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war. legten mit echt deutschen Worten Kränze nieder. GesangvereinEintracht" und derGe­mischte Chor", Bindsachscn. halfen die Feier ver­schönern. Don 11 bis 1 Ahr war Empfang der auswärtigen Dcreine, die sich 32 an der Zahl vollzählig eingefunden hatten. Am 14 il&r bewegte sich ein Festzug durch die Straßen des Ortes, wie ihn Dindsachfen noch niemals sah. Reiter in alten Uniformen unseres ruhmreichen Heeres eröffneten den Zug. Der Musik folgten die Ehrenjungfrauen mit der noch verhüllten Fahne. 16 Altveteranen von 1870 wurden in vier Droschken gefahren, anschließend die Vereine mit einemVater«2ahn-Wagen". Auf dem Fcst- plah angekommen, sangEintracht" das Lied Trompeter an der Kahbach". Frl. L. Ganz sprach einen schönen PrologDeutschland er­wache". Sodann folgte die Begrüßung durch den Präsidenten Reifschneider und den Bürger- meister Kleer. Rach der Weihe durch den Orts- geiftlichen sprach Kreisdirektor Dr. Gähner im Austrage der Behörde und brachte das Hoch auf das Vaterland aus. Aus beinahe 3000 Kehlen erscholl das Deutschlandlied. 3m Rainen des Hessischen Hassiaverbandes und des Krieger­bezirks Büdingen sprach Major a. D. Pohl und überreichte einen Fahncnnagel. Frl. Kätchen Kehrn überreichte für die Frauen und Jung­frauen Dindsachsens eine Schleife. Die kernige Festrede hielt Major a.D. Wichert. Köln, der in begeisterten Worten zur Einigkeit und zur Tilgung des Kriegsschuldlügenparagraphen er­mahnte. Rach der Aebergabe und Aebcrnahme der Fahne war der offizielle Teil beendet. Die Musik stellte die Freiwillige Feuerwehr Fried­berg. Der Wettergott war gnädig, und das Fest (seit dem Kriege das erste in unserer Gemeinde) wohl gelungen.

Kreis Alsfeld.

x Alsfeld, 17. Juli. In der gestrigen Stadt- vorstandsfitzung gelangte zunächst der Vor­anschlag der Gewerbeschule für das Rech­nungsjahr 1930 zur Vorlage. Wie der Vorsitzende dazu bemerkte, ist auf Grund des neuen Gesetzes über die Gewerbeschulen die Stadt als solche der rechtliche Träger der Schule geworden. Der Voran­schlag schließt in Einnahme und Ausgabe mit 28 814 Mark ab, wovon 6934 Mark auf die sachlichen Aus­gaben und 21 880 Mark auf die persönlichen Kosten entfallen, zu denen der Staat die Hälfte als Zu­schuß leistet, während die sachlichen Kosten dem Träger der Schule allein zufallen. Der Voranschlag wurde in der oorgelegten Form entsprechend dem Beschlüsse der Finanzkommission angenommen. Der Besuch der Gewerbeschule ist in dauerndem Steigen begriffen. Die Schülerzahl war im letzten Winter auf 112 gestiegen. Die von der Stadt zur Be­kämpfung der Staubplage gewünschte Teerung der Provinzial st raße AlsfeldAlten­burg bildete den nächsten Verhandlungsgegenstand. Die Baukommission hat mehrere nach dem Teer­verfahren hergestellte Straßen besichtigt, auf Grund dieser Besichtigung wurde beschlossen, die Stadt erklärt sich bereit, bei einer Teerung der Straße AlsfeldAltenburg durch die Provinzialverwaltung den gesetzlich ihr obliegenden Kostenanteil für die Ortsdurchfahrt Alsfeld zu tragen. Der dafür er­forderliche Kredit im Wege der .Kapitalausnahme wird bewilligt. Je nach der Art der Ausführung wird sich der Anteil der Stadt an den Kosten auf etwa 5800 Mark bzw. 5100 Mark stellen. Die Ent­scheidung über die Art der Ausführung hat die Pro- vmz zu treffen. Es ist noch ungewiß, wie der Dor- sitzende bemerkt, ob die Arbeiten in diesem Jahre nach Mitteilung der Provinz zur Ausführung ge­langen können infolge der schwierigen Kapitalbe­schaffung. Die Anschaffung der für das Rechnungs­jahr 1929 erforderlich werdenden Randsteine wird der Firma Jean Dcrn & Co. in Gießen über­tragen: die für die Pflasterung der Bürgersteige in verschiedenen Straßen notwendig werdenden Mosaik- und Kleinpflastersteine werden der Firma Johs. Nickel in Ober-Widdersheim zur Lieferung über­tragen. Ein Gesuch des Sportvereins 0 6 Alsfeld um Befreiung von der Spielplatzab­gabe wurde abgelehnt, da die zur Erhebung ge­langende Gebühr von 10 bis 20 Mark als gerecht­fertigt anerkannt wird, sobald der Verein den städ­tischen Sportplatz bei Wettspielen absperrt und Ein­trittsgeld erhebt. Für den Anschluß der städti­schen Miethäuser an die allgemeine Kanali­sation wurde die Vergebung der Jnstallations- arbeiten gemäß den Beschlüssen der Baukommission genehmigt. _______________________________

