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Heller und Anna Elisabeth ged. Müller daS Fest der goldenen Hochzeit begehen.
— Lich, 23. Dez. Unter den Reuoauten tes letzten Jahres in unserer Staat tritt neben dem, stattlichen Postgebäude das Park-Hotel be-' sonders in Erscheinung. Es ist schon rein äußerlich eine weitere Zierde unserer Stadt und entspricht auch in seiner zweckmäßigen Inneneinrichtung den Anforderungen, die an eine zeitgemäße Gaststätte gestellt werden. Das Erdgeschoß enthält u. a. zwei größere Gasträume, deren einer als Cafe eingerichtet ist. Im ersten und zweiten Stock machen die Fremdenzimmer, die mit fließendem warmen und kalten Wasser versehen find, einen behaglichen Eindruck. Auch sonst ist alles vorhanden, was der Reifente fordert: Zentralheizung, Autogarage usw. Das Ganze macht mit seiner erstklassigen Ausstattung und seinen großen Räumen einen großstädtischen Eindruck. Dem Park-Hotel kommt außerdem der Vorzug der Lage zustatten. Cs liegt in der- Bahnhofstraße, da. wo sich innere Stadt und neues Viertel berühren, gegenüber der neuen Post und dicht am Rondell, einem ilcbcrrcft des alten Festungswalls, und reicht mit seinem Restaurationsgarten bis an die Wetter, deren User durch eine starke Steinmauer befestigt wurden. Gegenüber schweift der Blick in den alten Schloßpark, und auf der Gegenseite gestattet das offene Wiesental der Wetter eine schöne Fernlicht auf den Vogelsberg. Die Pläne zu dem schönen Dau hat 'Baurat Schuhmacher, Gießen, gefertigt, die geschmackvolle und gediegene Ausführung besorgte die Daufirma Gebrüder Feh, die im Juni mit den Arbeiten begann und sie jetzt schon int wesentlichen zu Ende führte, so daß am Samstagabend int Kreise zahlreicher Gaste und Freunde die Eröffnung des Hotels stattsinden konnte. Dei Konzert, aus- geführt von Gießener Künstlern, und bei Ge- fangsvorträgen von Mitgliedern des Gesangvereins „Cacilia“ verlebten die Gäste den ersten frohen Abend in den behaglichen Gasträumen. Jakob Uhrhan sprach int Ramen der Gäste dem Architekten und der Baufirma Dank für die schone Ausführung des Hotels aus. Der Besitzer des Hauses, Hotelier Hugo Hummel, »st Fachmann auf den Gebieten der feinen Küche unö der Konditorei und verspricht eine gute Leitung des neuen Unternehmens. — Unter sehr rühriger Derkehrsverein veranstaltete Kestern einen Verkehrstag. Zwei Autolinien toten den Käufern aus den Rachbarorten Gelegenheit zu freier Hin- und Rückfahrt in die Stadt. In den späteren Rachmittagsstunden herrschte reges Geschäftsleben.
•/• Lich, 2l. - Dez. Gestern abend fand in ter Turnhalle, die bts zum letzten Platz beseht war, ein Elternabend der hie igen Volks- u n b erweiterten Schule statt. Der Abend tourte mit einem unter ter Leitung von Lehrer Stein stehenden Schülerchor eröffnet. Verschiedene Mädchen- und Knaöenabteilungen zeigten, ton Lehrer Schön geleitet, sehr schöne turnerische Vorführungen sowohl in Freiübungen, als cmch am Barren. Rektor Erb begrüßte als Leiter der Schule die Vertreter des Stadt- und Schulvorstandes, des Turnvereins, der in entgegenkommender Weise die Turnhalle für diesen Abend zur Verfügung gestellt hatte, und die Eltern. Er hob die Bedeutung solcher Eltern- aüente hervor, betonte den hohen Wert der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus uab legte in eindringlichen Worten die Bedeutung einer körperlichen und sittlichen Crtüchii- qung der Jugend dar. Es folgte dann ein von Lehrer Stein mit viel Liebe und Verständnis omgeübtes und von den Kindern trefflich zur Darstellung gebrachtes Weihnachtsstück, das geeignet war, die rechte Weihnachtsstimmung bei □l en Anwesenden hervorzurusen. Sämtliche Darbietungen fanden ledhaf en und wohlverdienten Beifall. Mit einem Schlußchor fand der schöne 2lbend fein Ende.
