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Wirtschaft.

LisenbahliaustMe und deutsche Wirtichafl

Der Generaldirektor der Hauptverwaltung der Deutschen Rcichsba^'gesellschaft. vr. d. c. Dorp­müller. hielt geftein im Plenarsihungssaal der Frankfurter Industrio- und Handelskammer einen Vortrag überE i s e n b ahn auf t ra g e und deutsche Wirtschaft", worin er die Wich­tigkeit der Reichsbahn tilS größte Auftraggeberin für die deutsch« Wirschaft kennzeichnete. Der Redner schilderte zunächst die Organisation des Einkaufs bei der Reichsbahn, bei der neben der Einkaufsverwaltung in dei: Hauptverwaltung fünf zentrale Deschaffungsstell^n bestehen. Leider habe man aus geldlichen Rücksichten von einer_ Fest­legung des Beschaff urc gsplanes für ein ganzes Jahr absehen, müssen. Die Reichs­bahn könne sich nur noch für drei oder sechs Monate feftlegen, .was für sie selbst und besonders für die Industrie unangenehm sei. Ausgeschrieben werden Dpn der Reichsbahn nur noch die D a u a r b e i t e n, während alle anderen Käufe freihän.foig abgeschlossen werden.

Dr. Dorpmüller ging sodann auf die R o t - läge der deutsch en Qßerff ein, die da­durch entstanden sei, dah bei geseigerter Kapa­zität die Absatzmöglichkeiten geringer geworden sind, wofür er verschiedene Beispiele anführte. Sv würde z. D. für den Reichsbak^nbedarf an Oberbaustof'en die Hälfte der vorhand»men Werke ousreichen. Sehr schlecht sei die Lage der Loko- motiv- und Waggonindustrie. Don 69* Waggon­fabriken beständen heute noch 23. Etzie Reihe von Lokomotivfabriken hätte den Betrieb ge­schlossen, und weitere mühten folgen. Den,Redner wies in diesem Zusammenhang die Vorwürfe der Industrie zurück, dah die Reichsbahn unwirt­schaftlich arbeite, und führte dann an, hxic die Reichsbahn, soweit es in ihrer Kraft steyt, die Industrie unterstützt. U. a. wurde mit dem 6^tahl- werksverband ein Mantelvertrag abgeschlossen, wonach alle Lieferungen auf das ganze ^?ahr verteilt und die Zahmngen wöchentlich geleistet werden. Der Bedarf der Reichsbahn in eii^'m Jahre an Wagen und Lokomotiven wurde muf 300 Millionen Mark beziffert, an Oberbaustoffe^n auf 250, an Brennstoffen auf 320, an Werkstättem- bedarf auf 140, an Ersahstücken für Fahrzeuge auf 120 Millionen. Es lasse sich nicht umgehen, auch nach dem Auslande Aufträge zu ver­geben, so namentlich für Holzschwellen.

Dr. Dorpmüller schloß mit dem Gedanken, daß die Reichsbahn ihre Pslicht, die deutsche Industrie zu unter st ützen, aus Man­gel an Betriebskapital und Reserven nicht in dem gewünschten Muße erfüllen könne. Man müsse bei der Rei^sbahn wieder zu Reserven kommen. Er hoffe, daß die kommende Zeit die Möglichkeit zur Deckung des wirklichen Bedarfs der Reichsbahn bringen werde.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Zu Beginn der Derichtswoche war die Haltung zunächst weiter lustlos und eher schwächer. Es ging eine allgemeine Berstimmung vom Markte der Mannesmannröhren-Aktien aus, für die man eine Dividendenreduktion befürchtete. Bald jedoch vollzog sich ein vollkommener S t i m- mungsumfchwung. Don Spezialmärkten ausgehend, wurde die Tendenz plötzlich allgemein fester und zuversichtlicher, wobei die Ümsahtätig- keit zeitweise recht lebhafte Formen annahm. Diese freundlichere Stimmung war in der Haupt­sache durch nennenswerte Mcinungskäufe bedingt, die von feiten des Auslandes vorgenommen wurden. Die Spekulation lieh sich dadurch an­regen, schritt zu neuen Engageinents oder nahm, soweit sie noch Daissepositionen bestehen hatte, Deckungen vor. Bei Beurteilung der Börsen­situation traten die sachlichen Momente, die meist weiterhin nicht günstig waren, etwas in den Hintergrund. So waren die R e p a r a t i o n s - Verhandlungen nicht mehr so dominierend wie in den vergangenen Wochen. Man be­urteilte ihre Aussicht meist besser, trotzdem die Hauptschwierigkeiten erst in den nächsten Tagen zu erwarten sind. Der letzte Reichsbank­ausweis, der wiederum eine nur mäßige Entlastung brachte und die erneuten Gold- und Devisenabflüsse erkennen ließ, wurde nur wenig beachtet Die Devisenabziehungen des Auslandes sollen in jüngster Zell nachgelassen haben, so dah die Beanspruchung des Gold- und Devisen­bestandes der Reichsbank geringer werden dürste. Am Geldmarkt trat nur für Tagesgeld eine fühlbare Erleichterung ein, und zum Ultimo glaubt man wieder mit einer starken Anspan­nung rechnen zu müssen. Die Loge an den inter­nationalen Geldmärkten beurteilte man dagegen

