Ausgabe 
23.3.1929
 
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men.

Dr. Neumann.

Mtzholzversleigerung

.38,93

22,98

100

1600

0,86 fm 2.53 1,33

5,17

1,43 fm 1,98

Ml

0,75 fm

20,75

5,98

1/56

Eickenreisig, Fichtenreifrg,

l-lasse 2

3

.. 4

312

680 4

28l

Eichea-Abschnitte A.

........ 1 Stück --

........ 17 --

........ 4 n

........ 1 =

267 ID

5,8 fm

3

2,77

14,61

8,49 lf33

17,5

38,66

Klasse 3

4

5

» 6

«bschntttr N.

.... 6 Stück mit 3,51 fm

Saaftartotteln

Holländische Erstlinge, Ebsdorfer Joli- perle, Böhms Odenwälder Blaue. Lemb­kes Industrie liefert als anerkannte 1. Absenten in hervorragend.Qualität

Saatgutwirtschaft

Otto Rinn, UW, Kr. Gieren

3.ÄL 20,40

Reisstangen 0,56

Donnerstag, den 28. März 1929, von voL mittag» 10 Uhr, werden aus dem G^ßen-Lindener Gemeindewald verstei- geri\ 2965 D

170 Lt. Fichtcm-Derbstangenl.Kl. 15,30 fm

2.Kl. 18,72

SvWsWEslzüeM

der Gemeüt-e Oberkleen.

Auf dem Wege c»es' schriftlichen Angcbo- te« soll aus dem GckHdindewald Oberkleen olgendes Nutzholz werden:

Los 1: 49 BirkieMümme Kl. 1 = 6,00fm. Lo» 2: 30 Artcnslämme Kl. 1 ~ 3,42 fm. LoS 3: 3, ^irlcnstämme ftL 1 -- 4,04 fm. Los 4: 9 ^kcnstämme £L 2 = 2,39 fm. . . 2681D

Dos Äusmaß und di^'sortierung ent­sprechen der neuen preußischen Holz­messungsanweisung.

Die Lose werden je tukf) Gebot gesamt oder getrennt zugesHKgcn.

Tie näheren Bedingungen, werden tn dem Termin bekanntgegebem

Zahlungstermine: */4 bis Iv. 5., /.ms 1. 7.,blS 10. 1929 unb-*/4 bis 1. 1. 1930.

Nähere AuSkimst erteilt ZörHkr Große, Oberkleen.

Schriftliche, mit der SluffchchftHolz- verlaus" versehene Angebote «irnb bi§ Mittwoch, ben 3. AprU 1929, vWirmittags 10 Uhr, dem Bürgermeisteramt au Groß­rechtenbach einzureichen, wo alsAnn ihre Oefsnung erfolgt. ,

Großrechtenbach (Kreis Wetzlqj), den 21. März 1929.

Der k. Bürgernreister.

Ktefern-Abfchnitte.

Klasse 2b........ 2 Stück mit

3a ,«».».» 2 n

: 3b........ i

Zusttt^merckunft vormittags 10 Uhr an der KreDstraße GießenLeihgestern (23in* kelschneiU).

Große^n-Linden, den 22. März 1929. Äffische Bürgermeisterei.

Lang»

Sie husten nun schon Wochrn lang deshalb müssen Sie endlich etwas ordentliches btt» oeae» tun. Nehmen Die alle 3 bis 4 Stunden/»©(;* löffel voll tzaauvtn, da« Die mit genauer Be- schretbung tn Avoibeken croalten.____________'4JV

b.i Grippe, Influenza o. & «rköttun-rkraNchrlUN habe, sich Coflot-lo, bktten hervoeeogend bewahrt. 3m flnfengiiteblem genommenserschwtnden bi« Kron!l}eit»trM}tinungfii iofort Cent netorklUt Bf|tätlgnng sind innerhalb 6 monoten mehr eis Iwo Sulachtrn elkln aus A*jto tcrljcn tlngcgangtn, öarunt«t eon namhaftto Prof, a. aus ersten Kllsitte n. Krantenan|talttn. «der. rafchendc «rfolget Zragen Sie 3l)t«n flrjt! Cogal ift in alte, Apotheken erhältlich. Preis HL 1.40

X* 1W Llttu 0,46 Chf 1 n, 74J Add. oceUeL «d 100 atn/L

SaWiHlons-BolroeiW.

