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Landung eines Segelfliegers

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bereits einen fast zweistündigen Segelflug am Dörnberg ousgeführt hatte, um 15 Uhr auf dem hohen Dörnberg, trotzdem eine dunkle Wolken­wand schlechtes Wetter ankündigte. Bald pras­selte ein Hagelsturm auf das über dem Dörnberg kreisende Segelflugzeug nieder. Plötzlich brach Hurttig eine Kurve ab und segelte in Richtung Kassel, getrieben von dem Hagelsturm. In zehn. Minuten hatte das Segelflugzeug die inmit­ten der Stadt gelegene Karlsaueer- reicht, und es gelang dem Flieger glatt auf der hinter dem Staatstheater gelegenen Karls- Wiese dicht beim Orangerieschloß zu landen.

Dazu gehört nun eine ganze Menge tatsäch­liches Wissen, um keine Fehler zu begehen. Be­sonders wichtig ist dies für alle Eltern und Er­zieher. Um so mehr ist es zu begrüben, daß in der AusstellungD e r Mensch in ge­sunden und kranken Tagen", die vom 1. bis 16. Juni in Gießen in der Bolkshalle stattfindet, diese Kenntnisse jedem leicht faßlich dargestellt werden, daß es also nur noch nötig ist, sich der dargebrachten Anschauungsmittel zu be­dienen.

Gictzerrer Wochenmarktpreise.

Es kosteten aus dem heutigen Wochenmarkt: Butter 180 bis 190,"Matte 30 bis 35, Wirsing 20 bis 50, Weißkraut 20 bis 30, Rotkraut 20 bis 35, gelbe Rüben 20 bis 25, rote Rüben 25 bis 30, Spinat 40 bis 50, Unter-Kohlrabi 10 bis 12, Feldsalat 200 bis 250, Tomaten 80 bis 100, Zwie­beln 25 bis 30, Meerrettich 50 bis 120, Schwarz­wurzeln 40 bis 90, Kartoffeln 6, ausländische Aepfel 45 bis 80. inländische Aepfel 30 bis 40, Dörrobst 35 bis 40, Rüsse 70 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund: Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.; Tauben 90 bis 100, Eier 11 bis 12, Blumenkohl 40 bis ICO, Salat 25, Salatgurken

in der Stadt Kassel.

WER. Kassel. 22. April. Rach Schulflügen am gestrigen Dormittag Benno Hurttig, der vor einigen

(3,91 t>. H. männlich, 4,43 v. H. weiblich) zurück.» Allgemeine Ortskrankenkasse Gieße u (Stad t), die im Februar den zweithöchsten Kran« kenstand im Hauptverband hatte, blieb im März um 0,29 v. H. unter dem Reichsdurchschnitt. Bei 10 453 Mitgliedern (5723 männlich, 4730 weiblich) waren 3,86 v. H. (3,20 bzw. 4,65 r>. H.) arbeitsunfähig Er­krankte vorhanden. Die Allgemeine Orts» kranken kassc Gießen (L a n d), die im Bor» monat an siebenter Stelle stand, weist ähnlich gün­stige Ziffern aus. Der Miigliederstand betrug 8105 (5682 männlich, 2423 weiblich); Zahl der arbeits­unfähig Erkrankten 3,96 o. H. (3,13 bzw. 5,90 o. Hl.

** Der Zirkus Will») Hagendeck trifft am Donnerstag mittels Sonderzuges in unserer Stadt ein. Donnerstag abend, 8.15 Uhr, ist die Er­öffnungsvorstellung mit einem Großstadtprogramm von 35 erstklassigen Attraktionsnummern. Samstag, Sonntag sind je zwei große Vorstellungen, wobei bemerkt fei, daß in der Nachmittagsvorstellung das gleiche reichhaltige Programm wie abends gezeigt wird und Kinder zu den Nachmittagsvorstellungen nur halbe Preise bezahlen. Der große Tierpark, ge­nanntDie Arche Noah auf Radern", ist täglich ab 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends ununterbrochen geöffnet. Der Zirkus bleibt nur fünf Tage in Gießen. Siehe heutige Anzeige.

