von
auf und
121520 Besuchern.
(Ein Feuerwehrmann als Brandstifter.
'beiterzei' iel ,Lie lchte j)eimmef)rleite 'n. Das Walt chast aus und aus die Deo >ii die Dersas- mpseu. Aus i Ungarn wer» ,p|e6 als Jahi- Einzelaktionen, eilschast, Wach- Lcrsassung der greifen wagt! bezeichnet hie )rud gegen er Sozial- erklärt, daß hie
flalt bet und n durch, *n9, »bi, "dlage. Ich cgenwärtige Ziehung A ifl no" Dege diese Kollegiums B Aussicht ^rnachster Mu diese ounschi tow. ‘9 sein, bet wagen schon Wei dar- lehr zuspihen
«M» sich chrisilich-natjo. >nd der groß. lchdrüÄich be» hie natur« erspihung ochtgedan- >nd zu einem •n Kräfte süh- ien aber liege Kenterung der Programm s Parlament h her Kräfte rgewaltigung krieg kotnme. die geringe idemakraiische e Lösung van ragen fei nur achlicher Der. i Gewalt. Die tänbigung und Sie wünschten, Garantie finde irlament wur- DOlt.
Ä
he J
8"wdend, f* Daria,
betont, er ?N>K L’,e nicht
T^rbot a
s * *kutet die Trotzen
e herausreichte Ich hörfe da c hatte sich
mte das dunkle indere Daume nur immer
e Eichen und i gleichen Dor- >en Mr und
neu der Deine nur einmal an । kenne nur dw meinem & Schwärze eines r jener # imen, 9tw !-» "nl<“ en nannte Ue [ et auswert
eben. u» i j) aw ■$ "vter Stunden {*?. t @atu.08
•jS* 3gS
M^Snhe, ÄS E ' hcrew.
^afchlnr
i. heih« etl K dav°" tpetbe.n6 Hel.-,A seleilt-
•*
Das vorläufige Ergebnis der P l a tz m i e t e der Städtischen Buhnen in Köln für die Spielzeit 1929/30 weist im Vergleich mit der letztjährigen Platzmiete eine sehr erhebliche Zunahme auf. Im Jahre 1928/29 wurden aus der Platzmiete 97 840 Besucher gestellt, während die diesjährige 219 000 Besucher bringt, also ein Mehr
Aus aller Welt.
poftbeamten-Verbarrdstag.
Berlin 19. Sept. (WTB.) Auf dem 18. Ver- bandstag der Deutschen Post- und Telegraphen- beamten am Donnerstag erklärte der Personal- refevent Ministerialrat Berg, im letzten Jahr seien manche Forderungen der Beamten erfüllt worden, z. D. die Anstellungsmöglichkeit für Hilfsschaffner als Beamte, Verbesserung der De- förderungsaussichten usw. Den Aobau des Beruf sbe amt en tu ms mit Hilfe des § 40 des Besoldungsgesetzes empfinde das Ministerium selbst schmerzlich und lästig. Für die Regierungsparteien des Reichstages betonte Abgeordneter Groh (Ztr.), die Parteien seien mit dem Vorsitzenden Kugler einig in dem Ziel, den Abbau des Derufsbeamtentums zu verhindern.
Der Leiter der Akademie der Arbeit an der Universität Frankfurt a. M., Dr. Michel, führte dann in einem Vortrage über die Bedeutung der Beamtenbildung im Volksstaate u. a. aus, schon vor dem Kriege sei die geistige Schicht der alten Staatsbürger verbraucht gewesen: hie Militärs hätten die Zivilisten an die Wand gedrückt. Jetzt nun sei alles zur Interessen- und Parteiplattform geworden. Das persönliche Verhältnis des Beamten zum Staate sei in eine mehr wirtschaftliche Funktion umgewandelt. Die neue Volksbildung arbeite auf eine neue Volksgemeinschaft hin. Deshalb dürfe die heutige Beamtenbil- duna nicht mehr hauptsächlich akademisch sein, sie müsse über die täglichen Sorgen und Nöte des Volkes unterrichten. Liefe echt demokratische Bildungsarbeit müßten die Beamtenorganisationen leisten. Nicht wissenschaftliche Betätigung, sondern praktisches und sittliches Wollen mühten für die Beförderung maßgebend sein.
