Nachdruck verboten
Ohne Gewähr
"äuf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer
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19. Oktober 1929
2. Ziehungstag
Deiterlage.
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der Homöopathie
Der Siegeszug
H.m».p.fl-.DrMadaus
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Immer größer wird der Kreis glücklicher Menschen, die durch homöopathische Behandlungsmethode schnell und sicher Heilung fanden. Homöopathie mobilisiert alle Abwehrkräfte des eigenen Körpers und sorgt darum über die augenblickliche Heilung hinaus für dauernde Gesundung. Verlangen Sie-kostenlose Zusendung unseres Prospekts M.1
121882 142895 159991
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VvVt .......... gefallen, und zwar je einer
auf die Lose gleicher Nummet in den beiden Abteilungen I und II
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168168 186535
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Berlin, 21.Oft (WTD. Funkspruch.) Auch heule früh fand aus den bekannten Gründen ein außerbörslicher Freiverkehr nicht statt, sv daß auch Kurse nicht zu erfahren waren. Die De-
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Gewinnauszug
L Klaffe 34. Preußisch-Lüddeulfche (260. Preufz.) Klasien-LvNerie
Präsident Hoover erwählt als Leibarzt einen Homöopathen
ahner Ehrenmal.
tadtpark wurde bas Denkmal gefallenen Angehörigen der en und ihrer Feldjarmaiia- > regnerischen Wellers hallen iger Eisenbahner aus allen ngefunden. Neben den Den taats- und slädiischen Lchör- chswehrminisler Graener, ihndirekllan und der Reichs, der Inspektor der Verkehrs- Stülpnagel, waren beulten Armee in großer Zahl Spitze Generalfeldmarschall her letzte Kommandeur des r. 1 Generalleutnant a. D. \t Berlin batte eine Gfjren» Generalleutnant a. 3. Back mit, bet lktichshtov' ite zur ^eitt entboten. Un> ebes „Ich W einen Kame- Me, mätircnb die Ehren- t präsentierte.
Briefkasten her Behaktion.
(Ncchtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftlcitung.)
Gcmeinderalsrvaht Nach dem hessischen Gesetz über die Wahlen der Stadtverordneten und Gemcmderats- Mitglieder usw. vom 7. Oktober 1925 sind u. a. n lcht wählbar als Mitglieder des Stadtrates und Gemeinderats Personen, die mit dem Bürgermeister oder einem der Beigeordneten oder einem Magi- stratsmitglied in gerader Linie verwandt oder verschwägert oder im zweiten Grade der ®e*^n‘!n*e verwandt oder mit einem von ihnen verehelicht sind. Wer nur mit einer Schwester der Frau des Bürgermeisters oder eines Gemeindcratsmitgliedes verheiratet ist, ist hiernach wählbar.
.Berliner Borfe.
Qn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 60 M. gezogen
Kabul-
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*■ y " n l e i n p 5 nr , >an urrnE Aus. AKK Sj die neue ag. i- J*«1 getroffen hat "gentums und Le. d". die sich
J des Daily TelegE e der Zitadelle von Kabul n Daum tz Leichen ge! .von denen 3 identifiziert S Komspondenken Mio Khan, em Bruder üb?? ^llah, Haha- Bruder Aman llllahs und an, der vormalige Gou- ?n6 ?°dul ist alles lrtet daß die Straße nach frei sein wird.
daß das jetzige Heim der aufopfernd tätigen Schwestern freundlich und anheimelnd ausgcstaltet werden konnte.
** Goldene Hochzeit. Unser Mitbürger Philipp Dinson und Frau Käthe geb. Gottfried, Plockstraße 6 wohnhaft, können heute das Fest der goldenen Hochzeit begehen.
** Der Kranken st and im Monat September. Olm 1. Oktober betrug die Zahl der erwerbsunfähig Erkrankten im Hauptverband deutscher Krankenkassen bei einer Mitgliederzahl von 5 793 091 (3108 082 männlich. 2 685 009 weiblich- 3.79 v. H. (3,75 v. H. männlich, 3,83 V.H. weiblich). Der Krankenstand erfuhr gegen den Vormonat keine Veränderung. Eine geringe Verschiebung trat nur bei den Krankenziffern der männlichen und weiblichen Versicherten zutage, die aber für die Gesamtzahl belanglos ist. Ein weniger günstiges Bild zeigt der Ausweis der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen (Stadt). Dort steigert: sich die Kranken- ziffer bei einem Mitgliederstand von 10 472 (5812 männlich, 4660 weiblich) von 2,91 v. H. im August auf 3,48 v. H. (männlich und weiblich je 3.48 v. H.). mithin eine Zunahme um 0,57 v.H. Bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen (Land) waren bei 8275 Mitgliedern (5768 männlich, 2507 weiblich) 2.83 v. H. (2.62 v.H. männlich, 3,43 V.H. weiblich) Kranke vorhanden. Hier ist also ein Rückgang um 0.54 v. H. zu verzeichnen.
