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Aus der provinzialbauptstadt
Gießen, den 21. Dezember 1929.
Oie Sonne steigt wieder!
Jur Wintersonnenwende.
Stumm und verlassen liegen Wald und Flur. Die Zeugen der Sommerherrlichkeit sind vom unbarmherzigen Hcrbststurm, der wütend dahin- jagte, herabgeriifen worden. 3äh und erschreckend fegte der Wind durch die leeren Kronen und riß nieder, was welk und müde war. Gepeitschte Wolkensehen rasten am Himmel, kalte Regenschauer stürzten auf uns herab.
So will es der Winter. Gr wünscht einen reinen Tisch, ehe er einzieht. Run hat er seinen Einzug gehalten mit ansehnlichem Frost, und vielleicht schon bald, wie aus einer weichen Regung über das trostlose Bild ringsum, werden große Flocken fallen und alles wunderbar neu gestalten. Dem wüsten Sturmgeheul wird eine große Stille folgen.
Auch im Herzen der Menschen. Gar mancher Wunsch wurde vergassen, manche Hoffnung zu Grabe getragen. Biele werden müde dem Schneefloaentreiben zuschauen und im warmen Zimmer die Ruhe genießen, zurückschauen auf arbeitsreiche, heiße Tage.
Aber tauchen da nicht auch sonnige Bilder auf, Stunden, die wir einst erlebten, als wir am Waldrand eifrig Holz zusammentrugen für das Sonnwandfeuer? ilnö dann: in der milden Sommernacht standen wir im Schein der heiligen Fiamme, zauberhaft eingehüllt von einer uralten, geheimnisvollen Macht. Doller Andacht, uns eins fühlend mit der lebendigen Ratur, hörten wir den Feuerspruch. Weit, weit zurück gingen unsere Gedanken, zu unseren Dorfahren, die vor Zeiten ebenso auf DergeShöhe standen und das Fest der Sonnenwende begingen. Für sie waren die Tage des Hochsommers und auch die der langen Rächte heilige Zeit. Zur Sonne schauten sie auf. zur Lebensspenderin.
War dann dar kürzeste Tag gekommen, traten sie wohl zusammen zum Gericht und zum Opfer. Ueberall flammten dann die Höhenfeuer auf zum Zeichen, daß nun die Sonne wieder höher steigt. Wohl war das Sommersonnenwendefest, inmitten der grünenden und blühenden Ratur, das hellere, das frohere. Aber die Wintersonnenwende wurde dafür ernster und dankbarer gefeiert. Rach langen trüben Tagen, an denen oft noch dunkle Rebel alles in ein graues Einerlei hüllten, sollte nun endlich wieder das goldene Himmelslicht erscheinen und die Tage verlängern. Daldur, der Gott des Lichtes, kehrte wieder!
Wir kennen die uralte Sage von Daldurs Tod/ Er. der milde, gütige Gott, wird die Erde und das Leben vor dem Untergang bewahren. Freia, feine Mutter, läßt alle Wesen der Erde schwören. daß sie ihrem Lieblingssohne nichts zu Leide tun. Bei dem großen Feste, das die Götter aus Freude darüber veranstalten, soll nun die Unverletzlichkeit Daldurs gezeigt werden. Alle Waffen, alle Geschosse prallen an dem Lichtgott tab. Hell und leuchtend steht er da. Doch Loki, der Gott des Reides und der Zwietracht, sieht es nur mit Unbehagen. Er weih, daß Freia bei dem Treuschwur ein Wesen vergessen hat. die schmarotzende Mistel. Sie hat den Eid für Daldurs Schuh nicht abgelegt. Ein Zweig von ihr. den Loti dem blinden Hödur. einem Druder Daldurs, auf den D gen leg! tötet den strahlenden Sonnengott. Der Winter siegt über den Sommer. Sonne und Leben fallen in tiefen Schlaf.
