Ausgabe 
17.10.1929
 
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üdiugen.

Ott Am 18. und 19.0!- Dr. Ävact aus Dam- rL Wvlsgcmg-Crnst-Gym- bil-ungslurfusfür n des Kreises. Der ©tun* mmmfetzen aus Dorträgen Übung, Stimme der 6jjul» men- und Kinderstimmm, tr und über die Ziele deS ins Hebungen im Gingen eiern, im Qfontfrlaftfin-jcn lußeröem finden De/pre- m statt.

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verein lieh es sich nicht nehmen, seinem Mit­begründer und Ehrenmitglied ein Geschenk zu überreichen. Am Sonntag hielt der hiesig« Kleinkaliber-Schützenverein, der etwa 60 Mitglieder zählt, unter Leitung von Lehrer W o l s f sein letztes. P r e i s s ch i e h e n ab. Ge­schossen wurde in zwei Abteilungen auf 50 Meter aus die Zwölferscheibe. 3c zwanzig zum Teil wertvolle Pre: e winkten sowohl den älteren wie den 3ungschützen. Sieger in der 1. Schiehklasse (ältere Schützen) warer: 1. Gg. Wurm (36 R.), 2. Hch. Seim (35), 3. E. Weifenbach (35), 4. Karl Becker (35), 5. Karl Habicht (35), 6. Lehrer Wolff (34), 7. Lehrer Schäfer (34), 8. Gg. Kaiser (34), 9. 3oh. Sann (33), 10. Adam Kratz (33) usw. 3n der Iungschühen- abteilung waren Sieger: 1. Hch. Kaspar (34), 2. Konrad Carle (34), 3. H. Börger (33), 4. H. Graulich (33), 5. H. Enders (33), 6. Aug. Loth (32), 7. K. Reih (32). 8. K. H a n d st e i n ll. (31). 9. W. R e i tz (31), 10. Karl Jung (30) und noch zehn weitere. Zur Wahl von 12 Gemeinderäten im nächsten Mo­nat sind nicht weniger als sieben Wahl­vorschläge eingegangen, und zwar drei der Landwirte, einer der Nationalsozialistischen Par­tei, einer der Sozialdemokraten, einer der Ge­werbetreibenden, einer der israelitischen Einwoh­ner. Wahlberechtigte sind ungefähr 840 vor­handen.

Kirche und Schule.

Missionsfcst des Dekanats Nidda.

