Ausgabe 
23.11.1929
 
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gepflanzt, die doch erst Abwechslung In die Ein­tönigkeit bringen!

Ganz von selbst kommt uns die Erinnerung an die weltvergessenen, stillen Friedhöfe dort auf dem Waldeshügel, wo uns das Rauschen der Bäume umfängt, und wir auf kurze Zeit die Welt ringsum vergessen, wo wir trauliche Zwiesprache halten können mit denen, die vor uns auf dieser

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Helm Eckel, Gustav Hofmann, Friedrich Pitz gewählt.

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20.Rov. Der Handel mit

hervortritt, die von den Klerikalen, Rationaldemo-

Oberheim und Heinrich älhl, von der zweiten Liste Ludwig Hofmann II., Otto Kammer, Wil- Otto Lang und

Erde pilgerten.

Es ist deshalb gewiß keine kleine Aufgabe, die noch in manchen Gemeinden der Lösung harrt; die Friedhöfe so zu bepflanzen und so zu glie­dern, daß sie uns einladen, hier im Schatten der Bäume zu rasten, in andächtiger und weihe­voller Versunkenheit.

VIM zerkratzt nichts beim Reinigen und Polieren! i

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s e n hat eingesetzt. Die Preise . . .

preisen entsprechend recht hoch. Für das Pfund Lebendgewicht wird von den Händlern 1,10 Mark bezahlt. Die Gänsezucht hat in den letzten Jahren hier dauernd zugenommen, weil so das billige Getreide verhältnismäßig gut verwendet werden kann. Auch ist dauernd Rachfrage nach Bettfedern vorhanden, für die 7 bis 8 Mark per Pfund bezahlt werden. Die Fettschw einpreise halten sich schon wochenlang auf der Höhe von 85 bis 87 Pfennig pro Pfund Lebendgewicht. Die Rachfrage nach Ferkel besteht auch weiter­hin, so daß trotz verstärkten Angebot- die Preise nicht merklich nachgegeben haben. 7 Wochen alte Jungtiere kosten 32 bis 36 Mark.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 22. Rov. Am Mittwochabend fand in der Aula der Stadtschule die Eröff­nungsfeier der Volkshochschule statt. Herr H e g a r (Gießen) begrüßte die Erschienenen und gab zunächst die Art der Kurse, die im Winterhalbjahr gehalten werden sollen, bekannL Darauf erläuterte er an Hand einer Kurve die Motive zu der dramatischen Erzählung: .Der Verbrecher aus verlorener Ehre" von Schiller, die anschließend von ihm rezitiert wurde. Musi­kalische Darbietungen von Mozart und Beethoven, die von Frau Elfriede Fischer- Gießen (Flügel) und Herrn L. K n a u tz - Gießen (Violine) auS- geführt wurden, umrahmten die Feier.

undankbare Aufgabe. Die aber nicht unmöglich zu lösen war, weil die deutschen Agrarier und C h r t st l i ch s o z i a l e n, die bisher schon der Regierung angehört hatten, grundsätzlich auch weiter bereit waren, mitzuarbetten. Der Mi­nisterpräsident hat denn auch nach allen Setten seine Fühler ausgestreckt, hat mit den tschecht- schen wie mit den deutschen Sozialdemokraten verhandelt und schließlich alle überrascht, indem er jetzt mit einer neuen alltschechi- schen Koalition ----- ***

Agrariern über die ---------.... ...... .

kraten und Rationalsozialisten bis zu den Sozial­demokraten reicht. Die Verhandlungen mit den Deutschen hat er ziemlich Plötzlich abgebrochen, die Deutschen sind also, wenn nicht im letzten Augenblick die Tschechen doch wieder unter sich uneins werden, ausgebootet worden und müssen nun eine ziemlich traurige Bilanz der vier Jahre ihrer Regierungstätigk.it z.ehen.

