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Aus der Provinz,alhauptstadt.
Dießen, den 22. Juli 1929.
Serien der Oaheimgebliebenen.
Licht nur die Fortgereisten, nicht nur die irrienfreudigen, sondern auch die Daheimgeblie- ' Seiten nützen die Sommertage. Und kommen Tage, jit denen die Quecksilbersäule beängstigend steigt.
nie sie sich im Winter in ein Nichts zusammen- jcg. so werden die Räume, sonst liebgewohnt, zu tr.fl, es drängt hinaus in die Sonne, in den! Tlalb, auf die Wege, die zwischen abgeernteten diesen und der Ernte entgegenharrenden Reckern Anfuhren. Aber wer will und wer kann die t-chende Sonne vertragen, die Schwüle, unter kt man die Zunge heraushängen lassen möchte?
^an ist ober auch um Gegenmittel nicht ver- rgen. Spendet die Erde doch im Grunde alles, irr dem Menschen das Dasein leicht und angele hm zu machen. Wenn es nicht immer leicht uit) angenehm ist, Mutter Erde ist gewiß nicht daran, schon viel eher die Menschen selbst uit) die Mitmenschen. Und die einfachsten De-
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Er ertrank, ffleb. ld verwundet worden. ®oot bei Stonten vermißt. Aus den ^^Heberschwem« Verkehr stören. Li« getötet. Eine Flut- .en Fuß höhe er. Oafting. Ein« Frau totes ertrunken.
dcheichändlern.
DD) 3m Mai d. 3. Kriminalpolizei, einer inhändlerbande äche auchMilitör« nach dem AuSlande, and, verhalf. Samali eder der Dande, dar« nm Warschauer Äauf« isten. Weitere Emittier deutschen Kriminal, u einem großen Schlag erbande. Es konnten t Verden, die so gut ? Haftungen stehen ! bei ben CßetbdWn elang es, in Lte v du Transporte von n.
lmBorderindim.
W.) Auf dem Chen ab- etwa hundert Per« »rsonen kommen gerettet irden vermißt.
erläge.
«tTunaßnahmen? Herunter die überflüssigen Klei- bet, die Haut dem Licht, der Sonne, der Luft »nSgesetzt, hinein ins kühle Wasser, sich um« pSlen lassen von den Wellen, die silbrig schim- isrn unter einem bohen, blauen Himmel, der iss hineinschaut in Vie klare Flut.
2lm Eingang zum Bad stehen sie Schlange. Jrtb drin auf dem Sand, auf dem Rasen, im
Straßensperrung, mitgeteilt vom ldtihessischcn Automobilklub (A. v. D.) Gießen: lie Strecke Wegegabel 2,4 Kilometer südlich Schön« flibi bis Fritzlar im Zuge der Straße Marburg— gntzlar—Kassel ist ab 22. Juli bis auf weiteres ylinrrt Umleitung über Kirchhain—Treysa—Frieders—Wabern.
*• Aus dem G iehener Standes- «rn.t s reg i ste r. Es verstorben in der Zeit tan 1. bis 15. Juli: 4. Juli: Luise Zoll, geb. D>ckel, Wwe., 56 Jahre alt. Ludwigstrahe 28. 6: Paul Moritz Eduard Oswald, Werkstätten- vrlieher i. R., 63 Jahre alt, Henselstrahe 10. 1 Amalie Fürth, geb. Stern, Wwe.. 66 Jahre eit, Frankfurter Straße 11. 8. Katharine Dohen- ht)d, geb. Glame, Wwe., 82 Jahre alt, Schiller- strnhe 20. 10.: Karl Schneider, 3/< Stunde. Sel- drSweg 83. 11.: Rudi Theodor Günther, 1 Jahr al, Frankfurter Straße 150. 12.: Elise Kirchner,
Vesser wimmelt es von Menschen, die sich teils üwas steif, teils in völliger Unbekümmertheit ktoegcn. Wie die Kinder werden die Großen, Matronen scherzen mit jungen Mädchen, toür- lige alte Herren, die sonst völlige Unnahbar- Vi sind, haben mit Dem Anzug von einem crften Schneider auch die ganze Würde abgelegt, vetteifern im Turnen mit jungen Leuten, fpie- !?m mit ihnen, wie wenn zwischen ihnen und ihm richt der geringste Unterschied wäre. Dem Adam tn|er, hört auch mancher Unterschied auf, ein Unterschied zu sein. Höchstens, daß das würdige DLuchlein des Aelteren ein wenig scheppert, die ranke Jugend dagegen Hindernisse eleganter und «wandter nimmt, die Matrone in ruhigeren Setoegungen, aber auch nicht immer mit über- dundener Selbstgefälligkeit den Strand belebt, dährend die weibliche Jugend springlebendig und bereit, im Lachen die weißen Zähne blin- |?n zu lassen, kindlichen Uebermut austollt. Und lie Kinder selbst fühlen ftch in ihrem Element, ob sie mit Sand spielt und Burgen baut, eher im Wasser Allotria treibt. Kopfüber ftür- -m die gewandten Schwimmer in die Flut, erhoben ihre Schwimmtechnik und freuen sich, ttnn sie ihre Leistung um einen halben Meter nhvhen konnten.