W. Geihnidda, 13. Oft. Ein gesegnetes Missionssest konnte das Dekanat Nidda am heutigen Sonntag in unserem Dorfe feiern. Llm 2 LIHr begann der F e st g o t t e s d i e n st, der in musikalischer Hinsicht besonders verschönt wurde durch drei Kantaten, welche von der Darm st ädter Musikantengilde, die am Abend vorher in Nidda ein Kirchenkonzert ge­geben hatte, gesungen wurden und schon gleich im Anfang der Feier in weihevolle Stimmung versetzte. Astprediger war Pfarrer Schäfer von der evangelischen Mohammedaner-Mission in Ober-Aegypten und Nubien, der, selber einst Missionar in Aegypten und ein feiner Kenner des Islam, im Anschluß an Colosserbrief 1, 1214 den gewaltigen Gegensatz zwischen Christentum und Mohammedanismus und die Ueberlegenheit des Christentums klar und deutlich darzustellen vermochte. Pfarrer Siebeck von Echzell gab alsdann den Rechenschaftsbericht über das Mif- sionsjahr 1927/28. Trotz wirtschaftlicher Not sind, wie überhaupt in Deutschland, die Missionsgaben unseres Dekanats gestiegen, und zwar von 1925 Mk. in 1927 auf 2878 Mk. in 1928. Auf den Kopf im Dekanate entfällt ein Durchschnitis- beitrag von 15 Pf., wobei sich bei den Gemeinden große Unterschiede zeigen von 1 Pf. bis zu 55 Pf. auf ten Kopf. Die Nach feier fand um 4 11 br ebenfalls in der Kirche statt, wobei die Musikantengilde nochmals mit zwei sechsstimmig gesungenen Kantaten erfreute. Pfarrer Schäfer beantwortete bei einem tiefgründigen Rückblick in die Vergangenheit und Kennerblick in die Gegenwart die FrageWarum treiben wir Mis­sion". Einmal, wir müssen wiedergewinnen, was verloren ist, in den Nubiern Aegyptens ist uns ein ganzes, ehemals christliches Volk durch die llnterjochung von seiten des Islams verloren­gegangen, sodann müssen wir wieder gutzumachen suchen, was wir als Christen einst in der Ge­schichte der Kreuzzüge durch Grausamkeiten an den Mohammedanern gesündigt haben, weiter, es gilt das gewaltige Vordringen des Islams be­sonders unter den heidnischen Negervölkern Afrikas abzuwehren, welche die Religion des Ostens, des Islams, viel mehr begrüßen als die Religion !>es Westens, des weißen Mannes, den sie hassen. Der letzte Grund, warum wir Mission treiben, ist neben der seelischen vor allem die leibliche Not. Die Beantwortung dieser Frage überlieh er dem nachfolgenden Redner, dem Missionsarzt Dr. Kallenbach, ehemali­gem Operateur an der Universitätsklinik Gießen, der seit einigen Jahren sich in den Dienst der Mohammedanermission gestellt hat und bei Assuan in seinem neugegründeten Hospital, sowie auf Reisen in der Landschaft ungeheuer segens­reich als gläubiger Arzt unter jenem Nubiervolk, dessen Nöte, besonders auch unter der Frauen­welt. er in ergreifenden Bildern aus eigenster Erfahrung heraus schilderte, arbeitet. Die Mo­hammedanermission, eine der jüngsten 25 evan­gelischen Missionsgesellschaften Deutschlands, zählt bereits 18 Arbeitskräfte, die draußen stehen, männlich und weiblich, darunter ein Arzt, eine Aerztin und eine Apothekerin. Das Schluß- und Dankeswort sprach Dekan S c r i b a. Die Missionsfestkollekte ergab 60 Mk.

Wirischgst.

Die Wirtschaftslage im September.

Den Mitteilungen der Frankfurter Industrie- und Handelskammer entnehmen wir folgende Betrach­tungen über die Wirtschaftslage im Sep­tember:

In der Automobil-, Fahrrad- und Schreibmaschi- nen-Jndustrie hat sich die Geschäftslage weiter ver­schlechtert. In allen Fabrikaten, ausgenommen bei Schreibmaschinen, war ein Nachlassen der Bestel­lungen zu verzeichnen.

In der elektrotechnischen Industrie ist eine wesent- liche Aenderung gegenüber dem Bormonat nicht ein­getreten. Die erwartete Besserung der Marktlage hat sich nicht fühlbar gemacht, es ist eher von einer geringen Verschlechterung $u sprechen.

In der Gummiindustrie ist der Geschäftsgang noch ruhiger geworden.

In der Fabrikation von Lederbearbeitungsmaschi- nen hat sich die Geschäftslage etwas gebessert, da der Auftragseingang, besonders aus dem Auslande, zugenommen hat; gleichzeitig haben sich die Lager­bestände reduziert.

In der Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen stand der Berichtsmonat noch unter dem Einfluß der saisonmäßigen Geschäftsbelebung. Infolgedessen hielten sich die Umsätze des Inlandsgeschäftes auf der Höhe des Vormonats, und auch die Nachfrage konnte befriedigen. Im Exportgefchäft hielt die Be­lebung ebenfalls an.

In der Scheideindustrie war nach der vorange- gangenen Stille eine merkliche Belebung des Ge­schäftsganges zu verzeichnen, die wohl zum großen Teile auf die rückläufige Tendenz des Silberpreises zurückzuführen ist.

Die Förderungssteigerung Trn Eisenerzbau des Lahn-Dill-Gebietes hielt auch im September an. Der Absatz dagegen blieb weiter zurück und wird vermutlich noch weiter sinken. Wenn auch nicht zu verkennen ist, daß der Absatz durch eine Reihe widriger Umstände, so auch durch den geringen Rheinwasserstand, ungünstig beeinflußt wurde, so scheint sich außerdem doch auch ein geringerer Abruf der Hütten bemerkbar zu machen.

