Ausgabe 
22.11.1929
 
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lichen Abbremfen des Wagens verlor auch dieser Chauffeur die Herrschaft über den Wagen, mit dem er ebenfalls in den Straßengraben geriet. Als dann gegen Abend beide Kraftfahrzeuge glücklich wieder auf der Landstraße standen, und davonfahren wollten, hielt ein anderer Wagen- lcnker mit einem Fordwagen an, um die Unfall* stelle in Augenschein zu nehmen. 3n diesem Augenblick kam von Gießen her ein Lastkraft­wagen heran, der den Fordwagen glatt überfuhr. Runrnehr mußten Hilfskräfte von der Firma Reils & Kraft in Gießen angefordert werden, um die Straße wieder frei zu machen. Zum Glück kamen bei dieser Llnfallserie Menschen nicht zu Schaden.

** Von einem Auto um a e f a h ren. Der an der Margarethenhütle woyuhaste 17jährige Arbeiter A. Ranft wurde gestern nachmittag, als er auf seinem Fahrrad die Cisenbahnbrücke im Zuge der Klinikstraße passierte, von einem ihm entgegenkommenden Auto angesahren und vom Fahrrad geschleudert. Der bedauernswerte junge Mann erlitt dabei einen Oberschenkelbruch und muhte von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik ver­bracht werden. Das Fahrrad wurde bei dem Zusammenprall zertrümmert. Die Schuldfrage unterliegt zurzeit noch der Untersuchung.

Wirtschaft.

Oiskoniermäßigung der Bank von Eng and.

L o n d o n, 21. Nov. DieBankvonEngland hat ihren Diskontsatz von 6 auf 5,5 o. H. her­

abgesetzt.

Orskontermäßigung in Norwegen.

Oslo, 21. Nov. Die Bank von Norwegen hat den Wechseldiskont von 6 auf 5,5 o.H. herabgesetzt.

* Preiserhöhung für Braunkohle in Kraft. Das Rheinische Braunkohlensyndikat hat die von den amtlichen Organen der Kohlenwirtschaft in der Sitzung vom 20. Oktober beschlossenen Erhöhung der Verkaufspreise mit Wirkung ab 1. Dezember in Kraft gesetzt. Die Erhöhung beträgt bis 1 Mark pro Tonne.

* Sinkende r Wechselumlauf. Die Wechselzichungen sind nach einer Untersuchung des Instituts für Konjunkturforschung im Oktober um rund 300 Mill. Mar», weniger gestiegen, als saisonmghig zu erwarten war. Sie betrugen rund 4 Milliarden Mark, gegenüber 3.8 im September. Die normale Saisonbewegung hätte dagegen eine Steigerung auf 4,3 Milliarden Marr bedingt. In der großen Linie ergibt sich bei Ausschaltung der Saisonbewegung ein anhaltender Rückgang der Wechselbeziehungen seit Juni d. I. Dem­entsprechend hat sich auch der Wechfelumlauf ge­senkt. Er ist gegenwärtig mit 10,5 Milliarden um rund 1,2 niedriger, als im April und um mehr als 1 Milliarde geringer als vor einem Jahre.

Zahlungsstockung b e i einer Frank- furterPrivatbank. Die Frankfurter Bank- firma Rudolf Bauer ist in Schwierigkeiten geraten, die durch Beschaffung eines Kredits von etwa 2 Millionen Mark behoben werden sollen. Die Verhandlungen darüber sind im Gange. Wie man versichert, ist der Status der Firma durch­aus aktiv, den Passiven von etwa 7 Millionen Mark stehen Aktiven von mindestens 8 Millionen Mark gegenüber. Der Firmeninhaber, Bankier Dauer, hat sich in einem Wiesbadener Hotel vergiftet.

* Hessische und Hercules Bier­brauerei A.-G., Kassel. Der Aufsichtsrat be­schloß, der auf den 19. Dezember einzuberufenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 11 (i. 23. 11 v. H.) vorzuschlagen.

