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Bürgermeister Fendt in Hungen.

Am morgigen 19. Dezember kann Bürger­meister Julius Fendt zu Hungen auf eine 25jährige Tätigkeit als Bürger­meister dieser Stadt zurückblicken. Der Jubilar wurde am 17. September 1869 zu Hungen geboren, besuchte dort zunächst die Volksschule und die höhere Bürgerschule, anschließend das Realgymnasium zu Gießen. Aach dem Schul­besuch trat er in den elterlichen Landwirt­schaftsbetrieb ein, machte dann von 1886 bis 1889 die kaufmännische Lehre im Großhandel in Frankfurt durch, war hierauf als Kaufmann in Frankfurt a. Ak., in Wien und in Berlin tätig und übernahm im Jahre 1896 den elter­lichen Geschäftsbetrieb in Hungen. 2lm 19. De­zember 1904 wurde er durch das Vertrauen seiner Mitbürger zum Bürgermeister der Stadt Hungen gewählt. Seit dieser Zeit ist Bürger­meister Fendt in vorbildlicher Weise an der Spitze der Verwaltung der Stadt Hungen, da­neben aber auch in einer großen Reihe von Ehrenämtern im Dienste der Allgemeinheit tätig. Unter seiner Amtsführung wurde in Hun­gen die Wasserleitung gebaut, die Feldbererm- gung vorgenommen, neue Bauquartiere ge­schaffen, Strahenaiklagen und Straßendurchbruche zwecks Schaffung von Licht und Luft in der Stadt durchgeführt, ein vom Schularzt und von Schul­männern als mustergültig anerkannter Schul­hausneubau mit Badecinrichtung für Schüler und Erwachsene geschaffen, ein Volksfreibad einge­richtet, die Kanalisation der Stadt teilweise durchgeführt, ein neuer Marktplatz hergerichtet, ehemalige Wüstungen zu Parkanlagen umge- staltct, Gemeindeneubauten zur Linderung der Wohnungsnot geschaffen, ein Gefallenendenknial aufgestellt und den neuzeitlichen Verkehrserfor­dernissen in weitgehender Weise Rechnung getra­gen. Als weiteres bedeutsames Vorhaben wird zur Zeit unter seiner Amtsführung der Aeu- bau eine« Krankenhauses projektiert.

Von der großen Fülle von Ehrenämtern, die der Zubilar auf sich genommen hat und die er in vorbildlicher Weise ausfüllt, sei hier hervor- aehoben die Tätigkeit im Vorstand des Hessischen Landgemeindetages, des Oberhessischen Provin- ziollandgemeindetages, des Landesverbandes hes­sischer Bürgermeister, .der Vorsitz im Kreisverein der Bürgermeister des Kreises Gießen, der Vor­sitz des Ausschusses der Ortskrankenkasse Giehen- Land, weiter die Mitarbeit im Evangelischen Dekanat Hungen, im Hungener Kirchenvorstand, daneben noch die Arbeit in zahlreichen weiteren Gremien.

Den Jubilar zeichnet reiches Wissen und große verwaltungsfachliche Erfahrung aus, ferner sind ihm ein außerordentlich liebenswürdiges Wesen und eine unermüdliche Arbeitskraft, gepaart mit großem Weitblick eigen. Durch seine hohen mensch­lichen Qualitäten und durch seine ersprießliche, der Förderung der Stadt Hungen und der von ihm verwalteten Aemter in bester Weise die­nende Arbeit hat sich Bürgermeister Fendt große Verdienste um seine Vaterstadt und dar­über hinaus um weite Kreise der Allgemeinheit erworben. Mit Recht wird diesem Sohne Ober­hessens, von dem einige Vorfahren auch in an­deren Städten der Provinz, wie Schotten und Büdingen, als Bürgermeister wirkten, in weiten Kreisen höchste persönliche und berufliche Wert­schätzung zuteil.

Man darf der Stadt Hungen wünschen, daß es ihr vergönnt sein möge, diesen verdienstvollen Mann noch lange Zahre an der Spitze ihrer Ver­waltung wirken zu sehen.

Schwere Erwerbslosenunruhen in Frankfurt.