In der Schmuckwarenindustrie brachte der Sep­tember mit der einfetzenden Reisetätigkeit eine Be­lebung des Geschäftsganges für Juwelen, Gold- und Silberwaren, die es ermöglichte, die Arbeiter­schaft im allgemeinen voll zu beschäftigen und ver­einzelt mit Ueberstunden zu arbeiten. Der Auf­tragseingang erfuhr, der Saison entsprechend, eine Steigerung und konnte als zufriedenstellend, aus dem Auslande teilweise als gut bezeichnet werden: er blieb jedoch immer noch geringer als in der glei­chen Zeit des Vorjahres. Im Inland« beeinflußte die dauernde Geldknappheit den Geschäftsgang und die Zahlungsweile höchst nachteilig.

In der Schuyindustrie war der Eingang von Aufträgen für spätere Lieferungen noch ziemlich schwach. Der Beschäftigungsgrad blieb ziemlich ein- heislich: die Fabrikation war mit der Anfertigung und Lieferung der Herbstaufträge beschäftigt.

Ungünstige Aussichten auf dem Saumarkt.

Bekanntlich ist in diesem Jahre die Arbeits­losigkeit im Baugewerbe wesentlich größer, als im Jahre 1928. Wenn auch die Lage des B a u - rnarktes in den einzelnen Gegenden Deutsch­lands große Unterschiede aufzuweisen hat, so kann doch im allgemeinen gesagt werden, daß die Aussichten recht ungünstige sind. Diese Ungunst der Verhältnisse ist vor allem auf den Mangel an Kapital zurückzuführen, der sich be­sonders in der Zurückhaltung bei der Erbau­ung gewerblicher Gebäude bemerkbar macht. Ge­rade bei den Bauerlaubnissen tritt die Zurück­haltung der Industrie bei Errichtung von ge­werblichen Bauten besonders hervor. Der Woh­nungsbau konnte sich in diesem Jahr verhältnis­mäßig gut halten, da für ihn immerhin die Er- trägnifse aus der Hauszinssteuer zur Verfügung stehen. Bei der überragenden Bedeutung des Taumarktes für die gesamte Wirtschaft wird sich natürlich der Rückgang der Produktion auf dem Baumarkt, der jährlich auf etwa 8 bis 9 Mil­liarden Mark dem Werte nach eingefchäht werden kann, auch bei der Gesamtkonjunktur im ungün­stigen Sinne auswirken. Da die Finanzierungs­schwierigkeiten bei der mangelhaften Kapital­bildung in Deutschland vorerst noch anhalten werden, so ist auch für den Baumarkt vorerst keine Besserung der Verhältnisse zu erwarten.

Aufsichtsratshesprechungen b e i Opel. Der Präsident der General Motors Corporation Mr. Alfred P. Sloan, der Vize­präsident der G. M. C. Mr. Albert Bradley, der Präsident der Chevrolet Corporation Mr. William Knudsen, der Präsident der Olds

Motor Corporation Mr. Reuter, der juristische Beirat der G. M. C. Mr. Smith, der Präsi­dent der General Motors Acceptance Mr. S w a y n e sind in Rüssel->heim eingetroffen, um mit den beiden übrigen Mitgliedern des Auf­sichtsrates der Opel A.-G., Geheimrat Wllhelm v. O p c l und Dr. Fritz Opel, Besprechungen ab.uralten. Mr. Sloan wird am Freitag bei einer Versammlung der Händler und Vertreter der Opel A.-G. sein Programm entwickeln.

* Handelsverkehr mit Dänemark. Der Deutsche Konsul bei der Deutschen Gesandt­schaft in Kopenhagen, Dr. Krüger, hält am Donnerstag, 24. Oktober, Sprechsunden für die Firmen ab, die am Handelsverkehr mit Dänemark beteiligt sind. Firmen, die an den Sprechstunden teilnehmen wollen, werden gebeten, dies, ge­gebenenfalls unter Aufgabe von Wünschen bezüg­lich der Zeit der Sprechstunde, der Reichsnach­richtenstelle für Außenhandel, Frankfurt a. M, Börse (Zimmer 43), Telefon: Römer 360, um­gehend spätestens bis zum 21. d. M. mit­zuteilen, damit eine Verteilung der Besucher auf die zur Verfügung stehende Zeit stattfinden kann.