rnühungen der Danken, das Kursniveau zu stüten, sind anzuerkennen, und ein ernster Wille in der Konzentration der Durchführung ist offensichtlich. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,87, London gegen Mailand 93,09, London gegen Spanien 34,20.
32303®«to"8n8Ä3u0120 M. 1987 2296 6658 9374 16638 16938 24788 25112 26213 27378 29101 30102
31766 31842 34163 39973 42123 42929 43744
44706 45617 48043 48069 63531 68232 69227
71B14. 78334. 8J889J00281, j,018981
Aus der Provinzialhauptstadt
Gießen, den 21. Oktober 1929.
„Aepfelstoppeln".
Wenn die Landwirte und Obstbaumbesitzer ihre Früchte geerntet haben, wenn die kalten Rächte das Laub bunt färben und harte Sturme über Ine Flur brausen, da kommt noch einmal eine Erntezeit für unsere Zungen. Run gehören ihnen die vielen Bäume, auf denen hier und da noch einzelne Aepfel, Dirnen oder Zwetschen hängen. Die Zeit des A e p f e l st o p p e l n s ist da. Zu Hause im Keller liegen wohlsortiert alle möglichen Obstarten, und die Buben können sich nehmen, soviel sie wollen. Aber unberührt bleiben die Aepfel, solange etwas draußen auf den Baumstücken zu holen ist. Die Herbst- ferien sind zu Ende, aber es gibt ja immer noch manche Nachmittage, an denen unsere Jugend draußen streifen kann in Feld und Wald.
Da haben sie in den letzten Turnstunden Kugelstoßen und Klettern geübt. Warum sollen sie «s nun nicht auch hier anwenden? Die glatten Stangen im Schulhof zu erklettern, ist eine Kleinigkeit. Hier draußen aber an rauhem rissigen Bäumen hochzukommen, das will geübt fein. Ohne Leiter, ohne Stange holen die Zungen die Früchte herab, die bei der Ernte vergessen worden sind. Wie scharf muß gezielt werden, wenn ein Stein oder ein Erdklumpen den Apfel treffen solll Hilft alles nichts, dann geht es hinauf. Von Ast zu Ast (wohl gibt es Löcher m Rock und Hosen, aber was schadet das?) klettern sie, bis die letzte Frucht in ihren Händen, bzw. in ihrem Munde ist.
Wie bei allen Menschen die Freude über einen Erfolg um so größer ist, je mehr Arbeit sie dazu verwandten, genau so ist es bei unseren Zungen. Wie gut schmeckt ein solcher kleiner Apfel, den sie mit Lebensgefahr vom höchsten Aste herab- holten. Da liegen die Schaufrüchte daheim im Obstkeller noch lange gut. Oder wie schmeckt erst eine süße Herbstzwetsche, die am Stiel schon ganz runzelig geworden ist. Hast du, lieber Leser, schon einmal gezählt, wieviel Aepfel, Birnen und Zwetschen ein „richtiger" Zunge an einem .tage essen kann? Es ist unglaublich, welche Mengen in dem kleinen Mund verschwinden.
Aber lassen wir sie, gönnen wir ihnen die Freude an der Rohkost. Es ist doch so, als ob sie ahnten, daß bald Tage kommen, an denen sie im Zimmer bleiben müssen, an denen sie weder ihre Wurskunst noch ihre Kletterübung im Freien ouMhren können. Auch der Feldschüh drückt ja ein Auge zu, wenn er die streifende Jugend auf den Daumstücken sieht: solange sie keine Stangen haben, um damit die Däume zu zerschlagen, gönnt er ihnen von Herzen die Paar kleinen harten Aepfel.
