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da das Feuer in den vorhandenen Vorräten reiche Nahrung sand. Vie eiligst nach der Brandstätte ent­sandten auswärtigen Feuerwehren von Rüdeshelm, Bingerbrück. Kempten und Mainz muhten sich aus den Schuh der anschliehendcn Häuser beschränken, die durch Funkenflug und die grohe hihc stark gefährdet waren. Gegen 6* Uhr stürzte der Hintere Teil des etwa 30 Meter hohen Fabrikturmes nach einer Explosion zusammen. Gegen 7 Uhr wütete der Brand noch weiter, doch ist die Hauptgefahr beseitigt. Der Wert des Fabrikgebäudes einschließlich des Inventars wird auf zwei Millionen Mark geschäht. Der Betrieb beschäf­tigte etwa 600 Arbeiter.

Der In Eger Festgenommene ist nicht der Düsseldorfer Mörder.

3n der Pressekonferenz im Düsseldorfer Polizei­präsidium wurde mitgeteilt. dah der in Cger fest- genommene 2osef Mayer tschechischer Staatsangehöriger ist. 3m Jahre 1921 wurde er durch Regierungsverfügung wegen ver­schiedener Eigentumsdelikte aus Deutsch­land ausgewiesen. 3m 3uli 1929 hielt er sich wieder in Düsseldorf-Rcisholz auf. Er hat zu verschiedenen Zeiten und zur Zeit des Mordes an der 3da Reuter bestimmt inEger im Gast- haus zum Hirschehen gewohnt. 3m September und Oktober, in welcher Zeit die ersten Mordtaten verübt worden waren, hat er auch verschiedentlich daselbst gewohnt. 3n den Zwischenzeiten, in denen er nicht dort gewohnt hatte, hätte er nicht nach Düsseldorf gelangen können, da ihm die Geldmittel dazu nicht zur Verfügung standen. Zu Fuß oder zu Rad konnte er in dieser kurzen Zeit den Weg nicht gemacht haben. Bei der schon erwähnten Skizze, die bei ihm gefunden wurde, handelt es sich um eine einfache Geländeskizze, die in keinem Zu­sammenhang mit den Düsseldorfer Mordtaten steht. Auch paßt die Beschrei- bung, die die Polizei von dem Mörder hat, nicht auf ihn. Der Mörder soll höchstens bis zu 1,70 Meter groß sein, während Mayer über 1.80 Meter ist. Er kommt also aller Wahrschein­lichkeit nach als Täter nicht in Betracht. Bisher hat sich auch noch niemand gemeldet, der ihn in der Stinter Mühle am 11. August photographiert hat.

Hocker-Revolte in Gotha.

Als die zur Auffüllung des Gothaer Stadt­säckels einge.ührte Hockersteuer um 1/81 Uhr in der letzten Rächt zum erstenmal erhoben wer­den sollte, kam es zu einem förmlichen Aufruhr. Als Protest schlossen um diese Zeit sämtliche Lo­kale ihre Pforten, und wie auf ein Alarmzeichen sammelten sich die dadurch zwangsläufig an die ?ühle Luft beförderten.ie in den Straßen. Lärmend und singend zog man nach der Wohnung des Oberbürger m ei st er s, die ober schleunigst durch Herbeiziehung der Polizei geschützt wurde. Die Polizei drängte die Menge in die Anlagen am Marstals. Hier ver­suchte nun der Oberbürgermeister Dr. Scheffler von einem Gartenzaun herab den aufgeregten Geistern die Berechtigung der Hockersteuer- Berordnung klar zu machen. Höhnisches Gelächter rind Pfeifen waren die Antwort. Die Polizei schritt schließlich zu vielen Verhaftungen. Die Stadtverwaltung hat sofort dem Stadtrat infolge des allgemeinen Widerstandes gegen die Hocker- sieuer die vorläufige Außertraftsetzung ier Verordnung anheimgegeben.

Drei Todesopfer eines Wirlshaussireikes.