' Die Verträge . Preag-Stadt Frankfurt a. M. Der Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. genehmigte die bekannten Ver­träge mit der Preußischen Elektrizitäts-A.-G. über die Gestaltung der elektrowirtschaftlichen Verhältnisse im Rhein-Main-Eebiet.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 17. Okt. Tendenz schwach. Nachdem an der gestrigen Abendbörse eine leichte Erholung eingetreten war, eröffnete die heut.ge Börse wieder in recht schwacher Hal­tung, und zwar werden als Ursache die Nach­wirkungen der in letzter Zeit entstandenen Ge­rüchte angeführt. Auch die schwachen inter­nationalen Börsen, sowie die sich erneut bemerk­bar machende Geldmarktversteifung blie­ben nicht ohne Einfluß. Die heute ausgegebenen Dementis machten wohl zunächst etwas Eindruck und hatten im Frühverkehr eine kleine Beruhi­gung zur Folg«, doch war dies nicht von längerer Dauer, da sich das Angebot von Aus­landseite und vorn Publikum in Spe- zialwcrien wieder verstärkte, zumal Aufnahme- lust kaum bestand. Die Folge davon waren ganz beträchtliche Kursrückgänge in Spezialwerten gegenüber der gestrigen Abendbörse. Nachteilig aufg:nommen wurde noch das Ansteigen der Arbeitslosigkeit. Das Ge­schäft bewegte sich bei größter Zurückhaltung der Spekulation in kleinstem Rahmen. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde der Elektromarkt. Vor allem waren Siemens mit minus 8,5 Proz. und Licht und Kraft mit minus 6,75 Proz. von Schweizer und Brüsseler Seite angeboten. Auch Chade-Aktien, die gestern abend etwas erhöht und im heutigen Dormittagsverkehr weiter fest lagen, erreichten zmn offiziellen Verkehr mit minus 6,5 Prozent einen neuen Tiefstand. Ges- fürel gaben 4 Prozent und Schlickert 4,75 Pro­zent nach. AEG. waren mit minus 1,5 Prozent relativ gut gehalten. Stärker gedrückt lagen noch Deutsche Linoleum mit minus 7,5 Prozent. Aber auch am Chemiemarkt kam ziemlich Material heraus, so daß Farben 3.5 Prozent und Deutsche Erdöl 3 Prozent einbüßten. Glanzstosf-Aktien waren kaum verändert, während Bemberg 3 Pro­zent niedriger eröffneten. Am Montanmarkt ka­men zur 'Erstnotiz kaum Abschlüsse zustande. Rheinstahl und Buderus gaben je 3 Prozent nach. Mannesmann 2 Prozent niedriger. Kali- Aktien bis 4 Prozent schwächer. Don Tankwerten lagen Berliner Handelsgesellschaft 3,5 Prozent niedriger, während die übrigen Aktien dieses Marktes bis 2 Prozent schwächer lagen. Zell­stoffpapiere bis 4,5 Prozent niedriger. Renten still. Trotz des unverändert belassenen Diskont­satzes der Dank von England konnte im Ver­laufe keine Beruhigung Platz greifen. Im Ge­genteil. die Tendenz neigte weiter nach un­ten. Nach einigen Rückd eckungen kam erneut Ma­terial heraus, so daß die Kurse durchweg bis zu 1.5 Prozent einbühten. Licht & Kraft gaben 3,5 Prozent nach. Das Geschäft blieb äußerst gering. Am Geldmarkt war der Sah für Tages­geld mit 7,5 Prozent unverändert. Der Devisen­markt war wenig verändert. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1903, goren Pfund 20,404, Lon­don gegen Kabel 4,8685, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 92 90, gegen Madrid 33,90, ge­gen Holland 12,0975.

Berliner Börse.

