Tumen, Sport und Spiel.
Gießener Rudergesellschast 1827
Bei der am Sonntag in Kassel stattgehabten Regatta konnten die Jungmannen der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 durch ihren Sieg im Leichtgewichts-Vierer wieder einen schönen Erfolg erzielen. Trotz ungünstigen Startes, bei dem sie etwa 3 Längen verlören hatte, gelang es der Mannschaft durch fortgesetztes Spurten, ihre Gegner, Deutschland- Hannover und Rudersport-Gießen, niederzu- kämpfen. Rach scharfem Rennen, das durch heftigen Gegenwind sehr erschwert wurde, ging das Voot mit i/4 Länge vor Deutschland-Hannover als erstes durchs Ziel.
Leichtathletik der Sp.-Sg. 1900.
1900 dominiert in Frankenberg.
ö. Der Sportverein .Hessen“ 19 11 Frankenberg wickelte am Sonntag seine fünften nationalen Wettkämpfe ab. Dank der Rührigkeit des Veranstalters nahmen die Wettkämpfe auch in diesem Jahre wieder einen glatten Verlauf und zeitigten schönen Sport. Durch das Ausbleiben der Kasseler Vereine war die Konkurrenz nicht ganz so zahlreich wie in den Vorjahren, im übrigen wurden die Leistungen mitunter stark durch die schlechte Witterung beeinflußt. Eine imposante Leistung boten die am Start erschienenen Vertreter der Spielvereinigung 1900 Gie - ßen, die sowohl in der aktiven, wie in der Jugendklasse den weitaus größten Teil der Wettbewerbe an sich brachten. Besonders beachtenswert ist, daß die 1900er sämtliche ausgeschriebenen Staffeln gewannen.
Nachstehend die in Betracht kommenden Konkurrenzen:
Klasse I:
100 Meter: 1. Guyot, 1900, 11,3 Sek.; 2. Hopfenmüller, 1900, 11,8 Sek.; 3. Wolf, Altenlotheim, 13 Sek.
400 Meter: 1. Guyot, 1900, 58 Sek.; 2. Range, Fritzlar, 59,2 Sek.; 3. Mieschalk, Corbach, 59,4 Sek. Grasbahn und Gegenwind ließen keine besseren Zeiten zu.
Weitsprung: 1. Seipp, 1900, 6,30 Meter; 2. Guyot, 1900, 5,67 Meter; 3. Schmidt, 1900, 5,30 Meter.
Kugelstoßen: 1. Gary, Marburg, 11,42 Meter; 2. Vesper, Münden, 10,70 Meter; 3. Hopfenmüller, 1900, 9,75 Meter.
Speerwerfen: 1. Dr. Schlotthauer, Fritzlar, 45,10 Meter; 2. Guyot, 1900, 45,95 Meter; 3. Hartmann, Corbach, 41,80 Meter. Daß Guyot nur 15 Zentimeter hinter dem Bezirksmeister blieb, ist sehr beachtlich.
Dreikampf: 1. Seipp, 1900, 124 P.; 2. Guyot, 1900, 91 P.; 3. Schmidt, 1900, 65 P.
Klasse II:
200 Meter: 1. Guyot, 1900, 25 Sek.; 2. Seipp, 1900, 25,2 Sek.; 3. Becker, Fritzlar, 25,3 Sek.
1500 Meter: 1. Bepperling, 1900, 4:51,6 Min.; 2. Schäfer, 1900, 4:56,1 Min.; 3. Wolf, Fritzlar, 5,02 Min.
Hochsprung: 1. Seipp, 1900, 1,55 Meter; 2. Hopfenmüller, 1900, 1,45 Meter; 3. Kohlberg, Herzhausen, 1,30 Meter. Seipp sprang nicht aus infolge Fußverletzung.
Diskus: 1. Gary, Marburg, 33,80 Meter; 2. Seipp, 1900, 29,60 Meter; 3. Vesper, Münden, 28,90 Meter.
