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nicht gehörige Haus in Brand gesteckt, um eine Versicherungssumme von 10 000 Mk., mit der
er seinen Hausrat im Werte von 1500 Mk.
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lnApotn.uDrog.Cose50Pfg.ul-ßM.Tube60Pfg.ul2DM^
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Der-» zum ihm
50 bis 65 Mk. Läufer 70 bis Stück. Der Markt wurde geräumt.
Wochen alte 110 Mk. das
Visenmarkt nannte man London gegen Paris 124, London gegen Mailand 92,67, London gegen Spa-
sowie ferner zur Verdichtung uns. Organisation in diesem Bezirk Bei Wize UWmle Interessenten wollen sich am Samstag, 22. Juni, nachmittags -wischen 4 und 6 Uhr Herrn Organiiaitonsleiter Pohlmann im Hotel Schütz vorstellen. Fachleute, die fett längerer Zeit sür eine LebenöversicherungSgesellschast tätig sind und dauernde gute Erfolge Nachweisen können, werden bevorzugt. Die Anstellung erfolgt mit DirektionSvertrag. Strengste Diskretion
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Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust urteilt. Der Verurteilte hatte in der Rächt
Preußen.
1V2 Zuchthaus wegen Brandstiftung.
Nur 5 v. h. oller Brände im Westerwald haben eine natürliche Ursache.
WSR. Limburg 20. Juni. Vom Schwurgericht Limburg wurde der 44jährige Schneider August Heidrich aus Reuhochstein wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Ve r -
Zreibank.
Samstag» den 22. Juni, von 8 Uhr ab 5032L) Fleisch verlaus.
lieakenMM n. CeDensoerfKOnnngstianl DanoKaöt (Frankfurter Konzern)
Zur Neubesetzung unserer Gießener Generalagentur iArbeitS« gebiet Oberhessen, Kreis Wetzlar und die angrenzenden Kreise von Hessen-Nassau) suchen wir einen
sen, Volpertshausen, Leihgestern, Oberkleen. Groß- Rechtenbach, Hochelheim. Hörnsheim, Lützellinden, Riederkleen, Ebersgöns. Grohen-Linoen, der Turnverein Dornholzhausen und der gastgebende Verein. Auf dem Festplatze hielt der Vorsitzende des Dezirkskriegerverbandes „Hüttenberg", Sortier Grasse, Oberkleen, die Festansprache. Er betonte, daß man einige Stunden in echter Kameradschaft verleben wolle. Ferner gedachte er des Reichspräsidenten von Hindenburg, den sich die Mitglieder der Kriegervereine in bezug auf Vaterlandsliebe, Treue und Pflichterfüllung als Vorbild dienen lassen sollten. Es sei auch Aufgabe der Kriegervereine, bei der Bekämpfung der Kriegsschuldlüge mitzuhelfen. Mit einem Hoch auf dos deutsche Vaterland schloß der Redner seine Ansprache, worauf die versammelte Menge das Deutschlandlied anstimmte. Der Vorsitzende des Kriegervereins Dornholzhausen, Ortsdiener M e h l m a n n , begrüßte namens des fest- gebenden Vereins die Festteilnehmer und bemerkte, 50 Jahre lang sei der Kriegerverein Dornholzhausen im Besitze seiner Vereinsfahne, zu der er stets in Treue gehalten habe. Eben- falls mit einem Hoch auf das Vaterland schloß auch dieser Redner seine Ansprache. Der weitere Teil des Festes war durch Vergnügungen mancherlei Art ausgefüllt. Don den Gründern des Vereins ist keiner mehr am Leben.
Kreis Marburg.
][ Marburg, 20. Juni. Auf dem heutigen Schweinemarkt, dem 435 Schweine, darunter 15 Läufer, zugefahren waren, kosteten sechs Wochen alte Ferkel 40 bis 45 Mk., sechs bis acht Wochen alte 45 bis 50 Mk., acht bis dreizehn
sichert hatte, zu erhalten. Der Vorsitzende wandte sich in der Verhandlung scharf gegen die Praxis der Versicherungsagenten, die solche zur Brandstiftung verführenden ^leberversicherungen abschlössen. Der Staatsanwalt, der 212 3ahre Zuchthaus beantragte, nannte den Westerwald nach seinem neuen Spitznamen „Reubrande n- b u r g". Er betonte, daß der Staatsanwaltschaft wöchentlich drei bis vier Brände gemeldet würden, und daß nur fünf Prozent aller Brände im Westerwald eine natürliche Ars ache hätten.