Aber wie die Pslan-en nach dem Licht drängen, so ging auch die Sehnsucht der ersten Menschen nach der Sonne. Ohne sie konnten sie nicht leben. Die Sonne war ihr Gott. Es ist ein steter Kampf zwischen Licht und Dunkel, zwischen Gott und Teufel, -wichen Gut und Döse. Wintersonnenwende aber bringt dann die Erlösung von der Qual der langen Rächte. Cs ist ein Freudenfest, eine Feier bei flammendem Holzstoß. Das Licht siegt über die Finsternis, Daldur kehrt wieder. Wohl liegt die Welt noch im tiefen, winterlichen Schlafe, überdeckt mit einem Leichentuche. Darunter aber keimt sprossendes Leben.
Missionare kamen, brachten neue Lehre, verkündeten die Religion der Liebe. Alte geweihte Bäume und Opferstätten wurden zerstört, aber unverändert stiegen die Flammen der Sonnenwendfeuer zum Himmel. Da strahlte plötzlich ein neues Licht hinein in die dunilen Äebeltage.-Die Sehnsucht der Menschen schaute nach einem
andern Stern, bas Kind von D e t l e h e m war erschienen. So verschmolzen alter Raturglaube und christliche Lehre...
Wir feiern die geweihte Rächt beim strahlenden Lichterbaum, umringt von der fröhlichst Kinder- schar. Wir schauen auf zu den kleinen Flammen, gedenken der Dorfahren beim leuchtenden Sonnwendfeuer im dunklen Winterwald und hoffen wie sie auf kommende, freundliche, lichtüberstrahlte Tage. P.
Unsere Z.lustlierie.
Die 3 Huff vierte des Gießener 21 n - Zeigers, die regulär am Samstag, 21.Dezember, erscheinen würde, wird als weihnachlsnummer der am Dienstag, 24. b. 2H., erscheinenden Ausgabe unseres Blattes beigelegt werden.
Oer Volksentscheid.
Für den am morgigen Sonntag stattfindenden Volksentscheid sei für die Stadt Gießen auf folgendes hingewiesen:
1. Auf Grund der erlassenen Aenderungsver- ordnung zur Reichsstimmordnung sind die seitherigen Abstimmungsbe-irke in drei Bezirke zusammengelegt worden. Diese Bestimmung ist nur für den Volksentscheid maßgebend.
2. 2m Wahllokale sind durch Schilder die seitherigen Abstimrnungsbe'irte erlenntlich gemacht, so daß jeder Stimmberechtigte den für ihn maßgebenden Bezirk sofort finden kann: der 216 - stimmungsbezirk A (Wahllolal in der Pestalozzis^ule, Knabenschule. Rordanlage 8 — Lehrerzimmer —) umfaßt die seitherigen 2T6» stimmungsbe'irke 1, 2, 3. 4, 5 und 16; der 216- stimmungsbezirk B (Wahllokal Al eK i.T, Liebmstraße 16, Eingang Hauptpor'cl, Saal Rr. 10) umfaßt die seitherigen Abstirnrnungs- bezirke 6. 7, 8. 9, 12 und 17; der 216 ft i m - mungsbezirk C (Wahllokal Stadthau', ©ar- tenstraße 2, Altes Birgermci'teroigebäude, Zimmer Rr. 7), umsaßt die seitherigen Abstirnrnungs- bezirke 10, 11, 13, 14. 15 und 18.
3. Der Stimmberechtigte hilft bas Wahlgeschäft erleichtern, wenn er zuerst seine Wohnung, dann seinen Hamen und Beruf nennt.
4. Wahlberechtigte mit Stimmscheinen stimmen nicht auf Grund der Stimmkartei, sondern unter 2lbga6e eines Stimmscheins ab.
5. Die Abstimmung geschieht, indem auf dem Stimmzettel, der im Wahllokal aus^.ehändigt wird, in den Kreis für „3 a" oder „R e i n“ ein Kreuz gesetzt wird. Die Kennzeichnung des Stimmzettels hat in der Absonderungsvorrichtung zu geschehen. Der Wahlumschlag mit dem gekennzeichneten Stimmzettel ist alsdann dem Abstimmungsvorsteher zu übergeben.
Wechnachts- und Aeujahrspoflverkehr in S eßen.
Beim Postamt Gießen ist der Dienst für Weihnachten und Reujahr wie folgt geregelt:
Sonntag, 2 2.Dezember: Schalterdienst wie Sonntags, Paketannahme 8 bis 12 und 14 bis 18 Ahr, Briefkastenleerung und Orts-Briefzustellung wie Sonntags, Ortsgeldzustellung fällt aus, Orts-Paketzustellung vormittags, Landzu- stcllung fällt aus, Verzollung der Weihnachts- Pakete (Abfertigung beim Hauptzollamt) erfolgt nicht.
