Ausgabe 
20.2.1929
 
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21 dem hexischen Ministerium de« Innern

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ittoacn im Lchachl i einige firnen, die u« rr Luft enthielten, jzi

sUlülkkchsin noQie, roi Wammen jedesßorbrr-

** Dom Feuerlöschwesen i m Kreise Gießen. 3m 3ahrc 1928 fanden durch drn Kreisseuerwehrinspektdr in 36 Gemeinden des Kreises Gießen Besichtigungen der Feuerlöschrin- richtungen, verbunden mit einer Hebung statt, in vier weiteren Gemeinden wurden nur die Geräte besichtigt. Die Feuerlöscheinrichtungen der Ge­meinden Geilshausen, Großen-Buseck. Großen- Linden. Harbach. Heuchelheim. Inhnden, Lauter. Londorf. Lumda. Queckborn. Rüddingshausen. Htphe und Wieseck wurden sehr gut. diejenigen der Gemeinden Allertshausen. Daubringen, Rod-

Tum Schutz gegen Grippe

Erkältungskrank­heiten. Mandelu, Halsentzündungen

sraumilch". Astoria-Lichtspiele: gene auf der Tanselsinsel".

Stabtheater Gießen.

x-x dürften.

Die Kraftfahrer im Dienste des HochwafferschuheS.

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Der Gau Illa Frankfurt a. M. des Allgemei- ic-i Deutschen AutomobU-Clubs ruft seine Mit- ;Iiiebcr auf. sich dem Hochwasserschutz- er Patronen beschöstiu dienst zur Derfügrrng zu stellen. 3n dem Auf- ilütfe gerissen, <: tu f heißt es u. a.:

6ni;ernung toitien -Mit dem Auf geh en von Rhein, Main und geschleudert. Auch e:- e ien Rebenflüssen ist mit sehr starke mH och- Meter Dicke wurde 6 ® isser und damit mit einer außerordentlichen

Zerfahr für die anwohnende Bevölkerung zu

Bornotizcn.

Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: .Olympia". 20 bis 22 Hhr. Reichsverband te3 deutschen Glektro-3nstalla- tionsgewerbes e. D.: Dortrag .Wie gestaltet die Elektrizität 3hren Haushalt gesünder sowie an­genehmer?". 8 Hhr, in der Aula der Hniversi- tät. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. .Lieb»

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5.7 - ich nahe S>c^trfoi mit einem er no:iic;aiL>m Beamte t et too:bn während bfl ad ernstlich verlehl W- cn und d.e SesxnM^ rdrn bei tat en undgenelenm is lagen rnr wrmutet, dah das fin nie bei der S.gnalstelbai

die Stadt nach gesetzlicher Dorschrist als Ar­beitgeberanteil zu den Sozialversicherun­gen 7t86 93 Mk. an die Ortskr.intentasse Gießen zu zahlen hatte.

Unfälle ereigneten sich in städt. Betrieben bzw. Betriebsteilen insgesamt 48.

Tie Arc-, Ab- und Hmmeldungen der städti­schen Arbeiter und Bediensteten (ausgenommen die beim Gas- und Wasser- und Elektrizitäts­werk Beschäftigten) liegen dem Versicherungsamt ob. Es wurden erstattet 821 Anmeldungen, 748 Abmeldungen, 320 Ummeldungen.

DaS DersichernngSamt ist Ausgabestelle für die Karten zur 3nvaliden- und An­ge st elltenversicheruna. Es waren ins­gesamt 2635 Karten aufzurechnen und 3219 neu auszustellen.

Tie Reichsverstcherungsanstalt zahlte für diese Tätigkeit eine Dergütung von 196.35 Mk.

Ausgenommen wurden ferner folgende An­träge. a) auf Gewährung von -Invalidenrente 103; b) auf Gewährung von Witwenrente 20; c) aus Gewährung von Waisenrente 13; df auf Gewährung von Kinderzuschuß zur 3nvaliden- rente 21; e) auf Gewährung eine« Heilverfah­rens 26.