In der Wirtschaft Wagner in Oberhausen kam es in der Nacht zum einem Streit, der drei Menschen- (<ben forderte. Die Brüder August undWilhelm Palm, die von dem Gastwirt Wagner wiederholt ans dem Lokal gewiesen waren, drangen auf ihn ein. Wagner gab zunächst einen Schreckschuß ab. Als dieser ohne W.rkung blieb, feuerte er noch drei Schüsse ab. August Palm erhielt einen Schuß in den Kopf, fein Bruder Wilhelm einen Bauchschuß. Der dritte Schuß traf einen herbei- cilcnben Freund des Gastwirts namens Mirbach, der 8)iird) einen Kopfschuß auf der Stelle gelotet würbe. Die beiden Brüder sind ihren Verletzungen im Krankenhaus erlegen. Der Wirt, der einen Nervenzusammenbruch erlitt, wurde vorläufig fest­genommen.

Windhose über Bad Oeynhausen.

Am Montagnachmittag ging über Bad Oehn- I) aut en eine Windhose hinweg, die erheb- Lichen Gebäudeschaden anrichtete. Ver­schiedentlich wurden Schaufenster eingedrückt. Eine Person trug durch herabstürzende Dachziegel Reichte Verletzungen davon. Die Badeanlagen Durden nicht beschädigt. Viele Bäume sind um- gestürzt. 3n zahlreichen Fällen mußte die Feuer- Drhr Hilse leisten. Die Dächer von acht Häusern linö vollkommen zerstört.

Ein D-3ug fährt in eine Schafherde.

Der O-Zug Straßburg Metz ist etwa inen Kilometer von dem Bahnhof Brumath entfernt, in eine die Gleise überquerende Schaf­herde hineingefahren. Etwa achtzig Tiere Durden aus der Stelle getötet. Der Lokomotivführer bemerite den Unfall erst beim Einfahren in den Bahnhof.

Probeflug des engllfchen Riesen-Luftschiffs.

Das Luftschiff R 1OO hat einen ersten Probeflug ton fast sechs Stunden ausgeführt und ist nach einer glatten Landung wieder am Mast des Flug­platzes Cardington fesigemacht worden.

Der Luftschiffbau in England.

Der Luftschijssachverständige, Sir Charles Bumsy, erklärte in einer Rede, wenn die Regierung nicht bereit sei, während der näch- ften fünf 3ahre für die Entwicklung des 2uft- ßchiffbaues drei Millionen Pfund Ster­ling auszugeben, bann würde sie besser ihre Singer überhaupt vom Luftschiffbau lassen. Die Erbauerin der R. 100, des britischen Riesenluft-- shiffs, die Firma Vickers Ltd., habe einen er­heblichen Anteil an den Baukosten getragen und

habe ihn ermächtigt, zu erklären, bah die Firma nicht wieder einen solchen Kontrakt über­nehmen könne.

Gegen das Weihnachtsfest in Sowjetruhland.

3n Moskau, Leningrad und Bielen anderen Städten hat eine Antiweihnachtskam- pagne eingesetzt. 3n Betrieben und Klubs werden zahlreiche antireligiöseDorträge gehalten. Die Belegschaften derjenigen Betriebe, die die ununterbrochene fünftägige Arbeitswoche noch nicht eingeführt haben, beschlossen, am 25. Dezember ihrer Arbeit nachzugehen und ihren gesamten Tagelohn an die Zndustri- alisierungsfonds abzuführen. Dem Wunsch der Arbeiterschaft entsprechend, hat der Zentralrat der Sowjetgewerkichaften den Beschluß gefaßt, daß am 25. Dezember gearbeitet werden soll. Der Atheisten-Derband entwickelt eine rege Tätigkeit. Auf seine Ditte veranstalten Theater, Klubs und Kinos in den Weihnachtstagen anti­religiöse Aufführungen. Das Präsidium des Moskauer Sowjets hat daS Fällen und die Zufuhr von Tannenbäumen ver­boten und die Ladenbesitzer aufgefordrrt, von dem Verkauf von Baumschmuck abzu­sehen.