Damals waren die Tschechen mit ihrem Latem am Ende. Eie muhten sich innerlich sagen, daß sie nicht imstande waren, ihren Staat aus eigener Kraft zu konsolidieren, und daß sie um em Zu­sammenarbeiten mit den übrigen Dölkeim, die innerhalb ihrer Grenzen wohnen, nicht herum­kämen. Das machte sich auch nach außen hm sehr gut, weil dann gerade in Genf wirkungsvoll auf den Abbau der nationalen Gegensätze hinge­wiesen werden konnte. Ein Teil der deutschen Parteien Hot sich damals auch zur Mitarbeck bereit erklärt, mit dem Ergebnis, daß dadurch die Kluft unter den Deutschen nur noch tiefer wurde, der ohnehin scharf geführte partei­politische Kampf im deutschen Lager nahm ge- hässlge Formen an. Die deutschen Regierungs­parteien mußten sich .nach'agen lassen, das; ia auch sie die berühmte Erklärung von 1919 mit- unterzeichnet hatten, worin sie die Einverleibung der sudetendcutschen Gebiete in der Tschechoslo­wakei nicht als Rechtsgrundlage anerkannten, und jetzt saßen sie plötzlich in der Regierung.

Ihre praktischen Erfolge sollten ihre Recht­fertigung sein. Sie sind im wesentlichen aus ge­blieb en. Das einzige, was sie für sich an- führen können, ist, daß sie bestimmt vielerlei verhindert haben. Jetzt aber ist es mit ihrer Hilfe gelungen, die aktuellen Gegensätze unter den tschechischen Parteien zu beseitigen. Sie wer- den nicht mehr gebraucht und können gehen. Ein demütigender Ausgang, der aber hoffentlich das eine Gute haben wird, daß damit die Gegen­sätze im deutschen Lager geringer werden und jetzt endlich die Möglichkeit sich ergibt, einen großen deutschen Block wenigsten- mit Ausnahme der Sozialdemokraten zu bilden, der an nationaler Stoßkraft zurückgewinnt, was

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Das Eisenbahnunglück bei Dutenhofen

Verhandlungen vor dem Erweiterten Schöffengericht Wetzlar.

S er einigte Mitiekstandspariet, 173 Stimmen und fünf Sitze. Fünf neue Mitglieder ziehen in den künftigen Gemeinderat ein. Die Wahl­beteiligung war sehr gering, von 645 Stimmberech­tigten machten nur 312 von ihrem Wahlrecht Ge» brauch, also nicht 50 v. S). Es gelten als gewählt: Listei: Adolf Kleinkurt, Emil Bausch, Eduard Köhler und Emil Walther; Liste2: Otto Bausch, Adam Nies, Karl Rabenau, Hch. Wenzel I. und Heinrich Pauli L

r Steinheim. 21. Rov. Der hiesige Ge­rn e i n d e r a t hat eine geringe Verschiebung nach links erfahren. Während er sich seither au- 7 Vertretern des Landbundes und 2 sozialdemo­kratischen Arbeitern zusammenletzte, hat die-mal die ListeSozialdemokratische Partei" 3 Ge­meinderatsmitglieder, und die Liste de- Hessi­schen Landbundes 6 Vertreter aufzuweisen. ES wurden von der ersten Liste Otto Streb, Adolf

verlorcngegangen ist, und im übrigen darauf wartet, daß die tschechischen Agrarier und Sozial­demokraten sich über die Zollpolitik doch bald wieder in die Haare geraten.

Llnsere Oorffriedhöse.

Eine Betrachtung zum Totensonntag.

Wer je einmal den Vogelsberg durchwandert hat, wird sicher nicht an dem sog. Toten- küppel, bei dem Dorse Meiches, vorbei­gegangen sein. Es ist dies der Friedhof, nahezu eine halbe Stunde von dem Dorfe entfernt. Altes, zerfallenes Mauerwerk umgibt die Ruhe­stätte derer von Meiches, mächtige Bäume be­schatten die Gräber. Eine ganz eigenartige Stim­mung umfängt uns, wenn wir dieses Plätzchen betreten. Da drüben liegt das kleine Dorf, hier­her trägt man seine Toten, um sie in Familien­gräbern zu bestatten. Verwitterte Kreuze und Steine, verwischte Inschriften erzählen von der Vergangenheit. Dort in der Gemeinde gehen vielleicht manche entzweit und feindlich anein­ander vorbei, hier aber, am letzten Ruheplatz, kommen alle wieder zusammen.