Wie im Fluge vergeht so die Zeit. Zeitlos Itzlendert man durch die Stunden, und die Stadt, lie mit ihren Türmen herüberschaut, ist bereiften. Für Stunden hinaus. Dis eben die sin- Itnte oder gesunkene Sonne doch ermahnt, toie- kr heimzukehren. Aber die Heimkehr fällt leicht, ear ist erfrischt und wird doch schon beschlichen tont einer leisen Müdigkeit, die in einen träum- lt>|en Schlaf fallen läßt, der zum Morgen führt, an dem neue Aufgaben und neue Freuden stehen.
Bornotizen.
— Tageskalender für Montag. Dtv.: 19.36 Uhr, am Dahnhof, Abholen unserer Siegerinnen und Sieger vom Gauturnfest. — kchtspielhaus Dahnhofstrotze: „Die Ehe".
— Stadttheater Gießen. Man schreibt im#' In dem neuen Schwank „Hallo, wir fliegen". der am Dienstag. 23. Juli, im Stadttheater ti*c Erstaufführung gelangen wird, liegt die ttietteitung in den Händen Heinrich Hubs, ^gleich wird diasem zum ersten Male Gelegenheit gegeben, biet in einer komischen Hauptrolle vor das Publikum zu treten. Ferner sind beschäftigt die Damen Jahn, Jüngling, Koch, tocrer und die Herren de Castro, Haeser, Link- ronn, Dolck, Schütz, Wesener, Zingel. Jnspek- ton: Ludwig Linkmann.
geb. Graulich, Wwe., 83 Jahre alt. Wesev- stratze 9. 14.: Katoltne Ponz, ohne Deruf. 25 Jahre alt, Walltorstrahe 65. 15.: Katharine Denner, geb. Eucker, Wwe., 70 Jahre alt, Roon- stratz« 38.
" Iohonnisfest der Buchdrucker. Die Gießener Buchdrucker feierten am Samstagabend auf der Karlsruhe altem Herkommen gemäß das Namensfest ihres Altmeisters Gutenberg. Der feit 61 Jahren bestehende Drtsoerein Typogrophia hatte den Abend in jeber Hinsicht festlich gestaltet. Den künstlerischen Teil bestritt die Meiersche Kapelle (Einzug der Gäste auf der Wartburg, Ouvertüre zur Oper Tancred, Romanze für Piston, Solist Heinrich Monk Potpourri über Rheinlieder), während Frau Gretel W o e l k e mit Soprange- sängen (Lied der Mignon aus der gleichnamigen Oper, Zigeunerlied aus Zigeunerbaron und Am Brunnen vor dem Tore), wirkungsvoll aufwartete. In der Begrüßungsansprache des Kollegen S ch n e i- der kam die Würdigung der Erfindung Gutenbergs auf das Wirken des Deutschen Buchdruckerverbandes treffend zum Ausdruck. Kollege Moutarde vollzog hierauf die Ehrung der beiden Mitglieder Hoß und P u s cb, die 25 Jahre dem Serbanb an- gehören, durch Ueberreichen von Diplomen. Das Bierer-Schulreigenfahren und das Zweier-Kunst- radfahren von Mitgliedern des Arbeiter-Radfahrervereins „Solidarität" fanden wohlverdienten Beifall. Das zunftmäßige Preis-Quadräteln brachte den Gewinnern hübsche Preise und der das Fest abschlie- ßende Ball den Tanzlustigen noch viel Vergnügen.
