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25 Turnern einen guten Besuch zu verzeichnen. Unter Leitung des 1. Bezirksturnwarts K. G i s - fei, Waldgirmes, traten die Turner an und turnien zunächst die Geräteübungen für das Ge- rätewertungstumen für Lollar durch, alsdann tourben die Freiübungen, welche durchweg auf gymnastischer Grundlage aufgebaut sind, durch­geturnt. 3m Anschluß an die Dorttirnerstunde maßen die Turner in einem Schau- und Wcrbe- tumen an den Geräten ihre Kräfte, bei welchen man seststellen konnte, daß sich der Gau auf diesem Gebiete mit jedem anderen messen kann. So waren Hebungen wie die Riesenfelge mit Umgriff am Reck, Luftrolle und Kreiskehre am Barren keine Seltenheit. Besonderes Lob gebührt gerbe r und Best. Waldgirmes, und Mül­ler, Launsbach, die mit ihren sämtlichen Hebun­gen, welche an Exaktheit und Schwierigkeit nichts ausließen, die Zuschauer zu starkem Beifall heranssorderten. le.

Handball her Sp.-Vg. 1900.

1900 1 Universität Marburg I 0:7.

ö. Die Erwartungen, die man in die Marbur­ger Hniversitätsmannschast gesetzt hatte, sind nicht nur eingetreten, sondern noch übertroffen wor­den 3n einem leitend der Studenten in jeder Hinsicht ausgezeichnet durchgeführten fairen Spiel mußten sich bte mit fünf Ersatzleuten erschiene­nen 19C0cr geschlagen belennem Trotz der Schwächung und trotz des gut aufgelegten Geg­ners hätte das Resultat für die Spielvereini- gungsleute jedoch wesentlich günstiger lauten kön­nen, wenn die Mannschaft nicht so zerfahren gespielt hätte und der Torwart stets auf dem Posten gewesen wäre.

Zu Spielanfang konnten zunächst die beiden Derteidigerpaare alle Gefahren von ihren Wurf­kreisen abwenden. Der glatte Boden und der nasse Ball waren auch mancher gutgemeinten Aktion hinderlich. Doch bald stellte sich heraus, daß sich die Gäste dank ihrer besseren Körper­beherrschung und Ballbehandlung besser mit die­len Mißständen abfanden als die Einheimischen, denen die vierwöchige Pause nicht gerade förderlich gewesen zu fein schien. Das erste Tor erzielten die Studenten aus einem Strafwurf, den der Schiedsrichter wegen angeblich regelwidri­ger Abstoppung eines Angriffs durch lS^Os rech­ten Verteidiger verhängt hatte. Den zweiten Erfolg für die Gäste brachte ein von dem ganz vorzüglichen Linksaußen aus fast unmöglichem Winkel geworfener Ball. Kurz vor dem Halb- zeitpsiff überlief der außerordentlich schnelle Marburger Innensturm die etwas weit auf» gerückte 1900er Verteidigung und sandte zum dritten Male ein. Rach dem Wechsel versuch­ten die Spielvereinigungsleute ihr Hell in der Aenderung der Mannschaftsaufstellung. Obwohl jeder mit Ausnahme deS Torwarts vielleicht - fein Bestes hergab, verhinderten Pech oder die aufmerksame Marburger Verteidigung selbst das Ehrentor. Die Studenten spielten ihren schnellen, produktiven Handball mit erhöhtem Elan weiter und brachten ihr Können zahlen­mäßig durch vier weitere Tore zum Ausdruck.

Schiedsrichter C l a a h vom V. f. L. Wetzlar leitete zur allgemeinen Zufriedenheit. Allerdings wurde ihm sein Amt bei der hochanständigen Spielweise der beiden Parteien nicht schwer ge­macht.

Verbandswettläufe des Skiklubs GaueNand.

Zweiter lag.