Klasse III:
100 Meter: 1. Hopfenmüller, 1900, 11,8 Sek.; 2. Richtberg, 1900, 12,1 Sek.; 3. Schmidt, 1900, 12,2 S.'künden.
400 Meter: 1. Wolf, Fritzlar, 61 Sek.; 2. Knigge, 1900, 62,1 Sek.
Weitsprung: 1. Vesper, Münden, 5,93 Meter; 2. Knigge, 1900, 5,68 Meter; 3. Schlömer, Corbach, 5,44 Meter.
M'taWmMon.
Roman von Edgar Wallace.
10 Fortsetzung Nachdruck verboten
Wenige Augenblicke stand sie bewegungslos auf der Türschwelle. Dann hörte sie einen leichten Fußtritt auf der Treppe und gab Feuer. Ein Angstgeheul, und hastige Füße polterten die Treppe hinunter. Rur einen Augenblick zögerte sie, dann flog sie selbst hinterher. Sie hörte das Poltern auf den unteren Treppenabsätzen, dann das Oeffnen der Tür. Als sie atemlos unten ankam, fand sie die Tür offen. Riemand war zu sehen.
Sie verbarg den Revolver in den Falten ihres Kleides und trat auf die Charing Croß Road hinaus. Um diese Zeit waren wenige Fußgänger in Sicht, und vergebens spähte sie nach ihrem Angreifer umher. Ein leichtes Lieferauto einer Wäscherei fuhr gerade vorbei, und die einzige Person, die sie in ihrer Rähe sah, war ein alter, blinder Mann. „Tap — tap — tap —" klopfte die eiserne Zwinge seines Stockes auf das Pflaster, als er mühselig und langsam vorwärts stolperte.
„Ein armer Blinder", jammerte er. „Habt Mitleid mit einem armen Blinden!"
11.
„Sunnh," sagte Larry zu seinem Diener, „London ist eine fürchterliche Stadt."
„Das glaube ich auch, Sir", stimmte Mr. Patrick Sunny bei.
„Aber London besitzt auch einen strahlenden Lichtpunkt, der die tiefe Trostlosigkeit und Verkommenheit dieser Riesenstadt durchbricht."
„Da bin ich ganz Ihrer Meinung, Sir. Das ist mir auch schon öfter ausgefallen. Ich gehe auch sehr gern in das Kino."
„Wer spricht denn von Kinos!" fuhr ihn Larry an. „Richts lag meinen Gedanken ferner als die Kinos. Ich dachte an etwas anderes, an etwas Geistiges."
„Wünschen Sie vielleicht einen Whisky und Soda, Sir?" fragte Sunny, der sich lieber auf realem Boden bewegte.
„Scheren Sie sich raus!" brüllte Larry und schüttelte sich vor Lachen. „Raus mit Ihnen, Sie unglaublicher Materialist. Machen Sie, daß Sie in das Kino kommen."
„Ja, Sir." sagte Sunny ehrerbietig, „aber es ist schon ein bißchen spät."
„Dann gehen Sie ins Bett. - Halt. Dringen Sie mir meine Schreibmappe."
Er trug bequeme Hauskleidung — Schlafrock, ein Paar alte Criquethosen und weiches Hemd — und stopfte seine geliebte Pfeife mit einem Gefühl physischen Wohlbehagens.
Jugend, Jahrgang 11/12:
200 Meter. 1. Balser, 1900, 26 Sek.; 2. Schuz, 26,2 Sek.; 3. Schickedanz, 1900, 26,4 Sek.
Hochsprung: 1. Balser, 1900, 1,55 Meter; 2. Speicher, Münden, 1,45 Meter; 3. Schütz, Münden, 1,40 Meter.
Stabhochsprung: 1. Jung, 1900, 3,02 Meter; Kutsch, Wetter, 2,50 Meter; 3. Brand, Münden, 2,05 Meter. Die 3,02 Meter von Jung sind für einen Jugendlichen ganz ausgezeichnet.
