Ausgabe 
24.10.1929
 
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WM vrsMr as für eine Umgebunai« S nut in der Teil. .^Ky^en-Sinberbügen ^des Landwirts Schwarz in -hldach ausgelchieden wird. - ^erkehrsverband hatte I eines regelmäßigen Beitrages Semelnderat konnte diesem Er. echen. Ebenso mußte der 2e« hessische Landgemeinde" für Gemeinderats aus Ersparnis, werden.

23. Dtt. Für die bevorstehende bl für den Kreis Dü­te den Dahlvorschläge n Spitzenkandidaten^ I. 6v> ifche Partei: Oberjustiz' öüdmgeni2.Demokratische ltsrichter Dr. Andrac inOihn- unistische Partei: Hrch. mberg: 4. Handwerk und wls Schweikher in Ortenborg; igelische Dolksgemein' Pfarrer Weidner, Oberlaies:

>p in £cmgcnbergi)?im:6.Hess Veutfcpnatlonalt Richard Doli in WtoNi rULPariev. AdrWrrdn lTX Hirzenhain.

j, 23. Ott. Die Vorbereitung^ Ortenberget -Kalten- tzw-Jahrseier vor zwei Jahrei und der als Pserdemarkt an Bischen Märkte M smd w ^r schön gelegene Markylatz tigern Zustand ist und auch b«

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schlechtem Wetter den früher berüchtigten Schmutz nicht aufkommen läßt, bietet durch die Duden- stadt bereits ein buntes Bild. Wie man aus zu­verlässigen Quellen hört, wird auch der Pferde-, Fohlen-, Rindvieh- und Schweinemarkt, wie all- jährlich, reich beschickt werden. Don der Markt- kommission und der Devölkerung Ortenbergs wer­den alle Maßnahmen getroffen, um dem Riesen­andrang gerecht zu werden und um alle Wünsche der Marttbesucher zu befriedigen.

Kreis Alsfeld.

I Kirtorf, 23. Dtt. Einen schweren Un­fall erlitt beute morgen Frau D.Schneider von hier. Als sie in ihrem Hause die Treppe heruntergehen wollte, kam sie so unglück­lich zu Fall, daß sie mit einem gebrochenen Rückenwirbel auf der Stelle schwerver­letzt liegen blieb. Da auch das Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen war, traten sogleich Läh- mungserscheinungcn auf. Der hiesige Arzt war bald zur Stelle und ordnete die sofortige Ueber- führung der Schwerverletzten nacy Marburg an. Sanitätsmannschaften von dort verbrachten die Frau in einem Sanitätsauto nach der Üniversi- tätSklinik.

Kreis Lauterbach.

z Lauterbach, 23. Ott. 3m Alter von 75 Jahren ist einer der bekanntesten und verdien­testen Turnerführer des Turngaues Hessen, Kauf­mann Theodor Helfenbein, gestorben. Er konnte auf eine 63jährige Turnerlaufbahn zurückblicken. Dem Turnverein Lauter­bach, der in ihm feinen hochverehrten Ehren­vorsitzenden verloren hat, war er jahrzehntelang der vorbildliche Führer. Die Spießturnhalle, die nach dem hier geborenen Schöpfer des Schul­turnens (Adolf Spieß) benannt wurde und die größte Turnhalle Obetreffend ist, war Helsen­beins Werk. Auch im Turngau Hessen genoß der Verewigte als einer der Getreuesten hohes Ansehen. 3n Turnerkreisen kannte man ihn nur unter dem EhrennamenTurnvater" Helfen­bein. Die turnerischen Organisationen haben des Verstorbenen Verdienste um die Turnsache wie­derholt ehrend anerkannt, zuletzt durch Ver­leihung des Ehrenbriefes der Deutschen Turnerschaft.

Wirtschaft.

Ein Wirtschastsprogramm der Eisen- und (Slahlwarenindustrie.