etwas günstiger, und man war befriedigt über die Erklärung deS Präsidenten deS Federal Re­serve Board. Boung. wonach eine amerikanische Diskonterhöhung in der nächsten Zeit nicht zu erwarten sei. Stark im Dordergrunde standen Elektrowerte unter Führung von QL E.G.. die in größeren Posten vom Auslande gesucht waren und mehrere Prozent anziehen könnten. Weiterhin waren Licht & Kraft, Bergmann, Schuckert und Siemens merklich befestigt. Man sprach von Kombinationen zwischen der A E. G. und Bergmann, doch wurden diese Gerüchte von beiden Verwaltungen dementiert. Lebhaftes In­teresse machte sich auch für die Farbenaktie bemerkbar, wobei man auf die Aeuherungen Geheimrat Boschs auf seiner Amerikareise ver­wies. Schisfahrtswerte b.irben gefragt auf die in die Opposition bei der Hapag gesetzten Erwartungen. Stärker anziehen konnten wieder Kupferwerte (Otavi, Mansfelder und Me- tallbank), die von der anhaltenden Kupferhausse prvfllierten. Regere Rachfrage bestand außerdem nach Bankaktien. Ferner waren Kali­werk e-auf die Qlbschlüsse im Salzdetsurthkvnzern und die nunmehr eingetretene Belebung des Kali- absahes gefragt. Schließlich wurden noch in D a u- unternehmungsaktien einige Käufe vor- oenommen, da das Wiederingangkommen der Bautätigkeit anregte. In dieser Woche wurden die Aktien der Bereinigten Glan^stoff- Fabriken in Elberfeld erstmalig im offiziellen Verkehr gehandelt, doch war das Geschäft in diesem Papier zunächst noch minimal. Späterhin wurde die Aufwärtsbewegung der Kurse durch Gewinnsicherun^Sverkäufe der Kulisse etwas ge­hemmt, doch blieb die Haltung widerstandsfähig. Zum Wochenschluß griff jedoch eine gewisse Un­sicherheit Platz: man war verstimmt über die schwache Haltung der Reuhorker Börse und die am dortigen Geldmärkte wieder eingetretene Ver­steifung. Qlm Rentenmarkt waren Türken auf die Ankündigung der Kuponzahlungen ziem­lich lebhaft gefragt und fester.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlack iviehmarkt.