Lprechstrindcn der Nedaktiorr

11.30 bis 12.30 llhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.

Anzeigenauftrage sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

Für unverlangt eingefandle Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Wirtschaft.

Oie deutsche Eisenindustrie im Jahre 1928.

Der Jahresbericht des Stahlwerksverbandes für 1928, der jetzt vorliegt, schÜdert die Lage des deutschen Eifenmarkts und des Weltmarktes. Danach bot der deutsche Eifenmarkt ein wesentlich anderes Bild als im Jahre 1927. Während sich das 3ahr 1927 durch eine überaus kräftige Aufnahmefähigkeit des Inlandmarktes auszeichnete, die Verhältnisse dagegen auf dem Auslandmarkte ungünstig lagen, stand das 3ahr 1928 unter dem Drucke einer verminderten Rach­frage aus dem deutschen Inlandmarkte und gleich­zeitig einer besseren Absatzmöglichkeit am Weltmärkte. Die rückläufige Konjunktur des Jnlandmarktes fand deutlichen Ausdruck in dem Sinken sowohl der Erzeugung von Roheisen, Rohstahl und Walzerzeugnissen, als auch des Versandes der syndizierten Werkstoffe. Die Roh­eisenerzeugung fiel gegenüber dem Vorjahre um 1,3 Millionen Tonnen oder 9,90 Prozent, die von Rohstahl um 1,8 Millionen Tonnen oder 11 Prozent, und die der Walzerzeugnisse (ohne Halbzeug) um 1,4 Millionen Tonnen oder 11,53 Prozent. Ebenso erfuhr der 3nlandversand des Stahlwerksverbandes eine Abnahme um rund 1,37 Millionen Tonnen Fertiggewicht oder 19,27 Prozent. Mangel an erforderlichen Geldmitteln gestattete der deutschen Reichsbahnverwaltung die Durchführung notwendiger Umbauten und Reu­bauten nicht: die Bestellungen wurden von ihr empfindlich stark eingeschränkt. Der Beschäfti­gungsgrad einer Reihe eisenverarbeitender In­dustrien lieh infolgedessen ebenfalls nach. Hinzu trat stellenweise ein Mangel an ausreichender Beschäftigung in der Masch inen- und Schiffbauindustrie, und nicht zuletzt ver­schlechterte sich die an sich schon ungünstige Lage der deutschen Landwirtschaft weiter. Die von den Werken angestrebte Verbilligung der Selbstkosten wurde durch Lohnerhöhungen und Steigerung der Transportkosten vereitelt. Auf dem Weltmärkte gestaltete sich das Geschäft wesentlich freundlicher als im Jahre 1927. Richt nur wurde die Rachfrage lebhafter, auch die Preise entwickelten sich langsam nach oben. Der Preisfortschritt war aber nicht gleichmäßig: in­folgedessen konnten auch nicht alle Erzeugnisse geldlich den gleichen Ruhen aus der Besserung ziehen. Der B e s ch ä f t i g u n g s a u s f a l l im Inlande konnte nur zum Teil durch verstärkte Her­einnahme von Auslandaufträgen wieder aus­geglichen werden. Insgesamt wurden in den syndizierten Erzeugnissen des Stahlwerksverban­des rund 571 000 Tonnen mehr ausgeführt. Der Auslandversand betrug 30,96 Prozent des Ge­samtversandes (gegen 21,98 Proz. i. V.). Es wird weiter gesagt, daß in der Bildung von zwischenstaatlichen Verkaufsver­bände wesentliche Fortschritte nicht erzielt wor­den sind. Einer Verlängerung der internationalen Rohstahlgemeinschaft über die gegenwärtige Dauer (bis 31. Oktober 1929) hinaus würde sich die deutsche Eisen- und Stahlindustrie nicht widersetzen, wenn die berechtigten Wünsche der deutschen Gruppe in bezug auf ihre mengen- mäßige Beteiligung ausreichende Berücksichtigung finden.

