Ausgabe 
23.8.1929
 
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Preise.

Kreis Friedberg.

grüi

späten Abendstunden beisammen.

0 Büdingen, 22. Aug. Dieser Tage fanden hier die Reichsjugendwettkämpfe statt. Unser Wolfgang-Srnst-Ghmnasium beteiligte sich zum dritten Male. Auch das diesjährige Er­gebnis ist befriedigend. Die Beteiligung war nicht so stark wie im Vorjahre, dafür konnten fast alle Kämpfer als Sieger hervorgehen. Die Einzel- Höchstleistungen waren beträchtlicher als im Vor­jahre. Die Ergebnisse lauten: Schüler. Ober­stufe. (Jahrgänge 1911/12): L H. Hemming

II Büdingen, 22. Aug. Dieser Tage fand im Fürstenhof ein sehr gut besuchter D.D. A. - Abend statt. Eine größere Anzahl junger Wie­nerinnen und Wiener hatten auf ihrer Reise durch Süddeutschland unsere Stadt besucht und einen Spielabend veranstaltet. Aeben einer An­zahl ausgezeichnet vorgetragener Musikstücke fanden die hübschen alten Spiele und Volks­tänze bei den zahlreichen Besuchern des Abends ungeteilte und wohlverdiente Anerkennung. Der Vorsitzende des D. D. A. in Büdingen, Reg.-Rat Dr. Loh, sprach einleitend herzliche Begrü« ßungsworte und ermahnte zur Einigkeit und Mitarbeit in dem GedankenVerein für das Deutschtum im Auslande". Der Führer der Wiener Schar dankte mit schlichten Worten für die freundliche Aufnahme in Büdrngen und be­tonte daß seine Schar bei der längeren Reise durch Deutschland von dem Gedanken geleitet wurde, den in den Sprachgrenzen Oesterreichs bedrängten deutschen Schwestern und Bnidern durch Beschaffung von Geldmitteln zu helfen. Ein ausgezeichnet durchgcführtes Spielprogramm hielt die zahlreiche Versammlung bis in die

pb. Butzbach. 22. August. Der heutige Schweinemarkt war mit 387 Ferkeln be­fahren. Es wurden gezahlt für Ferkel bis zu sechs Wochen 37 bis 42 Mark, von sechs bis acht Wochen 42 bis 45 Mark, von acht bis zehn Wochen 45 bis 50 Mark. Der Handel war leb­haft und der Markt zum Schluß geräumt.

Kreis Büdingen.

. in den Stand, sich mit einiger Sicherheit darüber zu informieren, ob die Milch getauft ist. Man nimmt einen Tropfen Milch auf den Fingernagel. Vollmilch bildet dann stets ein rundes Kügelchen. Magermilch und gewässerte Milch zerfließen. Auch eine Stählstricknadel leistet gute Dienste. Bleibt an ihr die Milch auch nur in geringen Quantitäten hängen, so ist es Vollmilch. Sm anderen Fall kann man vermuten, daß es sich um Magermilch oder gewässerte Milch handelt. Ein absolut sicherer Beweis kann aber natürlich nur durch eine genaue chemische Analyse erbracht werden.

* Was ist das Wichtigste am Mo­torrad? Bei einer Prüfung von Motorrad­fahrern durch die kreisamtlichen Behörden in Darmstadt fiel auch die Frage:Was ist das Wichtigste am Hinterrad?" Prompt erwiderte der Prüfling:Das ist der Soziussitz!" Wichtiger scheint ihm wohl noch zu sein, wer darauf sitzt.

