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einem weiteren Fall drohte et einem Hand­werker in Frankfurt a. M., er mache ihn und seine (Braut im Stammlokal und bei den Haus- leuten schlecht, wenn er von ihm kern Geld bekomme. Der Angeklagte pa^ stoar zu, die (Brie e geschieben zu haben; es habe ihm aber fern gelegen, die Leute erprc.sen zu wollen; sie sollten nur gewarnt werden.

2luch die Stralkammer hielt den Angeklagten einwandfrei der versuchten Erpressung

in den drei Fällen für überführt und die er­kannte Stra,e für angemessen. Seine Berufung wurde verworfen. Dagegen wurde auf die Be­rufung der Staatsanwaltschaft hin auf drei­jährigen Ehrverlust erkannt. Aus dieser und der früheren G rafe wurde schließlich eine Ge­samtstrafe von einem Jahr vierMo- naten Gefängnis gebildet.

Obstausstellung in Wieseck.

Don den sieben Obstausstellungen, die im Laufe des Herbstes im Kreise Gießen stattgefunden haben, ist die von Wieseck am vorigen Sonntag im Saale der Gastwirtschaft Dorfeld die letzte. Gleichzeitig auch die erste in diesem an Ein­wohnerzahl bedeutendsten Landorte Hessens. Sn Bezug auf (Reuanpslanzungen von Obstbäumen dürfte Wieseck, trotz der teilweise recht ungünstigen Bodenverhältnisse, im ganzen Lande mit an aller­erster Stelle stehen.

Diese erfreuliche Entwicklung, die bei der un­mittelbaren Aähe der Stadt fast selbstverständ­lich erscheinen muh, ist, wie der Borfitzende des Wiesecker Obst- und Gartenbauvereins, Rektor Petry in seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung betonte, durch einmütige Zusammenarbeit von Verein, Gemeindevorstand und Bevölkerung er­reicht toorcen und die, wie Bürgermeister S ch o m - berin der Erwiderungsrede ausdrücklich betonte, auch in Zukunft tatkräftig gefördert werden soll. Regierungsrat Wolf, als Vorsitzender des Kreis - Obst- und Gartenbauvereins, gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß er auf das an­genehmste überrascht sei durch die G.te und Menge des prachtvollen Obstes, sowie die glück­liche Anordnung und Raumausnützung bei dieser Ausstellung, die ein einheitliches und übersicht­liches Bild über die beachtenswerten Leistungen auf allen Gebieten des Wiesecker Obstbaues böten. Er wünschte dem Verein und der Gemeinde Gli ck und gab der Hoffnung Ausdruck, daß wir durch weiteren Fleiß in der beschrittenen (Richtung bald dahingelangen möchten, daß die. Güte des er­zeugten Obstes sich den Markt erobern und soviel schönes Obst erzeugt werde, daß das Wortreell" allgemein zur Sclostverständlichkeit werde, gegen­über dem Käufer, weil dessen Llebervorteilung sich dann nicht mehr lohne. Dann werde der Auf:Eßt deutsches Obst!" erfüllt sein. Obstbau­inspektor C n ck l e r, in dessen Händen die Leitung der Ausstellung lag, brachte als Vertreter der Landwirtschaftekammcr, für die Landtagsabgeord­neter Fenchel, Ober-Hörgern außerdem noch er­schienen war, der aber erst später eintraf, dem Verein die besten Wünsche zum vollen Erfolg der Veranstaltung dar. Man sei zunächst sehr zag­haft, dann aber um so energischer an die Auf­gabe herangetreten. Er dankte allen, die mit viel Fleiß die Sache unterstützt haben.

Bei dem an die Eröffnung sich anschließenden Bund gang erläuterte Herr (Sudler die Ein­teilung in Gruppen, von denen die erste den Wettbewerb um die beste Leistung in drei Sorten Tafeläpfeln umfaßte. Hm die von der Land­

wirtschaftskammcr anerkannten Sorten, Doskoop, Blenheim und Gelber Edelapsel herauszuheben, mußten diese mit einigen Punkten höher be­wertet werden als die Aebensorten ©olDparmäne, Harberts und Holländer (Renette. Sn der Ab­teilung Wirtschaftsobst, wo als Hauptsorten Sakob Lebel, (Rheinischer Bohnapfel und Ge­flammter Kardinal zu gelten hatten, ist ebenso verfahren worden. So hofft man mit der Zeit die angestrebte Vereinheitlichung immer mehr in alle Devölkerungsschichten zu tragen, um in Verbindung mit der Hmpfropfungs-Hn- ternehmung das Auslandobst nach und nach zu verdrängen. Birnen waren schwach vertreten. Die GruppeSortierung" zeigte gu­ten Willen, die Liebhaberabteilung jene früher allgemein beliebte Buntheit größerer Obstsorti- mente, darunter aber auch sehr schöne und präch­tig entwickelte Früchte.

