Ausgabe 
17.10.1929
 
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ische Nachrichten.

Zandtag ist eine Legierung-- .durch diedemg.Äovcm- der Charakter als gc- rtag genommen verteil ;mwärtigen Zusammensehung steht Aussicht auf Annahme 1. Mai dürste weiter tilgt- i Lachsen bleiben, wenn au- r Antrag vorliegt, der dieser toill

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Entwurfes, der dem Para- ,t Zeit geltenden Kirchesch der Wstimmung mit 15 gegen ichen. Für die Ktreichunz unisten, die Kozialdemokralen d der Abgeordnete Dr. Kahl

Tollspartei.

t währt bereits sechs Wochen i eine Truppe von Mater > von Angestellten staatlich« rtschaftsorgane, der nun den at daß die Tätigkeit der An- nrechtmaßige Uixtet rivaten Fischindustru

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Die Reuter erfährt, hat General von 2et- t)w-Dorbeck die Einladung zu einem Dan- fttt angenommen, das Anfang Dezember in Lon- kn zu Ehren aller Teilnehmer des ost afrikanischen Feldzuges veranstaltet »erden wird. General Srnuts, der die briti- stien Streitkräfte befehligte, wird das Präsi- dum übernehmen.

zu retten.

Leichenfund In einer Berghöhle.

Aus der Provinzialhauptstadt

Gießen. den 17. Oktober 1929.

Gießener Banken einst und jetzt.

Wit der Errichtung des Reubaues der Ge­werbebank in der Goethestrahe kann das Ge­biet Disrnarckstraße, Reuen Bäue, Johannes» strahe, Plockstrahen-Ecke als Bank viertel an» gesprochen werten. Es befinden sich dann in diesem Gebiet die Reichsbank, die Darmstädter und Rationaibank, die Disconto-Gesellschast, die Commerz- und Privatbank (früher Mitteldeutsche Creditbank), die Dezirks-Svarkasse, das Rank- Harrs Herz und die Gewerbebank.

Welche Ausdehnung das Bankwesen in Gießen genommen hat, zeigt ein Rückblick auf das letzte halbe Jahrhundert. In den siebziger Jahren de» standen an Bankgeschäften in Gießen eine Agen­tur der Dank für Süddeutschland, die Gewerbe­bank, die Firmen S. und L. Heichelheim, Reut- Unger und eine Bertretung dcr Reichsbank. Dank» mäßige Geschäfte betrieben die Eewerbebank in beschränktem Umfange, die Sparkasse gar nicht. Angestellte beschäftigten diese Danken nur we- nige. . m

So besorgten z. D. die Geschäfte der Ge­werbe b a n k die Herren Ehr. Wallenfels als Rechner und Heinrich Wagner als Kontrolleur. Das aus zwei kleinen Räumen bestehende Ge- schäftslolal befand sich im Hau^e des Rechners Wallenfels am Marktplatz 17. D.e Unzu.äng- lichkeit der Geschäftsräume trat zutage, als dre Deschaffung eines zweiten Kassenschranles wün­schenswert erschien. Mit dem Umzug der Dank in den Reubau an der Ostanla^e im Jahre 1881, wurden die den Verkehr hemmenden Zustande

ocrichtet war, wodurch der Staat um 12 Mil­lionen Rubel geschädigt worden ist. Die Fischhändler haben an die angeklagten Sowjet­angestellten 30 000 Rudel Destcchungsgelder ge­zahlt. Der Staatsanwalt beantragte gegen 21 Angeklagte die Todes st rafe, gegen die ü6ri- gm 108 Angellngtcn verschiedene Gefängnisstrafen und Einziehung des gesamten Eigentums.

^Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Die Uraufführung von Georg Kaisersfielt- scherei" findet im Freitagabonnement am Samstag, 19. Oktober, statt. Beginn 20.15 Uhr. Spielleitung hat Intendant Dr. P rasch Die Aktualität des Problems, die Spannung, die in dem dreiaktigen Gesellschaftsspiel vom ersten bis zum letzten Satz durchhält, das sprachliche Tempo haben wieder einen echten Georg Kaiser geschaffen. Die beste Empfeh­lung für das Stück liegt darin, daß sich, nachdem wenige Theater für die Uraufführung abgeschlossen haben, bereits die meisten führenden deutschen Bühnen schon, ohne das Resultat der Uraufführung abzuwarten, sich zur Erstaufführung des Stuckes entschieden. So stehtHellseherei" bereits auf den Spielplänen von Berlin, Hamburg, Frankfurt a. M., Leipzig, München, Stuttgart, Mannheim u. a.