J Grüningen, 23. Dez. Am ersten Weih- nachtsfciertag können der Rentier Christoph Lauber und Frau Luise geb. Müller in geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit begehen.
s. U thhe, 22. Dez. Gestern abend veranstaltete nufere Schule eine Weihnachtsfeier, zu der die Eltern und Angehörigen der Schulkinder sich zahlreich eingefunden hatten. Rach der Begrüßung spielten Schüler der oberen Jahrgänge ein weihnachtliches Theaterstückchen. Alsdann wechselten Gedichtvorträge und mehrstimmige Weihnachlslieder. Drei Schüler trugen ein Flö- hnöuett mit Harmoniumbcgleitung vor. Lehrer Arnold hob in einer kurzen Ansprache hervor, tote wichtig heute zur Pflege des Familienlebens Vie echte deutsche Weihnachtsfeier ohne jede Der- äuherlichung sei. Zum Schlüsse erhielt jeder Schüler ein Geschenkpäckchen.
Weihnachlsgwß an bestens Ätzend.
Liebe Hessenjugendl
Früher als je uns Aeltere stellt Euch heute das Leben in den Kamps um Dasein und Gestaltung, fordert es von Euch Entscheidungen, die aufbauende Kräfte und zielsicheren Willen voraussetzen. Woher Ihr auch Eure Schulung für dielen Kampf habt, ob aus der Politik oder der Weltanschauung, ob aus dem entschlossenen Streben nach freiester Selbstgestaltung, oder aus dem Drange Eurer um Klarheit und Schönheit ringenden Seele, wohin Euch auch der Weg führen soll, den Ihr gehen wollt, vergeßt nie, daß der Mensch in Euch als Erstes und Oberstes Gesinnung verlangt.
Warum gerate diese Gedanken an Weihnachten? Die Antwort darauf darf uns nicht schwer- f allen: Weil w i r uns unser eigenes Weihnachten von keinem und von keiner Macht der Welt nehmen las sen wollen! Es geht ja nicht darum, daß uns Weihnachten nur ein äußerer Anlaß zum Feiern sei, eine gute Gelegenheit, die Arbeit ruhen zu lassen und auszuschlafen und vielleicht auch etwas besser zu essen und zu trinken: nein, wenn es nur darum ginge, dann müßten wir in allen den Fällen verzweifeln, wo wir Menschen, Brüder und Schwestern des gleichen Volkes um uns her sehen, die auch in diesen Tagen von äußerer Rot und Entbehrung nicht losgelassen werden; bann mühte uns bas kleinste Geschenk, bas man uns macht, traurig stimmen in dem Gedanken, daß Tausende und Abertausende um uns her die Hände vergebens ausstrecken.
Rein und nochmals nein, so soll sich unser Weihnachten nicht erschöpfen! Wohl soll es uns zum Ruhepunkt werden nach einem Jahre der Arbeit und des Kampfes, wohl soll es uns immer von neuem heimführen in den Kreis derer, die uns das Leben zur Seite gestellt hat. aber zugleich soll es der Höhepunkt des Kampfes werden, den wir unablässig gegen uns selbst und gegen jeden Mangel unserer Gesinnung führen müssen. um nicht an der Trägheit unseres Herzens zu sterben.
Gerade biet Ruhe und die unabwendbare Vollendung des Jahresringes gibt uns die beste Gelegenheit zur äußersten Durchführung dieses unseres eigensten und zugleich schwersten Kampfes, des Kampfes um die Reinheit unserer Besinn u n g. Unb hier gibt es drei kritische Punkte, in denen wir uns jetzt in diesen Tagen wiederum aufs schärfste prüfen sollten: Wie steht es mit unserer Liebe, wie steht es mit unserer Freundschaft und wie steht es mit unserer Feindschaft. Denn Gesinnung ist ja
nichts anderes als der Wegweiser zu der Gemeinschaft mit Gott und den Menschen. Wird sie die Prüfung bestehen, wenn wir sie an den Fragen messen: Waren unsere Liebe und Freundschaft auch bereit zu opfern, zu verstehen, zu verleihen, zu geben und zu entbehren? Alnb entsprang unsere Feinbschaft wirklich immer tem heiligen Zorn gegen bas Laue, das Gemeine, bas Gesinnungsschlechte in den andern? Entsprang sie nicht vielleicht nur der Gegnerschaft gegen die Sache, die der andere verfocht? Die er vielleicht mit reinerer Gesinnung verfocht, als wir die eigene? Denn wie erschreckend häufig erlebt man heute, bah ber Mensch bewußt mit ber Sache, der Gegner bewuht mit dem Feind verwechselt wird. Wir fühlen uns auf unserem heutigen Kulturstande so erhaben über Hexenprozesse und Inquisition über jene Zeit, da man politisch und weltanschaulich Andersdenkende erbarmungslos in den Kerker warf oder aufs Schafott schleifte, und doch, wie erschreckend oft muß man erleben, daß brutale Gewalt unb Gesinnungslosigkeit heute noch so handeln, als könne man einer Anschauung nur dadurch Halt gebieten, dah man ihren Träger körperlich schädigt, daß man seine Gesinnung verleumdet und — wenn irgend es geht — ihn an Leib unb Seele schäbigt ober zugvunberichtet.