** Berichtigung. In unserem gestrigen Bericht über die Provinzialausschußsihung vom Samstag muß es richtig heißen, daß der Pro­vinzialausschuß der Beschwerde des H e i n r ich Volk in Rieder-Ohmen gegen die Heranziehung zu den Beiträgen der Schneiderzwangsinnung des Kreises Alsfeld statt gegeben und festgestellt hat, daß der Beschwerdeführer nicht der Schnei­derzwangsinnung für den Kreis Alsfeld angehört.

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, LtzMal.vn mdrnz bleibt nicht genannt, n gegen Pa: i5 )2,68. London London gegen 4,2880,

80 bis 100, Lauch 10 bis 20, Sellerie 20 bis Pfennig das Stück; Radieschen 25 bis 30 Pf. Bund; Kartoffeln 5,50 Mark der Zentner.

Bornotizen.

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Entfettungs-Kuren im Frühling sind besonders Erfolg versprechend. Nehmen Sie bei Korpulenz oder Peranlagnng zum Slarkwerdeir morgens und abends 2 bis 3 T o l u b a - K e r n e. tue Sie in Apotheken erhalten. f 1460V

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Tageskalender für Dienstag, merbeoerein: Mitgliederversammlung, 8.30 Uhr, im

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Aus der provinzialbauptstadt

Gießen, den 23. Llpril 1929.

Lst Gesundheit ererbt oder erworben?

Gesundheit kaufst du nicht im Handel, sie liegt in deinem Lebenswandel."

In den letzten Jahrzehnten ist das Pendel der Antworten auf die oben gestellte Frage weit nach beiden Seiten hin ausgeschlagen. Zunächst hieß es. daß alles vom Milieu, von der llmtoelt, von der Erziehung aus zu beeinflussen sei. Ge- sundheit, ja selbst die gesamten körperlichen Eigen­schaften sollen durch die häuslichen Verhältnisse und durch die Erziehung geworden sein. Dem setzte sich nach der Jahrhundertwende die junge Der- erbungswisie: schast entgegen. 3m Ueberschwang ihrer neuen Erkenntnisse behauptete sie, alles sei mit der Befruchtung festgelegt. Cs komme nur daraus an, welche Erbanlagen zusammentrefsen. und von da ab sei der Gesamtcharakter eines Lebewesens, also auch eines Menschen, ja sein ganzer Lebensweg festgelegt. 3n der Medizin prägten sich dieselben Anschauungen aus: 3n der bakteriologischen Betrachtung der Krankheilen auf der einen Seite. Man suchte nach äußeren Krank­heitsursachen und glaubte sie in den Kleinlebe­wesen gefunden zu haben, und man bemühte sich nun ohne Rücksicht auf den Körper, die Krank­heit und ihre Erreger zu bekämpfen. Als Reaktion darauf kam die konstitutionelle Betrachtung: Krankheiten wurden in ihren Ursachen auf die r rbte Kr nHe: sbere'tshaf und d e onstitution zurückgeführt.

Wir sind nun dabei, die Synthese aus beiden Anschauungen zu ziehen. Wir seh:n mehr und mehr ein. daß aus beiden, aus der ererbten An­lage und den Umwelteinslus en der Lebensweg sich gestaltet. Die ererbte Anlage setzt bestimmte Grenzen, aber innerhalb dieser Grenzen läßt sich durch Erziehung und Pflege der körperliche und geistige Zustand beeinflussen. Aufgabe der Er­ziehung ist es nun, bis an die festgelegten Grenzen hin die Anlagen zu entwickeln, zur Entfal ung zu bringen. Im Speziellen ist es Aufgabe der kör­perlichen Erziehung und der Gesundheitspflege, den Gesundheitszustand so zu fördern, als es in jedem Falle möglich ist. Rach dem Gesetz der Hebung, das der Vollsmund tr-fsend mit dem Sprichwort ausdrückt:Raste ich. so roste ich", geschieht es nun dadurch, daß wir allmählich immer stärkere Ansorderungen der verschiedensten Art an den Körper stellen.