Aus der provinzialdaupistadt

Gießen, den 17. Dezember 1929.

Der Abschied von Or. Otio Lenz t-

Eine sehr große Trauergemeinde fand sich gestern nachmittag auf dem Reuen Friedhof ein, um von dem so plötzlich und, unerwartet ver­storbenen Studienrat Dr. Otto Lenz für immer Abschied zu nehmen. 3n der Kapelle waren nicht nur alle Bankreihen beseht, sondern auch der letzte Stehplatz war in Anspruch genommen worden, und viele mußten wegen Raummangels vor dem Portal verharren, bis der Sarg mit der sterblichen Hülle des Entschlafenen zu dessen letzter Ruhestätte überführt wurde.

Vor dem Sarge hielten in der Kapelle die Chargierten der BurschenschaftGermania", der der Heimgegangene angehört hatte, der Burschen­schaftenAlemannia" undFrankonia" mit ihren Fahnen, ebenso eine Fahnendeputation der Ka­meradschaftlichen Vereinigung ehemaliger Leib­gardisten die Ehrenwache. Die Trauerfeier in der Kapelle leitete ein Quintett unserer Militärkapelle mit dem ergreifenden Spiel der Komposition von Ed. GriegAsis Tod" ein, darauf fang ein Schülerinnenchor der Studien­anstalt unter Leitung des Musiklehrers Rebe­ll n g das feierlicheSelig sind, die da Leid tragen. Die Trauerpredigt hielt Pfarrer Aus - seid auf Grund des 39. Psalm, 5 bis 8. Der Geistliche zeichnete dabei in treffenden Worten ein Bild von dem Lebensgange dieses für die höchsten menschlichen 3deale begeisterten und ihnen selbstlos und opferwillig dienenden Man­nes. Mit einem Schlußgesang des Schülerinnen- chors der Studienanstalt wurde die Feier in der Kapelle beendet.

Unter Dorantritt der von unserer Militärkapelle gestellten Trauermusik und der Fahnen der Bur- schenschaften und der Leibgardisten-Dereinigung, ge­folgt von einem außerordentlich großen Zuge der Trauergemeinde wurde bann der Sarg zur Gruft geleitet. Bei der Feier am Grabe fprach nach d.n letzten Handlungen des Geistlichen zunächst der Leiter der Studienanstalt. Oberstudiendireltor Dr. Kalbfleisch, zugleich auch für das Kuratorium, bann cand. forest Karos als Chargierter der BurschenschaftGermania", der dem Heimgegange- neu als letzten Gruß feiner BurschenschaftGerma­nia" Mütze und Band mit ins Grab gab; anschlie­ßend senkten die Abordnungen der obengenannten Burschenschaften die Schläger und Fahnen über der letzten Ruhestätte des alten Burschenschafters, wäh- rend die Musik die WeiseIch halt' einen Kamera­den" spielte. Weiler riefen dem Verewigten Ab­schieds- und Dankesworle nach Frl. Elfriede K r e u- d e r für de Obersekunda, die er zuletzt führte, Frl. Lucius für feine früheren Schülerinnen, Studien­rat Dr. Gebhardt für die Alien Herren der BurschenschaftGermania", Universitäts-Bibliothe­kar Dr. W a l b r a ch im Namen der Vereinigung aller Burschenschafter von Gießen und Umgegend, Prof. Dr. Adolph im Auftrage des Dire'lors und des Lehrkörpers der Oberrealschule, an der der Heim­gegangene früher wirkte, Sludienral Dr. Schraub für den Gießener Philologenverein, Sludienral Freitag im Namen des Hessischen Ph'lologen- vereins, Oberregierungsrat Dr. H-e ß vom Kreisamt Gießen namens der Kreieverwaltung und des Kreisausschusies, dem der Verewigte seit einigen Jahren angehörte, Rektor Kling als Vorsitzen­der der Ortsgruppe Gießen der Deutschnalionalen Volkspartei, Bürgermeister a. D. Dr. Schmitt, Butzbach, als 2. Vorsitzender der Deutschnat. Volkspartei der Provinz Oberhessen und für die Ortsgruppe Butzbach der DRVP., Baurat Jakobs, Bensheim, als Vertreter des Lan­desverbands Hessen und des Frauenaus'chus'es des Landesverbandes der Deutschnalionalen Dolkspartei, Kaufmann Kirch für den Stahl­helm, Bund der Frontsoldaten, und Frhr. von Hanneken im Ramen der Kameradschaftlichen Vereinigung ehemaliger Leibgardisten, wobei sich deren Fahne zum Abschied über der ©ruft senkte und die Kapelle leise Trauermus'.k spielte. Kostbare Kränze wurden von allen Sprechern am Grabe niedergelegt, um dadurch sichtbar zum Ausdruck zu bringen, wie sehr dieser Mann Hochachtung und Verehrung genoß. 3n allen Ansprachen wurden die hohen menschlichen Qualitäten des 'Verewigten und seine großen Verdienste als Schulmann, Diener des Allgemeinwohls, be­geisterter Patriot und treuer Führer und Weg­gefährte seiner politischen' Freunde gebührend gewürdigt und ihm herzlicher Dank und dauern­des Geoenken über das Grab hinaus ausge­sprochen. Am Schlüsse der Feier gaben die Schülerinnen der Obersekunda ihrem Heimge­gangenen Klassenführer und verehrten väterlichen Freund und Ratgeber als letzte Zeichen ihres Dankes je ein Gebinde weißer Blumen ins Grab.