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läu fuhr der QlaÄtaiiii« Damm- und Deichbrüche, Heberschwemmung fahrt in den Stafcta Ortschaften ufto. stehen nach den früher gc- Daqcnvarlie auf. S:i "-achten Erfahrungen, bei den in diesem 3ahre etliü Dabei so schvc, W besonders ungünstig gelagerten Verhält­st ßflrauf ßarR Qj iiHen unbedingt bevor. Aach den mit den zu- S ächt ins Krank» '^dram Regierungen gehabten Besprechungen KLnbeu eS sich in erster Linie darum, die in frage kommenden Hilfsorganisationen Technische ülothilfe, Sanitätskolonnen, Rotes ^etUfl, Freiwillige Feuerwehr ufto.) schnell- i-rn s an die Gefahrenstellen zu brin-

Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Dorste.lung der Molnarschen Komödie Olympia", Gastspiel August Prasch-Grevenberg, beginnt um 20 Uhr. Zu der Docksvorstellung (Oer Arbeiter-Kartell-Derbände) sind an der Theaterkasse noch einige Karten zum freien Der- tauf hinterlegt. Zur Aufführung gelangt Bayard DeillerS KZminalstückDer Prozeß Mary Du- gan. Die letzte Ausführung vonKarl und Anna", Schaicspiel in vier Akten von Leonhard Frank, ist am Sonntag, 24. (Fremdenvorstellung). A.s dritter Tag des Kammerspielzyklus (zu­sammen mit dem Goethe-Bund) ist durch die 3ntendanz des Stadttheaters Dr. Fischers Thea­ter der musikalischen Komödien zu einem ein­maligen Gastspiel verpflichtet worden. Montag, der 25. Februar, ist ass Aufsührungstag fest­gelegt. Wegen Erkrankung von Karl D o l ck mußten verschiedene Umbesetzungen im Ssnelplan borjenommen werden. Tie Vorstellungen werden aoer trotzdem in der Reihenfolge eingehalten, in der sie veröffentlicht wurden.

lieberProblem«' der modernen Dramaturgie" spricht am morgigen Donners­tagabend im Hörsaal 44 des Universitätsgebäudes der Dramaturg unseres Stodttdeaters Dr. Karl Ritter. Auf den Vortrag sei nochmals hingewiefen.

Orche st erverein Gießen. Un dem morgen, Donnerstag, abend in der Reuen Aula stattfindenden S)mphonietvnzert des Occhester- vereins unter Leitung von Professor B r ü d n e r, Wiesbaden, und unter Mitwirkung des Musik­lehrers Franz Dauer jun., Gießen, als So­listen werden Werke von Beethoven und Mo­zart aufgeiübrt. Die Veranstaltung fei allen Musikfreunden noch einmal empfehlend in Er­innerung gebracht.

Ooerheisischer Geschichtsverein. 3m Oberhessischen Geschichtsverein wird am mor­gigen Donnerstag den letzten Dortrag dieses Winters Prof. Dr. Donderau aus Fulda ha.ten über seine Ausgrabungen auf dem Dürn­berg bei Fritzlar. Don hier aus. wo damals eine fränkische Siedlung bestand, hat bekanntlich Bonifatius die Rli.fio. i.tung R.ederhessens betrieben und dort nach seiner Romreife 738 Düraburg als ersten Bischofssitz in Hessen ge­gründet. Rach seinen mit überraschenden Ergeb­nissen durchgefiihrten Arbeiten an den ältesten An.agen des Fuldaer Domes und der Hersfelder S.istök.rche ga.ten Donderaus Ausgrabungen in den letzten 3ahren dem Bischofssitz Düraburg und der fränkischen Siedlung, auch hier mit größtem Ersv.g. Die Fundamente der alten Bischo.skirche mit dem Sauftaum sind freigelegt worden, sogar als erster seiner Art auf deutschem Boden der wohlerhaltene Tau'sbrunnen. in dem der Bischof den Bekehrten dreimal untertauchte. Manche bis­her offene Frage der Forschung wird durch diese Untersuchung beantwortet. Der Dor.rag wird durch Luhtockder erläutert werden. (Vergleiche die Anze.ge imGieß. Anz." vom Montag.)