Aus hessischen Staats- und Gemeinde- Waldungen kommen zum Submissions- Ltammhol; (Langholz und Abschnitte):

Eiche 2444 fm; Esche 83 fm; Hainbuche 66 fm; Ulme 70 fm; Erle 468 fm; Linde 50 fm. .

Autzscheitl)0l;: Eiche 40 rm; Hainbuche 119 rm; Erle 209 rm.

Tas Nähere geht aus dem Holzverzetch- nis hervor, das ebenso wie die Zahlung!- bedingungen und Angebotsvordrucke aus Anfordern kostenlos von unserem Sekre­tariat bezogen werden kann.

Gebote und verschlossen mit der Auf­schriftLubmissionShotzvertanf aus Staats- enb Gemeindewald am 17. April 1829" bis spätestens Mittwoch, den 17. April b. 3d., vormitta-S 9V_> Uhr, bei unserem Sekretariat, Mathildenplatz 20, Zimmer 78b, einzureichen. Gebote, die nach diesem Termin entlaufen, werden nicht berücksichtigt. .

Für jebeb Forstamt bzw. »edc Ge­meinde, jede Holzart und jedes Los ist ei« besonderer «ngebotbvordruck zu benutzen. 2^7^*D

Oefsnen und Sortieren der Gebote: Mittwoch, den 17. AprU d. Js., vormittags 10 Uhr, in Darmstadt, Grafenstraße 18 (Fürstensaal). Anschließend Verlesen der hauptsächlichsten Gebote.

Darmstadt, den 20. März 1929.

Hess. Ministerium der Finanzen Abteilung für Forst- und «ameralder- waltnug.

Brennholzversteigerungen

Ser Statt Sichen.

Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: 2668 C

A. Mittwoch, den 27. März 1929, 9V3 Uhr beginnend, aus den Abt. 3 a, 10 a, 23, 24, 33 b, 35, 36 a bhö 39 des StadtwaldcS, Försterei Rödgen, 71,2 rm Kiefernscheiter, 10,2 rm Fichtenfcheiter,

2,6 rm Eichenknüppel,

74,1 rm Kiefernknüppel,

1725 Wellen Buchen- und Kiefernreisig, 9 rm Kiefernstöcke.

Zusammenkunft-. Grünberger Str. 4. Schneise. (DaS Holz aus den Abt. 3 a und 33 b wird nicht vorgezeigt.)

Z. Donnerstag, ben 28. März 1929, 9% Uhr beginnenb, aus den «bl. 11a onb b «sw. (Kerne- Wald), Försterei Hochwatt,

12,7 rm Buchen-, Eichen- und Kiesern- fcheiter,

16,9 rm Buchen-, Eichen- und Eschen­knüppel,

27,1 nn KiesernUrüppel,

120 Wellen Buchenreisig,

BAD OEYNHAUSEN c,E

ß -z UGSSTATlO^BEDLlN-KOLH/OT^SwVAMSm^g^h^^ySWNFI^UDWDlE^BADEX^PYALTUNG^^

kommt tmb daß Sltoit bangen müssen. Venn lie solche Kinder haben, die unter anderen Um­ständen hinterher die schnell Fertigen und Früh­reifen weit Überholen würden. Aus alle diese Bestrebungen geben die deutschen Familien die Antwort, indem sie immer mehr auf eint hohe Kinderzahl verzichten.

Ein Volk kann nur gedeihen, wenn es dem Einzelnen seine persönliche Freiheit garantiert und sie nur da einengt, wo da- unbedingt er­forderlich ist. Zum Gedeihen eines Volkslebens gehört auch, daß man die Schwachen schützt und schont. Das alles ist nur möglich, wenn da- Ver­ständnis für daS Geistig-Sittliche, das in jedem Menschen lebt, wieder wach wird und wenn Liebe und Wohlwollen im öffentlichen Leben den Ton angeben. Wahre Liebe kann aber nur da sein, wo der Mensch mit den ewigen Mächten in Verbindung steht. Deshalb muh in einem Volks­leben. das gesunden soll, alles geschehen, was die religiöse ©efinnung stärkt. H. B.

Der »Tag deS DucheS- in Siehrn.