Sie Studierenden der Landesuniversität

LU. Die Zahl der Studierenden an der Landesuniversität Gießen beträgt im Wintersemester 1929 30 = 1754 (1750 im Som­mersemester 1929), darunter 101 (89) Frauen. Es entfallen auf die einzelnen Fächer (die ent­sprechenden Ziffern vom Sommersemester 1929 sind in Klammern beigefügt): Theologie 115(124), Rechtswissenschaft 336 (342), Medizin 330 (285), Veterinärmedizin 131 (133), Mathematik K2 (115), (Naturwissenschaften 132 (128), Chemie 51 (60), Pharmazie 2 (7), Forstwissenschaft 62 (66), Land­wirtschaft 55 (56), Staatswissenschaften 114 (107), Philosophie 56, Geschichte 3, Klassische Philol. 44, Reuere Philologie 218 (die letzten 4 Fächer im Sommersemester 1929 insgesamt 307). Der ®e- samtbesland der Studierenden an der Landes­universität belief sich im Wintersemester 1928 29 aus 1562, mithin in diesem Wintersemester ein Mehr von 192 Studierenden.

Taten für Mittwoch, 18. Dezember.

1786: Karl Maria von Weber in Eutin geboren (gestorben 1826); 1803: der Dichter Johann Gott­fried von Herder in Weimar gestorben (geboren >744); 1844: der Volkswirt Lujo Brentano in Aschaffenburg geboren.

Gießener Wocheumarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 210 bis 220; Malte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 15 bis 20; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 25 bis 35; Sinter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 45; Feldsalat 100 bis 120; Tomaten 50 bis 80; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 50 bis 80; Schwarzwurzeln 40 bis 60; Kartoffeln 4V2 bis 5; Aepsel 10 bis 15; Birnen 10 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppen­hühner 100 bis 120; Gänse 100 bis 130; Äüsse 50 bis 80; das Stück: Tauben 70 bis 90; Blumen­kohl 50 bis 80; Endivien 10 bis 40; Ober-Kohl­rabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 40; Kisteneier 17 bis 18; frische Landeier 19 bis 20 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3,80 bis 4; Wirsing 10 bis 12; Weiß­kraut 5 bis 6; Rotkraut 10 bis 12; Aepfel 10 bis 12; Dirnen 8 bis 10 Mark.

Bornotizen.

