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Rot und Silber sind meine färben!
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Qucdborn.
25. Oktober: Schrnrnenbrand m
9. Rovember: Zimmerbrand in
16. Dezember: Balkenbcand in in Lich.
Die Kreismotorsprihe
1. Oktober: Großseuer in Großen-Linden.
14. Oktober: Grvtzfeuer in Trais-Horloff.
19. Oktober: Brand in einer Hol-schneideret
Lollar. Grünberg, einem Saalbau
17. Juli: Dachstuhlbranb in Holzheim.
9. August: Werkstätkebcand in Watzenborn- Steinberg.
22. September: Scheunenbrand in Geilshausen.
25. September: Echeunenbrand in Heuchelheim.
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jährliche Lungenentzündung hinzu:ritt. Richt nur gesellschaftlich auherordentliu) peinlich, sondern auch stark schwächend ist die „fötide“ Bronchitis, bei dec sich ein äußerst übelriechender Auswurf bildet. Andere unangenehme Folgen des Bron- >Hialtatarrhs bestehen in Asthma, das bei schwachen und älteren Leuten, aber auch bei Buckligen und kleinen Kindern sowie Herz- und Aierenkranken zu bedenklichen Folgen führen kann. Auch in diesen Fällen ist Lebensgefahr nicht immer auszuschliehen.
Die Bronchitis zu vermeiden, ist nicht immer möglich, da nicht selten der schädigende, die Krankheit hervorcufende Beruf beibehalten werden mutz. Auch der Ansteckungsmöglichkeit kann man sich nicht immer entziehen. Sehr wichtig sind Abhärtung durch nicht allzu warme, luftige Kleidung, Wosserheilprozeduren und vernünftig be- Iriebenen Sport. Schroffe llebergänge von warm zu kalt sollen von allen vermieden werden, die hinsichtlich Abhärtung nicht ganz „sattelfest" sind. Empfehlenswert ist es. wenn man aus einem sehr warmen Baume direkt in einen kalten kommt, zunächst einige Minuten nicht zu sprechen, den Mund geschloßen zu hallen, so datz die Atmungs- lüft sich nicht plötzlich, sondern nach und nach abkühlt. Richt selten freilich ist trotz aller Dor- sichtsmahregeln eine Erkrankung an Drvnchial- katarrh nicht zu verhindern
Von den oberhessischen Arbeitsgerichten
Zu Dorsitzenden und stellvertretenden Dor- sitzenden für das Jahr 1929 sind bestellt Worten:
bei dem Arbeitsgericht in Giehen: a) Dor- sitzender: Rechtsanwalt Ludwig Raab in Gießen, b) stellvertretender Dorsitzender: Regie- rungsrat Dr. Georg Krüger in Giehen:
bei dem Arbeitsgericht in Friedberg: a) Vorsitzender: Amtsgerichtsrat Burkhard T h u r n in Friedberg und Amtsgerichtsrat Gustav Schneider in Dad-Rauheim, b) stellvertretender Dor i ender: Amtsgerichtsdirektor Berthold Rausch in Bad-Rauheim:
bei dem ^rbeitsa.nt in L a u t e r b a ch: a) Dor- sitzender: Regierungsrat Walter Ranz in Lauterbach, b) stellvertretender Dorsitzender: Regierungsrat Walter S t r a ck in Alsfeld und Amtsgerichtsrat Kalbfleisch in Lauterbach:
bei dem Arbeitsgericht in Ridda: a) Vorsitzender: Oberamtsrichter Wilhelm Krug in Ridda, b) stellvertretender Vorsitzender: Amtsgerichtsrat Hahn in Ridda.
Brände im Kreise Gießen.
