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Freitag.
Jean Weisel,(Heben, Sonnenstrabe 6, Telephon Nr. M
geboren; 1880: in Koenne in XIII. in Rom
Maler Max Liebermann in Berlin der Philosoph Graf S). Keyserling Livland geboren; 1903: Papst Leo gestorben.
soll die Parole sein für nächsten Dienstag, 23. 3uli, im Stadttheater Diehen. Ein neuer Schwant wird gegeben; er heißt: .Hallo wir fliegen!" von Hermann Lekifch und HanS 'Bern* Höft. 2llS Schlager der Saison hat er sich erwiesen am Kurtheater Salzschlirf. Auch an andern Bühnen hat daS Stück Serienaufführungen und durchschlagenden Heiterkeitserfolg gehabt.
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Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft e. G. m. b. H.: Versammlung, 20 Uhr, im „Hessischen Hof". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Verirrte Jugend", „Man soll kein Kavalier fein“ und „Der Farmerlehrling".
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Lachen
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ist für viele Damen ein heikles Kapitel. So ost wird dieses oder jenes Stück schmutzig und soll doch am nächsten Tage wieder nett und frisch aussehen. Was soll man da tun? Ein Paket Lux-Seifenflocken im Koffer hilft über alle Sorgen hinweg. Die echten Lux-Seifenflocken in der blauen Schachtel werden nur von der Sunlicht-Gesellschaft A.-G., Mannheim, hergestellt. 3526V
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wasserstand nicht fördernd einwirken, da die getauten Schneemengen durch den metertief gefrorenen Boden nicht in die Erde einbringen tonnten, vielmehr rasch in die Bäche und Flusse abftrömten.
Wenn auch in unserer Stadt im allgemeinen die benötigten Wassermengen vom städtischen Wasserwerk noch herbeigeschafft werden konnten, so muß man bei einem weiteren Anhalten der großen Trockenheit doch gewisse Schwierigkeiten in der Wasserversorgung ins Auge fassen. Diese Kalamität ist leider in den hochgelegenen Teilen unserer Stadt schon in Erscheinung getreten; z. B. hatten Anwohner des Seltersberges und der oberen Grünberger Straße am Mittwoch kurze Zeit kein Wasser. Um den Wasserbedarf der Einwohnerschaft so weit wie nut irgend möglich sicherzustellen, ist auf Veranlassung des städtischen Wasserwerkes schon seit einigen Tagen das Besprengen unserer Anlagen und der Betrieb des Goldfischteiches an der Ostanlage eingestellt worden. Soweit in den Straßen noch gesprengt werden kann, wird dazu kein Wasser aus der Wasserleitung, sondern Wasser aus der Lahn und der Wieseck verwandt. Durch diese scharfe Drosselung des Wasserverbrauchs für öffentliche Zwecke, die an sich bedauerlich, aber durch die gebieterische Rotwendigkeit der Deckung des menschlichen Wasserverbrauchs gerechtfertigt ist, war es bisher möglich, die Wasserbelieferung der niedriger gelegenen Stadtteile, die den größten Teil unserer Straßen umfassen, sicherzustellen. Um bei einem weiteren Anhalten der großen Hitze und Trockenheit allgemein Schwierigkeiten in der Wasserbelieferung zu vermeiden und auch den Mitbürgern in den höhet gelegenen Stadtteilen den Bezug des unentbehrlichen Trinkwassers zu gewährleisten, mögen die Bewohnet In allen Stadtteilen bei ihrem Wasserkonsum s 0 spar- s a m wie möglich verfahren. Insbesondere ist es im Interesse der Bürgergesamtheit unbedingt erforderlich, daß das Besprengen der Gärten mit Wasser aus der Wasserleitung eingestellt wird. Ferner erscheint es dringend geboten, etwaige undichte Zapfhähne und Spülanlagen in den Aborten ungesäumt in einwandfreien Zu st and zu bringen, damit kein Wasser ungenutzt fortflieht.