Berlin, 16. Okt. Der Beginn der heutigen Börse stand unter dem Eindruck der gestrigen schwachen Abendbörsen. Es kam wieder ziemlich überraschend erhebliches Material, besonders aus

der Schweiz, an den Markt, das trotz der Inter­ventionstätigkeit der Banken nur zu gcdrück - t e n Kursen Aufnahme fand. Obwohl die gestern über den Brüsseler Platz umlaufenden Gerüchte energisch dementiert werden, hatten diese Dementis nur vorübergehend gestern abend eine Beruhigung und Erholung zur Folge gehabt. Heute war man dagegen schon wieder sehr nervös und durch die anhaltenden Ausland­abgaben unsicher gemacht. Eine gewisse Ver­stimmung ging auch von der internationalen, zum Medio angespannteren Geldmarktlage aus: auch hier in Berlin konnten die Sähe heute noch keine Erleichterung erfahren. Beachtung fand ferner, daß der französische Franc gegen Pfund den Goldpunkt wieder überschritten hat. Es ist mit einer Diskonterhöhung heute natürlich nicht zu rechnen. Die Rückgänge zu den ersten Kursen betrugen selten 3 bis 5 Prozent, bei Papieren wie Berger, Glanzstoff, Ostwerke, Schultheiß. Polyphon, Siemens, Licht und Kraft, Deutsche Linoleum, Salzdetfurth, Rheinstahl, Rheinische Braunkohlen und Harpener 5 bis 8 Prozent. Schubert & Salzer sind als Ausnahme mit einer Erhöhung von 3,5 Prozent zu nennen. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer abbröckelnd. Auch Pfandbriefe unverändert. Tagesgeld blieb 8 dis 10 Prozent, Monatsgeld 9,25 bis 10,75 Prozent. Warenwechsel etwa 7,75 Prozent. Auch im Ver­laufe blieben die Umsätze klein. Die Tendenz war nicht einheitlich. Vereinzelt konnte man leichte Deckungen beobachten. In einigen Elektrowerten kam andererseits aber immer noch Ware aus der Schweiz heraus. Der Reichsbankausweis per 15. Oktober zeigte, obwohl die Lombardbestände um 57 Millionen angewachsen sind, eine Ent­lastung um etwa 360 Millionen. Die Deckung besserte sich auf 50,9 bzw. 59 Prozent. Ein stärkerer Einfluß auf die Tendenz war aber nicht zu erkennen.

Frankfurter Schlachtviel-markt.

F r a n k f u r t a. M., 16. Okt. Auftrieb: 40 Rinder. 972 Kälber, 629 Schafe, 443 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: teste Mast- und Saugkälber 82 bis 84 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 76 bis 81, geringe Kälber 70 bis 75. Schafe: Mast­lämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 43 bis 46, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 42; fleischiges Schaf­vieh 30 bis 37. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 90 bis 92, von etwa 200 bis 240 Pfund 90 bis 92, von etwa 160 bis 200 Pfund 90 bis 92, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 86 bis 90 Mark. Marktverlauf: Bei allen Gattungen rege, ausoerkauft.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 16. Okt. Am Produktenmarkt bewegt sich das Geschäft weiterhin in ruhigen Bahnen. Die Meldungen von den Auslandmärkten sind für die Tendenzgestaltung von verhältnismäßig geringem Einfluß. Inlandweizen wird für Rech­nung der rheinischen und Küstenmühlen infolge des Dermahsungszwanges weiter gut gefragt und konnte seinen Preisstand trotz des unbefriedigenden Mehlabfatzes behaup en. Das Roggenangebot ist infolge der Preisrück­gänge der letzten Wochen etwas klei­ner geworden, begegnet jedoch auch nur geringer Aufnahmeneigung. Don Stühungs- fäufen war bisher nichts zu beobachten. Am Lieferungsmarkt kam für Weizen nur eine gegen gestern unveränderte Notiz in der Dezembersicht zustande. Oktoberroggen setzte 3 Mark niedriger ein, obwohl von den heute besichtigten 120 Ton­nen nur 30 Tonnen kontraktlich lieferbar waren. Die späteren Sichten eröffneten mit behaupteten Preisen. Das Mehlgeschäft bleibt weiter still, für Roggenmehl sind die Mühlen zu Preiskon- zessionen bereit. Hafer ruhig, aber ziemlich stetig.