** Krähen vor 8 11 f) r mo rgens ver­boten! Eine originelle, aber wahre Begeben­heit ereignete sich in einer Gemeinde des Unter» westerwaldkreises. Kam da am vergangenen Mon­tag eine im Ort wohnende Witwe zum Bürger­meister und machte Anzeige, daß sie durch das zu frühe Krähen des Hahnes ihrer Rachbarin gestört würde. Pflichtschuldig wurde der Dorf­polizist in Bewegung gesetzt, der, innerlich lachend, mit ernster Mine zu dem fraglichen Hause ging, um den Ruhestörer in Augenschein zu nehmen. Dieser hatte es jedoch vorgezogen, derhohen Obrigkeit" aus dem Wege zu gehen und in die Felder zu laufen. Da die Klägerin auf Ab­schaffung dieses Uebelstandes dringt, verspricht diese Geschichte noch interessant zu werden. Ein witziger Einwohner hängte vorläufig an seinen Hühnerstall eine Bekanntmachung, in der er seinem Hahn das Krähen vor 8 Uhr morgens verbot. Ob die Hähne diese Bekanntmachung respektieren, dürfte zu bezweifeln sein.

Aus Oer Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 23. August 1929.

Das Schicksal her Hütekinder.

Die Hessische Amtliche Pressestelle. Darmstadt, teilt mit: < _. ,, . ,

Die Anforderungen, die das Viehhut en an Kinder jeden Alters stellt, werden vielfach unterschätzt. Wer für diese Beschäftigung körper­lich nicht geeignet ist, kann dauernd Schädi­gungen an feiner Gesundheit erleiden und wird außerdem die Erwartungen der Pflegeeltern nicht erfüllen können. Die bisherigen Verhältnisse be­durften dringend der Reuregelung. Sn Heber« einstimmung mit dem Vorgehen anderer Lan­der hat deshalb der Minister des Innern Richt­linien erlassen, worin die gesundheitlichen Voraussetzungen und die erziehungsfürsorge- rischen Bedingungen für die Auswahl und das Halten von Hütekindern festgelegt sind. Die Er­teilung der Erlaubnis und die Aufsicht über die Hütekinder steht grundsätzlich dem jeweiligen KreiSjugendamt zu. Die Bevölkerung muß sich deshalb mit der Bitte um Zuweisung von Hütekindern stets an das zuständige Kreisjugend­amt wenden. Die private Vermittlung von Hütekindern ist verboten und wird strafrechtlich verfolgt, wenn die betreffende Stelle nicht vor­her durch ein Jugendamt als geeignet anerkannt und die Halteerlaubnis nicht ausdrücklich für das in Frage kommende Kind erteilt worden ist.

Künftighin müssen alle Hütekinder vor Antritt ihrer Stelle ärztlich untersucht werden. Erholungsbedürftige Kinder sind als Hütekinder keinesfalls geeignet. Eine ärztliche Untersuchung von Hütekindern in Baden hat bei etwa 1/1 der Fälle eine Uebererregbarfeit des Rervensystems. bei etwa 20 Prozent der Kinder nicht normalen Herzbefund und bei zahlreichen Kindern nach­teilige Veränderungen des Knochensystems er­geben, die zum Teil auf die Haltung des Körpers bei schnellem Bergauf- und Dergabwärtsspringen zurückgeführt werden. Als Zeichen der häufigen Fuhverletzungen bei dem Darfußlaufen hatten fast die Hälfte der Kinder Drüsenschwellungen in der Leistengegend. Endlich wurde in zahlreichen Fällen aus dem Lungenbefund sowie aus den ge­schwollenen Halsdrüsen und den entsprechend vergrößerten Mandeln auf sehr häufige Erkäl­tungskrankheiten geschlossen.

Sm Krankheitsfall haben die Pflegeeltern für Pflege, Behandlung und ärztliche Hilfe zu sorgen und das Hütekind bei der zuständigen Kranken­kasse zu versichern. Sn ernstlichen Fällen müssen die Eltern des Kindes und das Sugenbamt be­nachrichtigt werden.

Weiterhin ist in den Bestimmungen über die gesundheitlichen Voraussetzungen u. a. gesagt, daß das Hütekind ein eigenes Bett in einem gesunden und trockenen Schlafraum mit genügend Luft und Licht haben muß. Auch muh die Schlaf­stelle jede sittliche Gefährdung des Kindes aus-

schliehen. ,

Die Pflegeeltern sind für reinliche, den Wit­terungsverhältnissen angepahte Kleidung verant­wortlich. Sie haben für ausreichende Beköstigung zu sorgen, insbesondere dafür, daß die erforder­liche Zeit zum Essen und vor dem Schulunter­richt eine warme Kost zur Verfügung steht. Außer der notwendigen Erholungszeit am Tage muß dem Hütekind je nach seinem Lebens­alter eine mindestens achtstündige Rächt tu h e eingeräumt werden, sofern der Arzt nicht länge­ren Schlaf für erforderlich hält. Schließlich sind die Pflegeeltem dafür verantwortlich, daß das Hütekind nur zu solchen Arbeiten verwandt wird, die seinem Alter und Geschlecht und feiner kör­perlichen Verfassung entsprechen.