Deutsch-russische Kupferexport- Verhandlungen. Die Sowjetregierung ver­handelt mit einer deutschen Gruppe zwecks Export von Kupfer. Die Werke von Kaskstal-Spaßkoje, die größten Kupferschmelzen Rußlands, mit einer Jahresproduktion von 67000 To. Kupfer, die leicht auf 910 000 To. erhöht werden kann, wer­den in Betrieb gesetzt. Die deutsche Gruppe hat den Exportverkauf eines Teils der Produktions- Überschusses dieses Werkes erhalten, und zwar zum niedrigsten Preise, der auf dem amerikani­schen Markt durch Copper-Export Association an­gegeben wird.

* Keine Be t r i e b s v e rle g un g der Raab - Katzen st ein - Flugzeugwerke. Die Rachricht, wonach die Raab-Katzenstein- Flugzeugwerke, G. m. b. H., eine Verlegung des gesamten Fabrikationsbetriebes nach dem Flug­platz Wiesbaden-Erbenheim beabsichtigen, wird nach Anfrage bei der Verwaltung als nicht den Tatsachen entsprechend bezeichnet. Die Gesell­schaft sei mit der durch die Interessennahme des amerikanischen Flugzeugkonzerns bedingten 11m- stellung des Unternehmens beschäftigt und habe keine llmzugspläne.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 18. Juli. Tendenz lust­los. Anregungen lagen heute wieder nicht vor, so daß die Börse in lustloser Hal­tung eröffnete. Der anhaltende Ordermangel

verstimmte, und die Spekulation schritt ver­schiedentlich zu Abgaben, so daß die Tendenz erst zur Schwäche neigte und kleine Rückgänge nicht zu vermeiden waren. Aber die Grundstim- mung zeigte weiterhin eine nicht zu verkennende Widerstandsfähigkeit, da die belfe­ren Geldmarktverhältnifse in Reri­tz o r k eine Stühe boten. Die llmsähe blieben aber minimal und beschränkten sich nur auf einige Werte. Stärker angeboten waren vor allem Chade-Aktien mit minus 4 Mk. Glanzstoff, die anfangs behauptet waren, mußten später 7 Proz. nachgeben und waren nun stärker angeboten. Am Elektromarlt eröffneten AEG. gut behauptet, wäh­rend Schuckert, stark vernachlässigt, etwa 2 Proz. einbüßten. Am Chemiemarkt waren auch Farben mit minus 1,5 Prozent mehr angeboten, da die lange Laufzeit des Bezugsrechtes enttäuschend wirkte. Am Montanmarkt verloren Buderus 2,5 Prozent, Mannesmann, Mansfelder, Phönix und Rhemstahl von 1 bis 2 Prozent. Kaliwerte bis 2 Prozent schwächer. Banken geschäftslos und wenig verändert. Renten still. Deutsche Anleihen leicht gebessert. Rur Schutzgebiete erneut etwas abflauend. 3m Verlaufe neigte die Tendenz weiter zur Schwäche. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwi- schenRußland und China wirkte sich jetzt erst empfindlich aus. Das Geschäft kam zeit­weise ins Stocken. Farben lagen erneut etwa 2 Prozent und Siemens bis zu 2,5 Prozent nied­riger. Auch die übrigen Märkte hatten unter der allgemeinen Lustlosigkeit zu leiden. Es traten erneut Rückgänge bis zu 2 Prozent ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent wieder etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1955, gegen Pfund 20.361, gegen Paris 123,82, London gegen Kabel 4,8580, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 33,25, Holland 12,0890.

