Ausgabe 
23.7.1929
 
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Oberheffen.

Llnzulängliche Verhältnisse auf Station Schiffenberg.

Watzenborn-Steinberg, 22. Juli. Schon seit Jahren gaben die unzulänglichen Warteraum- und Bele wch t u n g s o er­hol t n i s s e auf der hiesigen Bahnstation Schiffenberg Anlaß zu dauernden und be­rechtigten Klagen. In einer eingehend begründeten Eingabe ersuchte daher im abgelaufenen Winter die hiesige Gemeindevertretung die Reichsbahn­direktion Frankfurt a. M., die nötige Abhilfe zu schaffen. Die Reichsbahndirektion hat nun inzwi­schen an den Warteraum, anschließend an die Fahrkartenausgabe, einen kleinen Anbau errichtet, der das Expreßgut, das seither auch im Wartesaal lagerte, aufnehmen soll. Einem berechtigten Wunsche der Expreßgutempfänger ist hierdurch wohl Rech­nung getragen, aber ein den tatsächlichen Verhält­nissen nur einigermaßen entsprechender Warteraum ist hierdurch nicht erreicht. Die unzulänglichen Warteraumverhältnisse führt die Reichsbahn nur darauf zurück, daß das rund 25 Quadratmeter große Wartezimmer gleichzeitig als Aufbewahrungsort für das Expreßgut diente. Daß die Warteraumver­hältnisse nach wie vor als unzulänglich zu betrach­ten sind, erkennt sie aber gleichzeitig durch die Be­reitwilligkeit an, daß sie im nächsten Jahre auf dem Bahnsteig eine nach drei Seiten hin geschlos­sene Wartehalle errichten will, wenn die erforder­lichen Mittel frei gemacht werden können. Bei der freien Lage des Bahnhofs könnte die Wartehalle vielleicht im Sommer als ausreichend angespro- chen werden, aber für die kalte und nasse Jahres­zeit ist sie zwecklos. Eine entsprechende Vergröße­rung des Warteraums kann hier nur den notwen­digen Raum schaffen, um bei dem starken Verkehr bei einzelnen Zügen bei ungünstigen Witterungs­verhältnissen die 200 bis 300 Fahrgäste aufzuneh­men. Die Gemeindevertretung kann sich daher mit den Plänen der Reichsbahndirektion keinesfalls einverstanden erklären und nimmt an, daß ihren berechtigten Wünschen Rech­nung getragen wird. Die elektrische Zuleitung zu dem Stationsgebäude ist soweit fertig gestellt. Da die Gemeindevertretung einen Baukostenzuschuß ge­leistet hat, wird auch der Zugangsweg zu der Sta­tion durch einige Lampen beleuchtet und einem ebenfalls schon lange bestehenden Bedürfnis Rech­nung getragen werden.

Landkreis Gießen.

Klein-Linden. 22. Äuli. Mit einer Be­teiligung von mehr als 50 Mitgliedern unter­nahm am Sonntag der hiesige Evangelische Frauenverein unter Führung seines Vor­sitzenden. Pfarrer Bremmer, einen größeren Ausflug. Der Frühzug brachte die Teilnehmer schon gegen 10 Uhr nach Darmstadt, woselbst am Gottesdienst im Elisadethenstist teilgenommen wurde. Aach Besichtigung des Stiftes waren die Dereinsmitglieder zum Mittagessen Gäste des Stiftes. Ein Autobus fuhr die Reiseteilnehmer am Nachmittag nach Aieder-Ramstadt zur Besichti­

gung der dortigen Anstalten. Aach kurzer Fuß­wanderung gelangte man zum Hauptziel der Reise, dem Müttererholungsheim des Verbandes evang. kirchlicher Frauenvereine für Hessen, das eingehend besichtigt wurde. Allen Teilnehmern werden die tiefen Eindrücke, die der Besuch, namentlich der Krüppelanstalt, hinterließ, unver­geßlich bleiben.