Dos Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche allgemein etwas leb­hafter, was wohl mit dem größeren Bedarf für die bevorstehenden Osterfeiertage in Zu­sammenhang zu bringen ist. Äamentlich Käl­ber und Schafe wurden lebhaft gehandelt und ausverkaull. Am Rindermarkt war der Auf­trieb etwas geringer: bei mäßig regem Geschäft wurde der Markt geräumt. Am Schweine- markt war die Beschickung erheblich stärker als jn der Vorwoche. Der Handel hierin war auch xn dieser Woche sehr ruhig und die Preise gaben stärker nach: es verblieb Lieberstand. Kälber Lotten trotz des größeren Austriebs lebhaftes Ge- sch»äst zu verzeichnen, da die Metzger zu größeren KÄufen schritten, um ihren Bedarf für die Oster- letertage zu decken. Hier konnten die Preise stavk anziehen. Auch für Schafe machte sich ftäijk'teä Interesse geltend: der Markt wurde bei s»?bhaftem Handel und etwas anziehenden PreHem geräumt. Der Gesamtaustrieb bestand aus Föl6 Rindern, darunter 322 Ochsen, 95 Bullen. 585 Kühen und 420 Färsen; ferner aus 1845 Kälbern, 283 Schafen und 6083 Schweinen. Im VeL gleich m t dem Au tr'.eb der vergangenen Woche Ovaren 548 Schweine und 253 Kälber mehr, do-egen 189 Scha'e und 80 Rinder weniger anget:icb2Xi. Bezahlt wurde pro Zentner Lebend­gewicht in Mark: Rinder: Ochsen A I 54 bis 58. All 49 bis 53, BI 45 bis 48; Dullen A 50

bis 53, B 45 bis 49; Kühe A 42 bis 47. B 37

bis 41, C 8$ bis 36. D 25 bis 32; Färsen A 54

bis 58. B 49 bis 53, C 44 bis 48. Kälber: 8 80 bis 84.C 74 bis 79, D 67 bis 73. Schafe: AI 56 bis ÖX b 50 bis 55. Schweine. B 77 bis 79, C 77 bis 79, D 77 bis 80, E 75 bis 78.

Wochenbericht

vom Frankfurter produktenmarkt.

In dieser W^qhe war das Geschäft am Frank­furter ProduktevLnarkt wieder sehr ruhig. Die Stimmung war lustlos und die Händler hielten sich stark reserviert, da Anregungen irgendwelcher Art nicht Vorlage. Die ausländischen Plätze meldeten zumeist schwächere oder unveränderte Preise. Infolge deÄ wieder günstigeren Wetters tarn Ware in größeren Posten an den Markt, dem aber nur im Bedarfsfälle Rachfrage gegen­überstand. Auch lauteten die Forderungen vom Auslande sowie von Provinzseite entgegenkom­mender. so dah bei den meisten Warengattungen Derluste eintraten. Trotze der bevorstehenden Ostcr- feiertage erfuhr der Markt keine Belebung. Die Geschäftstätigkeit schrumpfte «her no$ ein. der Markt zeigte gegen Eiide der Woche em fast lebloses Bild. Am stärkstem unter diesem Druck hatte vor allem der Futtermittel markt zu

leiden. Die größeren Käufe der Landwirtschaft haben infolge deS schönen Welters stark nach­gelassen, da diese in Anbetracht dieser Derhält- nisse nicht mehr so stark auf Winterfutter an- gewißen sind. Besonders Mais war stark an- Seboten und büßte erheblich ein. QZereinzeltes Interesse bestand nur noch für Roggenkleie, aber auch hier trat später em Rückschlag ein. Auch die übrigen Märkte waren ohne besonderes Ge­schäft. Weizen blieb, da von feiten der Mühlen doch einige Rachfrage bestand, knapp gehalten. Roggen, der durchweg etwas lebhafter ver­langt war. blieb gut behauptet. Sommer- a e r st e und Hafer bei minimalsten älmsätzen chwächer. Das Mehlgeschäft war nach wie vor icy.eppend. Die Preise erfuhren einen weiteren Rückgang. Qhir Roggenmehl war im Zusammen­hang mit der günstgen Derfassung des Roggen- marktes gut behauptet. Das Kartoffel- geschäft war ebenfalls ruhig. Anregungen blieben ganz aus oder fanden keine Beachtung. Die Preise lagen infolge der Geschäftslosigkeit Weller eher etwas niedriger.

