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Wirtschaft.

Zur Begebung von Reichsschah­anweisungen. Das Reich hat durch die Reichsbank an der Dorfe lo nbardfätzi,e Reichs- schatzanweisun^en verkauft, die z. T. am 3). Sep­tember d. 0., z. S. am 31. Januar 1930 fällig werden. Ter Zinsfuß beträgt 7.5 Prozmt. In Frage kommt ein Betrag von etwa 155 Millio­nen Mk. Ls handelt sich um eine Transaktion, die erforderlich wurde, um das Reich in die Lage zu verfehcn, die durch die Lage am Arbeitsmarkt ver chärs.en Tll.imofchwierigie en zu ü'e.ao.nden. Der CSei der Reichsfchah anweisungen. d. h. einer kurzfristi-en Anleihe, muhte gewählt werden, da der durch das Reichsbankgefetz auf 430 Millionen Mark limitierte Betrag der rediskontfähigen Schabwech'el bereits ausgeschö^st ist.

* Die Zeichnung auf die Rumänen- Anleihe geschlossen. Die Zeichnungen auf die 7prozentige Goldanleihe des Königlich-Rumä­nischen Monopolinslitutes von 1929 wurde gestern geschlossen. Entsprechend der starken Nachfrage für diese Emission auf den übrigen kontinentalen Zeich- nunacplätzen ist die Zeichnung auch in Deutschland durchaus zufriedenstellend verlaufen. Die Zeichnun­gen auf Sperrstücke konnten voll zugeteilt werden, während dies bei Zeichnungen auf freie Stücke nur für die kleineren Beträge möglich war.

Deutsche Lokomotiven für Sud­as ri t a. Tie südafrikanische Eisenbahn hat eben Kontrakt für Lieferung von Lokomo'iaen im ©c- la '.twcrt von 270 C00 Pfund Sterling an drei Firmen vergeben, und zwar für 87 030 Pfund an die Firma Henschel & Sohn in Kafsel, für £9 000 an die British Loeomotive Company in Glasgow und für 82 000 Pfund an die Baldwin Locomotive Works in Philadelphia.

frankfurter Börse.

Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers".

Frankfurt a. M.. 22. Fcbr. Tendenz lust­los. Die Börse eröffnete in l u st l o s e r Hal­tung. da Anregungen irgendwelcher Art nicht vor agen. Die älrnsütze bewegten sich in dem kleinsten Rahmen. Der bevorstehende UI» timo ve.an.ah.e die Spekulation zu größerer Zu- rücklfa.iung, da sie testete ist. vor dem Ultimo, obwohl keine Schwierigkeiten erwartet werden, keine gröhe.en Engagements e'.n'u^e'en. Auch das Publikum und das Ausland hielten sich nach wie vor von dem Geschäft fast vollkommen fern, so daß auch von dieser Seite keine Anregung ausging. Der feste Berlauf ter gestrigen Reu- Yorker Börse und der immer noch verhältnis- mäßig feste Geldmarkt boten ter Börse eine ge­wisse Stühe, und bei dem geringen Geschäfls- um ang gingen de Verluste dahergegenüber der ge.trigen Abendbörse nur feiten über 1 ?ro- zeit hinaus. Cs kam wenig Material an den Markt, so daß auch schon aus diesem Grunde gwße.e Kurseinbrüche verhindert wurden. Rur für Svensla mit plus 4 Marc bestand regeres Jnterefse, auf feste international': Haltung dieses Kurses. Auch nach ter Lsestfehung des ersten Kurses konnte sich die K u r s b e f e st i g u n g weiter fort­setzen. Stärker vernachlässigt waren am Chemie­markt J.-G.» Farben bei minus 1,25 Proz. und Scheideanstalt minus 1 Proz. Eleltrowcrte und Montanwerte hatten kaum Umsätze zu verzeich­nen. Die Verluste blieben hier gering. Rur Gelsenkirchen mit plu; 0,75 Proz. hatten etwas lebhafteres Geschäft zu verzeichnen. AmBan.kcn- markt waren nur Oesterreichische Kreditanstalt etwas g'.sucht Am Ba un e.m h . u gsmarkl 'o.r.» ten Wayh & Freytag etwas anziehen. _Q3on Autoaklicn Daimler etwa 1 Proz. schwächer, während bei einiger Rachfrage Kleyer etwas an^ogen. Die Rentenmärkte lagen sehr still. Deutsche Anleihen etwas abbröckelnd. 2m Ver­läufe blieb das Geschäft äußerst klein und schrumpfte eher zu'ammen. doch machte sich im Grundton eine gewisse Wlterstardsfeh g'eit be­merkbar Schon bei minimaler Rach'rage konnten die meisten Papiere eine Kleinigkeit anziehen. Svenfka waren reger gesucht und zogen erneut gegenüber dem Anfangrkurse bis 3 Proz. an. Siemens lagen 1 Proz. gebes'ert. während die übrigen Werte nur um Bruchteile eines Pro­zentes anziehen tonnten. Tagesgeld blieb mit 4.5 Prcz. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Do'lar 4,2145. gegen Pfund 23,4485, London gegen Kabel 4 8527. gegen Paris 124.27, gegen Mailand 92.60, gegen Madrid 31,40, gegen Holland 12,1175.