WSA. Frankfurt a. M., 17. Dez. Die Er­werbslosenunruhen, die bereits am Mon­tagvormittag eingesetzt hatten, fandeir heute in verstärktem Maße ihre Fortsetzung. Gleich­zeitig mit dem Beginn der Stadtverordnetenver­sammlung, in der endgültig über die Weih­nacht s b e i h i l f e für die Unterstützungsemp­fänger Beschluß gefaßt werden sollte, versammel­ten sich mehrere Tausend Erwerbslose auf dem Börsenplatz und auf dem Börneplah zu einer Kundgebung. 3m Anschluß an diese Kund­gebungen zogen die Demonstranten, die heute aus der Umgebung Frankfurts, namentlich aus Höchst und Offenbach, Zuzug erhalten hatten, nach verschiedenen Richtungen mit dem Ziel: Rathaus. Die zu dem Rathaus führen­den Altstadtstraßen waren jedoch von der Po­lizei abgeriegelt, so daß die Demonstran­

ten nach dem Schauspielhaus hin abgedrängt tourfreiu Hier versuchten sie, die polizeiliche Ab- fperrungskette zu durchbrechen. 'Als dabei die Demonstranten mit Steinen und sonsti­ge n G e g e n st ä n d e n gegen d i e P o l i z e i- be amten toarfen. löste die Polizei, die in außerordentlicher Stärke zu Fuß und zu Pferde aufgeboten worden war, den ganzen Zug auf und zerstreute die Teilnehmer unter Zuhilfenahme des Gummiknüppels. Bei der wil­den Flucht wurden viele Personen ver­letzt. Run bildeten sich in den verschiedensten Straßen der Altstadt, sowie auf der Zeil bis zur Hauptwache Trupps, die immer wieder ver­suchten, in die Gegend des Rathauses zu ge­langen. Die Polizisten mußten von Straße zu Straße eilen, da die A n g r i f f e g l e i ch z e i t ig von verschiedenen Stellen aus erfolg­ten. Bei den Säuberungsaktionen gab es auf beiden Seiten Verletzte. So wurde in der Bethmannstrahe aus einem Hause auf die Polizei mit Backsteinen geworfen. Die den Beamten zugedachten Steinwürfe ver­fehlten aber ihr Ziel und trafen zwei völlig unbeteiligte Passanten, die mit klaffenden Kopf­wunden von den Sanitätern weggeschafft werden mußten. QIn der Hauptpost geriet eine Polizei­streife in Bedrängnis, so daß sie von der S ch u ß- waffe Gebrauch machen muhte. Ob es hierbei Verletzte gegeben hat, konnte noch nicht sestgestellt werden. Auch am Römerberg wurde mit Steinen gegen die Polizei geworfen. An der Liebfrauen­straße wurden die fünf großen Schaufen st e r- sch eiben der Konfektionsfirma Car sch durch Steinwürfe zertrümmert. Roch in den späten Abendstunden kam es fortgesetzt zu Zusammen- rottungen, bei deren Zerstreuung die Polizei des öfteren Schreckschüsse abgab. Bis jetzt sind

etwa 20 Personen wegen Widerstandes und Beleidigung der Polizeibeamten vorläufig fest- genommen worden.

Oie Frankfurter Wcihnachtsbeihilse.

WSA. Frankfurt a. TR., 17. Dez. Die Frankfurter Stadtverordnetenver­sammlung befaßte sich in ihrer Sitzung am Dienstagabend erneut mit der Weihnachts­beihilfe für d i e Erwerbslosen. Auf den Beschluß in der vorigen Woche, 5 0 M a r k an jeden Erwerbslosen zur Auszahlung zu brin­gen, hatte der Magistrat erwidert, daß für die Beihilfe im Gesamtbeträge von 2,3 Millionen weder Deckung noch Mittel vorhanden feien. Aach tumultuösen Szenen auf der Zuhörer­tribüne und außerordentlich erregten Debatten wurde die Sitzung schließlich auf anderthalb Stun­den aufgehoben, um dem Hauptausschuh Ge­legenheit zu geben, zu der Magistratsvorlage und den neuen Anträgen Stellung zu nehmen. Aach Wiederzusammentritt beantragte der Haupt-' ausschuh, nunmehr endgültig vor Weihnachten an jeden Erwerbslosen und Unterstützungsberech­tigten 2 0 Mark und an dessen Frau 5 Mark auszuzahlen. Die Versammlung stimmte nach er­regten Auseinandersetzungen zwischen Kommu­nisten und Aationalsozialisten dem Antrag des Hauptausschusses zu und genehmigte ferner einen kommunistischen Antrag auf Brenn st off- ünd Mietbeihilfe während der Wintermonate, sowie auf Schwanger.mbeihilfe und Schulkinder- speisung. Die Gesamthöhe der beschlossenen Mit­tel beträgt etwa 900 000 Mk., die mit 400 000 Mk. aus dem Sozialetat und mit 500 000 Mk. aus dem Voranschlag für den Bau eines Hallen­schwimmbades gedeckt werden sollen.