Der zweite Tag der Derbandswett- läufe des Skiklubs Sauerland in Willingen am Sonntag brachte wiederum eine Enttäuschung: ein Meister vom Sauerland Hat nicht ermittelt werden kön­nen, Da der beste in der Kombination mit Vooo Punkt Hinter der Mindestnote 15 zurück- fclieb. Die Veranstaltung stand im übrigen unter einem sportlich recht erfreulichen Rivrau. Der Langlauf führte zum größten Teil über den Skiweg WillingenWinterberg und zurück. Im Springen waren die Leistungen dadurch ge­mindert, daß das Weller sich weiter verschlech­tert hatte und der Schnee sehr stumpf geworden war. Die Ergebnisse im Langlauf: Herrenklasse 1: Brinkmann, Winterberg, 1:34,24, Herrenllasfe 2: erster Wied, Berle­burg, 1:31,54, Bestzeit. Zweiter in dieser Klasse wurde Schnurbusch. Winterbe.g, 1:32,(16. Dritter Rein, Düsseldorf, 1:34.13. Herrenaltersllasse 1: 1 Figge, Willingen, 1:37,11, Lange, Bochum, 1:50,45, 3. Wessel, Barmen, 2: 0,10. Allersklasse 2:1. Seidl er, Düsseldorf, 1:46,33, 2. Hoffmann, Düsseldorf, 1:57,38. 3. Alters­klasse 3: 1. Winter, Hagen, 2: 3,3. Im Sprung­lauf ist erster W i 11 e n b o r n , Barmen, und zweiter Fischer, Meinerzhagen, geworden.

Wirtschaft.

^inhermürft in Gießen.

Zum heutigen Rindermarkt in Gießen waren 738 Stück Großvieh und 170 Kälber aufgetrieben. Der Handel hatte stark unter der Witterung zu leiden und war weniger flott. Bezahlt wurden für Kühe 1. Qualität 550 bis 653 Mark, 2. Qua­lität 350 bis 450 Mark, 3. Qualität 180 bis 250 Mark, Schlachtkühe 150 bis 250 Mark, Rinder, 1- bis 2jährig. 100200 Mark, Kälber je Pfund Lebendgewicht 50 bis 60 Pf. Bessere Tiere er­zielten Preise über Rotiz.

Von den Schlachiviehmärkien.

Die Tendenz an den deutschen Schlachtvieh­märkten war in der Berichtswoche durchweg nach, unten gerichtet. Die Märkte waren überfüllt, und besonders in Großvieh und Schweinen er­wies sich die Beschickung als übermäßig hoch. Auch das strenge Frostweller war dem Handel nicht günstig: der Verbrauch in den Mehger- geschästen ließ zu wünschen übrig. Der Abtrieb nach auswärts hielt sich in normalen Grenzen. Die Zufuhren erhöhten sich für Rinder auf 22 020 (gegenüber 19 400 in der Vorwoche), für Schweine auf 80 SCO (geaen 75 000). Kälber waren mit 18 500 (19 600), Schafe mit 7800 (7600) Stück an­geboten.

An den Rindermärkten wirkte sich der zu große Auftrieb in durchschnitllichen Pre sermäßigungen von 1 bis 4 Pf. aus, die sich über fast alle Gattungen erstreckten. Auch die Kälbermärkte Verliesen sehr langsam bei weichenden Preisen. Gute Dop, eilender fanden dagegen schnell Käu­fer. Die Einbußen beließen sich auf durchweg 2 bis 5 Pf. Das Schafgeschäft hielt sich im ganzen auf vorwöchigem Hmsang. Hammel er­zielten die alten Preise. Bedeutend war der Preisdruck infolge ter großen Zufuhren am Schweinemarkt. An verschiedenen Plätzen litt der Handel zudem noch unter Seuchenverdacht. Ab-

schläge von 3 bis 5 Pf.

waren

Rälbei

die Regel.

Schate Schweine

Rinder

Berlin

18-55

45-87

32-65

67-78

Bremen

21-54

44-82

54-74

Breslau

13-54

46-70

45-62

68-80

Chemnitz

20-54

50-80

50-59

58-77

Dortmund

24-58

45-85

60-75

Dresden

23-58

54-80

45-68

60-78

Düsseldorf

20-62

45-84

58-75

Elberfeld

18-59

50-84

62-76

Essen

23-58

50-110

35-56

63-76

Franks urt/M.

