlußpfiff Dalser den fünften Treffer anreihte. Gegen Spielende erlahmte der Wetzlarer Widerstand fast ganz. Die Gesamtleistungen litten sehr unter der Dodenglätte infolge des vorausgegangenen Regens.
1900s Ligareservemannschaft blieb aus dem Sportplatz an der Liebigshöhe über Cölbes »erste Mannschaft mit 2:1 sicherer Sieger, obwohl die Mannschaftsaufstellung der Gießener recht schwach genannt werden kann.
Die dritte Mannschaft schlug die zweite Elf Cölbes recht hoch mit 5:0 Treffern. Der Sieg der Gastgeber soll allerdings etwas zu hoch ausgefallen sein. Die Lleberlegen- heit der Gießener war nicht so groß, wie das Resultat ausdrückt. 1900 war aber vor dem Tore weit entschlossener.
Sp.-Vg. 1900 — Ltniversität Gießen.
ö. Dieses Treffen wird am morgigen Mittwochabend ausgetragen. Die Llniversität Gießen tritt damit erstmals in diesem Jahre mit einer Fußballmannschaft an die Öffentlichkeit. 1900 wird aus seiner Ligaelf drei Spieler (Studenten) der Tlniversitätself abtreten, kann diese aber bestens ersetzen. Die Studentenmannschaft verfügt aber auch sonst noch über ausgezeichnete Kräfte (Mittelläufer!), so daß es wohl zu einem ausgeglichenen Spiel kommen wird, bei dem man recht ansprechende Leistungen erwarten kann. Der Ausgang ist nicht vorauszusagen. 1900 genießt den Vorteil des eigenen Platzes.
V. f. B.
Alsfeld sagte das für vorigen Sonntag vereinbarte Rückspiel noch am Samstag ab, so daß die Ligamannschaft ohne Spiel blieb.
Die Ligareserve fertigte die E r st e H o m- bergs mit 6:3 ab. Bei der (Beurteilung des Resultats ist allerdings zu berücksichtigen, daß die D. f. B.-Elf durch zwei Ligaspieler verstärkt war und die Gäste nur mit zehn Mann einschl. eines Spielers der V. f. D.-Liga antraten. In der ersten Halbzeit wurde von beiden Seiten sehr lahm gesbielt. Gießen war wohl technisch überlegen, jeooch ließ die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen sehr zu wünschen übri^. Rach dem Wechsel klappte es bedeutend besser. Die Einheimischen zeigten eine ansprechende Kombination, gegen die die Gäste nicht aufkamen. Das Schlußresultat entspricht dem Spielverlauf.
Die dritte Mannschaft hatte in der P o k a l k o n ku r r e nz des Daubringer Sportfestes drei Spiele zu bestreiten, die sie alle drei gewann und damit P o k als i eg er wurde. Wenn auch die Siege sämtlich mit dem knappsten aller Resultate 1:0 erkämpft wurden, so waren sie nichtsdestoweniger vollauf verdient. In der Vorrunde stand die D. f. B. - E l f Q u e ck- b o r n gegenüber, das, körperlich in guter Verfassung, seine spielerische Unterlegenheit durch erhöhten Eifer und vollen Einsatz seiner größeren Körperkraft fast auszugleichen vermochte und Gießen vor eine schwere Aufgabe stellte.
das sich gegen Schluß darauf beschränkte, das l:0-Resultat zu halten. In der Zwischenrunde hatte V. f. D. die erste Mannschaft ®rün» b e rgs, die in die 1. Gauklasse, also eine Klasse höher, eingestuft ist als D. f. D., zum Gegner und schlug nach hartem und zähem Kampfe auch diesen mit 1:0. Anschließend muhte Giehen sofort gegen R i e d e r w a l g e r n s erste Mannschaft zum Endspiel antreten. Der Gegner ist Meister seiner Gruppe in der 2. Gauklasse und als sehr spielstark anzusprechen. Rur unter Aufbietung aller Energie gelang es V. f. B., kurz vor Spielende, Sieg und Pokal sicherzustellen. In Anbetracht der Spielstärke der beiden letzten Gegner muh man die Gesamtleistung der V. f. V.- Mannschaft als sehr gut bezeichnen.
Tennis.
Giehen — Bad Homburg 11:7.
