Einzelbild herunterladen

Nutz- und Brennholzversteigerung

ZHonlag, den 4. März d. 3.» von vor- mittags Uhr ab, werden aus den Di» strikten Großer v .cßberg, Hellwald und Kaisershecke des Freiherrlich Schenckschen Reviers Wäldershausen imFrankfurter Hof" zu Homberg a. d. Ohm öffentlich ver­steigert: 1685V

1. Nutzholz.

Liche: 1. Klasse 2,80 fm, 2. Klasse 9L0 hn, 3. Klasse 6 im, 4. Klasse 3 hn, 5. Klasse 2,60 km.

Esche: 2. Klasse 4,40 km, 3. Klasse 2 fm.

Kiefer: 2. Klasse 31 km, 3. Klasse 47 hn,

4. Klasse 9 km (meist Schreinerholz). Lschennuhknüppel: 3 rm (2 m lang). Derbstangen: Fichte: 27 km.

Reisstangen: 38 im.

2. Brennholz.

Scheit: Buche 192 rm, Elche 2 rm, Erle 2 an, Nadel 14 rm.

Knüppel: tuuche 177 rm, Eiche 74 rm,

Erle 4 rm, Nadel 10 rm, Esche 11 rm.

Reisig: Buche 300 rm.

Stöcke: Buche 20 rm.

Das blau unterstrichene Holz kommt nicht zur Dersteigerung. Wir bitten, das Holz vorher ansehen zu wollen. Nähere Auskunft erteilt Förster Kehl, Wälders­hausen.

Schweinsberg, den 23. Februar 1225.

Freiherrlich Schencksche Obersörstere*-

Bekanntmnchnng.

Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1929 liegt zur Einsicht der Beteiligten uJ)i Tage lang aus dem Bureau des Unter­zeichneten, Nordanlage 31, offen.

Nur während dieser Frist können Ein­wendungen gegen die Richtigkeit erhoben werden. 1689V

Gießen, den $5. Februar 1929.

Der Vorstand

der Israelitischen Nellgionegrsellichast Gießen.

______Alfred Fröhlich.______ öiÄi gpmünWa AussMi'tlg mitein itorelsnieti Ole BrtiljlW Unlo.-Druaerei, R. Lange. Glegeo. SSAstt.7.

heute

rtoae.

IS-:

o

5.;

A o

Gießen (Marburger Str. 38), den 22. Februar 1929.

Gießen. Lieber Str. 39. Lieb, den 22. Februar 1929.

0822

0832

im 66. 1-ebensjahre.

Im 79. Lebensjahre.

«26

3 Uhr, in Annerod vom Trauerhause aus statt.

17U0D

v

AHendorf (Lahn), Mfinchholzhausen, Aßlar, den 25. Februar 1929. Die Beerdigung tindet Dienstag, den 26. Februar 1929 nachm. 2Uhr statt.

Annerod, Gießen, den 25. Februar 1929.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 26 Februar, nachmittags

Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Lfcfa geb. Weiß Familie Kari lifiuser Famiiie Friedrich Lieh Familie Friedrich Ufer Familie Ludwig Weih nebst allen Angehörigen.

Verden, wenn die Reisenden nur das Verkehrs- übliche Maß e'gmer Sorgfalt aufwenden. Drei einfache Regeln sind es. dre der denkende Teilende beachten sollte'

i Die Beerdigung findet Mittwoch, den 27. Februar. 2 Uhr nach­mittags. aut dem Neuen Friedhof statt. Man bittet sehr, von Beileidsbesuchen abzusehen.

Die Beerdigung tindet Mittwoch, den 27. Februar, nachmittags 21/, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt

w

)vw (Prvv. SaW wirt August m einem 40i$np nit einer ©abellet' :edte der Wördrr h die Ehefrau W wurde sie vm ner Gabel über tr. > sich aber aus k inte gestellt tixtbr. i aus dem Zuchb entlassene Äd al-vedei. Der Jäte

Auttal nicht vo )ie Tal au- Laji

Schulz als Zeuc bet ihn auSgt tmirbe mit schwor ui! gebracht.

Aus der provinzialhauptstadt

Dlehen. den 25. Februar 1929.