§ Daubringen, 22. Äuli. Am Sonntag feierte unsere hiesige Schule bei anfänglich recht günstigem Sommerwetter ihr diesjähriges Äu­gen d f e st, das einen sehr zahlreichen Besuch, auch aus der gesamten Umgegcnb, aufzuweisen hatte. Unter Dorantritt der Kapelle der Frei­willigen Feuerwehr Lollar bewegte sich ein groß­artiger Festzug durch unser Dorf, wie er noch nie gesehen wurde. Die Märchen- und Dlumen- bilder, die beiden Autos mit der Aehren- und Dlurnenkönigin, die Wandervögel-, Zigeuner-, Radfahrer-, Fußball-, Schnitter- und Schnitte­rinnengruppe fanden großen Beifall. Auf dem Festplatz wurde das Fest durch ein schönes Lied der Oberklasse eröffnet, dem die spaßhafte Begrü­ßung durch zwei Kinder folgte. Die Begrüßungs­ansprache hatte Lehrer B e p p l e r übernommen, der die große Festversammlung willkommen hieß und anschließend über die Bedeutung des Äu­gendfestes für Schule und Elternhaus sprach; daran anschließend sich über den Wert des Wan­derns und der Äugendherbergen verbreitete. Cs folgten fcamt drei Märchenspiele von den Schülern der Oberklasse in musterhafter Weise vorgeführt. Lieder- und Gedichtvorträge wechselten in bunter Reihenfolge ab. Darauf wurden die vielseitigen Wettspiele für Knaben und Mädchen durch­geführt und Belohnungen verteilt. Am Schluß der glänzend verlaufenen Veranstaltung sprach Lehrer Henkel der Gemeindeverwaltung und der arbeitsreichen Unterstützung bei der Herstel­lung der Kostüme durch Fräulein S i e f e r s den besten Dank aus. Ferner sprach Bürgermeister Preis dem Lehrkörper der Schule für die wohlgelungene Veranstaltung ebenfalls den Dank aus und gab der Hoffnung Ausdruck, daß ein solches Äugendfest in jedem Äahre stattfinden mochte. Cs wurde jedem Kinde als Andenken eine Brezel geschenkt.

v. Londorf, 22. Äuli. Am Sonntagmittag erlitt der 20jährige Schneider Diez von Wer- mertshaüsen beim Baden im Siklerteich einen Herzschlag und war sofort t o t. Diez war am Samstag von Essen, wo er beschäftigt ist, zum Besuche seiner Angehörigen gekommen. Er war ein sehr solider, tüchtiger Mensch, und die Teilnahme mit der schwergeprüften Familie ist allgemein.

# Aus dem mittleren Horlofstal, 22. Äuli. Die Ernte der Wintergerste, die in diesem Äahre vermehrt angebaut wurde, ist be­endet. Die ersten Druschergebnisse müssen als gut bezeichnet werden. Auf dem Morgen wurden im Durchschnitt 10 bis 14 Zentner geerntet. Cs kostet das Malter je nach Qualität 23 bis 25 Mk. Rege Aachfrage herrscht seitens der Malzkaffee­fabriken nach greifbarer Ware neuer Ernte. Än diesen Tagen ist mit dem Schnitt des Roggens

auf trockenen Höhenlagen begonnen worden. Da infolge der anhaltenden Trockenheit kein Lagern eingetreten ist, können Dindemäher und Ablege- Maschinen überall benutzt werden, selbst beim Roggen, dessen Stroh kurz geblieben ist. Sehr knapp werden die Grünfuttermittel. Da- ein durchweichender Regen bis jetzt ausgeblieben ist, wächst der Klee schlecht nach. Die trockenen Wiesen zeigen klaffende Risse und die Gras­narbe sieht stellenweise wie verbrannt aus. Ver­hältnismäßig gut haben die gesäeten Dickwurz und der Futtermais die Dürre überstanden. Die Ob st aussichten werden etwas geringer. Bei der anhaltenden Trockenheit fällt in schlechten Böden ein Teil der Früchte ab, und bei Dirnen stellt sich die Aotreife ein. Gut fällt die Zwei- fchenernte aus, wie überhaupt sämtliches Stein­obst (Aprikosen als Spalier, Pflaumen. Mira­bellen, Reineclauden) eine vorzügliche Ernte ver­spricht.

Kreis Alsfeld.

Rieder-Ohmen, 22.Juli. Vorgestern mit­tag verunglückte im Steinbruch bei Drei- Hausen der Arbeiter Rudolf D o l k von hier da­durch, daß ihm ein Stein auf den Kopf fiel, wobei er einen Schädelbruch erlitt. Er wurde in ziemlich hoffnungslosem Zustand in die Mar­burger Klinik gebracht. Gestern morgen um 5 Uhr verstarb er dort. Dolk ist feit etwa einem Vierteljahr verheiratet. Drei Burschen von Aieder-Ohrnen badeten gestern mittag nach dem Essen in einem zwischen unserem Ort und Berns­feld links der Straße gelegenen Teiche. Obwohl keiner des Schwimmens kundig war, wagten sie sich in ein mehrere Meter tiefes Wasserloch. Da die von dem dortigen Eisenwerk geschaffenen Teiche einen nach innen sehr abschüssigen Hang haben, kam sogleich einer der drei, Otto Krie­ger, ins Gleiten, versuchte zu schwimmen, ver­sank aber unter der Wasseroberfläche. Sein Bru­der, der sich noch nahe am Ufer befand, konnte keine Hilfe leisten. Der dritte Bursche stürzte sich sofort ins Wasser, da er etwas schwimmen konnte, wäre aber von dem sich an ihn hängenden Ertrinkenden beinahe mit in die Tiefe gezerrt worden.- Er kam glücklich wieder ans Ufer; Otto Krieger, war ertrunken. Förster K n e h von Bemsfeld brachte die Leiche später ans Land.