Wenn man an einem Sommerabend, beim Scheiden der Sonne, dort oben gesessen hat, wird man diese Stunden nie vergessen, nicht nur, weil uns hier Gedanken der Vergänglich­keit beschleichen, die unwillkürlich zur Wehmut hinüberleiten, sondern weil dieser Friedhof ge­radezu mit Poesie übergossen ist.

Wir haben auf Wanderungen durch unser deutsches Vaterland noch öfters Gelegenheit ge­habt, solche idyllischen Friedhöfe zu sehen und dort einige Minuten in Andacht zu verharren. Teils liegen sie am Waldesrand, mitunter auch mitten im Wald, auf Dergeshöhe, an einem Ab­hang, oder ganz versteckt unter Bäumen. Wenn wir einen solchen Ort betreten, kommt ganz von selbst eine andächtige Stimmung über unS, wir treten unwillkürlich leiser auf, sprechen nur halb­laut und schauen in Gedanken versunken nach den Blumen, die den Toten als letzte Grüße von ihren Angehörigen geschenkt werden.

Wir oft konkmen wir aber auch auf Dorffried- höfe, die kahl und trostlos vor unserm Auge liegen. Da reiht sich, genau abgemessen, Grab an Grab, jedes mit einem kalten Zementmäuerchen umgeben, darauf Kreuz neben Kreuz, eins fast ?,enau so wie das andere. Das gilt besonders ür die Friedhöfe, die nach Feldbereinigungen neu angelegt wurden. Man wird beinahe an manche Friedhöfe von großen Städten in den südlichen Ländern erinnert, wo die Gräber in hohe Mauern eingebaut sind. Da wandelt man dann wie in der Straße einer Stadt. Jedes Grab hat eine Rümmer, hier und da ein ver­welkter Blumenstrauß, sonst nichts.

Solche Steinwüsten wirken in ihrer kahlen Ein­förmigkeit abstoßend auf den Besucher. Wohl geben sich die Landleute die größte Mühe, ihre Gräber mit den schönsten Blumen, die sie in be­sonderen Kästchen umständlich aufziehen neben der Feldarbeit!, zu schmücken, aber all' die Dlütenpracht wird erstickt durch die Gleichmäßig­keit der Steine. Rirgends sieht man einen Ruhe­punkt für da- Auge, wie selten werden Bäume

Der Zugzusammenstoß bei Duten­hofen am 9. Oktober 1928, bei dem bekanntlich erheblicher Sachschaden zu verzeichnen war, fand nunmehr sein gerichtliches Rachspiel. Unter der Anklage der Transportgefährdung, sowie der fahrlässigen Körperverletzung halten sich ein Lo- komotivführer aus Gießen, sowie ein Zugführer aus Watzenborn-Steinberg zu verantworten. In etwa vierstündiger Verhandlung, zu der eine ganze Anzahl Zeugen und zwei Sachverständige geladen waren, ergab sich etwa folgendes Bild:

Don Gießen aus war an jenem Unglückstage vormittags ein Arbeitszug auf dem rechten Gleis mit Material zu einer vor Dutenhofen befind- Gleisumbaustelle abgelassen worden. Lokomotiv­führer und Zugführer dieses Zuges waren die Angeklagten. Infolge Verspätung eines um die­selbe Zeit von Gießen nach Wetzlar abgehenden Personenzugs verzögerte sich die Abfahrt des Arbeitszuges um etwa 40 Minuten. Die Aus- bzw. Einladung des Reu- und Altmaterials konnte in der durch diese Verspätung verkürzten Zugpause durch den Arbeitszug an der Bau­stelle nicht beendet werden. Der Arbeitszug war daher gezwungen, um dem kurz nach 8 Uhr von Gießen abgehenden Personenzug die Durchfahrt freizumachen, das Ueberholungsgleis hinter Du- tenhofen aufzusuchen. Von dort fuhr er dann auf vorschriftsmäßige Weisung des Fahrdienst­leiters in Dutenhofen auf dem anderen Geleise zur Baustelle. Vom Fahrdienstleiter in Duten­hofen war daraufhin gleichzeitig mündlich darauf hingewiesen worden, daß etwa eine Stunde später das Geleise für den um 9.17 Uhr die Station Dutenhofen von Wetzlar passierenden Perfonenzug frei sein müsse. Etwa gegen 8.30 Uhr gab der Arbeits'ua von Posten 146 aus dieser liegt außerhalb der Cinsahrts ignale zum Bahnhof Dutenhofen telephonisch Rachricht an den Fahrdienstleiter in Dutenhofen über seinen Stand. Gegen 9 Uhr drückte dann der Arbeitszug wieder zurück, um in die Station Dutenhofen einzulaufen. Hierbei wurde das Ein­fahrtssignal übersahren. Unterwegs, kurz^ vor der Unfallstelle, will dann der Lokomotivführer an einer Telephonbude gehalten und einen Zug­begleiter beauftragt haben, bei dem Fahrdienst- leitet in Dutenhofen anzufragen, ob der Arbeits­zug einfahren könne. Angeblich habe auf diese telephonische Anfrage hin der Fahrdienstleiter geantwortet, der Arbeitszug solle kommen. Dar­aufhin gab dann der Zugführer Anweisung an

