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Aus der Provinzialhaupistadi.
G i e h e n, den 24. Dezember 1929.
Weihnachten.
Die Kunst der Biographie ist in unserer Zeit zu hoher Vollendung gekommen. Früher reihten die Biographen nur Tatsachen aneinander: man denke an das Leben Karls des Großen von Einhard, ein Buch, das in wenig anschaulicher Form von den Kriegszügen und der Lebensweise des großen Eroberers erzählt und am Schlüsse seltsame Anzeichen seines nahen Endes berichtet. Heute bemühen sich die Biographen, in das Seelenleben der Personen, deren Lebensgang sie vorführen, einzudringen, sie fassen das Erbgut von den Vorfahren her in das Auge, bemühen sich, die Motive des Handelns klarzulegen. Trotzdem bleibt auch bei diesem Verfahren unendlich vieles an den Menschen, die in der Geschichte handelnd auftreten, rätselhaft, geheimnisvoll, unergründlich. Vollends versagt alle Kunst der Biographie gegenüber der Person Jesu. Wir besitzen »Leben Jesu" genug und wissen, daß sie allesamt unzureichend sind. Schon Jesu Zeitgenossen sahen sich, wenn sie an seine Person dachten, vor ein Geheimnis gestellt. Es war ein Rätselraten, wenn er die Pharisäer fragte: „Wie dünkt euch um Christo?" und wenn er an seine Jünger das Wort richtete: „Wer sagen die Leute, daß des Menschen Sohn sei?.. - „Wer sagt ihr, daß ich sei?" Die ältesten Ärteile über Jesus lauteten, daß er ein Prophet sei, seine Zeitgenossen stellten ihn auf eine Stufe mit Elia, Jeremia oder mit Johannes dem Täufer. Im 18. Jahrhundert glaubte man, des Rätsels Lösung gefunden zu haben, man sagte. Jesus sei ein Lehrer der Weisheit und Tugend, ein Führer zur irdischen Glückseligkeit. Im. 19. Jahrhundert suchte man in das Verständnis seines Wesens von einer anderen Seite einzudringen, man dachte daran, daß er vor den Gefahren des Reichtums gewarnt habe, daß er den Armen mit Mitleid und Liebe entgegengekommen und selbst arm durch die Welt gegangen sei. und stempelte ihn zum sozialen Reformer. Mit allen diesen Feststellungen ist das Rätsel nicht gelöst worden, es ist ein Geheimnis um Jesus gebreitet, mit menschlichen Erscheinungen kann man ihn nicht in Einklang bringen.
Ebenso geheimnisvoll sind die Wirkungen, die von ihm ausgegangen sind. Ein irdisches Reich hat er nicht aufgebaut, auf politische Macht sich nicht gestützt, aber sein Evangelium ist über den ganzen Erdkreis gewandert. In Rom verschwanden in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung die Standbilder der antiken Gottheiten und machten dem Bilde des Gekreuzigten Platz, Christi Geist zog ein in die Schulen, die Rathäuser und Gerichtsstuben. Die alte Welt hat keine Barmherzigkeit gekannt; wer sich nicht selbst helfen konnte, mußte am Wegrande sterben; das Christentum hat Krankenhäuser begründet und sich der Armen, der Verlassenen in riesigem Ausmaße angenommen. Millionen von Menschen sind bis auf diesen Tag durch Jesus stark geworden. die Wandlungen des Schicksals zu ertragen, mit der eigenen Unzulänglichkeit und mit dem Gedanken an den Tod fertig zu werden. In ihrem berühmten Buche „Briefe, die ihn nicht erreichten", teilt die Baronin Heyking eine sonderbare Grabschrift von einem märkischen Dorf- kirchhofe mit: „Hier ruht der Wüsterdorf Johann, er war ein müder Wandersmann, gekettet schwer in Sündenbann. O Herrgott, richt mit Mild den Mann; denn niemals er den Wunsch ersann, des Lebens Fahrt zu treten an." Diese naive Inschrift birgt in sich eine tiefe Wahrheit, sie schildert das Menschenleben, das aus Sünde und schwerem Schicksal sich zusammenseht, aus zwei Elementen, die jedoch von vielen durch die Kraft, die von Jesus ausgeht, überwunden werden.