Zur Personalpolitik wurde einstimmig eine große Reihe von Entschließungen angenommen, die u. a. die Streichung des § 40 des Besoldungsgesetzes fordern, ferner die gesetzliche Festlegung der 48-Stunden-Woche, die erhebliche Einschränkung der Besetzung von Deamten- posten mit Frauen, Gewährung von Erholungsurlaub möglichst im Sommerhalbjahr, Verbesserung des Besoldungsdienstalters der schwerkriegsbeschädigten Beamten, Beibehaltung der Svnderzuschläge für die Beamten des besetzten Gebietes. Rach einem Referat von Münster- kötter (Berlin) über Beamtenrecht wurden Entschließungen angenommen, die sich insbesondere auf baldige Verabschiedung der Beamtengesetze bezogen. Ferner wird darin eine Gleichstellung der Alt- und Reupensionäre sowie die Einstellung des Zustelldienstes an Sonn- und Feiertagen gefordert.
Die Beisetzung der Opfer des kleinrosselner Bergwerksunglücks.
In Anwesenheit von über 20 000 Personen aus allen Teilen des Mosel-Departements und dem benachbarten Saargebiet fand die Beisetzung von 18 Opfern des Explosionsunglücks auf der St. Eharles-Grube statt. Rach der kirchlichen Einsegnung der Opfer hielt Senator de Wendel eine Ansprache, in der er die Familien der Opfer der Anteilnahme der Regierung und der Fürsor^ der Bergwerksverwaltung versicherte. Der Kabinettschef des Arbeitsministeriums G a i l l o t sprach im Ramen des Arbeitsministers und älnterstaatssekretär Oberkirch im Ramen der Regierung, deren Beileid er aussprach, um dann in deutscher Sprache den anwesenden saarländischen Bergleuten für die bei der Katastrophe bewiesene Hilfsbereitschaft zu danken.
Glückliches Theater.
Müttitt des litauischen Kabinetts.
Der Diktator Woldemaras nicht wieder beauftragt.
Kowno, 19. Sept. (Funkspruch.) Die amtliche litauische Telegraphenagentur gibt bekannt, daß durch einen besonderen Akt des Staatspräsidenten Smetana die Umbildung des Kabinetts verfügt worden ist. Daraufhin sind sämtliche Minister zurückgetreten. Mit der Reubildung des Kabinetts ist der bisherige Finanzminister T u b e l i s beauftragt worden. Der Staatspräsident hat die Minister ersucht, ihre Aemter bis zur Reubildung des Kabinetts weiter wahrzunehmen. — Die Rach- richt hat hier größtes Aufsehen hervorgerufen. Riemand hat es bis heute für möglich ^halten, daß bei dem überragenden Einfluß des Ministerpräsidenten Woldemaras, der bisher in keiner Weile beeinträchtigt schien, eine so grundlegende Umbildung des Kabinetts Platz greifen könnte. Die Gründe für dir Umbildung müssen demnach sehr ernster Ratur sein und sind wahr» scheinlich in den tiefgehenden Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Kabinetts zu suchen. Die Tatsache, daß der Staatspräsident nicht den bisherigen Ministerpräsidenten mit der Reubildung deS Kabinetts beauftragt hat, läßt die Vermutung zu, daß der Einfluß Wolde, m ar ad stark geschwächt ist. Tubelis gehört der gemäßigten Richtung innerhalb der Tautininkai an, als deren geistiger Führer Staatspräsident Smetona gilt.
