Ausgabe 
19.10.1929
 
Einzelbild herunterladen

" ®e(|. 'S,*"««!.

Seil.

?^VS« Srcitan fcn die £ °d I« -/ M'-Ü «r h h«M" t' cin 6toL6Aei6- ln aQgt rjs , tiefer Een wuK Tisch ysenominen

Auch ÄeutelwMart. lnb2n- haben ,? ^^er. ble wan aLVOö0O vn einem ?Ten hat, itvllcht ist rj?011 e tn

'urch bV Ua in Mngen linMbei fe «ÄÄ**

*1 &w.

^2 ÄfuÄ

JftäX )n 'ü tzezen 16 W au ?2?<^en* t^ung Ast der für Sams- * -Tras Zeppelin" ogramm abgeseht tvordem 2nbc Di't.rung im Boden, gesuhlt, daß die für 8* Fahrt des

PassagAeren an Bord Falls die Dctterverhält« -ndung erfahren, wird der - 2i>ssührung kommen.

ilug desR101.

(®'3.) Das Luftschiff ahrgäslen an Bord fuhr um einem Probeflug, der oll, von Cardington ab. Das ter den Fahrgästen befindet ler Lord Thomson. Das 15 Uhr seine Uevungssahrt iet an Seinem Ankermast fest«

: in Westfalen.

n), 19. Olt. lDTB. Funk« esen des Landwirtes Over« !end ein Feuer aus, das iden Winde in kurzer Zeit ige.bäuöe ausdehnte. Die e Hertener Feuerwehr und \enetal Xtumen^ol" tonn- M eineä bet Gebaute rrbrannte. Die oirtschastiiche Maschinen Jesamtschabendurste Rad bc'.mifcn.

r Diebstahl in Aeuyort.

Iäma teilt mit, daß be* r einen Panzerkrast« 0 Dollars Inhalt am rstohlen haben. Der Da' Ernten, doch werden die W väMd der Unter* en.

rer Erplosionskalaftrophe.

kt iDTB.) In Dara*

W\ rS»z/v//?(

en«{*

"'S« ftfö* «S°> , .mirflU6t°9c' hot unter rV ^en Störung x M" C-;X«5 sK-L?

iP*1

isA

Mohentohe

woch, 23. Oktober, findet im Stadttheater die Erst­aufführung des DramasDer arme Heinrich" von Gerhart Hauptmann statt. 27 Jahre nach der Erstaufführung fand Hauptmanns Drama vor kurzem in Berlin im Deutschen Bolkstheater stärk­sten Widerhall.

Die Sozialdemokratische Partei Gießen veranstaltet am Sonntag, 20. Oktober, 15 Uhr, auf der Licbigshöhe eine öffentliche Versammlung. Tagesordnung: Voungplan oder Dawcsplan. Referent: Dr. Mierendorff, Darmstadt. (Siehe heutige Anzeige.)

DerKaufmännischeVereinundder Ortsgewerbeoerein veranstalten am Mon­tagabend in der Aula einen Lichtbildervortrag von Dr. Schürer, Prag, über das ThemaPrag, ein bauliches Schickfa . Die Mitglieder der Vereine seien auf diese Veranstaltung besonders hingewiesen.

Der Mandolinen - und Gitarren- VereinNeapo 1 ita" und der Gesangverein Harmonie-Gemütlichkeit" veranstalten am Sonn­tag 10. November, 16Ve Uhr, in der Neuen Universitäts-Aula ein gemeinsames Konzert urt:r der bewährten Leitung des Dirigenten beider Vereine, Hans Sonntag. Der Mandolinen-

und GitarrenvcrcinNeapolita" ist durch seine seitherigen Konzerte in der Universitäts-Aula be­reits bekannt: cs ist zu erwarten, das) durch die Mitwirkung des Gesangvereins ^Harmonie- Gemütlichkeit" etwas Außergewöhnliches gebeten wird, zumal Mandolinenmusik vereinigt mit Männergcsang für Gießen etwas ganz Neues ist. Ein Besuch ist daher sehr zu empfehlen. Man beachte die heutige Anzeige.