* Zum Konkurs der Bürkle-Bank in Freiburg i. Br. Wie WTB.-Handelsdienst noch .erfährt, rechnet man damit, daß die Passiven meh­rere Millionen betragen. Allein ein Schweizer Haupt­gläubiger hatte ein Guthaben von etwa 2 Millionen Mark bei der Bank, um dessen Rückgabe er sich schon seit annähernd zwei Jahren bemühte. Er ließ sich immer wieder zur Belassung der Einlage bewegen und wollte jetzt ernsthaft seine Gelder zurückziehen. Das scheint der Anstoß zu dem Zusammenbruch ge­wesen zu sein. Unter den Geschädigten befinden sich auch zahlreiche katholische Vereine, da das Bankhaus seinen Kundenkreis besonders unter der katholischen Bevölkerung Oberbadens hatte. Eine Stützungs­aktion kommt nicht in Frage. Gegen die beiden ver-

1,7 Mill. Mk. Verlust bei der Frankfurter Gasgefelffchast.

Deckung aus der Reserve. - Neuer kaufmännischer Direktor.

WSN. Frankfurt a. M., 21. Nov. In der heu­tigen Aufsichtsratssitzung der Frank­furter Gasgesellschaft wurde der schon lange erwartete, durch die bekannten Vorfälle ver­zögerte Geschäftsbericht für das Jahr 1 928 vorgelegt. Das Geschäftsjahr schließt mit einem 23 e r l u ft von rund 1,7 Mill. Mark ab, dessen Deckung der Generalversammlung aus der Reserve der Gesellschaft vorgeschlagen wird. Der Verlust ist in der Hauptsache durch die bekannte Be­teiligung an der

Gewerkschaft Friedrich bei Hungen entstanden. Die Gewerkschaft Friedrich hat 1928 den Betriebzum Teil versuchsweise ausgenommen. Durch einen Wassereinbruch in der Grube kam es jedoch nicht zur vollen Inbetriebsetzung. Das Jahr 1928 brachte einschließlich des Verlustoortrages einen Betriebsverlust von 3,25 Mill. Mark, der sich durch Abbuchungen auf 2,79 Mark verminderte. Im Jahre 1929 blieb dieGewerkschaftFried- r i ch trotz langsamer Verbesserung ihres Statutes ein Verlustbetrieb. Es ist jedoch gelungen, die Kuxe im Zusammenhang mit der bekannten Transaktion der Stadt Frankfurt,'Preußen-Elektra abzuftoßen, so daß nunmehr das Risiko der Gas- gcsellschaft an diesem Unternehmen entfällt. Der Ver­kaufspreis für die Gewerkschaft Friedrich beträgt 6,2 Mill. Mark. Ueber den

niederrheinischen kohlenfelderbesih

heißt es in dem Bericht u. a.: Der 1927 gemeinsam mit der Stadt Köln erworbene Kohlenfelderbesitz am Niederrhein erscheint in der Bilanz mit einem Ge­samtwert von 8,26 Mill. Mark. Unter den Passiven ist das Ncstkaufgeld für den Erwerb der Kohlenfelder mit dem Gesamtbetrag von 5,54 Mill. Mark aus­gewiesen. Demgegenüber ist die Stadt Köln mit dem auf sie entfallenden halben Betrag auf der Aktiv­seite belastet. (Das bedeutet also, daß der Kohlen­felderkauf von der Frankfurter Gasgesellschaft nicht mit Köln zusammen, sondern allein getätigt wor­den ist.) Der Restpreis für die Kohlenfelder ist am 1. November 1929 bezahlt worden. Die Bilanzprü- ung ist durch die Internationale Reoisionsgesell- chaft Price Waterhouse & Co. erfolgt. Wie im Ge- chäftsbericht mitgeteilt wird, hielt die Verwaltung es nicht für richtig, bei einigen Vorschlägen den Emp­fehlungen von Price Waterhouse zu entsprechen.

Zum kaufmännischen Direktor der Frankfurter Gasgesellschaft wurde der bisherige Prokurist Dr. Winkler bestellt. Er war bisher Leiter der kauf­männischen Revisionsabteilung der Stadt Frank­furt a. M. Der Generalversammlung soll entspre­chend dem Wunsche des Franlfurter Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung die Zuwahl Pro­fessor Lehmanns als juristischer Berater vor­geschlagen werden.

hafteten Inhaber ist die Voruntersuchung wegen De­potunterschlagung eröffnet worden.