Taten für Freitag 18. Oktober.

Sonnenaufgang 6.28 Uhr, Sonnenuntergang 17.03 Uhr. Mondaufgang 17.10 Uhr, Monduntergang 6.05 Uhr.

1777: der Dichter Heinrich von Kleist in Frankfurt a. d. O. geboren; 1914: Eröffnung der Universität Frankfurt a. M.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 19., und Sonntag, 20. Oktober: Laubhüttenfest. Samstag: Vor­abend 5.15 Uhr: morgens 8.30; Predigt; nachmit­tags 4. Sonntag: Vorabend 6.15; morgens 8.30; abends 5.40 und 6.10 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Samstag, den 19. Oktober, und Sonntag, 20. Oktober: Hütten­fest. 1. Tag: Vorabend 5 Uhr; vormittags 8; Pre­digt ; nachmittags 4. 2. Tag: Vorabend 615; vormittags 8; nachmittags 4; Festesausgang 6 10. Wochengottesdienst: morgens 6.30; abends 5 Uhr.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

zrantfuri a tui. |

Berlin

Schluß-s

I-Uhr |

Schluh-l Anfang.

Kurs I

Kur |

Kur

Datum

16.1 0.

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16. 10.

17.10.

6% Dt. iRetd)6anletfo> o. 1927 .

DI. Ani..-/lblöi.-Schuld mit Bur

87,5

50,05

87.5

50,25

50,25

lol.-Rechlen........

0,25

Desgl. ohne AuSlos.-Nechte . .

7% Franlf Hhp -Bk Goldpf. im

9,25

85,5

9,25

9,25

kündbar bis 1932......

<%% Rheinische Hyp.-Bank Stau

76,5

A.E G abg. Vortriegs-Obligation rückzahlbar 1932

4% Schwer BundeSb-Aul..

--

4% Oesterreichiiche Golvrie.

27,5

4,20% Oeften. Stlbcrrte. . .

2,8

2,85

4% Oesterreich, cmheitl. Rie

2,05

2,05

> Ungarische Golvrte -

22,25

22.4

22,4

4% Ungarische Staat«!, v. 1910

19,65

4%% desgl. von 1913 . -

21,5

4% Ungarische jkronenrie.. .

1,95

2

4% lütt. Zollanleihe v. 1911 .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

Serie I. . . .

/ ,65

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7,7

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4% desgl. Serie 11......

7,65

7,65

4% Rumänen converi. Nie - -

7.1

7,2

t Vi% ^Rumänen @ol6anl. von 191

14,25

>4.75

tffllg Deutsche Lilenvahn 4%

-

-

Hamburg-Amerika Paket 7

116,75

115

116

114,75

Hamb.-Süoom. Dompsich 8

175

154

107,5

Hansa Dampsichill 10

Norddeutscher Lloyd ... 8

109

107,25

o5,5

109

Allg. Deutsche Credilansi. w

>22,75

122,5

23,25

122,75

Barmet Bankvctein 10

22,75

122,5

23,25

122,75

Berlinet HanvelSgelellsch. 12

191.5

195

192,5

Lommerz- und Prioat-Barrl U

i71,5

lO ,b

172

171

Datmsr. u. Rotlonalbanl 12

.60,5

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257,25

Deutsche Bant ... 10

160,5

159,5

160,5

160

Diskonto-Gesellschaft ilnt.. - 10

160,5

160,5

160

Dresdner Ban!......1°

155

153

155

153,5

Metallbau ..........«

Reichsbai........12

86

284

287

284

Irankfun a M.

Berlin

Schluß-l

Kurs I

i-Ut)t Kur

Schluß!

Kur: |

Anfang- Kurs

Datum

16-10.

17.10.

16.10.

17-10.

.................®

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Licht und Kraft......

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Ges. f. Elektt. Untern.. . . 10

Hamb. Elektr. Werke .... 10

Rhein. Elektr.........9

Schics. Elellr. .......»

3 ................11

«Siemens 4 Halske ..... 16

Tronsradio .... 8

LolMeyer 4 Co.....- - 10

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Deutsche Erdöl ....... 6

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................... ......................<

Mannesmann .......<

Lberichles. Eilend. Bedarf . .