Unb well ich — ihr jungen Freunte — diese Gefahr für die gröhte halte, die unserem Volke droht, deshalb rufe ich Euch auf, Euch mit bet ganzen Kraft Eurer Seele gegen sie. zu wehren, Ihr, bie Ihr berufen seid, dereinst die Stützen unb Träger Eures Volkes zu fein. Wir werben als Menschen unb Volk nur bann zur höchsten Höhe aufsteigen, wenn wir lernen, auch den „Feind" zu lieben, gerade weil er. und wahrscheinlich nur er, der einzige ist, der uns die eigenen Fehler am deutlichsten zeigt, und weil wir an feiner Gegnerschaft unb an seinen Argumenten am besten die Festigkeit ber eigenen Meinung unb bie Reinheit der eigenen Gesinnung erproben können. Darum Kampf ber unlauteren Gesinnung unb Kampf des Geistes auch der Meinung des andern, wenn es um unserer reinen Gesinnung und um unsres Volkes willen sein muß, aber Friede den Menschen, bie guten Willens finb! Das sei bie Losung, die ich Euch allen in diesen Weihnachtstagen zurufen möchte.
Indem ich Euch allen, sowie Euren Führern ein recht gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr wünsche, bin ich mit herzlichen Heilgrühen in treuer Verbundenheit
Euer
Heinrich Hassinger.
s. Aus dem mittleren Horlofftal, 22. Dez. Die Dörfer unserer Gegend stehen eben im Zeichen des Gänseschlachten s. DiePreise gehen infolge des Herannahens der Feiertage in die Höhe. Das Pfund kostet zur Zell 1,25 unb 1,30 Mark. Die meisten Händler bringen bie Festbraten zum Frankfurter Markt. Im Vorjahre lag ter Pfundpreis vor den Feiertagen zwischen 1 und 1,10 Mark. Der diesjährige Preis hangt mll ten wieder stark anziehenden Preisen für Fettschw eine zusammen Rachtem letztere stark zurückgegangen waren, bieten die Metzger jetzt wieder für das Pfund Lebendgewicht 86 Pf.
(X) Holzheim, 21. Dez. Trotz ber recht erheblichen Rieberschläge der letzten Zeit ist der Grundwasserspiegel auch im Gebiete unseres Dorses noch sehr niedrig. Eine Anzahl Brunnen geben so ttenig Wasser, dah die 'Bescher gezwungen finb, ihren Bedarf in ber Rach- barschast ober an einer der öffentlichen Pumpen einzuholcn. Diese sind keinesfalls alle Gemeindc- brunnen, sondern sie werden von kleinen Brun- nengameinschaften unterhalten. An Mannigfaltigkeit lassen diese Brunnen nichts ^u wünschen übrig, ja man kann an ihnen bie ganze Entwicklung des Brunnenwesens erkennen. Der einfachste ist eine gefaßte Quelle mitten im Dorfe, aus der man mit dem Eimer schöpft, und die wahrscheinlich überhaupt eine der ältesten Wasser- stellen des Dorfes ist. Schon im Jahre 1341 wird sie als „Scholburne" in einer alten Urkunde erwähnt und führt bis heute den Ramen „Der Schulborn". Ihr Wasser gilt als das beste des ganzen Dorfes. Richt weit von dieser Quelle holt man mittels einer Stange das „köstliche" Rah aus einem offenen Brunnenloch. Ziehbrunnen mit Weilrod und Kette sind auch noch einige in Benutzung. Keineswegs stellt jedoch die gewöhnliche Pumps hier die modernste Art ter Wasserförderung bar. In ber letzten Zeit sind
einige Hausbesitzer dazu übergegangen, durch elektrische Motorr, bie sich selbsttätig ein- unb ausschalten, bas Wasser aus ihren Brunnen zu pumpen. Sie haben sich gleichzeitig sehr bequeme Hauswasserleitungen emrichten lassen. Damit ist für sie die Frage ber neuzeitlichen Wafferbeschaf- fung gelöst. Tie Allgemeinheit wirb sich wohl noch länge mit ben einfachen Brunnenverhält- nissen begnügen müssen. In Anbetracht ber Schwierigkeit, langfristige Darlehen zu erhalten, wird der Bau einer Wasserleitung für bie Gemeinde ein Unternehmen fein, das sie in den nächsten Jahren wohl kaum in Angriff nehmen kann.
