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Stadt Butzbach auf ihre dringlichen Anträge hin dadurch finanziell entgegenkommen, daß er sich bereit erklärt, einen staatlichen Ruhestandsbe- amten für den Dienst bei der Stadt unter Fort­zahlung deS vollen staatlichen Ruhegehalts zur Verfügung zu stellen. Als Jahresgehalt hätte die Stadt dem auf Privatdienstvertrag einzu- stellenden städtischen Polizeikommissar insgesamt 1800 Mk. und 144 Mk. (Kleidergeld), insgesamt 1944 Mk., zu leisten. Außerdem müßte der Stadt im Falle einer Dienstbeschädigung oder eines Dienstunfalles während der städtischen Dienstzeit als -Zusatzruhegehalt der Unterschied zwischen dem Gehalt als Gendarmeriemeister und demjenigen eines staatlichen Polizeikommissars gewährleistet werden. Sonstige Pensionsverpflichtungen erwach­sen der Stadt nicht. Dem einzustellenden Beamten soll vertraglich zugesichert werden, dah er un­beschadet der allgemein gültigen gesetzlichen Cnt- lassungsmöglichkeiten bis zu seinem 65. Lebens­jahr bzw. bis zu seiner Dienstunfähigkeit in städtischen Diensten zu vorstehenden Bedingungen verbleibt. Der Stadtrat ist damit einverstanden, dah vorbehaltlich der Genehmigung durch die staatliche Aufsichtsbehörde der Gendarmeriemeister Biebrich zu diesen Bedingungen vom 1. Juli 1929 ab als Polizeikommissar auf Privatdienst­vertrag eingestellt wird.

Kreis Schotten.

§ Ulrichstein, 19. Juni. Am nächsten Frei­tag, 21. Juni, kann Dr. Bruchhäuser, der seit mehreren Jahrzehnten hier als praktischer Arzt tätig ist, seinen 6 0. Geburtstag be­gehen. Seit 1901, also ein volles Menschenalter, hier ansässig, hat Dr. Druchhäuser sich die Hoch­achtung und das Vertrauen der Bevölkerung seines ausgedehnten Bezirks erworben und ist mit ihr enger verwachsen, als dies sonst unter gleichen Verhältnissen zu geschehen pflegt. In weiten Kreisen ist er bekannt geworden durch seine Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Gesamtvereins des Vogelsberger Höhen-Clubs; dieses Amt führt er seit Jahren mit unermüdlicher Hingabe, er­füllt von echter, tiefgewurzelter Liebe zum Vogels­berg, dessen Schönheiten er kennt wie kaum ein anderer, und der ihm und seiner Familie längst zur Heimat geworden ist. Kürzlich wurde für die Zwecke des Roten Kreuzes durch den hiesigen Zweigverein eine H a u s - sammlung veranstaltet. Diese erbrachte als Ergebnis den ansehnlichen Betrag von 39,30 Mk.

Keine Herabsetzung der Vergnügungssteuer in Frankfurt.

Schließung der Frankfurter Kinos?

WSR. F r a n k f u r t a. M., 19. Juni. Der Ma­gistrat hat heute eine Kommission der Kino- b e s i h e r empfangen und ein« Herabsetzung der Vergnügungssteuer grundsätz­lich a b g e l e h n t. Er hat eine Stundung bei Sicherheitsleistung in Einzelfällen bei buch- mähigem Rachweis der Rotlage in Aussicht ge­stellt. Ein« Schliehung der Frankfurter Theater wird nach Lage der Situation nicht zu vermeiden sein.

Herbstmesse für Möbel und Haushalt in Frankfurt.

WSR. Frankfurt a. M., 19. Juni. Der Aufsichtsrat der M e s s e g e f eil s ch a f t hat nach Fühlungnahme mit den beteiligten Aussteller­gruppen beschlossen, in diesem Jahre vor der Internationalen Kochkunstausstellung eine Herb st messe für Möbel und Haus­halt vom 22. bis 25. September durchzuführen. Die Möbelmesse wird wieder in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Möbelfachverband, Orts­gruppe Frankfurt a. M., veranstaltet werden. Außer den bisher auf der Möbelmesse ausge­stellten Erzeugnissen werden auch alle Waren für Inneneinrichtung und Innendekoration, wie Gar­dinen, Gardinenzubehör, Teppiche, Möbelstoffe, Decken aller Art usw. zugelassen werden. Die Haushaltmesse wird umfassen: Stahlwaren, Haus­und Küchengeräte, Glas, Porzellan und Stein­gut, Holzwaren, Spielwaren, Bürsten, Besen, Pinsel, Galanterie- und Korbwaren.

