Ausgabe 
20.4.1929
 
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Auf je 3 Eimer Wasser 1 Paket Persil nehmen, Persil kalt auflösen, Wäsche nur einmal kurz kochen lassen!

Das ist die ganze Wasch weisheit! Einfacher geht's wirklich nicht.

Nachdruck verboten.

5. Fortsetzung.

indem sie die

die Frau des

Polizei.

jede andere Dame die

ins ®e- Lippen

Dewitz, Vorzüge vcS Geiste« in Ehren aber sie vergesse eins, daß nur einige wenige Aus- erwählte die Gabe besäßen, sie zu erkennen. Daß man der großen Masse durch äußerliche Dinge imponieren müsse. Und überhaupt, er verbitte sich jeden Widerspruch, es werde morgen ein Rolls- Royce gekauft.

Worauf hinwiederum Frau Marcelle mit der Miene einer Dulderin, die schweigend eine neue Demütigung hinnimmt, den Kopf senkte und, das Taschentuch an die Augen gedrückt, hinausging. Denn auf dem Korridor stand das Telephon, und von dort telephonierte sie an die Autofirma, daß sie morgen kommen werde.

Linda Andersen ging am Arm ihres inter­essanten, jungen Begleiters durch die lichterfüllten Räume, von allen Seiten begrüßt. In diesem Hause, in dem Rang und Titel nicht wirkten, in dem man nur einen Ramen murmelte, war es nicht leicht, aufzufallen: aber ihr Begleiter fiel auf. Sie merkte mit einem Gefühl glücklichen, stillen Triumphes, daß die Blicke der Frauen ihm folgten, während sie über die Treppen und durch die Hallen gingen der Gedanke, just die Auscrwählte zu sein, erfüllte sie mit stolzer Sicherheit.

Eben beendete die Jazz-Band einen Tango: ein junger Tänzer geleitete Frau Krentz an ihren Tisch zurück, verabschiedete sich mit einer Ver­beugung und verschwand im Gewühl. Marcelle wandte sich ihrem Gatten zu, der mit seinen hellblauen Augen den Schwarm der Gäste über­schaute: nur sie gewahrte die kleine Falte zwi­schen seinen Brauen. Sie folgte der Richtung seines Blickes: dort stand Linda Andersen mit ihrem exotischen Begleiter.

Wer ist dieser Herr?" fragte er.Ich habe

Sie sah ihrem Mann sicht und antwortete, schürzte:

Ich weiß es nicht."

Ich finde," sagte sie,

Was sagen Sie dazu, Fräulein Crmolteff? Wo ist dieser Fedor Sokoloff? Was haben Sw an jenem Vormittag im Oerstedspark mit ihm ge-

Wieder schüttelte die Angeklagte den Kopf. Ihr Gesicht war blutleer: die brennend roten Lippen standen in dem weihen Oval wie eine blutige ^Das eine ist sicher: Fräulein Srmolieff war in" diesen Fedor Sokoloff verliebt. Genau so verliebt wie jene unglückliche Französin auf dem DampferSonderborg". Einmal hörte ich einen Sah, den ich verstand: sie bat ihren Begleiter, mit dem Mittagszuge mit ihr abzureisen.

Was antwortete er ihr darauf?"

Er lachte sie aus und wieder kam irgend­eine Drohung oder etwas derartiges: dann sagte sie einmal auch das verstand ich:Du vergißt, daß meine Mutter..." Das Folgende ging wie- der über meine Sprachkenntnisse."

Was geschah weiter?"

Dann standen die beiden aus. od) ging ihnen nach: um die Wahrheit zu sagen: ich wollte auf die Junge Dame zugehen und ihr sagen, daß der Mann an ihrer Seite ein Verbrecher sei, der ihr Unglück bringen werde."

Warum taten Sie es nicht?"

Ich wollte eben auf sie zugehen: da kam aus der Gyldenlövesgade ein Auto, die beiden stiegen ein und fuhren in die Stadt. Zwei Tage später las ich von dem Mord im Grand Hotel. Ich hatte natürlich keine Ahnung, daß die junge Dame, die ich mit Sokoloff im Oerstedspark beob­achtet hatte, die Mörderin war. Das habe ich erst jetzt erfahren: als ich nämlich die Photographie des Fräulein Crmolieff in den Zeitungen sah: unter dem Aufruf, worin alle, die diese Dame kannten, aufgcfordert wurden, sich zu melden."

Herr Kapitän," sagte der Vorsitzende.Ihre Aussage ist wahrscheinlich von ungeheurer Wich- tigkeit. Können Sie uns über diesen Sokoloff etwas Näheres sagen?"

Rur eine Kleinigkeit. Ich habe ihn noch ein drittesmol gesehen."

Wann? Wo?"

Vor einer Stunde. Er fuhr in einem Auto an mir vorüber."

Dieser Fedor Sokoloff ist also in Kopen­hagen?"

Ja, Herr Präsident. Er ist in Kopenhagen."