BcrUnc Börse.

Eigene Drahtmeldung des .Gießener Anzeigers"

Berlin. 22. Fcbr. (Eigner Drahtbericht des Gießener Anzeigers'.) Orderlosigkeit und K a u f u n l u st waren an der heutigen Börse vor-

Schach-Ecke.

Bearbeite» von W Orbach.

Alle für die Redaktion bestimmten Mit­teilungen. Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr 201.

Don 3. Derkotec, Pilsen.

Preisgekrönt im zweiten internationalen Problem- turnier der Prager Presse.

8

6

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8

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5

6

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Weitz.

Schwarz, d e

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Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. riv etf): 6 Steine. Kd l; Da3; Ta5, e7; Lg4; e2. Schwarz: 9 Steine. Kc4; Da8; Te8; Ld5; Sh2; Bc4, e3,, g7.

Eine sehr schöne Aufgabe.

Endspiel Nr. 69.

Don C. N. Somoss.

Weih am Zuge erzwingt das Remis.

Weih: 3 Steine. Ka4; Ba6, f6.

Schwarz: 5 Steine. Kc2; Lh2; Sd7; Bc4, e5.

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Vorstehend eine preisgekrönte, durch eine be­sonders charakteristische 3tee sich auszeichnende Studie.

Lösung des Problems Ar. 198.

Don L. Colifn.

1. Se3-f5!, Ke4xt5 2. Sd5-e3 matt

1. ... Ke»-d3 2 Sd5-b4 matt

1...... Dg8xd5 2. La2-bl malt

1.....beliebig 2. La2bl matt.

Frankfurter Lchachmcisterschaft.

Das Turnier um die Meisterschaft der Stadt Frankfurt a. W. für das Jahr 1929 hat am 13. Februar begonnen. Es beteiligen sich daran folgende 14 Spieler: Dr. Decker. Deukner, Cne- quist. Keninger, Kort. Menger, Riemann. Prä- ger. Dr. F. Rothschild, Roß, Schulter, Schwarz. Spinat und Thurnauer. Eine zum Teil recht starke Besetzung. Das Turnier ist einrundig.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.

Liebermann.

Max Liebermann, berühmt durch seine Ber­liner Urwüchsigkeit, ging durch die Potsdamer Straße in Berlin.

Plötzlich sah er sich einem alten Verehrer seiner Kunst gegenüber, ter in gewohnter Weise sofort mit seinen übertriebenen Huldigungen be­gann und nicht müte wurde, des Meisters Kön­nen zu preisen.

Es gibt für mich überhaupt ja nur zwei Maler auf der Welt," sagte er zum Schluß. Zwei Maler, verehrter Herr Professor Sie und Ve asquez!"

Liebermann hatte kaum zugehört. Letzt sah er den Schwärmer von der Seite an.

Wat 'n wat 'n! Wieso tenn Welas- kweze, wat?" H. 3.-M.

Schuhgeschäft.

Jetzt hab' ich zwei Stunden probiert ich finde nichts Passendes."

Gnädige Frau, Sie wollen offenbar einen Schuh, ter innen groß und außen klein ist: harn wa nich!"

Abgekürztes verfahren.

Was haben i^ie denn da für Ricscnpatronen?" Halb mit Schrot, halb mit geräuchertem Speck gefüllt, so ist der Hafe gleich gespickt!"

(Lust. Bl.) Tie Sparbüchse.

Der vierjährige Günther bekommt eine schöne Epardose geschenkt. Während die Eltern und Geschwister diese betrachten, ruft er plötzlich energisch:Los, Geld rein, das i st kein Spielzeug!"