L. U. Von der Landesuniversität. Studierende, die bereits hier immatrikuliert sind und rhre Studien hier fortsetzen Wollen, haben sich auf dem Universitäts-Selretariat, Bismarck- straße, anzumelden, um die Ausweiskarte ab­stempeln zu lassen und ihre Wohnung anzugeben. Dies hat in der Zeit vom 21. Oktober bis zum 16. November 1929 vormittags von 9 bis 12 Uhr zu geschehen. Anmeldungen zur Immatrikulation werden in der gleichen Zeit auf dem Sekreta­riat angenommen. Nach dem 16. November wer­den Anmeldungen nur dann angenommen, wenn die Verspätung in genügender Weise entschuldigt wird. Bei der Anmeldung zur Immatrikulation

gestrige Anzeige.

** Zur Richtigstellung. Der Goethe- Dund bittet uns, darauf hinzuweisen, daß der Vortrag von Dr. Oskar Schürer über Prag morgen, Sonntagabend, stattfindet, nicht, wie irr­tümlich angegeben wurde, am Montagabend.

* Diebstähle. Der Polizeibericht meldet: Es wurden gestohlen: ein Damenrad, Marke Mars", Nummer unbekannt: ein Herrenrad, MarkeKuxmann-Osiris", Nummer 14177; ein Herrenrad, MarkeMars", Nummer 532 498; ein Damenrad, MarkePanther", Nummer 497 574; eine blaue Kostümjacke mit grauem Sei­denfutter; eine elektrische Fahrradlampe; eine Fahrradboschlampe; ein nußbaumpolierter Schreibtischsessel mit Vierkantbeinen, Sih und Rückenlehne mit Linoleum überzogen und mit Messingknöpfen am oberen Ende der Rückenlehne; Damen- und Kinderstrümpfe. Sichergestellt wur­den drei Herrenräder.

"Deutschnationale Frauengruppe. Man schreibt uns: 2m Cisenbahnhotel Hopseld fand am Dienstagabend eine Versammlung der deutschnationalen Frauengruppe statt. Die Vor­sitzende sprach zuerst über das Volksbegehren ge­gen den Tributplan von Paris. Sie zeichnete den Leidensweg des deutschen Volkes, ixm dieses durch die Erfüllungspolitik, durch das Jasagen und Weiterverhandeln um jeden Preis in seiner Außenpolitik geführt wurde zu immer unerträg­licheren Zuständen politischer und wirtschaftlicher Art. 2eht endlich hätten sich die Nationalgesinn­ten zusammengeschlossen zu einem Doltsbegehren gegen weitere Verhandlungen auf der Basis der Kriegsschuldlüge und gegen die Versklavung von ganzen Generationen bis zum 2ahre 1988. Die Rednerin kam dann zu dem Thema des Abends, einem Lichtbildervortrag über dieAb­getrennten Gebiete". 2n schönen, ausdrucksvollen Bildern, die teils wie Radierungen, wie alte Holzschnitte und feine Federzeichnungen wirkten, rollten die Städte- und Landschaftsbilder dcS Elsaß, von Eupen-Malmedy, Schleswigs, Dan­zigs, des Memelgeoietes und Oberschlesiens, be­gleitet von kurzen Erklärungen, vorüber. Schmerz­buche Erinnerungen wurden geweckt und in allen Herzen brannte der Wunsch und Wille auf: Was wir verloren haben, darf nicht verloren sein!"

^och einen Telle, SupP^ dem 9uten Hohpnlohe ärunkernmehl \

Soeben erschienen:

Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gießen 1929

Verkaufspreis 10 RM.

Oberhessischer Adreßbuchverlag Brühlsche Universitäts- Buch- und Steindruckerei, R. Lange in Gießen

Aus der yrovinzialbauptstadt

Gießen, den 19. Oktober 1929.

Oer gute Freund.

Sie sind dahin, die Sommertage. Wenn uns die Sonne verläßt und der rauhe Wind Herrscher wird, erinnern wir uns an unfern guten Freund zu Hause. Den Sommer über kaum beachtet, nur beim Abstauben von der Hausfrauliebe­voll" behandelt, kommt er nun wieder in den Mittelpunkt der Stube, wenn er auch in der Ecke steht, unser lieber Ofen. Er hilft uns, daß wir die naßkalten, unfreundlichen Tage leichter ertragen, er lädt uns ein, Platz zu nehmen in seiner Nähe. Er will in freundlicher Bescheiden­heit das ersetzen, was uns der rauhe Herbst nahm: die Wärme. Wenn wir halb durch­näßt und frierend nach Hause kommen, umfängt uns ein wohliges Gefühl. Der Ofen ist in Tä­tigkeit.