TageskalenderfürDienslag. Stadt­theater:DerVeilchenfresser". 20 bis 22.30 Uhr. Evangelifalionsvorlräge (Straßenmissionar Wind- gaffe spricht), 20.15 Uhr, imPostkeller". Theo­logische Fachschaft Gießen: Dortrag (mit Lichtbil­dern):Hessische Bauern an der Wolga und der Bol­schewismus" von Pfarrer Wagner (Bensheim), 20.15 Uhr, im Großen Hörsaal der Universität. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Die Jacht der sieben Sün- den" undGrand Hotel"!" Astotia-Lichlspiele: Vorsicht! Zwangsjacke!" undEin schwerer Fall".

Aus dem Stadtthealerbureau wird uns geschrieben: Die heutige Vorstellung Der Veilchenfresser" beginnt um 20 ilfjr. Mittwoch, 18. Dezember, 19.30 Tlhr zum letzten MaleDie lustige Witwe" von Lehar. Frei­tag, 20. Dezember, 20 älhr. wird die 3nszenir° rurgDie Troerinnen" (Werfel) des 3nten- banlen Dr. Prasch zum letztenmal gespielt. Sonntag, 22. Dezember, nachmittagsDas tapfere Schneiderlein", Beginn 15 ilfjr; um 19 ilhr zum letzten MaleSeribbys Suppen sind die besten". Orlrers neuestes StückTobias Wun­derlich", dramatische Legende in drei Alten, wird am Mittwoch, 25. Dezember, (1. Weihnachts­tag) 19.30 ilfjr erftauf geführt. Spielleitung: Oberfpielleilcr Hans T a n ne r t. Das nächste Operellengaslsb'.elDie lustige Witwe" (zum letz­tenmal) am Mittwoch, 13. Dezember, 19.30 llhr.

RDV. Fahrkarten für die Weih­nacht s r e i s e ! Wer zu Weihnachten eine Reise unternehmen will, denke daran, sich rechtzei­tig Fahrkarten zu kaufen. Der Weihnachls- reiseverkehr wird allem Anschein nach recht stark werden, daher empfiehlt es sich, auch einePl ah- karte für den D-3ug zu kaufen; sie ist drei Tage vor dem Reisetag erhältlich und kostet 1 Mk. in der 2. Klasse und 50 Ps. in der 3. Klasse. Schlafwagenplätze muß man sich eben­falls zeitig besorgen, denn diese sind für die längeren Strecken stets besonders begehrt. Die Vorverkaufsfrisl im Reisebureau beträgt 23 Tage. Wintersportgeräte kann man seit 1. De­zember im Bereich von 250 Kilometer in sehr bequemer Weise auf Fahrradkarten im Packwagen befördern lasten. Die Sonntags­rückfahrkarten gelten bereits zur Hinfahrt am 23. Dezember ab 12 ilhr mittags, ferner am 24. Dezember und an den beiden Feiertagen. Die Rückfahrt kann am 25. oder 26. Dezember, ferner am 27. Dezember bis 9 ilhr morgens angetreten werden. Am 23. und 24. Dezember gelten sie nicht zur Rückfahrt.

** Schadenfeuer. Gestern abend gegen 22.30 Uhr wurde die Feuerwache nach der Schrei­nerei von E. H. Müller in der Schillerslraße ge­rufen, wo durch einen Heizapparat ein Teil des Fußbodens und eine Hobelbank in Brand geraten waren. Mit einigen Eimern Wasser war die Gefahr alsbald beseitigt. Heute früh gegen 43 Uhr mußte die Feuerwehr erneut nach der Schreinerei van Müller ausrücken, da dort durch Jlugfeuer bei dem vorhergegangenen Brande drr auf dem Gebälk liegende Hvlzstaub in Brand geraten war, der be­reits einen Durchzug nach dem Dachstuhl ergriffen hatte. Auch hier konnte nach kurzer Löscharbeit jeg, liche Gefahr beseitigt werden. Der Brandschaden ist zum Glück nicht allzu erheblich. Der Schreincreibe- tricb erleidet keinerlei Störung.