Wirtschaft

Oie Einigungsbestrebungen im land- wirtschastlichen Genossenschaftswesen.

Berlin, 19. Juni. Die von den Organisatio. nen des ländlichen Genossenschafts­wesens zusammengesetzte Einigungstom- mission trat heute unter dem Vorsitz des Präsidenten der Preußischen Zentralgenossen- schaftskasse erneut zusammen. Vertreten waren: der Reichsverband der deutschen landwirtschaft­

lichen Genossenschaften, der Generakverband der Deutschen Raiffeisengenossenschaften, der Verband Deutscher Bauernvereinsorganisationen, der Ge. nossenschaftsverband der Deutschen Bauernschaft, der Genossenschaftsverband des Reichslandbun- des, der landwirtschaftliche Revisionsverband des Bayrischen Bauernvereins, der Mittelrheinisch- Rassauische Genossenschaftsverband, der Verband der Oberschlesischen Genossenschaften. Der Ent­wurf der Satzungen des genossenschaft­lichen Einheitsverbandes wurde end­gültig fertiggestelit. Es wurde weiterhin Aeber- einstimmung dahin erzielt, daß die Rationalisie- rungsmaßnahmen im Mittel- und Unterbau des ländlichen Genossenschaftswesens unabhängig von dem jeweiligen Stand der Verhandlungen über die Konstituierung des Einheitsverbandes fort­gesetzt werden. Die Verhandlungen über die B e - sehung der Aemter im genossenschaftlichen Einheitsverband wurden sodann unter Vorsitz des Reichsministers für Ernährung und Land­wirtschaft fortgeführt. Seitens des Reichsmini- slers für Ernährung und Landwirtschaft wurde ein Vermittlungsvorschlag den Genossenschafts­organisationen dahin unterbreitet, daß der Reichs­verband der deutschen landwirtschaftlichen Ge­nossenschaften als stimmberechtigten Ehrenpräsi­denten des Einheitsverbandes den Geheimen Lan­desökonomierat Hohenegg, München, stellt, zum geschäftsführenden Präsidenten Reichsmini­ster a. D. Dr. Hermes bestimmt wird, wäh­rend Regierungspräsident z. D. v. B r a u n , Ber­lin (Raiffeisen) und ein weiterer vom Reichsver­band der Deutschen landwirtschaftlichen Genosscn- schaften zu bestimmender Herr stellvertretende Präsidenten werden. Zu Generalanwälten wer­den Regierungsrat G e n n e s (Reichsverband) und Direktor August Schmidt (Raiffeisen) vor­geschlagen. Der Reichsverband der Deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften und der Ge­nossenschaftsverband des Reichslandbundes be­hielten sich ihre endgültige Erklärung bis zur er­neuten Stellungnahme ihrer Verwaltungsorgane vor. Die übrigen Organisationen stimmten dem Vermittlungsvorschlag zu.

Belebung des Auiomobilgeschästes.