Wirtschaft.

Oie Neichsbank Mitte Dezember.

Aach dem Ausweis der Reichsbank vom 14. Dezember hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der zweiten Dezemberwoche um 137,6 Millionen auf 2301,9 Millionen Mark verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Reichsschahwechseln um 16,8 Millionen auf 10,0 Mill. Mk., die Bestände an sonstigen Wechseln und Schecks um 172,3 Millionen auf 2090,8 Mill. Mk. abgenommen, während die, Lombardbestände um 51,5 Mill, auf 108,6 Mill. Mk. angewachsen sind.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 87,2 Mill. Mk. in hje Kassen der Bank zuruckgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 95,1 Mill, auf 4588,9 Mill, verringert, derjenige an Rentenbankscheinen um 7,9 Mill, auf 376,7 Millionen Mark erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbank­scheinen auf 33,6 Mill. Mk. ermäßigt. Die frem­den Gelder zeigen mit 402,1 Mill. Mk. eine Ab­nahme um 36,7 Mill. Mk.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen haben sich um 5,5 Mill, auf 2637,9 Mill. Mk. ermäßigt. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 2,5 Mill, auf 2247,1 Millionen Mark zugenommen, während sich die Bestände an deckunasfähigen Devisen um 8,0 Millionen auf 390,8 Mill. Mk. verringert haben.

Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 47,9 Proz. in der Vorwoche aus 49,0 Proz., diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 56,4 Proz. auf 57,5 Prozent.

* Deutsche Gold- undSilberscheide- anstalt vorm. Roeßler, Frankfurt a. M. Der Aufsichtsrat beschlo hin seiner gestri­gen Sitzung, der auf den 7.3anuar 1930 ein- zuberufenden G.-V. die Verteilung einer Divi­dende von 10 (103.9) v. H. auf das erhöhte Aktienkapital vorzuschlagen. Aach dem Bericht über das Geschäftsjahr 1928'29 unterschied sich die allgemeine wirtschaftliche Lage nicht wesent­lich von der des vorhergehenden 3ahres. Die Gesellschaft blieb von Debitorenverlusten nicht verschont und baute bei dieser Gelegenheit einige notleidende Konti radikal ab. Das an und für sich günstige 3ahresergebnis schuf dazu die Mittel. Von der im Vorjahre vorgenommenen Kapital­erhöhung um 6,6 auf 29 Mill. Mk. wurden 5,6 Mill. Mk. den alten Aktionären angeboten. Eine Verwertung der restlichen 1 Mill. Mk. Dorrats- aktien hat bisher nicht stattgefunden. Aus der

Kapitalerhöhung flössen der Gesellschaft nach Ab­zug der Spesen Barmittel von 8,983 Mill. Mk. zu, wovon 2,38 Mill. Mk. der Rücklage zugeführt wurden. Vom amerikanischen Treuhänder wurden für die Vorkriegsbeteiligungen 1,499 Mill. Dol­lar ausbezahlt. Der Betrag zourde einer neu ge­bildeten Sonderrücklage überwiesen. Aus den ver­schiedenen Geschäftszweigen wurden (in Mill. Mark) 11,22, aus Beteiligungen 0,75 (i. 03. zu­sammen 9,96) vereinnahmt. Unkosten erforderten dagegen 5,56 und Steuern 1,29 (zuf. 6,47). Aach 1,73 (1,02) Abschreibungen verbleibt einschließlich 109 763 (105 721) Mk. Vortrag ein Reingewinn von 3 503 653 (2 573 025) Mk., woraus 10 (9) v. H. Dividende auf das erhöhte Stammkapital und wieder 6 v. H. auf die Vorzugsaktien verteilt werden sollen. Aach Lieberweisung von 250 000 (175 000) auf das Wohlfahrtskonto und 309 000 (202 000) Mk. Vergütung für den Aufsichtsrat verbleiben 108 653 (109 763) Mk. zum Vortrag.

