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— Am Hessen.
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rgeoerbänden stall der Hälfte )cn Aufwendungen aus Lan> igemeffenen Betrag" jlage fyflens entfprid)L Mit ren uh'itergdjenbe Einträge ?r Dolksrechkpartei erledig her Antrag, ^rnrzu- 1 der Ander ^ür ässen!- beiten zu gewähren, wird Material überwiesen. Zum nmig Anträge des Bauern- en und des Zentrums angc- ■ Linderung der Futtermittel.
Waldstreu aus ftaat• en abgegeben werden soll, legierung ersucht, als weitere ßtmöglichcm Umfange Wald- den Frühjahr zu ermöglichen i Anweisungen rechtzeitig an 1 zu
^Berzweiflung und an der in der Waldszene und spater
Aus aller Welt.
Vie Spaniensahrk des „Graf Zeppelin".
DaS Luftschiff .Graf Zeppelin" hat am Mittwoch um 10,48 Uhr französischer Zeit in etwa 400 bis 500 Meter Höhe die Stadt Lyon überflogen. Um 13,45 Uhr befand es sich 80 Kilometer westlich Perpignan und 16,30 Llhr Barcelona.
Gründung
einer Paziflk-Zeppelln-TransportGesellschaft.
Die Bankhäuser Lehman Brothers, Murphy and Go., Harriman Brothers und Pnnchon Co. gründeten in Verbindung mit der Goodyear Zeppelin Company eine Pacific Zeppelin Transport-Gesellschaft für einen 36stündigen Luftschiffdienst Kalifornien — Hawai. Der Setter der Gesellschaft wird voraussichtlich der Vizepräsident Hunsaker von der Goodyear-Gesell- schäft werden, die den Betrieb mit zwei Luftschiffen der Zeppelingesellschaft für 100 Passagiere nach deren Fertigstellung beabsichtigt.
Pbstübernahme in der Cuff.
Im Flughafen Tempelh 0 f sind interessante Versuche durchgeführt worden, 'die es ermöglichen sollen, dpch Zwischen st ationen Postsäcke abgeben und neue Ladung übernehmen können, ohne daß die Maschine zur Landuna zu schreiten braucht. Die Erfindung beruht darauf, daß das Flugzeug über dem betreffenden Flughasen mit dem an einem .Kabel herabhängenden abzuliefernden Postsack in geringer Höhe eine gabelähnliche Einweiservorrichtung anfliegt, die das .Kabel in der Gabel selbst einführt. Hier reißt es eine Scheibe mit, an der der neue P ost sack befestigt ist. Die Scheibe drückt Im Moment des Aufprallens auf den an dem Kabelende befindlichen Greifer, der sich öffnet und den zur Ablieferung gelangenden Po st sack fallen läßt, während das Kabel mit der neuen Postladung von dem weiterflieaenden Flugzeug an Bord gezogen wird. Die bisherigen Versuche waren so er- folgreich, daß man bald an die praktische Einführung dieses Postwechsels in der Luft wird gehen können.
Das Pamir-Hochland überflogen.
Der Sowjetflieger B a r a n r f f hat das Hochland des Pamir überflogen, wobei er stellenweise eine Höhe von über 5500 Meter erreichte. Mit diesem Fluge ist die Möglichkeit eines unmittelbaren Flugverkehrs zwischen Taschkent und Chorog im Berggebiet Tadschikistans erwiesen.
Line Sfresemann-Sfraß'- in Saarbrücken.
Die Stadtverordnetenversammlung hat die Um- benennung der im Zentrum der Stadt Saarbrücken gelegenen Luisenstraße in Stresemann-Straße beschlossen.
Verlobung des italienischen Kronprinzen.
Der Kronprinz von Italien, Umberto. Fürst von Piemont, hat sich in Brüssel mit der einzigen Tochter des Königs der Belgier, Prinzessin Marie 3 o f 6 , verlobt. Der Kronprinz ist der einzige, 1904 geborene Sohn des italienischen Königspaares: von feinen vier Schwestern.ist die zweite, Mafalda, mit dem Prinzen Philipp von Hessen verheiratet. Die Braut ist 1906 geboren, ihr ältester Bruder, der Herzog von Brabant, vermählte sich vor kurzem mit der Prinzessin Astrid von Schweden.