Am gestrigenTag des Buches" im ganzen Beicht wurde auch in unserer Stadt dieser be­deutsamen kulturellen Kundgebung in gebühren­der und würdiger Weise gedacht. 3m Lesesaal der Universitätsbibliothek haben nämlich die hie­sigen Buchhandlungen eine Bücherschau her- | gerichtet, die gestern in btt Mittagsstunde der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Eine recht zahlreiche Gemeinde von Buch freunden hatte sich zu der schlichten, aber bemerkenswerten Feier­stunde des Geistes eingefunden. Der Univev- sitäts-Oberbiblkothekar Prof. Dr. Fritzsche hielt zur Eröffnung dieser BuchauSstellung eine feine, gedankentiefe Bede über die gewaltige Kultur­mission des deutschen Schrifttums und deS guten Buches. Er bezeichnete dabei daS Buch als den stillen und treuen Freund des Menschen, der sich in seinen Feierstunden und fern von TageSlünn oder störenden Zeitgenoffen an dem Quell deS deutschen Geisteslebens erquicken möchte. DaS gute Buch habe jedem, für geistige Werte emp­fänglichen Menschen unendlich viel zu gehen unb darum sei es gerecht und würdig, daß wir diesen Tag des DucheS begehen und ihn olljährltch wiederholen wolle«.

Die Buchausstellung macht in ihrer kla- ren und sorgsam durchdachten Gliederrng einen starken Eindruck. Seitlich der beiden Eingangs­türen zu dem Lesesaale begegnet man sehr inter­essanten Drucken deS 15. und 16. Jahrhunderts die sich im Besitze der UniversitätS-Dibltothek befinden und für diese Schau in anerkennens­werter Weise zur Verfügung gestellt wurden. Weiter bemerkt man je auf besonderen Ttschcn hergerichtet Gruppen für das Schulbuch die Musik, bas kostbare Buch, das wohlfeile Buch, ZugeNbschristen und Kinderbücher, Sammlungen, daS christliche Buch, das moderne Buch und Wissenschaft und Antiquariat. Es ist bter eine sorgsame Auslese des Schrifttums und der deut­schen Bücherproduktion der Deffentlichkett vor Augen geführt, die der vollen Beachtuna aller geistig interessierten Mitbürger wert ist. Etn Besuch dieser Ausstellung ist daher warm zu emp­fehlen. Am morgigen Sonntag wird dte Schau von 11 Uhr an (nicht, wie früher bekanntgeaeben, von 10 U$r an) geöffnet fein. Wer sich eine schone Sonntagsfreude on geistigem Gut bereiten will.

Univerfit 5 ts - Perfonallen. Die Pri­vatdozenten an der Lackdesunioersitat Dr. Lothar Hock Dr. Ernst Merker und Dr. Ernst Reu- ning wurden zu außerplanmäßigen außerordent- lichen Professoren ernannt.

** Schulpersonalien. Ernannt wurden der Schulamtsanwärter Jakob Heil aus Köln zum Lehrer an der Volksschule zu Mendorf a b. C., Kreis Gießen: der Schulamtsanwärter Heinrich Schaaf aus Büßfeld, Kreis Alsfeld, Sum Lehrer an der Volksschule zu Grüningen, Kreis Gießen; alle mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an.

** Personalien. Ernannt wurden: der Land­messer Heinrich W a g n e r aus Schotten zum Ober- landmesser, der Pfarrer Johannes Beyrt ch aus Münzenberg zum Studienrat an der Oberrealschule am Friedrichsplatz in Offenbach, beide mit Wirkung vom 1. April ab.

- Sine Achtzigjährige. Am Montag, 25. März, begeht Frau Katharine Großer Wwe., geb. Weimer, Walltvrstr. 15 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Ge­burtstag.

Bekannttnachnnp

Die Maurerarbeiten zur Reubefestigung der Vagengajse und der Bahnhofstraße zwischen Kaplans' und Lvwengaffe, sowie des Bürgersteiges vor dem Finanzamts­neubau tn der Goethestraße sollen aus Grund der Reichsverdingungsordnung öf- ientlich vergeben werben.

Angebote sind spätestens bis zum:

Dientztag, bem 2. April, vor«. 10 Nhr, für Vagengaife und Bahnhofstraße, und

Dienstag, dem 2. April, norm. 19' <Nhr für Bürgersteig in der Goethestraße beim ftädt. Diesbauamt, Asterweg Nr. 2o, verschlossen und versiegelt abmgeben.

Angebotsvordrucke sind daselbst ru haben. Zuschlag»- und Biirdefrist 3 Wochen. Gießen, den 22. März 1929.

Städt. Tiefbauamt.