Kreis Büdingen.
A Ridda, 23. Dez. Am Freitag fand bie letzte Stabtvorstandssihung in diesem Jahre unter dem Vorsitz des Beigeordneten Rullmann statt, woran die aus dem Gemeinderat Ende d. I. ausscheibenden Mllglie- ber noch einmal geschlossen teilnahmen. Rach Er- lebigung der Tagesordnung hielt der Vorsitzende an die Ausscheidenten eine herzliche Ansprache, in der er ihnen für ihre eifrige unb gewissenhafte Beteiligung an allen Beratungen unb Beschlüssen aufrichtigen Dank unb volle Anerkennung im Ramen ter Bewohner Ridbas aussprach. Dabei hob er mit Genugtuung hervor, daß trotz der Meinungsversa)iedenheiten und Gegensätze, die bei den verantwortungsvollen Beschlüssen über die Verwaltung einer größeren Gemeinde manchmal unvermeidlich sind, doch stets nach Verlassen des Rathauses unter den Stadt- vätern wieder bas beste Eüwernehmen herrschte unb keine Erbitterung Raum gefunden habe. Besonders konnte er in dieser Hinsicht dankbar auf die Verdienste des verstorbenen Bürgermeisters Ringshausen Hinweisen, ber als Vorsitzender der Versammlungen es gut verstanden hätte, durch ein Scherzwort zur rechten Zeit manche
Gegensätze zu überbrücken. Rach Schluß ter Tagung versammelten sich die Siadträte zu einer kleinen Abschiedsseier für bie ausscheiden- den Mitglieder im Gasthaus „zur Krone". Bei fröhlicher Stimmung nahm bie Feierlichkeit einen harmonischen Berkaus. Die nun nicht mehr tem Gemeinderat angehörigen sieben Herren finb: Ludwig Bechtold. Landwirt; Adolf Lupp, Bauunternehmer; Hch. Peter mann, Lokomotivführer i. R.; Ludwig Runk, Schreincrmeister; Karl Spengler, Schreincrmeister; Ludwig Wagner, Gastwirt; Pe^er Zeih, Landwirt. Rach Reujahr treten neu ein: Eduard Bär, Iustizinspektor; Heinrich Em r ich, Stadtsekre- tär; Richard Orth, Dachbeckermeister; Gustav Pfannkoch, Weißbindermeister; Herm. Roth, Kaufmann; L. Sievers, Beamter des Arbeitsamts; Ludwig Weber, 5a.cif:alter. — Rechtsanwalt Dr. Meinhardt hier kaufte das in ber Ludwigstraße gelegene Wohnhaus bcS Glasermeisters Ludwig Ewald.
h. Aus dem mittleren Ridda tal, 23. Dez. Obwohl vielfach bie Schafzucht als unrentabel bezeichnet wirb, bestehen boch noch in hiesiger Gegend in vielen Gemeinden Gern ein deschäfereien. Die Einwinterung ber Zuchtschafe ist nun erfolgt unb ter Handel mit diesen ist ziemlich rege. Die Preise für trächtige Mutterschafe sind eben hoch. Für bas Stück werben 65 bis 70 Mark bezahlt.