Man darf wohl die Hoffnung hegen, daß der schon oft bewährte Gemeinsinn unserer Bürgerschaft auch in dieser Angelegenheit, bei der es unter der Einwirkung höherer Gewalt zu einer gewissen Wasserkanppheit gekommen ist, sich aufs neue in bester Weise zeigen wird. Darum gelte für jeden Bürger die Losung: Sparsamkeit mit dem Wasser, damit jeder Einwohner mit dem köstlichen Ratz in ausreichender Weise versorgt werden kann!
Daten für Samstag, 2V. Juli.
Sonnenaufgang 4.06 Uhr; Sonnenuntergang 20.05 Uhr. — Mondaufgang 19.57 Uhr; Monduntergang 2.06 Uhr.
1304: der Dichter Francesco Petrarca in Arezzo geboren; 1497: Kaiser Maximilian bestätigt urkundlich die Leipziger Meßprivilegien; 1847: der
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•• Straßensperrungen. Born Oberhessischen Automobil-Club (QL v. D.) Gießen wird nritgeteilt: Die Strecke Bübingen bis Abzweig nach Vonhausen (Kilometer 61,4 bis 65,9) im Zuge der Straße Ortenberg — Bübingen — Gelnhausen ist bis auf weiteres für sämtliche Fahrzeuge gesperrt. Umleitung über Büches — Orleshausen — Lerbach — Vonhausen. — Kilometer 0,00 bis 1,5 ber Straße Herborn- Hachenburg ist vom 22. Juli bis 1. August für sämtliche Fahrzeuge gesperrt. Umleitung über Roth — Heiligenborn — Mademühlen — Hohenroth. — Die Sperrung ber Strecke Abzweig nach Vonhausen bis 1 Gelnhausen ber Straße Ortenberg — Bübingen — Gelnhausen ist ab 22. Juli aufgehoben.
*• Fuhrwerke und Sauber Haltung der Straßen. Vom Polizeiamt Gießen wird mitgeteilt: Die Fuhrleute überladen häufig ihre Wagen, namentlich mit Kohlen, so daß die Straßen und Plätze verunreinigt werden. Die Fuhrleute werden auf § 7 der Polizeiverordnung betr. die Reinigung der Straßen und das Wegschaffen des Mülls in der Stadt Gießen hin- gewiesen und ihnen empfohlen, die Wagen nur so voll zu laden, daß ein Herausfallen des geladenen Materials nicht möglich ist. 2m Wiederholungsfälle muß Anzeige erhoben werden.
’* Die Feueralarmfirenen werden, wie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, am Samstag um 15 Uhr probeweise in Betrieb gesetzt. Wenn dieser Probealarm ertönt, braucht sich also niemand zu beunruhigen, da eine Feuersgefahr nicht besteht.
** Anlagenkvnzert findet heute, Freitag 19.15 Uhr durch unser Musikkorps des I. (Hess.) Grenadier-Bataillons, 15. Infanterie-Regiments, bei günstiger Witterung in ber Süd-Anlage statt. Leitung: Obermufifmelfter Gober. Die Musikfolge ist: 1. Armeemarsch I, 1“ Der Moll- wiher), 2. Ouvertüre zur Oper: „Wilhelm Teil" G. Rossini, 3. Große Fantasie aus ber Oper: „Der Kuhreigen" W. Kienzl, 4. Melodien aus der Oper: „Die lustigen Weiber von Windsor" O. Bi» colai, 5. „Chattenmarsch" W. Löber.
•* Vom Goethe-Bund. Man schreibt uns: Der verdienstvolle Leiter des Goethe-Bundes, Dr. Otto Henning, wird in diesen Tagen Gießen verlassen und nach Berlin übersiedeln, wo er bei der Gesellschaft für Volksbildung in der Leitung des deutschen Vortragswesens eine führende Stellung erhalt. Erfreulicherweise hat Dr. Henning sich bereit erklärt, den Interessen des Goethebundes auch ferner seine Aufmerksamkeit zu schenken und als Vorsitzender mit den übrigen Herren vorn Vorstand der guten Sache zu dienen. Das Winterprogramm des Goethe-Bundes ist bereits aufgestellt und verspricht der Bevölkerung eine ganze Reihe genußreicher Qlbenöe.