Dienstag, 2 4. Dezember: Schalterdienst von 8 bis 12 und 14 bis 16 ilfjr für alle Sendungen, von 16 Ahr ab nur noch Telegramme und Gespräche, Briefkastenleerung wie Werktags, die beiden letzten Leerungen fallen jedoch aus, Ortsbriefzustellung und Ortsgeldzustellung wie Werktags, ebenso Ortspaketzustellung und Landzu- stcllung, Verzollung wie Samstags (8 bis 12,30).
Mittwoch, 25. Dezember (1. Weihnachtstag), Schalterdienst wie an Sonntagen, Briefkastenleerung: außergewöhnliche Leerung von 6,15 bis 7,30, die Leerung von 8,30 bis 9,45 Ahr fällt aus, nachmittags wie Sonntags, Ortsbriefzustellung wie Sonntags, Ortsgcldzustellung fällt aus, Ortspaketzustellung erfolgt vormittags, Landzustellung: Brief- und Paketzustellung nach allen Landorten, Verzollung von 10 bis 11 Ahr.
Donnerstag, 26. Dezember (2. Weih- nachtskag): Schalterdienst wie Sonntags, Briefkastenleerung wie Sonntags, Ortsbriefzustellung, Ortsgeldzustellung, Ortspaketzustellung und die Landbestellung fallen aus, auch eine Verzollung findet nicht statt.
Mittwoch. 1. Januar (Reujahrstag): Schalterdienst wie an Sonntagen, D.iefkasten- lcerung wie an Sonntagen, Ortsbriefzustellung nach Bedarf, mindestens eine Zustellung vormittags, Ortsgeldzustellung findet statt, ohne Rachnahme und Postaufträge, Ortspaketzustellung findet nicht statt, Landzustellung: nach allen Landorten erfolgt Briefzustellung, Verzollung findet picht statt.
Grcs;c:rcr Wochcnrnarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 210 bis 220, Matte 30 bis 35, Wirsing 15 bis 23, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 12 bis 15, Spinat 25 bis 35, Anter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat KO bis 120, Tomaten 50 bis 80 Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4,5 bis 5, Aepsel 10 bis 15, Dirnen 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 50 bis 80. Honig 40 biS 50 junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 120 bis 140 Pf. das Pfund; Käse (10 S.ück) 60 bis 140 Pf.; Tauben 70 bis 90, frische Landeler 19 bis 2), Kisteneier 17 bis 18, Blumenkohl 50 bis 100, Endivien 10 bis 40, Ober-Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück; Kartoffeln 3,80 bis 4, Wirsing 10 bis 12, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 10 bis 12, Aepfel 10 bis 12, Dirnen 8 bis 10 Mk. der Zentner.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag, l. Reichs ur-,sch.i k esellfchaft „Gabel^b.rger" und Dan.enabteilung: We hnachtsfe'.er, „Stadt Lich".— Geflügel- und Vogelzuchtverein Gießen und Um# ccgenb: Monatsversammluna. 20 Ahr, im „Hessischen Hof". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Seelenverkäufer" und „Ein besserer Herr". — Astoria-Lichlspiele: ..Der 13. Geschworene" und „Hütet euch vor leichten Frauen".
— Tageskalender f ü r Sonntag. Stadttheater: „Das tapfere Schneiderlein" 15 bis 17,30 Ahr; „Scribbys Suppen sind die besten" 19 bis 21 Ahr. — Quartett-Verein Gießen e. V.: Weihnachtsfeier, Saalöffnung 18,30 Ahr. — Tv. 1846: Weihnachtsfeier, 16 Ahr, für Schülerinnen und Schüler (Kinderabteilungen) des Vereins. — Verein der Elsaß» Lothringer: Weihnachtsbescherung, Aniversitäts-Cafe 16 Ahr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Seelenverkäufer" und „Ein besserer Herr". — Astoria-Lichlspiele: „Der 13. Geschworene" und „Hütet euch vor leichten graue**".