Drei Gebote für Fahrgäste der Eisenbahn.

geb. Pfeffer

Die trauernden Hinterbliebenen; Familie Philipp Wehrum Wwe. Familie Wilhelm Wehrum Familie Heinrich Wehrum Familie Ludwig Wehrum.

Todes-Anzeige.

Samstag abend a/48 Uhr entschlief sanft in dem Herrn, in der medizinischen Klinik zu Gießen, nach kurzem schweren Kranken­lager, unsere innlgstgeliebte, herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter. Großmutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarete Webnun Wwe.

Ich habe dich je und je geliebt darum hab ich dich zu mir gezogen, aus lauter Güte.

Am Samstagabend 9 Uhr entschlief, im Glauben an seinen Erlöser, nach langem, schwerem, mit großer Geduld «tragenem Leiden, mein lieber Mann, unser lieber treusorgender Vater, Schwieger­vater, Großvater, Schwiegersohn. Bruder. Schwager und Onkel

Herr Friedrich Lieh

««IWh.

R4

und traf ' | 9flrS;nHofort iJ ,tötb » an d

Todes-Anzeige.

Heute mittag 12*/« Uhr entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit unsere geliebte gute Mutter. Schwiegermutter. Groh- mutter. Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Katharina Fehl Witwe

geb. Wagner

im Alter von 65 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen.

9 el°u Mbtti *1 oon ber auf @tunb btt 1 n e Arbkikt 1 !emrr Braut ,jni! Sangen Halle, tourte nnwolischast und he

aGichen Sach ' absolute <8 emein- 'kstnl'gte. Daraufhin twmng Nusches In usche ist bertili noch

>n Niedleben bei anwoli hatte, nach intragi Halle, tr­ift alle Schritte un> nschliche (SesellschiS

heutige Anzeige.

Jagdverbot in H e s s en - R a s s a u. Der Oberpräsident von Hessen-Rassau hat mit Rücksicht auf den durch die andauernde scharfe Kälte unter sämtlichen Wildarten hervorgeru­fenen Notstand auf Grund des § 30 deS Feld- und Forstpolizeigesetzes durch Polizeiverorb- nung. die sofort in Kraft tritt, für den ganzen Umfang der Provinz Hessen-Rassau jede Jagd­ausübung auf jagdbares Wild jeder Art bis zum 20. März 1929 einschließlich verboten, gleichviel, ob die betreffende Wildart gesetzliche Schonzeit hat oder nicht. Gestattet sind nur die Polizeijagden auf Schwarzwild und dessen Ab­schuß durch die Forstschutzbeamten.

** Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 398 Ochsen, 52 Dullen, 631 Kühe, 390 Färsen, 438 Kälber, 119 Schafe, 6369 Schweine.

Heute entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit meine Hebe, gute Frau, unsere herzensgute Mutte

Frau Auguste Dahmer

geb. Feldmann

im 67. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Friedrich Dahmer.

gerecht geworden sind.

E i n Wasserrohrbruch ereignete sich am Freitag gegen 3.30 Uhr in dem Leitungsnetz des Hauses Am Kugelberg 42. Dort brach das Wasser­rohr im Keller, kurz vor der Wasseruhr, so daß es unmöglich war, dem stark ausströmenden Wasser durch Abstellen Einhalt zu gebieten. Der starke Fiost hatte den vor dem Hause befindlichen Hydranten vollständig verebt, so daß hier erst mit Hacke und Pickel gearbeitet werden mußte, um das Abstell- oentil frei zu legen. Das Wasser strömte indes mit starkem Rauschen in den Keller und suchte sich einen Weg ins Freie durch die nach der Friedens- straße zu gelegenen Gärten, die bald unter Master standen. Don hier fanden die Wassermengen ihren Weg in die Waschküchen und Keller der benach­barten tiefer gelegenen Häuser der Friedensstraße, so daß auch deren Bewohner durch den Rohrbruch in Mitleidenschaft gezogen wurden.

** Die Borträge der Unfalloer. Hütungswoche am heutigen Montagabend in der Neuen Aula seien an dieser Stelle unseren Mit­bürgern noch einmal In Erinnerung gebracht.