Derglichen mit den Rotierungen der vergan­genen Woche büßten Mais für Futterzwecke eine halbe Mark, Sommergerste. Hafer (ml.). Weizen­mehl, dto. Riederrh., Weizenkleie und Roggen» kleie, niedrigere Sorten, je eine Diertelmark ein. Weizen gab nur 0,15 Mark für den Zentner nach. Gut behauvtet bliebep Roggen, Roggenmehl und Roggenkleie, gute Qualitäten. Die Woche schloß zu fo>mden Rotierungen: Weizen 24, Roggen 23.25 bis 23,50. Sommergerste 24, Hafer (inl.) 24,50, Mais für Futterzwecke 24, Weizenmehl 33,25 bis 34,25, Riederrh. 33 bis 33,50, Doggen­mehl 30,75 bis 31.75. Weizenkleie 14,15, Roggen­kleie 15,25 bis 15,50.

*

Vergleichsverfahren bei Holex. Obwohl ein Tell der Gläubiger der innerhalb Jahresfrist zum zweitenmal in Zahlungsschwie­rigkeiten geratenen Hole? Schokoladenwerke A.-G., Bad Homburg, auf einen Konkurs hindrängte, wurde vom Gericht das Vergleichsverfahren zu- gelassen. Cs soll ein Liquidationsvergleich zu- standegebracht werden. Die Qlbfindung der Gläu­biger wird sich nach dem Ertrag der Verwer­tung der Gebäude, die stark belastet sind, und der Werkeinrichtungen richten. Es schweben zur Zeit Verhandlungen mit maßgebenden Firmen der Branche zwecks Uebernahme des gesamten Betriebes.

* Insolvenz der Lederwerke Martin Zimmer A.-G., Offenbach a.M. LautFrks. Ztg." sieht sich die Gesellschaft gezwungen, das ge­richtliche Vergleichsverfahren zu beantragen. Der Versuch, ein Konsortium für 400 000 Mark neue Aktien unter Mitwirkung der mit der Offenbacher Firma in Geschäftsbeziehungen stehenden Alpina A.-G. Lederwerk in Sämlingen (Schweiz) zu bilden, sind gescheitert. Die Gesamtverpflichtungen belaufen sich auf etwa 2,30 Millionen Mark. Ein Status ent­hält andererseits 0,50 Grundstücke, 0,35 Maschinen, 1,50 Vorräte und 0,15 Millionen Mark Debitoren.

Conti CaoutchoucPeters Union. Wie W. T. D.-Handelsdienst auf Anfrage bei zuständiger Stelle erfährt, stehen die Fusions­verhandlungen zwischen der Peters Union A.-G., Frankfurt a. M. und der Continental Caout­chouc und Guttapercha Co., Hannover, vor dem Abschluß. Seitens der Peters Union A.-G. wird der endgültige Beschluß in einer Aufsichtsrats- sihung in der nächsten Woche gefaßt werden. Wie sich aus den Kursen der beiden Papiere ergibt (Conti Caoutchouc 146,25 Prozent und Peters Union 107 Prozent), kann mit einem Umtausch von Peter- gegen Conti-Aktien im Verhältnis 3:4 gerechnet werden.

* Leonhard Tietz A.-G., Köln. Wie WTB.-Handelsdienst von Derwaltungsseike er­fährt. sind die Derhandlungen mit dem Karstadt- Konzern wegen des bekannten Interessenvertrages zwischen Tietz und Karstadt, nach welchem die Errichtung und der Betrieb von Kaufhäusern in dem Interessengebiet des anderen Dertragspart- ners untersagt ist. entgegen allen anderen Mel­dungen. noch nicht abgeschlossen. Die auf Grund der Uebernohme des Kaufhauses Lindemann & Co. in Frankfurt a. M. durch Karstadt eingeleiteten Verhandlungen, die eine Klärung über die im Interessenkreis der Tietz A.-G. liegenden Filialen der Lindemann & Co. A.-G. in Frankfurt a. M. und Wiesbaden bringen sollen, können zurzeit noch nicht abgeschlossen werden. Hiervon wird in erster Linie das Ende der Verhandlungen zwi­schen Tietz und Karstadt abhängig sein, wovon allerdings die Tatsache einer bereits eingeleiteten Verständigung nicht berührt wipd. Die Dilanz- sitzung der Gesellschaft, die sich mit dem Ergebnis des am 31. Januar abgelausenen Geschäftsjahres befassen wird, findet erst Anfang Mai statt, so daß zur Zeit über die Dividendenverteilung, von der man eine Steigerung von i. D. 10 Proz.

auf 12 Proz. erwartet, noch kein abschließende- Urteil gegeben werden kann. Die Umsäche haben, wie schon früher berichtet, eine Steigerung er­fahren.