Aeußerunoen der Heimwehren die dynamischen Ausdrucksformen einer Bewegung sind, die in vehementem Vorwärtsdringen, im Sturm ihr Ziel erfassen möchte. Aber gerade eine gute, ihrem Zweck entsprechende Aenderung der Verfassung werde nicht aus der Pi st ole geschossen werden können. Selbstverständlich müßten die Arbeiten für ihre Fertigstellung mit aller Energie geführt werden. Der Widerspruch der Sozialdemokraten werde in Kauf zu nehmen und mit legalen Mitteln zu bekämpfen sein.
Brände in Johannisthal, die größtenteils böswillige Brandstiftung zurückzuführen waren starke Beunruhigung in der Bevölkerung hervorgerufen haben, scheinen eine Aufklärung gefunden zu haben. Unter dem dringenden Verdacht, zahlreiche Brandstiftungen verübt 'zu haben, wurde der 25jährige Tischlermeister Fritz Kaufmann, Mitglied der freiwilligen Feuerwehr in Johannisthal, verhaftet. Der Festgenommene ist g e st ä n d i g,
mehrere Brände mutwillig angelegt zu haben. Dem vernehmenden Beamten gab er an, daß er st e t s eine große Freude an nächtlichen Bränden hatte. Wie verlautet, soll Kaufmann wiederholt von Krämpfen befallen worden sein und auch in der letzten Zeit sehr viel wirres Zeug geredet haben, so daß man mit der Möglichkeit rechnen muß, daß es sich um die laten eines Geisteskranken handelt.
Remarque in Italien verboten.
Die italienische Ausgabe von Remarques „3 m Westen nichts Reues" ist von der italienischen Regierung verboten worden. Die Ausgabe des Buches war bereits im Dücherzettel eines Mailänder Verlegers für ganz Italien auf den 15. September angekündigt worden. Die lUebersehung hatte ein.italienischer Frontkämpfer besorgt, und das Buch war bereits fertig gesetzt, als die Maßnahme erfolgte.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 20. September 1929.
Zungdeutsche Schwesternschaft.
Die Iungdeutsche Schwesternschaft Gießen veranstaltete aus Anlaß ihres fünfjährigen Bestehens am Mittwoch im Saale des Cafe Leib eine Trachtenpuppenausstellung und einen Heimatabend.
Am Rachmittag fand die Eröffnung der Trachtenpuppenausstellung statt. Etwa 50 Puppen in alten, echten Hüttenberger, Rabenauer, Schwälmer und anderen hessischen Trachten erinnerten an Zeiten, in denen man auch die 3ugend auf dem Lande noch in ihren farbenprächtigen Trachten bewundern konnte. Die Ausstellung, deren Material mit vieler Mühe zusammengetragen werden mutzte, fand autzer- ordentliches Interesse.
Der am Abend abgehaltene Heimatabend war stark besucht. Rach einem Begrühungsgedicht, „Ser gegrüßt mei Oberhesse", und einer kurzen Einleitung der hiesigen Ordensmeisterin Frau Dietor hielt die Hochmeisterin der Ordensgemeinschaft jungdeutscher Schwesternschaften, Frl. Hanna Klostermüller (Berlin), die Festansprache. In tiefgehenden Worten wies sie darauf hin, daß unsere gemeinsame Liebe und Freude unsere Heimat sei. Heimat sei die Verbindung zu dem, was vor uns war. Riemals sei ein Mensch unglücklicher und ruheloser, als wenn er keine Heimat habe. In der Heimat fänden wir Menschen, mit denen wir zusammen im Einklang ständen. Wenn wir die Bedeutung von Vater und Mutter in unserem Leben und im Gesamtleben unseres Volkes erfaßten, dann würden wir auch etwas von der Frau verstehen, welche die Seele der Heimat sei. Heimatboden sei ein Grund, auf dem wir uns alle zusammenfinden könnten, hier seien Drücken von Mensch zu Mensch. Einmal hätten wir das Große der Heimat ganz begriffen, als unsere Feldgrauen ins Feld zogen, um für uns zu kämpfen, Unser eigner Lebens- kreis weite sich aus zum Dienst fürs Vaterland. Wenn die Frauen zu Hause ihre Pflicht tun würden, so