Schließung eines Cafes. Don heute ab ist der Betrieb im Caf 6 Ernst Ludwig von den bisherigen Pächtern des Lokals Carl Warner und Frau geschlossen worden. Der Pachtvertrag des Herrn Warner läuft am 28. Fe­bruar ab, so daß er sich gezwungen sah, wegen der Räumungsarbeiten den Cafehausbetrieb schon von heut« ab einzuste'len.

Das Fröbel-Seminar des Alice- Schul-Dereins veranstaltet in seinen ^Räumen, Garkenstraße 301, oon Mittwoch, 27. Februar, bis einschl. Sonntag, 3. März, eine Ausstellung von Schü­lerinnenarbeiten der abgehenden Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen. Gezeigt werden Arbeiten, die im Handarbeits-, Werk-, Zeichen-, Ausschneide-. und Modellier-Unterricht angefertigt sind. Die Aus­stellung ist täglich von 11 bis 1 Uhr vormittags und 3 bis 5 Uhr nachmittags geöffnet. Man beachte die

Auf der Deutschen Reichsbahn werden lähr- Dd> rund 2000 Millionen Fahrgäste befördert. Zabei wurden in den letzten 4 Sauren bei Zug­

schon wieder ein Detterumschlag ein, ber die bis­herigen Nebelschwaden und die regnerische Luft be­seitigte, an deren Stelle eine klare frische Winterlust treten ließ und dann anhaltenden Schneefall zeitigte, der heute Dormittag in der zehnten Stunde noch unvermindert anhält. In der Stadt und im Freien ist nun wiederum eine starke Schneedecke zu ver­zeichnen. Mit den Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Herrschaft des Winters ist es einflrocilen also noch nichts.

* Ein Unfall infolge der Glatteis- b 11 d u n g ereignete sich gestern vormittag vor der katholischen Kirche. Dort kam ein junges Mädchen, das sich auf dem Kirchgänge befand, so unglücklich zu Fall, daß es einen Armbruch davontrug. Im übrigen sind erfreulicherweise weitere Unglücksfälle bisher nicht gemeldet worden.

Etwa 35 Rohrbrüche in dem Haupt- rohrnetz unserer Wasserleitung sind von Beginn der Frostperiode bis zum heutigen Tage beim Städtischen Wasserwerk verzeichnet worden. In dieser Zahl sind jedoch die Rohrschäden in den F>äu» sern selbst und in den Zuleitungen vom Hauptrohr bis zum Wassermesser in den Häusern nicht mit ein- begriffen, deren Zahl dürfte aus etwa 150 zu schätzen fein. Die Wiederherstellungsarbeiten bei dem außer­ordentlich ungünstigen Wetter stellen natürlich große Anforderungen an die beteiligten Arbeiter, denen diese aber in anerkennenswerter Weise bisher immer

federte Ministerialrat Dauer über die be­kannte Regierungsvorlage. 3m Anschluß daran wurde die Aussprache fortgesetzt. Minister K o - teil konnte in feinem Schlußwort feststellen, daß nach seinem Eindruck auch in dieser Der- sammlung. ebenso wie in Hartmannshain, die Landwirtschaft sich zu der Ansicht bekannt habe, daß die Umstellung im Vogelsberg eine Notwendigkeit sei und daß sie die tätige Mithilfe der Regierung begrüße. Wir werden über die Versammlung noch näher be­richten.

Talen für Dienstag, 26. Februar.

Sonnenaufgang 6 53 Uhr, Sonnenuntergang 17.53 Uhr. Mondaufgang 20.54 Uhr, Monduntergang 8.13 Uhr.

1529: Reichstag zu Speyer. 1802: der D.chtcr Didor Hugo in Besan^on geboren; 1835: der Etnograph Richard Andree in Braunschweig ge­boren.

Bornotizen.

TageSkalender für Montag. Stadt­theater: (Kammerspielz-kbis)Eintracht ernährt" undDas alte L.ed", 20 bis 22 Uhr.2U>- manisches Seminar der ^.andes-Llniversität ^Vor­führungWaitre Pathelin", im Reuen Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts. Reichs- llnsallverhütungswoche: Vortrag mit Lichtbu- dern:Die Verwendung elektrischen Stromes im HaushaU", anschließendEine Stunde Verkehrs­polizist in Gießen", 20 Uhr, in der Reuen Aula. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: w3d> füffe Ihre Hand Madame." Astoria-Licht- spieie:Die Hölle von Montmartre".

Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheatcrburcau wird uns geschrieben: Die heutige Veranstaltung des dritten Tages des Kammerz Lu5 (zusammen mit dem Goethebund) Theater Der musikalischen Komödien" beginnt um 20 Uhr. Die Intendanz macht nochmals darauf aufmerksam, daß das Ensemble nur für diese einmalige Vorstellung gewonnen werden konnte und eine Wiederholung nicht stattfindet. Außer den Karten für den Goethebund sind natürlich auch Karten im freien Verkauf zu haben. 2lm Dienstag wird auf vielseitigen Wunsch die Ope­retteDie Tanzgräfin" (Gastspiel des Reuen Operettentheaters Frankfurt) wiederholt werden. Als Erstausführung geht am Mittwoch, 27. Fe­bruar, das LustspielDas Geld auf der Straße" von Rudolf Oesterreicher und Rudolf Vernauer in Szene. Die Verfasser sind bereits bekannt burdh den vorjährigen SchlagerDer Garten Eden".Das Geld auf Der Straße" wird all­abendlich in Verlin vor ausverkauftem Haus ge­geben. Das zweite Operngastspiel in dieser Spielzeit wird von dem Mainzer Stadttheater gegeben werden, und zwar am Freitag, 1. Mürz, mit der OperDie verkaufte "Staut".

Romanistyes Seminar derUniver- f i t. Heute, Montag, abend im Hörsaal des Kunst­wissenschaftlichen Instituts Vorführung des Maitre Pathelin. Nähere, in der Anzeige vorn Samstag.

Vellachini-Gast spiel morgen Diens­tag abend im Katholischen Dereinshaus. (Siehe heutige Anzeige.) , ,,

De r Kampf mit dem Unfall» 1 e u f e I ist eine Filmvorführung betitelt, die am nächsten Freitag nachmittag 6 Uhr im Ge­werk sch ast sh cuse auf Veranlassung der Deut­schen Vuchdrucker-Verussgenossenschast stattfinden wird. Siehe heutige Anzeige.

3H bet ber Einfahrt eines Zuges der Bahn- steig stark besetzt, so vermeide man eS. sich vor­zudrängen und dadurch Unruhe hervorzurusen. Zum Marten gehört Ruhe: Ruhe und Ord­nung wirken stets verkehrsfördernd. Entsteht ein unruhiges Gewoge auf einem Dahn- steige, so kann leicht ein Unschuldiger zu Scha­den kommen, indem er an oder gar unter den fahrenden Zug gedrängt wird. Auf Frauen und Kinder, auf Kranke und Gebrechliche soll man in solchen Lagen besonders Rücksicht nehmen.

Schon am Schalter wirkt bei Andrang solche Rücksicht angenehm und begünstigt die glatte Abwicklung des Verkehrs. Als selbst­verständliche Pflicht follte gelten, daß scharfe Werkzeuge, die jemand mit an den Schal­ter, auf den Bahnsteig oder in den Wagen mit- nehmen muß, gut gesichert werden. Schnee­schuhläufer kommen am leichtesten durch, wenn sie ihre Bretter hübsch senkrecht tragen; es stimmt nicht günstig für ihren schönen Sport, wenn sie Miireisende mit den Spitzen ihrer Bret­ter belästigen, oder damit in Fensterscheiben fah­ren. Wer dabei Fensterscheiben bricht, muh den Schaden tragen und schwächt feine Reisekasse. Jäger müssen mit ihren Flinten gleichfalls vorsichtig umgehen. Hunde sollen an kur­zer Leine geführt werden. Behälter mit Säu­ren oder ätzenden Flüssigkeiten gehören nicht in Personenwagen!

