Zreitag, 19. April 1929
179. Jahrgang
!tr. 91 Erster Blatt
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die grundlegende Meinungsverschiedenheit feststellen können, die angesichts des deutschen Ultimatums sie
geknüpft ist. Es entspricht also nicht den Tatsachen, daß heute über irgendwelche politischen Konzessionen, die die deutsche Delegation gefordert 'inben könnte, diskutiert wurde, ja, es muß sogar
Dauer für Deutschland untragbar gewesen wären. Die politische Unbemunft hat noch einmal den Sieg davongetragen. Trotzdem konstatieren wir diesen bedauerlichen Mißersolg mit dem sicheren Gefühl und der festen Tleberzeugung daß, d i e Z e i t in der Reparationsfrage Deutschlands beste rDunbesgenosse sein wird, wenn das deutsche Volk in Ruhe und Besonnenheit weiter, hin den Weg des eigenen wirtschaftlichen. Politischen und geistigen Wiederaufbaues wandeln wird. Die „DAZ" wendet sich gegen den Versuch der französischen Propaganda, die Last der Verantwortung für den Abbruch der deutschen Delegation zu- zuschieben, ein Versuch, der sich hauptsächlich an die Bedingungen knüpft, die der von deutscher Seite vorgeschlagene Zahlungsplan A vorsieht. Das -Blatt betont: Diese Bedingungen sind rein okono Mischer und finanziellerNatur, wahrend die französische Propaganda behauptet, daß die deutsche Delegation politische Dinge zur Sprache gebracht hätte. Es ist ferner bezeichnend, daß Dr. Schacht auf die Zwischenrufe, daß Deutschland politische Bedingungen gestellt habe, mehrfach erklärt hat, er sei bereit, der Versammlung die eingehendsten Ausschlüsse über die Natur der deutschen Bedingungen zu geben, und ihr deren r e i n w i r t s ch a f t l i ch e n Charakter nachzuweisen. Man hat niemals die angebotene Aufklärung erbeten. Man war eben entschlossen, hier mit der Propaganda cinzuseßeu. — Auch die „Vossische Zeitun g" widerspricht der Behauptung, daß die Sachverständigendelegation unerfüllbare politische Forderungen gestellt habe und sagt: Aehnlich wie im Dawesplan die Räumung ber Ruhr als eine der wirtschaftlichen
Voraussetzungen der deutschen Zahlungsfähigkeit bezeichnet war, wollte die deutsche Delegation auch hier lediglich gewisse Fingerzeige für denAusbauder deutschen Produktion und Zahlungsfähigkeit geben. — In der Rechtspresse wird das deutsche Angebot als ungewöhnlich weit- gehend bezeichnet und in der „Deutschen Tageszeitung" wird an die deutsche Delegation die Frage gerichtet, wie sie ein derartiges Angebot mit ihrer Verantwortung für die deutsche Wirtschaft in Einklang bringen will. Wenn die Sachverständigen der deutschen Gläubiger ein solches Angebot ab- lehnen, so zeigen sie damit, nach dem „Lokal- anzeiger", daß sie nicht unabhängige Sachver- ständige, sondern Beauftragte der Regie- r u n g c n sind, die Deutschland zur Sklavenarbeit auf Generationen hinaus zwingen wollen.
Annahme von Anzetgen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.
Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr.
Chefredakteur.
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.
Paris, 18. April. (WTB.) Das Memorandum, das die deutsche Delegation gestern der Reparationskonserenz überreicht hat, seht zunächst die Grundsätze auseinander, denen eine Reparationsregelung gerecht werden müßte. 3n einem weiteren Teil werden die Entwicklung des Dawesplanes und die mit ihm gemachten Erfahrungen eingehend besprochen. Es werden weiterhin kurz und präzise die wirtschaftlichen Vorbedingungen skizziert, aus deren Erfüllung allein sich die Möglichkeit deutscher Reparationszahlungen ergibt. Darunter befinden sich selbstverständlich auch entsprechende Ausführungen über die Rotwendigkeit einer
Das Scheitern der Verhandlungen in dem iln- terausschuh Revelstoke wird von den Blättern als untrügliches Vorzeichen für den A b b r u ch der Pariser Sachverständigen-Konferenz über die endgültige Regelung der Reparationsfrage angesehen. Der .Vorwärts", der erklärt, daß die Sachverständigen-Konferenz als gescheitert gelten kann, beschäftigt sich besonders mit dem irreführenden Havaskommunique, das er den Schlußpunkt eines systematischen Feldzuges nennt, mit dem die französische Regierung seit dem ersten Tage der Konferenz die öffentliche Meinung des eigenen Landes und der ganzen Welt zu beeinflussen versucht hat. Der Zweck dieser Stimmungsmache sei gewesen, die deutschen Vertreter nervös und mürbe zu machen und sie zu zwingen, nur solche ziffernmäßige Angebote zu unterbreiten, die den absichtlich hochgeschraubten französischen Forderungen einigermaßen entsprochen hätten. Das Ergebnis dieses Feldzuges sei gewesen, daß die Atmosphäre zwar vielleicht nicht in der Konferenz selbst, aber um die Konferenz herum, s o getrübt, ja vergiftet worden sei, daß eine Einigung immer schwerer wurde. Hätten die Sachverständigen wirklich in völliger Unabhängigkeit und frei von diesemDruck beraten können, so hätten sie sich wahrscheinlich längst geeinigt. — Die .Germania", die mit dem Abbruch der Pariser Reparationsverhandlung als gegebene Tatsache rechnet, erklärt: Diese Tatsache mag bedauerlich sein, aber der Abbruch der Verhandlungen ist jedenfalls besser, als die Llebernahme von Bedingungen, die auf die
Bombenattentat auf das italienische Generalkonsulat in Tunis.