Eine kombinierte Mannschaft des Giehener Clubs hatte am Sonntag die 1. Mannschaft des Tennis-Clubs Bad Homburg zum Gegner. Der Sieg der Gießener Mannschaft ist diesmal hauptsächlich auf das gute Abschneiden der Gießener Damen zurückzuführen, die ihren fast durchweg recht spielstarken Gegnerinnen mit 4:1 das Rachsehen geben konnten.
Bei den Herren mußte sich Dr. Schopper in hartem Dreisahkampf seinem Homburger Gegner Haas beugen. Scriba und v. Grolman konnten ihre Spiele ziemlich leicht gewinnen. Müller und Schühler verloren nach Kampf knapp.
Frau Dumur und Frl. Berg konnten nach schönem Spiel knapp siegen. Geringer war der Widerstand, den Frl. Li Stückrath und Frl. Lo Stückrath bei ihren Gegnerinnen fanden. Rur Frl. Kuhlmann, der das weiche Spiel von Frl. Lauenstein nicht zusagte, verlor knapp in 3 Sätzen.
Im Herren-Doppelspiel waren Dr. Schopper- Scriba und v. Grolman-Sack erfolgreich.
Das erste Mixed spielten Frl. Derg-Dr. Schopper, die ebenso wie Frl. Li Stückrath-v. Grolman und Frl. Lo Stückrath-Sack ihr Spiel gewannen.
Gießen siegte mit 11:7 Punkten, 24:17 Sätzen, 217:195 Spielen.
Wirtschaft.
Weitere Besserung des Reichsbankstatuts.
Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 22. Juni hat sich die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Reichsschahwechseln, Lombards und Effekten in der vergangenen Dankwoche um 184,1 Millionen auf 2667 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Destände der Dank an Wechseln und Schecks um 128,4 Millionen auf 2427,1 M llionen Mark, die Bestände an Reichsschahwechseln um 22,5 Millionen auf 54,4 Millionen Mark und die Lombardbestände um 33,2 Millionen auf 92,6 Millionen Mark abgenommen.
An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 140,2 Millionen Mark in die Kassen der Bank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 123,1 Millionen auf 4068,7 Millionen Mark und der Umlauf an Rentenbankscheinen um 17,1 Millionen auf 435,5 Millionen Mark vermindert. Ein Betrag von 6,7 Millionen Mark an Rentenbankscheinen wurde getilgt. Dementsprechend belaufen sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 29,4 Millionen Mark. Die fremden Gelder haben um 23,4 Millionen auf 579,2 Millionen Mark abgenommen.
Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen insgesamt sind um 12,2 Millionen auf 2095,1 Mlllionen Mark angewachsen, und zwar weisen die Bestände an deckungsfähigen Devisen eine Zunahme um 12,2 Millionen auf 330,7 Millionen Mark und 'die Goldbestände eine Abnahme um 55 000 Mk. auf 1764,3 Millionen Mark auf. Die Deckung der umlaufenden Roten durch Gold allein besserte sich von 42,1 Prozent in der Vorwoche auf 43,4 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 49,7 Prozent auf 51,5 Prozent.
Ermäßigung der Bankzinsen.
Wie WTD.-Handelsdienst erfährt, hat die Berliner Stempelvereinigung vor einigen Tagen den auswärtigen Bankvereinigungen vorgeschlagen, mit Wirkung vom 30. Juni 1 929 den nur als Liebergangsmaßnahme gedachten starren Sollzinssatz von 9,5 Prozent p. a. aufzuheben und den Sollzinssatz von 1 P r o z e n t über Reichsbankdiskontsah wieder einzuführen, damit also eine Ermäßigung der Sollzinsen um 1 Prozent eintreten zu lassen. So
wurde berichtet, daß nach der Lleberwinöung der harten Wintermonate die Llmsätze der ersten fünf Monate die der entsprechenden Vorjahrsmonate erreicht hätten, wobei sich der Derlust- vortrag nicht verändert habe. Die finanzielle Situation der Gesellschaft habe eine kleine Erleichterung erfahren. Voraussagen über die weitere Entwicklung deS neuen Geschästsjähres seien jedoch untunlich. In der anschließenden Diskussion kam eine große Anzahl von Kleinaktionären zu Worte, die Vertagung der G.-D. und Einsetzung einer Revisionskommission zur Prüfung der Bilanz und der Frage der Regreßmög- lichkeit der Verwaltung beantragten. Besonders wurden Vorschläge vermißt über die Schritte, die man zur Gesundung zu tun beabsichtige. Die Verwaltung erklärte, daß sie noch keine diesbezüglichen Mitteilungen machen könne. Die Anträge der Kleinaktionäre wurden sodann gegen deren Stimmen abgelehnt und der Abschluß mit dem gleichen Stimmverhältnis genehmigt.