Berliner Börse

Berlin, 18. Juli. Nachdem ganz unerwartet die diplomatischen Beziehungen zwischen Rußland und China nun doch abgebro­chen sein sollen, machte sich zu Beginn der Börje eine begreifliche Zurückhaltung fühlbar. Die Geschäftslosigkeit war kaum noch zu über­bieten, und die ersten offiziellen Notierungen lagen bei der geringen Unternehmungslust der Spekula- tion meist schwächer. Anscheinend macht die Börse auch diesmal einen frühen Ultimo, denn der hie­sige Geldmarkt zeigte im Gegensatz zu Neuyork eine unverändert angespannte Lage. Die anhaltenden Goldabgaben der Bank von England hatten am heutigen Donnerstag wieder Befürchtungen hinsicht­lich des englischen Bankdiskonts hervorgerufen, die­ser blieb jedoch unverändert. Wieder lagen einige Märkte besonders schwach und verstauten auch die übrigen Märkte. So gingen Farben unter 230 zu­rück. Kunstseidenwerte waren wieder angeboten, und auch Montanpapiere enttäuschten. Nur Elektrowerte konnten sich einigermaßen behaupten. Von sonstigen Papieren lagen.' schon zu Beginn Reichsbank, Ber­ger, Wiking Zement, Buderus, Polyphon. Stolber­ger Zink, Schubert & Salzer und Chade-Aktien be­merkenswert schwach. Pfandbriefmarkt uneinheitlich. Die llmsatztätigkeit an diesem Markte war wieder klein. Die Geldsätze blieben unverändert. Tages­geld 8,5 bis 10,5, Monatsgeld 9,5 bis 10,5, Waren­wechsel 8 bis 7,75 v. h. Auch nach den ersten Sur­fen blieb die Stimmung lustlos und schwä­cher. Im allgemeinen betrugen die erneuten Ver­luste bis 1 v. H. Bei Polyphon, Glanzstoff, Salz- detsurth, Rheinische Braunkohlen, Schubert und Salzer, Karstadt usw. bis zu 2 v. h. Für russische Anleihen waren heute kaum zuverlässige Kurse zu hören, da man von einem Dazwischentre- ten Englands Komplikationen in dem russisch-chinesischen Konflikt befürchtete. Später än­derte sich an der schwachen Stimmung wenig.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 18. Juli. Der Probukten- marft verkehrte in freundlicher Haltung. Das Geschäft nahm aber ttoh der höheren Ausland­notierungen kein größeres Ausmaß an. Das reichliche Angebot von Auslandgetreide konnte nur schwer untergebracht werden. Es wurden notiert: Roggen 22,75; Hafer, inländischer, 23.25 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 23,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0. 39 bis 41,25; Roggenmehl 31,25 bis 32: Weizenkleie 11,75 bis 12; Roggenkleie 13 Mark. Tendenz ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 18. Juli. Auftrieb: 102 Stück Rinder, 980 Kälber, 94 Schafe, 449 Schweine. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 72 bis 77 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71 Mark, geringe Kälber 56 bis 64 Mark. Schweine: vollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 86 bis 89 Mark, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 87 bis 90 Mark, von etwa

160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 87 bis 90 Mark, fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund Lebend- aewicht 86 bis 89 Mark. Markmerlauf: Bei allen Gattungen schleppend, ausoerimift.

Letzte Nachrichten.

Anschlag auf den österreichischen Bundeskanzler.

Wien, 18. Juli. (WTV. Lig. Drahtbericht.) Als Bundeskanzler Streeruwitz heute vormittag im Auto feine Amtsräume am Ballhansplah verließ, kam es zu einem Auftritt, dessen Hintergründe noch nicht geklärt sind. Ein Mann, der vor dem nächsten Hause gewartet hatte, zog einen Revol­ver hervor und wollte abdrücken. In seiner un­mittelbaren Nähe stand ein Polizist. der ihm die Waffe noch rechtzeitig entriß und ihn fest na hm. Der verhaftete behauptet, er habe lediglich beabsichtigt, in die Lust zu feuern, um auf diese weise Ausmerksamkeil zu erregen.