— Aus dem S t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird ua^ geschrieben: „Tobias Wunderlich", die dramatische Legende des jungen österreichischen Dichters, ist bereits zu Aufführungen in Budapest in ungarischer und in Amsterdam in holländischer Sprache angenommen. Wie mitgeteilt wurde, ist Heinz Ortner für fein Werk durch Verleihung des Tichterpre.ses der Gemeinde Wien ausgezeichnet worden. Musikalische Einführung: Kapelle Husemeher. — Sonntag, 22. Dezember, 15 Ahr: „Das tapfere Schneiderlein". — 19.00 Ahr: „Scribbys Suppen sind die besten".
**■ Adventskonzert. Das für den vergangenen Sonntag vorgesehene Adventskonzert auf dem Lindenplatz mußte wegen ungünstiger Witterung ausfallen. Das gleich Programm wird unter folgenden Aenderungen am morg.gen Sonntag, 22. Dezember, am Seltersweg, gegenüber dem Verkehrsbureau, nachmittags um 3.30 Uhr ftatb inben. Vortragsfolge: 1. „Der Heiland kommt, lob- inget ihm", Frankfurt a. M. 1599, Melodie: Wie djon leuchtet der Morgenstern, von Ph. Nikolai. 2. „Hoch tut euch auf" von Chr. W. Gluck. 3. „Weihnachtsfeier" (Fantasie) von G. A. Walser. 4. ,Heims Abendfeier" von E. Ruh. 5. „Der Her ist mein Hirte" von B. Klein. 6. „Aus Judas Makkabäus" (Tochter Zion freue dich) von Händel.
** Weihnachtspostverkebr im Gießener Hauptzollamt. Die Amtsräume des Hauptzollamts Gießen find am 25. d. M., dem ersten Weihnachtstage, vormittags von 10 bis 11 Uhr, zur Abfertigung von aus dem Auslande eingehenden Weihnachts-Postpaketen geöffnet.
**DieMufeen find am morgigen Sonntag geschloffen.
* Oberhessischer Kun st verein. Die Weihnachtsausstellung: „K ü n ft l e r h i l f e 1929“ ist nur noch morgen, Sonntag. 22. Dezember, von 11 bis 1 Ahr vormittags und 3 bis 6 Ahr nachmittags, sowie am darauffolgenden Montag
von 11 bis 1 Ahr geöffnet Der Ausstellungsraum bleibt dann bis Montag, 30. Dezember, gc- sch.ossen. von welchem Tage an die in der gestern stattgehabten Ausspielung gezogenen Gewinne. insoweit sie nicht schon am 22. und 23. Dezember abgeholt worden sind, in Empfang genommen werden können. (Siehe Gewinnliste im Anzeigenteil des heutigen Blattes.) Der Besuch der Ausstellung sei nochmals warm empfohlen.
*• Jugendschöffen für das 3ahr 1930. Dei der Auslosung der 3ugendschöffen für 1930 wurden folgende Personen für dieses Amt bestimmt: 1. Für das Große 3ugendgericht: 3ohannes Weller. Zimmermeister in Leihgestern; Christoph Schweißguth, Kaufmann in Grünberg; Fritz Otterbein, Lehrer in Gießen; Ernst Schäfer. Apotheker in Gießen; Adam Tischer, Schreiner in Riederweisel; Christine Ottilie, Hausfrau in Gießen, Schanzenstraße. 2. Für das K l ine Jugendgericht: Georg Rennert, Schneider in Gießen, Wolkengosse; Ernst Klinkel, Schlosser in Lollar; Wilhelm Conrad, Reichsbahnassistent . in Gießen; Heinrich Ley, Oberwerkmeister in Gießen; Luise Peters, Hausfrau in Gießen, Bahnhofstraße; Friedrich Rinn 111., Glaser in Heuchelheim; Mgrgarethe Schreiner, Witwe, in Alten- Duseck; Philipp Hofmann, Lehrer in Lang-GönS.
** DieFünfziger 1880 —1930 werden im heutigen Anzeigenteil zur Gründungsversammlung auf nächsten Samstagabend eingeladen. Interessenten feien auf die Anzeige besonders hingewiesen.