Speer: 1. Gräf, 1900, 42,80 Meter; 2. Jung, 1900, 42,40 Meter; 3. Müller, 1900, 40,10 Meter.
Jugend, Jahrgang 13 u. jung.:
100 Meter: 1. Koch, 1900, 12 Sek.; 2. Balz, Fran- kenberg, 12,3 Sek.; 3. Gebhardt, Fritzlar, 12,4 Sek. Koch hat sich prächtig entwickelt.
Weitsprung: 1 Gräf, 1900, 5,09 Meter; 2. Balz, Frankenberg, 5,06 Meter; 3. Wagner, Frankenberg, 4,84 Meter.
Kugelstoßen: 1. Koch, 1900, 10,40 Meter; 2. Gräf, 1900, 9,85 Meter; 3. Flock, Fritzlar, 9,80 Meter.
Staffeln:
4X100-Meter-Staffel offen: 1. Sp. Vgg. 1900 Gießen 50,2 Sek.; 2. Sportv. Fritzlar 52 Sek. 1900 gewann mit Guyot, Richtberg, Seipp, Hopfenmüller die Staffel und damit endgültig den Wanderpreis. Das Rennen wurde im Regen gelaufen, auch find auf der Frankenberger Bahn die spitzen Kurven hinderlich.
4X400-Meter-Staffel offen: 1. Sp Vgg. 1900 Gießen 3,59 Min.; 2. Sportv. Fritzlar 4,08 Min. Die siegreichen 1900er liefen mit Knigge, Bepperling, Peters, Guyot.
3X1000-Meter-Staffel offen: 1. Sp. Vgg. 1900 Gießen 8,50 Min.; 2. Sportv. Corbach 20 Meter zurück. Der Ersatzmann Schäfer bewährte sich bei den Spielvereinigungsleuten recht gut. Bepperling und Peters taten das übrige.
4X100-Meter-Staffel, Jugend: 1. Sp. Vgg. 1900 Gießen 50,4 Sek.; 2. Sportv. Fritzlar 56 Sek. Die 1900er, in der Aufstellung Koch, Schickedanz, Balser, Schüz, liefen und wechselten ausgezeichnet.
D. f. B.-Leichtathletik.
Die v f. D. Jugend verliert den 6lub;weikampf gegen B. f. £. Wetzlar nur mit 84:114 Punkten.
Die Veranstaltung der Leichtathletik-Abteilung des V. f. B. am Sonntag stand im Zeichen denkbar ungünstigen Wetters. Daß trotzdem die Leistungen im allgemeinen recht gut waren und die Kämpfe sich flott abwickelten, stellt allen Beteiligten ein gutes Zeugnis aus. Für den gesamten V. f. B. war die Veranstaltung insofern ein Ereignis, als zum erstenmal eine Leichtathletik-Jugendabteilung auf eigenem Platze zum Wettkampf antrat. Eine besondere Bedeutung erhielt die Veranstaltung durch die Mitwirkung von Paulus, der bei seinen Schauwürfen trotz des kalten und regnerischen Wetters die glänzende Leistung von 45,28 Meter (seine diesjährige Bestleistung) erzielte. Nachfolgend die Kon- kurrenzen:
Kl. A, Iahrg. 1911/12: 100 Meter: 1. Marx, Wetzlar, 11,9; 2. Schick, Wetzlar, 12; 3. Gruber, 23. f. 23., 12,5; 4. Frhr. v. Rotenhan, 23. f. 23., 12,7 Sek. — 2 00 Meter: 1. Marx, Wetzlar, 25; 2. Schick, Wetzlar, 25,1; 3. Gruber, V. f. B., 25,6; 4. Frhr. o. Rotenhan, 23. f. 23., 25,9 Sek. — 3000 Meter: Abe, Wetzlar, 10,49; 2. Rübsamen, 23. f. 23., 10.52; 3. Waldschmidt, Wetzlar, 10:52,4; 4. Müller II., 23. f. 23., 10,58 Min. In diesen Konkurrenzen war Wetzlar den Einheimischen durchweg körperlich stark überlegen. — Hochsprung: 1. Schick, Wetzlar, 1,60; 2. Gruber, D. f. B., 1,60 (durch Stechen entschieden); 3. Kuhlmann, Wetzlar, 1,50; 4. Frhr. v. Rotenhan, 23. f. 23., 1,40 Meter. — Speerwerfen: 1. Schick, Wetzlar, 38,48; 2. Schmalz, Wetzlar, 36,48; 3. Gruber, V.f.B., 36,08; 4. Luh, 23. f. 23., 31,68 Meter. Gruber warf den Speer einmal an die 40-Meter-