Eine außerordentliche Person und außerordentliche Wirkungen. Wie ist beides zu erklären? Hören wir Jesus selbst. Er hat große Worte über sich gesprochen: „Ich und der Vater sind eins. Wer mich sichet, sichet den Vater. Ich bin das Licht der Welt. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben." Sein Selbstzeugnis wird durch das Zeugnis seiner Apostel verstärkt: „In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Kündlich groß ist das gottselige Geheimnis: Gott geoffenbaret im Fleisch." Diese und ähnliche Worte sagen uns, daß in Jesus Gott auf die Erde und zu den Menschen herniedergekommen ist. daß der ewige, unbegreifliche, unfaßbare Gott, der in einem Lichte wohnt, in das niemand eindringen kann, sich mit seiner ganzen Liebe in Jesus den Menschen zugeneigt hat. Gott ist Mensch geworden, sagten die Theologen einer vergangenen Zeit, und sie haben mit dieser Feststellung das Rechte getroffen.
Wir reden an Weihnachten viel vom Christ- baum und seinen leuchtenden Kerzen, von Kinder- jubel und Altersfreude, von der traulichen Stimmung am heiligen Abend und dem glitzernden Schnee, das Wichtigste muh an diesem Feste bleiben, daß wir uns über Jesus selbst Gedanken machen und darnach trachten, in ihm Kraft und Frieden zu gewinnen. H. B.
Talen für Donnerstag, 26. Dezember.
Sonnenaufgang: 8,05 Ähr, Sonnenuntergang: 15,56 Ähr. — Mondaufgang: 3,29 Ähr, Mond- untergang: 13,02 Ähr.
1769: der Dichter Ernst Moritz Arndt in Schoritz auf Rügen geboren; — 1896: der Physiologe Emil du Bois-Rehmond in Berlin gestorben; — 1863: der Mediziner Wilhelm His in Basel geboren.
Daten für Freitag. 27. Dezember.
Sonnenaufgang: 8,05 Ähr. Sonnenuntergang: 15,5? Ähr. — Mondaufgang. 4,44 Ähr, Mono- untergang: 13,22 Ähr.
1525: der italienische Kirchenkomponist Giovanni Pierluigi da Palestrina in Palestrina geboren; — 1571: der Astronom Johannes Kepler in Weil der Stadt geboren; — 1822: der französische Chemiker Louis Pasteur in Dole geboren; — 1890: der Altertumsforscher Heinrich Schliemann in Reapel gestorben; — 1900: der englische Ingenieur Sir William George Armstrong in Rew- castle gestorben.
Xkxz. Kingelhöffer 60 Jahre alt.
Am 28. Dezember d. I. kann Se. Exzellenz Generalleutnant a.D. Friedrich Klingel- Höffer zu Gießen in körperlicher und geistiger Frische seinen 8 0. Geburtstag begehen.
Als Sohn des Kriminalrichters Klingelhöfser am 25. Dezember 1849 zu Gießen geboren, Der- brachte er seine Schuljahre auf der hiesigen Steinmetz- und Schwabeschule, sowie dem hiesigen Gymnasium. Als Einjährig-Freiwilliger diente er vom 1. April 1859 bis 31. März 1870 beim Infanterie-Regiment 116 in Gießen, er wurde dann zur Reserve entlassen, trat jedoch am 20. Juli 1870 wieder beim Infanterie-Regiment 116 ein, zog mit dieser Truppe in den Feldzug 1870 71, wurde am 25. August 1870 Sekondeleutnant der Reserve und schied nach Kriegsende am 27. Juni 1871 wieder aus dem Heere. An 23.Mai 1872 trat er als Sekondeleutnant in das Infanterie- Regiment 116 in Gießen zum aktiven Heeresdienst ein, wurde am 15. August 1882 Premierleutnant, war von 1881 bis 1887 Regimentsadjutant im hiesigen Regiment, wurde am 26. Mai 1887 Hauptmann im Infanterie-Regiment 69 in Trier, dann von 1837 bis 1890 Adjutant de3 Gouvernements Metz, am 12. September 1895 Major im Infanterie-Regiment 17 zu Mör- chingen, am 18. Dezember 1901 beim gleichen Regiment Oberstleutnant, am 27. Januar 1905 Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments 70 in Saarbrücken, am 27. Januar 1909 Generalmajor und Kommandeur der 59. Infanterie-Brigade Saarburg (Lothringen), am 20. März 1911 unter Verleihung des Charakters als Generalleutnant zur Disposition gestellt. Im Weltkrieg war Generalleutnant Klingelhöfser Kommandeur der stellv. 83. Infanterie-Brigade und Abschnittskommandeur in der armierten Festung Mainz.