Erziehungsfürsorgerisch ist der regel­mäßige Schulbesuch zur Bedingung ge­macht Für Sie Anfertigung der Schulaufgaben muß das Hütekind ausreichend Zeit bekommen. Bei der Unterbringung soll möglichst auf die Ucbereinftimmung der Dekenntnisgemeinschaft zwischen Pflegeeltern und Hütekindern geachtet werden. Auch haben die Pflegeeltern das Hute- kind in dem üblichen Rahmen zum Besuche des Gottesdienstes und zur Erfüllung der sonstigen religiösen Verpflichtungen anzuhalten, und es ist ausdrücklich noch einmal angeordnet, daß dem Hütekind die entsprechende Sonntagsruhe gewährt werden muß. .

Die Aufsicht über die Hütekinder wird in der Regel von dem örtlichen Sugendamt geführt, das die Durchführung einem freiwilligen Helfer oder einer Vereinigung der freien Wohlfahrts­pflege, deren Bekenntnis das Kind angehört, übertragen kann. Es wäre in höchstem Maße wünschenswert, wenn die Lehrerschaft bei der Ueberwachung der Hütekinder mitwirkt.

Daten für Samstag. 24. August.

Sonnenaufgang 4.59 Uhr, Sonnenuntergang 19.50 Uhr. Mondaufgang 20.42 Uhr, Mond­untergang 9.20 Uhr.

79 n. Ehr.: Ausbruch des Vesuvs: Herkulanum, Pompeji und Stabiä verschüttet; 1572: Bartho­lomäusnacht (Pariser Bluthochzeit), Niedermetze- lung zahlreicher Hugenotten; 1759: der Dichter Christian Ewald v. Kleist in Frankfurt a. d. O. gestorben; 1919: der Politiker Friedrich Nau­mann in Travemünde gestorben.

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die Seeschlachten von Coronel und den Falklandsinseln"; auf der Bühne Fanny Aßmann.

*

** Die Zugvögel brechen auf. Obwohl mir noch Sommer haben, beginnt bereits der Vogel­zug. Schon in den ersten Äugusttagen haben uns die Turmschwalben, dieSegler" verlassen. In den Storchlagern sind die Aufbruchsvorbereitungen in vollem Gange, wenn nicht schon beendet; die jungen Störche haben ihre Ausbildung vollendet, und spä­testens Ende August wird die Ueberseereise ange­treten. Gleichfalls noch in diesem Monat verläßt uns der Kuckuck, die Grasmücke, die Mauerschwalbe und die Wachtel. Die übrigen Vögel ziehen erst im September ober gar im Oktober.

** Deutsches Turn- und Sportab­zeichen. Am kommenden Sonntag, 25. d. M., findet die Prüfung in Gruppe 5, Radfahrer für das deutsche Turn- und Sportabzeichen statt. (Vgl. die heutige Anzeige.) . r

** Gewerbeverein Gießen. Man schreibt uns: Sn der Hauptversammlung am 20. August wurde Schreinermeister Georg H a u b a ch zum 1. Vorsitzenden gewählt. An seine Stelle rückte Bäckermeister Wilhelm L ö b e r durch die Wahl in den Vorstand.