Und die Mütter sollen nicht jammern, wenn ihre Tu3en abends Heimkommen, vielleicht etwas bedrückt: denn ihre Kleider tragen die Spuren der Tagesarbeit, und um den Mund herum zeigt sich der bekannte Obststrich. Aber erst die Hände! Doch nehmen wir die Sache nicht so tragisch! Nadel und Zwirn, Seife und Wasser bringen bald alles wieder in Ordnung. Der Aufenthalt in freier, frischer Luft, vom Herbstwind zerzaust, tut allen Duben gut. Was sie an Kleidern zer- reißen, bringen sie an Gesundheit und leuchtenden
Wenn Michaelis (29. September) gewesen ist, beginnt für die Duben das Aepfelstoppeln. Das ist ungeschriebenes Gesetz. Wenn Felder und Wiesen geleert sind, gehört alles den Buben, auch der Wald, der an die Felder stößt. Da hängen die Haselnüsse, die das Eichhörnchen noch übrig getanen hat, da können noch verspätete ^Brombeeren gepslückt werden, Bucheckern liegen überall, und hoch oben auf einem Waldbaum zu fitzen und sich vom Herbststurm schaukeln zu lassen, das ist für gesunde Duben das Schönste, was sie sich denken können. P•
Daten für Tienötag 22. Oktober.
Sonnenaufgang: 6,35 ilfjr, Sonnenuntergang; 16,53 2hr. — Mondaufgang: 18,57 Uhr, Mond- Untergang: 11,46 illjr (Mond in Erdnähe).
1811: der Komponist Franz von Liszt zu Raiding in Ungarn geboren; — 1844: die französische Schauspielerin Sarah Dernhardt in Paris geboren.
5 Jahre Jugendherberge Hoherodslops
Am 12. Oktober jährte sich zum fünften Male der Tag, an dem die Jugendherberge aus dem Hoherodskopf ei ceweiht und der Benutzung übergeben tourte. Ganz aus eigener Kraft hatte die im März 1924 gegründete Gießener Ortsgruppe des Reichsverbands für Deutsche äugenb^erbergen unter Mithilfe der gesamten Gießener Bürgerschaft (Haussammlung) das dem Verfall prvisgrgeiene sogenannt: Schwei- zerhaus wieder ausgebaut. Seitdem sind viele junge Wanderer in ihm eingekehrt und haben hier eine fveun'liche Bleibe gesundem Die Gäste- bücher legen beredtes Zeugnis dafür ab, daß sich die jungen Gäste in diesem „Schmuckkästlein" wohlfühlten. Immer wieder betonen sie dies in Prosa und Versen.
Was die Herberge so beliebt macht, ist ihre Lage auf malerischer Felsgruppe mitten im schweigenden Hochwald: das ist ihr schmuckes Aeußere und die anheimelnde Wärme ihrer holzgetäfelten Räume. Trotz ihrer Enge und ihrer einfachen und schlichten Einrichtung wird sie deshalb immer toteber gern aufgesucht. Ihre jungen Gäste haben sich aber auch der Herberge durchaus würdig ettoiefen und mitgeholfen, sie zu erhalten, so datz daS Haus heute nach 5 Jahren noch keine Spurpn nachlässiger Behandlung oder mutwilliger Zerstörung, die wir ja an manchen anderen öffentlichen Einrichtungen so oft treffen, auftoeift.
Wöge sie noch «echt vielen wandersrohen jungen Menschen freundliche Hütte und Raststätte sein, in der sie fernab vom Getriebe menschlicher Siedlungen dem Raunen des Waldes lauschen und Len Zauber der Dergeshöhe genießen können.
B^rnotizen.
□qdßio
238 D-w'nne,n 120M. 21390 22246 24115 32688
34186 37040 43243 46321 49351 60371 52385
66276 59223 63001 63235 63769 68934 69488
70476 73615 74077 82652 85191 88751 89708
90055 94923 95871 98182 104741 105726 ’ ------ ------ 111905 118140
* Acht Wahlvorschlage zur Gießener Stadtratswahl. Zu der bevorstehenden Stadtratswahl sind bfli dem Stadtwahlamt acht Wahlvorschläge eingereicht worden, und zwar: Deutschnalionale Volkspartei; Rationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Hitlerbe- wegung). als Spitzenkandidat Postbetriebsassistent Adam Lotz; Deutsche Vokkspartei; Zentrums- Partei; Mi telstands-eremigung (Wirtscha tspar- tei); Deutsche Demokratische Partei und Volksrechtpartei; Sozialdemokratische Partei; Kommunistische Partei (Spitzenkandidat Kraftfahrer Wilhelm Lepper, dann folgt das jetzige Stadtratsmitglied Kästner).
