Ausgabe 
24.9.1929
 
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trieben und ertrank. Der Dampferverkehr nachHelgolond begegnete Schwierigkeiten. Der DampferBubendey" kehrte Halbwegs nach Cux­haven zurück, wo die Passagiere vom Dampfer (Eobra6 übernommen und nach der Insel gebracht wurden. Verschiedene seewärts gegangene Schiffe kehrten wieder nach Cuxhaven um, um eine Besse­rung des Wetters abzuwarten.

Die schweren Unweller in Italien.

Die schwere Unwetterkatastrophe, die den Bahn­verkehr an verschiedenen Stellen empfindlich ge­stört hat, hat, wie jetzt erst eingetroffene Berichte vermuten lassen, anscheinend auch Menschen­leben gekostet. Auf der Eifenbahnstrecke Dal« danoBellcrmuro wurde vor dem Abgang des fahrplanmäßigen Personenzuges im Interesse der Sicherheit der 150 Passagiere dieses Zuges ein aus zwei Wagen und einer Lokomotive bestehender Jnspektioirszug mit Beamten und Strecken­arbeitern von Baldano abgelassen, um den Zustand der Strecke zu untersuchen. Dieser Zug ist zwischen zwei Tunnels an der Brücke über den Platano vom Hochwasser überrascht worden, das die Lokomotive zum Stehen brachte und den Ten­der in den Fluß hinabriß. Zehn Personen des Zugpersonals und ein Eisenbahnarbeiter wer­den oermi ßt, alle bisherigen Nachforschungen sind ergebnislos geblieben.

Schnee im Allgäu.

In den Allgäuer Bergen hat es infolge des starken Witterungsumschlages ziemlich stark ge­schneit. Die Berge sind bis zu 1500 Meter herab in Neuschnee gehüllt.

Ein deulschcr Segelkuller an der kleinasiatischen Küste gekentert.

Der deutsche Segler Hans Zi11, der mit einem 6-Meter-Segclkutter von Deutschland nach Aegypten zu segeln versucht hat, ist bei einem der schweren Herbststürme der letzten Tage in der Rächt vom 10 zum 11. September vor Wurla bei Smyrna gekentert. Es gelang ihm, sich selbst trotz der schweren Brandung anßanö zu retten, während sein Doot und die gesamte Ausrüstung verloren sind. Der Heimatsort des Kutters, der den DamenBayern" trug, ist München.

(Ein hapagdompser in Seenot.

Ein Funkspruch von Bord des Hapagdampfers Höchst", der bei der Insel Minicoi im Indi­schen Ozean auf Grund geraten ist, besagt, daß einige Schotten im Bug des Dampfers voll Wasser gelaufen sind. Auch die untersten Lade­räume sind überflutet, und die Mannschaft ist nicht imstande, das eindringende Wasser abzu­dämmen. Die Schiffsleitung hatte schon vorher durch Funkspruch mitgeteilt, daß ein Teil der Ladung, hauptsächlich Gummi und Tee, über Bord geworfen wird, um das Schiff, wenn möglich, flott zu machen. Der SchlepperHer­kules", der am Samstag zur Hilfeleistung von Colombo abgegangen ist, dürfte dieHöchst" er­reicht haben. Dach den bisherigen Meldungen hofft man, daß das Schiff gerettet werden kann. Passagiere befanden sich nicht an Bord.

Großfeuer in einem mecklenburgischen Dorfe.

In dem bei Friedland gelegenen Bauerndorf Sch wichtenberg brach Feuer aus, das 18 Bauernstellen mit über 40 Gebäuden einge­äschert hatte. Sturm, Trockenheit und Wasser­mangel begünstigten die Ausbreitung des Brandes, dem wütenden Element sind insgesamt 18 Hofstellen zum Opfer gefallen, davon 10 Wohnhäuser, 21 Ställe und 17 Scheunen. Die Brandstätte zieht sich zu beiden Seiten der Dorfstraße in einer Länge von etwa 500 Meter hin. Jammernd schleppten die Ge­schädigten das, was sie von ihrer Habe noch gerettet hatten, durch das Dorf. Zum Teil suchten sie ver­geblich nach Unterkunft. Da die Diebstähle an den geretteten Gegenständen großen Umfang annahmen, traf kurz Nach 9 Uhr ein Kommando der Staats­polizei aus Neustrelitz ein. Es besteht starker Ver­dacht einer vorsätzlichen Brand st iftung.