Daß auch die Ob st Verwertung im länd­lichen Haushalt erfreuliche Fortschritte auf- weisen konnte, bewiesen eine große Anzahl reich­haltiger Einsendungen einwandfreier Konserven. Man sollte in Zukunft aber zum Verschluß der Gläser kein Zeitungspapier mehr verwenden, weil dies das ungeeignetste Material ist; ein Wunsch, der auch in der Preisbewertung zum Ausdruck gebracht werden mußte. (Richt auf der Höhe steht noch die Herstellung von Haustrunk aus (Beeren- früchten, ein Umstand, der die Forderung der Süßmostbereitung im Haushalt dringend nahe­legt. Möchte der Verein in dieser Hinsicht fein möglichstes tun, nicht allein um das viele minder­wertige und Fallobst der Ernährung zuzuführen, sondern auch im Sntereffe der Heranwachsenden Sugenö.

(Richt unerwähnt darf eine Sondetausstel­lung der Baumwärter bleiben, die alle Pflanzenkrankheiten umfaßte, wie sie sich zur Zeit an den Gemarkungsbäumen dem aufmerksamen Beschauer zeigen. Sie gehörte, wie (Regierungsrat Wolf in der Eröffnungsrede hervorhob, zu den besten Leistungen, da sie, mit Lust und Liebe in Verbindung mit Sachlenut.is zusammengetragen, so vollständig noch auf keiner Ausstellung zur Schau gestellt worden ist. Hier konnte man die Zerstörungen durch Baumpilze, wie auch diese selbst, die verderbliche Tätigkeit der Splint- und Borkenkäfer, den Frostnachtschmetterling in beider­lei Geschlecht, Daumweißling-, (Ringelfpinner­und Schwammspinnernester, Blutlaus, Schildläuse, Krebs, Gitterrost und vieles andere nebst den üblichen Bekämpfungsmitteln bequem studieren.

Die zahlreichen, zur Verteilung gelangten Preise waren durchweg redlich verdient.

Das Prämüerungs-Ergebnks:

Gruppe Sortierung:

3. Preise: Karl Schneider, Otto Deibel, Wilh. Doll, Ludw. Daupert, Gust. Weller HI.

Gruppe Dk:n:

1. Preise: Aug. Seibert. Ernst Seibert; 2. Preise: Aug Seibert, Gustav Weller IN., Ludwig Benner, Ernst (Bierau. Wilhelm Dierau.

Gruppe Schädlingsbekämpfung:

Ehrenpreis: Ludwig Haas und Wilhelm Laudon:

Gruppe Obstoerwertung:

Ehrenpreis: August Lotz; 1. Preise: Karl Balser, Wilh. Vorfeld. Karl Scheerer, Karl Schäfer XII; 2. Preise: Wilh Voll, Lud­wig Weller I., Frau Gustav Weller; 3. P r e i s e : Ernst Seibert, Karl Post, Sakob Bernhardt, Lina Dierau, Heinrich Denner.

Gruppe Sortierung:

1. Preise: Aug. Lotz, K. Sung; 2. Preise : Wilhelm D-orfeld; 3. Preise: Karl Dellof, Karl Haas, Ludwig Emil Haas.

Gruppe I.

Ehrenpreis. Karl (Balfcr; 1. Preise: Wilhelm Dorfeld, Ludwig Weller. Metzger, Wil­helm Dierau; 2. Preise: Wilhelm Eckhardt, Karl Schreiner, Ludw. Volzel, Karl Haas, Sakob (Bernhardt, Gustav Weller; 3. Preise: Heinrich (Benner, Ludwig Haas, Karl Weller, Lina Küm­mel Wtw., Fr. Wirbelauer, Ludwig Weller, Ludwig Daupert, Daniel Otzwald.

Gruppea.

Ehrenpre is: Karl Dalser; 1. Preise: Wilhelm Dcrfeld, Heinrich Denner, Karl Haas, Karl Weller Vi., Daniel Oßwald; 2. Preise: Ludwig Weller, Metzger, Heinrich Eckhardt, Ludwig Weller; 3. Preise: Friedrich Lotz, Karl Schreiner.