Braubach. 2668 C

MhöMMgeruns

Donnerstag, den 28. März L A., vor­mittags 101 '> vhr ansangend, soll tm Gemeindewald Mainzlar nach Zusammen­kunft am Waldeingang an der Kreisstratze d'tainzlarTreiS a. d. Lumda nachstebend angesühtteS Holz zur Versteigerung.kom-

Zu dem am 30. Zuni und 1. Juli 1929 statt- findenden Sängersest, wird die Vergebung des gesamten

Zuxplatzes hiermit öffentstch ausgeschtteben. Scwerbet wollen sich bis spätestens 6. April L Zahres mit Angebote bei dem Vorstand des Gesangvereins

Aieder-Ofleiden melden. 2704D

17,6 rm Kiefernstöcke.

Zusammenkunft: im Fernewald, Kreuzung Hauptschneise Oppenröder Weg (bet Abt. 11).

Gießen, den 22. März 1929.

Der Oberbürgermeister.

I. B.: Dr. Rosenberg.

Arbeitsvergebunq.^

Auf Grund der Reichsverdingungs^'d- nung werden die Verputz- und Anstreichö^r- arbetten für den Erweiterungsbau bfrd Pathologischen Institut- in Gießen t\t öffentlichem Wettbewerb ausgeschrieben. .

Die Angebotsvordrucke werden auf unse^ rem Zweigbureau in der Hautklinik abge­geben, woselbst auch die Zeichnungen und Bedingungen zur Einsichtnahme offen-

Aus der Provinzialhauptfiadt.

Gießen, den 23. März 1929.

Lanbesbuß' und Beiiag.

Der Materialismus ist wiffenschaftlich über­wunden, Aietzsche ist eine interessante Persönlich­keit aus der Deraangenheit, nicht mehr ein GegenwartSphilosopy. Aber, wie geistige Strö­mungen im Anfang immer nur bei einzelnen zu ftnben sind und dann die Volksmassen er» faffen, so sind heute die materialistische Welt­anschauung und Nietzsches Wort von dem Aechte des Stärkeren in der Welt sehr rege. Unsere Zeit hat wenig Verständnis für den Wert der Persönlichkeit, sie schätzt geistiges Leben nur, wenn eS in bizarren Formen einhergeht, sie überschätzt das Materielle. Man erwartet alles Heil von der Macht, nicht von der Macht der Persönlichkeit, sondern von der auf Gesetze und Polizeiverordnungen gestützten Macht. Immer ruft man zur Entscheidung über wichtige Fragen -ic Masse auf und vergißt, dah die Masse seelen- c3 ist. AichtS kennzeichnet die heutige Lage besser, als die Ueberschätzung des SporteS. Die männliche Jugend bringt den Sonntag mit Fußball und Straßenrennen zu, sie entzieht sich der heilsamen Einwirkung deS Familienlebens, tommt nie in einen Gottesdienst und nimmt in einer Zeit, in der man den »Tag des DucheS" veranstaltet, nie ein Buch, das Geist und Gemüt bilden könnte, in die Hand. Man ist in der letzten Zett vorsichtig geworden und vermeidet es, von Menschen als vonMaterial" zu sprechen, in Wahrbeit laufen viele Bestrebungen der Jetztzeit darauf hinaus, .Menschenmateriak" für bestimmte Zwecke auszubrinaen. Die Erziehung der jungen Menschen zu geistig-sittlichen Persönlichkeiten steht nicht mehr im Vordergründe. .

Vielleicht lernt man den Geist der Zett an einem besonderen Umstande kennen. Theologen, Mediziner und Politiker reden viel vom Ge­burtenrückgang, sie begnügen sich dabei, unser Volk heftig zu schelten, ihm Trägheit. Genuß­sucht, Bequemlichkeit vorzuwersen, aber sie schauen nicht in Die Tiefe. Die meisten dieser Ankläger kennen unser Volksleben nur aus VersammlungS- reSen, statistischen Erhebungen und bevölkerungs­politischen Abhandlungen. Wer die Lage der deutschen Familien seit Jahrzehnten beobachtet hat, urteilt anders. Er weiß, daß es heute den Eltern unendlich schwer gemacht wird, ihre Kin­der heranzubilden und sie einem Berufe zuzu­führen, der ihnen eine Ekistenzmöglichkeit gibt. Bei der Berufswahl schauen Vater und Mutter auf festverschlossene Tore. Hat der Lehrling aus- gclernt, so wird er oft sofort erwerbslos, Be­amte haben wir in einer solchen Uebersülle. dah die Behörden und die Berufsorganisationen davor warnen, die Deamtenlaufbahn einzuschla­gen. Dor denselben Schwierigkeiten steht der, der sich einen wissenschaftlichen Beruf wählen will. Vor schier unüberwindliche Hemmnisse sieht sich die Jugend gestellt. Sie muh Berechtigungsschetne in Wenge vorzeigen, soll zuerst durch sogenannte Qualitätsprüfungen hindurchgehen. 2km Scherze hat man gesagt, daß die eine Hälfte unserer Aation über die andere Hälfte Gutachten abgtbt. Bei der Auslese für die Berufe sollen nicht mehr die Eltern, sondern andere Menschen entscheiden. Sie große Gefahr dabei ist, daß der körperlich und geistig langsam Heranreifende zu Schaden

* Die Museen sind Sonntag zwischen 11 und 1 Uhr geöffnet.