„Glauben Sie mir, Sunnh," sagte Larry nachdrücklich, „es gibt eine gaiue Menge Plätze, die noch schlechter sind, als Lonoon an einem schönen Frühlingstage, wenn Ihr Herz —"
Ein leichtes Ratt-Ratt-Ratt ließ sich an der Wohnungstür hören. „So spät noch Besuch!" wunderte sich Larry. Don Scotland Vard konnte es niemand fein, denn die Herren von Scotland Vard bedienen sich recht häufig des Telephons, manchmal sogar zu häufig.
„Ich glaube, es ist jemand an der Tur, Sir," sagte Sunny.
„Da haben Sie ein seines Stück geistiger Arbeit geleistet," meinte Larry. „Machern Sie doch auf.“
Er wartete und hörte einen kurzen Austausch von Fragen und Antworten. Der Besucher war eine Frau, und bevor er überlegen konnte, wer es war, öffnete sich die Tür und Diana Ward kam in das Zimmer. An ihrem Gesicht sah er, daß etwas vorgcsallen sein muhte.
„Was ist passiert?" fragte er hastig. „Hat der Mann Sie nochmal belästigt?"
„Welcher Mann?" fragte sie erstaunt.
„Flimmer Fred."
„Ich weiß nicht, ob es Flimmer Fred war," sagte sie kopfschüttelnd. „Aber wenn er ein ganz besonders unangenehmer Mensch ist, wird er es wohl gewesen fein."
„Sehen Sie sich doch, bitte. Ich wollte gerade Kaffee trinken — darf ich Ihnen eine Tasse anbieten? Sunnh, bringen Sie zwei Tassen."
„Ja, Sir," sagte Sunnh und fügte dann bedeutungsvoll hinzu: „Wünschen Sie, daß ich in das Kino gehe?"
Larrh errötete ärgerlich.
„Bringen Sie den Kaffee, Sie — Sie," stotterte er; und zu Diana: „Run, was gibt es denn?"
Ohne weitere Umschweife berichtete das junge Mädchen ihr Abenteuer, und Larry horte mit ernstem Gesicht zu.
„Sie sagen, er war groß und dick? — Dann scheidet Fred aus. Rehmen Sie an, daß es ein Einbrecher war, den Sie durch Ihr unerwartetes Eintreffen gestört haben?"
„Das glaube ich nicht." Diana schüttelte energisch den Kopf. „Ich habe die Lieberzeugung, daß es ein sehr ernst gemeinter Angriff war. rr 15 in meine Wohnung zurückkam, habe ich alle Räume genau durchsucht. Im Eßzimmer, wohin ich unter gewöhnlichen Umständen zuerst gegangen wäre, habe ich einen großen Wäschekorb gesunden."
„Emen Wäschekorb?" fragte Larry verwundert.
Sie nickte.
„Er war mit einer Art Polsterung dick auS- geschlagen, und auch der Deckel war gefüttert. Das hier habe ich im Korb gefunden."
Marke, konnte den Wurf jedoch nicht gewertet bekommen. — 4X100 Meter: 1. Wetzlar 50,2; 2. 23. f. B. 52,4 Sek.