Die Reichsaemeinschaft der Eisen., Stahl- und Metatlwaren-Industrie hat ein Wirtschaftsprogramm ausgestellt, in dem zunächst auf dem Gebiete der Zoll - und Handelspolitik festgestellt wird, daß die Belange dieser Industriegruppe bisher nicht in genügender Weise zur Geltung gekommen feien. Es wird daher eine baldige Nachprüfung des deut­schen Zolltarifs für notwendig erachtet, um ein han­delspolitisches Rüstzeug zu schaffen, welches einer­seits die deutsche Industrie vor der Schleuderkonkur­renz des Auslandes schützt, andererseits den tech­nischen Fortschritten Rechnung trägt. Die Retchsge- meinschaft sieht die gesetzlichen Vorschriften auf dem Gebiete des Veredelungsverkehrs als ver­altet an. da sie den heutigen Bedürfnissen nicht mehr entsprechen. Für die Handelsvertragspoli- t i k muß nach Ansicht der Reichsarbeitsgemeinschaft nicht die Zahl der Zolltrifpolltionen, sondern die wirtschaftliche Bedeutung der Gefamtindustrie maß­gebend sein. Sie fordert die unbedingte Meistbegün­stigung, jedoch mit der Maßgabe, daß diese nicht vurch einseitige Zollerhöhungen, Absperrmaßnahmen, Einfuhrverbote usw. durchbrochen werden darf, so daß in jedem Falle eine Differenzierung Deutsch­lands vermieden wird. Die Arbeiten mit dem Ziele einer Internationalen Verständigung auf dem Gebiete des Zollaufbaus und der Zollhöhe unterstützt di« Reichsaemeinschaft, wenn da­bei der Grundsatz voller Gleichberechtigung der Völ­ker gewahrt wird. Hinsichtlich der Ausfuhrför­de r u n g ist sie der Auffassung, daß eine Anpassung der Exportkreditversicherung an die berechtigten Wünsche der Eisen-, Stahl- und Metallwaren-Jndu- ftrie eintreten muß. Aus dem Gebiete der S t e u c r und Finanzpoliti k setzt sich die Reichsgemein- schoft für eine sofortig« Beseitigung der Jndustrie- belastung, eine sofortige durchgreifende Aenderung des Einkommensteuertarifs, eine starke Herabsetzung der Gewerbesteuer mit dem Ziele der gänzlichen Be­seitigung. für Senkung der verschiedenen Kapital- Verkehrssteuern und für di« Beseitigung der Kapi- tal«rtragsst«uer zum Zwecke der Bessergestaltung des Kreditwesens ein. Insbesondere wird die gleich­mäßige Besteuerung der Betrieb« der öffentlichen Hand wie der Privatbetriebe verlangt. Bezüglich der Tarifpolitik der Reichsbahn wird eine

zustellen, wie weit mit Zahlungen von deren Seite gerechnet werden kann. Gin Ergebnis wurde dabei nicht erzielt, da insbesondere eine auswärtige Getreidehandelslirma Schwierigkeiten macht. Die Danken selbst sind bereit, mit ihren Forderungen stil z Halten. Die Danksorderungcn belaufen sich auf etwa neun Millionen Mark. Die Gesamthöhe der Passiven läßt sich noch immer nicht genau angeben: man schätzt sie weiter auf etwa 13 Mill. Mark, doch kann di.se Summe evtl, eine Erhöhung erfahren. Schätzungen der ?esamten Passiven auf 16 und neuerdings auf

7 Mill. Mark sind aber vermutlich, wie WTB.- Handelsdienst von informierter Seite erklärst wird, zu hoch. Heber die Höhe der Aktiven be­steht noch keinerlei Klarheit. Der wertvollste Aktivposten dürfte eine beinahe 53proz. Deleili- gung an der Hafenmühle -in Frankfurt a. M. sein, deren Aktienkapital 2,04 Mill. Mk. beträgt. Die Hafenmühle hat aus der Insolvenz D. evsuß nam­hafte Vevtuste 8-1 erwarten, wovon das Aktien­kapital jedoch nicht berührt wird. Die Liquidität des Unternehmens ist, wie die Verwaltung mit­teilt, b predigend.

Zusammenbruch der Kieler Dank. Die Direktion der Kieler Dank hat, wie WTB.- Handelsdienst erfährt, große Verluste, die aus dem Kreditgeschäft und aus Manipulationen für eigne Rechnung entstanden sind, durch Buch- fälschungen der Kontrolle des AufsichtvrateZ ent­zogen. Soweit bisher festgestellt ist, betragen die Verluste nahezu 3 Millionen Mark, so daß nicht nur das Aktienkapital verloren ist, sondern auch die Gläubiger erheblichen Schaden erleiden. An­gesichts des schweren Dertrauensbruches der Di­rektion hat die Deutsche Dank ihre Hilfe ver­sagt. so dah di« Dank nunmehr ihre Zahlungen «instellen wird.