den Lokomotivführer zur Weiterfahrt des Ar­beitszuge;, die dann auch in langsamem Tempo erfolgt sei. An der Abzweigung der Strecke Bergwald fuhr nun der Arbeitszug auf einen auf Dem gleichen G.'eis aus entgegengesetzter Rich­tung mit ziemlich hoher Geschwrndigfeit ankom­menden Güterzug. Infolge herrschenden Rebels war die Sicht nur eine ganz geringe. Obwohl beide Lokomotivführer, wie sie bekunden, so­fort versuchten, ihre Züge zum Halten zu bringen, war das Unglück unvermeidlich. Die 'Lokomotive des Güterzuges wurde aus dem Gleise gehoben, die ersten drei Wagen, darunter der Packwagen, wie Streichholzschachteln zusam­mengedrückt. Wie durch ein Wunder war der im Packwagen befindliche Zugführer noch verhältnis­mäßig glimpflich davongekommen, während der Lokomotivführer erhebliche und der Heizer we­niger schwere Verletzungen davontrugen. Dom Arbeitszug, der in die Station hereingedrückt wurde und bei dem sich die Lokomotive also hinten befand, waren die vier letzten Wagen ineinandergeschoben worden. Die auf dem Pack­wagen befindlichen Leute konnten sich noch in letzter Minute durch Abspringen in Sicherheit bringen.

Die Beweisaufnahme ergab kein klares Bild. Die Angeklagten bestritten eine Schuld ihrerseits und behaupteten, die bestehenden Fahrdienst­vorschriften beachtet zu haben. Lediglich die in­folge des Rebels herrschende Unsicherheit trage die Schuld. Ein Rangierer des Arbeitszuges bekundete eidlich, daß ihm der Fahrdienstleiter in Diltenhofen auf die telephonische Anfrage hin geantwortet habe, der Arbeitszug könne ein­fahren, dieser hingegen bestritt unter seinem Eid, ein derartiges Gespräch geführt zu haben. Auch nach dem Gutachten der Sachverständigen war den Angeklagten eine direkte Schuld nicht nach­zuweisen.

Entsprechend dem Antrag der Staatsanwalt­schaft sprach das Gericht daher beide Ange - klagten kostenlos f rei. In der Begrün­dung wurde ausgeführt, daß die Derhandlung keine völlige Klärung ergeben habe, da sich die Aussagen zweier Zeugen gegenüberstehen. Das Gericht nimmt daher an, daß ein Telephonge­spräch über die Einfahrt des Arbeitszuges viel­leicht mit einer falschen Befehlsstelle stattge­funden habe, die wohl in der Eile die Anweisung zur Einfahrt gegeben habe.

Oberheffen.

Landkreis Gietzen.

ch Garbenteich, 20.Noo. Zur Gemeinde- r a t s w a h l waren hier zwei Wahlvorschläge eingereicht worden. Dorschlag 1 mit dem Kenn­wortSozialdemokratische Partei" erhielt 7 Sitze, Dorschlag 2 mit der Bezeichnung Bürgerliche Partei" 5. Die Gewählten von Liste 1 sind: Heinrich Mohr I., Dersichr- rungsinspektor;. Friedrich Briegel, Schlosser; Karl Hupfeld, Metalldreher; Ludwig Stumpf, Schrei- nermcifter; Heinrich Decker, Strahenwart; Jakob Stumps VI.. Weißbinder; Ludwig Stein, Buch­binder. Don Liste 2 sind gewählt: die Landwirte Johannes Hinterländer, Jakob Sommer, Jakob Wallbott, Heinrich Schmidt und der Maurer­polier Ludwig Keßlar. Die Wahlbeteiligung be­trug nur 56 v. H.