Aus dem Jahresbericht des Kreis- leuerwehrinspektors für 1928 wird uns mllgeteilt, datz im vorigen Jahre folgende Brände in den Landgemeinden des Kreises Giehen stattfanden:
12. Januar: Grohfeuer in Mainzlar. Fabrik- brand bei Scheidhauer & Gietzing 21.*®.
5. Mai: Brand des Materialraumes der Bahnmeisterei Dietzen in Lollar.
14. Juli: Waldbrand im Gemeindewald Daub- ringen.
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wären die dringendsten Wünsch« der Anwohner dieser Straße befriedigt, denn auch der auf b?r Ostseite der Stratze gelegene Bürgersteig wird sicherlich bald in Ordliung gebracht werden.
•• 90 Jahre alt. Am morgigen 25. Januar wird Fräulein Meta von Klip st ein 90 Jahre alt. Sie entstammt einer althessischen Forstfamllie. Ihr Großvater ruht an der Klipsteinseiche im Walde bei Darmstadt; er wurde wegen seiner großen Verdienste um die deutsche Forstwirtschaft in den erblichen Adelstand erhoben. in Forstkreisen wurde er der „Grüne Papst" genannt. Ihr Vater, ursprünglich auch Forstmann, beschäftigte sich schon in seiner Studentenzeit viel mit Geologie und Bergbaukunde. 2lls im Jahre 1836 der Professor für Anatomie und Mineralogie, Wernekink. starb, wurde er zum ordentlichen Professor für Mineralogie und Geologie an der Gießener Universität ernannt: er war der erste Inhaber dieses Lehrstuhls, der nicht gleichzellig ein medizinisches Fach zu vertreten hatte. Ihm gehörte das schöne Haus am damaligen Seltersberg, und dort wurde im Jahre 1839 Meta geboren, als zweitjüngste der sechs Geschwister. Ihr ganzes, reiches Leben hat sie in diesem Hause gelebt, nur unterbrochen von den vielen Forschungsreisen, auf denen sie ihren Vater begleitete: besonders die Ostalpen waren beiden häufig das Ziel, und dort haben sie mancherlei wichtige geologische Untersuchungen in schwierigem, damals noch wenig bekanntem Gelände ausgesührt. Bedeutende Sammlungen auf mineralogischem und besonders auch auf paläontologischem Gebiet zeugten von dem Fleiß und den Kenntnissen der beiden. Aber auch manche seltene Pflanze, mancher Strauch wurde von den Reisenden mit heimgebracht, und in dem poetischen alten Garten mit hohen Buchsbaumheden und Moosrosenbüschen ist wohl kaum ein Baum und eine Blume, die Fräulein von Klipstein nicht selbst pflanzte: jeden Vogel, der in den hohen Fliedeü>äumen singt, kennt und liebt sie, und Hunde, besonders die Tadel, sind ihre besonderen Freunde. Die Liebe zu der Ratur und jedem Geschöpfe, ist ihre höchste Lebensfreude. Jetzt ist der „Seltersberg" zur Frankfurter Straße geworden, und an dem alten Haus sausen die Autos. Motorräder und die Straßenbahnen vorbei: aber wenn du eintrittst in das geräumige Treppenhaus mit dem schöngeschnitzten Holzgeländer, wenn du an dem altmodischen Klingelzug läutest und dich die alte Dienerin hineinfuhrt zu ihrem gnädigen Fräulein, dann fällt die Hast des modernen Lebens von dir ab und ein Hauch der guten alten Zeit, der Großväterzell umweht dich: Der gemütliche, weihe Kachelofen spendet Wärme, von den Wänden schauen die alten Biedermeier-Herren und -Damen aus ihren Gold- rahmen herab, das schöne Spinett an der Hauptwand scheint noch zu ertönen, am Fenster zwitschern die zierlichen Vögelchen in ihrem Käfig, im Konsolchen noch Reste der Steinsammlung, und im Lehnsessel die liebe alte Frau streckt dir beide Hände entgegen, und die Freude über den willkommenen Besuch steht in ihren guten Augen. 2llle Sorgen kann man hier niederlegen, alles besprechen. was das Herz bewegt, nichts menschliches ist der alten Dame fremd: und alle, die hier so manches Mal Einkehr halten und ein Stündchen der Ruhe genießen, wünschen sich nur das eine, datz ihnen diese traute Stätte noch lange erhalten bleibe.