•• Die Gießener Einzeichnungen für das Volksbegehren. Wie wir auf Anfrage an zuständiger Stelle erfahren, hatten sich bis heute vormittag 182 Personen in die hier aufliegenden Listen für das Volksbegehren gegen den Boungplan eingefchrieben.
** Das Schwesternhekm der Matthäus- und Markusgeme.inde befindet sich setzt nicht mehr in der Sandgasfle, sondern in dem Hause Asterweg 46. Die neue Mahnung der Schwestern ist für die Arbeit in den beiden Kirchen- gemeinden sehr günstig gelegen. Z« begrüßen ist es,
Augen mit nach Hause.
Es gibt freilich auch Menschen, die von der „wilden" Jugend nichts wissen wollen und scheltend hinter ihr h:r sind. Ich toeftd aus meiner Jugendzeit, daß der „neue“ Feidschütz auch so toar. Als wir einst an einem schönen Oktober- nadjmittag aus der Schule kamen und die Sonne nur so lachte, machte einer den Vorschlag, gar nicht heim?ugehen, sondern gleich auf die Baum- stücke zu laufen, damit wir noch einige Aepfel stoppeln könnten. Gesagt, getan! Die Ranzen wurden neben einen Baumstamm gelegt, und ich kletterte hinauf. Es war eine leichte Arbeit denn der Daun toar alt und lag fast ganz schief auf der Erde. Aber in dem dichten Laub hing noch mancher schöne Apfel. Ich Pflückte nicht nu: in den Mund, sondern auch in die Taschen. Plötz- sich wurde es unten so merkwürdig still, dann hörte ich die rauhe Stimme des Feldschühen:
Du Lausbub, machst du jetzt, daß du herunter- k'ommst!" Ich lugte vorsichtig durch die Blatter. Von meinen Kameraden sah ich nirgends eine Spur aber der grimmige Schütz stand unten und schwang den Stock. Ich blieb natürlich sitzen und dachte: Du stehst mir lang gut. Der Hüter des Gesetzes ging um den Daum herum und schrie weiter. Auf einmal aber sah er meinen Ranzen auf der Erde liegen. Er hob ihn auf und sagte im Weggehen: „Wart nur, mein Lieber, den Ranzen bring’ ich deinem Vater." Das hat er auch getan. Als ich spät abends heimkam, gab es zwar einige harte Worte, aber an den Augen meines Vaters sah ich doch, daß sie nicht so ernst gemeint waren. Er hatte es wahrscheinlich seinerzeit genau so gemacht.__
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"DerAllgemeineDeutscheFrauen- ö er ein, Ortsgruppe Gießen, hatte vor einigen Tagen zu einem Vortrag von Frau Elisabeth Koeppe über eine neu zu errichtende Haussrauen-Deratungsstelle eingeladen. Die Vorsitzende begrüßte die Versammlung und wies u. a. auch darauf hin, daß das hessische Ministerium schon vor längerer Zeit die Errichtung einer solchen Beratungsstelle gewünscht habe, aber bisher verschiedene Hindernisse die Gründung verzögert hätten. Frau Koeppe ging in ihrem Vortrag von dem Eindruck aus, den es auf sie gemacht habe, als der „Zeppelin" mit feiner vorbildlichen, kleinen, zweckmäßigen, elektrischen Küche wenige hundert Meter über die weiten Länderstrecken Asiens fuhr, in denen zum Teil noch auf allerprimitivste Weise auf dem Boden ohne Rauchabzug gekocht werde. Die Rednerin zeigte dann weiter, daß zwar die Gegensätze so groß in Deutschland nicht sind, aber dennoch große Unterschiede im „Wie" des Kochens bestehen. Es brauche sehr viel Zeit, bis- sich Reuerungen und Verbesserungen durchsetzen, aber wir müßten in unserer Zeit leben, mit ihr das Schwere ertragen, und mit und in ihr neue Wege suchen und für eine bessere Zukunft wirken. Die Tätigkeit der deutschen Hausfrau sei von größter Bedeutung für das ganze Volk. Von den 60 Milliarden des deutschen Vollseinkommens seien fast 40 Milliarden Lohn- und Gehaltszahlungen, die fast ausschließlich durch die Hand der Frau gehen. Dieser Bedeutung und ihrer Käufe muffe sich die Hausfrau bewußt werden. Sie müsse weiter immer noch mehr