rungsbeflcmd sofort in eigene Regie zu übernehmen und alle Schäden zu begleichen. ^,cr Allianz-Konzern steht unter den deutschen Versicherungen weitaus an der Spitze. Wenn er jetzt noch die Frankfurter Allgemeine in eigene Regie nimmt, so entsteht damit eine übermächtige Versicherungsgruppe m Deutschland. Es gibt selbstverständlich noch sehr viele kleinere Versicherungen, die aber alle nicht annährend an die Bedeutung der Allianz heran- ragen. Daß die Allianz kurz entschlossen dir- gegrisfen hat, ist dankenswert, zumal hierdurch verhindert werden konnte, dah ausländische Versicherungskonzerne die Frankfurter Allgemeine übernehmen, wie es von einer englischen und einer schweizerischen Firma bereits geplant war. Die der Frankfurter Allgemeinen Versicherung nahestehenden Danken zeigen ihrerseits bei der Abwicklung der Angelegenheit allergrößtes Entgegenkommen. So kann man hoffen, daß der Frankfurter Dersicherungskrach geklärt und geregelt wird, ohne neue Erschütterungen im deutschen Wirtschaftsleben hervorgerufen zu haben. Dieses befindet. sich ohnehin in einer wenig günstigen Situation. Die Arbeitslosigkeit. die jetzt einige Zeit stagnierte, beginnt soeben wieder zu wachsen. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird sich die Konjunktur in Deutschland entgegen den Hoffnungen, die man noch vor einiger Zeit hatte, demnächst wieder verschlechtern. Die deutsche Wirtschaft wird also noch mehr Schonung als bisher nötig haben.
Oie südwestdeutsche Ferngasversorgung
Im Zuge der Verhandlungen über die Ferngasversorgung der in derchekoga zusammengeschlossenen hessischen Gemeinden und Gemeindeverbände haben gestern und heute in Darmstadt unter dem Vorsitz des hessischen Innenministers Besprechungen zwischen den verschiedenen Verbraucher- und Gaslieferantengruppen stattgefunden. Zur Erörterung stand die Frage, inwieweit jetzt, nachdem die Verhandlungen zwischen der Hekoga und der Ruhr- gas-A.-G. zu einem gewissen Ergebnis gediehen sind, eine Plattform für die gemeinsame Gasversorgung im gesamten Rhein-Main-Gebiet gesunden werden kann. Zur Erzielung des höchsten wirtschaftlichen Nutzeffekts wird dabei der Plan erwogen, dos Fernleitunassystem von einer gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft betreiben zu lassen, an der die Verbraucherorganisationen einschließlich der Länder sowie die Gaslieferanten beteiligt sind. Nachdem es Mitte Juli in Bonn zwischen der Ruhrgas-2l.-G. und den in der Ferngas-Gesellschaft Saar zusammengeschlossenen Gruppen zu einer Verständigung über die Versorgung Südwestdeutschlands mit Ferngas gekommen ist, wurde ferner erörtert, wie diese Abmachungen praktisch im chekoga-Gebiet durchgeführt werden können, damit der Saar die Teilnahme an der Gasversorgung gesichert wird, was für die künftige Entwicklung des gesamten Saargebiets und seiner Rückgliederung in die deutsche Wirtschaft von größter Bedeutung wäre. Die Verhandlungen, an denen neben den Vorständen der Hekoga, der Ruhrgas- A.-G. und der Ferngas-Gesellschaft Saar auch Vertreter der Süwega sowie des preußischen Handelsministeriums beteiligt waren, dürften in absehbarer Zeit fortgesetzt werden.
• Dreimonats-Moratorium für die Frankfurter Allgemeine. Die Gläubigerversammlung der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-A.-G. hat laut „Voss. Ztg." einem dreimonatigen Moratorium zugestimmt.
• Frankfurter Allgemeine Versiche - r u n g s - 21.= G. Auf Veranlassung des Aufsichtsrats sind die bisherigen Direktoren Philipp Becker und Dr. Kirschboum von ihren Aemtern zurückgetreten.