Kunsturteil.

Von dem bekannten englischen Geiger de Groot wird eine lustige Geschichte erzählt, die ihm kürzlich passiert ist. 3n seinem Hotel erschien ein elegant gekleideter Herr mit allen Zeichen der Aufregung und verlangte dringend, den Künstler zu sprechen. Als er bei ihm eintrat, stürzte er auf ihn zu. schüttelte ihm die Hand und rief:3ch habe Sie gestern im Kolosseum gehört. Sie sind großartig. Sagen Sie mir nur eines:Wer ist Ihr Schneider?"

herrschend, und da außerdem noch eher ungünstige Momente Vorlagen, neigte die Tendenz über­wiegend zur Schwäch e. Einen verhältnismäßig geringen Ein luh üvten heute die älltimovorbe- reitungen aus, die anscheinend normal verlaufen. Die Kurscntwicklung hing auch heute bei dem geringen Geschäft meist von Zufallsorders ab. Es überwogen 1- bis 3prozentige Rück­gänge. tenen nur einzelne Erhöhungen gegen- übersiandcn. Pol;phon lagen i.n Zusammenhang mit dem verschärften Preiskampf der Schall­plattenindustrie 4, 5 Prozent niedriger, Temberg fielen mit einem Verlust von 5,75 Prozent auf, dagegen waren Chade-Ak ien um 2 Mark und Reichsbank um 2,5 Prozent gebessert, auch Sven- ska plus 5 Mark. Deutsche Anleihen ruhig. Aus­länder wenig öcriintert Pfandb' ie'e ohne Ge- schä t. Voriricgl-^omrn na o;Ii a imen und An­teilscheine etwas gefragt. 2m Verlaufe bröckel­ten die Kurse überwiegend weiter ab, ohne daß das Angebot besonders drängend war. Es hatte den Anschein, als ob bei den Banken einige Fang- limite Vorlagen, die ein stärkeres Abgle ten des Kursn'v a ishcr eiführ en. Cie svgenan ten Aus- landwerie lagen allgemein fester. Rur Polyphon verloren aus dem bereits oben erwähnten Grunde

weitere 3 Prozent. Bon der Festigkeit die­ser Auslandwerte angeregt, wurde es spä­ter allgemein etwas freundlicher. Die Spekulation schritt zu Deckungen. Der Schiff­fahrtsmarkt lag auf eine günstige ©rilärung über den Geschä.tsgang bei ter Hamburg-Süd freund­lich.

Kunst und Wissenschaft.

Professor Dr. Wilhelm Rein f.

Professor Dr. Wilhelm Rein, lange Jahre hin­durch Ordinarius der Pädagogik an der Universität Je a, ift ro c von dort g meldet wird, am Mitt­woch im Alter von 81 Jahren einem Herz­schlag erlegen. Professor Rein hatte in der pädagogischen Welt des In- und Aurlandes einen geachteten Namen. Don feinen zahlreichen Arbeiten seien hier nur genannt: Pädagogische Studien 77/79); System der Pädagogik (1,02. IT, 06; 2. A. 11); Grundriß der Ethik (03); Deutsche Schulerzie­hung '07); Das Kind (2.21.11). Der Verstorbene war Ehrenbürger der Stadt Jena.

Oie Koaliilonsverhandtungen in Preußen gescheitert.

Berlin, 22. Jebr. (TU. Drahtmelduog.) 'Die Zentrumssrakckon des preußischen Landtages hielt am Jreitag vor der Plenarsitzung eine Jcatiions- sihung ab. Abgeordneter Dr. Heß (Zentrum) be­richtete über den Stand der koalUiousfrage. Der Borschlag des Abgeordneten Stendel (Deutsche Volkspartei), der in der Besprechung mit dem preu­ßischen Ministerpräsidenten Braun dem Staats­ministerium am Donnecetagnachmitlag gemacht worden war. das Zentrum müge sich mit zwei Ressortministern und einem Reichs» minister als Slaalsminisler im preu­ßischen Kabinett ohne Portefeuille einverstanden erklären, war von Ministerpräsident Braun an das Zentrum we tergeleitel worden. Die Landfagssrakliou lehnte diesen Vorschlag ab. Abgeordneter Dr. Heß begab sich darauf zu Ministerpräsident Braun, um ihm dies? Entscheidung mikzuteilen. Ministerpräsident Braun soll, wie wir hören, sodann der Lar.dtagsfraktion der Deutschen Volkspartei die Mitteilung gemacht haben, daß nach Ablehnung des gemachten Vorschlages seine Mission erledigt sei. damit dürften die Ver­handlungen über die Große Koalition in Preußen endgültig gescheitert sein.

