Ausgabe 
21.10.1929
 
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Wäsche

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Oie Zukunst der Adam Opel A.-G

Optimismus hinsichtlich der Entwicklung

Eine Rede Mr. Sloans.

der Automobilindustrie.

Sozialdemokraten: Karl

Landwirt.

es sammelte sich nach und nach eine große Menschenmenge an, die sich auf die Seite der Ruhestörer zu stellen schien. Den Polizeibeamten gesellten sich inzwischen noch andere hinzu, denen angesichts des immer wachsenden Tumults nichts anderes übrig blieb, als drei Ruhestörer, bar» unter die Frau des einen, zur Wache zu bringen.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 11. Ott. Bei einem durch Ruhe­störungen verursachten nächtlichen Straßentumult versuchten zwei Polizeibeamte, die Ruhe wieder herzustellen. Es gelang ihnen aber nicht. Die Ruhestörer wurden immer unbotmäßiger, und

Haftbefehl gegen vier Nationalsozialisten.

WSR. Frankfurt a. M., 19. Oft. Don den in der letzten Rächt durch die hiesige Polizei f e st g e n o mm enen Rationalsozialisten ist gegen vier Haftbefehl erlassen wor­den, während die anderen entlassen wurden.

die derartig enorme Kräfte für die Schaffung von nationalem Wohlstand in sich berge, jede För­derung, sei es von feiten der Regierung, oder in finanzieller Beziehung, oder sonstwie zuteil werden sollte. Sehr wichtig sei auch die ein­gehende wissenschaftliche Untersuchung aller Fak­toren, die zu der - Wirtschaftlichkeit und Ren­tabilität des Automobiltransportes in Beziehung stehen. Schon der Konstrukteur sollte sein vollstes Augenmerk einer möglichst wirtschaftlichen Lei­stung des Wagens widmen.

INaximalabsah des Produktes könne nur dann erreicht werden, wenn die Anschaffungskosten und auch die Betriebskosten möglichst niedrig gehalten werden.

Der Benzinverbrauch sei wichtig, ebenso wichtig sei die jährliche Steuer. Häufig führe eine Her­absetzung der Steuer für den Wagen infolge der dadurch ermöglichten größeren Verbreitung des Autos zu einem gleichen, wenn nicht gar zu einem größeren Steueraufkommen. Sehr wich­tige Faktoren seien auch die Kosten für Ver­sicherung und Finanzierung eines Autos, ebenso wie die Ausgaben für Unterbringung und War- timg. Mr. Sloan kam dann auf die speziellen Fragen der Taktik zu sprechen. General Motors, oder in diesem Falle die Adam Opel A.-G., über­nehme die alleinige Verantwortung für die Kon­struktion und Herstellung von Automobilen, die nach ihrer Meinung in geeigneter Weise dem Markt angepaht sind, auf dem sie zu konkurrieren haben. Die Verantwortung für das Schöpferische liege bei der Adam Opel A.-G. Die Derantwor- tung für den Verkauf liege bei den Händlern, auf die sich die Opelwerke verlassen müßten.

2Han könne augenblicklich keine definitiven An­gaben darüber machen, wie sich das Programm der Opelroerte in Zukunft gestalten werde. Un­geachtet der großen Hilfsquellen, über die man verfüge, stelle die Zeit ein ungeheuer wichtiges Moment dar.

Mr. Sloan bat sodann ganz besonders um die Geduld und Unterstützung der Händlerorgani­sation. Auf Wunsch der Gebrüder Opel sei der Eintritt einer der fähigsten Leiter der GMC., des Herrn Reuter, in die Adam Opel A.-G. erfolgt, deren verantwortliche Leitung er über­nimmt. Herr Reuter sei leitender Direktor ver­schiedener der wichtigsten amerikanischen Betriebe der GMC. gewesen.