Die Umsätze auf dem Automarkt sind im Mai und Juni saisonmähig erheblich ge - st i e g e n. Hemmend wirkte sich bis zum Anfang Juni noch die durch die Reparationsverhandlun­gen in die Wirtschaftslage getragene Unsicherheit aus, sowie die Kreditrestriktion der Reichsbank, welche die Absahfinanzierung erschwerte. Rach- dem aber nun die Pariser Verhandlungen abge­schlossen sind und allmählich wieder ausländisches Kapital in die Wirtschaft strömt, ist eine weitere Belebung des Geschäftes eingetreten, die jedoch nicht den erwarteten starken Umfang an­genommen hat. Die Umsahsteigerung reichte bis­her nicht aus. um der ungewöhnlich langen und starken Geschäftsstockung vom Rovember v. I. bis Anfang April einen Ausgleich zu bieten. In­folgedessen hat sich die Spanne zwischen der Leistungsfähigkeit der Werke und dem Absatz vergrößert, zumal die Rationalisierung die Pro­duktionskapazität zwangsläufig erhöht und die Automobilindustrie gegenwärtig noch einer stän­digen, über das natürliche Wachstum der Wirt­schaft hinausgehenden Ausweitung ihrer Absatz­möglichkeiten bedarf. Rachdem aber bereits, im Gegensatz zu den Vorjahren, der Juni und Juli 1928 einen Höhepunkt für Publikumsverkäuse brachte, darf nach der Entwicklung der gesamten Wirtschaftslage wahrscheinlich mit steigenden Umsätzen bis in den August gerechnet werden. In den mittleren und kleinen Wagen­klassen ist die Absahentwicklung verhältnismäßig besser als bei schweren Typen. Die Einfuhr von fertigen Wagen ist von 14,7 Millionen Mark im April und Mai 1928 auf 7,6 Millionen Mark im April und Mai 1929, d. h. auf etwa die Hälfte zurückgegangen. Dagegen ist die Einfuhr von Explosionsmotoren von 25 394 Stück in den ersten vier Monaten 1928 auf 37 997 Stück im gleichen Zeitraum 1929 gestiegen, was auf eine erhöhte Tätigkeit der Montagewerkstätten schlie­ßen läßt. Der Rückgang der Einfuhr fertiger Wagen wird dadurch reichlich ausgewogen. Die Preise sind im allgemeinen stabil geblieben, und mit einer Ermäßigung ist in absehbarer Zeit nicht zu rechnen.

Die Preußische Z e n t r a l-B o d e n- kredit-Aktiengesellschaft hatte im März den Inhabern ihrer 3V2. und 4prozentigen Kommunal-Obligationen ein Abfindungsangebot gemacht, das jetzt, nach Ablauf der Widerspruchs­frist, als von allen Gläubigern angenommen gilt. Demgemäß fordert die Gesellschaft zur Einrei­chung der alten Obligationen auf, um dagegen die darauf in Höhe von 10 Prozent des 'Renn­werts entfallenden neuen ^/«prozentigen Liqui­

dationskommunalschuldverschreibungen in Emp­fang zu nehmen, die vom 1. Januar 1928 ab verzinslich und mit 104 Prozent rückzahlbar sind. Die Jahreszinsen für 1928 werden sofort bei Aus­händigung der Stücke bezahlt. Die Liqu.-Schuld- verschreibungen sind mit mindestens 1,6 Prozent des Gesamtbetrages und Zinszuwachs in läng­stens 30 Jahren auszulosen. Die ersten 3 plan­mäßigen Ziehungen für die Jahre 1928, 1929 und 1930 werden zu einer gemeinsamen Ziehung zu- ammengesaßt, die bereits im Rovember d. I. tattfindet. Zuzüglich eines besonderen Betrages kommen an diesem Termin 2 420 360, Mk. zur Auslosung, was zirka 15 Prozent des Gesamt- umlauss ausmacht. Die näheren Einzelheiten über den Umtausch sind aus der heute veröffentlichten Anzeige zu ersehen.

* Adlerwerke vorm. Heinr. Kleher A.-G., Frankfurt a. M. Die Automobil­werke Franz QI.-®., Zürich, hat die Qkrtretung der Fiatwerke in Turin niedergelegt und die Generalvertretung der Adlerwerke übernommen. Cs soll für die gesamte Schweiz eine größere Verkaussorganisation eingerichtet werden.

* Der Erzbergbau im Mai. Heber die Entwicklung des Erzbergbaues im Monat Mai wird berichtet: Bei den Siegerländer Gruben bewegten sich Förderung und Absatz auf der Höhe des Vormonats, auch sind Preisänderungen nicht vorgenommen worden. Im Lahn-Dillgcbiet ein* chließlich Oberhessen sind wesentliche Aenderun- gen gegen den Vormonat nicht eingetreten. Aus­reichender Absatz ist teilweise auf Grund laufen­der Verkaussabschlüsse gesichert gewesen. Förde­rung und Abruf hielten sich die Waage, so daß die auf Halde liegenden Erze noch nicht ab» gesetzt werden konnten.