** Milchprüfungsmethoden. Folgende, sehr einfache Prüfungsmethoden setzen den Laien

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

+ Grünberg, 22. Aug. Um dringende An­gelegenheiten zu erledigen, hatte Beigeordneter Keller eine zweite Sitzung des Ge­meinderates in dieser Woche anberaumt, zu der acht Gemeinderäte erschienen waren. Zur Verhandlung stand zunächst der Wirtschafts­plan des Stadtwaldes für das Wirt­schaftsjahr 1930. Da der Grünberger Stadt­wald zum Dienstbezirk des Forstamtes Rieder- Ohmen zählt, dessen Amtssitz sich hier befindet, war der Leiter dieses Amtes, Forstmeister Sußner, in der Sitzung anwesend und erläuterte den Plan, der in der vorgetragenen Form gut- geheißen wurde. Der Beschluß vom 12. d. M. wird in der Weise abgeändert, daß statt 12 000 nur 8000 Mart auf Anleihe genommen wer­den, da die in der ersteren Summe enthaltenen Kosten der Wasserversorgung der Färbgraben­gasse dem Erneuerungsfonds des Wasserwerkes entnommen werden sollen. Die Summe von 8000 Mark ist für die Bahnhofstraße bestimmt, deren Oberflächenbau sich in einem dermaßen schlechten Zustande befindet, daß deren Snstand- setzung nicht mehr länger hinausgeschoben wer­den kann. Cs wird beschlossen, mit den Arbeiten alsbald zu beginnen. Zur Tilgung und Ver­zinsung des aufgenommenen Anlehens soll ein jährlicher Betrag von 1000 Mark vorgesehen werden. Der Gemeinderat stimmt der Ab­schaffung von zwei Simmentaler Dul­len zu, die zum öffentlichen Verkauf ausge­schrieben werden sollen.

+ Grünberg, 22. August. Der heutige Schweinemarkt zeigte einen starken Auf­trieb, es standen 480 Ferkel und 26 Läufer zum Verkauf. Folgende Preise wurden errett: Sechs Wochen alte Ferkel 30 bis 36 Mark, sechs bis acht Wochen alte 36 bis 46 Mark, acht- bis dreizehnwöchige 46 bis 52 Mk., Läufer 52 bis 60 Mark. Der Handel war sehr gut; der Markt wurde geräumt.

l_s Aus dem Horloff tal, 22. Aug. Allent­halben kann man beobachten, daß die Landwirte neuerdings der Hühnerzucht mehr Sntereffe zuwenden. Reben Anlage von mehreren größeren Geflügelfarmen, die meistenteilsWeiße ame­rikanische Leghorn" enthalten, werden auch auf den Bauernhöfen bedeutend mehr Hennen, z. T. sogar Rassetiere, gehalten. Der Eierabsatz ist in vielen Orten genossenschaftlich organisiert, was eine gute Bezahlung der Eier zur Folge hat. Bei weiterem Ausbau dieser Organisation (nach Erwerb des deutschen Frischei-Stempels) haben unsere Landwirte Aussicht auf noch bessere Eier-

Adreßbuch

der Stadt und des Kreises Gießen.

Oer Abschnitt III mit den Einträgen der Buchstaben

M bis 2R

in das alphabetische Einwohner« und Jinnenverzeich- nis der Stadt Gießen liegt 3 Tage, vom Montag, dem 26. bis einschließlich Mittwoch, dem 28. August zu jeder­manns Einsichtnahme In unserer Geschästsstelle offen.

Oie zuständige Einwohnerschaft Gießens sowohl als die beteiligten Behörden und öffentlichen Körperschaften usw. werden um Prüfung der Einträge aus Richtigkeit und Vollständigkeit hiermit gebeten. Für Fehler und ün» rlchtigkeiten kann feine Haftung übernommen werden. Oberhessischer Adreßbuchverlag Gießen

Schulstraße 7

Eingang von der Kaplaneigaffe aus.