(SeminnnusAUfl

5. Klasse 32. Prentz >ch-Süddeu'sch» (25b. Plcutz ) SUafien-Kotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lese gleicher Nummer in den beiden

Ableitungen I und II

12. Zirhungstag 21 Februar 1929

Sn der Dormsttags.ssebung wurden Gewinne über I5U M. gezogen

2 »etotnnt ,u I 0000 M I 49840

6 tfwintif au 6000 M. 3046 103018 143027

8 Gewinn« au 3000 -UL 135094 183860 294596 366703

10 ®ftotnn» .u 2000 TL 120514 147877 166026 208237 250595

30 >u 1000 M. 36079 45884 77301 88524

104203 160893 176'64 190176 2o5H86 229574

233831 237383 277236 305825 308907

102 au 600 M. 7825 9755 10054 12824 20238 25786 27135 39766 43942 56607 80476 65385 70730 96437 121018 121771 131643 143081 161251 162146 174357 17803.3 1921 35 192'36

200292 213294 239414 261794 265341 267698

274439 278590 283560 297402 297713 301789

305245 308749 313092 318570 327458 3 U3!'07

344085 35'1564 362886 364347 365396 370468

371967 374608 379855

246 ,u 300 M 562 3350 12268 13129 19527 20107 21965 25683 26992 27592 28845

29185 31974 36137 38537 42087 42571 43563

45349 46853 50377 67809 61565 65394 722«9

75261 76272 77283 81620 82306 85380 87915

97326 99058 102783 117847 124355 124976

131222 140949 141688 143208 1496.39 156252

158514 160465 161470 165621 170282 172134

173379 174053 18.3212 187330 187500 189725

193184 196167 196787 202562 203683 205047

213502 214638 217293 218843 219849 22'289

226118 226501 227249 228073 235882 244436

245167 245290 251036 258943 261615 262840

263727 264309 266318 269749 280369 280526

282339 298987 300590 30231'8 306275 307258

308186 308221 3'2'09 316139 316223 321792

322540 322983 325053 333643 331582 336367

344223 345046 345'99 346'27 347849 351036

362586 370836 372833 376096 376607 379863

382071 385771 386698 388012 389259 389408

399331

Sn der NachmiNaasüeKuna wurden Gewinne Uder löU M. gezogen

6 »etoiiin# AU 5000 M. 18621 39188 1 31201

« (S'MDii.ne au 3000 -m. 91250 113127 185759 361I 18

10 Setninnt in 2000 M. 22444 47331 222074

287381 342005

26 »ftniuue au 1000 M. 1081 55149 73270 84648

126905 216912 238764 26I669 305570 3I2078 344073 347968 374561

66 ®»to.**n» au 600 411. 4773 5149 18538 20296 47 -118 55115 74708 67889 114 761 136625 > 39621

13°U2? 143676 148654 149'41 15 1353 1 59491

16 -110 167487 192087 207592 21 1226 212343

232279 256113 268161 290298 323944 334.328

356-,54 361537 379744 382792

178 au 300 MI 7926 '4'.9V 16154 1 7561

|u.H5 23769 29602 31970 360 38 4 3205 4 82 80

49864 51064 554 16 64256 6-1696 65197 68"735

73369 74518 8945 94058 943'6 9*699 947'2

98'41 981 79 99989 102513 III 6HK I 22.150 I 25397 f5631 l374 74 145880 148153 150152 154952

1561178 158717 158920 159285 '60664 163655

163X04 170604 I8J263 184602 '88377 193893

,041X2 194386 202219 215662 216738 22 3022

228514 233927 2)5667 242347 255151 255126

259«66 265II9 267668 283493 285902 266790

23--3X1 290087 2717x65 3(11516 3069 30 307420

313625 317108 30647 320973 328539 345728

,56643 3541.94 36.1909 366619 368935 379749

382086 391323 396I36

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Vie hinter Den Papieren anpe üdrien Ziffern geben die fiöbe bei zuletzi de'chloffenen Dividende an. Reichsbankdiskoni 6,5 Brozent, Lombardzinskutz 7,5 Prozent,

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