* Erhöhung des Produk t i onskon- tingents der Rohstahlgemeinschaft. In einer Sitzung des Vcrwaltungsausschusses der Internationalen Rohstahlgemeinschaft in Paris wurde das Fabrikationsprogramm für das dritte Quartal 1929 um 1 Mill, auf 32 295 770 t pro Jahr erhöht. Die Frage der Verlängerung der Internationalen Rohstahlgemeinschaft wurde be­sprochen mit dem Ergebnis, daß alle Gruppen hiermit grundsätzlich einverstanden sind. Eine Beschlußfassung über die Reuregelung soll in der Septembersihung in Wien stattfinden.

* Allianz und Stuttgarter Verein Versichern ngs-A. -G., Berlin. Die Ge­neralversammlung setzte die Dividende auf wie­der 12 Prozent fest und beschloß äleberweisung von wieder 600 000 Mk. auf das KontoFor­derungen an Aktionäre", so daß die Aktien nun» m6hr mit 28 Prozent (i. V. 27 Proz.) eingezahlt sind. Heber das Geschäftsjahr 1929 wurde mit­geteilt, daß das Geschäft, versicherungstechnisch gesehen, bisher nicht günstig verlaufen sei. Die Klagen bezüglich der Automobilversicherung und des Haftpflichtgeschäftes beständen nach wie vor fort. Es sei ein weiteres Anwachsen der Schäden festzustellen, das sich ungefähr im Rahmen des Vorjahres halte. Auch die Feuerversicherung sei ähnlich wie bei den anderen 'Versicherungsgesell­schaften schlechter verlaufen. Hier habe das weni­ger befriedigende Ergebnis auch in den letzten beiden Monaten angehalten.

Frankfurter Börse.

F r a n I f u r t, 20. Juni. (Eigener Drahtbericht desGieß. Anz.") Tendenz: zurückhaltend. Bis zu den ersten Kursen war die Stimmung an der Börse lustlos, da anregende Momente nicht Vorlagen. Die Spekulation bekundete daher Abgabeneigung, und es traten gegenüber der gestrigen Olbendbörse meist Abbröckelungen bis zu 2 Prozent ein. Auch die abgeschwächte gestrige Abendbörse drückte auf die Stimmung, und die Tendenz neigte zu Beginn des Marktes zur Schwäche. Das Angebot nahm aber kein größeres Ausmaß an, und das herauskommende Material fand ohne Schwierigkeiten Aufnahme, doch waren Verluste nicht zu vermeiden. Far­ben und Siemens waren stärker angeboten und eröffneten bis zu 0,5 Prozent niedriger. Bei er­steren wurden Tauschoperationen vorgenommen. Das Geschäft war nicht nennenswert groß. A.E.G. lagen gut behauptet. Gesfücel, Rheag und Schuckert dagegen bis 1,5 Prozent schwächer. Am Montanmarkt waren heute die Umsätze wieder nur minimal. Erste Kurse kamen hier kaum zu­stande, doch betrugen die Rückgänge, da hier kein Angebot vorlag, nur bis zu 0,5 Proz. Am Kali- marft büßten Westeregeln 2,5 Proz. ein. Zellstoff- werte gut gehalten. An Glänzstosf waren heute wie­der vermehrte QTbgaben sestzustellen: dieses Papier verlor 4,5 Proz. Am Dankenmarkt war die Umsah- tätigkeit etwas reger, doch waren zumeist kleine Abschläge zu verzeichnen. Rach den ersten Kursen trat ein Tendenzumschwung ein. Vom AEG.°Markt ausgehend, wurde die Stimmung freundlicher, doch wurden die anfänglichen Qkr» lüfte nicht immer aufgeholt. Rur AEG. und

Farben, ttc gegen andere Werte getauscht wur­den, waren lebhaft gehandelt und bis 2 Prozent ester. Farben waren auf Tauschoperationen mit der J.-G.-Chemie-Basel immer noch angeboten, die sich aber bald beträchtlich einschränkten: auch : >ier waren geringfügige Besserungen zu ver­zeichnen. Der Abschluß eines Ausl an d - redits, der erst später bekannt wurde, machte einen vorteilhaften Eindruck, konnte sich aber noch nicht voll auswirken. Renten still. Deutsche Anleihen leicht gedrückt. Q5on Ausländem Ana­tolier leicht gebessert. Im Qkrlaufe drückte der Ordermangel wieder stärker auf die Geschäfts- entwicklung, die Stimmung war jedoch nicht un- reundlich. AEG. gaben von ihrem Gewinn wie­der etwas her, lagen aber immer noch bis 1,5 Prozent über Anfang. Auch die meisten übrigen Werte lagen etwas höher. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent etwas angespannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dol­lar 4,1929, gegen Pfund 20,329, London-Kabel 4,8490, gegen Paris 123,97, gegen Madrid 34,40, gegen Hockcmd 12,0725.