Deutsche Volk-Partei u. Iungdo- Vers ammluna. Der Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe der Deutschen DolkSpartei teilt uns zu der Frage August Abels in der Iungdo- versammlung mit, daß die hiesige Parteileitung schon seit Jahr und Tag grundsätzlich keine po­litische Versammlung besucht, die von anderer Seite einberufen wird. Sie glaubt damit der friedlicheren Gestaltung der Parteikämpfe am meisten zu dienen. 3n diesem besonderen Fall, wo eS sich bei dem Zungdo um eine politisch durchaus neutrale Organisation handelt, mit de­ren Grundgedanken die hiesige Leitung der Deut­schen Dolkspartei durchaus übereinstimmt, glaubte sie erst recht, von obigem Grundsatz nicht ab- gehen zu sollen, um sich nicht an einer Aussprache beteiligen zu müssen, in der u. a. durch Dis­kussionsredner der vorzügliche Eindruck der Ver­anstaltung heruntergedruckt worden wäre.

DaS goldene O r d e n »j ub i l äu m kann am morgigen Sonntag, 24. b. M., Schwester P rojekt a vom Katholischen Schwesternhaus be­gehen. DaS seltene Fest ist der Abschluß einer aufopfernden, an Arbeit und Mühen reichen Tätigkeit im Dienste der leidenden Menschheit und in treuer Ergebenheit zum göttlichen Hei­land, dem auch der Orden, dem Schwester Pro- ietta angehört, geweiht ist. Fast ein halbes Zahr- hundert hat die nun greife Schwester in der Stadt Gießen am Werk christlicher Nächstenliebe gearbeitet, und in dieser treuen Hingabe viele Wunden geheilt, manche Träne getrocknet, über manchen herben Schmerz hinweggetröstet und durch ein heiteres, stets frohes Wesen stille Hoff­nung in bie vom Leid und von Krankheit be­troffenen Familien getragen. 1884 war sie nach Gießen gekommen und hat bis etwa 1901, als die Schwestern von dem früheren Heim in dem Haus am Aiegelpfad 2 nach dem allen Dfarv- hauS in der Liebigstraße pogen, wo sie ein Krankenhaus errichteten, nur in der Sladtkranken- pslege gewirkt. Don dem Umzug ab war ihr Wirkung«?eld nur noch daS Krankenhau«. So manche Gießener Familie wird sich gern dieser ehrwürdigen Schwester, der einzigen noch leben- den von denen, die in den 80er Zähren nach Gießen kamen, erinnern, die nun, etwa 75 Lkahre alt, in das Mutterhaus de« Ordens nach Bühl in Baden zurückgekehrt ist, wo sie ihren Lebens­abend beschließen wird.

Nutzreifig Fichte 60 rm.

Zusammenkunft vormittags 8 ttbr am Pflanzgatten. Das Schnittholz kommt vormittags zum Verkauf.

Ettingshausen, den 23. Niärz 1929. Hess. Bürget wisterei.

Ovper. .

3u dem am 13., 14. und 15. Juli stattfindenden (Lau-Radsabrersest vom R. B. O, sind noch Plätze für (01610 Schießbude u. Zuckerfiände zu vergeben.

Schriftliche Angebote sind bis spätestens 30. Marz an den L Vorsitzenden emzu- retchen. ZuichtagSkrih am 5. Avril d. 9.

Ballt stirerVersio ..Vorwlrtt" Haiixlar.

undAuhholzversleigenma.

Am DieirStaa, dem 26. März 1929, kommt in den Waldungen der Gemeinde Ettingshausen folgendes Nutzholz zur Ve^ steigerung.

Schnittholz Kiefern 3a*ftL 4 SL

3- £L 3 St.

" 4a-ÄL 2 St.

_ Fichten 3b-£L 8 St.

4a-£L 4 St.

z n 4b'Kl. 1 St.

Langholz Fichte la» bis 2d-Kl.