* Bayerische Mo torenwerke und amerikanische Interessennahme. Die Möglichkeit, das Lizenzverhältnis zwischen der Bayerischen Motorenwerke und der Firma Pratt & Whitney in eine Aktienbeteiligung der ameri­kanischen Gesellschaft bei der D. M. W. umzu­wandeln, ist, wie aus Kreisen der Dedibank ver­lautet, durch die allgemeine wirtschaftliche De­pression in Amerika zunächst gewissermaßen in den Hintergrund ge'.relen. Die Wirkung der ameri­kanischen- Wirtschafks-epression auf die beabsich­tigte Transaktion müsse daher erst abgewartet werden. Es sei immerhin nicht ausgeschlossen, daß sich die amerikanische Firma aktienmäßig bei dem bayerischen Tlnternehmen beteiligt. Ein Ver­waltungsmitglied der amerikanischen Gesellschaft, das die Betriebs anlagen bei der D. M. W. be­sichtigt hatte, ist nunmehr wieder in Reuhork eingetroffen, und das Gutachten dieses Verwal­tungsmitgliedes wird wahrscheinlich für alles weitere ausschlaggebend fein.

* 21.-®. Paulanerbräu « Salvator- brauerei-Thomasbräu, München. Die Gesellschaft veröffentlicht wiederum a'.ä erste Münchener Großbrauerei ihren Abschluß für das abgelaufene Geschäftsjahr 1928/29. Der Jahres- Überschuß beträgt einschließlich des Vortrages aus dem Vorjahre und nach Abzug von or­dentlichen Abschreibungen in Höhe von 665 975 Mark (i. V. 616 957 Mk.), sowie nach Abzug sahungs- und vertragsmäßiger Vergütungen 1 593 958 Mk. ft. 23. 1 3/3 831 Mk.). Hieraus sol­len 100 000 Mk. (i. V. 200 000 Mk.) der Spezial­reserve zugewiesen und 300 000 Mk. (i. V. 100 000 Mk.) zu außerordentlichen Abschreibun- gen auf gekaufte Brauereien u. a. mehr verwen­det lverden. Ferner sollen 12 Prozent Divi­dende und aus den Beteiligungen der Brauerei an anderen Unternehmungen 3 Prozent Bonus ausgeschüttet werden. Die G.-V. findet am 21. Dezember statt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 22. Rov. Tendenz: lust­los. Zu Beginn der heutigen Börse war die Stimmung wieder lustlos. Die Spekulation zeigte nur geringste Unternehmungslust, so daß sich bei dem anhaltenden Ordermangel das Ge­schäft in den denkbar engsten Grenzen bewegte. Infolge der weiteren Abnahme der Börsen­kredite an der Reuyorker Börse schloß diese in sehr fester Haltung, und man hatte, hiervon aus- gehend, mit einer festeren Tendenz der hiesigen Börse gerechnet. 2luch die internationale Geld­markterleichterung sand keinen Anklang. Die In­solvenzen der letzten Zeit ließen alle Zuver­sicht und Geschäftslust versink en. Aber dem ungeachtet kam kaum Material heraus, und

