fetten von Anfang bis Schlußpfiff ein sehr schönes Spiel. Obwohl die 2. Kompagnie von Anfang bis Schluß in Führung log, konnte man bis kurz vor Schluß doch noch nicht den Sieger feststellen. Die Mannschaften waren, obwohl Im System verschieden, sich vollständig gleichwertig. 03. f. L. Wetzlar mit weitem Flügelspiel, dagegen die 2. Kompagnie mit kurzem Paßspiel. Aach Verlauf des Spieles mußte man der letzteren doch den Vorzug geben. So kam es auch, daß die Paulus-Mannschaft sich der Militär- Mannschaft mit 5 zu 7 Toren beugen mußte. Als Schiedsrichter amtierte Fischer vom V. f. D. Gießen.
Lahn - Oünöberg - Gau im A. O. T.
Am Sonntag kamen in den Wäldern um den Echtsfenberg bei Gießen die dem T. V. Hausen über rg nn Gauwald'aufmeisterschaf- t e n zum Austrag. Bei prächtigem Wetter stellten sich dem Starter und Leiter. Gausportwart Winter (Launsbach) um 2 Llhr die Iugend- läuser zum Ablauf. Die Strecke, welche durch Pfeilzeichen gut markiert war. führte meistens durch Wald und stellte an die Läufer, da die Waldstrecken noch teilweise vernst waren, große Anforderungen. Der Iugendlaus über 2500 Meter stellte in Bachmann (Burkhardsfelden), dicht gefolgt von Donderheidt (Hausen) seinen Sieger. Beim Lauf der Senioren. welcher über 5000 Meter führte, lag bis 2500 Meter eine Spitzengruppe, bestehend aus Aöhl (Wieseck), Schaardt und Lüdge (Hau'.en) vorn, bis Schaardt (Hausen), gefolgt von Lüdge (Hausen) die Fahrung übernahm. Da Aöhl (Wiefeck) nun aufgab, war Schaardt der Sieg nicht mehr zu nehmen. Mit 150 Meter Vorsprung durchlief er das Ziel. Die erzielte Zeit ist in Anbetracht der Strecke als gut zu bezeichnen.
Jugend: 1. Th. Bachmann (Burkhardsfelden) 9.2? Min.; 2. Karl Vonderheidt (Hausen) 10,00 Min.; 3. Ernst Klein (Bellnhausen); 4. Ernst Becker (Aeiskirchen); 5. Karl Jäger (Aeiskirchen).
Senioren: 1. Willi Schaardt (Hausen) 18.35,4 Min.; 2. Kar! Lüdge (Hausen) 18,46.6 Min.; 3. Ludw. Schomber (Aeiskirchen); 4. Otto 3ung (Wieseck): 5. Ludw. Klös (Hausen).
Bei dem angesehten Handballspiel G ar -- benteich—Kesselboch kam Garbenteich kampflos zu zwei Punkten, da Kesselbach nicht antrat.
Wirischast.
Oie Reichsbank Mitte März.
Aach dem Ausweis der Aeichsbank vom 15. M ä r z ist die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Scheck;, Lombards und Effekten um 145,1 Mill, auf 1872.3 Mill. Mk zurückgegangen. 3m einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 34,2 Mill, auf 1715,2 Mill. Mk., die Bestände an Aeichsschahwechseln um 16.1 Mill, auf 5 0 Mill. Mk. und die Lombardbestände um 91,8 Mill, auf auf 59,0 Mill. Mk. abgenommen. Die Anlage in Effekten ist mit 93.1 Mill. Mk. weiterhin unverändert geblieben. An Reich;banknolen und Ren- tenbankscheinen zusammen sind 175,4 Mill. Mk. aus dem Verkehr zurückgeflofsen; u. zw. hat sich der Umlauf an Aeichsbanknoten um 171,9 Mill, auf 4165,8 Mill. Mk. derjenige an Aentenbank- scheinen um 3,5 Mill, auf 473,4 Mill. Mk. verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Aeichsbank an Aentenbankscheinen auf 43.6 Mill. Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 448,5 Mill. Mark eine Abnahme um 54.4 Mill. Mark.
Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen zusammen haben um 96,1 Mill. Mk. auf 2714,6 Mill. Mk., im einzelnen die Goldbestände um 36,0 Mill, auf 2645,9 Mill. Mk., die Bestünde an deckungsfähiqen Devisen um 60,2 Mill, auf 67,8 Mill. Mk. abgenommen. Tie Abnahme der Goldbestände beruht darauf, daß in Höhe von 36 Mill. Mk. ein Posten Gold zur Verstärkung des Aeuyorker Depots in der Berichtswoche verschi'ft worden ist, der bis zum Ei' ‘reffen in Aeuyork unter den sonstigen Aktiven ge'ührt wird. Außerdem ist eine Verschiebung zwischen dem inländischen Goldbestand und dem Auslanddepot dadurch eingelreten, daß die Rcichs- ban? einen Posten Gold im Betrage von etwa 5 Mill. Dollar von der Dank von Frankreich aus deren Aeuyorker Golddepot übernahm, gegenüber Sendung eines gleichen Goldbctraqes von Köln nach Paris. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 61,8 Prozent in der Vorwoche auf 63,5 Prozent, diejenige durch Gold und deckung ^fähige Devisen, von 64,3 Prozent auf 65,2 Prozent.
Gottwerkäufe der Reichsbank und Krediivolumen.
Das Institut für Konjunkturforschung beschäftigt sich in einer neuen Untersuchung mit den Gründen für die Goldverkäufe der Aeichsbank, die bekanntlich großes Aussehen erregt haben, und mit dem Einfluß dieser Goldverkäufe auf die Liquidität der Aotenbanken und infolgedessen auf das Kreditvolumen. Die Devisenkurse, die seit Jahresbeginn in raschem Tempo mit nur geringen Unterbrechungen gestiegen sind, haben sich annähernd dem Stande von Mitte 1927 angeglichen. Im Zusammenhang damit haben sich die ausgewiesenen Bestände der deutschen Aotenbanken an Gold und Devisen von Ende Dezember bis Anfang März um rund 80 Mill. Marl vermindert (die tatsächlichen De- viscnabgaben der Aotenbanken, insbesondere der Aeichsbank, dürften erheblich größer gewesen fein).
Die gegenwärtige Situation erinnert in vieler Hinsicht an die Geldmarktverhältnisfe in der ersten Hälske 1927. Auch damals begünstigten die niedrigen Geldsähe in Deutschland den Abzug kurz'ristig angelegt r Auslandgelder und sühr'en u. a. zu einer verstärkten Devisennachfrage. Die Bedeutung dieser Vorgänge für die Gesamtwirt- schast ist aber heute eine wesentlich andere, da sich im Jahre 1927 die Wirtschaft im Zeichen des Konjunlturausstiegs befand, während wir heute einen nachhaltigen Konjunkturrück- gang zu verzeichnen haben. Dies bedeutet nach Ansicht des Instituts, daß für die nächste Zeit keine so starke Beanspruchung des Aotenbank- lredits zu erwarten ist. wie im Verlaufe des Jahres 1927. infolgedessen ist auch eine für die Gcsamtwktschast nachhaltige Verminderung der Aotenbankenliquidlf t und damit eine Beschränkung des Kreditspielraums infolge der Gold- und Devisenabflüsse kaum zu befürchten, selbst wenn diese noch einige Zeit hindurch anhaften sollten. Die Devisennachsrage ist im Vergleich zu 1927 nicht stärker; es ist zunächst lediglich eine Verschiebung in der Bedarfsdeckung auf dem Devisenmarkt eingetretsn. Zu beachten ist dabei, daß Ende 1926 bei den Aotenbanken ein Goldbestand von 1.9 Milliarden Mark, ein Devisenbestand von 540 Mill. Mark vorhanden war; Ende 1928 dagegen betrug der Goldbestand 2.8 Milliarden Mark, der ausgewiesene Devisenbestand dagegen nur rund 191 Mill. Mark. Hieraus wird ersichtlich. daß eine gleich starke Devisennachrage wie 1927 gegenwärtig früher zum Rückgriff auf die Goldvorrüte führen muhte. Es handelt sich also bei den Goldverkäufen der Reichsbank lediglich um banktechnische Maßnah nen. die die Kreditfage vorerst Wohl nicht beeinflussen werden.