25-56

58-76

45-56

70-77

Hamburg

15-56

36-92

62-75

Hannover

20-54

40-90

35-55

64-74

Husum

-

--

Karlsruhe

22-57

5476

-

71-80

Raffel

20-58

47-66

65-76

Kiel

20-52

32-78

31-60

50-74

Köln

20-55

48-110

45-58

60-74

L ipzig

20-59

50-79

40-66

65-78

JHagbebutg

20-53

33-75

30-63

64-77

Mannheim

18-57

45-76

43-46

56-77

München

15-52

50-76

50-76

Stettin

15-53

30-80

20-54

65-77

Stuttgart

15-55

50-72

52-80

Zwickau

15-54

60-78

45-62

60-78

* 8 Prozent Dividende bei der All­gemeinen Elektrizitätsgesellschaft Berlin. Die Allgemeine Elektrizitätsgesettfchaft schlägt wieder, wie WTB.-Handelsdienst meldet, eine Dividende von 8 Prozent vor. Rach erhöhten Abschreibungen wird ein Reingewinn von 16,5 Millionen (i. V. 12,3 Millionen Mk.) ausgewie­sen. Den Wohlfahrtseinrichtungen sollen zwei Millionen Mk. zufließen. Das Berichtsjahr ver­zeichnet einen Hmsatz von über 500 Millionen Mk. einschließlich der Hntcrncbmungcn, deren Kapital vollständig in der Hand der Gesellschaft ist. Der Auftragbestand beträgt 335 Millio.ren Mk.

Metallgefellschaft 21. - © , Frank­furt a. M. Aus einer für diesen Zweck schon seit längerer Zeit bereitgeftellten Reserve hat die Metallgesellschaft an die Australian Metal Co. 250 000 Mark zu zahlen. Es handelt sich hierbei um eine Vorkriegsiorderung. worüber vor einem deutsch-englischen Schiedsgerichtshof ein Vergleich erzielt worden ist. Auch andere deutsche Firmen sind zu Zahlungen an die Australian Metal Co. verpflichtet. Ein Tell davon wird durch das Ausgleichsverfahren zwischen dem Reich und Eng­land erledigt.

Hmtauschangebot für 7 Prozent Bahr. Schahanweifungen von 1926. Wie mitgeteilt wird, will auch der bayerische Staat bei der augenblicklichen Lage von einer Inanspruchnahme des öffentlichen Marktes zur Deckung seines Kreditbedarfes absehen. Es ist lediglich beabsichtigt, den Besitzern des noch im Umlauf befindlichen Teiles der am 1. April 1929

fälligen 7 prozentigen Bayerischen Schahanwei- | jungen von 1926 zu gegebener Zeit ein vorteil­haftes Hmtauschangebot zu machen.

tyrnii .nrtcr Börse

Frankfurt a. M., 22. Ian. Tendenz: etwas erholt. Die günstige Beurteilung der kommenden Reparationsoeryandlungen, der weiter flüssige Geld­markt und das Ende im französischen Bergarbeiter­streik hatten eine allgemeine Beruhigung zur Folge. Die Spekulation war zuversichtlich ge­stimmt und schritt in bevorzugten Werten zu Deu­tungen, da vereinzelte Interventionen von Bank- feite eine Anregung boten. Die Nichtauflegung einer Bayernanleihe, wodurch der öffentliche Markt ver­schont bleibt, wurde ebenfalls mit Befriedigung aus­genommen. Das Geschäft blieb jedoch immer noch verhältnismäßig klein, da das Fehlen von Kundenorders eine regere Geschäftstätigkeit nicht aufkommen ließ. Die uneinheitliche gestrige Neuyorker Börse und die weitere Ausdehnung der Streikbewegung in der sächsisch-thüringischen Textil­industrie, sowie die damit verbundene drohende Ge­samtaussperrung wurden dagegen auf der andern Seite wenig beachtet. Die K u r s b e s s e r u n g e n hiellen sich gegenüber der gestrigen Abendbörse in kleinem Rahmen und überschritten nur selten 1,75 o. H. Die Börse war im allgemeinen ziemlich freund­lich gestimmt. Im Vordergründe des Interesses standen deutsche Linoleum. Zellstoff Waldhof mit je plus 3 d. J). Am Elektromarkt konnten Siemens 1,75 v. H. und Licht & Kraft 1,5 v. H. anziehen. Auch 21. E. G. waren trotz der nur unverändert belaf enen Dividende 1 v. H. gebessert. Schuckert und Ge fürel gut behauptet. I -G.-Farben bei kleinsten Um ätzen 0,5 v. H. erholt. Montanwerte lagen still, nur für Otavi-Minen plus 1,25 v. 5). machte sich stärkere Nachfrage auf die feste Haltung der Kupferpreife in Neuyork bemerkbar. Ilse Bergbau war in größeren Posten angeboten und lagen 4 v. H. niedriger. Bon Dankwerten lagen Reichsbank 1,5 v. H. fester, Com­merzbank und Metallbank etwas niedriger. Hapag minus 1 v. H., Nordlloyd plus 0,25 v. H. Am Auto­markt waren Daimler 1,25 v. H. und Adlerwerke 0,5 v. H. erhöht. Renten still. Deutsche Anleihen etwas schwächer. Im Verlaufe blieb das Geschäft sehr klein, doch konnten sich die Besserungen bis zu 1 v. H. fortsetzen. Gefragt waren noch Phönix mit plus 1,25 v.H. und Stahlverein mit plus 1 v. H. I.-G.- Farben dagegen angeboten und nur knapp gehalten. Arn Geldmarkt war Tagesgeld zu 4,5 v. H. unvcr- ändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2088, gegen Pfund 20,4055, London gegen Kabel 4,8494, gegen Paris 124,09, gegen Madrid 29,69, gegen Mailand 92,71, gegen Holland 12,0968.