Die Begründung der Sowjetrussischen Note.

Moskau, 18. Juli. (WTV. Eig. Drahtbericht.) Zu der Rote der Sowjetregierung, die den Abbruch der vczie Hungen zu China ankündigt, ist noch eine Begründung erfolgt, aus der die Telegraphen-Agentur der Sowjetunion folgendes bekanntgibt: In dem wunfä-e, die durch die chinesischen Behörden verletzten Rechte bezüglich der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und China wiederherzustellen, hat die Sowjet- regierung in ihrer ersten Rote drei als das Minimum des Rotwendigen bezeichnete und durchaus gemäßigte Vorschläge gemacht. Die chinesische Regierung hat diese Vorschläge in vol­lem Umfange abgelehnt. Anstatt die Wie­derherstellung der Abmachungen von Peking und Mukden zu bringen, sanktionierte die chinesische Rote die einseitige Ausführung dieser Abmachungen und zerstörte dadurch die Möglichkeit normaler Be­ziehungen zwischen beiden Staaten. Anstalt der Aushebung der von dem Kupon gegen die Ostbahn getroffenen Maßnahmen sanktioniert die chinesische Rote Gegenmaßnahmen und billigt somit die Besetzung der Osichinabahn. Ebenso sank­tioniert die Rote der chinesischen Regierung die un­rechtmäßigen Repressalien gegen Sowjetbür­ger und Sowjetinstitutionen und sucht sich in heuch­lerischer weise durch einen den Tatsachen nicht ent­sprechenden Hinweis aus angebliche Massenreprc> a- lien gegen chinesische Staatsbürger in der Sowjet­union zu rechtfertigen, obwohl hinreichend bekannt ist, daß in der Sowjetunion Zwangsmaßnahmen nur gegen eine kleine Anzahl von Spionen, Opium- schmugglern, Spelunkenbesihern und sonstige krimi­nelle Elemente angewendet werden. Die chinesische Rote üb er geht die Frage der unverzüg­lichen Einberufung einer Konferenz und weist damit den dahingehenden Vorschlag der Sowjetunion zurück und zerstört damit die Mög­lichkeit einer Regelung des Konfliktes durch eine Verständigung der Parteien, wenn die Rote der chinesischen Regierung russischePropaganda als Ursache der unrechtmäßigen Schritte der chine­sischen Behörden bezeichnet, so ist das gelogen und heuchlerisch, denn die chinesischen Behör­den verfügen über hinreichende Mittel, um eine der­artige Tätigkeit nicht zuzulassen und ihre Einstel­lung zu erzwingen, wenn sie wirklich vorhanden wäre, ohne sich der Ostchinabahn zu bemächtigen und die zwischen China und der Sowjetunion be­stehenden vertraglichen Beziehungen abzubrechen. Die wirklichen Hintergründe des gewaltsamen vor­gehens an der Ostchinabahn erhellen besonders aus einer in der Presse veröffentlichten offiziellen Er­klärung Tschiankeischeks. Tschiankeischek recht­fertigt darin das unrechtmäßige Vorgehen an bet Ostchinabahn und erklärt direkt:Unsere Schritte, die darauf gerichtet sind, die O st ch i n a b a h n in unsere Hände zu nehmen, enthalten nichts außergewöhnliches, wir wollen zunächst die Ostchinabahn in unsere Hände nehmen und sodann zur Erörterung anderer Fragen schreiten." Diese Aeuhernng Tschiankeischeks läßt hinsichtlich der wahren Hintergründe der chinesischen Role vom 17. Juli keine Zweifel hegen.

Auf diese Begründung folgt dann die bereits be­kannte Ankündigung der von russifcher Seite be- fchlosfenen Maßnahmen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern 'geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Frankfurts. M.

Berlin

Schluß- Kurs

I-Uhr. Kurs

Schluh-jAnsang

Kurs

Kur«

Saturn

17-7. '

18.7.

17 7.