Die Verdienste, die. sich Sxz. Klingel- höffer vor dem Kriege 1914/18 in der alten Armee und während seiner Verwendung im Weltkriege um das Vaterland erworben hat, sanden in der Verleihung zahlreicher Orden und Ehrenzeichen ihren sichtbaren Ausdruck. Als Schreiber der „Geschichte des Jnfan'.er e Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hefs.) Rr. 116", die in Berlin von 1883 bis 1913 in drei Auflagen erschien, und als Mitarbeiter an militärischen, politischen und jagdlichen Ze'tfchr'ften, wie auch gelegentlich am „Gießener Anzeiger" und an unserer „Heimat im Bild" war er st ts bemüht, auch mit der Feder und feinem reichen Wissen der Allgemeinheit zu dienen.
Exz. Klingelhöfser war allezeit ein treuer Sohn seiner Vaterstadt Gießen, mit der er durch sein Elternhaus und durch Verheiratung mit einer Gießenerin doppelt verbunden war. Er kam dadurch, auch als er seine spätere Dienstzeit an der deutschen Westgrenze verbrachte, immer wieder nach Gießen und zog sich hierher zurück, als er im Jahre 1911 aus dem Heeresdienst aulschied. Seine treue Anhanglichk.it an Gießen wird u. a. auch dadurch bekundet, daß er nach seinem Äebertritt in den Ruhestand und der Rückkehr hierher wieder dem alten Turnverein von 1846 beitrat, in dem er schon als Einjähriger und als junger Leutnant eifrig geturnt hatte. Der alte Herr verkörpert in seiner Person die besten Eigenschaften des deutschen Offiziers und eines guten, der angestammten Heimat immer engverbundenen Bürgers. Dadurch hat er sich in weiten Kreisen unserer Stadt und darüber hinaus bei allen, die mit ihm bekannt wurden, hohe Wertschätzung erworben. Wie er im kleinen allezeit seiner Vaterstadt die Treue wahrte, so galt im großen sein von hohem Patriotismus geleitetes Streben immer nur dem Wohle des deutschen Vaterlandes. Im Dienst für Volk und Vaterland hat er ein reich ausgefülltes Leben verbracht, auf das er am zweiten Weihnachts- feiertag an feinem 80. Geburtstage mit hoher Befriedigung zurückblicken kann.
Oie Abgabe von Feuerwerkskörpern.
Wegen des bevorstehenden Reujohrs sieht sich das Polizciamt Gießen veranlaßt, auf die nachstehenden Bestimmungen über den Verkehr mit Feuerwerkskörpern hinzuweisen:
Wer Feuerwerkskörper, Frösche, Schwärmer und Zündplätzchen und dergleichen feilhalten will, muß beim Polizeiamt unter Angabe der zu lagernden Gesamtmenge Anzeige erstatten.
In Läden dürfen nicht mehr als 2,5 Kilogramm, im Hause außerdem nicht mehr als 10 Kilogramm vorrätig gehalten werden. Auf Rachweis eines besonderen Bedürfnisses kann ausnahmsweise eine Lagerung im Hause bis zu 15 Kilogramm zeitweilig gestattet werden. Die Aufbewahrung muß in einem auf dem Dachboden (Speicher) belegenen, mit keinem Schornsteinrohr in Verbindung stehenden abgesonderten Raume erfolgen, welcher beständig unter Verschluß gehalten und mit Licht nicht betreten wird.