In einer Höhle bei Uftrungen (Braun- schweig) wurde die Leiche eines Mannes entdeckt, die in einem Seitengang zwischen zwei Fels- lpalten in aufgerichteter Stellung ein- geklemmt war. Reben dem Toten lagen eine vermoderte Mütze und ein Spazierstock. Die Höhle ist nur mit Lebensgefahr au begehen und es ist noch nicht sestgestellt, ob der Tote einem

Säufer des Ringes befanden.

>00 000 Mark Entschädigung an die Sowjelregierung.

In dem Streit zwischen der Sowjetregierung mb der H a m b u r g - S ü d a m e r i k a n l s cy en Dampfschiff ahrtsgesellschaft über die mtschädigungszahlung an den Eisbrecher ^.vtra p in" für Hilfeleistung bei der Havarie derMonte Lervantes" in Spitzbergen hat jetzt das Inler- Müonale Schiedsgericht entschieden, daß die Hom- urg . Südamerikanische Dampfschiffahrtsgesellschaft 600 000 Mark zahlen soll. Die Sowjetunion hatte 1,5 Millionen Mark gefordert.

Aus aller Well.

Verzweiflungstat eines Kriegsbeschädigten.

Tageskalender für Donnerstag. Deutscher Beamtenbund, Ortskartell Gießen: Dcffenb liche Beamtenversammlung, 20 Uhr, im Cafe Lew. D H. B.: VortragWanderung durch Thüringen , 20 30 Uhr, im Katholischen Vereinshaus. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Herzog Hansel und .Der Befehl zur Ehe"; auf der Buhne Inge Rana, der berühmte Star der Moulin-Rouge und Folies Bergere, Paris. Aftoria-Lichtspiele:Schmeling- Paolino-Weltmeisterschafi" undZirkus Pat und

Der schwerkriegsbeschädigte Ernst B l o t t k a aus Lchterselde-Ost hatte beim Reichsversorgungsgericht thi Erhöhung feiner Rente geklagt, da sich jdn Zustand in letzter Zeit sehr verschlimmert hatte uid er seiner Arbeit nicht mehr nachgehen tonnte. Dittwochoormitiag stand vor dem Reichsgericht 3er mi n an. Blottka hatte sein vierjähriges Töchterchen zu der Verhandlung mitgenommen. 3r der Verhandlung wurde der Sachverhalt noch- nals einer genauen Prüfung unterzogen und ein östliches Gutachten zur Verlesung gebracht. Rach kurzer Beratung wurde Blottka mit seiner Klage ab geroief en. In niedergedrückter Stimmung mließ der Kriegsbeschädigte mit seinem Kinde den Lcrhandlungsraum. Er eille über die Straße z u m Jia na l und warf das Kind ins Wasser und stürzte sch dann selbst hinein. Ein junger Mann sprang den beiden nach, und es gelang ihm, Vater und Kind

Gestern nachmittag gegen 4 Uhr ereignete sich au der Landstraße zwischen Reiskirchen und Gießen in der Nähe der Ganseburg ein schwerer Auto- Unfall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel Der Vertreter der Maschinenfabrik Klein & Stiefel in Fulda namens Rothe aus Lauter­bach weilte zum Gallusmarkt in Grünberg und wollte von dort mit vier jungen Leuten aus Grem­berg in seinem Auto noch einen Abstecher nach Gie­ßen machen. Dicht vor der Ganseburg fuhr der Kraftwagen in schneller Fahrt gegen einen Baum. Der Anprall war so heftig, daß der Baum zur Hälfte weggerissen wurde. Rothe schlug außerordentlich heftig mit dem Kopf gegen die Flügelschraube an der Windschutzscheibe und er­litt dadurch auf der Stelle den Tod, daß die Schraube ihm in den Schädel drang. Die mit- , s I fahrenden vier jungen Leute wurden aus dem Wa-

Mehr als 130 Prvhibitionsbeamte und Beamte geschleudert, wobei einer eine schwere Quet- kr Staatspolizei führten m der Stiöi Reuhorr 3 « Oberschenkel erlitt, während die drei an-

und in den angrenzenden Teilen des Staates ©(ütf mit leichten Verletzungen davon-