Prügelstrafe in der ungarischen Armee.
3m Abgeordnetenhaus gelangte der Gesetzentwurf über das Militärstrafgesetzbuch zur Verteilung. Die näheren Bestimmungen über die Prügelstrafe lauten: Das Standgericht kann einen zur mobilisierten Armee gehörigen Angeklagten wegen eines Verbrechens, auf das eine Freiheitsstrafe von mehr als 10 Jahren gesetzt ist, an» statt zum TodezueinerP rüge! st rase verurteilen, falls diese vom militärischen Gesichtspunkt aus genügt. Die Anzahl der Etock- streiche kann nicht weniger als 25 und darf nicht mehr als 60 betragen. Die Durchführung muß unterbrochen werden, wenn sie das Leben des Verurteilten gefährdet. 3n diesem Falle sowie, wenn die Durchführung aus anderen Gründen nicht möglich ist, tritt an die Stelle je eines Stockstreiches ein Monat Zuchthaus bzw. Kerker.
Ein hagenbeck-Ticrpark für Berlin.
Das Problem eines zweiten Tierparks für Berlin wird eine überraschende Wendung insofern nehmen, als ein Finanzkonsortiuni gemeinsam mit den Gebrüdern Hagenbeck den Bau eines Freitier- parks größten Stiles an der Peripherie der Reichshauptstadt plant. Das Projekt hat bereits feste Umriste angenommen und bedarf nur noch eines Optionsverzichtes der Stadt Berlin auf ein an der Heerstraße gelegenes Gelände, um den Plan in die Tat umzusetzen. Der Tierpark soll 210 Morgen, also über 500 000 Quadratmeter umfassen; er dürfte der modernste Tierpark Europas werden.
Der Bau des Parks stellt sich mit Einschluß der Kaufsumme für das Gelände und der Tiere auf 11 bis 12 Millionen Mark. Diese Summe ist bereits jetzt zusammengebracht, so daß finanzielle Schwierigkeiten nicht im Wege stehen dürsten.
nächtliche Zigeunerschlacht in Berlin.
3n Charlottenburg entstand zwischen den Angehörigen zweier Zigeunerst ä m m e infolge von Eifersüchteleien eine große Schlägerei, bei der beide Seiten von Revolvern und Messern Gebrauch machten. Die Polizei konnte erst nach längerer Zeit die Kämpfenden trennen. Vier Männer, die durch Schüsse schwer verletzt wurden, wurden ins Krankenhaus gebracht. 11 Zigeunerinnen wurden durch Messerstiche verletzt, sie konnten aber nach Anlegung von Verbänden in ihrem Lager bleiben.
Massenverhaflungen in Peking.
Tausend Rikschakulis, die an den schweren Ausschreitungen gegen den Wagenpark und die Angestellten der Pekinger Straßenbahnbetriebs- gesellschaft teilgenommen haben, sind verhafte t und bis zu weiterer Entscheidung der Behörden in ein 3nternierungslager gebracht.
Kindersegen in zwei Generationen.
3m Hunsrückdöcschen Lleberlosheim wurde einem Arbeiter das 18. Kind geboren. Die Ehefrau zählt selbst erst 37 3ahve und ist das jüng ste der 18 Kinder ihrer Eltern. Auch die übrigen Geschwister können sich über Kindersegen nicht beklagen. 3 nsg e f a m t haben die Geschwister der nunmehr zum 18. Mal Mutter gewordenen Frau 9 7 Kinder. Die Großeltern leben noch und Formten kürzlich die goldene Hochzeit im Kreise von 118 Kindern und Kindeskindern feiern.
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Millv/och, 23 OktoD.1929 7- aDdS.
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Wettervoraussage.