Unwetter im Vogelsberg.
b* AlSfeld, 21. Juli. Am gestrigen SamS- tagvormittag gegen 11,45 Uhr wurde unsere Stadt von einem schweren Unwetter heimgesucht, wie man es seit vielen Jahren hier nicht erlebt hatte. Das plötzlich heraufziehende Gewitter war von einem orkanartigen Sturm und wolkenbruchartigen Regen begleitet. Der Blitz schlug mehrfach in der Stadt ein, jedoch glücklicherweise ohne zu zünden. In einem Hause der Mainzer Gasse ritz ein Dlitzstrahl die Dachfirstziegel herunter und zerstörte die über daS Haus hinweggehende elektrische Stromleitung. An mehreren Gebäuden deckte der Sturm teilweise die Dächer ab und brachte Gefache zum Ein stürz. Im fog. Grubengarten wurde «ine etwa 100 Jahre alte Linde vom Sturm entwurzelt. Glücklicherweise fiel der Daum fo, daß kein Häuserschaden entstand. Diele Keller waren mit Wasser angefüllt. Das einsehende Hagelwetter war von kurzer Dauer, so daß hierdurch nennenswerter Schaden nicht entstanden ist. Die Dekorationen in der Stadt und auf dem Festplatz für das Gauturnfest wurden arg mitgenommen.
Lauterbach, 21. Juli. Ein schweres Unwetter zog gestern vormittag in Verbindung mit ungewöhnlichem Sturm über unsere Stadt und Umgegend. Die starken Niederschlagsmengen, die das Gewitter mit sich führte, brachten leider auch stellenweise einen sehr erheblichen Hagelschlag, wodurch ein nicht unbeträchtlicher Schaden in der Landwirtschaft angerichtet wurde. Das Unwetter hat Zweige, zum Teil auch starke Aeste, abgerissen, die Straßen verschlammt und mehrere "Bäume entwurzelt. Zum Glück kam hierbei niemand zu Schaden. Die Felder haben unter Sturm und Hagel heftig gelitten. Ein großer Teil des Getreides ist niedergelegt worden. Aus der Umgebung wurde ebenfalls ein starkes Unwetter in Herbstein gemeldet, während in Gedern und Freiensteinau lediglich Niederschläge zu verzeichnen .waren.
Oberheffen.
Kreis Büdingen.
-t- Dad Salzhausen, 21. Juli. Mit Feri e n 6 e g i n n hat sich hier der Kurbetrieb stark gesteigert, so daß augenblicklich Hochsaison zu verzeichnen ist. Die verschiedenen Heime (Kaufmannserholungs-, Dlinden- und Kinderheim) wiesen schon lange vor dieser Zeit volle Belegschaft auf. Das Derkehrsauto des Zweck- verbands Nidda-Ulfa, das mit beginnender Kursaison seine Fahrten aufgenommen, ermöglicht es, auf bequeme Weise das benachbarte Nidda aufzusuchen.
Kreis Schotten.
■+■ Schotten, 21. Juli. Als Nachfolger des am 1. Oktober vom Hoherodskopf scheidenden Klubwirtes Stein, der feinen Lebensabend in feinem Heimatdorf Breungeshain verbringen will, wird Gastwirt Bender vom Haus Hubertus bei Schotten ab 1. Oktober die Bewirtschaftung der Klubhäuser auf dem Hoherodskopf übernehmen.
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 21. Juli. In tiefe Trauer ver- setzt wurde die Familie des von hier stammenden Reichsbahninspektors Gg. Schmitter in Friedberg: der im 20. Lebensjahre stehende Sohn, der in Tübingen studierte, ertrank beim Baden
im Neckar. Er geriet in einen Strudel, in welchem er unterging. Es gelang, den Verunglückten aus dem Wasser zu holen, die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche blieben aber leider ohne Erfolg. — Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich im benachbarten Walde zwischen Eifa und Ramrod in der Nähe des Steinbruches am „Köllenberg". Dort wurde der erst feit etwa zwei Wochen gemeinsam mit seinem Sohn mit Steinbrechen beschäftigte Andreas Hamel aus Rainrod von einem herab st ürzenden Steinblocf
f o unglücklich am Kopfe getroffen, daß ihm die Schädeldecke eingedrückt wurde und der sofortige Tod eintrat. Der bedauernswert« Mann hinterläßt Frau und sechs Kinder.
-er Maulbach, 19. Juli. Förster Walter von hier gelang cs auf dem Anstand im Regiejagdbezirk zwischen Ehringshausen und Kirtorf, ein Wildschwein zu erlegen. Das Borstentier rotes schätzungsweise ein Gewicht von etwa 140 Pfund auf. Das Fleisch wurde ausgehauen, und an hiesige Ortseinwohner verkauft.
Stirnen, Sport und Spiel.
Gauturnfest in Alsfeld.