Auf dem Wege dorthin widersetzten sich diese in recht erheblicher Weise. Sie suchten sich los- zureihen, stemmten sich wider die Erde, ließen sich zum Teil fallen und schleifen und dergleichen mehr. Der Widerstand trug den beiden männ­lichen Ruhestörern vierzehn, bzw. zehn Tage Gefängnis ein, während die Frau wegen mangelnden Beweises freigesprochen wurde. Sie hatte eine große Aehnlichkeit mit ihrer Schwester, der Frau des anderen Ruhestörers, die auch bei dem Tumulte beteiligt war. Wer von diesen beiden Frauen den Widerstand leistete, vermochte mit Sicherheit nicht fcstgestellt zu werden.

Rach zweimaliger Verhandlung, die den Zu­sammenstoß zwischen einem Auto und einem Pferdefuhrwerk zum Gegenstand hatte, wurde heute das Urteil gesprochen. Die Führer bei­der Fahrzeuge standen unter Anklage. Der Autolenker soll beim Ueberholen in schuldhafter Weise den Wagen angerannt haben, so daß dieser erheblich beschädigt und der Führer verletzt wurde. Letzterer soll beim Cinbiegen auf die andere Straßenseite den Wechsel feiner Fahrt­richtung durch wagerechtes Halten *6er Peitsche in nicht oder nur wenig erkennbarer Weise an­gezeigt haben. Trotz Zuziehung von Sachver­ständigen konnte auch die heutige Verhandlung hinsichtlich der Schuldfrage keine Klarheit schaffen, und es erfolgte Freisprechung beider An­geklagten.

Ein Bewohner eines abseits gelegenen Stadt­teils dahier zielte mit geladenem Revolver auf einen anderen und rief dabei, er werde ihn tot­schießen. Beide waren verfeindet, und ein Men­schenleben stand auf dem Spiel. Wegen Bedro­hung mit einem Verbrechen und verbotenen Waffentragens erhielt der Angeklagte eine Ge­fängnis st rafevonzehnTagen.

Benner, Gewerkschaftssekretär: Karl Bremer, Re­dakteur: Heinrich Laudon, Dreher: Anna Dech, Hausfrau: Ludwig Rösser, Dreher: Heinrich Stein, Maurer: Aug. Schmidt, Schlossermeister: Adolf Luh, Kaufmann: Ludwig Loh, Oberschasf- ner; Fritz Gerlach, Gewerkschaftssekretär: Otto Möser, Schreinermeister: Ottilie Wacker, Haus­frau: Willy Loh, Schweißer: Heinrich Briegel, Metallarbeiter; Wilh. Dogelhöfer, Landwirt. Kommunisten: Wilh. Erb: Wilh. Lenz: Lud­wig Werner: Emil Schnabel: Zos. Schöffmann: Karl Bernhardt: Karl Hofmann.

X Klein-Linden, 18. Ott. Der hiesige Frauenverein eröffnete jetzt wieder die im Winterhalbjahr regelmäßig stattfindenden Frauen- a b e n d e in der hiesigen Kleinkinderschule. Der erste Abend war sehr stark besucht. Mehrere neue Mit­glieder sind dem Verein beigetreten.

g Leihgestern, 19. Oft. Nun ist auch in unserer Gemeinde mit der Errichtung eines Denkmals für die Gefallenen begonnen worden. Ek- soll seinen Platz auf dem Friedhof finden in schöner, stimmungsvoller Umgebung. Die Bau­leitung hat Oberbaurat KuKmann in Gießen. Die Arbeiten werden meist von hiesigen Handwerks­meistern ausgeführt. Man hofft, in drei Wochen da­mit zu Ende zu kommen. Nachdem nun die Ent­scheidung gefallen ist, daß und wo das Denkmal errichtet werden soll, darf man wohl annehmen, daß auch die anfänglichen Gegner dieses Planes sich da­mit aussöhnen, so daß es schließlich doch die ganze Gemeinde ist, die mit dem Denkmal ihre Gefallenen ehrt.

* Grüningen, 19. Oft. Für die Gemein­deratswahl wurde hier e i n Wahlvorschlag derVereinigten Arbeiter und Landwirte" ein­gereicht. Er lautet: Adam Schäfer, Weiß­binder: Llakob Bing el II., Landwirt: Hermann Großhaus, Fabrifarbeiter: Heinrich Hart­mann, Strahenwart: Adam Buh, Landwirt und Wagner: Wilhelm Größer, Eleftrotech- niker: Heinrich Fay, Landwirt: Wilhelm 2o- hann Dender, Maurer: Wilhelm AlleslII., Landwirt. Eine A b st i m m u n g ist also für die Gemeinderatswahl hier nicht erforder- I i ch. Diese Einheitsliste zeigt die lang er­sehnte Einigfeit unseres Ortes.