** „Billig sein, n ich t billig scheinen!" Der Reichsvervand für Herren- und .Knabenkleidung verbreitet zur Aufklärung des Publikums eine Mitteilung über Warenpreise, in der es heißt: Es wäre verfehlt, wenn sich der Kunde nur durch sogenannte billige Preise beeinflußen ließe. „Billig" ist bekanntlich ein sehr relativer Begriff. Ein Anzug oder Mantel, der spottbillig angevoten wird, ist unter Umständen infolge feiner geringen Qualität und schlechten Verarbeitung horrend teuer. Leider besitzt die männliche Kundschaft meist nur sehr geringe Waren- kenntnis und läßt sich allzu leicht durch äußeren Schein blenden. Auch unsere jüngeren Hausfrauen, die zum großen Teil vor ihrer Ehe in irgendeinem Berufe tätig waren, stehen heute der Ware kritikloser gegenüber als ihre Mütter. Jeder denkende Mensch muß sich sagen, wenn er auch nicht mit fachmännischem Blick die schlechte Jnnenverarbeitung und den m':nverwertigen Stoff ohne weiteres erkennt, daß ein reeller Kaufmann güte Ware nicht verschleudern kann. Der Laie führt die auffallend niedrigen Preise stets auf einen besonders günstigen Einkauf zurück. Die „besonders günstigen Gelegenheiten", wo der Kaufmann zu anormalen Preisen einkaufen kann, sind aber naturgemäß selten. Für einwandfreie, moderne, gut verarbeitete Waren müssen auch angemessene Preise bezahlt werden. Das ist ein ehernes Gesetz, an dem weder der Kaufmann noch der Verbraucher rütteln kann. Man sollte annchmen, daß keine noch so geschickte Reklame den Käufer über diese unabänderliche Wahrheit hinwegtäuschcn konnte. Selbstverständlich wird jede Firma, die auf ihren Ruf bedacht ist. darauf achten, sowohl im Inserat als auch in der Schaufensterdekoration jede Uebertrei- bung oder gar Unwahrheit zu vermeiden, die vielleicht nur für den Fachmann ersichtlich ist. Sie wird nach dem Grundsatz handeln: Billig sein, nicht billig scheinen!
Berliner Börse.
Berlin, 21. Dez. (WTD. Funkspruch.) Der heutige Frühverkehr lag abwartend und völlig geschäftslos. Kurse waren noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man London gsgen Paris 123,90, London gegen Mailand 93,24, London gegen Spanien 35,35 zu 35,45, London gegen Amsterdam 12,1050, London gegen Schweiz 25,0940, London gegen Kabel 4,8820 zu 4,8825. London gegen Berlin 20.38 zu 20,3825, Kabel gegen Berlin 4,1745, Tokio gegen Kabel 49.
Ludwigs.- Brunnen <jroß.-Kurben
A A A Bewährt bei Gicht Dia- bet es, Grieß-, Klein . Nieren- und Blasenleiden, bei Grippe und Katarrhen nebst deren
■Ä' gS= Folgen, bei Sodbrennen und ▼ TT Magensäure.
Niederlaget Jean Weisel/ GieBen, Bonnenstraße 6/ Telephon Nr- 3888- 10230V
Mercedes-Benz Typ „Stuttgart”
in aller Welt genießt
Lassen Sie bei der Wahl Ihres Kraft wagens nicht allein den Preis, sondern nur den wirklichen Gegenwert, den Sie für den Preis erhalten, ausschlaggebend sein. Entscheiden Sie sich nicht, ohne Mercedes-Benz geprüft zu haben.
DAIMLER-BENZ A.-G., Verkaufst eile GIESSEN, Bahnhofstraße 90/92
3181V
ERTRAUEN ZUR MARKE t
kann auch die beste und lauteste Reklame nicht schaffen, wenn es nicht durch wirkliche Leistungen gerechtfertigt ist Die glänzenden Erfolge bei den schwersten Internationalen Prüfungsfahrten, die vielen Siege bei in- und ausländischen Schönheitswettbewerben, täglich eingehende Anerkennungsschreiben aus dem Kreis von über 15OOO Besitzern, der trotz der Wirtschaftskrisis um mehr als 20°/. gegenüber dem letzten Jahr gestiegene Absatz, haben das Vertrauen begründet, welches
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