Schweres Schadenfeuer in Saloniki.

Im Zentrum Salonikis brach am Montagmittag Feuer aus, das infolge des starken Sturmes bald eine riesige Ausdehnung annahm. 80 Häuser sind bis auf die Grundmauern niederge­brannt. Fünf Personen fanden dabei den Tod. Der Sachschaden wird auf 70 Millionen Drachmen geschätzt.

(Ein 600 Jahre altes Schloß eingeäscherl.

In der Nacht zum Sonntag brannte das Schloß des Grafen Schall-Niaucour in Malsch­witz bei Bautzen vollständig nieder. Nach den Fest­stellungen der Kriminalpolizei liegt unzweifelhaft Brandstiftung vor. Bereits am Freitagabend war ein Dachstuhlbrand ausgebrochen. Das Feuer in der Nacht zum Sonntag nahm bald nach Ent­deckung solchen Umfang an, daß das alte Schloß, eine Wasserburg, die auf eine 600jährige wechseloolle Geschichte zurückblicken konnte, in Schutt und A s ch e gelegt wurde. Gras Schall hatte das Malsch­witzer Schloß zuletzt verpachtet. Es war wegen der Wohnungsnot von mehreren Familien bewohnt. Es ist bereits früher mehrfach versucht worden, die Burg in Brand zu stecken. Dor 14 Tagen erst

brannte ein Flügel nieder. Das Mobiliar der Fa­milien konnte zum Teil gerettet werden.

Der Lrzdischos von Paris f.

Der Erzbischof von Paris, Kardinal Dubois, ist am Montag 17.20 Uhr verstorben. Dubois war am 11. September 1856 in Calais geboren worden und 1879 zum Priester geweiht. Von 1901 bis 1909 war Dubois Bischof von Verdun, später Erz­bischof von Bourget und Rouen. Im Dezember 1916 erhielt er den Kardinalspurpur und wurde nach dem Tode des Pariser Erzbischofs, Kardinals Anette, im April 1920 zu dessen Nachfolger ernannt.

(Eine Deutsch-Englische Vereinigung.

Eine Deutsch-Englische Bereinigung, deren Gründung seit einigen Monaten in Borbereitung war. hat sich nunmehr endgültig konstituiert. Die Bereinigung hat sich zur Aufgabe gemacht, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Böllern zu fördern und zu vertiefen. Den Vorsitz hat in der englischen Gruppe Lord D e a d i n g, der ehemalige Dizekönig von Indien, in der deutschen Deichskanzler a. D. Dr. Cuno über­nommen. Beide Gruppen haben Dorstände ge­bildet, denen u. a. Mitglieder aller Parteien beider Länder angehören.

(Eine angebohrle Wasserader überflutet eine Ortschaft.

3m Dorfe Bussin (Kreis Schlawe) wurde beim Dertiefen eines Brunnens eine Wasser­ader angebohrt, die mit starkem Strahl empor­schob und umgehend das ganze Gehöft unter Wasser setzte. Alle Bemühungen, diese Quelle einzudämmen, sind mißlungen. Man versuchte in einer Entfernung von 100 Metern durch Erbohren einer zweiten Quelle die Wasserader abzufangen. Man erreichte aber ge­rade das Gegenteil, denn nun werden bereits seit Tagen durch zwei in unverminderter Stärke strömende Quellen dieAecker, Gärtenund Gehöfte unter Wasser gesetzt. Ein Be­sitzer hat bereits sein Gehöft räumen müssen.

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Wettervoraussage.

Der hohe Druck hat sich mit dem über Skandi­navien lagernden vereinigt und bildet somit ein von England in nordöstlicher Richtung über Frankreich und Deutschland laufendes Hochdruck­gebiet mit Barometerständen von über 770 Milli­meter. Der Hochdruckeinfluh wird zunächst noch standhalten und infolgedessen die neue Störung über Island vorläufig keine weitere südliche Ausdehnung gewinnen.