Deutschnationaler Handlungs­gehilfen.Verband. 3m Rahmen seines dies- jährigen Winterprogramms veranstaltet der D. H. V. Gieß.n morgen, Donnerstag, abend im Katholischen Vereinshaus einen Lichtbildervortrag über eine Er­holungsreise nach Helgoland und den nordfriefischen Inseln. Man beachte die heutige Anzeige.

Einführungsvortrag zur Auffüh­rung der Missa solemnis. Die Volkshoch­schule bittet uns, darauf hinzuweisen, daß Dr. Ve­rn e s v a r y am Sonntag. 23. Februar, einen Ein- führungsvortrap zur bevorstehenden Aufführung der Missa soemnis hält. Näheres siehe heutige Anzeige.

Gesangverein .Heiterkeit". Nächsten Samstagabend außerordentliche Generalversamm­lung. (Siehe heutige Anzeige.)

;en, Material- und Lebensmittel-Transporte )«:chzusühren, aus den gefährdeten Ortschaften )iaZctiDuerung. Dies) und wertvolle Habe recht» selig abzutransportieren.

Sie Fahrzeuge, die für solchen Ernstfall dem i-Qu Illa bisher gemeldet sind, reichen für eine Mart große Ausgabe naturgemäß nicht aus. (»ergeht deshalb an alle Gaumitglieder sowie :n. alle hilfsbereiten Fahrzeugbefitzer die Ruf- 'oaberung, durch Abrabe einer kurzen schriftlichen Mitteilung an die Geschäftsstelle des Gaues lila toi ADAC. Frankfurt a. RI., Stiftstraße 39, itelephon Hansa 4516, sich für diesenDienst iin Rolf' zur Verfügung zu stellen, unter An- oiie, wieviel Last- bzw. Personenwagen gestellt nrnben können.

Das Gießener Dersr'cherungsamt im Jahre 1925.

OaS Dersicherungsarnt der Stadt I eßen nimmt nach den Dorschriften der k^ichSversicherungsordnung als untere Spruch-, s^-ischluß- und Aufsichtsbehörde die Geschäfte *>t!t Reichsversicherung wahr und erteilt in An- ;c:legenhcit der Reichsversicherung Auskunft. 5ain Tätigkeitsgebiet ist auf den Stadtbezirk x:chränkt, jedoch wird das Register der im Greife Gießen wohnhaften Aerzte. die zur itacssenpraxis zugelassen sind bzw. Antrag auf Zulassung zur Ausübung von KassenpraxiS ge­teilt haben, beim städtischen Dersicherungsarnt geführt, wo auch die Befchlüsse des Zulassungs- i^zschusses in Aerztesachen vorbereitet und aus- jHüIjrt werden.

Der Aufsicht des D e r s i ch e r u n g s - iints unterstanden 1 Orrskrankenlasse, 5 Be- m.cb8-, 2 Innungskrankcnlafsen.

Ls wurden bearbeitet : 61 Spruchsachen ; Listungsansprüche gegen Derstcherungsträger) urri> 53 Deschluhfachen (Feststellung der Der- lioceriingspflicht in der Kranken-, 3nvaliden- urrt) Arbeitslosenversicherung).

3m Arztregister waren Ende des 3ahres m -getragen 89 Aerzte; neu auf genommen tour» tei 12 Aerzte, gestrichen wurde 1 Arzt.

Der Zulassungsausschuß beschäftigte ich m brei Sitzungen mit 20 Anträgen. Es blie- tezi streitig 4 Sachen, die dem Schiedsamt in ?'!rmstadt zur weiteren Erledigung zu über- : ttwifen waren.

2lls unftänbig Beschäftigte waren su.rchschnittlich 160 Personen gemeldet, für die

»ersehen sind, was bedeutet, daß sie den tech- v. chen Erfordernissen entsprechen.