AIS f e l d , 21. Juli. Unser« alte hessische Stabt war heute der Festplatz des 5 6. Gauturnfestes des Gaues Hessen. Aus allen Tellen Oberhessens und der benachbarten Provinzen waren die Turner in großer Zahl erschienen. An den Wettkämpfen beteiligten sich über 1000 Turner und Turnerinnen. In Verbindung mit dem Gaufest feierte der Turnverein Alsfeld sein 80jähriges Jubiläum. Don den Vertretern der Stadt und des Staates wurden dem Jubilar Glückwünsche überreicht. Staatspräsident Dr. Adelung stiftete dem Verein mit einem herzlich gehaltenen Schreiben einen Ehrenpreis. Im Zwölfkampf der Oberstufe wurde Willy D e a u - pain. Turn- und Sportverein Warburg, mit 214 Punkten Ehrensieger, und Alfted Eckhardt, Turnverein Nidda, mit 214 Punkten er ft er Sieger.
Nhönsegelsiug-Wettbewerb.
Kronfeld fliegt Weltrekord.
Am SamStag herrschte im Fliegerlager Wasserkuppe reger Betrieb. Das Ereignis des Tages bildeten die zwei Rekvrdflüge von Hirt und Kronfeld. Hirt und Kronfeld starteten vor einem hereinbrechenden Gewitter und konnten in kurzer Zeit außerordentliche Höhen erreichen. Hirt erreichte über 1000 Meter und landete in 36 Kilometer Entfernung bei Rimbach. Rekordflieger Kronfeld erreichte die kaum glaubliche Rekordhöhe von 2050 Meter und landete in Hermsdorf bei Jena in etwa 150 Kilometer Luftlinie, damit einen neuen Welt-Höhen- und Streckenrekvrd aufstellend.
Zu seinem Empfang war das Flieaerlager am Sonntag reichllch mit Girlanden geschmückt, und als der neue Rekordmann eintraf, bereiteten chm die Fliegerkameraden einen überaus herzlichen Empfang.
Am Samstag herrschte wieder außerordentlich reger Segelflugbetrieb. Leider ist auch ein Unfall zu verzeichnen. Der Segelflieger K r e- k e l von der Mecklenburger Gruppe geriet bei der Landung gegen den Hang und erlitt dabei einen Beinbruch.
Deutsche Leichtathletikmeisterschasten.
Bier neue Rekorde am ersten Tag.
Durch das prächtige Sommerwetter begünstigt, nahmen am Samstag die Deutschen Leichtathletik - Meisterschaften ihren Beginn. Die Herren kämpften im Breslauer, die Damen im Frankfurter Stadion. An beiden Plätzen war die sportliche Ausbeute äußerst erfreulich. Es zeigte sich, daß sich das Leistungsvermögen der deutschen Leichtathletik weiter entwickelt und daß vor allem auch der Nachwuchs zur Stelle ist. Obwohl der erste Tag nur wenige Entscheidungen brachte, fielen doch bereits vier neue Rekorde, darunter bei den Frauen sogar ein Wei t- rekord. Die neuen Rekordträger sind: Stabhochsprung: Wegener (Halle) 3,99 Meter: 5000 Meter: Kilp (Düsseldorf) 15 Min; 10X100-Meter- Staffel für Frauen: Brandenburg, Berlin 2:05,3 Min. (Weltrekord): 80 Meter Hürden für Frauen: Frl. Haux (Eintracht Frankfurt) 12,6 Sek. — Bei den Dorkämpfen der Herren machte das glänzende Abschneiden der Frankfurter Eintracht-Sprinter einen imponierenden Eindruck. Zu bemerken ist auch noch, daß sich die Turner Wichmann und S ch l i e trotz des Startverbotes der Deutschen Turnerschaft am Start einfanden.
Auch am zweiten Tage gab es In Frankfurt Rekordleistungen, allerdings bei nur sehr schwachem Besuche, woran die gleichzeitig zum Austrag gebrachten Motorradrennen die Schuld tragen. In vier von neun Entscheidungen des Sonntags wurden die deutschen Rekorde verbessert. Gegen das Vorjahr wurden fast in allen Entscheidungen bessere Leistungen erzielt. Frl. S ch l a r p (Köln) verbesserte den Weitsprung- rekord auf 5,65 Meter (5,60 Meter). Den am Vortag von Frl. Haux neu ausgestellten Rekord über 80 Meter Hürden brachte Frl. Decker
(Berlin) von 12,6 Sek. auf 12,4 Sek. Frl. Gelius (München) siegte über 100 Meter und 200 Meter, ihr Verein, der S. V. 60 München gewann auch die 4xl00-Meter-Staffel gegen die auch in den übrigen Rennen vom Pech Verfolgten Damen der Frankfurter Eintracht. Hier kam mit 49 Sek. ein neuer Weltrekord für Vereins- mannschaften zustande. Auch im Kugelstoßen bedeuten die 12,85 Meter Frl. Heubleins (Elberfeld) einen neuen deutschen Rekord. Frl. Dollinger (Nürnberg) holte sich die 800 Meter. Die Abwicklung der Kämpfe ließ zu wünschen übrig.