aL Allendorf (Lahn), 21. Rov. Bei der Gemeinderatswahl haben in unserer Ge­meinde 376 Personen gewählt. Wahlberechtigt waren 540. Don den abgegebenen Stimmen waren 359 gütig und 17 ungiltig. Es entfielen auf den WahlvorschlagSozialdemokratische Partei" 113, auf den WahlvorschlagGifte Keiner" 80, auf den WahlvorschlagL l st e Karl Gärth" 126 und auf den Wahlvorschlag Gifte Wilhelm Theiß" 40 Stimmen. Es sind gewählt: Wahlvorschlag 1 Gudwig Guh IX., Gudwig Wagner V. und Wilhelm Stengel. Dom Wahlvorschlag 2 Heinrich Keiner und Gudwig Wagner IV. Dom Wahlvorschlag 3 Karl Gärth, Gudwig Dolk XXI. und Philipp Steinmüller II. Dom Wahlvorschlag 4 Wilhelm Theiß. Reu­gewählt wurden Heinrich Keiner, Gudwig Wag­ner IV. und Wilhelm Theiß. Ausgeschieden sind Friedrich Heinrich, Johs. Volk II. und Philipp Heep HL

Oppenrod, 20. Rov. Bei der Ge­meinderatswahl blieb den Wählern un­seres Ortes ein Wahlkampf erspart, da nur eine gültige Gifte eingereicht war. Don den Gandwirten die im seitherigen Gemeinderat alle Sitze innehatten, wurde, da eine Einigung nicht erzielt werden konnte, für die diesjährige Ge­meinderatswahl ein Wahlvorschlag nicht einge­reicht, so daß die neue Gemeindevertretung nun­mehr aus 5 Arbeitern und 2 Landwirten be­

steht. Da die seitherigen Gemeinderatsmitglie­der vollständig ausscheioen, treten an ihre Stelle Joh. Hch. Hahn, Pflasterer; Hch. Kinzebach, Landwirt; Wilh. Balser VIII.. Weißbinder; Lud­wig Rüster, Weißbinder; Wilh. Kinzebach, Land­wirt; Ludwig Haas, Maurer; und Wilhelm Schmitt, Maurer.

gck. Großen-Dufeck, 20. Rov. In einem Saale der neuen Schule fand der erste Dortrag der Volkshochschule Oberhessen in die­sem Winter statt. Dr. M a l e ch sprach über neu­zeitliche Ernährungskunde. In klarer, überzeu­gender Weise zeigte der Redner, wie eine ein­seitige Ernährung, auch wenn sie aus an und für sichkräftiger" Kost besteht, den Körper in feiner Widerstandskraft schwächt und dadurch zu Erkrankungen führen kann, den sog. Mangel­krankheiten. Soll diesen vorgebeugt werden, müssen unsere Speisen, wie Erfahrungen und an Tieren vorgenommene Versuche nachweisen, ge­wisse Bestandteile, wenn auch nur in geringer Menge, enthalten. Der Mensch muß bei Der Zusammenstellung seiner Rabrung auf das Vor­handensein dieser Stoffen bedacht sein und Sorge tragen, daß sie bei der Zubereitung der Speisen nicht vernichtet werden. Durch Lichtbilder wurde der Vorgang der Verdauung und der Gehalt verschiedener Rahrungsmittel an jenen Stoffen erläutert. Die Besucher hatten zum erstenmal Ge­legenheit, den neuen Lichtbildaxparat der Schule, der von Lehrer Jung bedient wird, in Tätigkeit zu sehen. Der Vortrag findet an zwei weiteren Dienstagen seine Fortsetzung. Auch von auswärts waren einige Zuhörer erschienen. Der Vortrag fand lebhaften Anklang.