Die Störungstätigkeit im Norden entfaltet sich weiter südwärts. So hat die nordische Storung sich einerseits weiter vertieft, anderseits Ausläufer nach dem europäischen Festlande entwickell. Die Warm- lustwelle des Fallgebietes, die neben Erwärmung über England und dem nördlichen Teile Frankreichs auch verbreitete und ergiebige Niederschläge gebracht hat, wird ihren Weg weiter ostwärts sort- setzen und dabei auch unser Gebiet berühren. Somit werden einerseits die Temperaturen ansteigen und anderseits Eintrübung und Niederschläge zu erwarten sein.
Wettervoraussage für Freitag: Zunehmende Bewölkung und Eintrübung, Temperaturen zunächst noch ansteigend und Niedergang zu Riederschlägen.
W i t t e r u n g s a u s s i ch t e n für Samstag: Unbeständiges. wechselnd wolkiges Wetter mit einzelnen Regenschauern, wieder etwas küh'er.
Lufttemperaturen am 23. Oktober: mittags 12,7 Grad Celsius abends 5,9 Grad; am 24. Oktober: morgens 5,2 Grad. Maximum 13,3 Grad, Minimum 3,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Oktober: abends 10,6 Grad; am 24. Oktober: morgens 8 Grad.— Sonnenscheindauer 4% Stunden.
Aus der provinzialhauptfiavt.
Gießen, den 24. Oktober 1929.
Oscar Holhmann zum siebzigsten Geburtstag.
D. Oscar Holtzmann, außerordentlicher Professor der Theologie (Reues Testament) an der Landesuniversität, hat in diesen Tagen in aller Stille feinen siebzigsten Geburtstag begangen. Ein Leben reichen, fruchtbaren Schaffens und gesegneter Lehrtätigkeit liegt hinter ihm. Am 20. Oktober 1859 in Stuttgart geboren, kam Holtzmann nach Vollendung seiner Studien als Vikar nach Bickenbach, wurde 1884 Seminarlehrer in Alzey, 1386 Schuldirektor in Groß-Gerau und kam dann 1888 als Studienrat an das Realgymnasium nach Gießen. Er habilitierte sich an der Landesuniversität und wurde 1889 außerordentlicher Professor für Neues Testament. Zum Doktor der Theologie wurde er ehrenhalber promoviert. Die Fülle der Arbeit, die ein solches Doppelamt aufbürdet, hat er bis zu feiner Beurlaubung als Professor 1916 getragen; seit 1921 lebt er im Ruhestand.
Seine wissenschaftliche Arbeit richtete sich vor allem auf die historischen und exegetischen Probleme des Reuen Testaments und seiner Llmwelt. Bereits seine Erstlingsschrift, »Das 3ohannes° ebangelium untersucht und erklärt", (1887), nahm energisch und kritisch eines der Hauptprobleme der damals in Blüte stehenden literarkritischen Betrachtung des Reuen Testaments in Angriff. Fast gleichzeitig entwarf er auf Grund eingehenden Quellenstudiums ein selbständiges Bild von dem »Ende des jüdischen Staatswesens und der Entstehung des Christentums" (1888). Roch weiter spannte er den Rahmen historischer älmschau und Üeberschau in der „Reutestamentlichen Zeitgeschichte", (1895, 2. Aufl. 1906). So arbeitete er sich an das Hauptproblem neutestamentlicher Forschung überhaupt heran: 1901 erschien sein Leben 3efu, das 1904 ins Englische überseht wurde, und 1903 seine Untersuchung über die Frage: »War 3esus Ekstatiker?" Er beantwortete sie bejaherrd. 3esu Hoffnung auf das unmittelbar bevorstehende Hereiirbrechen des Gottesreiches, ja sein Bewußtsein der Gegenwart des Reiches, sind Anzeichen einer religiösen Glut, die den Eindruck seiner Worte und Taten auf llmtoelt und Rachwelt, die gewaltige Wirkung, die sie ausübten, begründet. Mit dieser älntersuchung hat Holtzmann eine der wichtigsten Voraussetzungen der modernen Leben-3esn-Forschung Har- gestellt: 3esus darf nicht mit den Mitteln der Durchschnittspshchologie betrachtet werden. Sein religiöses Selbstbewuhtsein versteht sich nur unter der Voraussetzung einer überragenden Stärke seines Glaubens und seiner Hoffnung.