Kreis Wetzlar.
Aus dem Kleebachtal, 19. 3unL 3n den letzten Tagen hat man in den Gemarkungen unserer Gegend mit der Heuernte begonnen. Feucht gelegene Wiesen liefern sehr hohe Erträge, während trockener gelegene Wiesen einen unbefriedigenden Grasbestand zeigen, da die wertvollen ilntergräfer fehlen. 3n ungünstiger Weise wirkt sich die gegenwärtige trockene Witterung auf die jungen Dickwurzpflanzen aus, die. namentlich auf später bepflanzten Aeckern, wegen Mangel an Feuchtigkeit zum Teil schon zugrunde gegangen sino.
-5- Lützellinden, 19. 3uni. Unter dem Vorsitz des Direktors der Landwirtschaftsschule in Wetzlar, Landwirtschaftsrat Dr. Ulrich, fand hier am Sonntagnachmittag in der Gastwirtschaft Jung eine gutbesuchte Versammlung des Vereins ehemaliger L a n d w i r t s ch af t s- schüler für den Kreis Wetzlar statt. Rachdem ein hiesiges Vereinsmitglied über einen Ausflug nach dem Versuchsgut Selgenhof berichtet hatte, schloß sich an die kurz verlaufene Versammlung eine Besichtigung des im vorigen 3ahre erbauten Bullenstalles unserer Gemeinde an, der bekanntlich als Musterstall für den Kreis Wetzlar eingerichtet ist. Es folgte hierauf ein gemeinsamer Gemarkungsrundgang, der den Teilnehmern manches Interessante brachte. Eine Besichtigung der durch hiesige Landwirtschaftsschüler vorgenommenen Anbau- und Düngungsversuche bildete den Abschluß der lehrreichen Veranstaltung. — Die diesjährige Submission des Rutzholzes aus dem Markwald unserer Gemeinde erbrachte folgende Durchschnittsgebote: Fichtenstämme: Klasse la 19 Mk., Klasse 2a 22,40 Mark, Klasse 1b 21,50 Mk., Klasse 2b 25 Mk., Klasse 3a 27,10 Mk.; Gichenstämme: Klasse 3N 32 Mk. je Festmeter, während für Fichtennutzscheit und -nuhknüppel Klasse 1 und 2 (3 Meter lang) nicht über 16 Mk. pro Raummeter geboten wurden.
O Dornholzhausen, 18. Juni. Unter großer Beteiligung feierte am Sonntag der hiesige Kriegerverein die 5 0. Wiederkehr desTages seiner Fahnenweihe, mit der das Bezirksfest des Kriegerverbandes „Hüttenberg" verbunden war. Rachmittags bewegte sich ein Festzug, wie ihn die Einwohner wohl feit Jahrzehnten nicht gesehen haben dürften, durch den Ort. An der Spitze kitten frühere aktive Soldaten in alten Uniformen, dann folgten die Dorfjungfrauen, zum Teil noch in schmucker Hüttenberger Tracht. Die Altveteranen und Schwerbeschädigten des letzten Krieges wurden in Autos gefahren. An dem bei der Kirche errichteten Kriegerdenkmal angekommen, machte der Festzug halt. Die Fah. nen der Kriegervereine gruppierten sich um das Denkmal, und die Musikkapelle spielte das Lied: „Ich halt' einen Kameraden". In einer tiefgründigen Ansprache gedachte der Ortsgeistliche, Pfarrer Schneider, Hochelheim, der Opfer des Weltkrieges, deren Ramen auf dem Denkmal verzeichnet stehen. Ebenso wie die Gefallenen ihr Leben für das Vaterland Hingaben, so müßte heute auch das größere Ganze zum Dienste am Vaterland verpflichtet sein. Der Dienstgedanke müsse jedem ins Herz geschrieben und in der Stunde der Gefahr der Wille zur Einmütigkeit bekundet werden. Pfarrer Schneider streifte dabei auch die Röte der heutigen Zeit und bezeichnete es als eine Aufgabe der Kriegervereine, auch an dem inneren Aufbau des Vaterlandes Mithilfe zu leisten. Unter Glockengeläute stand der Festzug noch 3 Minuten still, die Fahnen senkten sich auf das Denkmal. Rachdem die Musikkapelle das Lied: „Wie sie so sanft ruh'n" gespielt und Pfarrer Schneider ein Gebet gesprochen hatte, fangen die versammelten Teilnehmer das Lied vom guten Kameraden. Dann setzte sich der Festzug wieder in Bewegung. Es waren in ihm vertreten die Kriegervereine: Kraftsolms, Allendorf, Vollnkirchen, Lang-Göns, Kleeberg, Griedel, Rauborn, Kirchgöns, Klein- Linden, Münchholzhausen, Dutenhofen, Holzhau
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Zwangsversteigerung 19/29
Am Donnerstag, dem 8. August, oormU- ags 9 Ahr, wird durch das Amtsgericht Gießen auf Zimmer 106 das im Grundbuche von Gießen den Johannes Gillmann Eheleuten in Gießen zu je A zugeschriebene Anwesen Ederslraße 20 ?qc.