Beträchtliche Kurseinbrüche.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 24. Okt. Tendenz: schwach. - Nachdem noch an der gestrigen Abendbörse die Stimmung zuversichtlich und freundlich war, griff heute zu Beginn des offiziellen Marktes eine starke Unsicherheit Platz. Vor allem war die Insolvenz der Kieler Dank ein großer Un­sicherheitsfaktor. Aber auch der Zusammenbruch einer großen süddeutschen Wolldeckenfabrik und die Nachwirkungen in der Drehfuß-Affäre tru­gen zur Verschlimmerung der Lage bei. Hinzu tarnen noch die erneuten starken Kurseinbrüche an der gestrigen Neuyorker Dörse, so daß der heutige Markt wieder ein trostloses Bild bot. Die Spekulation schritt in stärkerem Maße zu Abgaben, zumal Aufnahmelust kaum bestand. Es ergaben sich daher gegenüber der gestrigen Abendbörse ganzbeträchtlicheKursein- brüche. Ln erster Linie wurden die in letzter Zeit bevorzugten Werte in Mitleidenschaft gezogen. Kaufaufträge, die heute zur Ausführung gelan­gen sollten, wurden rasch wieder zurückgezogen. Die vorteilhaften Geldmarktverhältnisse wurden heute nicht mehr beachtet. Auch war von einer Interventionstätigkeit der Danken kaum etwas zu bemerken. Besonders angeboten und gedrückt eröffneten am Elektromarkt Siemens mit minus 10,5 Prozent. Schuckert lagen 5 Prozent, Licht & Kraft 5,5 Prozent und AEG. 2,75 Prozent schwächer, während Dergmann und Lahmeyer gehalten blieben. Am Chemiemarkt waren Farben 4 Prozent und Deutsche Erdöl 2 Prozent nied­riger. Scheideanstalt konnten sich dagegen be­haupten. Stärker unter der veränderten Situation hatten noch Salzdetfurth mit minus 7,5 Prozent zu leiden. Aschersleben und Westeregeln verloren

Schweres Eisenbahnunglück bei Aürnberg.

3 Tote und 10 Schwerverletzte

Nürnberg, 24. Oft. (TU. Drahtmeldung.) wie die Reichsbahndirektion Nürnberg telephonisch mit- teilt, fuhr gegen 11 Uhr der Berliner Schnell­zug D 39 dem Münchener Schnellzug D 389 bei der Einfahrt an der Station Reichels- dorf in die Flanke.

Das Eisenbahnunglück hat, nach den bisher bei der Reichsbahndirektion Berlin vorliegenden Mel­dungen drei Tote und zehn Schwerver­letzte sowie 18Leichtver'ehte gefordert. Ge­tötet wurden die Postassistenten Auer und 0 Her­rn a i e r aus München sowie der Zugschaffner Sta­chel aus München. Schwerverletzt sind nach den bisherigen Feststellungen ein Heizer, ein

Lokomotivführer sowie ein Spanier namens Mario Serrat. Sämtliche zehn Schwerverletzte wurden in das Krankenhaus in Nürnberg einge­liefert. Die Aufräumungsarbeiten find in vollem Gange. Nach den bisherigen Feststellungen ist das Unglück anscheinend dadurch entstanden, dah der Führer des Schnellzugs D 39 beim Ausfahren aus dem Bahnhof Reicyelsdorf das gesperrte Aus­fahrtzeichen übersah und dem Münchner Schnellzug D 389 in die Flanke fuhr, so dah die Lokomotive und zwei Personenwagen entgleisten.

Reichelsdorf liegt auf der Strecke von Nürn­berg nach TreuchtlingenMünchen, etwa 8,4 Kilo­meter von Nürnberg.

stärkere Berücksichtigung der Ausfuhrinteressen der deutschen Fertigindustrie und der besonderen Be­dürfnisse der in der Reichsgemeinschaft zusom- mengeschlossenen Industriegruppen gefordert. Auch an der Beschaffungspol itik der Reichsbahn wird Kritik geübt und gefor­dert, daß die Reichsbahn als größter Monopolbe­trieb Deutschlands auch auf diesem Gebiete den Grundsatz der Rentabilität gegenüber ihren Belie­ferern mehr als bisher in Anwendung bringt. In der Kartellpolitik tritt die Reichsgemeinfchaft für eine vernünftige Handhabung der Kartellgefetz- gebung durch eine der Wirtschaft Rechnung tragende verständnisvolle Kartellpdlitik des Staates ein.