Eine besondere Bedeutung kommt Holtzmann noch als Mitherausgeber bet sogenannten Gießener Mischna, einer nach ihrem Erscheinungsort genannten Ausgabe der großen Sammlung altjüdischer Traktate mit den Sprüchen der Schriftgelehrten aus den ersten nachchristlichen 3ahrhunderten, und als Bearbeiter einiger dieser Traktate zu. Die Beschäftigung mit Dem jüdischen Schrifttum der frühchristlichen Zeit entspringt bei dem Reute st amentler vor allem der -Ueber^eugung, daß das Reue Testament aus seinem Mutterboden heraus verstanden werden muß. Holtzmann hat immer besonderen Wert auf die unmittelbare Heranziehung der Quellen gelegt; mit einem exegetischen Werk hat er feine wissenschaftliche Tätigkeit begonnen, und mit einem zweibändigen Kommentarwerk zum ganzen Reuen Testament, das, wie die Mischna, bei Töpelmann erschienen ist (1926), hat er seine wissenschaftliche Arbeit gekrönt.
Groß und klar steht die wissenschaftliche Leistung Holtzmanns vor aller Augen. Richt so leicht ist es, dem Menschen Holtzmann in die stille Gelehrtenklause zu folgen. Zwar was er seinen Schülern auf Schule und Universität gewesen ist, was er ihnen für ihr ganzes Leben bedeutet, das ist ihm gerade jetzt von vielen Seiten dankbar bezeugt worden. Er hat immer die Wirkung von Person zu Person als das Entscheidende der Lehrtätigkeit betrachtet. Und noch heute, wenn er im Akademisch-Theologischen Verein, dem er feit seiner Studentenzeit in treuer Anhänglichkeit verbunden ist, zu den 3ungen spricht, glüht das Feuer der Begeisterung durch seine Worte hindurch und die ganze Persönlichkeit wird zum Zeugen dafür, welch ernste und heilige Sache es um die Erforschung der Wahrheit ist.
Aber es entspricht der ernsten und zurückhaltenden Art des Gelehrten, wenn wir hier abbrechen; ist es doch bezeichnend für ihn, wie er all den Ehrungen, die chm zu seinem siebzigsten Geburtstag von Universität und Theologischer Fakultät, von Schülern und Mitarbeitern zugedacht waren, ausgewichen ist, um den Tag im stillen Kreis der Familie, mit feiner treuen Gattin und seinen Söhnen zu begehen. Wir grüßen den greisen Gelehrten, der nun seit mehr als
vierzig 3ahren Bürger unserer Stadt ist, mit herzlichen Segenswünschen für einen frohen Lebensabend in schaffender Frische und ausruhender Erinnerung. Georg Bertram.
Boruotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Goethe-Bund Gießen: Alfred-Bock-Feier, 20 Uhr. Reue Aula. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Maolescu". — Astoria-Lichtspiele: „Der Sohn des goldenen Westen" und „Polizeimeister Tage- jeff".
— Aus dem Etadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die morgige Operetten- Aufführung bringt zum letztenmal „Doccaccw", Operette in 3 Akten, von Supp6- Diese Aufführung des Daarsschen Operettenensembles hatte einen durchschlagenden Erfolg. — Am Sonntag, 27. Oktober, gibt es zum letztenmal „®ranb Hotel", Lustspiel von Paul Frank, als Fremdenvorstellung. Montag. 28. Oktober, gastiert Albert Dassermann in Derneulls „Herr Lamber- thier". Seine Partnerin ist Else Bassermann.
— GastspieldesHellsehersHanussen. Das morgen abend im Saale des Caf6 Leib statt- findende Gastspiel des Hellsehers Erik Jan Ha- n u s s e n sei unseren Lesern noch einmal in Erinnerung gebracht. Der Künstler hat bei seinem Auftreten in zahlreichen anderen Städten, wie uns mit- geteilt wurde, stets größten Erfolg gehabt und den starken Beifall des Publikums gefunden. (Siehe die heutige Anzeige.)