im Grundton der Börse konnte sich doch eine gewisse Widerstandsfähigkeit bemerkbar machen, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse nur ganz geringe Abschläge eintraten. Auch die Richt- ermäßigung des Reuyorker Diskontsatzes ver­stimmte etwas, denn man rechnete nach der ge­strigen Herabsetzung der Londoner Diskont­rate mit einer Ermäßigung in Amerika und gab sich der Hoffnung hin, daß hieran anschließend Berlin auch ermäßigen müsse. Zur ersten Rotiz kamen nur wenig Papiere zur amtlichen Rotierung. Am Elektromarkt la­gen AEG., Chadeaktien, Gesfürel und Siemens von 0,5 bis 1,5 Prozent bzw. Mark niedriger. Etwas stärker gedrückt tagen Farben mit minus 1,40 Prozent. Von Montanwerken waren Ilse Bergbau mit minus 3 Prozent stärker an­geboten. Mannesmann büßten 1,60 Prozent ein. Sonst gingen hier die Rückgänge nicht über 0,5 Prozent hinaus. Rur Zellstoffwerte machten eine Ausnahme. Waldhof konnten bei leicht ge­besserten Kursen einiges Interesse auf sich lenken. Danken ebenfalls etwas schwächer. Die übri­gen Märkte lagen fast umsatzlos. Renten ohne nennenswertes Geschäft. Deutsche Anleihen leicht gedrückt. Ausländer behauptet. Im Verlause blieb die Stimmung gedrückt. Die anhaltende Orderlosigkeit führte zu einem weiteren Abgleiten der Kurse. Das Geschäft stagnierte fast voll­kommen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent unverändert. Am Devisen­markt nannte man Mark gegen Dollar 4,1795, gegen Pfund 20,399, gegen Varis 123,89, London gegen Kabel 4,8755, gegen Mailand 93.55, gegen Madrid 35,05, gegen Amsterdam 12,0875.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Rov. Der Eindruck des Vormit­tags, baj die Festigkeit der gestrigen Reuyorker Börse und die weitere Erleichterung des Geld­marktes drüben sich nicht auswirken werde, be­stätigte sich zu Beginn des heutigen offiziellen Verkehrs. Man war nicht einmal darüber ent­täuscht, daß der Reuyorker Diskontsatz un­verändert blieb, zumal diese Tatsache durch den weiteren scharfen Rückgang der Börsenkredite etwas ausgeglichen wurde. Man stand aber noch zu sehr unter dem Einfluß der 3nsolvenz- nachrichien aus dem inländischen und ausländi­schen Bankgewerbe, uni) befürchtete mit Recht noch weitere Exekutionen für schwach geworden? Firmen. Bei ruhigem Geschäft kam zunächst nur wenig Ware heraus, die aber bei der äußerst geringen Unternehmungslust der Börse auch nur zu 1 bis 2 v. H. gedrückten Kursen Aufnahme fand. Einige Werte verloren etwas mehr. So Svenska 3,50 Mark, Schubert & Salzer 3,5 v. H., 21.-®. für Verkehr 3,25 v. H., Tietz, 3ulius Berger, Elektrische Lieferungen usw. je 2,5 v. H., und RWE., bei denen anscheinend der starke Kapitalbedarf, (man spricht von einer neuen

Kapitalerhöhung um etwa 60 Millionen), ver­stimmte, minus 3.25 v. H. Al 5 einzige Aus­nahme sind Chadeaktien zu nennen, die auf höhere Dividendeerwartungen 5,25 v. H. gewannen. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer uneinheit­lich. Bosnier schwächer. Mexikaner fester. Sonst wenig verändert. P,andbriesmarkt bei sehr ruhi­gem Geschäft behauptet. Am Geldmarkt blie­ben die Sähe trotz der international fortschrei­tenden Erleichterung des Geldmarktes unver­ändert und ziemlich hoch. Tagesgeld 7 bis 9 Prozent, Monatsgeld 8,5 bis 10 Prozent, Waren­wechsel zirka 7,40 Proz. Daß der Reportgeldsatz zu dieser Liquidation eine Ermäßigung erfahren wird, ist kaum zu bezweifeln, dieser Umftanö bot aber keine Anregung. 3m Verlaufe gaben die Kurse weiter nach. Stärkeres Angebot bestand am Siemens-Markt, an dem der Kurs um 5,5 Prozent zurückging. Polyphon verloren 6 Proz., Chade-Aktien 3,50 Mk.. Salzdetfurth 4 Proz., RWE. weitere 3 Proz. usw. Es soll sich bei die­sen Abgaben um Exekutionen für die Vogt- ländische Kreditbank A.-G. in Plauen handeln, die, wie bekannt, bereits gestern ihre Zahlun­gen eingestellt hat.

Amtsgericht Gießen.