•/• Echzell, 23. Dez. Auf tem Rebenge- bäube des hiesigen Pfarrhauses fanden sich beim Umbecken bes Daches zwei Ziegel, die die Jahreszahl 1663 tragen. Sie Haven also das ehrwürdige Alter von 266 Jahren und sind noch so fest, daß ter Dachdecker meint, sie könnten noch einmal so lange halten. Auf den Ziegeln befinden sich Ornamente, bie aneinander anschließen, so daß anzunehmen ist, daß vielleicht die unterste Ziegelreihe mit einem Fries geziert war. Jedenfalls haben die früheren Zieg'.er gediegene und schöne Arbeit geleistet. Das Gebäude, auf dem sich die Ziegel fanden, ist im Jahr 1653 erbaut. Es trägt die Inschrift: Ardibus bis cum chorte Bonus benedicat Jova Frumenta ac homines protegat et pecora. 1653. (Der liebe Gott mög' über biefem Haus unb Hof in Gnaden walten; er wolle Früchte, Menschen, Vieh in seinem Schuh erhalten.)
3:C Dinbsachsen. 23. Dez. Don einem «bauernden Pech wirb unsere Gemeinte beim Dau ter Wasserleitung heimgesucht. AIS im Laufe des Sommers die Quelle gefunden war, wurde bie Quellenleitung statt darüber, daneben ausgebaut. Die Folge davon war, daß man neben die Wasserader tarn, unb das Wasser muhte von der Quelle in bie Kammer geleitet werden. Bei ter Untersuchung des Wassers stellte sich heraus, baß das Wasser g r o fc-e Mengen von Kohlensäure enthalte, und es muhte ein zweiter Schacht gebaut werden, um das Wasser über Marmorkiesel zu leiten, bie bie Kohlensäure an sich nehmen. Jetzt, nach- bem alles soweit fertiggestellt ist, haben infolge ber letzten Regentage unterirdische Wasseradern den Boden des Hochbehältersgesprengt, so dah dieser sich mit Grund- wasser füllte. Das Wasser muhte abgefangen und ber Boten neu hergestellt werten. Selbstverständlich sind durch diese Umstände ter Gemeinte beträchtliche Mehrausgaben entstanden, und niemand wlll bie Verantwortung übernehmen.
Kreis Schotten.
Schotten, 23. Dez. Dem Vernehmen nach soll bie K r e i s a r z t st e 1 l e, bie mit tem Weggang von Medizinalrat Dr. Orth nach Heppenheim a. b. D. frei wird, nicht mehr beseht werden. Sie soll von dem Gesundheitsamt Büdingen mitverwaltet werden.
Reichliches und gehaltvolles Ivinterfutter sichert sich derjenige Landwirt, der die aus besonderen Gcüm ten im vergangenen Herbst ober Winter verabsäumte Düngung seiner Wiesen und Weiden schleunigst nacl-. holt. Neben Stickstoff und Phocphorsäure sind die Grünlandflächen bekannllich ganz besonders dankbar für eite ergiebige Kalidüngung, denn der Bedarf der Gräser an diesem so wichtigen Pflan,;ennährstolf ist besonders hoch. Auf vermoosten Wiesen verabreiche man je ha eine Gabe von 14 bis 16 dz Kainit. Auf Wiesen hingegen, die nicht vermoost sind lind die einen edleren Grasbestand zeigen, ist es zweckmäßiger, eine Gabe von 5 bis 6 dz 40er Kalidüngesalz je ha zu verabfolgen. 10594V
Inmi8«i!i8 nsimurg w.
Maschinenbau — Elektrotechnik Automobil- und Flugzeugbau.
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Weihnachten 1929
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Gießen, Weihnachten 1929
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Verlobte
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- Gießen
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Geilshausen
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Gießen
Weihnachten 1929
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Lieselotte Jloll Fritz Pfeiffer
Emilie Opper
Heinrich Becker
Meine Verlobung mit Fraulein (§lse Äickelhaupt beehre ich mich anzuzeigen
Oie Verlobung ihrer Kinder (Smilie und Heinrich geben bekannt
Heinrich Opper und Frau Margarete geb. Wißner Zakob Äecker und Frau
Helene geb. Schaaf
Kesselbach
10495D
Ludwig Malkomestus Ingenieur
Äauinspektor
Gg. Äickelhaupt und Frau
Marie Weiershauser Hans Birkensiock Verlobte
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Dr. phil. Kurt Spatzier
Verlobte
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