Kl. B, Iahrg. 1913/14: 100 Meter: 1. Körber, Wetzlar, 12,9; 2. Kuhlmann, Wetzlar, 13; 3. Kirch- Heimer, 23. f. 23., 13,1; 4. Steuerwald, 23. f. 23., 13,2 Sek. — 300 Meter: 1. Kuhlmann, Wetzlar, 43; 2. Körbers Wetzlar, 44,2; 3. Stroh, 23. f®., 47; 4. Hellmeyer, 23. f. 23., 49 Sek. — Weitsprung: 1. Steuerwald, D. f. B., 5,08; 2. Kuhlmann, Wetzlar, 5,03; 3. Körber, Wetzlar, 4,99; 4. Bildhäuser, 23. f. 23., 4,72^Meter. — Kugelstoßen: 1. Körber, Wetzlar, 11,20; 2. Waldschmidt, Wetzlar, 10,78; 3. Steuerwald, V. f. B., 9,72; 4. Luh, V.f.B., 9,13 Meter. — Diskus: 1. Körber, Wetzlar, 34; 2. Waldschmidt, Wetzlar, 26,25; 3. Luh, V. f. B., 25,48; 4. Schweitzer, 23. f. 23. — 4X100-Meter: 1. 23. f. 23. 51,1; 2. Wetzlar 51,2. Für V. s. B. liefen Steuer- wald, Hellmeyer, Stroh, Kirchheimer; wenn die Staffel in dieser Besetzung bleibt, wird sie noch von sich hören machen.
Kl. C, Iahrg. 1915/16: 100 Meter: 1. Born- schlegel, Wetzlar, 14,2; 2. Paulus, V. f. B., 14,3; 3. Ludwig, Wetzlar, 14,5; 4. Happ, D. f. B., 14,8 Sek. Paulus führte über die ganze Strecke, ließ sich aber im Ziel abfangen. — Weitsprung: 1. Göbel, Wetzlar, 4,46; 2. Paulus, 23. f. 23., 4,18; 3. Ludwig, Wetzlar, 4,03; 4. Happ, V.f.B., 3,78 Meter. — 4X50- Meter: 1. Wetzlar, 28,3; 2. 23. f. 23., 30 Sek.
Kl. v, Iahrg. 1917/18: 50 Meter: 1. Weyl, V. f. B., 8,1; 2. Küpper, 23. f. 23., 8,2; 3. Franz, Wetzlar, 8,4; 4. Ganillscheg, Wetzlar, 8,5 Sek. — Weitsprung a. d. St.: 1 Weyl, 23. f. 23., 1,95; 2. Steuerwald II., 23. f. 58., 1,86; 3. Franz, Wetzlar, 1,75; 4. Mayrand, Wetzlar, 1,73 Meter. — Speerwerfen: 1. Schäfer, 23. s. 23., 20,80; 2. Franz, Wetzlar, 15,86; 3. Weyl, 23. f. 23., 15,20; 4. Freitag, Wetzlar. — 4X50 Meter: 1. V. f. B. 32,1; 2. Wetzlar 32,7 Sek.
Kl. E, Iahrg. 1919: 50 Meter: 1. Ganillscheg, Wetzlar, 8; 2. Hörder, V.f.B., 8,4; 3. H. Fischer, 23. f. 58., 8,5; 4. Königstein, Wetzlar, 8,8 Sek. — Weitsprung a. d. St.: 1. Ganillscheg, Wetzlar, 1,78; 2. H. Fischer, 23. f. 58., 1,67; 3. Königstein, Wetzlar, 1,63; 4. Wedel, 23. f. 58., 1,55 Meter. — 4X50-Meter: 1. 23. f. 58. 33,3; 2. Wetzlar 33,8 Sek.