In währungs o itischcr Hinficht e.scheinen natürlich die Goldverkäufe der Reichsbank, vor allem trenn sie weiter und vielleicht in verstärktem Maße anhalten sollten, in anderem Lichte. Auch in der Vorkriegszeit war ein verhältnismäßig rasches Schwanken der Devisenkurse zwi'chen dem oberen und dem unteren Goldvunkt zu beobachten, jedoch war die Reichsbank damals stetig in der Lage, ohne Beanspruchung ihres Goldbestandes durch starke Devisenabgaben diese Schwankungen zu beseit'gen. Währungsschwan^u'-gen bedeuten meistent i s für die weltw'.rtschaf lichcn Verhältnisse, insbesondere für die Stabilität des Weltpreisniveaus. eine Erschütterung, da sie Preisschwankungen zur Folge hab^n. Man hat daher in der Aach'rieg'zeit versucht durch Zusammenarbeit der Aotenbanken der Welt, die das Kreditvolumen der einzelnen Länder bestinmen. die Stabilität der Währungskurse zu erreichen. Diese Bestrebungen haben ihrm besonderen Rieder- schlag bei dem Plan der Reparationsbank gefunden. indem durch die Vereinigung der Aotenbanken tn diesem gigantischen Institut eine Art Währungsbündnis e^en zum Schuhe aller Währungen geschaffen werden soll.
" Erhöhung der Messingpreise. Entsprechend den gestiegenen Zinkpreisen werden b;e Grundpreise für Messingbleche auf 202 Mk. und für Messingstangen auf 178 Mk. ab 19. März erhöht.
* FrantfurterHypolhekenbank. Das Jahr 1928 brachte dem Institut eine erhebliche Ausdehnung der Geschäftstätigkeit. Der Gesamtbestand der Forderungen (Hypotheken und Kommunaldarlehen) betrug am 31. Dezember 1928 194,05 (106,58) Mill. Mk. und hat jetzt bereits die Summe von 200 Mill. Mk. überschritten. Entsprechend erhöhte sich der Umlauf der Goldpfandbriefe und Goldkommunnloblig^'ionen auf 18224 (97,431 Mill. Mk. und hat jetzt den Betrag von 190 Mill. Mk. erreicht. Die Erhöhung des Umlaufs der Schuldverschreibungen betrug somit ein- schließlich der Liouidationspfandbriefe 84 80 Mill. Mark, für das Aeugeschäft allein war eine Umlaufsvermehrung von 41,16 Mill. Mk. zu ver
zeichnen. Der Pfandbriefabsah hielt sich während des ganzen Berichtsjahres fast durchweg auf gleicher Höhe. 2m Auslande wurden 11,75 Mill. Mk. Pfandbriefe untergebracht. Dazu kam im Januar noch die Hollandemiffion in Höhe von 5 Mill. Mark. Diese Auslandkredite bieten eine Zinsersparnis von 1 Prozent jährlich. Für den Wohnungsneubau wurden 14,23 Mill. Mk. zur Verfügung gestellt. Das Kommunaldarlehensgeschäft wurde um 33 Darlehen im Betrage von 8,85 Will. Mk. ausgedehnt. Am 1. Juli 1928 konnte mit einer zweiten Tellausschüttung von 10 Proz. auf die Pfandbriefteilungsmaffe begonnen werden. Insgesamt sind nun 20 Prozent des Goldmarkbetrages an die Pfandbriefgläubiger in Li- quidationsgoll Pfandbrief en auOgeschüttet. Hierdurch erhöhte sich der Umlauf der Liquidations- Pfandbriefe auf 94,32 Mill. Mk. Von den Dor- kriegspfandbriefen sind bisher 99,1 Prozent um» getauscht worden. Für die Besitzer der Papiermarkkommunalobligattonen konnte bisher eine Ausschüttung noch nicht borgenommen werden. Das aus der Begebung von 1 Mill. Mk. neuen Stammaktien zugeflossene Agio wurde, auf 250 000 Mark aufgerundet, der Reserve zugeführt, die jetzt 5 29 (2,940 Mill. Mk. beträgt - 55 Prozent dcs Stammkcpi al3. Z nSefn afjmcn "et ugen 1 ',8. (5,49) Mill. Mk. Anderseits erforderten Pfand- briefzinfen 8,85 (4,55) Mill. Mk., Unkosten 0,77 (0,66), Steuern und Stempel 0,51 (0,39) Mill. Mk. Aus dem Reingewinn von 1,45 (1,23) Mill. Mk. werden 10 (9) Prozent Dividende auf die (Stamm* und wieder 6 Prozent auf die Vorzugsaktien verteilt, 0,210 (0,238) den Reserven zugewiesen, 0,100 (0,100) Mill. Mk. der Pensionskasse zugeteilt und die restlichen 68 877 (65 lc3) Mk. vorgetragen.