wirke sich dies auf das gesamte Volksleben aus. Wenn wir unser Schicksal als Teilschicksal unseres Volkes ansähen, so verleihe dies Mut und Glauben, sowie die Kraft, alles zu überwinden. Wir müßten zu der Erkenntnis kommen, daß wir in einer Schicksalsgemeinschaft stehen, daß wir ein Glied des Ganzen feien, und daß diese Schicksalsgemeinschaft die Möglichkeit biete, uns zu finden. Es sei nicht zu verstehen, wie Brüder und Schwestern, welche die gleiche Heimat und das gleiche Schicksal hätten, sich feindlich gegenüberstehen könnten. Die Kriegs» opfer seien für uns gebracht worden, es solle daraus ein neues Menschentum erstehen, das nicht das eigene Ich in den Vordergrund stelle, sondern sein Leben der Gemeinschaft weihe. Für die Erneuerung dieses Volkstums, als Brüder und Schwester eines Schicksals, einer Heimat und eines Vaterlands zu kämpfen, sei Pflicht eines jeden Deutschen. Anschließend an die von großem Verständnis für die Lage unseres Vaterlandes und unserer Volksgenossen getragenen Ausführungen wurde das Deutschlandlied gesungen. Das übrige Programm war gut zusammen gestellt und abwechslungsreich. Es brachte Deklamationen in oberhessischer Mundart, schöne Volkslieder und nette Volkstänze. Alle diese Darbietungen wirkten besonders durch die dabei verwendeten hessischen Trachten. Allerliebst war auch das Zwiegespräch „Stadt und Land", das zeigte, wie sehr Stadt- und Landbevölkerung aufeinander angewiesen find. Studienrat Schmid t, Ordensmeister der hiesigen Bruderschaft des Jung- deutschen Ordens, wies in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung der Heimatpflege für unser Volkstum hin. Mit dem Gesang des Ordensliedes fand die schön verlaufene Feier ihren Abschluß.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag. Deutscher Bund für christlich-eoangelllche Erziehung in Haus und Schule, Ortsgruppe Gießen: Familienabend, 20 Uhr, im Johannesfaal. — Gitarrenverein „Neapolita": Gemütliches Beisammensein. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Verdun". — Astoria- Lichtspiele: „Der Schrecken von Okl.)hpma" und „Polizeipatrouille um Mitternacht".
— Ein Liliputaner-Gastspiel findet am nächsten Dienstag, nachmittags und abends, im Saale des Cafe Leib statt. Die kleinen Darsteller wollen ihren Gästen einige recht vergnügte Stunden bereiten. Man beachte die heutige Anzeige.
•• Vorbereitung der Kommunal» wah len. Wie die Stadtverwaltung im heutigen Anzeigenteil bekanntgibt, liegt die Stimmkartei (Wählerliste) für die kommenden Kommunalwahlen vom 23. bis 30. September zur öffentlichen Einsicht im Stadthaus, Bergstraße, auf. Räheres ist aus der Bekanntmachung ersichtlich.
' Straßensperrung. Das Hessische Polizeiamt teilt mit: Der Riegelpfad ist zwischen Wilsonstrahe und Aulweg wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten bis auf weiteres gesperrt.
** Landstraßensperrung, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club (A. v. D.) Gießen: Die Provinzialstraße Holzheim — Gambach wird vom 23. September ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Lang-Göns und Dorf-Gill.
** Aufgehobene Straßensperre. Die Sperre auf der Provinzialstraßenstrecke Gießen— Hungen Ortsdurchfahrt Hungen ist wieder aufgehoben.
** Die Dien st stunden des P o lizei - amts für den Pu b l i k u m s v e r k e h r find ab 1. Oktober von 8 Uhr vormittags bis 12$ Uhr mittags und von 15 bis 17$ Uhr nachmittags.
Samstags von 8 bis 12$ Uhr mittags. Für Samstagnachmittags ist in der Zeit von 16$ bis 17$ Uhr ein Eildienst eingerichtet, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können.