Ein hiesiger Geschäftsm ann über­gab seiner Frau in der Küche seiner Wohnung 380 Mark, die diese zunächst in einen unverschlos­senen Küchenschrank verwahrte. Sie entfernte sich auf kurze Zeit aus der Küche und verwahrte dann das Geld auf andere Weise. Als sie es alsbald nachzählte fehl e \ 50 Mark. Der Verdacht, diese entwendet zu haben, fiel auf einen jungen Mann, der sich gerade in der Küche befand. Er bestritt aber entschieden den Diebstahl, tonnte auch nicht überführt werden. Zwar beschwor der Geschäftsmann, daß er seiner Frau 380 Mark übergeben habe, die von ihm kurz vorher ab» gezählt worden seien, muhte aber zugeben, daß er sich beim Zählen infolge eines beinahe zu Tätlichkeiten ausgearteten Wortwechsels mit einem Gläubiger in sehr großer 2lufregung befunden habe. Das Gericht kam zu einem Freispruch « da, wenn sich eine Verurteilung auf die Aus­sage eines einzigen Zeugen gründen soll, dieses Zeugnis völlig einwandfrei fein muß. Dies traf aber im Fragefall nicht zu.

Eine Marktbesucherin von auswärts hatte ihr Fahrrad mitgeführt und an die Mauer des Reit­instituts angelehnt, um dann Einkäufe zu machen. Da nach der Marktordnung auch das Drücken von Fahrrädern auf dem Markt verboten ist, erfolgte Anzeige. Die Angezeigte erklärte, die ein­schlägige Verordnung nicht ge/amxt zu haben, da sie zur Zeit ihrer Veröffentlichung April 1929 einige Monate verreist gewesen sei, sie habe auch an dem fraglichen Tage in diesem 3 ah re zum ersten Male den Markt besucht, in früheren 3ahren, als das Devbot noch nicht be­stand, allerdings öfters; auf die angebrachte Verbotstafel habe sie keine Acht gehabt und an die Möglichkeit eines berartigen diesjährigen Verbotes nicht gedacht, ihres Wissens sei auch trotz eines solchen Verbots in gewissem Umfang ein Drücken von Rädern in gesperrten Straßen gestattet. Diese Angaben konnten nicht wider­legt werden. Das Gericht erkannte auf Frei­sprechung; es hielt weder Vorsatz noch Fahr­lässigkeit für gegeben; letztere wäre nur aivu- nehmen gewesen, wenn es sich um eine ständig? Marttbesucherin oder gar um eine Marltver- läuferin gehandelt hätte, denn von solchen muß erwartet werden, daß sie sich mit den Mar. - Verkehrsvorschriften verttaut machen. Aus dem älebersehen der Verbotstafel allein vermochte das Gericht unter den oben angegebenen älmstän­den auf eine Fahrlässigkeit nicht zu schließen.

Ein Autofahrer soll die rechte Seite des Wegs nicht -ingehalten und dadurch einen leichten Zu­sammenstoß mit einem andern Radfahrer veran­laßt haben. Die Beweisaufnahme ergab, daß der Angeklagte allerdings nicht nahe an den Bordsteinen, sondern mehr nach der Mitte zu gefahren war. Auch hier fällte das Gericht einen Freispruch. Wenn es in der Verordnung heißt, daß Autofahrer die rechte Seite der Straße be­fahren müssen, so ist damit nach Ansicht des Ge­richts die gesamte Straßenfläche rech^ von der Mitte gemeint. Dazu kommt im Fragefall, daß der Radfahrer sein Fahrzeug nicht vorschrifts­mäßig gelenkt hatte.

Aus dem Amtsvei-kündigunqsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 84 vom 19. November enthält: Kreistagswahl 1929. Das Ergebnis der Hauptkörung. Tierschutzkalender 1930. Staatliche Stcnographielehrerprüfung.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v. H., Lombardzinsfuß 8 v. H.

Banknoten.

Berlin, 21-"November

176,5

176,6

177,25

178

Devisenmarkt Berlin Jranffurt

a. 2TL

85,5

85.75

81

82,13

13 y,

o

328

6

C

50,25

103

121

120,5

158,25

190

139

274

217

b

0

45

46,5

15

12

18

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10

b 6

8

41,5 245

65,25

72,13

113,5

12

6

166

19,9 72,75 157,5 328,5

164

19

71,5

155

325

86

122,5

164

80

274.75

218

71 io

10

8

65

71,75

199 188.75

222

158,75

65,25 72

93

161

42

242,5

49

200

189.75

140

200 189,13

138

93 160.25 40,9 241,5 45,6

136

65,5

72

114.25

Philipp C-onmann .lernen werk >?eiDef6erg liemrnirocd <tarlftaDt itoaQB e 6 ag

I. ® fiarben.gnoufkte Dynamit Nobel . . . Scheideanstatt.... Goldschmidt .... Rüigerewerke .... Metaltg letlichast . .

46

4,1

50 03,25 105,5

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158,25

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Krankl Maichine« . . . . .