* Konzern Adler-Kaliwerke. Die Adler- Kaliwerke-A.-G. wollen aus 193 490 Mk. (6 255) Reingewinn 6 o. H. Dividende auf Vorzugsaktien für 1924 bis 1928 und 2 o. H. Dividende auf Stammaktien verteilen. Die Kaliwerke Adolfs Glück A.-G. aus 1(10 122 (Verlust 67 088) Mk. Gewinn eine solche von 2v. H. (0o. H.).
* Horchwerke, A. - G., Zwickau-Berlin. Das Unternehmen erzielte einen erhöhten Bruttogewinn von 3,89 (im Vorjahre 2,58) Mill. Mark. Andererseits stiegen Generalunkosten auf 1,9 (1,56), Steuern und soziale Lasten (0,62) (0,43) und Abschreibungen auf 0 85 (0,33) Mill. Mark, so daß ein Reingewinn von 570 000 (322 000) Mark verbleibt. Es wird eine Dividende von wieder 8 v. H. auf das erstmals voll berechtigte Aktienkapital von fünf Millionen Mark verteilt.
Rindermartt in (ließen.
Zum heutigen Markt waren 1113 Stück Groß- und Jungvieh und 182 Kälber aufgetrieben. Der Handel, am Vortage etwas flott, flaute am Hauptmarkttage ab, so daß Ueberstand verblieb. Gehandelt wurden: Kühe 1. Qualität 600 bis 700 Mk., 2. Qualität 400 bis 500 Mk., 3. Qualität 200 bis 300 Mk.; Rinder, l-2jährig, 100 bis 200 In Schlachtkühen war lieber» angebot, diese wurden von 150 bis 300 Mark gehandelt. Kälber je Pfund Lebendgewicht 50 bis 60 Pf. Bessere Tiere erbrachten Preise über Aotiz.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 19.März. Tendenz: freundlich. — Im Vormittagsverkehr war das Geschäft noch äußerst ruhig und eine Tendenz schwer festzustellen, doch trat zu Beginn der offiziellen Börse ein Tendenzumschwung ein. Die weiter lebhafte Beteiligung des Auslandes, sowie günstige Nachrichten aus Paris gaben eine starke Anregung, und die Tendenz zeigte festes Gepräge. Die Stimmung war zuversichtlich, doch konnte das Geschäft nicht einen so großen Umfang annehmen wie gestern, da sich das Publikum immer noch reserviert verhielt. Nur Spezialwerte wurden lebhafter gehandelt; gegenüber der gestrigen Abendbörse waren hier Gewinne bis zu 2 5v.H. festzustellen. Im Vordergründe standen vor allem Elektrowerte. AEG. plus 1,75v.H., Siemens plus 2v. H., wurden von Auslandinteressenten in größerem Umfange aus dem Markte genommen. Auch Chemiewerte fanden heute etwas regere Beachtung, doch blieben I.-G.-Farben nur behauptet. Scheid'eanstalt und Holzverkohlung waren bis zu etwa 0 5 v. H. gebessert. Don Kaliwerten waren Salzdetfurth mit plus 3 v. H. lebhafter gefragt, während Aschersleben und Westeregeln eher vernachlässigt blieben und bis 1 v. H. niedriger eröffneten. Autoaktien gut gehalten. Montanwerte standen heute im Hintergrund. Nur Gelsenkirchen waren heute etwas lebhafter gefragt. Auch Kupferwerte lenkten vermehrtes Interesse auf sich, doch blieben hier die Besserungen in kleinem Rahmen. Am Bankenmarkt konnten ' sich der afleemeinen Aufwärtsbewegung Reichsbank mit plus 2 5v.H. und Metallbank, die schon an der gestrigen Abendbörse begehrt waren und heute weitere 2v. H. gewinnen konnten, anschließen. Bei letzteren bestand lebhaftes Interesse