Wir können also den Menschen gegen Erkältung am besten dadurch schützen, daß wir ihn allmählich im Widerstand gegen Kälteeinwirkungen üben, dagegen gelingt es uns nicht, indem wir ihn in Watte einwickeln. Wir können einem Menschen schöne und gesunde Zähne anerziehen, indem wir ihn von klein auf zum kräftigen Kauen anhalten und ihn daran gewöhnen, durch kräftiges Bürsten sein Zahnfleisch frisch zu erhalten. Wir können eine frische und gesunde Haut heranbilden durch Reinlichkeit und Gewöhnung der Haut an Ar­beit. nicht aber allein durch käufliche Schönheits­mittel. Wir können die für die Gesundheit wich­tige Herzkraft und Atemkraft entwickeln, ver­stärken durch Tätigkeit.

Zusammenfassend: Wir können Gesundheit star­ken durch systematische Pflege und Arbeit. Wir können also in den erblich gegebenen Grenzen Ge­sundheit erwerben, und es ist deshalb wichtig, die Methode dieses Erw. s zu studieren.

Gewerbehaus. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Fräulein Else". Astoria-Lichtspiele:Hilfe! Po­lizei!".

Stadttheater Gießen. Aus dem Stadt­theaterbureau wird uns geschrieben: In der morgen, Mittwoch, 20 Uhr, statlfindenden Erstaufführung von Carl Zuckmayers SeiltänzerstückKatharina Knie" spielt Alix K r a h m e r die Titelrolle als letzte Rolle in ihrer Gießener Tätigkeit; denVater Knie" spielt Peter F a s s o 11 als Gast. Außerdem sind beschäftigt die Damen Brack, Castein, Jüngling, Koch und die Herren Arzdorf, de Castro, Haeser, Linkmann, Ritter, Tannert, Volck, Wesener. Spielleitung: Oberspielleiter Hans Tannert.

Von der Landes-Universität. An Stelle des aus dem hessischen Staatsdienst entlassenen ordentlichen Professors für systema­tische Theologie an der Landes-Universität Gie­ßen D. Dr. Heinrich Frick hat der Kultus­minister den Prchatdozenten Professor D. Dr. Friedrich Karl Schumann zu Tübingen zum ordentlichen Professor für systematische Theologie an der Landes-Universität Gießen mit Wirkung vom 1. April ab ernannt.

** Schulpersonalien. Ernannt wurden: der Studienrat an der höheren Bürgerschule in Hungen Dr. Otto Stotz zum Studienrat an der Oberrealschule in Grünberg mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an; der Studienrat an der Ober- realjchule in Grünberg Dr. Hermann Buß zum Studienrat an dem Realgymnasium in Gießen mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an.

Der 1. M u i in Hessen. Das Hessische Gesamtministerium hat beschlossen, es bei den bis­herigen Bestimmungen üb.cr die Feier des l.Mai für die bei den Staatsbehörden und den Staats­betrieben beschäftigten Beamten, Angestellten und Arbeiter zu belassen, die in dem Ausschreiben des Gesamtministeriums vom 8. Dezember 1926 ent­

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Opelwagen wurden in den letzten Jahren verkauft! In allen Ländern und Volksschichten haben sie begeisterte Anhänger gefunden.«, Die Opel 4 PS sind hundertprozentige Auto­mobile, deren Leistungsfähigkeit und Ausdauer noch stets die Erwartungen der Käufer über- troffen hat. Tausende von Zeugnissen bestätigen dies, q Lassen S,e sich eines dieser be- währten Fahrzeuge unverbin dlichvorf^hren.PrufenSielRechnenSie!VergleidienSie.cJe ROSSELSHEIM A.MAIN

sorgfältiger Sie dies tun. desto überzeugter werden Sie sagen:AUCH ICH KAUFE OPEL . AU AM y r CL M v.,

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halten sind. Der l.Mai ist in Hessen bekanntlich nicht staatlicher Feiertag, so daß die Beamten, Angestellten und Arbeiter rechtzeitig bei ihren Vorgesetzten um Befreiung vom Dienst einzu­kommen haben. Diesen Anträgen wird aber stets entsprochen werden können.