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Schultheis Patzenyoser Ol'Iwerke......

Lec. GlanzNvfs . . - Bömberg ...... Meilflofi Wnldhos . . flcllfioir Bichais.-nbura Eharlotienburger Ciaila Deyauer Olas - Daimler Motoren . . Deutsche Linoleum . Maschinenbau A.-G. . A rro rti 0 t uuoiD. roeiv . . Rat. Automobil . . . Crenfteln ft Koppel . V-onhntD Tietz . . .

SvenSko ...

Amerikoniiche Noten ...

Belgische Noten ..... Dänische Noten .......

Englische Noten..... , .

zranzolische Noten ...... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten.......

Deutsch.Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten.......

Schweizer Noten Spanische Noten ..... .

T'chechoslowakische Noten.....

Ungarisch^Noten

.trantfurt a M

Berlin

Zrantiurt a M

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Uh Ifnt

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Hure |

An lang. Kur

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Kur

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An,ang- Kur

Datum

21 11

22 il.

21 H.

22 11

Datum

21. 11

22 11-

21 11.

22- 11

6 CU ld)e » lUKdna u,

Oll ........

7% Deutsche Reichronlcihe von 1929 . ........

Ti. An.. Äblöl.-Cchulo mit Aur lol.-Rechten........

T-'-f Vln^'oi Rech'"

6% Hess. BolMaat von 1929 (rftdjal)tb. 102%)

L verheilen Provinz - Anleihe mii Aueloi.-tllechlen

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1

6% Franks. Hyp.-Bank Goldpsc XIII unkündbar die 199z.

7% Franks. Hnp.-Bank Goldpse unkiindbar die 195'2.....

4'..% Rheinische Hyp.-Bank

Ülqn. ®olt'Vie........

8% Pr. Landeepsandbrtesanstall.

Psandbitcse fli 17.....

8% Pr Landeeplaudbrielanstall fiomm.-Cbl R 15 . . . .

7% Pr. VdiiDCvplanDbrtclflnftQll, Psandbriese R. 10

avg. <>vimea>>*Cbllgatton rückzahlbar 1932 ......

4% OeNerreichlsche »olDrte.. .

4.20°,; Coden Silben'-

4% Oesrerrrichssche Einheitliche

Reute..........

4% Ungarische Goldrte.....

4% Ungarische Staairr. v. 1910 4'/,% besgl. von 1913 ....

4% Ungansche Kronenrte.. . . 4% Türl. Zoliauleihe v. 1911 .

4% Türkische Bagoadbahn-Aw Serie 1. .

4% oeenJ. S-n- II

6% Rumänilche vereint) (Rente von 1908 ....

4*'."a ilfumdnttdx oerebb Rente von 1913 ......

4% Rumänische vereinh. Rente .

87,25

99

50 1,6

89,5

47

46,75

96,5

85

79,9

98

95

89

25

3

2 21,5 19,5

2 8,4

8,5 8,5

9

14,75 7,45

i i i 2 ' 11 1111 s 11 i 11

87,5

99

50,1 8,5

89

46,75

98

95

89

3,2

2 21,5 i9,5

2 8,45

8,7 .45

9,2

14,7 7,35

ii ££ fei i££i is i i i i i i i i i i

Hamvurg-Amenla Pakci . - -

Hamb.-Südam Dampssch. . . r Hansa Dann sschtss.....1<

Norddeutscher Lloyd.....*

Allg Deutsche Credttanft. . . 1< Barnier Bankverein .... 1< Berliner Honvelsgesellsch. . . l'< Commerz- und Privat-Bank. H Tarnist. u. NaitonaibarU . . 1 Deutsche Bank......1'

Diikonto-tÄesellschasl, Ank. . U Dresdner Bant......1

Reichsbant........1

AS.«............