* (Sin Unfug ft i ft er am Feuermel­der konnte in der Samslagnacht von der Poli­zei auf frischer Tat erwischt werden. Der Hebel- tätet hatte schon kurz vor seiner Feststellung aus Schabernack einen anderen Feuermelder gezogen. Wegen des doppeltenVergnügens" dieser Rächt wiro er sich nun vor dem Strafrichter zu ver­antworten haben, der ihm hoffentlich einen ge­hörigen Denkzettel geben wird.

Der ® emelnbebereln d.er Lu? a -4 gemeinde veranstaltete am vorigen Freitag einen Familienabend, der wesentlich der Kirchen­musik gewidmet war. Gerichtsreferendar Robert Harnisch hielt einen interessanten Vortrag überDie Pflege der Kirchenmusik von der Re­formation bis zu Johann Sebastian Bach". Der Vortragende, der in den Geist der evangelischen Kirchenmusik tief eingedrungen ist, entwickelte ein anschauliches Bild von den kirchenmusikalischen Bestrebungen im 16., 17. und 18. Jahrhundert, besonders verweilte er bei Bach, dessen Größe er vor den Zuhörern lebendig aufsteigen ließ. Der neugegründeteVerein für christliche Musik", dessen Vorsitzender Werkmeister Bartholo­mäus ist, brachte verschiedene Musikstücke, dar­unter Adventslieder, zum Vortrag. Die 14 Mit­glieder dieses Vereins zeigten, daß sie über be­deutendes musikalisches Können verfügen. Den Bestrebungen des Vereins, der sich die Pflege der Kirchenmusik in unserer Stadt zum Ziele gesetzt hat, wird man sicherlich hier allseitiges Interesse entgegenbringen. Geplant ist eine Ver­einigung, die die Bestrebungen dieses Vereins fördern und unterstützen soll.

Berliner Börse.

Berlin, 17. Dez. (WTB. Funkspruch.) Ob­wohl die Kreditverhandlungen des Reiches und der Stadt Berlin langsam weiter zu kommen scheinen, liegt auch der heutige Frühverkehr ge° fchästslos. Das schwache Reuyork von gestern wirkt eher verstimmend und man rechnet mit leichten Kursrückgängen.

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Wettervoraussage.

Für Mitteleuropa verursacht die Kaltluft, die durch die Rückseite der nordöstlichen Störungen südwärts gelangt, Bewölkung und ganz vereinzelt leichte Schnee- und Regenschauer. Das im Westen lagernde Hochdruckgebiet hat sich weiter verstärkt, so daß in seinem Kern über England und Südfrankreich Tem­peraturen von über 780 Millimeter herrschen. Der Hochdruckeinfluß ist bestimmend für die Wetterlage, so daß trockenes Wetter und leichter Nachtfrost zu erwarten ist.

Wettervoraussage für Mittwoch: Leicht wolkig, auch stellenweise neblig, sonst vielfaä) heiter, trocken, leichter Nachtfrost.

Wettervoraussage für Donnerstag: Wenig Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 16. Dezember: mittags 6,1 Grad Celsius, abends 2,9 @rab; am 17. Dezember: morgens 2,1 Grad. Maximum 6,4 Grad, Minimum 1,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe ani 16. Dezember: abends 5,2 Grad; am 17. Dezember: morgens 2,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 2 '/i Stunden.

Rachrichten für den Wintersport.

Sauerland (Winterberg): Witterung wol­kig, Temperaturen minus 2 Grad, 8 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit: keine.

Schwarzwald (Feldberg): Minus 6 Grad, Schneehöhe 10 Zentimeter, Pulverschnee, Ski mög­lich.Titisee, Bewölkt, minus 2 Grad, 15 Zenti­meter Schnee, Ski und Rodel mäßig.

Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Leichter Schneefall, 2 Grad, 15 Zentimeter Papp­schnee, Ski und Rodel stellenweise möglich. Berchtesgaden: Leichter Schneefall, 2 Grad, 21 Zentimeter Schnee, gekörnt, Ski und Rodel: gut. Bad Tölz: Leichter Schneefall, 2 Grad, 21 Zentimeter Schnee, gekörnt, Ski und Rodel: mäßig.

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