Gruppe verschiedenes Obst:

1. Preise: Karl Lang, Ludwig Emil Haas, Ludwig Haas; 2. Preise: Karl Balser III., Ludwig (Benner, Karl Schr.iner, Friedrich Becker, Karl Dalser III.

Dberbeffen.

Landkreis Greszen.

h Annerod, 19.Nov. Unsere Gemeinde­rechnerstelle ist seit dem 1. Juli d. I. verwaist und wird seitdem von dem Rechner Modus in Wieseck mitoersehen. Der Gemeinderat hat bei einer nochmaligen Abstimmung wiederum den Landwirt Phil. Hammel IX., der auch Gemeinderatsmitglied ist, und zwar diesmal mit acht gegen zwei Stimmen zum Rechner gewählt. Seine Bestätigung dürfte dem­nächst erfolgen.

V Mainzlar, 20. (Rov. Am morgigen 21. (November feiert der zweitälteste E i n- w o h n e r unserer Gemeinde, der Landwirt Ludwig Schwalb I., seinen 82. Geburts- t a g. Der Subilar, der körperlich und geistig noch äußerst rüstig ist, verrichtet noch sämtliche Haus- und Feldarbeit:n. Sein: Ehefrau hat vor kurzem ihr 79. Leb nsjahr vollendet. Sn unserer Gemeinde leben jetzt noch 21 Einwohner, die das

bibllsche Alter von siebzig Jahren überschritte« haben.

O Holzheim, 20. Roo. Das Fest der gol­denen Hochzeit konnten der Landwirt Hart­mann Jäger und Frau, Klara geb. Sarnes, feiern. Der Jubilar ist 73, seine Frau 71 Jahre all. Beide sind körperlich und geistig noch rüstig.

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 19. (Rov. Der diesjährige K a * tharinenmarkt, der gestern uno heute hier stattfand, war nicht so stark besucht als wie in den Vorjahren, insbesondere waren zum gestrigen Krämermarkt wenig Händler erschienen. Auch der Zustrom aus der Umgebung war bedeutend geringer, ältere Leute fehlten fast ganz; dem­entsprechend war auch der Geschäflsve.keyr. Da­gegen war der heutige Ferkelmarkt gut befahren, er war mit 433 Ferkeln beschickt. Be­zahlt wurden für Ferkel bis 6 Wochen alt 33 bis 39 Mk., von 6 bis 8 Wochen 39 bis 45 Mk., über 8 Wochen alte 45 bis 52 Mk. Der Ver­kauf war gut, jedoch wurde der Markt nicht völlig geräumt

Daten für Freitag, 22. November.

Sonnenaufgang 7.28 Uhr, Sonnenuntergang 16 04 Uhr. Mondaufgang 21.43 Uhr, Monduntergang 13.0h Uhr.

1767: Andreas Hofer in St. Leonhard geboren (gestorben 1810); 1780: der Komponist Konradin Kreutzer in Meßkirch geboren (gestorben 1849).

Serunsr Öone.

Berlin, 21. Roo. (WTB. Funkspruch.) Im An­schluß an die Festigkeit der letzten Neuyorker Börsen und gestützt auf Öffnungen weiterer Diskontsenkun­gen, vielleicht schon heute in London und Neuyork, war die Stimmung des heutigen Frühoerkehrs durch­aus freundlich. Kurse waren allerdings noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Kabel 4,8745, London gegen Berlin 20,3875, Kabel gegen Berlin 4,1825.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst In der Synagoge (Südanlage). Samstag, 23. November: Borabend 4.30 Uhr; morgens 9; abends 4.45 und 5.25 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 23. November: Freitag abend 4.10 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.25. Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 4 Uhr.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

kleine Leiden quälen oft außerordentlich. Geradezu sprichwörtlich ist die Unannehmlichkeit der Hämor­rhoiden, mit denen so viele Menschen behaftet sind. Nachdem neuerdings aber die Entstehung der- morrhoidalerkrankungen wissenschaftlich erforscht ist, kann man diese Leiden sehr leicht verhüten. Denn die Bakterien, welche die Hämorrhoidalerkrankungen ver- Ursachen, werden durch Heil, und Schutzstoffe be­kämpft, die aus diesen Bakterien gewonnen werden. Diese Heilstosfe enthält das Posterisan, das man in allen Apotheken erhalten kann; auch wird dort auf- klärende Broschüre über das Posterisan kostenlos ab­gegeben. Originalpackung: Posterisan-Salbe RM. 1,75; Posterisan-Zäpfchen RM. 2,65. 8772v

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