3mDeutschen Haus" hielt dieser Tage Direktor Runge vom Graphologischen Snftitut und Prä­sident der internationalen Studiengesellschaft für wissenschaftliche Graphologie einen Vortrag überCharakter und Handschrift". Der Vortragende zeigte aus der Geschichte der Gra­phologie, daß die Handschriftendeutung, die Fä­higkeit, den Charakter eines Menschen aus den Zügen seiner Handschrift zu erkennen, nicht eine neue Kunst sei, sondern schon im Mittelalter und im Altertum betrieben wurde. Es handelt sich dabei um systematisch geordnete Deurteilungs- arundsätze für die Handschrift, die wissenschaft­lich begründet seien. Die Handschriften einzelner Völker und verschiedener Berufsstände wurden beurteilt, auch die Schriften von Verbrechern, Kranken und Schülern noch besonders betrachtet. Am Schlüsse wurde die Bedeutung der Gerichts­graphologie. der Handschriftenvergleichung, ge­zeigt. Die Stadt erhielt am Mittwoch Ein­quartierung durch das 5. Artillerie-Regi­ment in Fulda anläßlich einer Geländeübung in der hiesigen Gemarkung. Die Einquartierung be­steht aus 12 Offizieren, 3 Unteroffizieren, 16 Mann und 27 Pferden.

(118), 2. W. Schäfer (108), 3. A. Kranz (97), 4. F. Methfessel (91), 5. CH. Wolf (86). Mit­telstufe (Sahrgänge 1913/14): 1. W. Beier (142), 2. H. Breidenbach (136), 3. W. Proll (122), 4. O. Rullmann (114), 5. F. Bechtler, W. Knickei (108), 6. O. Dönges (106), 7. P. We­gener (96), 8. O. Berg (92). Unterstufe (Sahrgänge 1915/16): 1. W. Krenh (97), 2. A. Prager (95), 3. L. Amend (94), 4. A. Waltz (93), 5. E. Eschenfelder (92), 6. A. Schudt (89), 7. H. Büttner (82), 8. K. Betz (81). 9. F. Großmann (80). 10. A. Lein und H. Uhl (78). Vorstufe (Sahrgänge 1917/18): 1. K. Raab (61), 2. W. Geyer (58). 3. W. Schramm, W. Guiard (57), 4. K. Gutmann (56), 5. W. Köhler (53), 6. H. Gerfin, H. Pfeiffer, H. Zöller (52), 7. W. Wagner (49), 8. QL Andrae, W. Methfessel (48), 9. H. Diehl (47), 10. R. Eichenauer (46). Mädchen. Mittelstufe (Sahrgänge 1913 und 14): 1. H. Höfler und M. Keller (90), 2. H. Maue (81). Unterstufe (Sahrgänge 1915/16): 1. M. Schmidtmann (60), 2. E. Heck(53), 3. R. Köttner (52), 4. 3. Kraft (48), 5. 3. Oppenheimer (44), 6. Chr. Schröder und 3. Strohe (41). Vorstufe (Sahrgänge 1917/18): 1. E. Fink (52), 2. E. Rott (47), 3. M. Mandler (44-, 4. L. Ditschler (41), 5. E. Kraft (40).

A Büdingen, 21. Aug. Sn dem benachbar­ten Vonhausen wurde unter außerordentlich star­ker Beteiligung der 18 Sahre alte Sohn des Maurermeisters Peter Ragel, der Unterpri­maner Ottomar Ragel, zu Grabe getragen. Der Verstorbene besuchte in Frankenberg die Auf­bauschule und berechtigte zu den schönsten Hoff­nungen. Er war beim Baden in der Eder von einem Herzschlag betroffen worden. Der Di­rektor der Schule widmete dem tüchtigen Schüler einen ehrenvollen Rachruf. Die Teilnahme in der Gemeinde ist allgemein.

A Bingenheim, 22. Aug. Auf den um benMarkwald" herumliegenden Kartoffeläckern der Gemarkungen Blofeld und Dauernheim machen sich schon einige Wochen Wild- schw eine unliebsam bemerkbar. Abends wur­den von Sägern einzelne Tiere und ein Mutter- schwein mit. Sungen auf Kartoffel- und Frucht­äckern gesehen.