lernen, Zeit und Geld zu sparen und, was fast noch wichtiger ist, das Gesparte an Zeit und Geld richtig anzulegen. Die Anregung dazu zu geben, sei Aufgabe der Beratungsstelle. Sie solle weiterhin oas Gewissen der Hausfrau aufrütteln, nicht durch den täglichen Kleinkram müde zu werden. Sie solle den Frauen helfen, Zeit zu gewinnen, well die Frauen heute für kulturelle und erzieherische Fragen unbedingt Zeit brauchten. Die Stellung der Frau sei nicht mehr die von vor kaum mehr als zehn Jahren. Die Frauen hätten mehr Rechte und damit größere Pflichten, und die Beratungsstelle müsse mahnen und helfen, haß die Hausfrauen die Möglichkeit gewinnen, sich um diese Fragen zu kümmern. Frau Koeppe richtete dann die Bitte an alle Hausfrauen, besonders auch an die, die es vielleicht selbst nicht mehr nötig haben, ihr bei ihrer schweren und großen Arbeit, die sie sich zur Pflicht gemacht habe, zu helfen. Alt und jung mühten sich zusammentun zu erfolgreicher Arbeit im Dienst moderner Haushaltführung. In den Koch- und Apparate-Vorfüh- rungen müsse den Hausfrauen die Möglichkeit gegeben werden, die verschiedensten Apparate in Tätigkeit zu sehen, sie vielleicht selbst einmal in die Hand zu nehmen, nur so könne sie in etwa erkennen, ob die Maschine oder der Topf für sie in Frage komme. Die Kurse sollten auf Wunsch zu Lehrzwecken nach Bedarf eingerichtet werden und sollten vor allem auch den Hausangestellten dienen. Ihre richtige üntertoeifung sei von großem Wert, denn aus ihnen würden wieder Hausfrauen, und nur wenn eine praktisch eingestellte Haushaltführung aller Hausfrauen einfetze, fei wirklich etwas zu erreichen. In den Sprechstunden solle Rat und Auskunft für alle speziellen Fragen der Einzelhaushalte jederzeit erteilt werden. Die Hausfrauen-Deratungsstelle müsse aus der Praxis für die Praxis arbeiten, damit aus der Summe all des Kleinen und aus der Summe all der Arbeit der Einzelhaushaltungen wirklicher Ruhen entstehe._________________
— Tageskalepder für Montag. Volkshochschule: EinführunKsoortrag zu „Der arme Hein- rich", 20 Uhr, im Söngsaale der Oberrealschule. — Kaufmännischer Verein und Ortsgewerbeverein: Lichtbildervortrag „Prag, ein bauliches Schicksal, 20 Uhr in der Aula. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die V'rführsrin" und „Schmelmg-Pao- lino-Wellmeisterschaftskcvnpf"; auf der Buhne Inge Rana, der berühmte Star der Moulin Rouge und Folies Bergere, Paris. — Astoria-Lichtspiele: „Der Postillion von Mont Cenis" und „Buna, die Tochter des Korallenriffs".
— Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Das am Mittwoch, 28. Oktober, zur Aufführung gelangende Versdrama von Gerhart Hauptmann Der arme Heinrich" ist das Hohelied vom Leiden und der fiel) opfernden Lickbe der reinen Magd. — Dienstag, 22. Oktober, erste Wiederholung von „Hellseherei", Georg Kaiser.
8n der heutigen Normittogszlebung wurden Gewinne über 60 M. gezogen
2 Gewinn« iu 60000 M. 362651
4 Gewinne jn 5000 W. 65163 314852
6 Gewinne,u 2000 M. 18816 135484 180126
6 Gewinne zu 1000 M. 60883 344204 365377
8 ©ttolnne ,u 800 M. 20409 65761 111339 214519
22 Gewinn. ,u 600 M. 9244 28352 61926 132864 246343 261603 279558 291538 326715 354217 ^00 Gewinne 200 M. 7284 12620 17314 18149 23689 24149 31175 32744 35576 62922 53105 81072 82290 99797 99880 100697 112426 >23419 130924 136573 148555 157582 159748 188144
99276 213526 214330 218283 222198 224260
243017 249060 260534 261326 273324 274486
286908 291528 295239 295723 304252 326314
330284 333384 334172 344872 344929 361074
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173675 237952 247336 299586 378273
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