18 7-

5% Dt. «eichsaiUelhe ». 19«?

87,25

87,5

DL «nl^Ab'.Ss.-Lchuld

51.55

51,4

veeal. ohne AuSlos.-Rechte .

9,8

io

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, ftrantf. Hvp.-Bl. Eoldps. un

05,5

_

_

iV.% Rheinische Hyp.-Banl Ligu >

Moldps........

79

S.tz.K. abg. BortriegS-Obllgation.,

tüdjablbat 1932

87

4% Schweiz. Bundetb^Ani..

98

_

4% Defteneidjifdje (9o(brte..

29,5

29,6

4,20% Cefterr. Sllbcrrle. . .

2,3

2,6

4% Oesterreich, einheitl. Otte.

1,75

4% Ungarische Goldrte..

23,15

23,13

23,13

4% Ungarische SlaatSr. v. 1910 .

20

V/.% betgl.von 1913 . .

22,1

4% Ungarische Kronenrte.. .

1,825

1,75

1,8

4% Türk. Hollanleihe v. 1911

8,2

7,9

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.,

Serie l

7,9

8,13

4% deSgl. Serie II.....

7,9

7,75

4% Rumänen entwert. Otte. .

8,25

*H% Rumänen Gold am. von 1913

17,25

Mg. Deutsche Eisenbadn . .

<y$

Hamburg-Amerika Paket . .

. b

125,5

124,5

125,65

125,4

Homb.-Südam. Dampssch. .

. 8

195

ff

Hansa Dampfschiss . .

10

170

169,75

Norddeutscher Lloyd ....

. t

118,5

117,75

118,4

118.6

AUg. Deutsche Creditanst- .

10

126,5

127

127

Barmer Bankverein

10

129

129

129

Berliner HandelSgrlellsch. .

12

215,5

215,5

214

Commerz. uni. Privat-Bank .

11

185,75

185

185,75

185,75

Darmsl. u. Rationalbank

12

281

280,75

280,5

Deutsche Bank . .

IC

173,25

173,65

173,25

DiLkonto-Gesellschasl Ant.. .

10

157

156,5

Dre-dner Bank . .

10

157,25

162,5

162,5

162,5

Mitteldeutsche Crrditbaul . .

. t

Metallbank........

. 8

_

* ____

___

Neichtbank........

12

318

316

318,5

316,5

flrankfurta. M.

Berlin

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Anfang- Kurs

Datum

17.7. ;

18.7.

17.7.

18.7.

a.6.®......

Elektr. Lieferungen. . Licht und Kraft . . . Felten & Guilleaume. Ges. f. Elettr. Untern- Hamb. Elektr. Werke . rlihein. Elektr. . .

Schles. Elektr. . . Schuckert ..... Siemens & Halske . .

. . . N

. . IC . . 10 . . . 6 . . 10 . . 10 . . . 9 . . 10 . . . 8 . 12 . . . 8 . . 10

197,75

227,5

156

140

147,76

140

rar 228 156,13

215 140,5

215,75

140

190

235,75 395,5

148,25 170,75

rar

227,13

156,13

213,5

214,9

139,5

151

190

234,25

395

172,6

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle......k

Gelsenkirchener ... f. Vt 3- 4

Harpencr..........c

ft:ic Bergbau ........8

Klöcknenoerte........1

Köln Neucllen........v

ManneZmann........k

Lberschles. Etsenb. Bedarf. . . 5

Lbcrschlci. KokSwerke.....6

Phönix Bergbau......&Yi

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl . . . s.'/« Jahr 4'A

Ricbeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlw......6

Kall -Aschersleben.....10

Kali Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth . . . Ifi

142,75 149

213

115,5

125,5

108,5

300,5

117,25

239

402

1 1 1 1 1 1 ।1 1 = 1S151 1 1 S

78,5 119,25

142

142,75

150

139,5

213 115,75 135,5

126 137,25 91,75

110,75 109,13

301

129,9 138,5

117,65

64,75

240

245

402

75,75 118,75

141,75

149

137,25

115

133,75

124,5

137

91

139 107,75 300,5 128,25

116

74,6

239 244,5

I- ®. srarben.Industrie Dynamit Rubel . . . Scheideanstalt. . . . Goldschmidt . . . . RülgerSwerke . . . . Metallgesellschaft. . .