** Rückkehr der Hessenturner aus Amerika. Die Turner Schneider (Butzbach) und Reuter (Gießen), die bekanntlich eine etwa siebenwöchige Besuchsreise zu den deutschen Turnern in Amerika unternahmen, werden, wie ein Telegramm vom Norddeutschen Lloyd uns meldet, am heutigen Freitagabend 20.21 U h r auf dem Gießener Bahnhof wieder ankommen. Die Gießener Turnbrüder wollen die Heimkehrer am Bahnhof empfangen und dann zu einem kurzen Wiedersehenstrunk in den „Postkeller" geleiten.
* Das Segelflugzeug „Stadt Gießen", mit dessen Erbauung die 3ungflieger- gruppe des hiesigen Vereins für Luftfahrt vor einigen Monaten begonnen hatte, ist, wie der Verein für Luftfahrt uns mitteilt, nunmehr fertiggestellt worden. Das Flugzeug soll zusammen mit dem vor zwei 3ahren erbauten Gleitflugzeug .Zögling" am nächsten Sonntagvormittag und nachmittag in der Turnhalle des Realgymnasiums ausgestellt werden. Am Vormittag soll auch die Taufe des Flugzeuges vor sich gehen.
** Sie Störche sind fort. Wie uns aus Allendorf. a. d. Lahn berichtet wird, haben die dortigen Störche ihre Sommerbehausung in Allendorf verlassen und den Zug nach Süden angetreten. In diesem Sommer waren es in dem von der Familie Storch schon seit Jahren besuchten Orte ein halbes Dutzend, und zwar die beiden alten und vier junge Störche.
** Herbstb.umen- und Ob st aus st e l - lung des Ob st - und Gartenbauvereins. Man schreibt uns: Die Vorarbeiten zu dieser Schau lassen erkennen, daß eine reiche Fülle vollendet schöner Blumen und Früchte zusammenströmt, die das Gelingen der Ausstellung von vornherein sichert. Unter den auswärtigen Ausstellern seien genannt: Rosenfirma Gebr. Schultheis (Steinfurth), Dahlienspezialzüchter Barth (Mainz), Staudenfirma Goos & Könemann (Niederwalluf). Man beachte die heutige Anzeige.
** E i n V. D. A.-Fest. Die gesamten Gießener Gruppen des Vereins für das Deutschtum im Ausland veranstalten am morgigen Samstag auf der Liebigs- höhe ein Herdstfest zugunsten des Aus - landdeutschtums. Das reichhaltige Programm weist u. a. musikalische Vorträge, Theateraufführungen, Tanzdarbietungen auf und verspricht einen interessanten Abend. Näheres in der heutigen Anzeige.
*• Land sturm tag in Gießen. Die Kameraden des ehemaligen Landsturm-Infanterie- Bataillons Gießen (XVIII/9) wollen sich am 6. O k t ober hier zu einem Bataillonstag treffen. Für den Vormittag ist eine Gedächtnisfeier für die gefallenen Bataillonskameraden auf dem Reuen Friedhof vorgesehen, nachmittags soU sich eine gemeinsame Geselligkeitsveranstaltung im Cafe Leib anschließen.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
HAlten-Duseck, 19. Sept. In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinde- r a t mit der in Älten-Buseck zu erbauenden Försterwohnung. Die Kosten betrugen nach dem ursprünglichen Voranschlag 27 000 Mark, sie wurden jedoch durch einige Streichungen auf 21 000 Mark heruntergeseht. Die Gemeinde hat die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Die Vorlage wurde mit sechs gegen fünf Stimmen angenommen. Die Arbeiten sollen sofort beginnen. Die Leitung hat das Hochbauamt in Gießen. — 3nfolge der zweijährigen Mädchenfortbildungsschule herrschte seither hier der Zustand, daß auswärts beschäftigte Mädchen zum Besuch einer Fortbildungsschule drei 3ahre verpflichtet waren, während die im Dorfe Beschäftigten diese nur zwei Jahre besuchten. Durch Beschluß des Schulvorstandes und des Gemeinderats wird auch hier die dreijährige Fortbildungsschulpflicht für Mädchen eingeführt.