Ich danke Ihnen, Herr Kapitän. Bitte, halten Sie sich zu unserer Verfügung: es kann fein, daß wir Ihr Zeugnis noch im Laufe dieser Rächt brauchen." Er zog die Uhr.Ich unter- breche die Verhandlung auf eine halbe Stunde. Wo kann ich Sie erreichen, Herr Präfekt? Auch Sie werde ich im Laufe der Rächt noch brauchen."

Ich fahre in meine Wohnung."

Fedor Sokoloff... Fedor Sokoloff... was ist geschehen, um sich dieses Fedor Sokoloff, mit dem alle Dinge stehen und fallen, zu versichern?"

Alles, Herr Präsident. Die Stadt ist in sieben Quadrat« abgeriegelt, alle Beamten haben in . dieser Rächt nur die eine Aufgabe: ihn zu suchen. Alle Straßen sind beseht - alle Bahn-

höfe sind überwacht. Roch vor dem Morgen werde ich Ihnen Fedor Sokoloff bringen."

Die Villa des Staatsrats Krentz strahlte im Lichterglanz.

Der Hausherr, an der Seite seiner jungen, schönen Frau, ging, Höflichkeiten tauschend, von einem zum anderen. .

Die Geselligkeit des Krenhschen Hauies hatte eine besondere Rote: sie verzichtete bewußt auf alle jene Bindungen bürgerlicher Tradition, die geeignet sind, eine festliche Rächt zu einer drückenden Zeremonie zu machen. -Die Frau des Staotsrates, die trotz ihrer Jugend fast die ganze Welt kannte, hatte die freien Sitten der inter­nationalen Gesellschaft in ihrem Hause eingesuhrt und sie hatte, zu ihrer eigenen Ueberraschung, in dem kühlen Kopenhagen mit ihren Anschau­ungen begeisterte Zustimmung gefunden. Wer zum Staatsrat Krentz kam. legte mit der Garde­robe seine Würde ab. Sogar seinen Titel. So war das fast Unmögliche Tatsache geworden: daß Menschen der guten Kreise eine angeregte und amüsante Rächt lang beisammen waren, ohne Langeweile, ohne den Zwang, Banalitäten zu tauschen ohne die Rotwendigkeit, aus Rück­sicht auf den Rang der anderen, Höflichkeiten zu sagen die ihm gegen seine Wahrheitsliebe gingen.

Auch der Staatsrat Krentz hatte diese weit- herzige Aiischauung seiner Frau übernommen. Sie hatte ein probates Mittel gefunden, ihrem Gatten, der liicht mehr der Jüngste war, ihre Wünsche zu suggerieren: indem sie grundsätzlich das Gegenteil von dem forderte, was sie zu erreichen wünschte. Herr Krentz gehörte zu den starken Raturen, deren Grundzug die Opposition ist. Wenn die schöne, junge Frau, deren kastanien­brauner Dilbenkopf eine Berühmtheit des Kopen­hagenerStrög" war, sich ein neues Auto wünschte, so begannen ihre Verhandlungen mit der einsichtsvollen Demerhing, es sei geradezu absurd, daß man sich bei diesen Zeiten ein neues Auto kaufe, wenn das alte noch ganz gut sei. a tempo waren alle Geister des Widerspruchs in der Seele des Staatsrats geweckt, was sich durch ein scharfesWieso?" ankündigte. Mit einem ungeduldigen Kopfschütteln versuchte sie alsdann ihrem Gatten klarzumachen, daß sie alle jene Frauen verachte - und ihre Männer bemitleide, die ein derartiges Ansinnen unter den heutigen Verhältnissen zu stellen wagten.

Du wirst wissen, wie sehr ich im allgemeinen den Gründen der Logik zugänglich bin, meine Liebe", antwortete darauf Herr Krentz.In diesem Falle kann ich. so leid es mit tut, nicht mitkommen. Du scheinst nicht zu begreifen, daß es sehr oft die Rücksicht auf den Stand des Gatten sein kann, die eine Frau veranlaßt, An­sprüche zu erheben, selbst wenn sie ins Extra­vagante gehen. Gerade das, was uns von den Menschen rechts und links unterscheidet, gibt uns die besondere Rote."

Woraus Frau Marcelle schlicht und gemessen erwiderte: für sie genüge es, daß man sich durch Vorzüge des Geistes von den Menschen rechts und links auszeichne.

Da aber gab Herr Staatsrat Krentz die ent­scheidende und nicht mehr zu widerlegende Ant­wort: daß Frau Marcc^e, wie er mit Be­dauern sehe, trotz mehrjähriger Ehe immer noch von einer geradezu kindlichen Weltsremdheit sei.

langsam sagte er:

Was meinst du damit?"

Ich meine: irgend etwas ist an diesem Manne, was mir nicht recht gefällt."

Der Staatsrat schüttelte leise den Kopf.Ich muß dir sagen, daß ich ausnahmsweise nicht deiner Meinung bin."

Ich finde," sagte Frau Marcelle,er hat etwas im Blick, was zur Vorsicht mahnt."