von Auslandseste. Don internationalen Werten eröffneten Svenska bei größerem Angebot 5 Mark schwächer, Vereinigte Glanzstoff, die heute erstmalig mittags notiert wurden, lagen 5 v. H. höher, doch blieb der Satz mit 3000 zur ersten Notiz gering. Renten still. Deutsche Anleihen waren behauptet. Don Ausländern Türken lebhafter gefragt und durchschnittlich 0,25 v. H. höher. Auch im Verlaufe war man hinsichtlich der Reparationsverhandlungen optimistisch gestimmt, und da weitere Kaufaufträge vom Auslande sowie von Publilumsseite eingetrof« fen fein sollten, nahm das Geschäft zeitweise einen stürmischenCharakter an. Das Kurs- niocau zeigte plötzlich sprunghafte Veränderungen. Im Vordergründe standen weiter Elektrowerte. AEG. gewannen erneut 2,5 o. H., Schuckert 2 v. H. und auch Farben waren etwas lebhafter gefragt, plus 1,5 v. H. Auch für Metallbankaktien bestand weiter regeres Interesse. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 v.H. unverändert. Am Devisenmarkt lag das Pfund international fest. Man nannte Mark gegen Pfund 20 438, gegen Dollar 4 2158, gegen Kabel 124,31, London gegen Kabel 4,8554 gegen Paris 124,31, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 32,30, gegen Holland 12,1225.
Berliner Börse.
Berlin. 19. März. (Eigener Drahtberich des »Gieß. Anz.") Rach einem zurückhaltendei' Vormittagsverkehr eröffnete die heutige Börse wieder in freundlicher Haltung und bei gut behaupteten, teilweise auch höheren Kur- f e n. Die Erhöhung der Kupfer- und Zinkpreise regte besonders die Metallwerte an. (Manssel- der. Schlesische Zink, Hohenlohe, Metallbank und Otavi.) Am Clektromarkt konnte man wieder Auslandskäufe beobachten, ohne daß man auch heute genaueres über den Käufer erfahren konnte. Die Kombinationen mit der General Elektric sind verstummt, auch von einer Fusion mit Bergmann wird nicht mehr gesprochen, dagegen führt man heute die neuen Käufe auf Interesse amerikanischer Investment Trusts zurück. Außer diesen beiden Kategorien lagen noch Bemberg, Reichsbank, Tietz, Schubert & Salzer, sowie Spritwerte verhältnismäßig fest. Deutsche Anleihen waren behauptet. Ausländer geschäftslos. Der Pfand- bricfmarkt lag ruhig, aber meist gehalten. Auch nach den ersten Kursen blieb da 3 Geschäft ziemlich lebhaft, die Kur?gestaltung war trotz freundlicher Grundstimmung aber keine einheitliche. Die Börse selbst, die immer noch sehr vorsichtig operierte, zeigte eher Reigung zu Gewinnmitnahmen. Durch feste Haltung zeichneten sich Essener Steinkohlen-, Berliner Maschinen-, Schlesische Gas- und Schuckert-Akiien aus.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 19. März. Der Produktenmarkt verkehrte heute weiter in sehr stiller und ruhiger Haltung. Die sich schon gestern bemerkbar machende Abschwächung machte heute weiter Fortschritte. Der Handel ist weiter äußerst geschäftslos. Brotgetreide konnte sich heute ziemlich gut halten, während Mehle im Preise nachgaben. So verlor Weizenmehl 0,25 Mk. Auch Futtermittel etwas vernachlässigt und We'zenkleie abgeschwächt. Cs wurden notiert: Weizen 24 bis 24,50, Roggen 23,50, Sommergerste für (Brau- zwecke 24, Hafer, inländischer 24,50. Mais (gelb) 24,50, Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, 33,50 bis 34,25, Roggenmehl 30,75 bis ul.75, Weizenkleie 14,15 bis 14,25, Roggenkleie 15,50. Tendenz: Abgeschwächt.