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im Tannas bei Frankf.a.M. Prospekte durch

Der Präsident der General Motors Corporation, Mr. Alfred P. Sloan jun., entwickelte vor dem Händler- und Vertretertag der Adam Opel A.-G. in Frankfurt a. M seine Gedankengänge über die Richtlinien von General Motors über d i e Weiterentwicklung des Opel-Ge- schäftes. In dieser Rede kam ein bemerkenswer­ter Optimismus hinsichtlich der zukünftigen Entwick­lung der Automobilindustrie in Deutschland und spe­ziell der Adam Opel A.-G. zum Ausdruck.

Das absolute Bestreben der G. M. C. gehe dahin, bei der Entwicklung des Opelgeschäftes

die Opelroerte zu allen Zeilen grundsätzlich als eine deutsche Institution zu erhalten.

Damit sei gemeint, daß deutsche Arbeiter und deutsche Beamte beschäftigt werden. Amerikanische Beamte kämen nur insofern in Betracht, als sie jeweils zur Einführung der Betriebsstatistik und Betriebsgrund- sätze der G. M. C. erforderlich seien. Man .werde in größtmöglichem Ausmaße von deutschen Ar­beitern hergestelltes, deutsches Ma­terial verwenden. Die Tatsache, daß die G. M. C. von Amerika aus gleichzeitig Automobile nach Deutschland importiere, sei ohne Einfluß auf die Weiterentwicklung von Opel. Auch in Amerika machen die verschiedenen Wagentypen des Konzerns einander mehr oder weniger Konkurrenz. Opel fabri­ziere augenblicklich etwa 40 000 Automobile im Jahr. Er, der Redner, verkenne nicht, daß die all­gemeine wirtschaftliche Lage augenblicklich etwas schwierig sei, aber trotzdem werde er enttäuscht sein, wenn nicht

nach Ablauf von 5 Jahren Opel über 200 000 Automobile im Jahre fabriziere.

Die Absicht der GMC. gehe dahin, nicht nur die bewährten Traditionen der Opel- werfe zu erhalten, sondern auch unter er­schöpfender Auswertung der Mittel und Fähig­feiten der GMC. sie zu einem noch größeren und besseren Unternehmen zu gestalten, und zwar allezeit zu einem deutschen Unternehmen, das dazu berufen sein solle, eine noch viel wichtigere Rolle im industriellen Leben Deutschlands zu spielen als bisher. General Motors glaube, daß durch die Entwicklung der Automobilindustrie und im besonderen der Adam Opel A.-G. ein wichtiger Faftor für die Schaffung von Wohl st and in Deutschland geschaffen werde, der sich in steigendem Maße auswirken dürfte. Es sei äußerst wichtig, daß für die Aus­dehnung und Weiterentwicklung einer Industrie^

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 19.Oft. Die Vorschlags­listen für den zu wählenden Gemeinderat sind nun bei der Bürgermeisterei eingereicht. Die Liste der bürgerlichen Parteien zeigt verschiedene Aenderungen gegenüber früher, während bei der Sozialdemokratie zum erstenmal zwei Frauen auf der Liste erscheinen. Die Vorschlagslisten lauten: Bürgerliche: Karl Lang, Landwirt: Karl Kehler, Töpfermeister: Karl Weller V., Lademeister: Heinrich Rodenhausen VI., Land­wirt: Karl Seibert V., Sandgrubenbesiher: Gu­stav Schneider, Gastwirt: Adolf Jung, Landwirt: Karl Reichelt, Lehrer: Karl Euler, Reisender: Heinrich Kreiling XII., Landwirt: Ernst Dierau, Kaufmann: Karl Otto Kreiling, Hilfsarbeiter: Heinrich Christoph Kreiling, Strahenwart: Phil. Reuter X., Landwirt: Ludwig Phil. Müller,

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