Wachsende Arbeitslosigkeit.

Die Arbeitslosigkeit stieg nach dem Bericht der Reichsanstalt für die Zeit vom 14. bis 19. Oktober allmählich und saft gleichmäßig weiter an. Das Tempo hat sich gegenüber der Vorwoche nicht beschleunigt. Der stärkste Zugang von Arbeits­losen kam aus dem Daugewerbe und den Saison­betrieben der Industrie der Stejne und Erden: doch fehlte es auch nicht an Bezirken, wo der Markt der Außenberufe trotz fortgeschrittener Jahreszeit bemerkenswerte Festigkeit aufwies. Ferner gab die Metallwirtschaft in beträchtlichem Almfange Kräfte frei. Eine gewisse Stütze erfuhr der Arbeitsmarkt durch die saisonübliche Auf­nahmefähigkeit der Konsumgüterherstellung. Die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der versicherungsmäßigen Arbeitslosenunterstützung (bekanntlich nicht die Gesamtlast der Arbeits­losigkeit) ist auf 790 000 gestiegen, das sind 170 000 mehr als am gleichen Stichtag des Vor­jahres und 460 000 mehr als zur gleichen Zeit des Jahres 1927.

Der russische Zündh olzexport nach Deutschland. Angesichts c es Abschlusses der Transaktion zwischen tem Deutschen Reich und dem schwedischen Zündholzkönig Kreuger, der auch die Monopolisierung des Ein- und Ver­kaufes von Zündhölzern innerhalb Deutschlands vorfieht, sind die Ziffern des russischen Zünd- Holzexports von Inter« ;e, aus denen hervor­geht, daß Rußland sehr viel an dem Export von Zündhölzern nach Deutschland gelegen ist. 3n den ersten neun Monaten des Fiskaljahres 1928/29 wurden aus Rußland 9832 To. Zünd­hölzer im Werte von 3 504 000 Rubel ausgesührt, gegen 53-19 To. im Werte von 1 713 000 Rubel in der entsprechenden Periode von 1927/28. Hebet 50 Prozent des russischen Zündholz-Exports gin­gen nach Deutschland.

Neue Zementfabriken. Eine auslän­dische Fina 'zgrup'^e beabsicht'gt, in Gemeinschaft mit international tätigen Bauunfemehmungen in Deutschland und auch in einigen angrenzenden Staaten Zementtv rke m t modernster Ei.r.chtung zu erstellen. Die Vorarbeiten sind bereits, toie WTD.-Handelsdienst er,ährt, einer deutschen Mantel-Gesellschaft übertragen worden, welche schon geeignet? Gelände und Rohstoffvorkommen gesichert hat. Es ist beabsichtigt a ch einige syndi- katsfrcie Werke anzugliedem und evtl, zu mo­dernisieren, damit die Produktion bereits in der nächsten Saison ausgenommen werden kann. Man glaubt, mit den Verkaufs"rcisen wesentlich u t r den heute gültigen bleiben zu können.

Insolvenz Jakob Drehfuß in Frankfurt a. M. Gestern fanden Besprechun­gen der an der 3nl<v?nz Jakob Dreyfuh be­teiligten Banken fML Die Verhandlungen, die etwa sieben Stunden dauerten, wurden in erster Linie mit den Wechselschuldnern geführt, um sest-

bis 3.5 Proz. Von Montanaktien büßten Klöckner 4 Proz. ein. Die übrigen Werte dieses Marktes lagen 1 bis 3 Proz. schwächer. Schiffahrtswerte eröffneten bis zu 3,5 Prozent abgeschwächt. Dank­werte waren nur wenig verändert. Nur Deichs- banlanteile machten eine Ausnahme und ver­loren etwa 8 Prozent. Glanzstoffaktien gaben 4 Prozent nach. Am Rentenmarlt lagen Schutz­gebiete gut g:halten. Don Ausländern konnten Türken eine Kleinigkeit anziehen. 3m Verlaufe schritt die Spekulation zu einigen Rückdeckun­gen, und es trat eine wesentliche Beru­higung ein, so dah allgemein Des serun - gen bis zu 2.5 Prozent eintraten. Etwas mehr Beachtung fanden Siemens mit plus etwa 5 Pro­zent gege.i Anfang. 3m Hinblick auf den bevor- stehen eir Ultimo schritten d e Banien zu3n ter- v e n t i o n c n , um große Kursstürze gegen die letzte Liquidation zu vermeiden. Am Geldmarkt war TageSgeld mit 6 Pro e it unverändert. Am Devisenmarkt lag der Dollar weiter etwas schwä­cher. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1800, gegen Pfund 20.403, London gegen Kabel 4.8805, gegen Paris 123.85, gezen Mailand 93.15, ge­gen Madrid 34,20, gegen Holland 12,10, gegen Schweiz 25,17.