Während 23. f. 58. vor kurzem noch in Wetzlar bei einem Gesamtpunktverhältnis von 59:91 nur drei Siege erringen konnte, gelangen ihm diesmal bei 85:114 Punkten schon 7 Siege. Jedenfalls darf die Abteilung und der 58eretn stolz sein auf die wohl- gelungene Veranstaltung und auf die Leistungen der jungen Leichtathleten.
Handball in Gießen.
Universität — Stadtmannschaft 4:5 (3:3).
Auch das Rückspiel am Samstag konnte die Städte- elf mit obigem Ergebnis für sich entscheiden. Ditzs ist um so höher zu werten, da sie mit mehrfachem Ersatz antreten mußte und verschiedene Spieler in derselben Woche schon bei zwei schweren Spielen mitgewirkt hatten.
Die erste Halbzeit zeigte ein völlig ausgeglichenes Spiel. Zu Anfang fand sich die Hintermannschaft der Städteelf nicht recht zusammen, und die Universität konnte mit 2:0 in Führung gehen. Doch glich der glänzende Sturm der Stadtmannschaft bis zur Halbzeit aus.
Nach der Pause fiel die Universitätsmannschaft etwas ab. Der sonst gute Sturm war der vorzüglichen Deckungsarbeit des Gegners nicht mehr gewachsen, und Einzeldurchbrüche wurden schon am Strafraum abgestoppt. Desto besser ’ arbeitete der Sturm der Städtemannschaft, allerdings hatte er sichtlich Schußpech. Die bestgemeintesten Würfe gingen an die Latte. Doch langten die erzielten Erfolge zum Siege. Mit dem Resultat 5:4 für die Städteelf wurde das Spiel beendet.
Handball der Gießener Turnerschast.
Alto.-Tv. 1846 komb. — Polytechnikum Friedberg 5:3 (3:2).
Anläßlich eines Sportfestes des Polytechnikums spielte eine Mannschaft der Gießener Turnerschaft
Sie legte den Gegenstand auf den Tisch. Er sah aus wie eine Pilotenkappe, hatte aber keine Oeffnung für den Mund.
Larry nahm sie auf und roch daran, obwohl dies unnötig war, denn ihm war sofort ein eigenartiger süßlicher Geruch aufgefallen, als sie das Zimmer betreten hatte.
„Mit Chloroform getränkt," sagte er. „Das würde Sie natürlich nicht vollkommen besinnungslos gemacht haben, hätte Sie aber sicherlich für kurze Zeit betäubt “
Die Hände in den Taschen, das Kinn auf die Brust gesenkt, ging Larry im Zimmer auf und ab.
„Haben Sie noch etwas anderes bemerkt?"
„Als ich auf die Straße kam, fuhr gerade ein Lieferungswagen einer Wäscherei fort. Das ist mir deshalb so besonders aufgefallen, weil das Wort ,Wäscherest — und das war die Aufschrift — sehr ungeschickt und fehlerhaft geschrieben war."
„Das ist mir völlig unverständlich," sagte Larry verwirrt. „Der Kerl hätte Sie doch nicht allein wegbringen können, ober er muß Helfershelfer im Hause gehabt haben."
„Darin stimme ich Ihnen nicht bei,“ sagte sie ruhig. „Dieser Mensch hatte unglaubliche Kraft. Ich war in seinen Armen wie ein kleines Kind, und für ihn wäre es sehr einfach gewesen, den Korb die Treppenstufen hinuntergleiten zu lassen, und der Chauffeur hätte ihm bann unten geholfen, den Korb in den Lieferwagen zu heben.“
„Warum hat man es aber auf Sie abgesehen?“ entgegnete er immer verwirrter. „Was haben Sie denn mit der ganzen Geschichte zu tun?“
Das junge Mädchen antwortete nicht sofort.
„Ich überlege,“ sagte sie schließlich, „ob ich vielleicht durch Zufall auf eine Spur gekommen bin, die zu dem Mörder Stuarts führen könnte. Bielleicht habe ich irgend etwas erfahren, irgend etwas in meinem Besitz, ohne daß ich selbst weih, welche gefährliche Bedeutung dies für die Verbrecher hat, und sie versuchen natürlich mit allen Mitteln, diese Spur zu beseitigen."