* Bergmann Elektrizitätswerk« A.-G., Berlin. Der Aufsichtsrat genehmigte den Abschluß für 1928. Einschließlich 516 518 Mark Vor­trag aus dem Vorjahre beträgt der Bruttogewinn (in Millionen Mark) 12,22 (11,64). Nach Abzug der Steuern von 4,79 (4,65), sozialen Abgaben von 1,74 (1,52) und Abschreibungen von 1,21 (0,99) verbleibt ein Reingewinn von 4,48 (4,47), woraus wieder 9 o.H. Dividende verteilt werden sollen. Zum Vor­trag auf neue Rechnung verbleiben 0,52. Der Um­satz betrug rund 115 (100) Millionen Mark.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 23. Mcirz. Tendenz: f e ft c r. Obwohl es zum Schluß der gestrigen Abendbörse auf Realisationen eher etwas leichter war, eröffnete öle heutige Wochenschlußbörse wieder in fester Haltung. Erneut eintreffende Auslandorders hatten eine all- gemeine Aufwärtsbewegung der Kurse zur Folge. Vor allem standen wieder Elektroaktien im Vorder­gründe und waren lebhafter gehandelt. Das Publi­kum hielt sich dem Markt immer noch fern. Aus- landorders trafen im Verlaufe in etwas größerem Umfange ein, da die optimistische Beurteilung der Reparationsoerhandlungen von dieser Seite anhält und zu diesem Schritte Veranlassung gab. Die Stirn- mung war zuversichtlich, da sich auch die Befürch­tungen einer Diskonterhöhung in Amerika nicht bewahrheiteten. 3nfolpe des bevorstehenden Ultimos war eine gewisse Zurückhaltung mindestens der Spe­kulation nicht zu verkennen, so daß das Geschäft nicht den Umfang des gestrigen Tages erreichen konnte. Regeres Interesse bestand wieder am Elektro- markt, doch blieben die Besserungen heute im allge­meinen ziemlich bescheiden. So konnten Licht & Kraft 2 v. H., Schuckert 2,5 v. H. und Siemens 2,75 v. H. gewinnen. Recht lebhaft verlangt waren noch Dem- sche Linoleum plus 5 v. H., Svenska lagen mit minus 4 Mark weiter schwächer. Auch Kaliaktien wurden heute eher etwas niedriger gehandelt. Bank- werte zumeist bis 1 v. H. höher. Glanzstoft konnten 4 v. H. höher eröffnen. Montanwerte ohne nennens­werte Umsätze. Der Kupfermarkt hatte auf die wei­tere Erhöhung der Kupferpreise regeres Geschäft auf- zuweisen. Mansfelder lagen 1,5 v. H. und Otavi 0,50 Mark fester. Von Chemiewerten bestand für I.-G- Farben (plus 2 v. H.) einiges Interesie. Hier bot eine Meldung, wonach eine größere Tätigkeit in Amerika geplant ist, eine gewisse Anregung. Adler­werke behauptet. Deutsche Anleihen still, nur Ab­lösungsschuld etwas gebessert. Im Verlaufe traten leidjte Abbröckelungen ein, da sich, nachdem kaum meyr Aufträge vorlagen, Realisationsneigung be­merkbar machte. Farben waren gut gehallen. Die Rückgänge gingen kaum über 0,5 v. H. hinaus. Sie­mens waren eine Kleinigkeit fester. Das Geschäft war wieder sehr sttll. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 5 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2147, gegen Pfund 20,460, London gegen Kabel 4,8540, gegen Paris 124,25, gegen Mailand 92,70, gegen Holland 12,12.

Berliner Börse.