Wo die Fahrt auf offenen Plattformen zu- gelassen ist, müssen bte Plattformver- schlüsse sorgfältig geschlossen wer­den. Auf besetzten Plattformen während der Fahrt Gedränge zu verursachen oder gar Rede­reien oder Balgereien zu veranstalten, ist gefährlich: mancher folgenschwere Sturz aus dem fahrenden Zuge ist dadurch schon verursacht worden >

A.s Unsitte mutz eS bezeichnet werden, harte Gegenstände aus dem fahren­den Zuge zu werfen. Solche Gegenstände, wie Flaschen oder Gläser, nehmen eine große Wucht an. und gar oft schon sind brave Eisen­bahner, die doch zum Besten der Reisenden wir­ken, empfindlich getroffen rmd verletzt worden.

Rüstet man sich bei der Ankunft am Ziele zum 21 u dfteigen, so soll mai nicht vorzeitig dieTür offnen. Auch wenn die Ausentha.ts- zeit auf einem Zwischenbahnhofe kurz ist, läßt der Aufsichisbeamte doch die nötige Zeit zum Aus- fteigen, es gibt also kaum einen 2knlaß zur Lieber- Haftung. Am einfahrenden Zuge stehen oft schon die Eepäckschasfner ober Postbeamte mit ihren Karren zu ihrem Dienste bereit, und diese Leute können durch weit geöffnete Türen schwer ver­letzt werden. Das Gleiche kann der Fall sein bei wartenden Reisenden, die sich doch einmal zu nahe am Gleise ausgestellt haben. 2Iber nicht genug damit: stößt die vorzeitig geöffnete Tür an einen Gepäck- oder Postkarren, so kann s.e zu­rückschlagen und den voreiligen Rei­senden selbst verletzen. Schlichlich sei noch bemerkt, daß auch die Türen der Eisenbahn­wagen zum Z u m a ch e n unb nicht zum Zu­schlägen da find und daß empfindlichere Per- fönen beim heftigen Zuschiagen von Türen oft stark erschrecken.

Oie Agrarreform im Vogelsberg.

Am Samstag mittag fand in Ulrichstein in Gegenwart von etwa 200 Personen unter dem Vorsitz des Ministers für Arbeit und Wirtschaft K o r e 11 eine Versammlung statt, die sich mit der Frage der Umstellung der Land­wirtschaft im hohen Vogelsberg be­schäftigte. Zu der Versammlung waren Land- tagsabgeordnete des Landbundes, des Zentrums unb her Sozialdemokratischen Partei erschienen, ferner Kreisdirektor Dr. 3 a n n , Schotten, Ver­treter der Landwirtschaftsiammcr, des Landwirt­schaf tskammer-Ausschusses für Oberhessen,. Sach­verständige und zahlreiche Bürgermeister und Landwirte aus den benachbarten Orten. Die Abgeordneten der Deutschen Volkspartei und der Demokraten hatten ihr Fernbleiben entschuldigt. Minister K o r e 11 berichtete zunächst über den bisherigen Sachstand, im Anschluß daran fand eine Aussprache statt. Rachdem die Sachverstän- | di gen des Ministeriums eingetroffen waren, re-

" Aprilwetter im Februar. Seit Sams­tag nachmittag aeigt das Wetter in unserer Gegend ausgesprochene Aprillaunen. Nach dem tagelangen strengen Froste trat im Saufe des Samstag nach­mittag eine Erwärmung ein, die namentlich in den Abendstunden und dann in der Nacht feuchte Stra- ßen zur Folge hatte. Am gestrigen Sonntag regnete und taute es ununterbrochen vom frühen Morgen bis in den Abend hinein, am Dormittag erschwerte starke Glatteisbildung in den Straßen den Passan­tenverkehr außerordentlich, und erst im Verlause des Nachmittags, als sich das ausgestreute abstumpfende Material richtig durchgesetzt hatte, konnte man mit einigem Sicherheitsgefühl den Gang durch die Stra­ßen wagen. Gestern abend gegen 10 Uhr trat aber

Das erste Gebot lautet: Seid pünkllichl

. k.-ichk.i. bcvcalct für den Csienbahnbetrieb Sicherheit. Wer pünktlich ist. unterstützt die Eisen- behn im Streben nach Betriebssicherheit. Wer pünktlich ist. setzt sich nicht leicht gewissen per- sönlichen Gefahren auf der Reife aus. 'Wer nicht von Unpünktlichkeit, Hast und Zeitgeiz gehetzt vird, kommt z. 2. nicht in die Versuchung auf- z^springen, wenn der Zug schon im An fahren ist.