Die Behälter müssen den Bestimmungen des Paragraphen 6 Absatz 1 und 2 der Verordnung, den Verkehr mit Sprengstoffen betreffend, vom 21.Rovember 1905 entsprechen und mit fe st geschlossenem Deckel versehen sein. Die Abgabe von Feuerwerkskörpern an Per- fernen, von denen einMitzbrauch derselben zu befürchten ist. insbesondere an Personen unter 16 Jahren, ist verboten. Diese Vorschrift findet keine Anwendung auf Spiel
Waren, die ganz kleine Mengen von Sprengstoffen enthalten. Verboten ist jedoch die Abgabe der vielfach in Spielwaren- und Papiergeschäften als Spielwaren zum Verkauf gelangenden sogenannten Knallkorken, da deren Sprengstoffinhalt die für Spielwaren zulässige Menge überschreitet.
Gictzcncr Wochcnmarktprcise.
Cs kosteten auf dem heutigen Wvchenmarkt: Käse 10 Stück 60 bis 1,40; Butter Pfund 2,10 bis 2,20; Matte 30 bis 35; Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 15 bis 20; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 25 bis 35; Äntcr-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 45; Feldsalat 1,00 bis 1,20; Tomaten 50 bis 80; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 50 bis 80; Schwarzwurzeln 40 bis 60; Kartoffeln 4V2 bis 5; Aepfel 10 bis 15; Birnen 10 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 1,20 bis 1,30; Suppenhühner 1,00 bis 1,20; Gänse 1,20 bis 1,40; Rüsse 50 bis 80; Tauben Stück 70 bis 90; Kisteneier 17 bis 18; frische Landeier 19 bis 20; Blumenkohl 50 bis 1,00; Endivien 15 bis 40; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln Zentner 3,80 bis 4,00; Wirsing 10,00 bis 12,00; Weißkraut 5,00 bis 6.00; Rotkraut 10.00 bis 12,00; Aepfel 10,00 bis 12,00; Birnen 8,00 bis 10,00.
Vornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch (1. Feiertag). Stadttheater: „Tobias Wunderlich", 20 bis 22.15 Ähr. — Gesangverein „Harmonie - Gemütlichkeit": Weihnachtsfeier, 20 Ähr, auf der Liebigshöhe. — Bauerscher Gesangverein: Weihnachtsfeier (15 Ähr Kinderbescherung), 19.30 Ähr, im Cafe Leib. —
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M. T. D.: Weihnachtsfeier, Turnhalle Steinstraße. — Gießener Theater-Vereinigung: Weihnachtsfeier, 20 Ähr, Kath. Vereinshaus. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „ES flüstert die Rächt". — Astoria-Lichtspiele: „In den Händen der Polizei".
— Tageskalende r für Donnerstag (2. Feiertag). Stadttheater: „Das tapfere Schneiderlein". 15 bis 17.30 Ähr; „Die keusche Susanne", 19.30 bis 22.15 Ähr. — Gesangverein „Heiterkeit" Gießen: Weihnachtsfeier, (Kinderbescherung 15.30 Ähr). — Verein ehem. 116er: Weihnachtsfeier, 20 Ähr, Cafe Leib. — Gießener Radfahrer-Verein 1885 e. V.: Weihnachtsfeier, 20 Ähr, „Hessischer Hof". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die rote Lady" und „Streiche eines jungen Mädchens von heute". — Astoria- Lichtspiele: „Der Wächter des Glückes" und „3m Banne des Blutes".
— Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Die südwestdeutsche Erstaufführung von „Tobias Wunderlich" am ersten Weihnachtsfeiertag beginnt um 20 Ähr. Das Stück, das bei seiner Wiener Erstaufführung einen außerordentlich starten Erfolg hatte, ist ein ausgesprochenes Volksstück. Spielleitung hat Oöerspielleiter Hans Tannert. — Das Frankfurter Operettentheater Direktion Hans Baars) wird mit einer Operettenpremiere „Die keusche Susanne" am zweiten Feiertag gastieren. — Am Freitag, 27. Dezember, wird zum letztenmal „Hochzeitsreise", Schwank in drei Akten von Mathews und Richols gegeben. — Sonntag, 29. Dezember, sind zwei Vorstellungen: 15 Ähr „Das tapfere Schneiderlein", 18.30 Ähr „Der Veilchenfresser", Lustspiel von Gustav Mofer. — Als Silvestervorstellung geht am 31. Dezember, 19.30 Ähr, die Posse „Kyritz-Pyrih" mit Gesang und Musik in Szene. — Die Intendanz teilt mit, daß in den Märchenaufführungen am 26. und 29. Dezember in der Tanzeinlage Gifela Kern, Schülerin von Ilse Gräf, auftreien wird.