Es gibt nichts Schöneres, als draußen auf der Heide, am Waldrand oder auf Wiesen unter schattigen Bäumen zu liegen, sich lang auszu­strecken und nach den wandernden Wolken am Himmel zu schauen. 3n der Ferne blauen die Berge, Himmel und Wald scheinen eins zu sein. Dann kann man wohl die Augen schließen uni) ganz wunschlos träumen: Sich ganz eins fühlen mit Mutter Erde inmitten summender Dienen und schwirrender Käfer zu liegen und sich von Licht und Wärme durchfluten zu lassen. Aber d i e Zeiten sind nun wieder vorbei. Es heißl sich bescheiden. Wir müssen das Schöne neunen, wo es sich uns bietet. And der Ofen will uns helfen. 2st die Abwechslung doch auch etwas Schönes. So wollen wir denn in diesen rauhen Tagen wieder zu unserm alten Freunde, dem Ösen, zurückkehren und ihm erzählen, was wir im Sommer getrieben haben. All' die herrlichen Stunden sollen noch einmal ausleben. Wir werden rückwärts schauen und dabei die Gegenwart ver­gessen. Die Abende sind lang. Beim warmen Ofen erzählt sich's gar so schön. Freunde und Bekannte, die wir nur flüchtig in den Sommer­tagen sehen konnten, stellen sich wieder ein. Auch unsere Kinder müssen nun im Zimmer blei­ben. Sie sind eigentlich die Herren der Stube, besonders, toenn sie noch klein sind. Nur vor dem heißen Ofen haben sie ungeheure Lichtung. Ihre Spiele beginnen. Ein Stück Holz ist ihre Puppe, der Stuhl eine Festung, hinter dem Kla­vier verbergen sich die Waldesräuber u. s. f. Ich staune immer wieder, wie leicht und schnell sich gerade die Kinder an solche Aenderungen ge­wöhnen. Gestern noch draußen auf der Straße bei den Kameraden, heute aber durch das stür­mische Wetter ins Zimmer gebannt. Aber un- verdrossen fügen sie sich und lassen die Phan­tasie das ersetzen, was sie nicht habeAA.

Der richtige Zauber eines schönen, warmen Zi,nmers umfängt uns aber erst, wenn die Klei­nen zur Ruhe gegangen sind. Dann kommt der zweite gute Freund, der von uns im Sommer so ost vergessen wurde: das Buch. 2a, zu Freunden werden uns alle die Bücher, die wir lieb gewannen. Noch stehen sie vor uns im Schrank, wie verschlossene Gärten. Sind aber erst die Türen geöffnet, welche Pracht und Schönheit strömen uiAs dann entgegen! Sind sie nicht wie liebe Bekannte, die nur darauf warten, uns Freude 311 bereiten? Der Dichter läßt dich älngeahntes ergeben, alles, was du mit deinen Sinnen fassen kannst, fommt auf dich zu: Lust und Liebe, Freude und Trauer. Du lebst mit dem Buch, du erlebst innerlich. Wie viel eig­nes wird durch die gute Dichtung gegeben, wie oft verschönt dir ein gutes Buch den Abend. Du wirst vielleicht selbst zum Dichter und läßt mit innerer Freude die letzten 2ahre vor deinem Geiste vvrüberziehen.

So kann der Herbstabend glücklich und zu­frieden beschlossen werden in Gemeinschaft mit dem Dichter, in ruhiger Einkehr und stiller Selbst­besinnung. Heber der harten Wirklichkeit spannt sich ein weicher, schöner Traum, der dich bei be­haglicher Ofenwärme umfängt und einhüllt.

E. M.

AusstellungSremfre Heiligtümer" in Marburg.

such, in unserer Heimat etwas zu zeigen, wozu es onft keine Gelegenheit gibt. (Näheres in der heu­tigen Anzeige.)

Ein pädagogisches Insti ui in Gießen.

