Ausgabe 
23.5.1929
 
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Gießen, den 23. Mai 1929.

Der Auftakt zum Cntomologen-Kongreß.

Gestern abend fand im Hotel .Hindenburg" der der 3. Wanderversammlung deutscher Entomologen vorausgehende D e g r ü - hungsabend statt. Don den angemeldeten Teilnehmern war bereits eine beträchtliche An­zahl, etwa 125, erschienen, ein Beweis für die rege Teilnahme, welche der Versammlung ent­gegengebracht wird. Unter den zahlreich erschie­nenen Gießener Herren bemerkte man Se. Magni- fizenz den Rektor der Landesuniversität Prof. Dr. Herzog und eine größere Zahl Professoren der Universität. 3m Damen des Ständigen Arbeits­ausschusses der Wanderversammlungen begrüßte Oberregierungsrat Dr. Schwarz stellvertreten­der Direktor der Biologischen Reichsanstalt Der- lin-Dahlem, die Anwesenden. Er betonte im Ver­laufe seiner Rede besonders das auherordenlliche Anwachsen des Interesses für den Zusammen­schluß der deutschen Entomologen, das sich darin ausdrücke, daß sich die Teilnehmerzahl gegenüber der letzten Versammlung mehr als verdoppelt habe. Der Abend nahm einen gemütlichen und anregenden Verlauf und wurde als schöner Auf­takt für die Wanderversammlung empfunden.

Sollen unsere Kinder Leibesübungen treiben?

3a, und zwar reichlich. Der moderne Betrieb im Sport kann zwar viele Eltern und Lehrer irre» machen, ob es gut ist, daß die Kinder Leibes­übungen treiben. Man kann fürchten, daß die geistige und seelische Entwicklung der Kinder teibet, daß sich die Kinder in Sportsexen und Rekordtum verlieren. Dem läßt sich aber durch verständige Leitung und Erziehung entgegenar­beiten. Für ihre Entwicklung aber haben die Kinder die körperliche Hebung dringend nötig, und zwar vor allen Dingen auch für ihre geistige Entwicklung. Beim Spielen besonders wird nicht nur der Körper geübt, sondern zugleich auch das ganze Dervensystein und der Charakter der Kin­der. Cs handelt sich außerdem bei den Leibes­übungen gar nicht nur um die Muskelausbildu ng, sondern darum, daß die Kinder sich in frischer Luft, in Wind und Sonne tummeln, und das brauchen sie, wenn sie regelrecht wachsen sollen. Ihre inneren Organe, ihr Herz, ihre Lungen, die Ausdehnungsfähigkeit des Brustkorbes, alles das entwickelt sich nur, wenn dem Kinde Gelegenheit zur körperlichen Ausarbeitung geboten wird. Da­bei ist es nötig, daß täglich solche Ausarbeitung möglich ist, vor allen Dingen bei allen Schul­kindern, die ja jeden Tag mehrere Stunden zum Stillsihen in den Schulen gezwungen sind. Der Arzt kann von der Forderung der täglichen Tum- oder Spielstunde nicht abgehen und zwar gerade auch im Hinblick auf die geistige Entwicklung. Don allen Unterrichtenden muh dabei erwartet werden, daß sie jedes Athletentum, jeden Kult der Höchstleistung von den Jugendlichen fern» halten und überhaupt die Körpererziehungsar­beit so leiten, daß aus dem natürlichen Dewe- gungsdrang heraus, aus der Lust, sich zu tum­meln, die Leibeserziehung erwächst und nicht aus Ehrgeiz oder Drill.

Die hier dargelegten Gesichtspunkte sind auch maßgebend für die Darstellung der Pflege des

Klein- und Schulkindes in der HhgieneauS- ft e 11 u n g , die vom 1. bis 16. Juni in Gi e - ß e n in der Volkshalle stattfindet. Es sind dort die Einflüsse der Leibesübungen auf den Körper in verschiedenen Tafeln gezeigt, und es find Bilder aus den Betrieben, besonders des Klein- kinderturnens gebracht, die zeigen sollen, wie ein frischer, fröhlicher Betrieb aussieht. Da die Besucher der Ausstellung vorher schon die Ab­teilung »Der Mensch" durchwandert haben und also eine gute Anschauung des normalen Ge­schehens im Körper mitbringen, so werden sie mit großem Gewinn die erwähnte Abteilung studieren.

Professor Or. Krausmütter t-

3n der letzten Dacht gegen 1 Hhr verstarb infolge eines Herzschlages der Oberstudienrat Professor Dr. Krausmüller im 59. Lebens­jahre. Der Verewigte, dessen plötzliches und allzu frühes Hinscheiden in weiten Kreisen unserer Bürgerschaft und darüber hinaus in der Pro­vinz Oberhessen allgemein bedauert werden wird, war seit einiger Zeit leidend, jedoch hatte er sich in den letzten Tagen wieder in erfreulicher Weise erholt und noch gestern abend einen Spaziergang unternommen. Er war ein Sohn unserer Pro­vinz, und zwar erblickte er in Zell (Kreis Als­feld) das Licht der Welt. Seit 1. April 1905 wirkte er als Oberlehrer am Realgymnasium und an der Oberrealschule in Gießen, deren Konrektor er feit 1. August 1920 war. Als Vorsitzender der Deutschen Dolkspartei in Gießen und in den an­grenzenden oberhessischen Bezirken als Stadt­verordneter, Vorsitzender des Ortsgewerbevereins und weiterer Organisationen hat er sich hohe Verdienste um das Allgemeinwohl erworben. Eine nähere Würdigung des allgemein beliebten Man­nes und seines vorbildlichen Wirkens werden wir morgen folgen lassen.