' Volkshochschule. Wie wir gestern berichteten, veranstaltet die 'Volkshochschule am kommenden Sonntag, 21. d. M., ihren Schluhnachmit- tag im großen Saal der Wirtschaft Philosophenwald. Für den künstlerischen und unterhaltenden Teil haben sich freundlicherweise Frau Elfriede Fischer (Klavier) und Herr Franz Bauer jun. (Violine), sowie Fräulein Hildegard und Herr Helmuth Bahecsdorf (Klavier und Bioline) zur (Verfügung gestellt; mit abwechslungsreichen und im Volkshochschulsinne wertvollsten Darbietungen (u. a. einem Hans-
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Ülos der provinzialhaupistadi.
Gießen, den 19. Juli 1929.
Wenn man sich erholen will...
Die Ferienzeit ist da und, wer es irgend ermöglichen kann, der reist. Das bringt zunächst viel Hast und Unruhe mit sich und Gedränge überall. Sanz Vorsichtige reisen deshalb überhaupt nicht in ber Hauptsaison. Am besten reist, wer in Rahe unb Heiterkeit sich alles abwickeln laßt. Aufgeregt unb ungeduldig sein, hilft gar nichts. Hon denke nicht immer an sich, sondern suche Ollen Umständen etwas Schönes abzugewinnen.
Die sommerliche Völkerwanderung, an der man fch beteiligt ist schon etwas Ergreifendes toemt ich auch der Freiheitsdrang moderner Berufs- »enschen oft in seltsamer und nicht immer erfrealerer Weise äußert. Und da liegt eben bie Klipve, tot der sich viele fürchten: das Zusammentreffen Bit Menschen, die durch anmaßendes und rück- schtsloses Benehmen stören und Unwillen erre- fcn. Der Ruhebedürftige wird ihnen aus dem 5}ege gehen, wenn es irgend möglich ist. Bei fotoeren liebergriffen in andere Rechte wird man Ler auch nicht davor zurückschrecken dürfen, enzuschreiten, damit nicht die Unverschämtheit Üe es sich auf Kosten anderer bequem macht, tiumphiert.
3n unserem Verkehr mit Fremden Hegt oft Diel Gezwungenes, Unnatürliches, nachdem uns hie neue Zeit mit ihrem Verkehr dazu erzogen |it, aneinander vorbeizusehen und uns nicht umeinander zu kümmern. In der Sommerfrische, m Seebad glauben manche Menschen deshalb, sch desto mehr um ihre Mitmenschen kümmern ki müssen, mit denen sie die gemeinsame Gast- flätte zusammenführt. Mit solchen Reisebekanntschaften ist es eine eigene Sache. Manchmal mögen sich Menschen begegnen, die daraus eine dauernde Freundschaft werden lassen, öfter wird es ein Oberflächliches Berühren bleiben, das keine wertvollen Erinnerungen mitgibt. Der Bedarf der Menschen an Geselligkeit ist sehr verschieden, unb man sollte von dem eigenen nie auf den der anderen schließen, wenn man nicht in Kauf nehmen will, als aufdringlich empfunden zu werden. Es ist merkwürdig, wie verständnislos die Meißen Erholungsreisenden heute jenen Menschen gegenüberstehen, die völlige Einsamkeit suchen, ober auch in besuchteren Orten finden sich stille "Beobachter ein, die nicht um jeden Preis Bekanntschaften machen wollen. Ihnen fallen die anderen, die sich für berufen halten, sie aus ihrer angeblichen Vereinsamung zu retten, ebenso listig wie die Lärmmacher und Betriebsamen, die in ber Zerstreuung allein den Sinn der Erholung erblicken. Turmalin.