U Merkensritz, 22. Aug. 3n unserem Dors, das seither noch als einziges in der UmgegeNd ohne Wasserleitung war, wird jetzt eine solche gebaut. Die Arbeiten, die im Frühjahr einfeSten, gehen ihrem Ende zu. Die Orts- leitung ist bereits fertiggeftellL Sn etwa sechs bis acht Wochen kann die Anlage in Betrieb ge­nommen werden. QUit der Ausführung der Ar­beiten war der Bauunternehmer Kaiser von hier beauftragt

U Aus dem südlichen Vogelsberg, 22. Aug. Die Fruchternt e geht auch bei uns, die wir in sonstigen Satyr en mit diesen Arbeiten etwas später sind, dank der günstigen Witte­rung, ihrem Ende entgegen. Fast sämtliches Ge­treide, bis auf den Hafer, ist eingebracht. Das Ernteergebnis ist im allgemeinen recht zufrieden- stettend. Besonders der Hafer, der in unserer» Gegend in den meisten 3ahren nur geringe Er­träge gibt, war hervorragend. Auch der Weizen war in Qualität sehr gut, in Quantität gut. Rur der Roggen erbrachte eine knappe Mittelernte. Die Obstausichten sind ebenfalls nicht schlecht. Mit dem G r u m m e t m a ch e n ist be- reichts hier und da begonnen worden. Der früh­zeitige Beginn dieser Arbeit erklärt sich daraus, daß bei den sogenannten Wässerwiesen nach der so schlechten Heuernte noch ein dritter Grasschnitt vorgesehen ist. Kartoffeln und Dickwurz versprechen gleichfalls ein gutes Ernteergebnis, wenn die gegenwärtige Trockenheit nicht allzu lange mehr anhält.

Kreis Schotten.

ß a u b a rfj, 22. Aug. Das frühere sog. Fürsten­zimmer an der Ostwand des Bahnhofsgebäudes war 1919 als Geschäftszimm er der Bahnmeisterei eingerichtet worden. Da sich mit der Zeit dieser Raum als zu klein erwies, wurde er abgerissen. Ein neues Bureau für die Bahnmeisterei von 9 Meter Länge und 6 Meter Breite wird zur Zeit an dieser Stelle gebaut. Wie wir berichteten, wurden beim Auto- unf all am 28. Suli bei Gonterskirchen drei­zehn Personen aus Laubach verletzt; von ihnen ist inzwischen Weißbindermeister Friedrich Spuck verstorben. Die übrigen Verletzten sind nun­mehr außer Gefahr. Den Bemühungen des Schutzmanns Sch ard t ist es gelungen, zwei Obstdiebe, halbwüchsige Burschen, festzuslel- len. 3m eingefriedigten ©arten eines Beamten hatten sie Pfirsiche gestohlen. Bei der am letz­ten Sonntag vom hiesigen Auto- und Mo­torrad-Klub veranstaltetenSternfahrt" wurden teilweise beachtenswerte Leistungen er­zielt. Sn vier Klassen starteten 17 Fahrer. Die Fahrzeit betrug 3/2 Stunden. DieGoldene Pla­kette" errang in Klasse A Herr von Fürsten- be rg (Motorsportklub Grünberg) mit 160,7 km, dieSilberne Plakette" Herr Lorenz (Lich) mit 119,7 km.

Kreis Alsfeld.

IH Alsfeld, 22. Aug. Der Reit- und Fahrverein des Kreises Alsfeld, der unter der Leitung des Grafen von Bredow- Qlltenburg sieht, erzielte auf dem am ver­gangenen Sonntag in Fulda abgehaltenen Reit- und Fahrturnier recht schöne Erfolge. 8 Steiler holten sich nicht weniger als 12 Preise, und zwar in der Vielseitigkeitsprüfung, in der Reiterprü­fung für Vorgeschrittene und für Anfänger, sowie im Sagdspringen. Hauptsächlich war es die Ab- teihmg- Düßfeld. welche sich die Preise holte.

Berliner Börse.

Berlin, 23. Aug. (WTB. Funkspruch.) Im heu. tigen Frühverkehr herrschte wieder völlige Ge» schöstslosigkeit. Die Unsicherheit hinsichtlich der Haager Konferenz drückte auf die Stimmung. Auch der Wochenschluß trug zur Zurückhaltung der Spe­kulation bei. Kurse wurden aber bisher noch nicht genannt. Am Devisenmarkt hört man: London gegen Paris 123.87, London gegen Mai­land 92.67, London gegen Spanien 32.94, Lon­don gegen Kabel 4.8476, London gegen Berlin 20.3575, Kabel gegen Berlin 4.1990.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 24. August. Vor« abend 7 Uhr; morgens 8.30; abends 7.35 und 8.15.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeicr den 24. August 1929. Freitag .abend 7 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 8.15.-* Wochengottesdienst morgens 6.15; abends 7 Uhr.