* Belegschaftsverminderung in der Zuckerfabrik Frankenthal. Die zu den Süddeutschen Zuckerfabriken A.-G., Mannheim, gehörende Zuckerfabrik Frankenthal, die bisher 1100 Arbeiter beschäftigte, muß wegen Beendigung der Kampagne etwa die Hälfte ihrer Belegschaft entlassen. Eine ganzjährige, volle Durchführung des Betriebes ist nicht möglich.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 25. Juni. Tendenz geschäftslos. — Zum heutigen Liquidationstag war die Spekulation sehr zurückhaltend, doch werden zur Ueberwindung keine Schwierigkeiten erwartet, da am Geldmarkt wider Erwarten eine leichte Entspannung eintrat. Auch war der Engagementsumfang nicht groß, so daß das herauskommende Material keine großen Aufnahmeschwierigkeiten fand. Die Tendenz war nicht unfreundlich, es ergaben sich sogar kleine Besserungen bis zu 1 v. H. gegenüber der gestrigen Abendbörse. Nur Zellstoff-Aktien waren stärker angeboten und büßten bis zu 2,5 v. $). ein. Am Elektromarkt bestand für Siemens, Schurkert, Licht 6: Kraft und Chade-Aktien einiges Interesse bei leicht erhöhten Kursen. AEG. und Gesfürel eröffneten dagegen bis 0,5 o. H. schwächer. Im großen und ganzen war man zuversichtlich, da der heute erschienene Reichs- bankausweis eine weitere Entlastung aufweift. Das Geschäft erfuhr aber keine nennenswerte Belebung, da Auslandorders auch von privater Seite fast kaum Vorgelegen haben dürften. Am Chemiemarkt war ebenfalls eine Beruhigung festzustellen. Das Angebot schrumpfte erheblich ein, und Farben eröffneten' fast ohne Verlust: es muß hier der Dividendeabschlag in Betracht gezogen werden. Für Montanwerte konnte sich weiter einiges Interesse erhalten. Hier regte vor allem die Der- bindlichkeitserklärung des Schiedsspruches im Ruhrbergbau an. Bei vermehrtem Umsätze gewannen Klöckner 1,5 v.H., Mannesmann, Phönix, Rhein- ftahl und Gelsenkirchen bis 1 v. S). Kaliwerte lagen uneinheitlich. Aschersleben eröffneten 0,5 und Westeregeln 1,5 v. S). niedriger. Salzdetfurth zogen bis 1,5 d. $). an. Bankwerte zumeist gut gehalten. Reichs- bankanteile gesuchter und 1,5 v.H. fester. Auch in Glanzstoffaktien kam heute kaum Material heraus, es bestand eher Nachfrage bei einer Besserung bis zu 1,5 d. S). Etwas gefragter waren noch Deutsche Linoleum plus 2 o. H. und am Automarkt Adlerwerke, die etwas anziehen konnten. Daimler dagegen vernachlässigt. Renten still. Deutsche Anleihen etwas nachgebend. Von Ausländern Anatolier weiter erhöht. Im Verlaufe war die Umsatztätigkeit weiter gering. Nur für Montanwerte erhielt sich die Nachfrage bei weiter kleinen Besserungen. Elektroaktien eher leicht gedrückt. Farben gut gehalten. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld auf 7,5 v. H. erhöht. Monatsgeld war mit 9,25 bis 10,25 v. S). eher zu haben. Am Devisenmarkt war die Mark angeboten und schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1958, gegen Pfund 20,3425, London gegen Kabel 4,8479, gegen Paris 123,96, gegen Mailand 92,66, gegen Madrid 34,25, gegen Holland 12,0725.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 25. Juni. Am heutigen Produktenmarkt war die Tendenz fest. Anregend wirkten die weiter stark erhöhten Auslandnotierungen, doch boten diese keine besondere Geschäfts- anregung, da heute nur Rebenmarkt war. Etwas regeres Interesse bestand für Weizen, Roggen und besonders Weizenmehl, das bis zu 0,50 Mk. anziehen konnte. Auch Roggenmehl war etwas reger umgeseht. Am Futtermittelmarkt konnte Mais für Futterzwecke weiter Interesse auf sich lenken. Es wurden notiert: Weizen 24, Roggen 22, Sommergerste für Brauzwecke 23, inl. Hafer 22, Mais (gelb) für Futterzwecke 20,50, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33,50, Roggenmehl 29 bis 29,75, Weizenkleie 10, Roggenkleie 11,25 Mark. Tendenz: befestigt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
Frankfurt a.M
Berlin
Schluß- Kurs
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Schluß- Kurs
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Datum
24 6.