Wettervoraussage für Mittwoch: Stellenweise Frühnebel, sonst wolkig mit Aufheite­rung, trocken, nachts wieder kühler und tagsüber Erwärmung.

Wettervoraussage für Donnerstag: Weiterhin teils wolkiges- teils aufheiterndes Wet­ter, vorwiegend trocken.

Lufttemperaturen am 23. September: mittags 16,7 Grad Celsius, abends 14,7 Grad; am 24. September: morgens 13 Grad. Maximum 17 Grad, Minimum 12,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 23. September:, abends 15,2 Grad; am 24. Septem­ber: morgens14,4 Grad Celsius. Niederschlag 0,3 mm. Sonnenscheindauer % Stunde.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 24. September 1929.

Oberhessischer Reisebrief.

Cs gibt Leute, die in der Fremde besser mit Land und Leuten Bescheid wissen, als in ihrer engeren Heimat. Daran dachte ich, als ich dieser Tage eine Perle in meiner Heimatprovinz Ober­hessenentdeckte": Homberg a. d. Ohm. Der Einladung eines befreundeten Herrn in Frank­furt, der für eine große Daufirma einen Dau in Homberg leitet, folgend, beteiligte ich mich an der Autofahrt ab Frankfurt 16.30 Ühr. Auf ausgezeichneten Straßen mit Kleinpflaster, Asphalt- oder Zementdecken ging es schnell vor­wärts. In Bad-Dauheim, wo eine gute Tasse Kaffee genommen wurde, herrschte Hoch­betrieb; der ganze Eindruck ließ sofort erkennen, wie dieses Weltbad auf der Höhe ist. Die Fahrt wurde fortgesetzt durch die altertümlichen, schonen Landstädte Butzbach, Lich, Grünberg. Um 7 Uhr waren wir nach Zurücklegung von 100 Kilometer in Homberg. Eine herrliche Abend­stimmung herrschte, im Südosten stieg am tief* violetten Abendhimmel der purpurne Dollmond auf. Eine kühle, eruickende Lust empsing uns nach heißer Fahrt. Freundlich grüßte dashoch­gebaute" Städtchen von der Dergkuppe. Wir nahmen Quartier in einem freundlichen Gasthaus. Arn anderen Morgen ging ich mit einer Fahrtteilnehmerin über den in neuer Herstellung begriffenen Diehmarktplatz mit feiner neuen städtischen Halle durch die heime­ligen, sauberen Straßen hinaus nach dem Schloh- berg, der früher eine Reichsseste trug. Reste da­von sind noch zu sehen; im übrigen ist das Haupt­gebäude im Besitz des Arztes; drum herum ziehen in Terrassen herrliche blumige Garten und Wiesen- und Obstbaumstücke, in denen schöne Aussichtsplähe eingerichtet sind (Privatbesih). Wundervoll ist der Blick vor uns ins Tal mit der Ohm und der Bahn nach Rieder- Gemünden zu und darüber in der Feme nach Ulrichstein. Im Norden sehen wir den be­deutenden Basaltsteinbruch Rieder-Oflei­den und dahinter die Amöneburg auf hoher Bergkuppe (Arnone Amana Ohm, also Ohm­burg). Was üns nach diesem langen, heißen Sommer so angenehm auffällt, ist das tiefe Grün der ausgedehnten Wälder und der Wiesen im Talgrunde; die Spuren der Trockenheit sind verhältnismäßig gering. Die Hornberger Wasser­leitung hat auch die Gefahren des trockenen Sommers ohne Störung überstanden! Im Ror- den, etwa eine Stunde entfernt, liegt die alte Burg Schweinsberg, wo früher das alte, ritterschaftliche Geschlecht der Schenk zu Schweins- berg sah, das noch zahlreiche Familien in Hessen und Preußen hat. Auch im Rorden, eine Stunde aufwärts im Ohmtal, begegnen wir einem Hofgut der Schenk zu Schweinsberg: Wäl­dershausen. Langsam steigen wir wieder hinab von der Höhe, vorbei am alten Stadt­brunnen, der alten Kirche, die jetzt renoviert werden soll, und dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Rathaus. Wir holen uns imFrank­furter Hof" den Schlüssel zu dem ihm gehörigen Park und gehen einen schmalen Stufenpfad durch das Tor in diesen Park. Zahlreiche Sitz- und Aussichtsplähe sind da, die gut unterhalten sind, und zum Lesen, Schreiben, Träumen und zu traulicher Aussprache einladen. Besonders schön ist der Blick ins Ohmial hinauf von hieik. Ich habe mich herzlich gefreut, einen fo schönen Platz in der Heimat gefunden zu haben und schied von dort mit dem Wunsche, daß Hom­bergs Fremdenverkehr sich noch gut entwickeln möge. B.