Las Aufspringen auf anfahrende Zuge ist sehr gefährlich. Es erfordert jahraus, jahrein zahlreiche Todesopfer. Wer beim Äusspringen ausgleitet und In den engen Raum zwischen den Bord des Bahnsteiges und den Dogen fällt, kommt in höchste Gefahr, von den Rädern zermalmt zu werden. Das Aufspringen ist schon bei Straßenbahnwagen gefährlich: um so wehr bei Ei.enba nwagen, die nicht darauf ein­gerichtet werden tonnen. Bei schlüpfrigem Wet- ter soll man schon beim ruhigen Einsteigen den Zustand der Trittbretter beachten, damit man richt mit dem Fuße abgleitet.

Sehr gefährlich ist es, Gleise an verbotenen Stellen zu überschrei­ten. Es verunglücken dabei häufig sogar Eisen­bahner, wenn sie nicht die nölige Vorsicht wäh­len. Ein Dichteisenbahner soll sich überhaupt nicht in die Gleise wagen

Das zweite Gebot lautet: Seid umsichtig und bedachtsam!

Durch .Uimuv. u.M *>ei/a<9i|anueu lassen sich mancherlei Arten persönlicher Unfälle verhüten.

Zeder Bedächtige wird zum Aus steigen trotten, bis der Zug völlig zum Stehen gekommen ift: Die Bahnsteige haben verschiedene Hohe und eignen sich auch sonst nicht immer zum ßanöen im Sprunge.

Gar in der Fahrt auf der freien Strecke aus lern Zuge springen zu wollen, wäre frevlevisches beginnen. Selbst im Stehen ist das Aussbe gen auf freier Strecke gefährlich. Die Absprungshöhe ist groß der Bahnkörper liegt meist voller Steine, ouf mehrgleisigen Linien kann man unter be­gegnende Züge geraten.

3m Zuge soll man dafür sorgen, daß die T ü r- derschlüsse richtig eingelegt sind. Man achte auf Kinder, damit sie n.cht etwa beim 6 nelen die Tür öffnen und aus dem Zuge stürzen. Sich an Außentüren anzu leh - tic n, ist gefährlich: wie leicht kann eine mangelhaft geschlossene Tür ausgehen! 3m Jahre 1927 sind nicht weniger als 64 Erwachsene und 21 Kinder aus Zügen gestürzt unb dabei zu Schaden gekommen, viele davon sehr schwer.

Rur Unbedachte schlagen ferner auch die Mah­nungRicht H i n a u 3 b e u g e n" in den Wind. Die unflug das ist. lehrt die Tatsache, dah alljährlich 60 bis 70 Eisenbahnre'.sende durch An- stoßen an feste Gegenstände verletzt, oder gar $tc ötet werden.

Erwartet man auf dem Bahnsteig stehend «inen ankommenden Zug, so soll man nicht z u nahe an das Gleis herantreten: denn «ine vielleicht vorzeitig geöffnete Tür ragt bei- rohe y2 Meter in den Bahnsteig hinein und kann deShalv jemand anstotzen, der zu weit vorn stehl.

Das brite Ce'iot la. tit:

Rehmt Rücksicht auf Mitmenschen!

Oft kommt es vor, daß unbedachte oder rück- stchtslose Menschen auf der Eisenbahn andere in Gefahr bringen.

t»

.gta» SiSfllS L;S'S Wi

'»S c tvov^ ,

lk.g. _ 8»

1 Sepptfig., AU

krbol bej

^cerlanh l.Ap nicht fu.-AMe

»i««r ,7* ile

in'^H bot^ Sabei wurden In den letzten 4 3ähren bet dug-

be« nsi Unfällen durchschnittlich 40 Fahrgäste getötet Durch

egene Unvorsichtigkeit kamen aber im selben v-ett- W num jährlich 110 Fahrgäste der Reichsbahn ums ° Leben. Derartige UnMckssäl e können vermieden

' - -

LW

'ungSlo-^!-