Berlin, 23. März. Der Ordereingang zu Be­ginn der Börse war heute kleiner als an den Vor tagen. Trotzdem erhielt sich die gute Stimmung, die Kurse besonders der Spezialwerte erfuhren weitere Besserungen. Beachtung fand die erneute Erhöhung der Kupserpreifc. Reportgeld scheint reichlicher da zu fein, als erwartet worden ist. Im allgemeinen be­trugen die Gewinne zu den ersten Kursen etwa 1 bis 2 v. H. Clektrowerte lagen bis 3 v. H. fester. Sie mens plus 4,5 v.H. Sonst sind noch Danatbanf, Rheinische Braunkohlen, J.-G.-Farden, Deutsche Linoleum, Schullheis und Hackethal, letztere auf die Dividendenerhöhung, als stärker gebessert zu er­wähnen. Deutsche Anleihen freunblich. Ablösung-- schuld eher vernachlässigt. Ausländer geschäftslo». Pfandbriefe bei ruhigem Geschäft abbröckelnd. Der Geldmarkt war unverändert. Im Verlaufe über­wogen leicht die Rückgänge, da Realisationsneigung zum Wochenschluß bestand, die Kurse gaben ziemlich gleichmäßig bis zu 1 v. H. nach bei den Haupt- spekulationswerten bis zu 2 o. H. Glanzstoff verloren 4 v. H. Verhältnismäßig widerstandsfähig lagen Konti Kautschuk und die Metallwerte unter Führung von Otaviminen.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

'*DasAmtsverkündigungsblattNr.l8 vom 22. März enthüll: Straßensperre. Durchfüh rung der Nacheichung im Kreise Gießen im Jahre 1929. Der Verkehr auf den Provinzialstraßen in Oberhessen. Schafräude in Gießen. Einfüh­rungskursus zur Förderung der Musik- und Sprech­erziehung in den Schulen Heffens. Beurlaubungen der Lehrer und Lehrerinnen an Volks, und Fortbil­dungsschulen. Feldbereinigung Großen-Linden. Dienstnachrichten.

Berlin

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Stettin

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72,25

115

144

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Banknote»

136,5

12

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143,5

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213 146,75

67 89,25

293,5 243,5

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388

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00 85 176 167 172

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89,13 98 31

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291,25 242,75

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Sxfjultijeil Vatzenhoser . Oftwerke.......

Ber. @Laigftof1 . . Bemderg......

ReUWf Waldhof . . . grilftolf Äfdiaffenture . Charlottenburger Waller Deslau« <8aS.....

Daimler Motoren . . . Demag ...... Adlerwerke Stltott . . »

Lud». Loewe . . . . « Nat. Automobil . . . « Ctenftetn 4 Äoppd . . Leonhard Tietz . . « Bam

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Relariulmer . . 'iSctws Union . Gebr. Roeder . . Boigi fc Haeffner Südd. Äudcr . .

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10

12

11

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10

10

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführ. en Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 Prozent. Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.

ailfl. leunche <4l|enbatrn Hambura-Amenla Pake« Hamb.-Südam. Dampslch. panfo Dampstchiff Korddeustcher Lloyd -Illg. Deustche gredil-nst. . Sarmer Bankverein äedfnet Hanvelsgeielllch. Lommer»- und Pttoai-BavI Larmsl. u. Äaktonalban! Deutsche Bank ^4!onto-®efeU|d>aft «nl.. Dresdner Bank Mttteldeurlche Sredstinml Metallbank .. ................*

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8 213

8 147

Datum

59^ DÜiletchtanIrlhe ,. uw?

Dt. «nL-ÄblSI.-Schuld mit Lu» lof.«Sed)ten

Desai, ohne Aulwi.-ReLtr

7% Franst. Hnv^Bl Goldps. tm kündbar btt 1932

4%% Rdeintiche Hyv^Sa-k Clou Goldps.

V.S.«. abg. Borkrieg«. Obligation, rückzahlbar 1282

4% Schweiz. Bundesb^Lnl..

*% Ce(ttneld)i|che Soldrte.

4,20% Gelten. Silberne.

<% Oesterreich, einheill. Rte

4% Ungarijche Boidrte.

4% Ungarische Staattr. v. 1910

4 y.% desgl. von 1918

4% Ungarstche flronentte..

4% Türk. Zollanlechr v. 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anl. Serie I

4% öe4flL Serie II

4% Rumänen conveN. ffite.