Metallgesellschaft 21.®., Frank­furt a. M. 3n der gestrigen Aufsichtsrats- fitzung wurde beschlossen, der G.-V. vorzu­schlagen, aus einem nach den laufenden Abschrei- bungen von 1 950 049 (1 921 141, Mk. verbleiben­den Reingewinn von 6 030 931 (6 352 097) Mk. eine Dividende von wieder 8 Proz. auf 55 Mill. Mark Stammaktien zu verteilen. Die im Porte­feuille der Gesellschaft befindlichen 10 Mill. Mark Stammaktien bleiben, wie im Vorjahre, ohne Dividende. Die vom amerikanischen Alien Property Custodian eingegangene Entschädi­gung für Guthaben der früheren Metallbank im Betrage von 959 220 Mark fließt vorweg in die gesetzliche Reserve. Der Versorgungskasse der Beamten sollen wieder 150 000 Mark zu- gewiesen und 441 683 (438 437- Mark sollen vor­getragen werden.

* Bayerische Hypotheken- und Wech­sel b a n t, München. Das Institut glaubt für 1929 die gleiche Dividende wie im Borjahre (10 v. H.) in Aussicht stellen zu können.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 18. Dez. Tendenz: Lust­los. Auch heute bot die Börse wieder ein sehr unsicheres Bild. Die Spekulation bekundete große Zurückhaltung, obwohl nachteilige Mo­mente heute nicht vorgelegen haben dürften. Die zum Schluß festere Aeuyorker Börse machte gar keinen Eindruck. Das Geschäft war bei Fest­setzung der ersten Kurse gleich Aull. Die Kursabschläge nahmen kein größeres Ausmaß an. 3m Grundton der Börse war heute eine ge­wisse Widerstandsfähigkeit zu erkennen; da auf der anderen Seite Hoffnungen bestehen, daß die Verhandlungen zwecks Erlangung eines Lleber-

brückungskredites für Berlin zur Dleberwindung des 3ahresultimos zum Abschluß gelangen wer­den und somit die Befürchtungen hinsichtlich der 3ahresliguidation geschwunden sind, konnte eine gewisse Zuversicht mehr an Boden gewinnen. Das Geschäft blieb aber weiter gering, da die Or - derlosigkeit anhielt. Auch die Unter­brechung des Börsengeschäftes durch die Wcitz^ nachtsfeiertage verstimmte, ferner die weiter an­steigende Arbeitslosenzifser im Reiche. Die Ent­lastung des Reichsbankinstituts in dem gestern veröffentlichten Ausweis fand kaum Beachtung. Eine Ausnahme machten dagegen am Kunstseide­markt AKU., die auf vermehrtes 3nteresse von Auslandseite 2 Proz. gewannen. Ferner mach'.e sich noch für Scheideanstalt einige Aachsrage geltend; die Dividendeerhöhung wirkte erst heute nach, und dieses Papier konnte 1,5 Proz. höher eröffnen. Am Chemiemarkt lagen Farben knapp gehalten, Deutsche Erdöl und Goldschmidt gaben je 2 Proz. nach. Am Cletlromarkt tagen AEG. wenig verändert, Gessürel und Siemens büßten 2,5 Proz. bzw. 1 Proz. ein. Stärker angeboren waren am Bankenmarkt Reichsbankanteile, die einen Spihenverlust von 6 Prcz. hinnehmen muhten. Die übrigen Werte dieses Marktes lagen unverändert. Montanaktien hatten bei kleinstem Geschäft Rückgänge bis zu 1 Proz. aufzuweisen. Schwächere Veranlagung hatten Schiffahrtswerte, die bis 2,5 Proz. niedriger eröffneten. Renten still und nachgebend. 3m Ver­laufe kam wieder Material heraus. Die Ge­schäftslosigkeit drückte auf die Stimmung, so daß bei der bestehenden Aufnahmeunlust Rückgänge von 1 bis 3 Proz. eintraten. Die Tendenz war schwächer. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1767, gegen Pfund 20.379, London gegen Kabel 4.881250, gegen Paris 123.9250, gegen Mailand 93.27, gegen Madrid 35.21, gegen Holland 12.0950.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. TR., 18. Dez. Am Produkten­markt war das Geschäft immer noch sehr klein. Die Gruiidstimmung war aber allgemein etwas freundlicher, da die höheren Auslandnotierungen eine Anregung boten. Profitieren konnte Weizen hiervon, der um 0,75 Mk. anzog. Schwächer veranlagt war der Futtermittelmarkt. Aur Weizenkleie hätte einen Verlust aufzuweisen, während Roggenkleie und Mais für Futterzwecke behauptet blieben. Etwas gebessert lagen noch Roggen- und Weizenmehl, die bis 0,50 Mk. an­zogen. Es wurden notiert: Weizen 23,25 Mk., Roggen 19, Sommergerste (für Brauzwecke) 19,50 bis 20, Hafer (inländischer) 18, Mais (gelb, für Futterzwecke) 18, Weizenmehl (süddeutsches, Spe­zias 0) 38,75 bis 39,50, Roggenmehl 27,50 bis 28,75, Weizenkleie 9,50 bis 9.60, Roggenkleie 10 Mk. Tendenz: Weizen fest, Futtermittel schwach, sonst ruhig.