Rom, 19. April. (ZDIB. Funkspruch.) Wie die Blätter berichten, wurde auf das italienische General^ konsulat in Tunis ein Bombenlattenlal verübt, dem keine Menschenleben zum Opfer fielen! Die Explosion war sehr stark. Sämtliche Fenster des Konsulats und der umliegenden Hauser gingen in Trümmer. Der Fußboden des Konsulats wurde auf- gerissen. und Splitter und Mauerstücke wurden in einiger Entfernung vom Konsulat auf gefunkelt Mm den Tätern fehlt bis jetzt jede Spue.
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Was nun?
Einheitsfront der Gläubiger. — Rückkehr zum Dawesplan.
Paris, 19. April. (WTB. Funkspruch.) Der „Marin" spricht sich über die Folgen der Ereignisse, die sich gestern im Unterausschuß Revelstoke abgespielt haben, aus und sagt: Die meisten Delegierten werden voraussichtlich in der heutigen Vollsitzung die Unmöglichkeit, sich zu verständigen, einsehen. Es ist nicht unnütz, zu untersuchen, welches die hierdurch geschaffene Lage sein werde. Es ist nicht zweifelhaft, daß die Sachverständigen mit oder ohne Deutschland einen Bericht für ihre Regierungen aus- arbeiten werden. Sie müssen tatsächlich klar die Modalitäten zum Ausdruck bringen, zu denen sie gelangt waren, und zwar sowohl hinsichtlich der Zahlungen, der Höhe der Annuitäten und der Internationalen Bank. Sie werden auch hervorheben, daß das Einvernehmen unter den Gläubigern vollständig gewesen ist. Ob sich die amerikanischen Delegierten diesem Bericht anschliehen oder nicht, sicher ist jedenfalls, daß durch die jetzt von QJoung vorgebrachten Vorschläge die amerikanische Delegation einem solchen Bericht tatsächlich ihre Zustimmung gibt. Die Alliierten hatten sich nämlich auf 37 erste Jahreszahlungen mit einer Annuität von 2223 Millionen verständigt. Owen Voung schlug eine Annuität von 2105 Millionen vor. Die Ziffern waren also im wesentlichen gleich. Man wird folglich morgen sagen können, daß die Gläubiger, einschließlich der Amerikaner, dahin gekommen waren, eine Einheitsfront zu bilden. (?) Man wird in diesem Bericht natürlich auch die Rückkehr zum Dawesplan empfehlen, sich aber auch darüber klar werden müssen, ob die Sachverständigen die Anzahl der Annuitäten Vorschlägen sollen. Sie können, wie es scheint, nicht anders handeln, da sie diese Absicht in den letzten Zeilen ihres Memorandums formell angekündigt hatten.
Englische Blätterstimmen.