Preußen.

Verleger Otto Beck f.

WSA. Herborn, 22. Äuli. 3m 67. Lebens­jahr verstarb in Herborn an den Folgen einer Lungenentzündung der Duchdruckereibesiyer und Verleger desHerborner Tageblattes" Otto Beck.

Dillkreis.

U Eisenroth, 22. Juli. Als gestern nachmit­tag einige junge Leute aus dem benachbarten Dorfe Dringen st ein in einem Weiher im Siegbach­tal badeten, versank plötzlich einer von ihnen, ein 25 Jahre alter und schwimmkundiger Berg­mann aus Tringenstein, vor den Augen seiner Kameraden lautlos in der Flut, wo er den Tod

fand. Vermutlich hat die starke Einwirkung der Hitze oder ein H e r z s ch l a g dem Leben des jungen Mannes ein plötzliches Ende bereitet.

Schwurgericht Gießen.

* Gießen, 22. Juli. Die heutige erste Sitzung des Schwurgerichts, das unter dem Vorsitz des Landgerichtsrat Strack tagte, fand unter Aus­schluß der Oeffentlichkeit statt. Die Angeklagte E.H. von Gießen, die wegen Lohnabtreibung bereits mit Zuchthaus vorbestraft ist, wurde wegen gewerbs­mäßiger Abtreibung und Betrugs zu einer ©e- somtzuchthaus strafe von 2 Jahren und einem Monat verurteilt. Bei drei weiteren weiblichen Angeklagten, gegen die teils wegen Ab­treibung, teils wegen Anstiftung und Beihilfe hierzu das Verfahren eröffnet war, ließ das Gericht Milde walten, und erkannte auf Grund der neuen, wesent­lich milderen gesetzlichen Bestimmungen an Stelle von Gefängnis st rasen von je 1 Monat auf Geldstrafen von je 100 Mark. Der Mitangeklagte K. S. von Gießen erhielt eine Gefängnis­strafe von 2 Monaten, da das Gericht hier von einer Geldstrafe absehen zu müssen glaubte.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen DZöchenmarktr Butter 190 bis 200 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 25 bis 30, Weißkraut 25 bis 30, Rotkraut 40 bis 50, Spinat 30, Römischkohl 15 bis 20, Bohnen (grüne) 25 bis 30, (gelbe) 30 bis 40, (dicke) 20 bis 25, Erbsen 20 bis 30, Mischgemüse 10 bis 15, To­maten 30 bis 50, Zwiebeln 10 bis 20, Kartoffeln (alte) 5,5, (neue) 7 bis 8, (pro Zentner, alte, 4,50 Mk., neue, 7 Mk.), Frühäpfel 35 bis 45« Aepsel (ausl.) 45 bis 70, Birnen 20 bis 40, Dörrobst 35 bis 40, Kirschen 45 bis 70, Sauer­kirschen 45 bis 50, Heidelbeeren 40 bis 45, Stachelbeeren 20 bis 25, Äohannisbeeren 25 bis 30. Himbeeren 70 bis 80, Erdbeeren 90 bis 100, Walderdbeeren (Schoppen) 55 bis 60, Pflaumen 70 bis 75, Aprikosen 55 bis 60, Mirabellen 65 bis 70, Pfirsiche 75 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 pro Pfund; Tauben 70 bis 90, Eier 13 bis 14, Blumenkohl 30 bis 90, Salat 10 bis 15, Salatgurken 20 bis 50, Einmachgurken 3 bis 6, Oberkohlrabi 10 bis 15, Lauch 10 bis 15, Rettich 20 bis 30, Sellerie 10 bis 15 pro Stück; gelbe Rüben 20 bis 25, rote Rüben 20 bis 25, Ra* dieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund.

Verantwortlich für Politik: i. 23. Ernst Blumschein.

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