Taten für Freitag, 24. Mai.

Sonnenaufgang 3.57 Uhr, Sonnenuntergang 19.56 Uhr. Mondaufgang 21.21 Uhr, Monduntergang 4.12 Uhr.

1543: der Astronom Nikolaus Kopernikus in Frauenburg gestorben (geboren 1473); 1848: die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff auf Schloß Meersburg am Bodensee gestorben (geboren 1797); 1872: der Geschichtsmaler Julius Ritter Schnorr von Carolsfeld in Dresden gestorben (geboren 1794).

Vornolizen.

Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: von 20 bis 22 Uhr,Am Teetisch". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die luftigen Vaga­bunden" undHerzblut einer Mutter". Astoria- Lichtspiele:Geheime Macht" undPrompte Be­dienung".

Gießener WochenmarkLPreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Käse 10 Stück 60 bis 1,40; Butter Pfund 1.90 bis 2,00; Matte 30 bis 35; Wirsing 20 bis 30; Weißkraut 20 bis 30; Rotkraut 20 bis 30; gelbe Rüber (neue) Bund 30 bis 35; rote Rüben 20 bis 25; Spinat 25 bis 35; Spargel 50 bis 1,00; Erbsen (grüne) 50 bis 60; Tomaten 80 bis 1,20; Zwiebeln 20 bis 25; Meerrettich 50 bis 1,00; Schwarzwurzeln 40 bis 80; Rhabarber 20 bis 25; Kartoffeln alte 6, neue 30; ausl. Aepfel 40 bis 70; Aepfel 30 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen 70; Erdbeeren 2,00; Honig 40 bis 50; junge Hähne 1,20 bis 1.30; Suppenhühner 1,00 bis 1,20; Düsse 70 bis 80; Tauben Stück 70 bis

90; Eier 12; Blumenkohl 70 bis 1,80; öalaf 20 bis 40; Salatgurken 70 bis 1,20; Ober-Kohlrabi 30 bis 40; Lauch 10 bis 20; Rettich 25 bis 30; Sellerie 20 bis 1,00; Radieschen Bund 20 bis 25; Kartoffeln Zentner 5,50.

** Straßensperrungen. Wie der Ober- hessische Automobil-Club (A. v. D.) Gießen uns mit­teilt, sind folgende Straßen gesperrt: km 9 bis Reis­kirchen der Sttecke GießenGrünberg für alle Fahrzeuge vom 22. Mai bis auf weiteres, Umleitung über LichGrünberg; Ortsdurchfahrt Rödgen der Sttecke GießenGrünberg für alle Fahrzeuge vom 27. Mai bis auf weiteres, Umleitung über Wieseck Alten-BuseckGroßen-Buseck; Ortsdurchfahrt Freien­seen der Strecke LaubachFreienseen für alle Fahr­zeuge vom 27. Mai bis auf weiteres, Umleitung über WeickartshainGrünberg.

** Aufgehobene Straßensperre. Die Sttaßensperre auf der Provinzialstraße-Orts- durchfahrt Annerod im Zuge der Straße GießenAnnerodSteinbach ist jetzt wieder auf­gehoben worden.

* Sitzung des Provinzialausschus- s e s. Am nächsten Samstag, vormittags 8.45 Ahr beginnend, findet im Sitzungssaale des Re­gierungsgebäudes zu Gießen, Langras-Philipp- Plah 3. eine öffentliche Sitzung des Provinzial­ausschusses der Provinz Oberhessen statt mit fol­gender Tagesordnung: 1. Klage des Wilhelm D e b h u t h in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Heranziehung zu den Strahenbaukosten der StraßeHinter den Schießgärten"; 2. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes des Kreises Her s- f e l d gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Lauterbach wegen Erstattung von Fürsorgekosten für die Familie des Albert Feh­ling; 3. Gesuch des Peter Schmoll zu Wies- baden-Dierstadt um Erlaubnis zur Erbauung einer Kadaververwertungsanstalt in Hopfgarten, Kreis Alsfeld; 4. Klage des Wilhelm Rahn in Altenhain gegen den Polizeibefehl des Kreis­amts Schotten vom 28. 3anuar 1929 wegen Fäl­lung eines Dußbaumes.