Berliner Börse.

Berlin, 20. Juni. Rach einem freundlichen Dormittagsverkehr eröffnete der offizielle Dör- fenbeginn enttäuschend. Das Geschäft war unverändert klein: da verschiedentlich Ware von der Dankkundschaft herauskam, schritt auch die Spekulation zu Entlastungsverkäufen, die trotz ihres geringen Umfanges doch Kursab­schwächungen von 1 bis 2, vereinzelt bis 3 Pro­zent zur Folge hatten. Anregende Momente lagen nur wenig vor. Man sprach über den Wirtschaftsbericht der Diskonto-Gesellschaft, über die Kapitalerhöhung der holländischen Dreda, über die Steigerung des Kaliumsahes und über die Desprechungen in Paris. Es befriedigte, daß die diplomatische Konferenz bereits Ende Juli stattfinden wird. Erwähnenswert war noch die Mitteilung, daß die Leistungen des deutschen Dergbaues im Mai zwar gegen den Vormonat geringer, gegen das Vorjahr aber höher waren. Am Geldmarkt konnte man heute eine Er­leichterung feststellen. Tagesgeld war mit 6,25 bis 6,75 Prozent erhältlich. Monatsgeld stellte sich auf 9,5 bis 10,5 Prozent: Waren­wechsel bei 8,5 bis 8,75 Prozent ohne Umsatz. Farben waren stärker gedrückt im Zusammenhang mit den Tauschoperationen mit dem Dezug der J.-G.-Chemie-Basel. Stärker gedrückt waren Salzdetfurth, Polyphon, Motoren Deutz, Elek­trische Liegnih und Glanzstoff, die 3 bis 6 Pro­zent verloren. Maschinenfabrik Augsburg-Rürn» berg konnten gegen Anfang weiter anziehen. Deutsche Linoleum, die heute exklusive Bezugsrecht notiert wurden, und Sarotti lagen 2 Prozent fester. Rachrichten über neue Kauforders in der Spritaktie konnten an diesem Markte keine Be­lebung Hervorrufen. Deutsche Anleihen unverän­dert. Von Ausländern Anatolier fester. Am Pfandbriefmarkt herrschte Geschäftslosigkeit, die Kursgestaltung war nicht einheitlich. Rach den ersten Kursen wurde es vorübergehend etwas leichter. Dann regten Käufe am Elektromarkt etwas an, so dah die ersten Kurse meist wieder erreicht wurden. Vom AEG.-Markt ausgehend wurde die Tendenz etwas freundlicher, und ver­schiedene Werte konnten 1 bis 2 Prozent an­ziehen.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. QU., 20. Juni. Am Produkten- markt war feine nennenswert« Geschäftsbelebung zu verzeichnen, obwohl die Auslandnotierungen bedeutend erhöht sind. Die Grundstimmung war jedoch etwas freundlicher und fester, die Preise wurden jedoch hiervon kaum berührt. In erster Linie war die ziemliche Geschäftsstille auf den geringen Umfang des Umsatzes zurückzuführen. Die Provinz kam mit höheren Forderungen an den Markt, die aber kaum bewilligt wurden. Die Tendenz war fester. Preisveränderungen traten nicht ein. Es wurden notiert: IDeizen 23,50; Rog­gen 21,75 bis 22; Sommergerste für Drauzwecke 23; Hafer, inl., 22; Mais (gelb) für Futterzwecke 20; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32 bis 32,50; Roggenmehl 28,25 bis 29; IDeizenkleie 10,25 bis 10,50; Roggenkleie 11,50. Tendenz: fester.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 20.Juni. Auftrieb: 195 Rinder, 973 Kälber, 43 Schafe, 793 Schweine Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 79 bis 82 Mk.; mittlere Mast» und Saugkälber 71 bis 78; geringe Kälber 60 bis 70. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 78 bis 81; von etwa 160 bis 240 Pfund 80 bis 82; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 77 bis 80 Mark. Marktverkauf: Schweine ruhig, nahezu geräumt. Kälber mäßig-rege, ausver­kauft.