Terbstcmgen Fichte 1. b S 3. Kl.

liegen.

Tic Angebote sind verschlossen, mit ent­sprechender Aufschrift versehen, Postfrei, bis zum Samstag, dem 30. März 1929, vormittags 11 Uhr, bei genanntem Zweig- burean einzureichen, wo sie tn Gegenwatt etwa er chienener Bewerber geöffnet werden. 2669D

Zufchlagsfttst 1 Woche.

Gießen, den 23. März 1929.

Hessische» Hochbauamt Gießen.

I. V.r Kuhlmann._______

MsMMM "gÄvWea

findet tn dieser BuchauSstellung die geeignete Stätte.

Bornotizen.

TageskalenderfürEamstag. Frei- willige Gailsche Feuerwehr: Ordentliche Hauptver­sammlung, 8.30 Ubr, Schipka«.Tag de, Buches", 8 Uhr, in Der Neuen Aula der Universität Festveranstaltung.

Tageskalender für Sonntag. Stadt. Heater:Und Pas Lich scheinet in der Finsternis", 18.30 bis 21.30 Uhr.

Stadttheater Gießen. AuS dem Stabttheaterbureau wird uns geschrieben Wor- gen wirb zum letztenmal TolstoisUnd da« Licht scheinet in der Finsternis" alS Fremden- Vorstellung gegeben. Die Inszenierung hat die gleiche Besetzung wie die Erstaufführung. (Regte: Oberspielletter Han« Sannett. Die Vorstel­lung beginnt um 18.30 iUjr. Die Osterwoche wird am- ersten Feiertag mit CalderonSDame Kobold" beginnen. Dieser Erstaufführung folgt am zweiten Astertag ein Gastspiel de« Frank­furter Venen Operetten-The ater« mit der Ope­rette .Friederike", Singspiel von Franz Lehär. Die vorangehende Woche bringt eine brüte Aus­führung von BernLcd Shaw«Caesar und Cleo­patra", am Dienstag, 26., und Mittwoch, 27. März, wird das LustspielDer Mustergatte" von Avery Hopwood daS erstemal wiederholt. Am Grün­donnerstag soll zum letztenmal Hermann Heyer- man« S-estückHoffnung auf Segen" (Gastspiel Auguste Prasch-Gr evenberg) auf geführt werden.

Zu einer Karfrettag-Ferer wurden Mitglieder der Wiesbadener Siaatsoper zu einer einmaligen geistlichen Musikaufführung verpflichtet. Frag­mente au« WagnersParsifal" werden gesungen.

Tag deS Buche«. Man bittet unS, an dieser Stelle nochmal« auf den Dichter abend von Börries von Mümchchausen hinzu- weisen, der heute abend anläßlich der Festveran­staltung zum Tage deS Buche« au« seinen Balla- den und Liedern liest. (Siehe heutige Anzeige.)

Die Paddler gilde Gießen veran­staltet am morgigen Sonntag nachmittag 2 Uhr ihr Anpaddeln. (Siehe gestrige Anzeige.)

Buchen-Stümme 2 Stück mit 2,40 fm

Fictzten-Derbstangen I. ÄL 20 Stück mit l^O fm.

Fichten-Derbstangen U Kl. 8 Stück mit 0/49 fm.

Mainzlar, den 23. Marz 1929.

tz°Ni!ch- »ütgcmciflcrcL

Bogel. 2688D

Betr. Voranschlag der Gemeinde Lauter 1929. 2685 D

Der Voranschlag der ©emeinbe Lauter für 1929 liegt vom 25. März ab eine Woche lang aus der Bürgermeisterei offen.

Es ist. die Erhebung einer Umlage be­schlossen, zu bet auch die Ausmärker bei» zutragen haben.

Lauter, ben 21. März 1929.

Hess. Bürgermeisterei Lauter«

Zn unser Handelsregister, Abteilung -X, wurde beute bei der Firma Ludwig Weber, Lich, etngetregen: Der Apotheker Han« Weber in Lich ist in da« Geschäft als per­sönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Die Gesellschaft hat am L Januar 1929 begonnen. 2667D

Lich, den 20. März 19?9.

Hessisches Amtsgericht,

Abschnitte F.

Klasse 4......... 1 Stück mit 1,02 fm

fftmen-Nutzscheiler (Küferholz) 81/,. rm.

Fichteu-Abschnitte N.

Slap'e 3a ........ 1 Stück mit

n 4L ........ 2 n »

, 4b ........ 1

6b........ 3

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