** Warnung an Geschäfts- und L a - deninhaber. Unter dieser Ueberschrift wird uns vom Polizeiamt geschrieben: Es besteht Deranlas- fung, darauf hmzuweisen, daß offene Verkaufsstellen um 7 Uhr geschlossen sein müssen. Um 7 Uhr noch im Geschäft anwesende Kunden können bei ver- schlostener Ladentüre noch bedient werden. Gleichzeitig wird Darauf hingewiesen, daß auch eine Beschäftigung von Angestellten, Lehrlingen und Arbeitern über die gesetzliche oder tarifmäßig zugelassene Arbeitszeit nicht stattfinden Darf. Die Polizeibeamten haben Weisung erhalten, ein besonderes Augenmerk auf Zuwiderhandelnde zu richten.
*• Ein Fünfundsiebzigjähriger. Posthaller Karl Huhn, Rittergasse, feiert morgen, Freitag, 25. Oktober, seinen 75. Geburtstag.
•• Ein Dreiundachtzigjähriger. Herr Konrad Heppner, Marburger Straße 9, über dessen 83. Geburtstag wir am 14. d. M. berichteten, erhielt nachträglich vom Reichspräsidenten v. Hindenburg ein Glückwunschschreiben nebst Bild und eigenhändiger Unterschrift. Der Gefeierte hatte seine Regimentskameraden (23. Dragoner) zu einer Familienfeier im .Frankfurter Hof" eingeladen, die einen für den alten Herrn erfreulichen Verlauf nahm.
** Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des zweiten Abschnitts des Stadttheater. Abonnements betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hin- gewiesen sei.
** Die Alarmsirenen der Feuerwehr werden am kommenden Samstagnachmittag 3 Uhr probeweise in Betrieb gesetzt. Es besteht also beim Ertönen dieser Apparate kein Grund zur Beunruhigung.
•* Zehn-3ahr- Feier der Volkshochschule. Man schreibt uns: Alle ehemaligen Hörer der Volkshochschule werden im heutigen Anzeigenteil zu der Zehn-3cchr-Feier ein» §eladen, bei der auch der ehemalige Leiter der Volkshochschule, Dr. Hans Werner, sprechen wird. Außerdem seien Freunde und 3nteressenten der Volksbildung auf die in der gleichen Anzeige angekündigten Vorträge hingewiesen, die Sonntag, 27. Oktober, vormittags 9 älhr, in der Oberrealschule (nicht, wie früher mitgeteilt. im Realgymnasium) gehalten werden.
*• Gültige und ungültige R en ten- bankscheine. 3m Publikum ist vielfach die Ansicht vertreten, daß die grauen Rentenbankscheine zu 5 Rentenmark mit dem Ausfertigungsdatum vom 2. 3anuar 1926 nicht mehr gültig seien. Dies ist ein 3rrtum. Die grauen Rcntenbankschcine zu 5 Rentenmark sind nach wie vor in Gültigkeit, nur die grünen Renten- bankscheine zu 5 Rentenmark mit dem Ausfertigungsdatum vom 1. Rovember 1923 sind schon vor längerer Zeit aus dem Verkehr gezogen worden und nunmehr ungültig geworden.
** Selb st mord durch Erschießen beging in der letzten Nacht kurz nach 12 Uhr ein lediger Mann aus Heuchelheim auf der hiesigen Lahnbrücke. Der Bedauernswerte schoß sich anscheinend mit einer Armeepistole eine Kugel in den Kopf und sank auf der Stelle tot zu Boden. Da er sich an das Brückengeländer gestellt hatte, fiel die Waffe ins Wasser und konnte bisher nicht aufgefunden werden; im Nock des Toten fand man jedoch eine Patrone, die auf eine Armeepistole schließen läßt. Aus einem bei Dem Toten Vorgefundenen Briefe geht hervor, daß er feinem Leben wegen anscheinend unheilbarer Invalidität ein Ende gemacht hat. Die Leiche wurde dem Neuen Friedhof zugeführt.
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