. . 12 ... 6 ... 9 ... 8 ... 6 . . 11

230,25

78

87

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229

157,5

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230

78,25

87,5

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229

77,5

86,4

Frankfurt a. M.

Berlin

Schlutz- Kurs

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Schlub-IAnsang- Kurs 1 Kurs

Datum

17.7.

18.7.

17.7. | 18 7.

Philipp Holzmann......<

Heidelberger Cement .... 10

Gement Karlstadt......8

Wayv & Freitag......10

Schultheis Patzenhofer ... 15

Osiwerkc.........12

Bcr. Glanzsloff......18

Bemberg.........1<

Zellstoff Waldbos.....12

Zellkloss Aschaffenburg ... 12

Charlottenburger Waffsr ... 7

Dessauer GaS . . .... 8

Daimler SUZotoren......0

Deutsche Maschtnen-Fübrik . . v

Adlerwerke Kleoer......5

Ludw. Loewe.......1°

Nat. Automobll ....... 0

Orenstetn & Koppel.....6

Leonhard Tietz.......6

Bamag Meguin.......0

Franls. Maichinen......6

Heyligenllaedt.......0

Zunghano..........4

Lechwerke..... 8

.....................8

Miag...........10

Rekärsulmer ...... 8

Peters Union........8

Gebr. Roeder.......M

Boigi * Haessner......8

Eüdd. Zucker.........8

111,5

97

398

244,5 161

55

57

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105,13

124,5

119,5

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| | 1 | 1 oi 1 1 1 1 1 1 1 1 <oa>ot 1 1 1 K><no»»o 1 III

Banknoten.

Berlin, 17. Juli

Geld

Brief

Amerikanische Note».....

4,17

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BelyricSe 92oKn ........

58,29

58,63

Ticirrrikbe Wnfrn ........

111,43

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20,39

Berlin, 17. Juli

Geld

Brief

FKmjösische Noten.....

Holländische Norrn......

16,41

16,47

167,96

168,64

Italienische Noten......

21,95

22,03

Norwegische Noten......

Deutsch-Oe strrr-, i 100 Kronen

111,43

59,08

111,87

59,32

Rumänische Noten......

2,47

2,49

Schwedische Noten......

112,13

112,57

Schweizer Noten.......

80,64

80,96

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten ..

60,53

60,77

12,387

12,447

Ungarische Noten.......

72,87

73,17

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

17; Juli

18. Juli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(ucld

Bnei

<Äcld

Brief

Limit.» Rott.

168,31

168,65

168,21

168,55

Bmn.-AireS

1,758

1,762

1,760

1,764

Brss.-Lintw.

58,24

58,36

111,91

58,255

58,375

ItzriMcmia.

111,69

111,75

111,97

KovenHagrn

111,70

111,92

111,69

111,91

Stockholm .

112,38

112,60

112,40

112,62 .

HMngfors.

10,535

10,555

10,53

10,55

Italien. . .

21,925

21,965

21,93

21,97

London. . .

20,337

20,377

20,337

20,377

Neuvork . .

4,1925

4,2005

16,455

4,1930

4,1995

Paris....

Schweiz . .

16,415

16,42

16,46

80,625

80,785

80,61

80,77

Spanien.

60,81

60,93

1,934

61,07

61,19

Japan . . . Rio de Ian.

1,930

1,924

1,928

0,496

0,498

0,497

0,499

Wien in D--

Ocst. abgeft.

59,025

59,145

59,02

59,14

Belgrad' 1

12,407

12,427

12,405

12,425

7,365

7,379

7,362

7,376

Budapest. .

73,075

73,215

73,05

73,19

vu la arten .

3,032

3,033

3,027

3,033

Lissabon . Danzig. . Konstantin.

18,73

18,77

18,75

18,79

81,29

2,023

81,45

2,027

81,35

2,020

81,51

2,024

Athen. , Lanada .

5,425

5,435

5,42

5,43

4,165

4,173

4,171

4,179

llronnat).

4,036

4,044

4,076

4,084

Tatro . .

20,86

20,90

20,855

20,905