:er Börrc.

Berlin, 22. Ian. Der Beginn der heutigen Börse war zumindest als beruhigter gu bezeich­nen. Neue Momente lagen überhaupt nicht vor, so daß die börsentechnische Position den Ausschlag geben mußte. Das Kommunique der 21. E. G. wurde mit Befriedigung ausgenommen. Einen gewissen Eindruck machte auch die beträchtliche Erhöhung der Ruhrkohlenförderung im Dezember. Vor allem trug aber dann zu den ersten Kurfen als Beruhigungs­faktor der Stimmung bei, daß es den Anschein hatte, als ob die Abgaben aus Publikumskreifen er- heblich nachgelassen haben und daß besonders eine Großbank Äusnahmeneigung bekundete, lleberhaupt sollen bei den Banken eher Kauforders Vorgelegen haben, die die Spekulation zu Deckungen veran­laßten. Während im allgemeinen die Veränderun­gen nur gering waren, konnten Licht & Kraft, nach Abzug des Bezugsrechts von 15,60 v. H., Lorenz, Schlesische Zement, Bemberg, Allgemeine Lokal und Kraft, Spritwerte, Reichsbank und Deutsche Lino- (eum 2 bis 5 v.H. gewinnen, während Ilse Berg­bau 5 v.H. und Svenska 5,50 Mark verloren. Deutsche Anleihen ruhig und eher abbröckelnd. Aus­länder behauptet. Anatolier bis 0,40 v. H. schwä­cher. Der Pfandbriefmarkt verkehrte in sehr stiller Haltung, bei etwa behaupteten Kursen. Der Geld­markt war unverändert leicht. Tagesgeld 3,5 bis 6 v. H., Monatsgeld 7 bis 8 v. H., Warenwechsel etwa 6,25 v.H. Im Verlaufe setzten sich die Besse­rungen in Grenzen bis zu 1 v.H. fort. Die Deckungen der Spekulation hielten an, die Umsatz- tätigkeit war aber weiter äußerst gering, und die herrschende Geschäftslosigkeit bewirkte wohl auch, das sich die nach den ersten Kursen erzielten Ge­winne im weiteren Verlause nicht immer behaupten konnten.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 22. Jan. Auch an der heutigen Produktenbörse war die Tendenz _feft. Die weiter erhöhten AuZlandnotierungen lösten eine Befriedigung aus und die Händler schritten mit Zuversicht zu neuen Deckungen, doch blieb das Geschäft verhältnismäßig klein. Die an den Markt kommende Ware war immer noch sehr gering und die erhöhten Forderungen der Provinz wurden glatt bewilligt. Interesse bestand besonders für

Weizen und am Mehlmarkt für Weizenmehl. Auch am Futtermittelmarkt war Roggenlleie und Mais stärker verlangt. Es wurden notiert: Wei­zen 23,75 bis 23,90; Roggen 23,25 bis 23,50; Sommergerste für Drauzwecke 24,50; InL Hafer 23,50 bis 23,75; Mais (gelb) für Futterzwecke 23,50 bis 24; Weizenmehl süddeutsches Spezial 0, 33,25 bis 33,75; Roggcnmehl 30,75 bis 31; Wei- zcnkleie 14; Roggenkleie 14,75 bis 15 Mark. Tendenz: fest.

Kunst und Wissenschaft.

Stiftung eines sächsischen Lessing-PreiseS.