Rumänen lvoldani. von 1913

23. 4<lär, Amtliche 'Dotierung Weib | Brie?

22- M ir«

Hmtliehe Utotieruna «elv I Brie'

.tranffuri a M.

Schluß- Kur?

22-3.

Berlin 22-Mär; / Geld | Brief

)ran;ösisch« Noten.....

uollandstche Norrn......

.italienische Noten......

Norwegische Noten......

Dentsch-Ocsterr .4100 Äronttt

Numänilche Noten......

Schwedische Noten ......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakisch« Noten ..

Ungarische Noten . ...

Devisenmarkt Berlin

Telegraphische

16747 168,26

22,26

112,03

59,14

2,495

112,16 81,01

64,06

12,445

73,19

- Franrfur Auszahli

16753 168,94 22,34 112,47 . 59,38 2,515 112,60

81,33 64,34 12,505

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Berlin

Schluß fturs

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Sckiuh. Rum

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Heidelberger Lement.... 10 145,5

Cement Karlstadt ...... 8 174

Wayb L Freitag . ..... 10 129,9

145,5

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129

128,5

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Datum

22.3.

23.4.

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177,5

177.-5

177,4

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Bergmarui . ....... 9

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223

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224,5

171,5

171,5

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Licht imd KrasI ..... 10

218,5

220,6

218,75

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Felten 4 Guilleaume. .... 6

145,5

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145,75

146,6

Ges. f. LIekn. Untern.. ... 10

Hamb, ülektr. Werke .... 10

237

237,5

236,25

237

1

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Rhein. Elektr.........9

168,65

169

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212,5 234

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161

161

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79

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79

77,4

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Essener Steinkohte . . . . . f

124,75

127,75

124,75

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Gellech'ircheo« ... f. Vt 3- 4

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131

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136,25

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106,75

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Oberschles. Esters. Bedarf. . . 5

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88,25

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87,75 106,6

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127

127

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Weslereaelv . « » stoliwerk Satzdetlirt» ... U

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251

253

251,75

254,5

Dynamit Nobel .......

w

171

171,5

91,5

Goldschmidt ....... b

i 91

91,75

91,9

RütgerSwerke . ....... 6

94

93,75

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191

*

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Schlus,

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I sture

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23-3.

22.3.

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87,5

53,9

54

12,75

12,9

12,9

--

31

W

d

-

24,8

-

21,4

22,5

-

2,05

*-

11,3

10,8

11

*

19,1

-

_

130

129,75

130,5

191,25

170,5

-

120,5

120.4

120,5

141.5

141,75

144

144

-29,5

229

200,5

200

211

64,25

226,5

176,75

176,25

177,25

167,75

166,75

166,75

172

172,4

172,25

184

137,25

137

137

822

823,5

168.54

168.93

168,63

168,97

1,769

1,771

1,770

1,774

58,45

58,52

58,455

58,575

112,29

112,53

112,28

112,50

112,20

112,47

112,25

112,47

112,43

112,65

112,46

112.68

10,592

10,612

10,589

10.609

22,05

22,09

22,055

22,095

20,44

20,48

20,437

20.477

4,2110

4,2190

4,2105

4,2185

16,44

16,48

16,445

16,485

30,995

81,155

81.005

81,165

63,98

64,10

63,69

63,81

1,870

1,874

1,871

1,875

0,4985

0,5005

0,499

0,501

59,165

59,285

59,195

59,315

12,48

12,50

12,478

12,498

7,395

7,409

7,397

7,411

73.37

73,51

73,37

73,51

3.041

3.047

3,041

3,047

18.84

18.88

18,83

18,87

81,72

81,88

81,71

81,87

2,063

2,067

2,065

2.069

5,44

5,45

3,455

5,465

4,190

4.198

4,183

4,191

4.276

4.284

4,268

4,274

20,96

21,00

20,965

21,005

Berlin. 22- Mär,

Weib

«rCf

.iuuritaim<I>e Note» .....

Belgische Noten ..... .

Dänische Noten........

Englische Rote«........

4,203

58,35

111,93

20,448

4.223

58.59

112,37

20,528