*' Deutsch-evangelisches Leben im Banat. Am Montagabend sprach Senior Kund aus Pancevo in Jugoslawien in der Stadtkirche über „Deutsch-evangelisches Leben im Banat". In einem geschichtlichen äleberblid berichtete er zunächst über die mancherlei Leiden, die dieses Gebiet infolge der jahrhundertelangen Türkenkriege auszuhalten hatte. Prinz SÜgen machte durch seine Siege 1716 und 1717 der Türkenherrschaft ein Ende, so datz um 1724/26 die ersten deutschen Siedler in das fast völlig verwüstete Land gerufen werden konnten. Eine zweite Zeit neuer Siedlung war unter der Regierung Maria Theresias um die Mitte und eine letzte Besiedlung fand statt unter Joseph II. am Ende des 18. Jahrhunderts, nachdem nochmalige Türkenkriege 1788/91 das Banat fast entvölkert hatten. Die meisten Siedler kamen aus Württemberg, Pfalz um) Hessen. Manche Straßennamen in Städten des Banats („Zwei- brüdener Straße") und sehr viele Familiennamen lassen noch die Spuren in die Auswan* derungsheimat zurüdv er folgen. Besonders belegte das der Redner durch viele Ramen, die er
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Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 24. Januar 1929.
Oer Lronchialkatarrh.
Don Dr. med. pater.
Bei dem gegenwärtigen Weller sind Erkäl- tunaen an der Tagesordnung. Der Husten guält DieR Menschen. Meist ist diese Wärter auf Bronchiallatarrh zurüdzusühren. Außer den Erkältungen gibt es aber noch manche andere Ursachen für Husten, wie zum Beispiel Verengerung der Rase, die den Betreffenden »bringt, statt durch die Rase durch den Mund zu atmen, wodurch erst infolge Eindringens von toter Luft, die nicht, wie normal, durch die Rasengänge vorgewörmt ist, Dronchiallatarrh indirekt entsteht. Einnehmen von Jod hat schon oft Bron- dialkatarrl) hervorgerufen. Staub und Rutz sind mindestens ebensooft an Bronchiallatarrh schuld, de Zugluft und Erkältung. Ferner tritt Bron- ialkatarrh oft im Gefolge anstedender Krank- - eiten auf, wie Grippe. Keuchhusten, Masern. Unterleibstyphus und Rodern Auch leiden Men- •cn. an Bronchiallatarrh, deren Grundlrankheit Herzfehler, Lungenblähung. Blutvergiftung, Rie- enentzündung, Gicht, englische Krankheit oder Verfettung ist. Budlige, die oft nicht normal linicn können, erkranken häufig an Brvnchial» atarrh. Bedenklich wird Bronchiallatarrh. i-enn die besonders für alte Leute ge-
Male bei dem Brande in Mainzlar in Tätigke.t und war dort drei «Stunden ununterbrochen in Betrieb. Weiter wurde sie zu den Bränden am 1. Oktober nach Grohen-Linden und am 14. Oktober nach Trais-Horloff angefordert, wo sie jedesmal zwei Stunden in Betrieb war.
Bei den Bränden in Mainzlar und Trais-Horloff wurde das Löschwasser aus der Seilbach bzw. Horloff auf etwa 200 bis 253 Meter nach der Brandställe gepumpt. Bei dem Brande in Gro- tzen-Linden wurde es der Wasserleitung entnommen.
Talen für Freitag, 25 Januar.
1759: der Dichter Robert Burns in Allonay geboren; — 1881: der Schriftsteller Emil Ludwig in Breslau geboren.