20 6.

19.6.

Datum

102

103

465

469,5

188

20. Juni

19. Juni

61

2,6

52

23,4

B

50

r

17,25

123,5

123,25

120,9

130,5

129,5

223

128,75

186,5

Banknoten

327,25

329,13

328

330

den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an.

Die

112

138

50,5 69

223

144,5

172

157

163

f-

l

6

10 O

5

. 6

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316

253,5

465

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10

12

11

12

10

10

10

252,5

188

151,25

111,9

129,25

131,5

224,5

186,75

277,5

173,5

157 .163

111,25

129,25

131,5

224

187,4

276,25

172,25

157

163

110,6

128,75

131

76 106,5 106,13 123

225

187

277,75

172,5

157,25

163

10

. 8

10

15

12

18

14

12

18

112,75

214,5

61

50,5

52,5

Buen-Atre« Brss.-Antw Christian ia. Kopenbagrn Stockholm Helsingfors.

23,3

20,4

22,4

1,95

8,13

50,25

68,5

101,25

318,25

255,25

471

356

254,5

187,5

112,75

214

60,75

50,5

52

209

28,5

92

279,25

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

99,9

29,85

2,5

1,9

23,45

20,4

92,4

278,75

8

8,9

1,9

8,2

8

8,2

eOLp. Deutsche (Etlenbabn . Hamdutg-Amertka Bafel . Camb.-5üt>am. Dampsjch.

Hansa Dampfschiff .... Norddeutscher Lloyd . . .

Llllg. Deutsche Ereditanst. . Barmer Bankverein . . .

Berliner Handelsgesellsch. . Commerz- und Prioat-Ban! Darmst. u. Nationalban!

Deutsche Bank . . . . Diskonto-Gesellschaft tat Dresdner Bank . -

Mitteldeutsche Sreditbau! Metallbau!» »etchsban! ....

. 8 . 8 10

. 8 . 8 10

. 8

. 8

Belgrad - Budapest. - Bulgarien Lissabon . - Danzig... . fionft urttn. Athen. . . Canada . . UrnquaO . . Cairo

Neuyork . - PariL. . . . Schwei; «. Spanien . - Japan . . . Rio de Jan. Wien in D-- Lest- abgest

4% Schweiz. Bunderb^Aat.. .

4% Ceflencidjiidje Goldrte.. .

4,20% Ceften. Silberne.....

4% Oesterreich, eintjeitl. Rte. . -

4% Ungarische Goldrte......

4% Ungarische Staats!. v. 1910 .

4Yi% befrgl. von 1918.....

4% Ungarische Kronenrte 4% türt. Zollanleihe v. 1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn-Dnl., Serie l

4% desgi. Serie 11

4% Rumänen convert. Rte. . . - 4%% Rumänen Goldanl. von 1913

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

- Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

Bhuwv Hoizmann .... Heidelberger Cement . . . Gement fladflabt .... Waytz ft Freitag.....

Schultheis Dcchenhoser . . Cfliurrte........

Bet. Gianzstosf Lemberg........

Reimeff Waldhof .... Zclllross Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessauer Öae......

Daimler Motoren .... Deutsche Maschinen-Fabrst Lldlerwerke Stever ....

Ludw. Locwe Rat. Automobil Ctenftein & Koppel . . . Leonhard Tietz Bamag-Meguin Fianlj. Maschinen . . . . Gritzuer Heyligenstaedt . . . . . ZunghanS Lechwerke Mainkraftwerke Miag Nelari ulmer Peters Union......

Gebt. Roeder Voigt ft Haeffner . . . . Südd. Zucker......

Berlin H

Schluß-lAnfang- Kurs | Kurs

Frankfurt a M.

Schlus- l-Ufir Kure l Kurs 19.6. | 20.6.

9

8

12

Berlin, 19- Juni

Geld

Brief

Französische 'Jlotui.....

Holländische Noten......

16,36

16772

167,86

168,54

Ftalicnrsche Noten ......

21,89

21,97

Norwegische Noten......

111,38

111,82

Deutsch-Oestrrr., i 100 Kronen

58,78

59,02

Rumänische Noten......

2,48

2,50

Schwedische Noten......