Man sieht, mein Kind, daß du keine Menschen- kennerin bist. Er hat ausgesprochen gutmütige Augen."

Du mußt es natürlich besser wissen," sagte sie seufzend,allein ich denke, man sollte sich ein we­nig um ihn kümmern. Schließlich können wir nicht einen Herrn in unferm Hause empfangen, von dem man nicht genau weih, ob er ein perfekter Gentleman ist oder nicht."

Ich sage dir: das ist'^der perfekteste Gentle­man. der jemals unser Haus betreten hat."

Glaubst du? Ich finde, man sollte ihn beob­achten."

Und ich erkläre dir, meine liebe, gute Mar- teile: es ist geradezu sündhaft, einen solchen Ge­danken zu äußern."

Präfekten hat mehr als , Pflicht, in ihrem Umgang vorsichtig zu sein."

Ihr Mann hatte das Monokel ins Auge ge­klemmt und betrachtete aufmerksam den Fremden:

Vornan einer Nachi

Von Paul Rosenhayn.

seinen Ramen nicht verstanden." von der Seite

Lockende Lichter Im Tivoli.*

An einem Tisch in der Rähe der Glastür, die zum Wintergarten führte, nahm Linda mit ihrem Begleiter Platz. Diener erschienen mit Kocktails: er ging ans Büfett, um ifjr ein paar Deli­katessen zu besorgen. Frau Linda blickte ihm nach: wie sieghaft sein Gang war! Dieser Mann trug die Sicherheit des Erfolges in feinen Hän­den in seinem ruhigen und gewinnenden Lä­cheln, das alle Unebenheiten des Lebens zu glät­ten schien. War das nicht das Abenteuer, das junge, reizvolle Abenteuer, auf das sie gewartet hatte die ganze Zeit? Sie lebte an der Seite ihres alternden Mannes cm behagliches, von freundlicher Sonne gesegnetes Leben. Man be­neidete sie um ihre Stellung, um das innige Ge­fühl, das ihr Gatte ihr entgegenbrachte, man zweifelte nicht, daß auch sie ihm in herzlicher Liebe zugetan war: aber jenes Gefühl, das sich weder mit dem Verstände noch mit dem Herzen, das sich nur mit den Rerven begreifen läßt, hatte keinen Platz zwischen ihr und ihm. Alle Dinge ergaben sich aus freundlicher und liebe­voller Rücksichtnahme von selbst was jenseits dieser Dinge lag, mochte ihr Mann dunkel als etwas Gefährliches und Unberechenbares empfin­den. Sie selbst hatte manchmal, in tiefen Räch­ten, von einem Land der Liebe geträumt, von Gärten voll glühender, roter Blumen von den heißen Flammen verbotener Rächte. Daß es diese Dinge in Wirklichkeit gäbe ja, daß sie in ihr eigenes Leben treten würden, das hätte sie bis vor wenigen Stunden nicht geglaubt.

Er kehrte zurück: eben ging Marcelle Krentz an ihm vorüber: Linda sah, daß sie ihm nachblickte.

Musik setzte ein; ein langsamer Boston:De­siree."

Wollen wir tanzen?" fragte er. Sie nickte lächelnd.

Während sie an den Zuschauenden vorüber­glitten, fühlte sie das wachsende Interesse, das ihr Tänzer erweckte. Sie sah, wenn auch nur im flüchtigen Blickwinkel des Tanzes, die Augen der Frauen, die die seinen suchten ihre werbenden Blicke, die ihm folgten; deutlich spürte fie_ den Reid, der aus ihrem Lächeln zu ihnen herüber- ftromte sie hatte das Gefühl,- als ob sie wäh­rend dieses schwebenden und wiegenden Tanzes körperlich eins wurde mit ihm. Ihre Rerven so­gen die verführerische Lockung der Melodie in sich ein alles war Auftakt, Spiel der Liebe; aus Blicken, Tönen, Licht und Tanz formte sich ein heißer Strom, der sie und ihn in sich aufnahm, mit sich sortrih. Rie in ihrem Leben hatte sie die unbegreifliche Macht der Töne so verspürt wie in diesem Augenblick: ihr war, als öffneten sich iljrc Adern, neues Leben zu trinken, als gebe es im schimmernden Ring dieses Tanzes keine Gedanken, keine Hemmungen, keine Reue: nur die brausende Wollust des Besitzes. Einen Mo­ment tauchte es in ihr auf, erinnernd und mah­nend: daß sie sich selbst nicht mehr begriff, daß sie wie verzaubert sei, daß der Druck seiner Hand, das Bewußtsein seiner körperlichen Rähe sie in einen seligen Dann geschlagen habe, dem sie sich entziehen müsse: aber gleich darauf ver­warf sie, feuchten Auges, alle diese Mahnungen, froh nur, in seinem Arm zu ruhen. So restlos war der Traum des völligen Hingegebenseins, daß sie förmlich erschrak, als der Tanz plötzlich zu Ende war.

(Fortsetzung folgt.)

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