Diese Bestimmung ist im 3ntereffe des Der- 'iHrs, wie der Radfahrer erforderlich, well bei ieier anderen technischen Gestaltung weder der Z-adsahrer geschützt, noch der von rückwärts K2tanfommcn:e Krafttoagen'ü)rer rechtzeitig go- . . 3»ernt wird. Es liegt im 3nterefje der Radfah-

n einem ifnufe in ;e-to{e p^r Händler und der betreffenden 3n- , vraflen ms ßebd nnftrie, von dieser angekündigten Verordnung auen rettete feine Sinti drjn jetzt Kenntnis zu nehmen, damit sie sich se Deppe. Uz er hiem.s li.Ht mit Rückstrahlern versehen, die mit Be- """ ,u""ti nmtheit späterhin polizeilich beanstandet toer-

heim, Ruttershausen, Saasen. Stockhausen, Wat­zenborn-Steinberg. Weickartshain und WeiterS- Hain gut angetrossen. Das Kreisamt spricht in einer Bekanntmachung im neuesten AmtSverkün- digungsblatt den betreffenden Gemeinden und Feuerwehren seine Rnerte-nnung aus.

** Personalien. Ernannt wurden: der Po- lizeihaupttoachtmeister Georg H e i l m a n n in Gießen zum Kriminalhaupttoachtmeister mit Wir­kung vom 1. Februar 1929 ab; die ©enbarmerie- hauptwachtmeister auf Probe Ludwig Flath in Gießen. Wilhelm Eloos in Ober-Erlenbach und 3ohann Dreher in Dad-Rauheim zu Gendar- meriehaupttoachtmeistern, sämtlich mit Wirkung vom 16. 3anuar ab; der Lehrer Heinrich 3äkel in Alsfeld zum hauptamtlichen Fortbildungs­schullehrer an der Fortbildungsschule zu Als­feld und Hmgegend mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an.

Reifeprüfung imRealgymnasiuM. Am Montag und gestern fand im Realgymnasium unter dem Vorsitz des D'rektors der Anstalt die Reifeprüfung der Abiturienten statt. 33 Oberpri­maner unterwarfen sich der Prüfung und bestanden sämtlich.

Der Volkstrauertag in Gießen. Anläßlich des DolkStrauertages am nächsten Sonntag, 24. Februar, findet wiederum, wie in den bisherigen 3ahren, auf Einladung der Gießener Ortsgruppe des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorfe in der Reuen Aula der Hniverfität eine Gedenkfeier zu Ehren unserer Gefallenen statt. Die Gedächtnisrede wird Pro­fessor Dr. Schmoll halten.

* E i n kleinerWasserrohrbruch wurde heute früh in der Bleichstraße sestgestellt. Allem Anschein nach handelt es sich aber nur um einen Schaden an einem Zuleitungsrohr. Die Arbeiter­kolonnen des Städtischen Wasserwerkes sind zur Zeit mit der Behebung von Rohrschöden in den verschiedensten Stadtteilen noch reichlich beschäftigt.

* AuS dem Gießener Standesamts- r e g i ft c r. ES verstorben in der Zeit vom 1. bis 15. Sehr.: 1.: Luise Locher, geb. Schimmel. Witwe, 75 3ahre alt. Alicenstroße 11; 2.: Kurt Stampfl, 2 3abre alt. Walltorstraße 63: Hugo Hartung, ohne Dnn.f, 74 3ohre a 't, Licher Str. 74; 3.: Elisabethe Fischer, geb. Köster, Witwe, 78 3ahre alt, Schottstraße 11; Marie Meyer, ohne Beruf, 38 3ahre alt, Wilhelmstraße 53; 4.: Mar­garete Becker, geb. Scherer. Witwe. 69 3ahre alt, Rorbanla'e 31; Wilhelm Konrad Aßmann. Etektromechanikermeister, 35 3ahre alt. Dismarck- straße 11; 5.: Emma König, ohne Beruf, 75 3ahre alt, Ludwigstraße 52; 7.: Ottilie Ruppel, geb, Ruppel. 52 Jahre alt, Steinstraße 59; Roaert Walther, ohne Beruf, 27 3ahre alt, Wetzstein­gasse 6; 11.: Charlotte Bauder, geb. Barth. Witwe, 70 3ahre alt, Südanlage 12; Paul Fritz Rischik, Fabrikarbeiter, 65 3ah re alt, Wolken­gasse 17; 12.: Katharina Beimborn. geb. Kirchner, 61 3ahre alt, Schifsenberger Weg 26; 13.: Bal­thasar ©ermann, ohne Berus. 65 3ahre alt. Licher Straße 74; Friedrich Magnus. Privat­mann, 79 3ah re alt, Bergstraße 17; 3ulie Franz, ohne Berus, 87 3ahre alt, Licher Straße 74; 14.: Hermann Kann. Rentner, 75 3ahre alt, Kaiser­allee 8; 15.: Katharina Elisabetha Schönhals, geb. Weitzel, 72 3ahre alt. Weserstrahe 1; Wil­helm Menz, Leßrer i. R., 82 3ahre alt, Ebel- straße 3; Adam Kauß, Kreislassedirektor, 59 3ahre alt. Westanlage 62; Marcellus Galinski. Stellwerlsschlosser. 74 3ahre alt, Frankfurter Straße 150.