Sparsamkeit mit dem Wasser!
Die anhaltende außerordentliche Hitze hat — tote in zahlreichen anderen Städten — auch bei uns den Wasserverbrauch der Bevölkerung in den letztenTagen erheblich gesteigert. Gegenüber dem Verbrauch im Vor- lahre ist diesmal bereits eine Wasserkonsumsteigerung von 30 Prozent eingetreten.
In den letzten Jahren, insbesondere aber vom Frühjahr 1928 ab, sind nach den Messungen der Sachverständigen die Riederschlagsmengen allgemein sehr gering gewesen. Infolgedessen besteht überall — und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in England, wo die Regierung vor wenigen Tagen erst die Bevölkerung unter Androhung scharfer Maßnahmen Au sparsamstem Wasserverbrauch aufforderte — ziemlicher Wassermangel, der durch die Senkung des Grund- vasferstandes gekennzeichnet wird. Auch die im Lause des verflossenen schneereichen Winters gefallenen Schneemassen konnten auf den Grund
Sachs-Splel) werden außerdem einige Jugend* gruppen erfreuen. In einem geselligen Beifanw menfein, dessen gemeinschaftliche Gestaltung Sache der Teilnehmer sein wird, soll der Schluß- nachmittag ausklingen. (Siehe die gestrige Ans zeige.)
** Allerlei Diebstähle. Der hiesige Polizeibericht meldet: In unserer Stadt wurde aus dem Hofe einer Wirtschaft ein Herrenfahrrad, Marke „Deutschland", Fabriknummer unoekannt, entwendet. — Aus einem anderen Hofe wurde gestohlen das Vorderrad eines Fahrrades und einige §cit vorher die dazu gehörigen Radschlüssel, das lickzeug und das Schlußlicht. Das Vorderrad hatte rote Felgen mit grauer Triumphbereifung. Der Luftschlauch trägt den Stempel der Firma „Krell-Eirichshof". — In der Nacht zum 9. d. M. wurde an einem in der Goethestraße angebrachten Reklameschild ein Thermometer entwendet, das bit Aufschrift .Optiker Magnus" trägt.
** Eigentümer gesucht. Am Montag, 15. d. M., wurde in unserer Stadt ein etwa vier Wochen altes, graugelb gefiedertes Kücken eingefangen, welches angeblich am Bahndamm in der Nähe der Turnhalle herrenlos herumlief. Der Eigentümer wird ersucht, sich beim hiesigen Po« lizeiamt, Zimmer 67, zu melden.
** Bree - Andrusfen ■ Punkt. Unter dieser Spitzmarke erscheint eine Anzeige in der Heu« tigen Nummer, die auf eine Veranstaltung des Lichtspielhauses, Bahnhofstraße, hinweist. Es handelt sich um eine öffentliche Vorführung von Gedankenübertragung auf psychomechanischem Wege. Interessenten können alle näheren Einzelheiten aus der heutigen Anzeige ersehen.
** Johannisfest der Gießener Buchdrucker. Am morgigen Samstag findet auf der Karlsruhe die Feier des Namenstages des Erfinders der Buchdruckerkunst, Johannes Gutenberg, statt. Mit dieser Feier, „Johannisfest" genannt, ist zugleich die Ehrung von Jubilaren des Verbandes der Deutschen Buchdrucker verbunden. Das Programm wird bestritten von Frau Gretel W 0 e l k e (Sopran), von Mitgliedern des Arbeiter- radfahrervereins und von der Kapelle Meyer. Der anschließende Ball dürfte auch die Tanzlustigen zu ihrem Rechte kommen lassen.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 20. Juli 1929. Vorabend: 7.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Abends: 8.40 und 9.20 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 20. Juli. Freitagabend 7.40 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9.20. — Wochen- gottesbienft morgens 6.15; abends 7.15.
Verantwortlich für Politik: i. 23. Ernst Blumschein.
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