+ Grünberg, 19. Sept. Der heutige Schweinemarkt zeigte einen sehr starken Auftrieb: 615 Ferkel und 35 Läufer. Gegen den letzten Markt erfuhren daher die Preise einen kleinen Rückgang. Es kosteten sechs Wochen alte Ferkel 22 bis 28 Mk., sechs bis acht Wochen alte 28 bis 35 Mk., acht bis dreizehn Wochen alte 35 bis 45 Mk., Läufer 45 bis 55 Mk. Tendenz gut, geringer Ueberstand.
* Lich, 19. Sept. Der Vorstand des Gewerbevereins hatte am vorigen Samstag feine Gründer und verdiente ältere Mitglieder zu einer kleinen Feier im Hotel „Holl. Hof" eingeladen, um sie zu Ehrenmitgliedern zu ernennen und ihnen in Anbetracht ihrer Verdienste ein Diplom zu überreichen. Der Vorsitzende, Schlossermeister Fr. Schmidt, hielt zu Beginn eine Ansprache, wies auf den Anlaß der Gründung des Gewerbevereins vor 40 Jahren hin und ermahnte, auch weiterhin der Organisation die Treue zu halten. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Brauereidirektor Ihring, Georg Schiefer st ein, Karl Nikolaus, Jakob P a u li, Heinrich Walz sen., Friedrich Schäfer. Altmeister Walz dankte im Namen der Alten und ermahnte die jüngeren Handwerksmeister zu festem Zusammenschluß, der in der heutigen Zeit mehr denn je eine Notwendigkeit sei. Bei gemütlichem Beisammensein gingen die Stunden rasch dahin.
r Obbornhofen, 19. Sept. Der hiesige Turnverein „Gut Heil", Mitglied des Turngaues „Wetterau" des Allgemeinen Turnerbundes, hielt am vergangenen Sonntag unter Leitung seines Vorsitzenden Wilh. Z u l a u f sein diesjähriges Abturnen ab. 3m volkstümlichen Wetturnen wurde im Fünfkampf (Freiweit, Freiweithoch, Deutscher Dreisprung, 100-Meterlauf und Kugelstoßen) um den Lorbeerkranz gerungen. Cs erhielten den Wanderpreis Willi Henzel mit 95 Punkten, den 1. Preis Otto Roth mit 85 Punkten, den 2. Preis Willi Bommersheim mit 75 Punkten. Das Ge- rätepreisturnen wurde im Reunkampf (je drei Hebungen am Reck, Darren und Pferd) durchgeführt. Reinhold Kammer errang den Wanderpreis und Fritz Groß den 1. Preis. Die Wanderpreise sind nun zum zweiten Male im Besitz der gleichen Sieger. Rach den Bestimmungen geht er in das Eigentum desjenigen Turners über, der ihn in drei aufeinanderfolgenden 3ahren erworben hat. Rach der Preisverteilung. die durch den ersten Turnwart Albert Leschhorn borgenommen wurde, fand noch Tänz im Saalbau Henzel statt.
Kreis Schotten.
§ Ulrichstein. 19.Sept. Selbst in unserer
Höhenlage, unweit des wasserreichen Oberwal
..Wie denken Sie über Kaffee Hag? Mein Arzt empfiehlt ihn mir. schmeckt er denn?“
„Aber ganz vorzüglich? Er ist Ja bester Bohnenkaffee, dem das Coffein entzogen ist. Ich trinke ihn seit langer Zeit, und Sie sehen, wie frisch ich dreinschaue. Keine Spur vonZerstreutheit und Schlaflosigkeit mehr.“
„Dann will Ich doch dem Rat des Arztes folgen.“
„Unbedingt, es Ist Ihr Vorteil. Vollendeter Kaffeegenuß, Schonung der Nerven, Anregung ohne Aufregung — was wollen Sie mehr?“
Oie Wetterlage.