** Schmetterlinge wurden uns in den letz­ten Tagen als Frühlingsboten wiederholt überbracht. Wir nehmen hiermit von dem Auftreten dieser Flieger gebührend Kenntnis, möchten aber schon im voraus auf weitere Zusendungen dankend verzichten, da unser Bedarf vollständig gedeckt ist.

** Oberhessischer Dorfkirchenvor- ftehertag. Die Dorflirchenvereinigung für den Kreis Gießen, Kreis Wetzlar und Rachbarge- biete, hält eine Dorfkirchenvorstehertagung in Reiskirchen (Kreis Gießen) ab, und zwar am Montag, 25. Februar, nicht, tote früher mitgeteilt, am 28. Februar. Rach einer einleiten­den Andacht im geheizten Saale und einer Kafeepause folgt der Vortrag des Prälaten Dr. I).Diehl: .Warum muß Luthers Katechismus uns wieder werden, was er unseren Vatern war, und wie ist das zu erreichen?" Eine Aus­sprache schließt sich dem Vortrag an. 3n An­betracht des bedeutsamen Vortrages ist zahlrei­cher Besuch zu erhoffen. Ankunft und Abfahrt der Züge sind äußerst günstig gelegen. Kirchen­vorsteher, Lehrer und Gemeindeglieder sind herz­lich eingeladen.

Ausstellung von Handarbeiten. 3n den Räumen der städtischen Gemäldesamm­lung, Senckenbergstrahe, die von der Stadt dem in den Räumen beschränkten A.ice-Schul-Derein zur Verfügung gestellt wurden, findet von Don­nerstag. 21. Februar, bis F.eitag, 1. März, eine Ausstellung der 3ahresaroeiten der Fachaus­bildung zur Handarbeitslehrerin statt. Eine reiche Fülle von Radelarbeiten aus allen Gebieten der Radeltechnik, neben Zeichnungen. Bastelarbei­ten in Bast, Holz und Metall, macht den Besuch der Ausstellung interessant und lohnend.

** Saatgutmärkte. Die Lcmdwlrtschafts- kammer kündigt im heutigen Anzeigenteil Saatgut- markte in G r ü n b e r g am 25. Februar und in Lauterbach am 26. Fed-uar an. Unsere Land­wirte seien auf diese Märkte, bei denen auch Be­stellungen auf Saatgut erfolgen können, besonders hingewiesen.

Kälte-Erinnerungen. Aus unserem Leserkvrise wird uns geschrieben: 3n den letzten Tagen brachte derGießener Anzeiger" in verschiedenen Rümmern Mitteilungen von alten Leuten über kalte Winter der letzten 53 3ahre und auch Aussätze von Fachgelehrten über die Kälte in diesem Winter. Da fühle ich mich ver­anlaßt. auch aus meinen Erfahrungen Mitteilung zu machen. Der Chronist Sebastian Fabian von Bacharach schreibt: «Früh im Oktober 1708

