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TheaKrbeirlMeme'Maff Darmstadt-Minz?
Gine Darmstädter Darstellung.
Die Hessische amtliche Pressestelle teilt unS mit: Der Fehlbetrag deS Hessischen S? o n - deSthea terS hat trotz sparsamster Wirtschaftsführung eine Höhe erreicht, die für die Tröger dcS Instituts nicht mehr tragbar ist ein Vorgang, wie er an allen gemeinnützigen Bühnen in Deutschland festzustellen ist. Die Aegierung und die Generaldirektion des Landestheaters sind daher schon lange mit der Prüfung der Frage befaßt, wie sich der Fehlbetrag ohne allzugroße Schädigung des künstlerischen Niveaus der Leistungen senken läßt. Es ergaben sich zwei Möglichkeiten: einmal die Ersparungen in dem Betrieb selbst, die sich natürlich in wesentlichen Einschränkungen auS- wirken, müßten, dann aber die Verbindung mit benachbarten Bühnen in Form von Gemeinschaftsbetrieben oder A u S - taufchga st spielen. Es haben eingehende Berhandlungen r. it den Theaterverwaltun^en und Bühnen des Ah.in-Mainischen Gebiets (tätige- sunden, die zu dem Ergebnis geführt haben, daß ein Zusammengehen mit dem Main- ze r Stadttheater dir größte Aussicht auf Verwirklichung hat. DaS Siadtthentar Mainz ist ohne Hilfe von anderer Seite nicht mehr in der Lage, feinen Betrieb in dem seitherigen Umfang mit den drei Spielgattungen, Schauspiel, Oper und Operette, au, rechtzuerhallen. Dagegen bietet eine Zusammenarbeit mit Darmstadt, und zwar durch Einbeziehung des Stadt- thcaters Mainz in einem Geme'.nfchafts- betrieb unter einheitlicher Leitung als Landestheater Darmstadt — Mainz die Aussicht, daß Mainz in dem Genuß sämtlicher Spielgattungen bleibt und daß die künstlerischen Leistungen der gemeinsamen Bühne, ge
messen an dem Standard der Darmstädter Bühne, keine Einbuße zu erleiden brauchen. Eine Reihe von außerordentlich schwierigen Vorfragen milf.en geklärt werden, und zwar solche finanzieller, künstle ischer, organisatrr scher, beir ebsle ni'cher und nicht zuletzt sozialer Art. Es ist selbstoer- ständlich, daß ein solcher Gemelnschastsbetrieb ohne Einschränkungen In den verschiedenen am Theater beteiligten Berufsgruppen nicht einzurichten ist. Zu irgendeiner auch nur grundlegenden Festlegung, insbesondere auch über eine künftige Verteilung der Spielgattungen auf beide Bübnen, ist es bis jetzt nicht gekommen. Presse- nachrichten, die hierüber bereits Mitteilung machen, find nicht zutreffend. Die Oesscntlichkeit wird rechizeitig unterrichtet tocr'en, sobald die Verhandlungen soweit geklärt sind, daß eine authentische Mitteilung gegeben werden kann.
Einzelheiten aus Mainz.
WSV. Mainz, 20. Dez. 3n einer Pressebesprechung gab Bürgermeister Hi emenz einen Lleberbliek über d'.e seit Jahren zu Rat'o alisie- ruags- und E.spar.ismaßnahmen gepilogenen Verhandlungen zum Zwcck: einer Zusammenlegung der Theater im rhein-maini- schen Wirtschaftsgebiet, die j:tzt dazu gesührt haben, daß die Städte Mainz und Darmstadt und der hessische Staat in Verhandlungen eingctr:ten sind, um dis Darmstädter und Mainzer Bühne zu einer Betriebs- aemeinschaft umzuwanheln. Tie Verhandlungen haben zu einem gewissen Ergebnis gesührt. Danach sollen die beiden O r ch e st e r, wenn auch in verkleinertem llmfa g. in Darmstadt und Mainz erhalten bleiben, so daß sie bei Konzerten und großen Opern sich gegenseitig ergänzen müssen. Das Personal von Oper und Schauspiel soll zusammengelegt wer
den. Dadurch Netzen fch De'rl^b^r'parT-rsfe erzielen, ohne die lünst.erische O-ua.Eät d:r Darbietungen zu becinträcht grn. Sieber die Frage, wohin nun Oper und Schauf-iel gelegt werden sollen, feien noch keine endgültigen Be'ch'üsfe gefaßt. Darmstadt wird wahrschem ich die Oper und Mainz Schauspiel und Operette erhalten. Auch Chor und Ballett in beiden Städten müssen sich Herabsetzung ihrer Stärke gefa.len lassen. Aach d.n Be- reebnungen von Bürgermeister Hiemenz scheine diese Lösung der einzige Weg zu fein, um die beiden Bühnen zu erhalten, w.'nn auch unter immer noch beträchtlichen finanziellen Opfern.