JLII, Nr. 1415 -JQOQ = 430 qm hofrclte, geschätzt auf 25 900 RM., versteigert.
Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt. 53840
Gießen, den 17. Juni 1929.
I. A. des Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Verwahrlosung auf dem Alten Friedhof.
Der Alte Friedhof mit seinen reichen Schätzen an schönen seltenen Bäumen, wird vom Publikum viel zur Erholung benutzt. Ruhe und Frieden herrscht dort, kein Auto, Motorradler, oder sonstiger Betrieb stört dort den Aufenthalt. Wie ganz anders aber ist die Pflege dieser Stätte. Unglaubliche Verwilderung der Grasflächen, Wege und Grabstätten-Quadrate! Wenn hier auch von einem wohlgepflegten Rasen Abstand genommen werden muh, so ist es doch unverständlich, warum nicht mindestens zwei- bis dreimal im Jahre der Grasschnitt erfolgt. Sollte dies der Ersparnis halber nicht geschehen, so wäre dies weit gefehlt, denn durch den Samenausfall der Gräser und des Linkrautes entstehen bedeutend höhere Kosten für Wegreinigung und Ab- stechung der Kanten, sowie für Jnstandhalten der Rinnen usw. Ganz besondere Vernachlässigung besteht im Grabstätten-Quadrat 9, wo die letzten Beerdigungen als Cinzelgrabstätten ftattgefunöen haben. Hier sieht man drei Meter hohe Buch» Weizen-Stauden, meterhohes Gras, umgestürzte Grabsteine und solche, die zum Umfallen neigen. Welche Gefahr für die Besucher dieses Gräberfeldes hier besteht, bedarf wohl keiner neueren Erläuterung. Seitens der Stadt lagern schon jahrelang an einer der begangensten Wegkreuzungen Wagen voll Kie:, die mehr oder weniger den Weg versperren. Dor etwa einem Jahre wurden durch Rohlinge mehrere Grabsteine umgewor- fen, u. a. auch der schwere Grabstein der Familie Durck an der oberen Mauer; anstatt nun den Stein durch einen Beauftragten der Fried- hofsv er waltun g wieder auf richten zu lassen, liegt et heute noch, jedermann sichtbar, in der Grabstätte. Außerordentlich beklagenswert sind auch die traurigen Wasserbeschaffungsverhältnisse auf dem Alten Friedhof. Die Angehörigen der Der- storbenen, oder die dort beschäftigten Personen müssen das Wasser auf den teils steilen Wegen oft von sehr weit heranschleppen. Ein weiterer Mißstand besteht darin, daß keinerlei Gelegenheit geboten ist, die Abfälle von den Grabstätten auf dem Friedhof unterzubringen. Infolgedessen wird dieser Abfall so gut wie nur irgend möglich untergebracht zum Schaden des Aussehens und der Ordnung auf dem Friedhof. Ferner befindet sich dort keinerlei Gelegenheit für die auf dem Friedhof beschäftigten Arbeiter zur Verwahrung ihrer Arbeitskleider und Geräte, sowie zur Unterbringung kleinerer Mengen von Erde oder Kies, die — wie das nicht anders möglich — oft bei der Bearbeitung der Grabstätten übrig bleiben. Es würde sich empfehlen, innerhalb des Friedhofsgeländes einen eingefriedigten Platz mit verdeckter Halle zu schaffen, in der man Kleidet, Geräte und Materialien unterbringen könnte. Hoffentlich wird die zuständige Behörde den hier gegebenen Anregungen baldmöglichst entsprechen und sich dadurch den Dank aller Freunde des Alten Friedhofs erwerben.