-n- Ober-Bessingen, 20. Rov. Bei der Gemeinderatswahl brachte das Resultat eine äleberraschung. Die Liste der Gewerbe­treibenden bekam 5, die des Landbundes 2 Sitze. Da aber der erste Wahlvorschlag nur 4 Kandidaten aufwieS, so fiel der letzte Sitz iwch dem Landbund zu, so daß dieser zu 3 Man­daten kam. Bei etwaigen Rachwahlen kommen nur noch Kandidaten des letzten Wahlvorschlages als Ersah in Betracht. Gewählt sind von Ge­werbetreibenden: Rudolf Dünding, Müller; Aug. Rinker, Zimmermeister; Johs. Rinker III., Pfla­stermeister, und Ernst Jox. Schreinermeister. Für den Landbund kommen in den Gemeinderat: Karl Seipp III.; Karl Walter und Ernst Kühn, sämt­lich GanLtoirte. Außer Ernst Jox und Ernst Kühn gehörten die übrigen Gewählten dem alten Ge­meinderat an.

n Nieder-Bcssingen, 20. Noo. Bei der Gemeinderatswahl waren hier zwei Listen aufgestellt. Es wurden gewählt: Liste 1: Soz i al- demokratische Partei: Hermann Pein, Gg. Roth V., Karl Keblowsky; von Liste 2: H e s s i s ch e r Landbund: Wilhelm Lotz III., Heinrich Schro­der V., Adam Roth, Joh. Schläßinger. Die Wahl­beteiligung betrug nahezu 65 v. H.

df. Langsdorf, 20.Noo. Zur Gemeinde- r a t s w a h l waren hier zwei Listen eingereicht. Die Liste 1, Vereinigte B ü r g e r p a r t e i, erhielt 1.39 Stimmen und damit vier Setze, die Liste 2,

Kreis Büdingen.

rl. EckartSborn, 16. Rov. Heute fand hier dir Mvnatsverfammlung des BezirkSleh- rervereins Ortenberg statt. Rach Er­ledigung geschäftlicher Angelegenheiten sprach Lehrer Jakob y (LißHrrg) über ferne Ein­drücke und Erlebnisse im Paris und Dersailles im Sommer 1929. Abends hatten wir hier eine Vorführung des FilmesAmerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten"; sie war sehr gut besucht.

]:[ Usenborn, 18. Rov. Die Schürfungen nach der Quelle für die hiesige Wasserlei­tung sind von großem Erfolg gewesen. Es wurde von Bauunternehmer Leiner in Bir- ftein an Den ersten Häusern in der Rähe der Straße nach Gelnhaar eine Quelle angehauen. Die täglich ungefähr 140 cbm Wasser liefert preutzen.

Kreis Biedenkopf.

~ Bieber, Kr. Biedenkopf. 18. Rov. Gestern veranstaltete Gastwirt Scherer in feinem neuen Saale ein sehr gut besuchtes Konzert, das von dem Musikkorps des 1. Bat 3nf.- Reg. 15 Gießen, unter persönlicher Leitung des "Obermusikmcisters Löb er ausgeführt wurde. Trotz des schlechten Wetters beteiligten sich viele Musikfreunde Der umliegenden Orte. Die Andacht, mit Der Die sehr guten Darbietungen ausgenom­men wurden, bewiesen deutlich, daß auch auf Dem Lande ein starkes Bedürfnis für Derartig? Ver­anstaltungen besteht. Herrn Scherer gebührt Dank dafür, daß er mit vielen Kosten einen solchen Bau errichtet hat, der es ermöglicht, den Einwohnern unseres Ortes einen Derartigen Kunstgenuß bieten zu können.

(Schluß de» daklionellen Teils.)

Mangel an Bewegung ist die dauernde Klage der Vielbeschäftigten und Ueberlasteten. Wo die Muskeln nicht arbeiten, staut sich das Blut. Blutstauungen lassen vor allem Hämorrhoiden entstehen. Nachdem aber die Ursache der Hämorrhoidalcntzündungen mit ihren Schmerzen und Leiden erforscht ist, lasten sich diese Leiden leicht verhüten und beseitigen. Wer ein Interesse daran hat, von Hämorrhoiden jeder Art befreit zu werden, macht sich die neuesten Forschung»« ergebnisse zunutze und gebraucht Posterisan. Auf« klärende Broschüre über das Posterisan erhält man kostenlos in allen Apotheken. Originalpackung Posterisan-Salbe RM. 1,75; Posterisan-Zäpfchen RM. 2,65._________________________________8772v

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