•• Weihe Wei'hnachten. Rachdem der goldene Sonntag uns noch leichtes Frostwetter mit Sonnenschein und klarem Himmel beschert hatte, begann es, nach vorausgegangener Erwärmung und Bewölkung am Montag, heute nach Mitternacht anhaltend bis in den Vormittag hinein zu schneien, so daß Stadt und Land heute morgen, gerade rechtzeitig zum Fest, das für viele traditionelle, „richtige" Winterkleid angelegt haben. So hat der Petrus uns doch noch mit einer überraschenden Pünktlichkeit weiße Weihnachten beschert, was mancher gewiß nicht erwartet hatte. Den Kindern und den Wintersportbeflissenen wird der Himmel mit dem Schneefall sicherlich eine Extra-Weihnachtsfreude bereitet haben; die übrigen Zeitgenossen werden aber vielleicht, auch wenn sie sich an dem oft malerischen Stadt- und Landschaftsbilde freuen, den Witterungsumschlag mit sehr gemischten Gefühlen betrachten, sobald sie bemerken, daß schon jetzt einige Reigung zum Tauen und also begründete Aussicht auf das mit Recht beliebte Schlamm- und Matschwetter besteht, das uns wenigstens für die beiden Feiertage erspart bleiben möge.
** Die Museen sind am ersten Feiertag Beschlossen, am zweiten Feiertag sind sie zu [einen Preisen geöffnet.
*• Reinigung der Bürgersteige. Das Hessische Polizeiamt teilt mit: Infolge des ein» getretenen Winterwetters muh wieder mit der Verunreinigung der Bürgersteige durch Schnee und Eis gerechnet werden. Unter Hinweis auf § 3 der Polizeiverordnung bett, die Reinigung der Straßen und das Wegschaffen des Mülls in der Stadt Gießen vom 15. April 1929 feien die Verpflichteten an die bestimmungsmäßige, rechtzeitige Reinigung erinnert. Zur Vermeidung von Strafe liegt es daher im eigenen Interesse der
Verpflichteten, die Strahenreinigung regelmäßig vorzunehmen.
•• Friedrich - Bücking - Stiftung. Gestern nachmittag verteilte, wie wir hören, dec Derwaltungsrat der Friedrich-Dücking-Stiftung aus Abteilung A der Stiftung insgesamt 500 Mark. Davon entfielen Betrag: zu je 50 Mark an den Allgemeinen Der:in für Armen- und Krankenpflege, Gießen, an die Kleinkinderbewahranstalt Gießen, sowie «n acht bedürftige und würdige Einwohner und Einwohnerinnen unserer Stadt. Aus Abteilung B der Stiftung wurde dem Säuglingsheim in Gießen ein Betrag von 150 Mark überwiesen.
•• Aufhebung einer polizeilichen Meldestelle. Vom 31. Dezember ab wird die Meldestelle des zweiten Polizei-Bezirks, Liebig- stratze 18, aufgehoben. Alle zum zweiten Polizei- Bezirk gehörenden Einwohner haben von diesem Tage ab ihre An-, Ab- und Ämmeldungen beim Einwohner-Meldeamt im PÄizeiamtsgebäude, Landgraf-Phitipp-Plah 1, zu bewirten.
•• Prüfung für C s ch ä f t s-Stenographen. Man schreibt uns: Die von der Industrie- und Handelskammer in Gießen am 8. d. M. abgehaltene Prüfung für Geschäfts- Stenographen haben mit Erfolg bestanden in Abteilung 200 Silben: Kurt Moosdorf, Gießen, und Marie Franke, AlSseld; 180Silben: Ottilie Treser und Georg Wahl. Gießen; 150 Silben: Emilie Dellof und Fritz D ö r s n e r, Gießen. Sämtlich: Gießener Bewerber sind Mitglieder der 1. Reichsrurzschristgesellschaft und Damenabteilung. Die Damen Treser und Bellof haben mit der Rote „sehr gut" bestanden. Die Statistik, welche über die Ablegungen der Gcfchäfts-Ste. o rafhen-Prüfun- gen an den Industrie- und Handelskammern für das ganze deutsche Reichsgebiet geführt, wird, ergibt für 1929 einschließlich der Gießener Prüfung folgendes Ergebnis: 1363 Teilnehmer in Reichskurzschrift, 452 nach Stolze-Schrey, 134 nach Gabelsberger, 9 Rationalstenographie und 2 nach Stenotachygraphie.