L.D.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Ahr, 16 bis 17 Ahr. Samstag nachmittag geschlossen.
gärungslofe Beerenobstverroertung im Haushalt .— Näheres in der heutigen Anzeige.
Daten für Samstag, 22. Juni.
Sonnenaufgang 3.43 Uhr, Sonnenuntergang 20.20 Ufjr. — Mondaufgang 21.13 llfjr, Mond- Untergang 3.22 Uljr (Vollmond).
1767: der Staatsmann Wilhelm v. Humboldt in Potsdam geboren; — 1919: Gründung der Universität Köln.
LU. Von der Landesuniversität Gießen. Der außerordentliche Professor und persönliche Ordinarius Dr. O t t 0 E i ß s e l d in Halle hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für alttestamentliche Wissen- schäft an unsere 1 niversität als Nachfolger von Prof. Baumgarten erhalten.
ee Sitzung des Provinzialausschus- s e s. Am nächsten Samstag, 22. Juni, vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage der Gießener Studentenhilfe e. V. in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Heranziehung zu den Straßenherstellungskosten des Wartwegs; 2. Klage des Philipp Heinrich Sommerlad in Beuern gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen wegen Versagung eines Wandergewerbescheins; 3. Klage des preußischen Bezirksfürsorgevetbandes Stadtkreis Frankfurt am Main, vertreten durch das Städtische Fürsorgeamt, Kreisstelle 11, gegen den Dezirksfür- sorgeverbanb des Kreises Friedberg wegen Ersatzes von Krankenhauskosten des Georg Gebhardt, geboren am 4. Februar 1909 zu Spießen; 4. Klage des Dezirksfürsorgeverbandes Groß- Gerau gegen den Bezirksfürsorgeverband der Stadt Gießen wegen Ersatzes aufgewendeter Fürsorgekosten für Wilhelm Muth.
** Anlagenkonzert findet heute, Freitag, 19.15 Uhr, durch das Musikkorps des 1. Bataillons 15. Inf.-Regts. bei günstiger Witterung in der Südanlage statt. Leitung: Obermusikmeister L ö b e r. Die Musikfolge ist: 1. „In Treue fest", Marsch von O. Teike; 2. Ouvertüre zur Oper „Das goldene Kreuz" von I. Brüll; 3. Große Fantasie aus der Oper „Der Prophet" von G. Meyerbeer; 4. Potpourri aus der Operette „Die Csardasfürstin" von G. Kalman; 5. Fanfarenmarsch für Heroldstrompeten und Kesselpauken von W. Löber.
** Sommerfest der Studentenschaft. Man schreibt uns: Zum Sommerfest der Studentenschaft am kommenden Sonntag, 23. Juni, wäre noch zu berichten, daß — mit wenigen Ausnahmen — • die gesamten Darbietungen von Studierenden der Landesuniversität gestellt sind. Aus dem überaus reichhaltigen Programm seien genannt: Die Revue mit ihren sieben Bildern (Schwester Wulfhild, bitte Narkose!), das Schachballett, das Kabarett unter bewährter Leitung (nigger dancing. excentric clowns, Akrobaten, Sänger und Sängerinnen) und nicht zuletzt die vorzüglichen Tanzkapellen! Es kann mit Sicherheit gesagt werden: Dieses Sommerfest wird genau so in der Erinnerung von Bürgerschaft und Studentenschaft bleiben, wie das Wiener Pra- terfeft im vorigen Jahr.