London, 19. April. (WTB. Funkspruch.) Die über angebliche politische Forderungen Dr. Schachts gestern ani späten Abend veröffentlichten chavas- Meldungen, die von deutscher Seite bereits als unrichtig zurückgewiesen worden sind, gelangten nur in einen Teil der Morgenblätter. „Times" schreibt in einem Bericht ihres Pariser Korrespondenten über die „ernste Krise": Wenn die Unterhändler nicht in elfter Stunde ein Kompromiß finden, muß der Zusammenbruch derKonferenz als sicher angenommen werden. Eine gutunterrichtete Persönlichkeit erklärte, es würde nach der Abreise der amerikanischen Delegierten unmöglich sein, eine neue Gelegenheit zu finden, um zu einer endgültigen Regelung des Problem der deutschen Repara^ tionen zu gelangen. Schacht habe zwar von der Drohung des raschen Zusammenbruches der deutschen Finanzen gesprochen, der die Fortführung des Transfers der Repa- rationszahlungen in ausländischen Währungen un- mölich machen werde. Von alliierter Seite werde jedoch bemerkt, daß Deutschland in diesem Falle der Hauptleidtragende sein mürbe, da der deutsche Kredit nicht wieder gutzumachen- den Schaden erleiden könnte. — Der Leitartikel der „Daily Mail" ist überschrieben: „Ein Angebot, das wir nicht annehmen können." Das Blatt bemerkte es würde krasse Ungerechtigkeit sein, Großbritannien neue Lasten aufzubürden, damit die deut- 'schenStenern herabgesetzt werden können;
denn darauf soll der deutsche Plan in Wirklichkeit hinaus.
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Oer deutsche Vorschlag.
Ein Eventualplan bei verminderter deutscher Leistungsfähigkeit
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Vor dem Abbruch der Pariser Konferenz.
Reine Einigung -er Reparationsfachverständigen. - Ein gemeinsamer Bericht der Gläubigerdelegationen. - Unbestimmte Haltung der Amerikaner.
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gegenwärtig durch den Dawesplan vorgeschriebenen Kontrollsh st erns mit sich bringen.
Das Memorandum schlägt bann zwei Methoden vor, nämlich einen Plan A, der 37 Zahres- zahlungen von je 1650 Millionen Mark enthalt, die in drei Gruppen zerfallen, nämlich 600 Millionen transfergeschützter Teil, 600 Millionen tranSfer- und ausbringungs geschützter Teil und 450 Millionen trans- f erungeschützter Teil, und einen Plan B, der die gleichen Annuitäten vorsreht, die jedoch nur geschützte Zahlungen darstellen, nämlich 825 Millionen transfergeschühter und 825 Millionen ausbringungsgeschühter Teil. Alle vorgenannten Ziffern beziehen sich auf den sogenannten Deharrungszustand, der nach dem 11. Jahre eintreten würde, wenn btc Sachriese- rungen, die bei beiden Plänen im ersten Jahre noch mit 750 Millionen eingesetzt sind und nach und nach in zehn Jahren bis auf 200 Millionen fallen, erloschen sind. Rach Auffassung des deut- scheu Memorandums würbe der Plan B in Frage kommen, wenn die Summe der sogenannten Chancen für die Leistungsfähigkert weiter so gering bleibt, wie sie jetzt ist.
Tabellarisch dargeftellt, sahen die beiden deutschen Anregungen folgendermaßen aus:
Was sagt man in Berlin?
Ein ungewöhnlich weitgehendes deutsches Angebot. — politische Anregungen als wirtschaftliche Voraussetzungen.
Ausweitung des deutschen Warenabsatzes im Auslande. Es wird besonders betont, daß Deutschland feit Inkrafttreten des Friedensvertrages in Ausführung der Reparationsverpflichtung insgesamt 46,5 Milliarden Goldmark in bar und an Sachlieferungen geleistet hat, daß diese Leistung aber nur erfolgen konnte durch Veräußerung der Substanz unb durch Aufnahme von Auslandanleihen. Eine neue Reparationszahlung müßte selbstver- vollständige Aufhebung des
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfiisir-Vuch' und Steindruckerei K Lange in Sieden. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7.
Paris, 18. April. (WB.) Die Agentur ch a - v a s verbreitet über den Verlauf der heutigen Beizungen ber Reparationskonferenz folgendes: Dr. r^hacht habe in seinem gestern überreichten Memo- ; ran bum währenb 37 Jahren eine feststehende Jah- ra;zahlung von 1650 Millionen Mark vorgeschlagen, jk doch präzisiert, baß kein Teil dieser 21 n - nnität ungeschützt und mobilisierbar (ein könne. Um hinsichtlich dieser Frage ber Irans* fcvierung unb ber Kommerzialisierung nachzugeben, habe der Führer der deutschen Delegation von den Luchverstänbigen ber Gläubigermächte entmeber eiie Herabsetzung des Betrages dieser 'Dlinbeftannüität ober politische Som» p tnfationen, wie Aufhebung bes Dan- jiiger Korridors oder Rückerstattung g i m i f f e r Kolonien an Deutschland gefordert, da nach seiner Ansicht die Wirtschaft Deutschlands durch den Verlust dieser Gebiete beeinträchtigt fei.