pwvinzialtag
-er Provinz Rheinhessen.
WSN. Mainz, 17. März. Samstagmittag wurde im Stadtverordnetensitzungssaal des Stadthauses unter dem Vorsitz des Provinzialdirektors Geheime Rat Dr. U s i n g e r die ordentliche T a - gung des Prooinzialtages der Provinz Rheinhessen abgehalten. Die Tagesordnung umfaßte zunächst die Einführung und Verpflichtung der drei neueingetretenen Prooinzialtags- rnitglieder Bauunternehmer Konrad (Osthosen), ' Fabrikdirektor Dipl.-Ingenieur Wilhelm Th. R ö m ° Held (Mainz) und Landwirt Joh. Philipp S ch o l z (Aspisheim), die an Stelle der verstorbenen Mitglieder Oberbürgermeister Dr. Göttelmann und Gutsbesitzer Gräf Monsheim und dcs ausgeschiedenen Oberbürgermeisters Rahn (Worms) traten. Die Rechnung der Provinzialkasse wurde geprüft und ergab keine Beanstandungen. Der Bericht über die Verwaltung und den Stand der Prooinzialoerbands« 1 angelegenbeiten ergab für das Rechnungsjahr 1927 3 661 851,55 Mk. Einnahmen und 2 971 176 64 Mk. Ausgaben, so daß ein Rest von 690 674,91 Mk. verbleibt. Der Rest wurde im neuen Voranschlag in Einnahme gestellt. Der Voranschlag der Pro-
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern neben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. - Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzmsfuß 7,5 Prozent.
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Devlfenmarkt Berlin
-Frankfurt
a M.
Zellstoff Waldbos.....ix
—
261
260,5
260,75
Telegraphilche
Auszahlung.
Zellstoss Alchasfenbutß ... 1‘-
Eharlottenbntßer Wasser ... 9
Dessauer Gas 8
Daimler Motoren......o
Demag ....... 0
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19- März
55
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'Amtliche Notierung
Weib 1 Brie?
55
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Ludw. Soeroe ..... 10
Nat. Automobil ....... 0
Crenfldn & Koppel ..... 5
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64 87,25
71
142,5 23,5 02,25
88
279,5
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1.77
58,5«
112,4- 112,4
112.6.
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22.47 4,218
1,775 58,455 112,32 112,25 112,49 10,592
22,05 20,445 4,2155
1,774 58,575 112,54 112,47 112,71 10,612
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16,48 81,14
64.46 1,877
0,5015
16,445 81,01 63,34 1,878 0,501
16.485
81,17
63,46
1,882
0,503
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Südd. Zucker . ......8
213
146
213
146
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12,463
7.393
59,265
12,483
7,407
59,145
12,463
7.397
59,265
12.483
7.411
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73,3
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73.37
73,51
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3,039
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18,83
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18,82
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31,67
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2,072
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Berlin. 18. M-rri
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4,202
4,222
Athen. . .
5,44
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58,36
58.60
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4,183
4,191
4.186
4,194
Tärriftfic Noten .......
110.09
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Ürn uay . Cairo . . -
4.276
4,284
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4,274
Englische Noten........
20,43
20,51
20,97
21,01
20,97
21,01