25-6.
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4% Ungarische Goldrte.
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—
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1,9
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Frankfurt a M
Berlin
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Datum
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Ludw. Loerve.......10
—
—
206,5
205,5
fiat. Automobil.......0
—-
—
27,5
27,25
Lrenstem 4 Koppel.....6
—
—
91,25
90,25
Leonhard Tietz.......6
—
—
279
276,75
Bamag-Meguin ....... 0
—
—
Franks. Maschinen ...... 6
47,5
—
48,5
—
Gritzner....... . 11
72
—
71
——
Heyligenstaedt ....... 0
FunghanS..... 4
Lechwerke.........8
73
106
I I 1
733
I 11
Mainkrastwerks.......8
106,13
—
—
_
Miaq...... 10
122
—
121,9
122
fiekariulmer........8
—
Peters Union ........ 8
127., 5
127,75
Gebr. Roeder ....... 10
115,5
_
Boigt 4 Haeffner......8
220
_
221,5
Cüdd. Zucker........8
144,75
—
145
—
Banknoten
_______Berlin. 24. Funi
(Selb
Brief
Ameritatniche Noten.....
4,168
47758
Belgische Noten........
58,10
58,34
Dänische Noten ........
111.98
Englische Noten........
20,26
20^34
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Berlin, 24. Juni
Geld
Brief
Französische Noten.....
Holländische Noten......
16,375
167,91
16,435
168,59
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Druttch-Oesterr,-iao Kronen
21,915
21,995
111,28
111,72
58,92
59,16
Rumänische Noten......
2,485
2,505
Schwedische Noten.....
112,03
112,47
Schweizer Noten.......
80,58
80,90
Spanische Noten.......
58,93
59,17
Tschechoslowakische Noten . .
12,40
12,46
Ungarische Noten
72,78
73,08
24. Juni
25- Juni
Amtliche Noneruny
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Amst.. Ron.
168,13
168,47
168,36
168,70
Buen.-AireS
1,754
1,758
1,757
1,761
Brff.-Antw.
58,10
58,22
58,21
58,33
Lhriftianio •
111,53
111,75
111,69
111,91
Kopenhagen
111,51
111,73
111,66
111,88
Stockholm .
112,20
112,42
112,33
112,55
Helstngfors.
10,522
10,542
10,536
10,556
Italien. . .
21,90
21,94
21,935
21,979
London. . .
20,296
20,336
20,325
20.365
NetWork . .
4,187
4,195
4,1925
4,2005
Paris....
16,37
16,41
16,395
16,435
Schweiz . .
80,575
80,735
80,655
80.815
Spanien .
59,22
59,34
59,26
59,38
Japan .. . Rio de Jan.
1,838
1,842
1,833
1.842
0,496
0,493
0,496
0,498
Dien in D-- Oest. abgesl
58,84
58,96
58,94
59.06
Prag Belzrad . .
12,408
12,428
12,425
12,445
7,359
7.373
7.369
7,388
Budapest. .
72,98
73,12
73,08
73,22
Bulgarien
3,027
3,033
3,027
3,033
Lissabon
18,73
18,77
18,73
18,77
Tanüg. . . flonftanttn.
81,16
2,018
81,32
2,022
81,27
2,023
81,43
2,027
Alben. .
5,425
5,435
5.425
5,435
Kanada
4,152
4,160
4,156
4,162
Urn uav.
4,026
4.034
4.036
4,044
Eairo . .
20,817
20,857
20,848
20,863