• Don der Reuen Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-A.-G. Heber die Gründung der Reuen Frankfurter Allgemel- nen Dersicherungs-A.-G. gab Generaldirektor Schmitt von der Allianz folgende Aufklärungen: Rach Abschluß des Garantievertrages, der bekanntlich bereits ohne jede Klausel in Kraft ist, war der nächste Schritt die Gründung einer neuen Gesellschaft, auf die in den nächsten Wochen das gesamte Geschäft übergeführt wird, bannt gewissermaßen auf neutralem Boden das Der- sicherungsgeschäft sich beruhigen und neu aufleben kann. An eine Hebernahme der neuen Gesellschaft auf die Allianz ist nicht gedacht. Es bestehe aber die Möglichkeit, dah der Aufscchtsrat demnächst erweitert und das Kapital etwas erhöht werde. Die Allianz hoffe, daß sie bei dem Geschäft keinen Verlust erleiden werde. Ein großes Geschäft sei jedenfalls aus der Transaktion vorerst nicht zu erwarten. Eine Sanierung der Frankfurter Allgemeinen durch einen Verband oder dergleichen sei nach Ansicht von Direktor Schmitt absolut unmöglich gewesen. Es handelte
Nch doch darum, durch Einsehen von neuen Direktoren und Dersicherungstechnikcrn sofort wieder eine Atmosphäre des Vertrauens herzustellen. Die Beteiligung am Bankenkonsortium, die auch beim Reichsverband der Privatversicherungen angeregt worden ist, hätte grundsätzlich abgelehnt werden müssen, da gerade die Frankfurter Vorfälle gezeigt hätten, wie notwendig es wäre, daß auch die Versicherungsgesellschaften bei ihren eigenen Geschäften blieben. Diese Ablehnung werde nicht damit begründet, daß die voraussichtlichen Verluste von der Allianz für zu hoch gehalten würden, vielmehr glaube sie, daß eine günstigere Abwicklung möglich sein werde, als man vielfach befürchtet habe.
' Frankfurter Börse. Auf. Antrag der Deutschen Bank, Filiale Frankfurt a. M., sind 1,40 Millionen Mark neue Aktien der I. Brüning & Sohn A.-G., Potsdam, zur Frankfurter Börse zugelassen worden.
* Belebung in der sauerländischen Steinindustrie. Die Firma Linzer Basalt A.-G. beabsichtigt, ihre Betriebe im Listertal bedeutend zu erweitern und durch Neueinstellung von etwa 300 Steinbrucharbeitern auch die alten Betriebe im Hunswinkel neu zu beleben. — Durch Anlage einer Seilbahn und einiger Steinbrecher sollen die Anlagen derart gefördert werden, daß ab 1. Oktober täglich 600 Tonnen Kleinschlag zu Bahnbauten geliefert werden können. Da die Firma gleichzeitig in Felsental eine Betriebseinschränkung vornehmen mußte, ist den dortigen Arbeitern Gelegenheit geboten, sofort weiter beschäftigt zu werden.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 23. Aug. (Eigener Drahtbericht des „Gieß. Anz.") Tendenz: im Verlaufe etwas freundlicher. — Zum Wochenschluß war die Tendenz an der Börse wieder recht unsicher. Die immer noch unsichere Lage im Haag stimmte pessimistisch und lähmte die Unternehmungslust. Es wurden Exekutionen vorgenommen, und zwar wurde dies auch mit einer neuen Insolvenz einer Bankfirma in der näheren Umgebung Frankfurts in Zusammenhang gebracht. Welche Kreise hiervon noch betroffen wurden, ließ sich nicht nachprüfen. Das Geschäft war äußerst klein, doch konnte sich zu Beginn des offiziellen Marktes die Stimmung wieder etwas bessern, so daß die Verluste gegenüber der gestrigen Abendbörse im allgemeinen kein größeres Ausmaß annahmen. Auf der anderen Seite konnte die festere Neuyorker Börse von gestern und die günstigeren Geldmarktverhältnisse eine gewisse Stütze bieten. Vereinzelte Märkte traten später etwas mehr hervor, da einiges Interesse von Rheinlandseite, sowie von Auslandseite bestanden haben soll. Die Gründung der Neuen Allgemeinen Versicherungs-A.-G. führte in dieser Angelegenheit zur Beruhigung, doch lag dieses Papier mit 140 Mk. Brief, eher angeboten. Am Elektromarkt verloren C h a d e 2,50 Mk., Siemens 1,5 und Sd) uefert 2 v. H. A.E.G. und Ges für el waren kaum verändert. Am Montan markt gaben Buderus 2 o. H. und Mannesmann um 1,25 d. H. nach. Stahlverein etwas gefragt. Auto werte gehalten. Sonst gingen die Verluste kaum über 1 v. H. hinaus. Etwas lebhafteres Interesse bestand für Karstadt mit plus 2 v. H. Renten leicht gedrückt. Im Verlaufe blieben die Kurse auf dem etwas gebesserten Niveau allgemein gut behauptet. Die Tendenz zeichnete sich durch eine nicht zu verkennende Widerstandsfähigkeit aus. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 v. H. unverändert. Am. Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1985, gegen Pfund 20,351, London gegen Kabel 4,847750, gegen Paris 123,87, gegen Mailand 92,66, gegen Holland 12,10, gegen Madrid 32,96.