Bei den Herren ließ der schwache Besuch auf mangelndes Interesse der Breslauer Sportgemeinde schließen. Im Zehnkampf setzte sich Weiß (Berlin) mit klarem Vorsprung an die Spitze. Die 100 Meter waren eine reine Angelegenheit der Frankfurter Eintrachtsprinter, die die drei ersten Plätze belegten. Gerling gewann in 10,8 Sek. Auch die 200 Meter fielen mit Dr. Wichmann in 21,5 Sek. an Eintracht, lieber 400 Meter war Büchner Magdeburg nicht zu schlagen (48,1 ©et), die 800 Meter fielen in 1: 53,8 anMüller (Berlin), die 1500 Meter in 3:57,8 an den Turner Wichmann (Karlshorst), der sich um das Startverbot der D. T. nicht kümmerte. Die 10 000 Meter holte sich Kraft (Bautzen) in 34:16,5 Min. Der Marathonlauf sah Wanderer (Potsdam) in 3:07:15,8 Std. siegreich. Welscher (Frankfurt) lief über 110 Meter Hürden mit 15 Sekunden eine famose Zeit. Hier wurde Troß- b a ch (Berlin) um Brustbreite geschlagen In den 400-Meter-Hürden brachte sich Allwarth (Leipzig) mit 56 Sek. an die Spitze. In Abwesenheit von Schlokach fiel der Speerwurf mit nur 62,85 Meter an Molles (Königsberg). Das Kugelstoßen brachte dem Rekordmann Hirsch- feld (Alienstein) mit 15,26 Meter seine zweite Meisterschaft. Im Hochsprung kam Köppke Stettin auf 1,90 Meter.
Deutsche Fußballmeisterschaft.
Hertha B S.C. gewinnt 3:2 (2:1) und kommt ins Endspiel gegen Fürth.
Das Wiederholungsspiel in der Vorschluß« runde um die Deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem 1. F. C. Nürnberg und Hertha B.S. C. endete im Düffelbor- fe r Rheinstadion mit einem verdienten Sieg der Berliner. Der Club machte einen stark überspielten Eindruck, während der Berliner Meister das Spiel in einer äußerst frischen Form bestritt. Hertha B.S.C. stellte eine schnelle und angriffslustige Mannschaft, die mit Ausnahme einer kurzen Spielphase stets leicht überlegen spielte. Nürnberg, das mit Hornauer, doch ohne den noch immer kranken Wieder antrat, bewies nur zu Beginn des Spiels feine alte Gefährlichkeit. Bereits in bet zehnten Minute konnte der Club durch einen unhaltbaren Schuß von Weiß in Führung gehen Doch kann Berlin 8 Minuten später durch Ruch den Ausgleich erzielen Derselbe Spieler verwan- beite kurz daraus einen Handelfmeter zum Führungstor für Berlin. Nürnberg kam nach der Pause, als Kalb einen Elfmeter verwandelte, noch einmal zum Ausgleich, aber Hertha setzte sich immer mehr durch und konnte durch einen erfolgreichen Schuß von Kirsey das dritte und da- mit das Siegestor erzielen. Bei den Nürnbergern fehlte vor allem dem Sturm der nötige Zusammenhang, den Berlin in einem großen Maße besaß. Manger, Düsseldorf, war dem Spiel ein ausgezeichneter Leiter.
OerKampsumdenOavispokal
Deutschland unterliegt 5:0.
Das Jnterzonen-Endspiel zwischen Deutschland und Amerika, das auf den Rotweiß-
Sommerkur für HMHi
Nervenkranke
u.Nervös-Erschöpfte. Spezialkuranstalt HoIheUn im Taunus bei Frankf. a.M. — Prospekte durch DW Mal Dr. M. Schulze-Kableyss, Nervenarzt WW
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gens,
Uber 1OOOO Wagen unseres Typ Stuttgart 200 (0/38 PS) sind heute im In- und Auslande Im Verkehr.
Uber 1OOOOO Kilometer haben Wagen dieses Typs ohne Überholung zuruckgelegt Dieser
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