Lea-Jerseh eine wohlvorbereitete Razzia ffunen Nachdem Dr. Gengnagel, Großen- cegen den Schleichhandel mit atlv- murd,- bm schwerer Verletzten erste ärzlliche Hilfe holischen Getränken aus. Jnncryaw von , tQ{te wurde dieser nach Grünberg zurück- 1!Stunden wurden in weit auseinander liegen-- « ' . Um' Ön bedauernswerten Toten, dessen

den Gegenden der Stadt 32 Personen ver- ft . > . . Feststellungen der alsbald an der hastet. In Highlands (Reu-Jeriey) wurde ein »-^stelle erschienenen Staatsanwaltschaft Gießen Landsitz beseht, der mit unterirdischen ' Len Neuen Friedhof zugeführt wurde, Gängen ausgestattet war und enorme Dor- t fejne Frau und zwei kleine Kinder. Die täte an Muni tion und Spirituosen x roirbe 3Ur Bestattung freigegeben.

cnthielt. Etwa V/e Kilometer von diesem Haus / 0

entfernt entdeckten die Beamten eine geheime | Funkst ation, die die Derbindu ng mit Schmugglerschiffen auf hoher See -ufrechterhielt und falls eine La­dung alkoholischer Getränke an Land gebracht Verden sollte, die nötige Anzahl von Last- automobilen an Ort und Stelle dirrgxerte. Ser Ring der Alkoholschmuggler besitzt mehrere Dampfer die Spirituosen von den Bermuda- inlcln und von St. Pierre auf Miquelon nach der amerikanischen Küste brachten. Man kam der Tätigkeit des Schmugglerringes dadurch auf Die Spur, daß chiffrierte Funkspruche der ^Heimen Radiostation aufgefangen und von Sach­verständigen der Dimdesbehorden entziffert tour­ten. Aus diese Weise war den Behörden bekannt geworden, wo sich die Bureaus und die Lager­

beseitigt, doch mußten auch in dieiem Reubau später umsangreiche Deränderungen vorgenom­men werden. 2m Hause Marktplatz 8 befand sich eine Spezereihandlung, deren Inhaber Dietz gewissenhaft das Begehren seiner Kunden nach Kaffee, Zucker usw. erfüllte. Ebenso gew.f.en» haft aber strich er neben dem fälligen Waren- geld die Mark- und Zwanzigmarkstücke ein für fällig gewordene Wechsel, denn er war der er­wählte alleinige Derwalter und Dertreler der Reichsbank. Man vergleiche das heutige Bankgebäude in der Bismarckstraße mit dem damaligen Krämerladen. Sein Dorgänger im re in uiav xuu,l mv mvv --- 2lmte Schwall, verwaltete die Reichsbank in

Verbrechen oder einem Dlnglucksfall zum Opfer I , . «.

«-füllen Ist. Die IBergury der Leiche burf e Ml chnuk in

Lr schwierig gestalten Die Hohle war,n g®^. »V Angestellten walteten

rm Zeiten a l s Schlupf Winkel ^red Amtes in zwei recht bescheidenen Räumen

brecher bekannt ist ^er neuerknngs für 2?®Si&«affe 4. Damals bestand noch die Hohlenforschung bedeutsam geworde . Vorschrift, daß die Zinsen für die ein»

Meuterei im Zellengefängnis Moabit. gelegten Gelder zu Reujahr beigeschrieben wer-

Achtzehn zur Beobachtung in der I r r e n a b - den mußten, die Folge war ein starker Andrang tcUung untergebrachte Gefangene zerrissen in der Sparer in den 3anuartagen. besonders an itoci Schlafräumen die Betten, zerschlugen die den Markttagen, wenn die Land.ente ihre Zin- Fenster, zertrümmerten die Heizungsanlagen, so fen in die sorgfältig eingewickelten in wrer daß die Säle unter Wasser gesetzt tour- schweren Umhängetasche verwahrten Sparbücher leit und rissen die Fußboden auf. Dann stürzten eintragen ließen bzw. neue Gelder anleg en sie auf den Korridor, zerschlugen hier ebmifalls wollten.

tic Fensterscheiben und versuchten, durch die Don größerer Bedeutung war das BaiMai^ Fenster auszubrechen. Inzwischen hatte man Heichelheim in der Sudanlage. Die Bank- das älebersalikommando der Polizei alarmiert. Häuser Heichelheim am Selters toeg und Reut - Die Polizeibeamten stellten die Ruhe wieder her Hnger. Rordanlage, gingen nach dem Adleven und sämtliche Internierten wurden in Einzel- ihrer Besitzer e.n.