Berliner Börse.
Berlin, 23. August. Die Tendenzgestaltung hatte heute viel Ähnlichkeit mit der gestrigen. Vormittags taxierte man allgemein im Zusammenhang mit der Unsicherheit im Haag schwächere Kurse, und zu den ersten Rotierun- gen trat dann eine beachtliche Widerstandsfähigkeit ein. Heberhaupt kamen mittags die günstigen Momente mehr in den Vordergrund. Die Angelegenheit der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs - A.-G. erfuhr durch das Moratorium der Gläu- b i g e r für die nächsten drei Monate eine weitere Entspannung, und die trotz erhöhter Börsenkredite feste Reuyorker Börse befriedigte. Man wies darauf hin, daß die Geldverhälknisse drüben viel konstanter geworden sind, auch daß die amerikanischen Großbanken 50 Millionen Dollar dem Tagesgeldmarkt zur Verfügung stellen wollen, wenn es auch nur zu einer Erleichterung der interntionalen Geldfähe führe. Die Erölsnung der Börse war bei geringem Geschäft lustlos und überwiegend schwächer, zumal von einer Insolvenz in der Provinz gespro
chen wurde, die aber für die Börse feine größere Bedeutung haben dürfte. Auch von der Festsetzung des Reportgeldfohes heute erwartet man keine Schwierigkeiten, der Satz dürste wohl unverändert bleiben. Größere Veränderungen traten nur vereinzelt bei den ersten Rotierungen ein. Reichsbank, Lau» rahütte, A.-G. für Verkehrswesen, Chade, Stolberger Zink, S ch u d e r t und Polyphon verloren einige Prozent. Dagegen konnten Karstadt, für die anscheinend die Beteiligung in der Schweiz anregte, 2,5 Prozent gewinnen. Anleihen neigten zur Schwäche. Ausländer uneinheitlich, Bosnier ein Prozent niedriger, Mexikaner ein Prozent höher.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 23. Aug. (Drahtbericht des „Gieß. Anz.") Tendenz: matt. — Der Produktenmarkt verkehrte zum Wochenschluß in stiller Haltung. Die Preise liegen wenig verändert, nur Mehle liegen geringfügig niedriger. Es wurden
notiert: Weizen 26 bis 26,25; Roggen 20,75; Hafer (int.) 21; Hafer (ausL, neuer) 20; Mais 21,25? Weizenmehl (südd. Spezial 0) 39 bis 40; Roggenmehl 29,50 bis 30,75; Weizenkleie 10,75; Roggenkleie 11.
Letzte Nachrichten.
Direktor Sauerbrey aufgesunden.
Frankfurt a.M., 23.Aug. (TA.-Drahtbericht.) Das Rätsel um den verschwundenen Direktor Sauerbrei) von der Sudwe st deutschen V a n k - A. - G. (Frankfurter Allgemeine) hat sich heute überraschenderweise geklärt. Die verwandten Sauecbreys erhielten einen in Wiesbaden aufgegebenen Brief, in dem Sauerbrey mitleilt, daß er sich zur Wiederherstellung seiner angegriffenen Nerven in einem Sanatorium befinde, das er aber nicht näher angibt. Er werde nach Wiederherstellung seiner Gesundheit sich zur Verfügung stellen.