Der Gießener S tabtraf beschäftigte sich In einer gestrigen nichtöffentlichen Sitzung mit einer Vorlage der Stabtoerroalfung über die Errich­tung eines pädagogischen Instituts in der Stadl Gießen in Verbindung mit der Landesunioersität. Rach der einmütigen Zustimmung des Stadlrats wird für diese Einrich­tung seilens der Stadt Gießen ein Zuschuß von 100 000 Mark in bar gewährt. Außerdem stellt die Stadt den Bauplatz im Werte von 30 000 Mark zur Verfügung und übernimmt ferner noch die Slraßen- baukosten in Höhe von 17 000 Mark. Die Ausgabe oll bei der Vermögensrechnung vorlagsweife erfol­gen und die Beträge in 20jährigen Raten aus der Lelriebsrechnung der Vermögcnsrechnung wieder erftatket werden. Der Hessische Staat soll ersucht werden, bei Vergebung der Arbeiten in Gießen ansähige Gewerbetreibende zu berück- ichtigen. An die Bewilligung des Zuschusses wird die Bedingung geknüpft, daß die Gesamtbau­gestaltung in engem Einvernehmen mit ber Stadt Gießen aufgestellt werden oll, um zu erreichen, daß die geplanten st ä d l e - baulichen Gruppierungen von Pädago­gium und peslalozzi-Schule gesichert bleiben.

Wfred-Bock-Ferer.

Der Goethebund Gießen veranstaltet am 24. Oktober eine A l f re d - B 0 ck - F e i e r in der Neuen Aula der Universität, an der auch Nicht­mitglieder teilnehmen können. Bei dem Festakt wer­den der hessische Staatspräsident, der Rektor der Landesunversität, der Oberbürgermeister und Ver­treter weiterer Behörden zugegen sein Den Fest- oortrag über den Dichter hat dessen bekannter Bio­graph Schriftsteller Fritz D r 0 0 p, Mannheim (Ehrenmitglied der Gesellschaft für deutsches Schrift­tum), übernommen. Im zweiten Teil der Feier wird der in Oberhessen lebende Dichter Anton B e tz° n er aus Bocks Werken vorlesen. Carl Zuckmayer, der diesjährige Träger des Büchner-Preises, hat bekanntlich dessen finanziellen Ertrag Anton Betzncr zAikommen lassen, dessen Namen dadurch in weitere Kreise getragen mürbe. Nun wird er selber sich zum erstenmal der Gießener Oeffenttichkeit vorstellen. Liefe öffentliche Feier für Alfred B 0 ck wird um so mehr Anklang finden, als sämtliche Glückwünschen- den sich nur schriftlich an den Jubilar wenden konn­ten, da er feinen Geburtstag außerhalb Gießens verbracht hat. Das Programm für den Festabend wird noch bekanntgegeben.

Gießener Wochenmarktprcise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 210 bis 220 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käfe (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12. rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20 bis 30, Römischkohl 10 bis 12, älnterkohlrabi 8 bis 10. Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 60 bis 65, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 20 biß 25, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 60, Kürbis 5 bis 8, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln 4,5 bis 5. Aepfel 10 bis 15, Birnen 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Preisel­beeren 40 bis 45, Pfirsiche 40 b.s 60, Zwetschen 10 bis 15. Nässe 50 bis 60, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 110 bis 120 pro Pfund; Tauben 70 bis 90, Eier 16 bis 17, Blumenkohl 30 bis 80, Salat 15 bis 20, Salatgurken 15 bis 30, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Nettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 30 pro Stück; Radieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund; Kar­toffeln 3,50 bis 4 Marc, Wirsing 12 bis 15. Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, Aepfel 8 bis 12, Birnen 8 bis 10 Mark pro Zentner.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag. Stadttheater:Dafantasena", nachm. 15,30 bis 17,30 Llhr;Hellseherin", 20,15 bis 22,15 Uhr. Volkshochschule: Eröffnungsfeier und Zehn­jahrfeier, 20 Uhr, Neue Aula. Gießener Theatervereinigung: 3. Stiftungsfest, 20,30 Uhr, Kath. Vereinshaus. Tv. v. 1846: Ordentliche Hauptversammlung, 20,30 Uhr, im Postkeller. Geflügel- und Vogelzuchtverein: Monatsversamm- lung, 20,30 Uhr,Hessischen Hof". Mgv. Lie­dertafel: Generalversammlung, 20,30 Uhr, Frank­furter Hof. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Herzog Hansel" undDer Befehl zur Ehe"; auf der Bühne: Inge Rana, der berühmte Star der Moulin Rouge und Fvlies Dergere, Paris. Astoria-Lichtfpiele:Schmeling-Paolino-Welt- meisterschaftskampf" undZirkus Pat und Pa- tachon".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater:Katharina Knie", 18 bis 20.15 U&r. Goethe-Dund: Lichtbildecvortrag von Dr. Schürer (Prag) überPrag, ein bauliches Schicksal", 20.30 Uhr, Neue Aula. Ooerhessi- scher Kunstverein: Eröffnung der Ausstellung Düsseldorfer Kunst", vormittags 11 Uhr. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Herzog Hansel" undDer Befehl zur Ehe"; auf der Bühne: 3nge Nana, der berühmte Star des Moulin Rouge und Folies Tergere. Paris. Vormittags 11.15 Uhr: Kulturfilm:Dienst am Volk".