»ellen untergebracht. Rach den bisherigen Das waren die Dankverhar.tnisse in D«.r guten Ermittelungen sollte einer der Insassen nach alten Zeit, an Fusionen und Ausdehnungen nach einer Irrenanstalt übergeführt werden. Dagegen heutigen Begriffen dachte damals noch tein batten sich seine Mitgefangenen aufgelehnt und Mensch.

rum Zeichen des Protestes die Gewalttätigkeiten Die Dorzeigung eines fälligen Wech e'.s zec- Mangen tigte natutgzmäß bei tm ZastlnngS»skchtlg-n

. , . I damals wie heute oft Unwillen, der sich ge-

Lrpressungsversuch mit Brieftauben. fegentlicf) auch in Shimpfen und Drohungen aus»

In Mors befaßte sich das Schöffen-e.icht mit Ho trat eines Tages der alte Diener

einem einzigartigen Erpressungs versuch. Magner an den Dankvorstand v. 2. heran mit Am 1. September d. 2. wurde vor der Wohnung Worten:Herr Baron, zum W. bring aich des Generaldireltors Pattberg in Homberg em faa Wechsil mieh, der will mich haaoe." Palet gefunden, in dem sich zwei Brief- tau 6 en befanden und e.n Brief, der lautete: | tt>erC6 AUwUNglÜll.

,Wir fordern Sie auf, dielen Tieren 5000 Mk. mitzugeben, andernfalls können Sie 2H r Testament mache n." Die Hornberger Polizei ließ eine der Brieftauben aufsteigen und mit einem Flugzeug verfolgen. Die Taube ging in Hochheide auf dem Dach emes Berg- mannshauseS nieder. Die Polizei drang m das Haas ein, fand die Taube im Schlag und ver­haftete die jungen Bergleute Wilhelm Greven (17 2ahre) und Bernhard Feldmann (18 2ahre'. Die beiden Derhafteten gaben ihre Täterschaft restlos zu. Sie wollten die Sache so darstellen, als hätten sie nur einen Scherz gemacht.

Hie wurden wegen versuchter Erpressung in Tat­einheit mit Todesandrohung zu acht bzw. sie­ben Monaten Gefängnis verurteilt.

Razzia gegen Reuyorker Alkoholschmuggler.

Oie Weiierlaqe.

unbeständig zu gestalten.

WettervoraussagefürFreitag: Meist wolkiges Wetter mit Temperaturrückgang, verein­zelte Niederschläge.

WitterungsaussichtenfürSamstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, einzelne Schauer,

bis 4, Wirsing 12 bis 15. Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, Aepfel 8 bis 12, Dirnen 8 bis 10 M?. der Zentner.

T a n z - G a st s p i e l i m L i ch t s p i e l h a u s. Man schreibt uns: Inge Rana, der berühmte Star vomMoulin-Rouge" undF'lies Bergere". Paris, gastiert zur Zeit einige Tage im Lichtsplel- Haus. Inge Rana wirkte in der Professor Max-Rein- Hardt-RevueArtisten" im De- rd)en Schauspiel­haus in Hamburg als Attraktion mit dem grnßten Erfolge mit.

Beamtenoersammlung. Die am heu­tigen Donnerstagabend um 20 Uhr im Saale des Cafä Leib stattfindende öffentliche Bcamtcnversamm- lung sei den Beamten noch einmal in Erinnerung gebracht. Dr. C l a ß (Darmfabt) spricht überNeu­aufbau des Berufsbeamtentums als Dienst am Volk".

Gictzencr WochcumarLtpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: -Butter 210 bis 220, Matte 30 bis 35, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20 bis 30, Römischkohl 10 bis 12, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 60 bis 65, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10 bis 15, Meer­rettich 50 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 60, Kürbis 5 bis 8, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln 4.5 bis 5, Aepfel 10 bis 15, Dirnen 10 bis 15, Dörrobst 35 bis 40, Preiselbeeren 40 bis 45, Pfirsiche 40 bis 60, Zwetschen 10 bis 15, Honig 40 bis 50, Rüsse 50 bis 60, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 120 Pfennig das Pfund; Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.; Tauben 70 bis 90, Eier 16 bis 17, Blumenkohl 30 bis 80, Salat 15 bis 20, Salat­gurken 10 bis 30, Endivien 10 bis 15, Ober- Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück; Radies­chen 10 bis 15 Pf. das Bund; Kartoffeln 3,50

kühl.