siel ein ungeheurer Schnee und blteb liegen, InS die Aprilsonne im 3ahre 1703 ihn wegkeckta Tie Kälte stieg bis zu unerhörter Höhe. Der Rhein lag in den Fesseln des SiseS bis in den April des folgenden 3ahres. Die Tiere deS Waldes und des Feldes staraen vor Hunger hin und waren, von dieser Gewalt getrieben, selbst furchtlos zu den Dlenschenwohnungen gekommen. Vögel stürzten tot aus der Lust, Felsen, durch die sich ein Quell durchsickert, barsten und stürz­ten herab in die Täler. Am Tag und in der Rocht tat es in den Wäldern und Feldern Schläge, als ob eine Feldschlange abgefeuert würde, und doch waren es nur Bäume, die zer­barsten bis in die Wurzel, bis in die Krone. Kein Tag verging, wo ntcht Menschen erfroren. Hunger und Elend war eine Folge dieser Rot. und die Menschenliebe, wo sie sich fand, hatte ein reiches Gebiet ihres segnenden Wallens. Die Weinstöcke erfroren bis in die SchneHinie. und an Stellen, wo die Mittagssonne den Schnee nach und nach wegleckte, ois in die Wurzei hinab." So schreibt der Chronist. Run. was ich selbst erlebt habe:Der Winter 1855/56 war sehr streng. Das Eis der Mosel war so stark, daß man von Treben nach Trarback^ ein Stück Wein schaffte. Ein Stück Wein wiegt? soviel tch mich entrinne, 30 Zentner, dazu kommt ein star­ker Schlitten und 4 Pferde, außer der Begleit­mannschaft. 3m 3ahrr 1865 amtierte ich zu Ade­nau in der Eifel. 3n der letzten Märzwoche fiel der Schnee so hoch (et schnitt mit dem Dureausenster ab), daß selbst die Postschlitten nicht durchkamen. Acht Tage waren wir von allem Verkehr abgeschnitten. Wir sandten einen Staffelten veiler ab. doch auch der kam nicht durch. Am 1. April wurde es so warm, daß innerhalb acht Tagen der Schnee v)ne Regen verschwand. 3n 14 Skxgen bis drei Wochen standen die Bäume in voller Blüte. 3m Winter 1879 waren im De­zember hier in Gießen 25 Grad Reaumur (minus). Viele Räume erfroren. 3n Hlrich- stein und Krofdorf waren es nur 12, u.ib keine Bäume erfroren. (Siehe Gießener Anzeiger.) Der 1865er und der 1857er waren die besten Weine während meines langen Lebens.

* Jagdverbot für d i e Rheinprovinz. Der Oberpräsident für die Rheinvrovinz hat wegen des durch die andauernde scharfe Kälte hervoi ge­rufenen Notstandes unter dem Wild auf Grund des 8 30 des Feld- und Forstpolizeigesetzes durch Polizei- DPiorbnurg für den ganzen Umfang der Rheinpro­vinz von heute bis ^um 10. März einschließlich jede Jagdausübung auf jagdbares Wild, gleichgültig, ob das betreffende Wild gesetzliche Schonzeit hat oder nicht, verboten.