Echach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mit^ teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 226.
8
7
6
5
4
3
2
1
8
7
6
5
4
3
2
1
Weiß.
£ h
a b
Don 3. Kotre.
Schwarz, d e f
Weiß zieht und seht in drei Zügen matt.
Weiß: 9 Steine. Ka7; Dh6; Lf5; Sb5, d7; Ba3, b4, f2, g2.
Schwarz: 8 Steine. Kd5; Lb3; Bc2, e2, e6, f4, f6, g5.
Rach stehend einige Partien vom internationalen Schachturnier zu Karlsbad.
Partie Nr. 148.
5. Runde. Sizilianisch. Weih: Iates. Schwarz: Diemzvwitsch.
1. e4, c5. 2. Sf3, Sf6. 3. e5, Sd5. 4. Sc3, e6. 5. Se4, f5. 6. Sc3, Sxc3. 7. dxc3, Le7. 8. Lf4, Db6. 9. b3, Dc7. 10. Ld3, b6. 11. De2, c4. 12. bxc4, Sc6. 13. 0-0, Lb7. 14. Tfel, 0-0-0. 15. Tadl, Lc5. 16. Sd2, g5. 17. Le3, Sxe5. 18. LXc5, Sg4. 19. g3, Dxc5. 20. Le4!, La6. 21. Lg2, Kc7. 22. H3, Sf6. 23. Df3, Dc6. 24. De3, Se4. 25. Sxe4, fxe4. 26. Dx g5, d5. 27. cxd5, cxd5. 28. De5+, Kc8. 29. a4, Thf8. 30. Dd4, Dc5. 31. H4, Dxd4. 32. Txd4, Tf7. 33. c4!, Tdf8. 34. cxd5, Txf2. 35. Lxe4, h6. 36. dö,Tfl+. 37. Txfl, Lxfl. 38. g4, La6. 39. Lf5+, Kd8. 40. h4, Le2. 41. Kh2, a5. 42. Kg3, Tf6. 43. Kf4 aufgegeben.
Partie Nr. 149.
6. Runde.
Abgelehntes Damengambit.
Weiß: Capablanca.
Schwarz: Iates.
1. d4, Sf6. 2. c4, eb. 3. Sc3, d5. 4. Lg5. Le7. 5. e3, 0-0. 6. Sf3, Sbd7. 7. Tel, c6. 8. Ld3, dx c4. 9. Lxc4, b5. 10. Ld3, ab. 11. 0-0, c5. 12. a4!, c4. 13. Lbl, Db6. 14. e4, h6. 15. Le3, Sg4. 16. Lf4, Lb7. 17. e5, f5. 18. h3, Tf7. 19. d5, b4. 20. a5!, Dxa5. 21. dxe6, Tff8. 22. Dxd7, Lxf3. 23. gx f3, bxc3. 24. Dxe7, cxb2. 25. TXc4, TaeS. 26. Dc5 aufgegeben.
Partie Nr. 150.
7. Runde.
Damenindisch.
Weih: Spielmann. Schwarz: Iohner.
1. d4, Sf6. 2. c4, e6. 3. Sc3, Lb4. 4. Db3, c5 5. dxc5, Sc6. 6. Sf3, Se4. 7. Ld2, Sxd2. 8. SX d2, f5. 9. e3, 0-0. 10. 0-0-0, Lxc5. 11. Le2, b6. 12. Sf3, Lb7. 13. Td2, De7. 14. Thdl, Tfd8. 15. a3, Tac8. 16. Kbl, d6. 17. Da4, a5. 18. Sb5, Ta8. 19. g3, Se5. 20. Sd4, g6. 21. f4, Sf7. 22. Db3, d5. 23. cxd5, Lxd5. 24. Lc4, a4. 25. Da2, Lx c4. 26. Dxc4, e5?? 27. Sc6! Aufgegeben.
Lösung des Problems Nr. 222.
1. c2-c4! usw.
Ans der Schachwelt.