112,05

112,49

Schweizer Noten.......

80,84

80,76

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

58,88

59,12

12,36

12,42

Ungarische Noten.......

72,80

73,10

,Frankfurt a 4)1.

Berlin

Sckilub-I Kurs

1 Uhi- flute

Schluß-sAnsang

flute |

Kprs

Datum

19-6. |

20-6.

19.6. |

20.6.

A.E.G.. .....

Bergmann . .. Elekrr. Lieferungen . . . Licht und Kraft ..... gelten ft Guilleaume.... Ges. f. Eiektr. Untern.. . . . Hamb. Elekrr. Werke . . . . Rhein. Eleltr. . ...... Schles. Eiektr........

Siemens 4 Halske ..... Transradio . ....... Lahmeher ft To.......

Buderus....... .

Deutsche Erdbl ...... Essener Steinkohle ..... Gelsenkirchener ... L 7* Harvener.........

Hocsch Eisen. ......

3üc Bergbau ....... Klücknerwerke ....... Köln-Reuessen....... Mannesmann.....

Mansselder........

Qberschlel. Eisenb. Bedarf. . Oberschlei. Kokswerie . . Phänir Setflbau......

Rheinische Braunkohlen . . - Rheinstahl . . f.Jahr Riebeck Montan......

Vereinigte Sicchlw.....

Otavi Minen . ......

Kali Aschersleben.....

Kaki Westeregeln......

Kaliwerk Salzdetfurth . .

Z. garben-Jnduftrie . . .

Sckieideanstalt.......

Rlltgerswerke.......

Metallgelellschaft. . . .

. 9 10

10 . 6

10 10

. 9 10

. 8 12

. 8 10

. 6 . r. . 8

3.4 . 6 . 8 . 8

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10 471 7,2 . k

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194,25

220

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220

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117,5

137,5

93,5

294

127,5

99

245,5

256,5

162

75,5

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128,5

194,25

222,5

223,25

162

244

400

115,9

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252,25

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196 244,25

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136,5 144,5

127,25

104,9 124,5

117,13 138,25

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112 93,75 294,25

127

150

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257

75,5 89,25

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218

135

224

194,5

244,13

399,5 145

116

136

143,4

104,25

117,9

138,25

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98,75

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410,25

255,25

75

89,13

Sanljurt a.M.

Berlin

Schluß Kurs

t-Uht- flute

Sihtuh- flute

Anfang flute

Datum

19-6-

20-6.

19 6.

20 6.

87, L

87T

50,9

10,7

Deegl. ohne Auslof.-Rechte . .

10,75

10,7

7% Franks. Hyp.-Bk. Goldpf. un- kündbar bis 1932. -

86

<y,% Rheinische Hhp.-Bank Lian. Goldps...........

78,75

C.G.®. aba. B orttiegs-Obligation. rückzahlbar 1932 . -

90

Amtliche 9 Geld

Dotierung Brief

Amtliche 9 Geld

rotienma Bries

168,17

168,51

168,22

168,56

1,749

1,753

1,750

1,755

58,115

58,235

58,13

58,25

111,66

111,78

111,59

111,81

111,53

111,80

111,55

111,77

112,19

112,41

112,23

112,45

10,527

10,547

10,527

10,547

21,915

21,955

21,91

21,95

20,322

20,342

20,307

20,347

4,1875

4,1955

4,188

4,196

16,375

16,415

16,38

16,42

80,525

80,685

80,59

80,75

59,12

59,24

59,25

59,37

1,843

1,847

1,846

1,850

0,4965

0,4985

0,496

0,498

58,83

58,95

58,845

58,965

12,401

12,421

12,404

12,424

7,351

7,365

7,357

7,371

72,99

73,13

73,00

73,14

3,027

3,033

3,031

3,034

18,73

18,77

18,75

18,79

81,13

81,34

81,18

81,34

2,018

2,022

2,002

2,024

5,44

5,45

5,415

5,425

4,152

4,160

4,154

4,162

4,046

4,054

4,036

4,044

20,832

20,872

20,825

20,865

Berlin, 19- Juni

Geld

Brief

Vinti-rikatiliche 9)fltn .....

4J6S

4,186

Belgisch« Noten....... .

58,04

58,28

Dänische 'Jloten........

111,40

111,84

Englische Noten........

20,27

20,35