Verantwortlich für Lokales: i. V. Dr. Thyriot.

Gewinnauszug

Nachdruck verboten

Ohne Gewähr

22. August 1929

13. Ziehungstag

169201

150227

147666

138893

393393

143204 146067 146223

Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je >0OOO. 2 Gewinne au se 600000, 2 zu je 200000,

122172

169379

206031

258083

309170

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48784

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334896 370083

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224165

245056

279314

303700 325367 353359 390862

178834 195465 231679 261313 276716 311140 346358 383103

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31242

41013

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375201

13236 31306 45665

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79058

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120397

157916 186116

199282 210779 228248 245350

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304398

330583 363596

391163

178864 202451

233343

262983

280792 311971

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182701

195054

204455

221337

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278670

301992

319717

352300

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168173

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262822

310202

396788

129529 176661

190035

200712

219330

229742

262064

297751

311926 347857 372544 394280

176004

246939 269401

339692

190711

247295

284833

339778

25341

33266

49898

69033

86899

131257

171537

233379

268860

331667

397339

134182

180320 194032 203879

220392

231461

272835

300903

318693

349796

374075

395627

27378 38747 56161 73070 90905

11434

28082

38946

59866

73823

92474

86000 _____ _____ _____ _____

94778 99739 108649 109182 119087 ----- "" «»»«»»»» 144486

5. Klaffe 33. Preußisch-Süddeutsche (259. Preuß.) Klaffen-Lotterie

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und H

3n der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

6 Gewinn« JU 10000 M. 67162 147017 239852

2 Gewinn« ju 5000 M. 222028 ......

10 Gewinn« nu 3000 M. 176084 182849 210005

500000, 2 Gewinne zu je 600000, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 4 zu je 76000, 4 zu je 50000, 4 zu le 25000, 62 zu je 10000, 82 zu je 5000, 230 zu je 8000, 438 zu je 2000, 1096 zu je 1000. 2722 zu je 500, 6366 zu je 300 M.

393994 ____

232 Gewinne zu 300 Ölt 8860

976356

12 Gewinne zu 2000 M. 113364 273864 286549 31 469^US!«21000 W.1 2394 8247 11325 84969 ?Ä67?&rai31353 Ä3 Ä 805774 319581 322233 338799 349975 367077 379811

58 Gewinne zu 500 W 24144 34935 42325 64933 69614 71458 74132 78941 88915 118488 120175 131397 137935 150225 159349 174843 192664

204979 209637 216643 230517 266602 309383

315846 340030 348706 357611 364121 393538

162 Gew.nne,u 300 M. 2562 17957 18033 25911

32669 35883 38764 41545 54037 59862 63538

71902 76195 77901 90816 91711 91985 96212

97020 98025 102011 103021 110247 112488 118383

------ 133307 138463 1ACnc 1-1ßooa

914544 378387

26 Gewinn, zu 2000 M. 57412 69213 85343 103136 130683 204213 247513 249809 281290 294401 3434,2kBS.8?u6103060'S324422 34819 67428 88587 Ä 1221494°S Ä S S 308051 320371 330525 371807 381609

102 Gewinne ju 500 W. 2399 9823 11977 12983 16388 28634 31831 38035 45674 49844 60021 55305 65083 74269 74410 96862 102527 120101

8n der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Gewinne zu 10000 M. 285899

2 Gewinn« zu 5000 W. 266579

8 Gewinne zu 3000 M. 187279 194723 834738

Jean Weisel, Gießen, Sonnenstraße 6, Telephon Nr. 88

Das

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Self 100 Jahren unübertroffen geg. alle Verdauungsstörungen, Magen beseh werden, Sodbrennen etc. 250 g 0.60, Tabletten 025 a.150. Nur echt m» d. Bilde dos Erfinders. Berlin W O.