Der Beginn des ^Deltmeisterschaftswettkampfes ist endgültig auf den 8. September festgelegt worden. Die ersten acht Partien des Wettkampfes werden im Wiesbadener Kurhaus ausgetragen. Es wird wöchentlich sechsmal gespielt, von 2 bis 7 Hhr nachmittags. Am 24. tritt eine Unter» brechung ein, weil Aljechin den Französischen Schachbund beim Kongreß des Weltschachbundes in 'Venedig vertritt. Die Partien 9 bis 11 werden vom 1. bis 8. Oktober in Heidelberg fortgesetzt, die Spiele 12 bis 17 in Holland und 18 bis 23 in Berlin. Die letzten Partien werden wiederum in Wiesbaden ausgctragen. Der Wettkampf wird voraussichtlich bis 15. Rovember dauern. Sieger ist. wer die Majorität von 30 Partien erzielt (also 15'/2 Punkte), darunter sechs wirtliche Gewinnzähler. Falls Aljechin nach 30 Partien mehr Punkte als sein Gegner hat, jedoch keine sechs Gcwinnzähler, so bleibt er trotzdem Weltmeister. Unabhängig vom Resultat erhält Aljechin 6000 Dollar, alle Reifespesen, kostenfreien Aufenthalt in erstklassigen Hotels für zwei Personen.
Nie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.
Jeder Zoll ein König.
Ludwig Devrient, das große schauspielerische Genie, war im Trinken noch eifriger als im Spielen, und die Weingelage, die er bei Lutter und Wegener veranstaltete, sind berühmt. Aber der Durst des großen Mimen war größer als sein Geldbeutel, und schließlich war feine Rechnung so ellenlang geworden, daß man ihm nicht mehr weiter Kredit gewähren wollte. Da blieb Devrient wohl oder übel seiner Lieblingskneipe fern und gründete eine neue Tafelrunde, an der sich bald wieder ein fröhlicher Kreis um ihn fand. Lutter aber hatte durch das Fehlen des berühmten Gastes großen Schaden, und so begab er sich denn eines Tages zu Devrient, präsentierte ihm die ellenlange Rechnung und sagte, wenn er wieder zu ihm zurückkehre, wolle er die eine Hälfte der Rechnung zerreißen. Um feinen guten Willen zu zeigen, tat er dies auch und überreichte die andere Hälfte dem Meister. Dieser nahm sie, richtete sich hoch aus und sagte stolz, jeder Zoll ein König: „Ich nehme Ihren Vorschlag an, aber ich will mich von Ihnen an Edelmut nicht übertrumpfen lassen. Sehen Sie: so zerreiße ich die andere Hälfte auch!" Sprach's und tat's.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Berlin
Sranlrurt a M.
Datum
75
136,25
f.y
3-4
212
112,25
116,25
117,5
8
124
123,5
117,13
117
228,5
Banknoten.
216,75
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7.5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
104,13
105,75
107
281
81
123
73,13
81,5
123
8
8
148
73,5
81,75
123,5
36,5
150
116,5
63,75
224,75
112,6
128,5
. 6
5%
10
4/1
2 Sh
10
10 15
12 . 5 . 9 . 6 . 6
11
117
63,4
226,5
230,5
382
218,25
103,5
226,5
229,75 381
217,75
382
216,75
102,6
73,5
82
123,5
73
110,75
85 104,75 106,9 281 124,25
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
VuderuL .... Teutiche Erdöl . Ebener Steinkohle Geilenkirchener . Harpener.... üoesch Eilen. . . Ilie Bergbau . . Klötknerwerke . . Köln-Neuessen. . Mannesmann. .
117 116,25
136,25 135,75
ManSselder . ------ Lberschlei- Eilend. Bedarf. cberlchlei. Kokswerke. . . Phönix Bergbau.....
Rheinische Braunkohlen. . Nheinstahl . . - t.%3« Nicbeck Montan.....
Bereinigte Stahlw- . . . Olavi Minen......
Kali Aschersleben .... Kali Westeregeln.....
Kaliwerk Salzdetfurth . .
I. G. Farben-Jndustrle . .
Dynamit Nobel.....
Scheide anstatt .....
Goldschmidt .....
Rülgerswerke
Metallgeicllichaft
. 6
. 6
Philipp Hoizmann . Heidelberger Eement Gement Karlstadt .
Wayb & Freitag . - Schultheis Pahenhofer Ostwerke - - - Set. Glanzstoff Bemberg. .