Larry war sehr nachdenklich geworden.
„Warten Sie bitte einen Augenblick; ich möchte mich umziehen," sagte er und verschwand in das Rebenzimmer.
Das junge Mädchen sah sich mit Gefallen in dem behaglichen Zimmer um. Dann kam Sunny mit einem Tablett, aber nicht, ohne vor seinem Eintreten vor der Tür auffallend laut gehustet zu haben, was seinen Herrn im anderen Zimmer ausnehmend ärgerte.
„Rehmen Sie Zucker, Miß?" fragte Sunnh feierlich und, als sie nickte, „es gibt nämlich Damen, die keinen Zucker mögen. Der macht sie zu dick."
„Ich habe keine Sorge, zu stark zu werden,“ antwortete sie lächelnd»
am vergangenen Freitag in Friedberg. Es war ein äußerst hartes Spiel, das ausschließlich auf Erfolg eingestellt war. Besonders zu Anfang der zweiten Halbzeit, als Friedberg mit aller Macht zum Ausgleich drängte, wurde das Tempo unheimlich scharf. Daß Gießens Mannschaft, die zum großen Teil aus Jugendlichen bestand, in dieser Spielphase durchhielt, war bewundernswert. 23a l f e r im Tor zeigte sich unüberwindlich. Da der Mittelläufer schon vor der Pause ausschied, mußten die Gießener bis zum Schluß mit zehn Mann spielen. Trotzdem hiellen sie das Spiel jederzeit offen und siegten verdient 5:3.
Handball im Männeriurnverein (O.T).
TV. Alsfeld I - Mtv. Gießen II 1:1 (0:1).
Am Sonntag hatte die zweite Mannschaft d.s Mw. Gießen die erste Elf des Tv. Alsfeld zu Gast. Die Alsfelder Mannschaft, die in den letzten Verbandsspielen hinter den Meister der A-Klasse, Tv. Lauterbach, den zweiten Tabellenplatz einnahm, gilt im Gau Hessen als sehr spielstarke Mannschaft, die auf eigenem Platze wohl kaum zu schlagen ist. Die Mtv.er, die zudem noch mit mehrfachem Ersah antreten mußten, können also mit dem erzielten Resultat vollkommen zufrieden sein, sie müssen aber in Alsfeld in stärkster Aufstellung antreten, wenn sie auch beim Rückspiel ehrenvoll bestehen wollen. Trotzdem hätte es zu einem Sieg der Gießener Mannschaft gelangt, wenn nicht der Sturm mehrere sichere Torchancen unausgenüht gelassen hätte.
Mw. Jugend — TV. Wetzlar Jugend 1:2.
Am Tage vorher trug die Iugendmannschast des Mtv. in Wetzlar ein Freundschaftsspiel gegen die gleiche des Tv. Wetzlar aus und mußte nach überlegenem Feldspiel eine unverdiente 2:1- Riederlage hinnehmen, da die Platzmannschaft, nachdem sie zahlenmäßig die Führung übernommen hatte, sich darauf beschränkte, mit allen zur Verfügung stehenden Leuten das Tor sauber zu halten.
Faustballrunde an der Universität Gießen.