Generaldirektor Stephan, Wetzlar f.

Am Sonntag verschied in Heidelberg nach kurzem Krankenlager der Generaldirektor der Stahlwerke Röchling-Buderus A.-G. in Wetzlar, Michael Stephan. Der Verblichene war der Schöpfer der Anlagen der Stahlwerke Röchling-Buderus A.-G., die gemeinsam von dem Edelstahlwerk Röchling A.-G. in Völcklingen und den Buderusschen Eisen­werken in Wetzlar im Jahre 1920 gegründet worden ist. Die oberste Leitung des Werkes lag seit der Gründung in seinen Händen. Mit Generaldirektor Stephan wird ein Edelstahlfachmann zu Grabe ge­tragen. Er genoß internationalen Ruf. Die Ein­äscherung erfolgt seinem Wunsche gemäß im kleinen Kreise in Heidelberg.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag: D. V. P.: Generalversammlung, 20.15 Uhr, im Hotel Hindenburg. Liliputaner-Theater:Heiratsfieber", 20.30 Uhr, im Cafä Leib.. Lichtspielhaus, Bahn- Hofstraße:Verdun". Astoria-Lichtspiele:Men­schenschmuggel" undDer Mann mit der eisernen Faust".

Ein Vortrag über Glanzplätten und Wäschebehandlung findet morgen nach­mittag im HotelPrinz Carl" statt. Unsere Haus­frauen seien auf diese Veranstaltung besonders hin­gewiesen.

Das Liliputaner-Gastspiel, das heute nachmittag und heute abend im Saale des Cass Leib stattfinden wird, sei an dieser Stelle noch einmal der Beachtung unserer Mitbürger empfohlen.

** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Tage kann der Installateur Lu d w i g Möser aus Wie- seck auf eine 25jährige Tätigkeit im Städtischen Gas- unb Wasserwerk zu Gießen zurückblicken. Dem Ju­bilar wurde heute vormittag von seinen Mitarbeitern eine Ehrung bereitet und ein Geschenk überreicht.