Die B flechungsaffäre keim Sronffurfer Hochbauami.
WSA. Frankfurt a. M, 2). Dez. Wie bereits mitgeteilt, sind sieden Beamte des Hochbau a m t e s wegen passiver Bestechung ihres Dienstes enthoben worden. Wie es heißt, handelt es sich um Bauführer, Inspektoren und Oberinspektoren. Die betreffenden Beamten scheinen ein stilles llcbvrelniommcn untereinander und mit den Handwerkern getroffen zu haben, nach dem sie bei Vergebung von Arbeiten einen best imm ten Satz bekamen. Da ür wurde dann dem betreffenden Handwerker drr Auftrag zugeschoben. Zuletzt wurden 1 0 Prozent der AuftragSsumme gefordert und auch bezahlt. Man nannte diesen Satz nur noch »Zehnt", und die Beamten hatten mit den Handwerkern bereits Türen ausgemacht, an denen sie an den Zahltagen der Stadt an die Handwerker bereitstanden, um ihren .Zehnt" In Empfang zu nehmen. Teilweise gingen die Beamten soweit, ihren „Zehnt" auf telephonischem Wcge einzufordern mit der Bemerkung: ,W o bleibt mein Geld!" Wer sich weigerte, die Abgabe zu zahlen, fand keine Derücksich- tlgung mehr bei der Arbeitsvergehung. Die
Anzeige ist von einet Firma erfolgt, die früher feLft die Schmiergelder gezahlt hatte. Slabtrak May halte schon längere Zeit Verdacht, daß bei der Vergebung der 21t Seiten etwas nicht stimme. Er konnte a cr erst jetzt einschreiten, nachdem sich der Verbacht durch Beweise verdichtet hatte. Die maßgebenden Stellen haben den festen Wil en, Klarheit und Sauberkeit zu schaffen, und Stadtrat Ma) hat auch die Ha rd- werkslammcr ge c en, an der Aufdeckung der Sache nach Krästen niitzuhelfen.
Spielplan ver frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag. 22. Dez., 20 618 22.45 illjr: Cavalleria rujti:ana. Hierauf: Der Bajazzo. Montag, 23. Dez.. 19 bis 23 Llhr: Lohengrin. Dienstag, 21. Dcz.: Geschlossen. Mittwoch, 25. Dez.. 18.30 btS 22.33 Uhr: Lohengrin. Donnerstag, 26. Dez.. 15.30 bis 17.33 Uhr: Hänsel und Gretel. 19.33 bis 22.15 Uhr: DaS 1 and des LächelnS. Freitag. 27. Dez.. 19.30 bis gegen 23 U'c: Aida. Samstag, 23. Dez., 19.30 bis gegen 23 Uhr: Die Caubcrflöte.
Schauspielhaus. Sonntag, 22. Dez., 16 bis nach 18 llfjr: Hui, wir sausen um die Welt. 20 bis gegen 22.33 Uhr: Cvankali. Montag. 23. Dez., 15 bis gegen 13 Uhr: Die anders Selle. 20 bis gcen 22.15 Uhr: Marius ahoi! Dienstag, 24. Dez.: Eeschwfsen. Mittwech, 25. Dez., 15.30 bis 17.30 Uhr: Hui, wir sausen um die Welt. 20 bis gegen 22.33 Uhr: Komödie der Verjüngung. Donnerstag, 23. Dez., 16 bis nach 18 Uhr: Katharina Knir. 23 bis gegen 22.15 Uhr: Marius ahoi! Freitag, 27. Dez., 16 bis nach 18 Uhr: Hui, wir sausen um die Welt. 20 bis gegen 22.15 Ufjt: Marius ahoi! Samstag, 28. Dez., 16 bis nach 18 Uhr: Hui, wir sausen um die Welt. 20 bis gegen 22 llfjr: Brülle China.
Sprechstunden v:r Redaktion.
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