» 7ß '•*43 waryl
15 «aflbfl. /Ti
A/r
_ -= frankt M
ewomenios. Q neitet. o nalt> DedecM. ® wofKig. q oedeext •Keg?i\ V Schnee a Graupeln, s Nebel K Gewitter.(§)WindStille.«O-' sehr echter O$i ^5 massige» Südsüdwest Q stürmischer Nordwesl Oie Pfene fliegen mit dem Winde. Ole oeiden Stationen stenenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Linien verDindeo Orte mit gleichen^ euf rtecresniveav umaei-cchneleo Luftdruck
Wettervoraussage.
Die Störung im Rorden hat sich vertieft und zu einer Sturmzhklone entwickelt. 3hr Einfluß hat sich dabei südwärts bis über Deutschland ausgebreitet. Lebhafte Luftbewegung herrscht, und im Küstengebiet sowie in Mitteldeutschland treten Riederschläge auf. Die geschaffene Unbeständigkeit der Wetterlage wird zunächst noch anhalten, zumal Luftmassen aus höheren Breiten an der Rückseite der Storung vordringen. Sie w^ken sich auf die Temperaturen aus, werden eine leichte Abkühlung verursachen und auch Anlaß zu Schauerniederschlägen geben, jedoch dürfte gleichzeitig wiedereinsetzender Luftdruckanstieg von Südwesten her später eine Beruhigung der Wetterlage Herstellen.
Wettervoraussage für Samstag: Wechselnde Bewölkung mit Aufheiterung, strichweise Regenschauer, im ganzen etwas kühler, um West drehende Winde.
Lufttemperaturen am 19. September: mittags 23 Grad Celsius, abends 17 Grad: am 20. September.: morgens 17 Grad. Maximum 23 Grad. Minimum 12 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 19. September: abends 21,3 Grad; am 20. September: morgens 16,8 Grad Celsius. Svnnenscheindauer 5y4 Stunden.
des, macht sich die an haltende Dürre der letzten Wochen ft ar I fühlbar. Obwohl unsere Wasserleitung von einer starken Quelle gespeist wird, erweist es sich doch als nötig, den Was - s erverbrauch nach Möglichkeit einzuschränken, weshalb die Leitung schon fett längere« Zeit die ganze Rächt hindurch und am Tag während einiger Stunden abgestellt wird. Auch wurde dieser Tage auf Veranlassung der Bürgermeisterei ein alter Brunnen an der Mauer des Pfarrhoss wieder aufgedeckt, damit diejenigen, bei denen die Dreschmaschine arbeitet, dort Wasser für die Maschine entnehmen können, wovon freilich bis jetzt noch kein Gebrauch gemacht wurde.
Kreis rllsfeld.
+ Appenrod, 19. Sept. Die Kartoffelernte, die infolge der starken Trockenheit bereits in voriger Woche begonnen wurde, geht mit dieser Woche dem Ende zu. Der Ertrag ist eine knappe Mittelernte. Am besten sind Odenwälder Blaue und gelbschalige Kartoffeln, wie Industrie, während die rotschaligen Kartoffeln stark abfallen. Wohl waren die Sträucher noch nicht ganz abgestorben, doch bringt es die rauhe Lage und der schwere Lehmboden mit sich, beizeiten die Ernte vorzunehmen, da das abgeerntete Kartoffelland baldigst mit Winterfrucht bestellt werden soll. Deren Aussaat kann wegen der Trockenheit noch nicht geschehen, cs muh erst ein durchweichender Regen abgewartet werden. Soweit sich der schwere Lehmboden bearbeiten läßt, werden schon Aecker zur Aussaat hergerichtet. Für die Zugtiere ist dies eine sehr schwere Arbeit, die wegen der Trockenheit im Interesse der Schonung der Tiere ein öfteres Schärfen der Pflugscharen erfordert.