** Herbstfest der D. D. A. * I u g e n d. Am Samstagabend veranstaltete die Gießener D. D. A.-Iugend, die in der Arbeitsgemeinschaft: der Gießener Jugend- und Schulgruppen des D. D. A. zusammengcschlossen ist, auf der Cie- bigshöhe ihr diesjähriges Herbstfest, dessen Er­trag zugunsten des Auslanddeutschtums bestimmt war. Wie die gleichartigen Deranstaltungen der vergangenen Jahre,, so war auch diese Feier für alle Teilnehmer ein schöner Genuß und für die Sache des D. D. A. ein voller Erfolg. Der große Saal der Liebigshöhe war bis auf den letzten Platz gestopft voll; neben den Ju­gendlichen konnte man erfreulicherweise auch viele Erwachsene sehen, die durch ihre Anwesenheit ihr Derbundensein mit den V. D. A.-Destrebun* gen bekunden und sich an den Darbietungen der jugendlichen Mitwirkenden erfreuen wollten. Die ganze Deranstaltung, von der Jugend selbst organisiert und in der Dortragsfolge auch selbst durchgeführt, brachte musikalische Darbietungen, Gesänge, Rezitationen, komische Dorträge, Volks* tanz, ein kleines eindrucksvolles Schauspiel über die deutsche Rot in Südtirol und zum Schluß eine große Revue. Jugendliche Kräfte aus der Studienanstalt, dem Fröbelseminar, dem Real­gymnasium, der Oberrealschule und dem Gym­nasium stellten sich teils musizierend, teils tan­zend oder darstellend in den Dienst der Sach«. Sämtliche künstlerischen Leistungen waren wohl­gelungen und fanden verdientermaßen den lebhaften Beifall der außerordentlich gro­ßen Zuschauermenge. Um die Revue machten sich besonders verdient: Bolker Loos (Entwürfe), Tanzlehrer ulke (Tänze), Realgymnasium (Musik), Hans P e t s ch (Beleuchtung), L. Geist und G. Körner (Dekoration), Frau K. Iöckel (Kostüme); ferner seien hier mit einem besonderen Wort der Anerkennung die famosen Leistungen der Girls aus der Studienanstalt und dem Fröbelseminar hervorgehoben. Was die Jugend im Rahmen dieser Revue brachte, war natürlich auf die Arbeit des D. D. QI. abgestellt, geschickt und reizend hergerichtet, von gehaltvoller Kraft und stark werbender Wirkung. Olm Schlüsse der Dortragsfolge sprach der Vorsitzende' des Landes­verbandes Hessen des D. D. QI. in einer kurzen Rede, ganz im Sinne der vielen Besucher, der Gießener D. D. A.-Iugend für den in allen Tei­len wohlgelungenen Abend herzlichen Dank und volle Anerkennung aus, wobei er zugleich auch die Mitarbeit der jungen V. D. A.-Mitglieder in Gießen für die große Sache des Derbandes rühmend hervorhob. Hm die Dorbereitung und die Durchführung des Olbends haben sich die Mitglieder Student Loos und Unter Primaner R a y k o w s k i sehr verdient gemacht, denen denn auch vom Landesverbandsvorsihenden in gebüh­render Weise öffentlich Dank gesagt wurde. Als Gesamtergebnis der rückschauenden Betrachtung auf den Abend kann gesagt werden, daß unsere Gießener D. D. A.-Iugend hier wieder einmal eine vortreffliche Tat vollbracht hat.

Dolkskunstabende der Dolksh och* schule. Man schreibt uns: Die Volkshochschule wird auch im kommenden Winterhalbjahr ihre musikalischen Dolkskunstabende veranstalten, und zwar in der weniger konzertmähigen, als musik- pädagogischen Form, die im vorigen Winter als ihren Zielen entsprechend erprobt wurde; den Darbietungen werden daher jeweils einführende Worte vorangestellt. Es ist wohl anzunehmen, daß die regelmäßigen Teilnehmer solcher Musik­abende auch in ihrem allgemeinen Musikver­ständnis gefördert und mit größerem Gewinn die anderen Konzerte unserer Stadt besuchen wer­den. Im Hinblick auf diese sind die musikalischen Dolkskunstabende wie eine Reche weiterer Ver­anstaltungen der Volkshochschule als volksbildne­rischer Vorbau vor das Konzertleben Gießens ge­dacht. Reben den drei vorgesehenen Musikabenden werden weiter als Reuerung im Rahmen der Volkshochschule zwei literarische Volkskunstabende stattfinden. Don diesen fünf Veranstaltungen steht das Programm der drei vor Reujahr stattfin­denden bereits fest: 1. Sonaten für Violine und Klavier von Mozart. Ausführende: Prof. K. Schmidt (Klavier) und Konzertmeister Gen * zewskr (Violine). 2.Spiegel der Zeit". Rezi­tationsabend von Hans D o h m e (Kassel). Dich­tungen von Menschen und Maschinen, vom Rhyth­mus und Willen der Zeit. 3.Marsch und Tanz". Ausführende: Frau E. Fischer (Klavier) und Prof. K. Schmidt (Klavier). Rach Reujahr finden der dritte Mu-sikabend (voraussichtlich Orchesterabend) und der zweite literarische Volks­kunstabend statt. Man beachte die Einladung im heutigen Anzeigenteil.

Weitere Lokalnachrichten im 2. Blatt.

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