Berliner Börse.

Derlin, 24. Okt. Nachdem man im gestrigen Nachmittagsverkehr noch Kurse nannte, die bis zu 4 Proz. (bei den führenden Werten) über dem offiziellen Mittagsschluh lagen, und die Stim­mung allgemein weiter recht zuversichtlich war, kam über Nacht durch verschiedene ungünstige Momente wieder eine stärkere Unsicher­heit in die Tendenz. 3n Neuyork war gegen Schluß ganz plötzlich eine starke Derslauung ein­getreten, die nicht ohne Einwirkung auf die übrigen Effektenmärkte der Welt bleiben ton. te. Außerdem wurde der Zusammenbruch der Kieler Bank bekannt, und es verstimmte stark, daß keine Stühungsversuche trotz des relativ kleinen Verlustes seitens der Deutschen Dank gemacht wurden. Auch die Drehfußasfäre in Fr anks urt a. M. scheint immer weitere Kreise zu ziehen, und die Verluste dürsten be­deutend größer sein, als es zuerst den Anschein hatte. 3nwieweit die 3nsolvenz der Frolke-Banken in Kopenhagen sich international auswirken kann, ist noch nicht zu übersehen, sie bildete aber auch einen älr.sicher- heiisfaktor. Die Gewinne des gestrigen Nachmit­tags gingen restlos verloren, und selbst gegen die niedrigen Mittagsschluhkurfe betrugen die Verluste noch häufig bis zu 5 Proz. Siemc.es lagen 7 Prozent niedriger, Polyphon 6 Proz., Svenska minus 11 Mk. und Rcichsbank besonders schwach mit minus 10 Proz. Deutsche Anleihen abbröckclnd. Ausländer behauvtet. Pfandbriefe wenig verändert. Auch die Geldsähe blieben für Tagesgeld mit 5,75 bis 6 Proz. leicht. Monats­geld 9 bis 10,5 Proz., Warenwechsel 7,75 Proz. zirka. 3m Verlause zunächst weiter nachgebend (Salzdetfurth gingen auf 316 Proz. zurück), konn­ten sich später wieder überwiegend kleine Ge­winne durchsetzen. Chadeaktien waren um 6 Mk. erholt, Siemens und Aeichsbank um 2 bi" 2.5 Prozent. Auch Salzdetsurthaltien holten ihren Verlust wieder ein und gingen noch um 3 Proz. über den Anfangskurs hinaus. Es schien doch an verschiedenen Märkten Stühungsmangel zu be­stehen, so daß die Baissespekulation mehr als man erwartet hatte, zu Deckungen gezwungen warb«.

Frankfurter Schlachtvie'smarkt.

Frankfurt a.M., 24. Dtt. Auftrieb.- 148 Stück Rinder, 1076 Kälber, 880 Schafe, 656 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 80 bis 83 Mark, mittlere Mast- und Saug­kälber 75 bis 76, geringe Kälber 70 bis 74. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel 42 bis 45, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmcl und gut genährte Schafe 36 bis 41, fleischiges Schaf­vieh 30 bis 35. Schweine: vollfleifch ge Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 87 bis 90, von etwa 200 bis 240 Pfund 87 bis 90, von etwa 160 bis 200 Pfund 87 bis 90, fleisch ge Schweine von etwa 110 dis 160 Pfund 85 bis 88 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schafe rege, geräumt. Beste Kälber über Notiz. Schweine langsam, Ueberftanb.

Aus dem Amtsverkündigungsblati.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 77 vom 22. Ott. enthält: Volksbegehren. Die Eröffnung des ordentlichen Lehrganges 1929 '30 an den landwirtschaftlichen Schulen. Schlachthausanlage zu Heuchelheim. Vorbeu­gungsmaßregeln gegen Feuersgcfahr. Schutz der Tclegraphenlcitungen. Dienstnachrichten.

^ur^dfet der Berliner und Frankfurter Dörse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

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