Gictzener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Käse 10 ÖLüd 60 bis 1,40; Butter Psund 140 bis 170; Malle 30 bis 35; Wirsing 15 bis 20; Weitz- kraut 10 bis 15; Rotkraut 20 bis 25: gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 35 bis 40; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 25 bis 30; Rosenkohl 40 bis 60; Feldsalat 1,20 bis 1.50; Tomaten 80 bis 90; Zwiebeln 15 bis 20; Meerrettich 50 bis 1/20; Schwarzwurzeln 50 bis 70; Kartoffeln 5; Aepfel 20 bis 40; Birnen 10 bis 30; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 100 biS 110; Suppenhühner 100 bis 1,20; Rüsse 60 bis 80; Eier Stüd 18 bis 20; Blumenkohl 60 bis 1.20: Salat 40 bis 45; Endivien 25 bis 35; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zentner 3,80 bis 4,50; Tauben Stüd 80.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag. Goethe-Bund: 4. Dichterabend (Anton Wildgans), 8 Uhr, in der Neuen Aula der Universität. — Ober- hessischer Geschichtsoerein, Gießen: Bortrag von Universitätsprofessor Dr. Drexel über „Die Jupiter- gigantenfäulerT, 8.15 Uhr, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts. — Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heillunde: Bortrag über „Neu- zeilliche Erdverbiegungen", 8.30 Uhr, im Hörsaale des Pb'sikalischen Instituts. — Spielvereinigung 1900 e. 93.: Ordentliche Generalversammlung, 9 Uhr, bei Boller, Bahnhofstraße. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Mitternachtswalzer". — Astoria- Lichtspiele: „Rintintin und die Goldgräber".
MaskenbälkederBereine: Große Gießener Karneval-Gesellschaft: Große Gala-Damensitzung, 20.11 Uhr, im Cofs Leib.
— Stadttheater Giehen. AuS dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: In der ersten Wiederholung von Lessing- »Rathan der Weise" am Freitag, 25. Januar, führt Karl Bold die Regie. Die Titelrolle spielt Edelbert Gareis. die Recha wird von Trude Hetz, für die wegen Erkrankung bei der Erstausführung Jngeborg Scherer eing.'sprungen war. verkörpert. — Als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen wird die Reuinszenierung von CHarleys Tante" (mit Musik von Hugo Hirsch) am Sonntag, 27. Januar, aufgeführt. — Die alleinige Uraufführung von Werner Johannes Guggenheims Schauspiel ..Das Dorf Sanct Justen" ist auf Dienstag, 29. Januar, festgesetzt. Der Autor hat fein Erscheinen zur Uraufführung in Gietzen zugesagt.
•* Don der Frankfurter Stratze. In den letzten Wochen wurde der auf der Westseite der Frankfurter Stratze gelegene Bürgersteig, beginnend an der Veterinärklinik und enäend am Eisenbahnviadull bei Klein-Linden, neu h.wg<^ richtet Der Bürgersteig ist jetzt durchschnittlich drei bis vier Meter breit und von der tiefer liegenden Fahrstraße durch Randsteine ab getrennt. Der Futzsteig wurde mit Schlacke fest eingestampft. Wenn die Stadtverwaltung nun iwch zwei bis drei Strahenlampen anbringen lassen würde, so
in Giehen und im übrigen Oberhessen sand. Ihre Sprache, wie vieles in Sitte und Tracht haben unsere einstigen hessischen Landsleute brüfccn treu bewahrt. Mit den übrigen Deutschen Süd- slawiens (Batschka. Baranya, Syrmien) zählen sie zusammen etwa 600 000, und zwar meist in geschlossenen Bauernsiedlungen, die sich durch die Arbeit des Pfluges ihr sittNches Recht auf die neue Heimat erworben haben. Jugoslawien zeigt in seiner völlischen Zusammensetzung ein so buntes Gemisch, wie kaum ein anderes Land in Europa. Darauf beruhen auch die innerpolitischen Schwierigkeiten der letzten Zeit. Gleiche Mannigfaltigkeit zeigt auch die religiös-konfessionelle Karte. Richt weniger als 14 Bekenntnisse sind in diesem Land mit seinen kaum 13 Millionen Einwohnern vertreten. Es gibt etwa 250 000 Evangelische, welche zum großen Teil in Ansiedlungsgemeinden leben und seit 1921 kirchlich lose zusammengeschlossen sind. In vielen Gemeinden ist trotz außerordentlicher Opferwilligkeit kirchlich doch große Rot, so daß sie ihr kirchliches Gemeinde- .eben nur durch die tatkräftige Hilfe des Gustav- Adolf-Dereins aufrechterhalten können. Das gilt im besonderen gerade für die Kirchengemeinöen im südslawischen Banat, denen der Redner als Senior vorsteht. Diele Lichtbilder gaben die nötige Anschauung zu dem Bortrag und ver- tärften noch den Eindruck von der großen Bedeutung, die unseren deutsch-evangelischen Gemeinden im Südosten Europas zukommt als Vorposten deutschen evangelischen Lebens. Der Ertrag an Eintrittsgeld und freiwilligen Gaben, zusammen 128 Mk., war für den Kirchbau in Werschatz bestimmt, wo man diese Gabe gewiß als einen Brudergruß der alten Heimat dankbar empfangen wird.