Wie alljährlich, haben auch in diesem Sommer- semester die Verbindungen an unserer Universität den F a u st b a l lm e i st e r wieder ausgespielt. Da in den Verbindungen ein steter Wechsel der Mitglieder herrscht, ist ein ständiger Wechsel in der Spielstärke die Folge. Auch macht man immer wieder die Erfahrung, daß die Spielstärke aller Mann- schäften zum Schluß der Runde hin sich wesentlich steigert. Man darf wohl behaupten, daß an unserer Hochschule ein besonders guter Faustball gespielt wird; dementsprechend waren auch einzelne Spiele sehr spannend. Von den acht gemeldeten Mannschaften lieferten sich gerade die drei besten sehr gute Treffen, die nur immer um einen Punkt von dem Sieger gewonnen wurden. Als die beste und unstreitig auch gleichmäßigste Mannschaft stellte sich die der Landsmannschaft Chattia heraus, die als Sieger in alle: Spielen für dieses Semester den Meisterschaftstitel errungen hat. An zweiter und dritter Stelle stehen die Mannschaften des A. T. V. Rh e i n f r a n k e n und des 28 i n g o l f. Aus diesen drei Mannschaften wird die Gießener Hochschulmannschaft zusammengestellt werden, die am kommenden Samstag und Sonntag an den Meisterschaftskämpfen des südwestdeutschen Hochschulkreises in Karlsruhe teilnehmen wird.
Mannschaft
Spiele gew. verl. Pkt.
Chattia
7
7
0
14
A. T. 23. Rheinfranken
7
6
1
12
Wingolf
7
5
2
10
Hasso-Rhenania
7
4
3
8
Adelphia
7
3
4
6
Darmstadtia
7
2
5
4
Hasso-Nassovia
7
1
6
2
Arminia (später zurückgezogen) 7
0
7
0
„Olein, Miß, die Sorge brauchen Sie nicht zu haben," sagte Sunnh liebenswürdig.
Auf dem Wege nach ihrer Wohnung fragte sie lachend, ob Sunny immer mit allem überein» stimmte, was er sagte.
„Mit allem, ohne Ausnahme," sagte Larry. „Er treibt mich manchmal zur Verzweiflung. Das habe ich noch herauszufinden, worüber Sunny eine eigene, bestimmte und unabhängige Meinung hat."
Lind worüber Sunnh feine eigene, feste Ansicht hatte, sollte er noch herausfinden, aber das lag noch weit weg.
Als sie in ihrer Wohnung in der Charing Croß Doad angekommen waren, begann Larry sofort eine sorgfältige Durchsuchung. Gr hatte eine elektrische Taschenlampe mitgenommen und leuchtete jede Stufe der Treppe ab, ohne jedoch einen Hinweis auf den geheimnisvollen Angreifer finden zu können.
„Lind jetzt wollen wir uns mal Ihre Wohnung ansehen."
Er untersuchte den Wäschekorb, den daF junge Mädchen schon so genau beschrieben hatte.
„Hier ist nichts zu finden", sagte er. „Sehen Sie nach, ob Ihnen irgendwas fehlt."
Sie suchte allein in den anderen Räumen nach und kam mit einem verdutzten Gesicht in das Wohnzimmer zurück.
„Mein grüner Mantel und mein Hut ist verschwunden."
„Ist der Hut auffallend?" fragte er schnell.
„Was meinen Sie mit .auffallend*?"
„Ob er besonders ins Auge fällt?"
„Ich glaube ja," lächelte sie. „Es ist ein goldgelber Hut, den ich zu meinem grünen Mantel trage.“
„Haben Sie ihn schon mal in Scotland QJarb aufgehabt?" fragte er.
„Schon sehr oft," erwiderte sie, ohne zu begreifen.
„Dann hab' ich's,“ sagte er. „Kommen Sie mit. Ich möchte Sie nicht gern allein hier lassen."
Sie gingen zusammen nach der nächsten öffentlichen Telephonzelle, von der Larry das Präsidium anrief und sich mit dem diensttuenden Pförtner verbinden lieh.
„Hier Inspektor Holt. War Miß Ward heut abend im Bureau?"
„Jawohl," kam die Antwort. „Sie ist gerade wieder fortgegangen.“
Larry stöhnte.
„Aber ich bin doch gar nicht im Präsidium gewesen," rief Diana erstaunt.
„Aber jemand anders, der Sie fehr gut nach- geahmt haben muß," sagte er kurz.
(Fortsetzung folgt.)