- Bergmann ...

Sieltr. Lielerungtzgelelllchast l1

Licht und Krall 1'

sielten L Guilleaume. ... 7V,

Gei. (. (Hellt. Untern.. ... 10

Hamb. Elekir -Werte .... 1

Rhein. Elekir.........:

Schlei. Ele'r ......1<

Schlicken & Go. ..... 11 Siemens * yatske.....16

Transradto ......... b Lahmeyer ch Eo.. ..... 10

Buderus..........6

Deutsche Erd dl.......6

Essener Steinkohle......t

Gelsenkirchener ...... k

Harpener....... . . 0

Hoesch Eilen........6%

3lle Bergbau.......10

Klöcknerwerte .......

Köln-Reueiien .... 7

Mannesman- -Rdbren .... 7 Maneseldei Bergbau......

Cbentfi'ei. E> en.eoars ....

Oberichlei Kokswerte.....7

Bböntr Bergbau......6%

Rbemische Braunkohl«. . . io Rhetnstahi.........6

Rirbeck Montau...... 7,

100,13

116.5

118,5

180

155,25 237

151

151 148

248

160

169 117

165

291,5

159,25

122,25 129

211

95 106.5

247,5

103,13

154,75

147,5

159,25

163.5

290,5

62,75

122

129

208

94

100

101

103,5 162,25

148 100.65 116,75 118.5

180

155

236,5

151

151 148,25

250

159.75

202,5

163

168,5

117

168 128,13 145,9

156

183.5

291 25,5 159,5

96,75

124,5 130.75

116,5

211

96.25

115 96.5

08

97 '02,13

246 103,65

102,75

100.25

116,75

119

180

154

235,5

150.5

150,5

147,5

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202,25

160,5

168.9

116.13

164

129

143,5

156.25

183,5

291,5

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Kur

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Datum

21 11-

22 11

21 11.

22- 11

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102

102

101,75

Claoi Minen

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16'/.

55

55,4

55

Kai werke AicherSIebea

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. 1

194.5

196,5

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200,75

ßaJiwei e Talzdeliurth

. 15

315

316

314

Geld

Bries

4,164

4.184

58.28

58,42

111.60

112,04

20.345

20,425

16,425

16,485

168.14

168 82

21,78

21,86

111,56

112,00

58,50

58,74

2,47

2,49

111,95

112.39

80,89

81.21

57.83

58,07

12,335

12,395

72,85

73,15

21 November

22 November

Amtliche Notierung

Amtliche Not-erung

Geld

Brie,

Geld

Bn.

Amit.-Viokt

168,50

168.84

168.47

168.81

Bum.-Aires

1.724

1.728

1.722

1.726

Brff.-Antw

58.41

58,53

58.40

58.52

Ehristiania

111.86

112,08

111,86

112.08

.ikopeuhngm

111.89

112.11

111,90

112,12

Stocfholm

112,26

112,48

112.21

112.48

HelsingforS. Italien. .

10.498

10,518

10.496

10.516

21,87

21,91

81,865

81.905

London. . .

20,365

20,405

20.366

20.403

Neuyork . .

4.1775

4 1855

4,177

4,185

Paris. . .

16.445

16,485

16,40

16,47

Schwei» ..

81,02

81,18

81,02

81.18

Spanien .

58,04

58,16

58.08

58.70

Japan . . . Hto de Jan Wien in D->

2,050

2,054

2,047

2.051

0,489

0,491

0,4895

0,4915

Ceft. abfleft

58,75

58.87

58,45

68,87

Prag .

12,386

12.406

12.385

<2.405

Bel irad

7,396

7,410

7.396

7.410

Budapeil -

73,04

73,18

73,04

73,18

3,020

Bul arien

3,014

3,020

3,014

i'isiabon

18,80

18,84

18,80

18,84

TanPg.

31.43

81.59

81,43

81.59

.Ponft nkia

1,966

5,534

1,958

1.962

Athen. .

5,525

1.970

5,525

5,535

Canada

4.121

4.129

4,121

4,129

Utn uan

4.046

4,054

4,026

4,034

Latro . .

20,885

20,925

20,885

20,925