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Die VorstellungHellseherei", Uraufführung, Georg Kaiser, beginnt um 20.15 Uhr. Am Mitt-

am 6. November abgehalten. (Dgl. die heutig« Bekanntmachung.)

Aus dem Gießener Standes­amt s r e g i st e r. Es verstarben in der Zeit vom 1. bis 15. Oktober: 2.: Christine Henning, geb. Bitten, Witwe, 64 Zähre, SelterSweg 813Ao; Heinrich Karl Martin Krämer, Steuersekretär, 64 Jahre, Ederstraße 16; 7.: Anna PauUne Dorothea Wetzel, geb. Letz, Witwe, 74 Jahre, Eenckenbergstraße 25; 9.: Helmut Gleiß, 3 Rio- nate, An der Margaretenhütte 56; Marie Heller, geb. Schmidt. Witwe, 76 Jahre, Kaiserallee 2; 11.: Wilhelm Franz August Andres, Bureau­gehilfe, 34 Jahre, Gnauthstraße 38.

** Musikseminar in Gießen. Dieser Tage wurde im Singsaal der Oberrealschuke das hier neu eingerichtete Musikseminar eröffnet. Das Institut, das seine Besucher in vier Semestern auf das hessische Staatsexamen für Musiklehrer vorbe­reiten will, ist das erste dieser Art in Oberhessen und steht unter Leitung von Dr. Bodo Wolf, Frankfurt a. M., der auch Mitglied des staatlichen Prüfungsausschusses ist. Bisher bestanden derartige Anstalten nur für Starkenburg in Darmstadt (Lei­ter ebenfalls Dr. Wolf) und für Rheinhessen in Mainz, so daß von den oberhessisck>>iA Musikbeslis- jenen die Einrichtung in Gießen lebhaft begrüßt wird. Die Unterrichtsfächer sind Harmonielehre, Akustik, Musikgeschichte, Partiturspiel, Formen- künde, Pädagogik und Chordirigieren. Daneben nimmt der Besucher der Anstalt bei bewährten Musiklehrern in Gießen oder Umgegend noch Un­terricht in einem selbstgewählten Hauptfach (Gesang, Klavier, Geige). Ausgenommen wurden 7 Teil­nehmer, 4 Damen und 3 Herren; 3 Besucher kom­men von auswärts, 4 sind aus hiesiger Stadt. 6 Teilnehmer wählten als Hauptfach Klavier, einer Gesang.

** Vermehrte Frei st eilen an den hes­sischen Schulen. Wie in der Verordnung über das erhöhte Schulgeld vom Kultusministerium be­reit« bemerkt wurde, sollten die Freistellen erhöht werden. Die Zahl der Freistellen ist durch einen Beschluß des Ministeriums beträchtlich erhöht mor­gen. Während an den höheren Schulen die Stellen auf 20 begrenzt wurden, sind die Zahlen für die Aufbauschulen in Darmstadt, Bensheim, Alzey und Friedberg nicht beschränkt. Die Bedingungen für die Gewährung von Freistellen bleiben wie bisher.

** Morgenveranstaltung im Licht­spielhaus. Am Sonntagvormittag 11,15 älhr findet im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, die Vor­führung des großen, packenden Kulturfilms Dienst oau Volk' statt, auf den an dieser Stelle nochmals hingewiesen sei. Man beachte die