3m Sächsischen Landtag wurde auf Antrag der Deutschen Volkspartei die Stiftung eines Lessingpreises durch den Staat beschlossen. Darauf hat das Ministerium für Vo k Bildung mit Zustimmung des Finanzministe­riums zunächst einen einmaligen Betrag von 5000 M k. zur Verfügung gestellt. Der Preis soll nicht nur für dichterische Werke, sondern auch für bedeutende Leistungen der literarischen Kritik verwendet werden.

Büchertisch.

Dad-Rauheimer Jahrbuch. 6. und 7. Jahrgang. Herausgegeben von Dr. Alfred Martin. Vad-Rauheim 1928. Verlag von Ludwig Wagner Vad-Rauheim. Preis 3,50 Mk. (801) Der ne e Doppelband desBad-Rau­heimer Jahrbuchs" unterscheidet sich durch ein handlicheres Format vorteilhaft von seinen Vor­läufern; in bezug auf Inhalt und Ausstattung reiht er sich würdig an die früheren Jahrgänge an. Eine Fülle heimatkundlichen Stoffes ist in den zwei Jahren seit Erscheinen des notigen Doppe.bandes wiederentdeckt" und in an­sprechender Bearbeitung der Allgemeinheit zu­gänglich gemacht worden. Eine ganze Reihe von Aufsätzen haben mehr als lokalgeschichtliche Be­deutung und verdienen die Beachtung aller hes­sischen und hessen-nassauischen Heimatfreunde. Den größten Teil der Beiträge hat der Her­ausgeber Dr. Martin mit unermüdlichem Fleiß selbst beigesteuert, darunter vor allem solche zur Geschichte der Bad-Rauheirner Saline und solche zur allgemeinen Salinenkunde. Mit wertvollen Aufsätzen erscheint u. a. auch wieder Lehrer Schutt (Ossenheim) und Beigeordneter Kissel (Dad-Rauheirn), letzterer mit zwei größeren Ar­beiten über die Geschichte des heimischen Eisen­bahnwesens und über alte Landeshoheitszeichen in Oberhessen. Der Verleger hat keine Opfer gescheut, damit auch der neue Band wieder mit wertvollen Abbildungen ausgestattet werden konnte. Das neue Jahrbuch gehört wie seine Vorgänger in jede Heimatbücherei.

»Weshalb maskieren wir uns?" Diese in der jetzigen Faschingszeit nicht unintereifanle Frage untersucht Prof. Dr. Erich Stern in der neuesten Rümmer 4375 der Illustrirten Zeitung (Verlag 3. 3. Weber, Leipzig). Er zeigt, wie jeder Mensch einmal, und sei es nur im Faschingsscherz und -spiel, das verwirklichen möchte, was ihm als 3deal vorschwebt, und was das reale Leben ihm versagt hat. Ein wenig Phantasie, ein bißchen Schöpferkraft und die moderne Frau tritt als Buschmädchen, als Lotte- Prihel-Puppe oder als Pierrot auf, oder sie kehrt zurück zurguten alten Zeit" und erscheint in einem Alt-Wiener Kostüm. Diese und viele andere Faschingskostüme in farbiger und ein­farbiger Wiedergabe sind im vorliegendem Heft zu zwei reizvollen Tableaus zusammen­gestellt.

Verschuer, Priv.-Doz. Dr. med. Frhr. Otmar v., Sozialpolitik und Rassen­hygiene. Pädag. Magazin, Heft 1220. Langen­salza, Hermann Beyer & Söhne (Beyer & Marrn). Preis 0,90 Mk. (509) Das Heft vermittelt eine vortreffliche übersichtliche Schau und Ver­ständnis für die Beziehungen zwischen Sozial- polittk und Rafsenhygiene und ihre praktischen Gegebenheiten. Die Zukunft unseres Volkes wird wesentlich davon abhängen, daß dieses Verständ­nis in allen Devölkerungsschichten geweckt wird.

Letzte Nachrichten.

K.-o.Eieg

des Rutschen Soxers Echmellng in Amerika

Newark (Neujersey), 22. Dan. (DTV. $unf- spruch.) Der deutsche Boxer Max Schmeting siegte in dem Kampf gegen Pietro Lorri in der ersten Runde nach 62 Sekunden durch k. o.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die dinier den Papieren ange'iübtten Ziffern geben die Höhe der zu'.ehi befchlossenen Dividende an. - Reichsbankdislom 6,5 Prozent, LombardzinSfuh 7,5 Prozent.

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