Zellsiosi Waldl Zellstoff Aicha Übailottenburi Destauer GaS Daimler Motoren Deutsche Maschinen-Fabrik Adlcrwerte Kleoer . - - -
Ludw. Loewe Nat. Automobil Orenstein & Koppel ... Leonhard Tietz . . . . • Bamag-Meguin.....
Franks. Maschine» . . • • Gritzner - HeuUgenstaedt Junghans Lechwerke Maintrastwerke Miag..........
Peters Union ...... Gebr. Roeder......
Boigt 4 Haessner . . . • Südd. Zucker......
213,5
112,65 ।
129,5 I
74,5 | - 111,65 113,13 139,25 | — 136,5 136,25 149,5 | -
Lchluv-i l-Uhr Kurs I Kurs 22.8. | 23 8-
Anfang. Kurs
23 8.
Schluß. Kurs
22.8.
Berlin, 22. August
Geld
Brief
Französische Noten.....
16,40
16,46
Holländische Noten......
Italienische Noten......
167,66
21,96
168,34
22,04
Nortuegische Noten ......
111 43
Deutscv-Ocstcrr,äilX> Kronen
59f03
59,27
Rumänische Noten......
2,47
2,49
i^rhtnebifd)? Noten ......
112 10
Schweizer Noten.......
80,62
80,94
Knnnikche 'Noten .......
61 43
Tschechoslowakische Noten . .
12J7
12',43
Ungarische Noten......
73,02
73,32
Frankfurt a M.
Berlin
<-(1)1116-1
Kurs 1
Kurs
SöjlUB-l Kurs |
Anfang- Kurs
Datum
22.8.
23.8.
22-8.
23.8.
>21 ...........
8
193,25
193
193,5
192,75
Bergmann.....
Glelit. Lieferungen. .
-
• •
9
10
—
—
224,4 165
223,5
165
Licht und Kraft . . .
10
205,25
204,5
205
204,5
Felten & Guilleaume.
140
—
140,65
139
Ges. f. Elektr. Untern..
•
e •
10
208,5
208,25
209
209
Hamb. Eleltr. Werke .
•
e •
10
—
—
140,75
140,5
Rhein. Elektr.....
•
• •
. 9
——
149,75
150,75
150,5
Schles. Elekir. - • •
•
• e
10
—
——
175,75
—
—
221,5
223,5
221
Siemens & Halske . •
•
• •
12
373,5
372
373,5
373
Transradio . . . . •
•
e •
—
—
—
—
Lahmeyer L Eo.. . •
•
• •
10
171
—
171
170
Frankfurt a M.
Berlin
Schlub-l
Kurs I
l-Uhr Kurs
Schlutz-l Kurs I
Ansang. Kurs
Dalum
22.8.
23-8.
22- 8.
23.8.
5% Dl. Reichsanleihe o. 192 i . . Dt. AnI..AblöI^Schuld mit Aus-
87,3
52,5
10,8
—
87,5
52,4
£52,75
—
Tesgl. ohne Auslos.-Rechte . . . 7% Franks. Hhp.-Bl. Goldps. un-
10,6
10,7
10,7
kündbar bis 1932.......
85,5
77,5
-
■
4y,% Rheinische Hyp.-Bank Liqu.- Goldpf............
_
A.E.G.abg. Borkriegs-Obligation., rüffinhlhar 1932 .......
87,5
_
•*—
4% Schweiz. Bundesb.-Anl.. . .
98,75
—
—
—
4% Oesterreichische Goldrte.. . .
28,75
—
28,75
—
4.20% Oesterr. Silberrte.....
2,4
—
2,5
—
4% Oesterreich, einheitl. fite. . .
1,7
—
—
—
4% Ungarische Goldrte.. ... - 4% Ungarische Staatsr. v. 1910 .
22,3
20
—
22,5
22,6
4/i°/o uon 1913.....
22,13
——
22,25
—
4% Ungarische Kronenrte.. . - •
1,75
—
1,8
—
4% Türk. Zollanlcihe ».1911. .
4% Türkische Bagdadbahn-Anl.,
7,2
7,2
7,15
7,35
7,4
Serie ............