_____ Lufttemperaturen am 16. Oktober: mittags 14,9 tßm aufgestellten I Grad Celsius, abends 7,5 Grad; am 17-Oktober: - -«'3 morgens 9,7 Grad. Maximum 14,9 Grad, Minimum

- | 6,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 ^cm Defe^am

Soeben erschienen:

Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gießen 1929

Verkaufspreis 10 RM.

Oberhessischer Adreßbuchverlag Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei, R. Lange in Gießen

dige geladen. ,

Die Vernehmung des Angeklagten L. ergab, daß er über 20 2ahre in leitenden Stellen einer Großbank tätig war, die ihm nach der Inflations­zeit sogar die Stelle eines Prokuristen ihrer Dank in Berlin ange&oten hatte, die L. aber ausschlug, um kurze Zeit später, Ende 1924, in Butzbach eine eigene Dank zu eröffnen. Q5ei ©nm- düng verfügte L. nach der von ihm aufgestellter Eröffnungsbllanz über ein Kapital von 63 848 Mark, wovon aber 20 000 Mk. als fremdes Der- ----- n,tnfw.r. mnr,

möaen wieder in Mzug zu bringen waren, so 16. Oktober: abends 10 Grad; am 17.Ottober. mor- daß der verbleibende Restbetrag zur Gründung | gens 10 Grad Celsius. Sonnenscherndauer 5% einer Dank recht knapp war. Zunächst ging das 1 Stunden.

* DomStraßenbahnbetrieb. Der erste Wagen der Straßenbahn zum Friedhof verkehrt vom nächsten Montag ab vom Bahnhof aus um 13.15 Uhr, der letzte Waaen fährt vorn Friedhof um 17.05 Uhr ab. Siehe heutige Bekanntmachung.

Wohlfahrtsbriefmarten. 2n der Zeit vom 1. Rovember 1929 bis 15. Januar 1930 werden durch die Postanstalten und die Deutsche Rothilfe Wohlsahrtsbriesmarien mit Länder» Wappen zu 5, 8, 15, 25 und 50 Rpf. zum Preise von 7, 12, 20, 35 und 90 Rpf., sowie eine Wohl- fahrtsvosttarte zu 8 Rpf. zum Preise von 12 Rpf. vertrieben werden. Die Wertzeichen sind bis Ende Juni 1930 zum Freimachen von Postsendun­gen im Inland- und Auslandverkehr gültig.

** Dom (3 e r ü ft abgestürzt. Gestern nach­mittag stürzte bei Anstreicherarbeiten an einem Hause in der Neustadt ein lunger Weißbinder aus ansehnlicher Höhe vom Gerüst. Der bedauernswerte Mann schlug ziemlich stark auf die Erde auf, die an der Unfallstelle aus Gartenland bestehL Die Frei­willige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz verbrachte den Verunglückten nach der Chirurgischen Klinik. Welcher Art die Verletzungen sind, muß hier erst

Owontemos O neuer. 3 naiD veoecr.i. g woimg. Q oedetet

»Schnee & Graupeln, e NeDel K <>ewitter.©Windstiiie.O- 'xhr «itnte» Osi tiassige- Südsüdwest q sturmecner -tordwesl Oie Pfene fliegen mit dem Winde Die oeiden Stationen stenenden Zah» len geoen die Temperatur an. Die Linien verOmden Orte mit gleichet^ «bi neeresniveau umaerechneien Lufldruct

Wettervoraussage.

Mit dem Vordringen des neuen Wirbels gewinnt die Hochdruckwetterlage über Deutschland keinen Ein­fluß mehr. Unter Temperaturan"leg hat bereits Bewölkung und Nebelbildung sowie in Norddeutsch­land leichter Nebelregen eingesetzt. Die Wetterlage wird zunächst durch die Südseite der Störung be­einflußt, so daß maritime Luft weitere Bewölkung und vereinzelt Niederschläge verursachen wird. Im ganzen scheint der Witterungscharakter sich wieder

Geschäft recht gut. aber schon im Jahre 1927 traten sehr erhebliche Schwierigkellen ciiu L. hatte sich an einem industriellen älnternehmen finanziell beteiligt und dabei größere Derluste er­litten. Anderseits standen auch seine monatlichen Privatentnahmen außer jc2em DerhältniS zu dem wirklichen Derdienst. Rach den sacyverstan- digen Feststellungen erreichten diese monatlichen Entnahmen durchschnittlich die Grenze von 2000 Mark. L. gibt die rechtswidrige Dersügung über die fremden Wertpapiere zu, bestreitet aber, dies im Dewußtsein seiner Zahlungsunfähigkeit bzw. Ueberschuldung getan zu haben. Im gleichen Sinn macht der Ängeklagle H. Angaben, währenL der Angellagte W. sich keiner strafbaren Hand­lung bewußt gewesen sein will. Der letzte An­geklagte, der der Hehlerei angeflagt ist, bestreitet entschieden, bei Annahme der Wertpapiere ge­wußt ober damit gerechnet zu haben, daß L. über diese Papiere nicht verfügungsberechtigt fei.