Der Obst- und Gartenbauverein Gießen hielt am Sonntag im Saale des Kauf­männischen Dereinshauses seine ordentliche Haupwersammlung ab. Aus dem 3ahre3bericht war zu entnehmen, daß der Verein im umfloße­nen 3ahre eine rege Tätigkeit auf allen Ge­bieten entfaltet hat. Der Mitgliederbestand zeigt erfreuliche Ruitoärtöbetoegung, Obwohl für die Dereins.-ärlen große einmalige Rufto nbungen erforderlich (ctoefen sind, be ind n sich l te Ka sen- verhältnisse in Ordnung. Für das Sommerhalb­jahr ist u. a. ein Dortrag über gärungslo'e Früchteverwertung mit prak.ischen Dorsührungcn, Lichtbildern und Kostproben voree'ehen, wozu die Dersuchsanstalt in Obe:-Erlenbach bereit) zugesagt hat. Außerdem tourLc.a zwei Besichtigungen be­schlossen. Die erste güt dem Obstgut Schwalben­stein, eine 15 Morgen große Besitzung mit Gärt- nerinnenschule der Geseillchaft für landwirtschaft­liche Frauenbildung, am Fuße der Schaumburg bei Balduinstein gelegen, die zw ite der fürst­lichen Hofgärtnerei in Lich mit ihren ausge­dehnten Obst- und Cc.nüfeiulturen. 3n dem an- schliehenlen Dortrag sprach G arten inspektor R e h n e l t über Winter- und Früh'ahrsarbeiten, Der Redner ging von dem Gedanken aus, daß der Garten nicht allein zum Arbeiten da sein solle. Er sei nicht We.'.statt. sondern erweiterte Wohnung, bestimmt zur Erholung und zum Ge­nießen. Don Schlingrosen umrankte lauschige Sitz­gelegenheiten dürften in keinen ©arlen fehlen. 3cber Hauseingang vom Garten aus sei mit reichem Blurreaschmuck und freund.ichem Grün umgeben. Hierzu eigneten sich am besten kleine, handliche Kübelchen in runber oder vierkantig.r Form mit weißem Anstrich und besetzt mit Hor­tensien, ober einer anderen Blüten- oder Blatt­pflanze. Auch Buchsbäumchen eignen sich hierfür. Die wichtigsten Il.euersch.inungen von Blumen wurden besprochen, auch auf den Wert der Gar­tenlilien verwiesen. Die menschliche Arke tskrast. sei es die eigene, die seiner Angehörigen oder bezahlte, sei dadurch zu schonen, daß man ba8 veraltete, meist zu schwere und unpraktische Ge­schirr für Bodenbearbeitung beiseite stelle und neues anschafse. 3n diesem Zusammenhang fand die reiche Ausstellung von Wolf-Gartengeräten besondere Würdigung. Oekonom G o 11 m a n n, der die Vorführung im einzelnen übernahm, be­tonte, daß der Kleingartenbau gegenüber der Landwirtschaft noch rückständig sei. Wollte man in der Landwirtschaft nach dem alten Shstem weiter arbeiten, dann könnte man längst nicht mehr existieren. Man sollte darum auch im Gartenbau endlich dazu üb ergehen, jedes Werk­zeug zum alten Eisen zu werfen, das sich durch ein solches ersetzen laste, das die Arbeit er­leichtert. Die Reuerung besteht hauptsächlich darin, baß man nicht mehr die SHlaghacle schwingt, sondern alles Furche.rziehm, Behäufeln und 'Behacken, kurz jede Art Bodenlockerung nach dem Graden in der Weise aussührt. daß cm ge­eignetes. für den Zweck besonders konstruiertes Gerät gezogen wird. Voraussetzung ist allerdings für alle Gemüsearten die Reihensaat vom Säm­ling bis zur erwachsenen Pflanze.

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Kun,, 'cd unS mitgeteilt: .

Inh öomille u? 3m Znteres'e der D e r k e h r s s l ch e r h e , t (Jg oFcb demnächst angeordnet werden, daß a n 0lei(f)tn fi 8,iilleu Fahrrädern Rückstrahler (die rufe* r genannten ^Katzenaugen") angebracht werden. Das /jF m ütsher ist in der allgemeinen Straßenverkehrs- u rug DOn k Q1 *» Innung von einer solchen Vorschrift Abstand etrQi icmommen worden. Die Erfahrung hat aber ge- m Darii.. ! csirt, daß sie unbedingt notwendig ist. damit die ur?^ . Nla|n| s«.adfahrer bei Dunkelhrit dem Führer emee ^folgenden Kraftfahrzeuges rechtzertig rfüsJL. mkennbar werden. . , v

Sx getnf® Lurch Öen Rückstrahler werden bie emfallenben morjeti r! Lichtstrahlen des nachfolgenden Automob'ls tn 1 i^lbroten Farben zurückgeworf n. Er muß T.^flofffl »t -cheschafsen fein, daß er im Lichtkegel der Kraft- Z ohrzeugscheinwerler auf eine bestlmmte

r,en ^aum 5 dfernung deutlich zu erkennen ist. ^'"lgesuckiV Sie genauen Besti-nmungen über die Bescha.fen- LSwädta 2Les Rückstrahlers werden in der im Laufe erden, auch k,. jr ,cs Monats März zu erwartenden Verfügung ttzn, so cUgeiegt werden. ES wird aber jetzt schon daraus

W nicht aufmerksam gemacht, daß als Rückstrahler vor-

n iuMcht ich nur solche Fabrikate anerkannt toer- k:n, die von dem Verein deutscher Radfahrindu- Imcfler mit dem Prüfzeichen

der provinzialbauptstadi

er gHÄ Gießen, den 20. Februar 1929.

F nücfflrafjter an den Fahrrädern.

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