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Dynamit Röbel ....... 6

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RütgerSwerle..... 6

MetallgeleMchaft...... 6

176,5

176,5

122,5 >68,5

145,5

196,5

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171

67

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138,5

108,25

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329,5

64 102,75

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214

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196

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67,5 74,75 120,13

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192 361 130

64,25

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131

131

137

116,75 212 108

114

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120

Banknoten

Frankfurt a M.

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Zellstoit Ajchasi nburg . .

, z

139

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Charlottenburger Wasser .

. . 8

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Dessauer Gas.....

. . 9

175,13

174

Daimler Motoren - .

36,75

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Deutsche Majchinen-zabrik

46,5

45,25

lldlerwerte Lieoer . .

. . 0

38

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Vuoro. Loewe . ....

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166,5

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Rat. Automobil .....

. . c

.1,25

20

Orenstein & Koppel . . .

. . 6

75

74

Leonhard Tiey ....

. 10

176

173

Bamag-Meguin.....

. . o

Arant). Maschinen ....

. . 4

42

Aritzner .......

. . 6

47

Heyltaenstaedt . . . . .

e '

,75

IunghanS. ......

. . 6

Lechwerke ......

. . t

05,5

104,5

Maintraitwerkr.....

. . 8

110

Miag. . . ......

. IC

125

122,5

Aetari ...........

. . 8

Peters Union......

. . d

Gebr Roeder......

. U

106

Boigt 4 £ nennet . . . .

. . 9

222

-

Süds Zucker .....

. 10

'49

*

Berlin, 16. Cffob. r

Geld

Brief

Amcrtlauuche Viottn.....

4,168

4,188

Belgifche Nöten .......

58,21

58,45

Dänische Noten .......

111,68

112,12

Eno lisch« Noten........

20,355

20,435

Berlin, 16. Oktober

Geld

Brief

Französische Noten

16,432

16,492

Holländische Noten ...»

168,11

168,79

5tolten,sche Noten .....

21,88

21,96

Norwegische Noten.....

111,68

112,12

Deutsch Oesterr,5100Kronen

58,71

58,95

Rumänische Noten ....

2,47/

2,497

Schwedische Noten ...

112,13

112,57

Schweizer Noten . ...

80,78

81,10

Spanische Noten ......

60,33

60,57

Tschechoslowakische Noten . .

12,35

12,41

Ungarische Noten

72,85

73,15

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

16. Oktober

17- Oktober

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld l

Brie>

Geld

Briet

Ami-- flott.

168,42

168,/b

168,45

168,79

Bucn.-AireS

1.753

1,757

1,751

1,755

Brss.-Antw-

58,43

58,55

58,44

58,56

Christiania -

111,91

112,13

111,91

112,13

Kopenhagen

111,93

112,15

111,94

112,16

Stockholm

112,35

112,57

112,35

112,56

Helstngfors.

10,519

10,539

10,518

10,538

Italien .

21,915

21,955

21,915

21,995

London. .

20,379

20,419

20,382

20,422

Neuyork . .

,187.

4,1950

4,1860

4,1940

Paris....

16,45

16,49

16,45

16,49

Schwei» ..

40,94a

bl,103

80,955

81,115

Soa icn .

b0,34

60,4 t

60,02

60,14

Japan . . .

1,998

2,002

2,003

2,007

-Hio de Jan

,497

0,499

,4973

0,4995

Wien in D--

Oeli. abgeft

58,83

58,9-

58,82

58,92

Prag

.2,392

2,412

12,39

12,41

Bclirad .

7,391

7,405

7,391

7,405

Budapest. .

73,07

73,21

73,08

73,22

Bul arten

3,030

3,036

3,030

3,036

Lissabon

18,80

18,84

18,80

18,84

Danzig.

81,45

81,61

81,44

81,60

Konstantin.

1,983

1,987

1,995

1,999

Athen.

5,435

5,445

5,435

5,445

Canada

4,148

4,156

4,150

4,158

Urn uay

4,096

4,104

4,091

4,099

Tatro

20,90

20,95

20,90

20,94