Man schriebt uns: Im Monat Oktober und An­fang November findet im Kunstinstitut (Iubiläums- bau) der Universität Marburg eine Ausstellung statt, die auf das Interesse weitester Kreis« rechnen kann. Zum ersten Male tritt die im Jahre 1927 be» gründete Religionskundliche Sammlung in die Oeffenttichkeit. Unterstützt von einer Reihe von Organisationen, Museen und Missionsgesell­schaften wird die Sammlung eine aus allen Welt­teilen zusammengebrachte Uebersicht überFremde Heiligtümer" zeigen. Prachtvolle chinesische Gemälde, Götterbilder und Kultusgeräte aus In­dien, Opterstätten, Ausrüstungen von Zauberern, Priestern und Häuptlingen primitiver Kultur, Kunst­werke des Buddhismus und des Islam und eine Fülle von Anschauungsobjekten wichtiger Religio­nen außerhalb des Christentums sind zusammen­gebracht, um einen Eindruck von der reichen Welt der Religionen 311 vermitteln. Sachkundige Füh­rung steht zur Verfügung. Die mühevolle Vorberei­tung an Ort und Stelle zielt besonders darauf ab, jedermann, auch ohne besondere Vorkenntnisse, zum Verständnis der ausgestellten Gegenstände zu ver­helfen. Ein aus allen Kreisen zusammengesetzter Ortsausschuß wirbt um Interesse und regen Besuch. Das Unternehmen ist in seiner Art ein erster Ver­

sink) die zum Abschluß des gewählten Studiums nach reichsrechtlichen oder hessischen Prüfungs- Vorschriften erforderlichen Zeugnisse über di« Vor­bildung einzu reichen.

** Fremdenvorstellung im Gießener Stadttheater. Man schreibt uns: Zuckmayers K a 11) a r i n a Knie" wird am Sonntag, 20. Oft., die Av.fführungsziffer 15 erreichen. Somit ist es das meistgespiette und erfolgreichste Stück der diesjähri­gen Theaterspielzeit. Auch in der Sonntagsvorstel­lung wirkt wiederum der Zirkus Blondini mit, der mit feinem erstklassigen Akrobaten- und Lustakt- Prograrnrn in die Vorstellung eingegliedert ist. Zuck­mayer ist mit seiner natürlichen und bluthasten Art führend in der deutschen Theaterliteratur und seine TheaterwerkeDer fröhliche Weinberg",Schinder- Hannes",Katharina Knie" werden bahnbrechend in der Geschichte der deutschen Bühnenttteratur bleiben. Die Katharina Knie wird wiederum von Frl. Jnge- borg Scherer verkörpert, der Vater Knie von Peter F a j f 0 11. Spielleitung Hans I a n n e r t. Beginn 18 Uhr. Ermäßigte Preise.

** Der Oberhessische Kunst verein öffnet morgen, Sonntag, vormittags 11 Uhr, seinen Ausstellungsraum im Turmhaus, am Brandplatz nach der Ferienpause wieder. Es kommt zunächst Düsseldorfer Kunst zur Schau, Professor Jung- Hanns von der dortigen Kunstakademie, welcher sich m:t seinen Schülern in den Sommermonaten in dem hessischen Dors Erdhausen bei Gladenbach aufhält und dem ländlichen Leben dieser Gegend mannigfaltige Motive zu feinem künstlerischen Schassen entnimmt, bringt eine namhafte Zahl (27) fein gemalter größerer und kleinerer Oelbilder, meist landschaftliche,'durch vielseitige Tiermalerei, nament­lich Viehweideszenen belebte Darstellungen. Dazu kommen Aquarelle und Pastellbilder von V. P u c i n s k i (Düsseldorf), Gemälde von Joses Piper (Düsseldorf), sowie mehrere große Gemälde figürlichen Inhalts von Karl L e n z (Erd­haufen), ebenfalls früherer Schüler der Düsseldorfer Akademie. Düsseldorfer Malerei ist hier lange nicht in größerem Umfang gezeigt, aber immer gern ge­sehen worden. Die Kollektion, bei welcher ein an­gesehener Künstler mit zahlreichen Werken vertreten ist, dürste deshalb einen regen Besuch verdienen. (Siehe die gestrige Anzeige.)

** Die Museen find am morgigen Sonntag von 11 bis 13 Uhr zu kleinen Preisen geöffnet.

* Viehmärkte in Gießen. Am Diens- lan d.M.. findet Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt in Gießen statt; der nächste Schweinemarkt wird

» k A V 1 1 i . d . ... . V

7409V

APOLLO

RM 28,50

METEOR

RM 38,-

ADMIRAL

RM 48,-

Unsere

Continental-Regenmäntel In vier Preislagen beweisen, daß es möglich ist, preiswerte Gummimäntel von höchster Qualität, bester Verarbeitung und elegantem Sitz herzustellen. .

In allen durch unsere Urkunde gekennzeichneten Geschäften erhältlich

DIPLOMAT

RM 58-