3m Verlauf der heutigen Vormittagssitzung habe 5 r. Schacht feine Vorschläge formell aufrecht erhalle a unb sich formell geweigert, bie Diskussion irgenb- ei ner höheren Ziffer ins Auge zu fassen, wenn nicht di: Sachoerständigenkonferenz bereit sei, in bie Dis- (iiifion ber von ber deutschen Delegation geforderten ' politischen Vorteile einzutreten. Die Sach- oerftänbigen ber Gläubigermächte seien einstimmig 6er Ansicht gewesen, daß sie sich nicht auf biefe D skussion politischer Art, bie vollkommen außerhalb ' ih rer rein finanziellen Befugnisse liege, ein- la ijen könnten. Unter diesen Bedingungen habe die A^nferenL, so heißt cs in der Havasdarstellung, nur
Paris, 18.April. (1DB.) Bei den heule im I in ierausschuß Revelstoke geführten Verhandlungen üfrrfe OwenD.Zoung den Vorsitz. Die deutsche Delegation hatte zwei Vorschläge (A und B), die ju dem gleichen Gesamtergebnis (37 Jahreszahlun- tetx von je 1650 Millionen Mark), führten. Der darschlag A, der einen Teil der zu zahlenden Sittnme außerhalb des Transferschuhes lasten sollte mt dessen Annahme gewisse Voraussetzungen hin- -chllich ber Möglichkeit einer Ausdehnung des Ex- xorts und der Erhöhung der deutschen Zahlungs- fl^igkeit enthielt, wurde überhaupt nicht H uliert, sondern nur der vor- Id^lag B, der die deutschen Zahlungen ” rtiwa unter den gleichen Schuh stellen sollte, wie er m Dawesabkommen vorgesehen ist. Ls ist von loinherein in der heutigen Rachmittagssihung er- iltzllich gewesen, daß man nur bereit war, weiter |]u verhandeln, wenn die deutsche Delegation eine I Lrthohung der Gesamtannuitöt zubilligen würde.
IVic deutsche Delegation hat erklärt, daß sie fci den gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen Deutschland nicht in der tage sei, eine si» Here Annuität zu befürworten. Sie hat hmzugesügt, daß, wenn aus der Mitte des Aus- (äMfses noch irgendeine Anregung gegeben werden lönne, die erwarten liehe, daß sich daraus eine Verstärkung der deutschen Ceiffungs- *|ä fjigf eif erzielen lasse, sie dann bereit wäre, m«h über eine höhere Annuität zu diskutieren. Ls il( aber keinerlei derartige Anregung mehr gegeben worben, wie überhaupt fesl- lufieUen ist, daß auf dieser Konferenz, von fleinen kelailsfragen abgesehen, nahezu sämtliche Anre- joegen von deutscher Seite gekommen sind. Darauffjin hat die Gegenseite feftgefteüt, daß eine |!l «Näherung der beiderseitigen Standpunkte richt zu erzielen sei, und in diesem Sinne wi tb ber morgigen vollsihung, bie auf elf Ahr ein- tewufen worden ist, berichtet werden.
Es ist anzunehmen, daß die Reparationskonferenz nunmehr beschließen wird, die Diskussion zu beenden und einen Bericht zu erstatten über 41 bas, was währenb bet elfwöchigen Verhandlungen vor sich gegangen ist. An der Abfassung dieses Ssrichts wird sich bie beutsche Delegation selbstver- (äitiblid) beteiligen. Voraussagen über bas, M2S etwa noch beschlossen werben könnte, können nailürlich nicht gemacht werden. Es ist ausdrücklich ia betonen, daß die deutsche Delegation ihren vor- > Gagen niemals einen ultimativen S^aröfter gegeben hat. Sie hat sich vielmehr, nflt wiederholt betont wurde, ausdrücklich zu einer io eiteren Debatte bereit erklärt, ttwtm irgendwelche Vorschläge gemacht werden fo anten. die das Risiko, das die deutfdje Delegation )»lch llebernahme einer derartigen Verpflichtung «gehen würbe, besser begründen würben.
Keine politischen Forderungen der deutschen Delegation. Ein Pariser Bertuschnngsmanöver.
Hierzu ist deutscherseits die Erklärung abgegeben, haben konnte diskutiert wurde, za, es muh sogar daß im Lause der heutigen Sitzung lediglich feftgefteUt toerben, ba& über berartige Äon3entonen bas Annuitätenschema B diskutiert im Lause der Konferenz, die elf Wochen wahrte, wurde, das an keinerlei Voraussetzung niemals gesprochen würbe.
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