** Gaslehrvortrag. Am Dienstag Der» anstallete die Firma Emil P i ft o r Rächst, Gießen, in Gemeinschaft mit den Burger Eisenwerken, im Saale des „Eafö Leib" einen Gaslehrvortrag, verbunden mit praktischen Kochvorführungen auf dem „Juno"-Gasherd. Die Vortragende veranschaulichte in klarer Weise die Vorteile dieses Llppnrates. Der Präzisions-Doppell.'arbrenner ermöglicht es, durch die Eigenart seiner Kon- strullwn, große Mahlzeiten bei einem verschwindend geringen Gasverbrauch zu bereiten, wovon sich das Publikum durch einen an die Gasleitung angeschlossenen, weithin sichtbaren Gasometer überzeugen konnte. Das rege Interesse der Zuhörer, das sich nach dem Vortrag für die au2>- geftellten Gasherdmodelle bemerkbar machte, dürfte nicht zuletzt auf die wohlgelungenen Koch-, Brat- und Dackvorführungen zurückzuführen fein. Zum Schluß des Vortrages kam ein „Juno"-Gasherd mit Backofen zur Verlosung.
Amtsgericht Gießen.
In einer hiesigen Wirtschaft fand schon vormittags ein kleines Zechgelage statt. Einer der Zecher wurde unwohl und desl)alb auf ein Sofa des Nebenzim mers gelegt. Dort schlief er ein, und der Anklagte benutzte den Schlgf, um seinem Zechgenossen Geld aus der Tasche zu stehlen und sich bann unbemerkt davon zu machen. Am 3.1. M. wurde er in Mainz gefaßt, in Haft genommen und hierher transpor tiert. Er erhielt eine Gefängnis st rafe von drei Wochen ohne Anrechnung der Untersuchungshaft. Er war in der Hauptoechandlung geftändia und noch nicht vorbestraft; andernfalls wäre bie Strafe schon wegen des großen Ver- trauensmißbrauchs eine höhere gewesen.
In einem Hause am Stadtrand, in dem Familienstreitigkeiten nicht zu den Seltenheiten gehören, arteten in einem Falle diese in Tätlichkeiten aus, indem die Schwiegermutter von ihrem Schwieger' sohn unb einem Nachbarn körperlich mißhandelt wurde. Sie stellte Strafantrag gegen beide, zog ihn aber dann wieder Zurück. Recbllich zulässig war dies jedoch nur hinsichtlich des Schwiegersohns, und das Verfahren gegen denselben wurde deshalb auch eingestellt, allerdings unter Kostenübernahme durch die Schwieaermutter, während der andere, der mit der Antragstellerin nicht verwandt und nicht verschwägert war, nur eine geringe Geldstrafc erhielt, da Milderungsgründc, die eine solche rechtfertigten, hinreichend vorhanden waren.
Berliner Börse.
Berlin, 24.Ian. (WTB. Funkspruch.) Im Anschluß an den festen Verlauf der gestrigen Abend börfe und beeinflußt durch Neuyork, ist man im heutigen Frühverkehr weiter freundlich gestimmt. Das Geschäft bleibt nach wie vor sehr sttll.
fior.
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