"Schulbesuch an israelitischenFeier- tagen. Durch eine Verfügung des Ministers für Kultus- und Bildungswesen vom 20. d. M. sind die­jenigen israelitischen Schüler und Schülerinnen, die ihren Wohnsitz nicht am Orte der Schule haben und die auch sonst auf Grund ihrer Religionssatzung das Fahren am Samstag unterlassen, in diesem Jahre am 27. April (Samstag nach zwei israeliti­schen Feiertagen) vom Schulbesuch befreit.

** Eine öffentliche Steueranmah- nung, bei der es sich um die Kanal-, Straßcn- reinigungs- und Müllabfuhrgebühren, sowie um die vorläufige Gemeinde-, Kreis- und Provinzial­umlage einschl. Sondergebäudesteuer handelt, wird im heutigen Anzeigenteil von der Gießener Stadt­kasse bekanntgegeben. Zahlungssäumige seien dar­aus besonders hingewiesen.

" Ein erheblicher Brand, den die Feuerwehr als sog. mittleres Feuer bezeichnet, entstand gestern mittag kurz nach 12.30 Uhr in den Lagerräumen der Eisengroßhandlung Will & Co. in der Reustadt, die in einem Hause des Griebschen Anwesens untergebracht sind. Die Feuerwache fand bei ihrem Eintreffen einen recht erheblichen Brandumfang mit großer Rauchentwicklung vor, der das Vorgehen der Feuerwehrleute anfangs fast unmöglich machte. Es gelang dann, die Bekämpfung der Flammen mit zwei Schlauchleitungen vorzunehmen. Die Freiwillige Feuerwehr, die allerdings nur durch ein Mißverständnis alarmiert worden war, brauchte in erheblichem Maße nicht mehr einzu­greifen. Rach gut einstündiger Arbeit der Feuer­wehr war die Gefahr beseitigt, und die Wache konnte wieder abrüden. Der Schaden an dem Gebäude ist natürlich ansehnlich. Dagegen ist in den.Lagerbeständen der Firma Will & Co. selbst kein größerer Schaden entstanden. Die Ent­stehungsursache des Brandes ist noch unbekannt.

" D i e Besenginster auf dem Trieb. Dieser bekannte, gelb blühende und fast blattlose Strauch ist im letzten Winter bis auf die Wurzeln erfroren. Eine große Menge des trockenen Ge­strüpps reicht bis in die unmittelbare Rähe des Waldes. Es dürfte sich empfehlen, dieses trockene Zeug alsbald zu entfernen, damit es nicht durch unüberlegte Handlungen leichtfertiger Spazier­gänger zu einer Gefahr für den Wald wird.

Das Bauvorhaben derH e g,e m a g" (Hessische gemeinnützige Aktiengesellschaft für kleine Wohnungen), das auf dem Gelände zwischen der Licher- und der Friedensstraße und Am Kugelberg zur Zeit in der Ausführung begriffen ist und ins­gesamt 45 neuzeitliche Dreizimmerwohnungen mit Küche, Bad und Zubehör sowie zwei Läden umfaßt, ist im Rohbau fertiggestellt. Wie u..s von derHege- mag" mitgeteilt wird, sollen die Wohnungen bereits Mitte August d. I. bezugsfertig werden. Die Mieten werden voraussichtlich etwa 80 Mark im Monat be­tragen. Anmeldungen für diese Mietwohnungen wer­den schon jetzt entgegengenommen. Näheres darüber im Anzeigenteil unserer gestrigen Ausgabe.

** Der Kranken st and im Monat März. Die Krankenziffern am 1. April zeigen gegenüber dem Stand am 1. März ein recht erfreuliches Bild. Der Reichsdurchschnitt im Hauptoerband Deutscher Krankenkasseil ging von 6,83 v. H. auf 4,15 v. H.

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im Taunus bei Frankf.a.M. Prospekte durch Dr. M. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.

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