Daten für Donnerstag, 19. Dezember.

1909: die Tragödin Klar.. Ziegler in München gestorben (geboten 1844).

Letzte Nachrichten.

Oie Volkspariei zum Wechsel im Gießener Kreisamt.

Darmstadt, 18. Dezember. (WTB. Drahtnach­richt.) Die Ernennung des sozialdemokratischen Bür­germeisters Rihel (Michelstadt) zum Oberregie­rungsrat bei der Provinzialdirektion Oberhe^sen hat der Fraktion der Deutschen volkspar- t ei Veranlassung gegeben, folgenden Antrag im hessischen Landtag zu stellen:wir bean­tragen, der Landtag wolle beschließen, daß die von der Regierung verhängte vorläufige v e f ö r d c - rungssperre ausnahmslos für alle Beamten ft eilen gelten s o l l. In der Be­gründung wird gesagt:Es wird in der Bevölkerung nicht verstanden und erregt das lebhafteste Befremden, daß die höchstbezahlten Veamlcn- stellen im Lande zur selben Zeit neu v e r g e b e n werden, indessen überalterte Anwärter vergeblich auf Anstellung warten und die Regierung selber äußerste Sparsamkeit für das Gebot der Stunde erklärt hat. Besonders peinlich berührt in den weitesten Kreisen die unbestrittene Tatsache, daß Fälle vorliegen, bei denen nicht sach­liche, sondern rein parteipolitische (fcrroä- gungen für die Ernennungen ausschlaggebend ge- wesen sind."

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v. H., Lombardzinsfuß 8 o. H.

Frankfurt a M

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Holländische Violen . . .

168,01

168,69

Italienische Noten....

« . «

21,82

21,90

Norwegische Noten . . .

111,58

112,02

Deuttch-Oesterreich, ä 100 Schilling

58,63

58.87

Rumänische Noten . . .

2,48

2,50

Schwedische Noten . . .

12,30

112.74

Schweizer Noten ....

81.22

81,54

Svanische Noten ....

Tschechoslowakische Noten.

> .

57.48

12,345

58,72

12,405

Ungarisch» Noten . . .

72,85

73,15

Devifenmarkk Berlin

Frankfurt a. ITC.

17 Dezembet

18

Dezember

Ämtliche Notierung

lUnitltdic 'Notierung

Geld

Vrles

lyeld

B, e

2lmlt.» Non

168,33

168.67

168,28

168,62

Buen.-Aireö

1,701

1,705

1,725

1,729

Brss.'Nntw

58,385.

58,505

58,39

58,51

Cbristiania.

111,83

112,05

111,83

112.05

.Qovenbagen

111,96

112,18

111.95

112,17

Stockholm

112,50

112,72

112 54

112,76

HelsingforS- Italien. .

10,485

21,84

10,505

21,88

10,485

21,83

10,505

21.87

London. - <

20.362

20,402

20,358

20,398

Neuyork . .

4,1715

4,1795

4,1705

4,1785

PartS....

16,425

16.465

16.425

16,465

Schweiz . .

81,13

81,29

81,11

81,27

Spanien

57,82

57,94

57,76

57,88

Japan . . .

2,043

2,047

2,048

2,052

Nio d» Im,

0.459

0.461

0.458

0.460

Wien in D--

58,71

58.83

£?eft. aboeft

58,71

58,83

Prag . .

12,384

12,404

12,383

12.403

lßelirad .

7.406

7,420

7,406

7,420

vudapeti -

73,07

73,21

73,07

73,21

Buloarieu

3.022

3.028

3,022

3,028

Lissabon

18,83

18,87

18,81

18.85

Dqnzig. -

81,41

81,57

81,41

81 57

Konstantin.

1,998

2,002

1.986

1,990

Sitten. .

5,437

5,445

5.43

5.44

ffanaba -

4,135

4,143

4.139

4.147

Nrn uay

3,926

3.934

3,886

3.894

Cairo . .

20,88

20,92

20,88

20,92