** Zweite Volks tümlich e Rheinfahrt. Das Hapag-Reisebureau Gießen veranstaltet am Sonntag, 14. Juli, seine zweite volkstümliche Rheinfahrt nach dem herrlich gelegenen Königswinter am Rhein und Siebengebirge. Hierdurch ist den Teilnehmern Gelegenheit geboten, auch den weiteren Teil des Rheins kennenzulernen. Die Fahrt geht — wie man uns schreibt — mit Sonderzug ab Gießen gegen 6.30 ilbt morgens nach Koblenz. Hier werden die Teilnehmer mit Gesellschafts-Autobussen abgeholt und nach einer kleinen Rundfahrt durch Koblenz zur Anlegestelle des Dampfers gebracht. Mit Sonderdampfer, begleitet von einer Musikkapelle, wird die Fahrt nach Königswinter fortgesetzt, woselbst ein Aufenthalt von über 3 Stunden vorgesehen ist. Während dieser Zeit ist jedermann Gelegenheit geboten, den Drachenfels, Petersberg usw. zu besuchen. Gegen 3 Ahr wird Königswinter verlassen und nach nahezu vierstündiger Dampferfahrt Koblenz wieder erreicht. Rach nochmaligem Aufenthalt von l1/« Stunde in Koblenz geht die Fahrt heimwärts, so daß Gießen kurz nach 10 Uhr wieder erreicht wird. Näheres ist aus dem heutigen Anzeigenteil er- sichtlich.
*• Falsche Reichsbanknvten. Wie aus Frankfurt a. M. berichtet wird, werden dort seit geraumer Zeit falsche Reichsbanknoten zu 10 und 20 Reichsmark in den Verkehr gebracht. Die Falschscheine, die meistens in Geschäften und in der R^e der Bahnhöfe ausgegeben werden, sind leicht zu erkennen, trotzdem werden sie aber immer wieder unbeanstandet angenommen. Also Vorsicht!
•• Oberhess isches Preishüten. Zu dem am 30. Juni in Hungen stattfindenden, vom Verein für Deutsche Schäferhunde in Gießen und dem oberhessischen Schäferverband veranstalteten ersten Oberhessischen Preishüten hat, außer den vor einigen Tagen bereits berichteten Stiftungen von Ehrenpreisen, auch der Gießener Verein „Hundesport" (Vorsitzender August Schwan) einen wertvollen Ehrenpreis gestiftet.
Berliner Börse.
Berlin, 21.Juni. (WTB. Funkspruch.) Nachdem es gestern abend vom Farbenmarkt ausgehend weiter schwächer gewesen war, konnte sich im heutigen Frühverkehr bisher noch keine Tendenz herausbilden. Die Spekulation hält sich zurück und taxiert letzte Kurse. Warben etwa 252,5 bis 253. Am De-
wird.
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gegen 18 Uhr die orbneten eine gute November ober Te- nehmen.
Zusammenkunft an der Ziegelhütte. Allendorf a. d. Lumda, 20. Juni 1929. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda.
Rein,
lassen, dann werden die Kinder auch die rechte Freude und Erholung an den schönen Sommertogen haben, lind mit ihnen werden dann die Erwachsenen die Sommerlust genießen und sie werden mit Goethe beglückt ausrufen: „Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur."
Bornotizen.
— TageskalenderfürFreitag. Oeffent- ; licher Lichtbilderoortrag: „Tempelstätten Griechenlands", 20.15 Uhr, Singsaal der Oberrealschule. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Dr. Bessels Der- Wandlung".
— Obst- und Gartenbauoer ein, Gießen. Am nächsten Sonntag, 20.15 Uhr, im Großen , Hörsaal der Universität, Lichtbildervortrag über „Die
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Klus der Provinzialhauptstadt.
Giehen, den 21. Juni 1929.
Sommer-Hygiene für das Kind.
Don Geh. Sanita'israt Dr. Bruno Schaefer, (Sf)arl otienburg.
Wer fein Kind lieb hat, freut sich auf den Sommer, denn er soll die schönste Zeit für die Kleinen sein. Sie brauchen nicht mehr den größten Teil des Tages in drückender Zimmerluft zuzubringen, sie sollen in freier, guter Luft sich ausgiebig erholen und wieder rote Wangen be- fommen. Aber in den Decher der Hellen Sommerfreude mischen sich auch manche Wermutstropfen, die nur durch eine verständige Hygiene wieder entfernt werden können.