♦♦ Der Ali cefrauen verein vom Roten Kreuz veranstaltete dieser Tage die Weihnachtsbescherung der Kriegerkinder und der Kinder derKriegsbeschädigten auf derLiebigshöhe in gewohnter feierlicher Weise, unterstützt durch mannigfache Dorführungen von Freunden des Vereins. Die (9a = benverteiluna erregte große Freude. Der Verein ist allen, die iyn bei seinem Liebeswerke unterstützt haben, zu lebhaftem Danke verpflichtet.
•’ Einbruch in das Marinevereins- Heim. Der Polizeibericht meldet: In der Zeit vom 17. bis 20. Dezember 1929 wurde in daS Vereinshaus des Marinevereins Gießen eingebrochen. Das fragliche Haus liegt an der Lahn etwa 280 Meter unterhalb des Anwesens von Rübsamen. Die Täter schlugen an der hinteren Front drei Fenster ein und gelangten unter Benutzung einer in der Rähe der Einbruchsstelle liegenden eisernen Leiter in das Innere des Gebäudes. Sie demolierten zwei Türen des Büfetts und andere Einrichtungsgegenstände und entwendeten nachstehende Sachen: 50 Zigarren 3 15 Pf., 20 Zigarren ä 20 Pf., 16 Zigarillos ä 8 Pf., 100 Zigaretten ä 5 Pf., Marke Ova und Kurmark in Zehnerpackung, 2 Liter Weinbrand, 1 Liter Kümmel, 6 Flaschen Wein. 1 Kleiderbürste, 100 Kugelpatronen 5 Millimeter, 100 Büchsen Labskaus, 1 Wasserhahn. — Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei Gießen.
** Konzert in der Heil- und Pflegeanstalt. Im Rahmen des letzten Sonntagsgottesdienstes der Landes-Heil- und Pflegeanstalt brachten, wie man uns schreibt, etwa 60 Sänger des Gesangvereins „Eintracht" aus dem benachbarten Steinbach unter ihrem tüchtigen Dirigenten Karl Sommer (Watzenborn), vier entsprechend ausgewählte Chöre a capella bestens zum Vortrag und verdienten sich damit den Dank und die Anerkennung aller Zuhörer.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
ch Launsbach, 23.Dez. Bei der Wahl des Gemeindevorstehers und seines Stellvertreters wurde der bisherige Gemeindevorsteher Albert Pfaff wiedergewählt und als Stellvertreter Wilhelm B e ch t h o l d bestimmt.
~ Kinzenbach, 23. Dez. Dieser Tage fand hier die Einführung der neuen Gemeinde v-ertretung und die Wahl des Gemeindevorstehers und des stellvertretenden Vorstehers statt. Die Vorsteherwahl entschied für den bisherigen Gemeindevorsteher Karl Bepler, als Stellvertreter wurde Otto Brömer gewählt.
Voruntersuchung wegen Landsrie-ensbruches.
WSR. Frankfurt a. M., 23. Dez. Gegen die im Anschluß an die Erwerbslosen- bemonftrationen vorn 16. Dezember verhafteten sieben Personen sowie gegen fünfzehn weitere Personen, die sich nicht in Hast befinden, ist heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen der Beschuldigung des Landfriedensbruches die Voruntersuchung eröffnet worden, die sich auf die gesamten Vorgänge während der jüngsten Erwerbslosenkrawalle beziehen wird. Mit der Voruntersuchung wurde Landrichter Wagner beauftragt.
Berliner Börse.
Berlin, 24. Dez. (WTB. Funkspruch.) Der letzte Dormittagsverkehr vor dem Fest zeigt die zu erwartende Geschäftsstille. Die Tendenz wird aber eher freundlicher taxiert, da man die Ernennung Moldenhauers zum Finanzminister als für die Börse günstig ansieht. Auch unbestätigte: Dividendehoffnungen beim Stahlverein regiert etwas an. Kurse finb noch nicht zu hören.
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