—
—
4% dergl. Serie 11. - - • • • •
7,2
—
—
7,4
4% Rumänen convert. Mc. . - •
8
4/i% Rumänen Goldanl. von i»is
—
Allg. Deutsche Eisenbahn . . 4%
Hamburg-Amerika Paket ... 8
119,5
118,25
119
134,5
157,75
—
Hamb.-Südam. Dampflch. • • 8
—
—
15L5
Norddeutscher Lloyd.....8
Allg. Deutsche Crebitanst. . . 10
Barmer Bankverein .... 10
111,25
125,75
127
110,25
111
126,25 127,13
110,13
126,25
127,13
Berliner HandelSgesellsch. . . 12
—
200
201,5
201,13
178,75
Commerz- und Privot-Bank . 11
179
178,75
179
Darmst. u. Nationalbank . . 12
273,5
270,25
273,5
272
Deutsche Bank......10
165
—
165,5
164,5
DiSkonto-Gesellschasi Ant.. . 10
151
—
150,65
150,6
Dresdner Bank ...... 10
157
156
157
156
Metallbau I ......... 8
—
——
Reichsbank ........ 12
297
—
298
297
. 1
104
—
104
105,75
. 10
—
130
—
—-
. . 8
185
—
—
—
. 10
100,5
100
100
—
. 15
—
—
292,25
291
. 12
—
—
229,5
228
. 18
393
391
393
393
. 14
—
—
309
309
. 12
—
233
234
—
. 12
153
—
152
—
. . 7
—
——
106,75
106,75
. . 8
—
—
191
189,13
. . 0
51
50,5
51,9
50,75
. . 0
—
—
54,75
54,75
. . 5
46,5
46,5
47,5
—
. 10
—
—
196,5
—
. . 0
—
—
26,5
26,6
. . 5
——
—
87
86,5
. . 6
—
—
205
204
. . 0
— -
——
—
—
. . 6
55,5
—
55,5
—
. 11
—
—
58
—
. . 0
9,25
—
—
. . 4
62,25
—
62
—
. . 8
106
—
—
. . 8
106,25
—
—
—
. 10
—
—
123,5
124,5
—
-
——
. . 8
121,5
—
121,75
—
. 10
111,5
—
—
—
. . 8
222
—
222
—
. . 8
154,75
154,25
154,75
—
22- August
23- August
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld 1
Briet
Geld
Brief
Amft--Rott-
163,05
168,39
168.06
168,40
Buen-Aires
1,759
1,763
1.758
1,762
Brss.-Üiutw-
58,32
58,44
58,315
58,435
Christiania -
111,76
111,98
111,68
111,90
Kopenhagen
111,67
111,89
111,66
111,88
Stockholm -
112,34
112,56
112,36
112,58
Helssngfors.
10,541
10.561
10,54
10,56
Italien. . - London. . .
21,93
21.97
21.94
21,98
20,338
20,378
20,336
20,376
Neupork . .
4,195
4,203
4,195
4,203
Paris....
16.415
16,455
16,42
16,46
Schwei; ..
80,73
80,89
80,74
80,90
Spanien. .
61,66
61,78
61,70
61,82
Japan - . -
1,960
1,964
1,958
1,962
Wo de Jan. Men in D--
0,497
0,499
0,4975
0,4995
Oest- abgest.
59,075
59,195
59,07
59,19
Prag - . - -
12,416
12,436
12,414
12,434
Belgrad . .
7.368
7,382
7,370
7,384
Budapest. .
73,18
73,32
73,17
73,31
Bulgarien.
2,032
3,058
3,032
3.038
Lissabon . .
18,78
18,82
18,74
18,78
Danzig. . .
81.29
81,48
81,31
81,47
Konstantin-
1,998
2,002
1,999
2,003
Athen. .
5,43
5,45
5,43
5.44
Canada .
4,171
4,179
4,166
4.174
Uruguay.
4,116
4,124
4,106
4,114
Cairo . .
20,85
20,89
20,855
20,895
Berlin, 22. August
Geld
Brief
Amerikanische Noten.....
4,176
4,196
58,18
111,40
58,42
Dänische Noten
111,84
Englische Noten.»»»»»»
20,299
20,379