Besonders ungünstig für die Kinder können die Tage der großen Hitze werden. In den heißen Tagen erkranken bekanntermaßen die Säuglinge häufig an Brechdurchfall und an Krämpfen. Man ist immer mehr zu der lleberzeugung gekommen, daß zum größten Teil die Hitze die Ursache ist. Abgesehen davon, daß alle Nahrungsmittel — außer der Muttermilch — leichter verderben, vermindern sich auch bei den Kindern während der Sommerglut die Verdauungskräfte und die Widerstandsfähigkeit gegen Erkrankungen, während die Körperwärme etwas erhöht ist.
Was soll man dagegen tun? Zunächst muh die Wohnung möglichst kühl gehalten werden, was den Erwachsenen auch nicht unangenehm sein dürfte. Bei einiger Aufmerksamkeit kann man es erreichen, daß der Wohnraum während der Gluthitze um mehrere Grade kühler ist, als die Auhentemperatur. Dazu ist es erforderlich, daß nur früh und abends, und wenn möglich auch des Rachts, gelüftet wird, während in den heißen Tagesstunden die Fenster fest geschlossen und mit Vorhängen etwas verdunkelt werden. Es ist doch ganz natürlich, daß bei offenem Fenster die Temperaturen außen und innen sich ausgleichen und dah die glühend heiße Luft Hereinstromen muß.
Selbstverständlich muß das Kind in der heißen Zeit auch leicht gebettet und bekleidet werden. Federbetten sind dann für die Kinder ebenso quälend und lästig, wie für die Erwachsenen. Man kann während der größten Hitze die Kinder nackt liegen lassen, und will man dies nicht, so genügt jedenfalls ein leichtes Hemdchen. Während der drückendsten Tagesglut soll man das Kind nicht ins Freie bringen, dazu wartet man die kühleren Stunden ab. Da das Kind sich gegen sinnlose lleberhihung nicht wehren kann, so muh ihm der Arzt und Hygieniker zu Hilfe kommen. Dieser empfiehlt auch, dem Kinde einen engmaschigen Gazeschleier zukommen zu lassen, mit dem es bedeckt werden kann, um es vor den Fliegen zu schützen.
Den Rahrungsmitteln — besonders der Mllch — muh jetzt natürlich eine besondere Sorgfalt gewidmet werden. Ist Eis vorhanden, dann soll die Milch auf Eis gestellt werden, und wenn nicht, dann soll das betreffende Gefäß in kaltes, sauberes Wasser hineingebracht werden, das häufig zu wechseln ist. In jedem Falle muh die Milch gut bedeckt sein, damit sie nicht durch Insekten und Staub verunreinigt wird.
Ebenso wie der Erwachsene, hat auch das Kind während der heißesten Tage weniger Hunger, und man kann daher die übliche Rahrung etwas cinschränken. Das Defizit kann durch Zufuhr kühler Flüssigkeiten (Wasser, oder noch besser dünner, kalter Tee) ausgeglichen werden.
Der übliche Sonntags-Rachmittags-Ausslug ist für die Kleinen nicht immer eine reine Freude, besonders nicht in den Städten, wo die Menschen in überfüllte und überhitzte Beförderungsmittel hineingepreht werden und wo man so das Vergnügen „in vollen Zügen" genießt. In den heißen Tagen ist es schon am besten, die Mittagshihe abzuwarten und erst nach der Abkühlung einen benachbarten ©arten, freien Platz oder Wald aufzusuchen.
Eine Wohltat für die Kinder ist das Obst, aber die Wohltat kann zur Plage werden. Dah i unreifes Obst schwere Darmstörungen hervorruft, ! ist ja allgemein bekannt, aber auch das reife Obst kann große Beschwerden veranlassen. Wenn es nicht genügend gesäubert, in zu großen Mengen genossen und aus Gier nicht genügend gekaut wird, dann treten Darmkatarrhe auf und zuweilen auch Krämpfe. Tritt dann ein wohltätiges Erbrechen ein, so sieht man häufig unverdaute Kirschen- oder Pflaumenstücke wiederkehren, und manches Mal ist damit die Heilung cingcleitct, aber nicht immer. Wenn die schwer- verdaulichen Stücke den Magen schon passiert haben und sich im Darm befinden, dann kommen Stunden und Tage der Qualen, die nicht ganz ungefährlich sind.
Wenn wir also die rechte Vorsicht walten
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