Ein Achtzigjähriger. Der Oberbahn- assistent i. R. Wilhelm Bourgeois, Moltke- strahe 28 wohnhaft, kann am morgigen Freitag in voller Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag begehen. Der alte Herr, ein geborener Gießener, hat den Feldzug 1870/71 mitgemacht und war später als Oberbahnassistent in Oberhausen (Rheinland) tä­tig. Seit 1911 wohnt er wieder in seiner Vater­stadt.

" Motorradunfall. Gestern abend gegen 10 Uhr ereignete sich auf der Licher Straße im Stadtwald ein Motorradunfall, der leicht sehr schwere Folgen^ hätte haben können. Die Dox- abteilung des Männerturnvereins kehrte auf der genannten Straße von einem Waldlauf nach Hause zurück und ging dabei vorschriftsmäßig auf der rechten Seite. Ein von Steinbach her kommender Motorradfahrer fuhr so scharf an die Fußgänger heran, daß er einen begleitenden Radfahrer und einige junge Leute streifte und den Radler zum Sturz brachte. Dieser erlitt da­bei einen Beinbruch, von den jungen Leuten tru­gen zwei leichte Knie- und Fußverletzungen da­von. Der Motorradler erlitt ebenfalls kleinere Verletzungen, seine Begleiterin auf dem Sozius­sitz dagegen ziemlich schwere Verletzungen des linken Knies. Die Begleiterin des Motorradlers und der Radfahrer mußten von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach erster Hilfeleistung der Chirurgischen Klinik zugeführt werden, die übrigen Verletzten begaben sich selbst

zur KNnkk, van wo sie nsch ärztlich« Hilfe M ihren Wohnungen zurückkehrten.

** Auftrieb zum heutigen yrankfur- ter Schlachtviehmarkt: 10 Kühe, 629 Käl­ber, 35 Schafe, 544 Schweine.

Großfeuer in Mendorf a. d. Lumda.

* Allendorf a. d. Lda., 22. Mai. Heute abend gegen 6 Uhr brach hier in dem Holz­schuppen auf dem Anwesen des Landwirts Schaaf Feuer aus, das sich rasch auch auf daS Dachbargrundstück der Witwe Fischer und durch Funkenflug auf einige andere Grundstücke ausbreitete. Die Ortsfeuerwehr und die Feuer­wehren aus mehreren Dachbarorten waren schnell zur Stelle, jedoch machte sich gegen 7 Uhr die Herbeirufung der Kreismotorsprihe von Gießen erforderlich, da an einigen dem Brandherd gegenüberliegenden Häusern in­folge des Flugfeuers die Giebel an­fingen zu brennen. Die Kreismotorspritze war nach 40 Minuten zur Stelle und konnte nach Auslegung von 200 Meter Schlauchleitung große Wassermengen au8 der Lumda auf die Flammen werfen. Den vereinten anstrengenden Bemühungen der Wehren und der Mannschaft der Kreismotor- sprihe gelang es dann, des Feuers Herr zu wer­den, so daß die Feuerwehren aus der Dachbar­schaft gegen 9 Uhr, die Kreismotorsprihe gegen 10 Hhr abrücken konnten. Vollkommen nie­dergebrannt sind zwei Scheunen mit allen Vorräten, ferner die angren­zenden Stallungen, Brandschaden hoben die gegenüberliegenden Gebäude drei Scheu­nen und ein Wohnhaus durch das Flugfeuer an den Giebeln erlitten. Das Wohnhaus Schaafs wurde angebrannt, konnte jedoch durch eifriges Löschen vor der Vernichtung be­wahrt werden; infolge der großen Wassermassen wurde es aber so stark durchweicht, daß es wohl kaum wieder beziehbar werden wird. Die niedergebrannten Scheunen und Stal­lungen gehörten Schaaf und der Witwe Fischer. Das Vieh konnte, bis auf das Ge­flügel, gerettet werden. Der Sachschaden Schaafs beziffert sich auf etwa 30 000 Mk., von dem nur etwa ein Drittel durch Versicherung gedeckt ist. Der Schaden der Frau Fischer ist zwar nicht so groß, aber für die Besitzerin immer­hin noch sehr empfindlich. Heber die Entstehungs­ursache des verheerenden Brandes sind die be­hördlichen Ermittelungen noch im Gange.

Aus dem Amlsverkündiguugsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Dr. 35 vom 21. Mai enthält: Straßensperren. Feldbereinigung in Watzenborn-Steinberg und Treis a. d. Lda. Allgemeiner hessischer Zu­gendfeiertag 1929. Jahresberichte der Schulen. Dienstnachrichten.

Berliner Börse.

Berlin, 23. Mai. (WTB. Funkspruch.) Dach der gestrigen Abschwächung, die sich im Laufe des Abends noch verstärkte, ist auch die Tendenz heute vormittag sehr unsicher und eher schwächer. Die Baisse an der gestrigen Deuyorker Börse in Verbindung mit der Diskontreduzierung und die ungeklärte Lage in Paris riefen eine starke Ver­stimmung hervor. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nennt man London gegen Ber­lin 20,3750; London gegen Kabel 4,8490 bi« 8,8495; London gegen Madrid 34,52, Kabel gegen Berlin 4,2020.

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