In den Rachmittagsstunden wurde in die Ver­nehmung der Zeugen eingetreten. Es waren mei­stens Zeugen, die durch 2. ganz empfindlich ge­schädigt worden sind. Alsdann wurde die Weiter­verhandlung auf morgen vormittag vertagt.

preuhen.

Kreis Wetzlar.

C)Dutenhofen,15. Okt. Von den drei Glocken unserer Kirche mußte die kleinste im Kriege dem Vaterlande geopfert werden. Als Ersatz wurde nun bei der Glockengießerei Rinker in Sinn eine neue Glocke bestellt, die am Samstag hier ein­traf und gestern morgen blumengeschmückt feierlich in die Kirche eingeholt wurde. Die neue Glocke wiegt 580 Kilogramm.

Kreis Biedenkopf.

L Roßbach, 15. Ott Don einem schweren llnglücksfall wurde heute ein zehnjähri­ger Junge von hier betroffen. Der Kleine hatte beim Stelzengehen zwei Dretter gelegt, die an dem einen Ende erhöht lagen und auf denen er mit den Stelzen spazierengehen wollte. Als er auf der höchsten Lage der Bretter cm- gelangt war, stürzte er ab und blieb bewußt­los an der älnfallstelle liegen. Die ärztliche Un­tersuchung ergab, daß das bedauernswerte Kind eine Gehirnerschütterung davongetragen hatte, an der es noch am Abend bewußtlos lag. Der Dorgang sollte den Eltern Deranlassung geben, die Kinder zur Vorsicht bei diesem Der- gnügen zu ermahnen.

Maingau.

WSR. Franks ur t a. M., 16. Okt. Der Ma­gistrat beschloß, zu Ehren des verstorbenen Reichs- auhenministers Dr. Stresemann eine wich­tige Straße nach diesem zu benennen. Die Straßenbenennungskommission soll geeignete Dor­schläge machen.

Berliner Börse.

Berlin, 17. Okt. (WTB. Funkspruch.) Nachdem auf die verschiedenen Dementis aus Brüssel aestern abend in Frankfurt eine Beruhigung und Erholung

I eingetreten war und Chadeaktien wieder auf 390 anziehen konnten, ist die Tendenz im heutigen Früh­verkehr schon wieder zurückhaltend und undurch­sichtig. Eine Mißstimmung geht anscheinend von der

I internationalen Geldmarktlage aus, auch weist man darauf hin, daß der französische Frank den Gold» punkt gegen die englischen Pfunde wieder unter­schritten hat. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,88, London < egen Mailand 92,99, London gegen Spanien 33,90, London gegen Kabel 4,8685 London gegen Berlin 20,4025, Kabel gegen Berlin 4,1905 zu 4,1910.

noch festgestellt werden. i

** Erhöhte Biererzeuguna 1928 in Hessen. Nach den Unterlagen des Landesftatisti- schen Amtes ist im Rechnungsjahr 1928 die Bier­erzeugung in Hessen um 108 396 Hektoliter oder um rund 11 v. H. gestiegen. Die hohen Wein- und Dranntweinpreise und der heiße Sommer begünstig­ten den zunehmenden Bierabsatz. Im hessischen be­setzten Gebiet hat allerdings elsässisches und insbe- sondere Straßburger Bier dem heimschen Erzeug­nis Konkurrenz gemacht. Seitdem inländisches Bier nicht mehr steuerfrei an die Besatzung abgegeben wurde, führte dieses zoll- und steuerfreies Bier aus Frankreich ein. An der erhöhten Biererzeugung find im allgemeinen alle Brauereien gleichmäßig be­teiligt. Die Bierausfuhr nach dem Saargebiet ist auf das Doppelte gestiegen. An Biersteuer und Bierzoll gingen 7 857 764 (i. V. 6 966 672) Mark ein.

Erweitertes

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 16. Okt Heute begann die Der- handlung gegen den Inhaber des Bankhauses L. in Butzbach, über dessen Derrnögen Ende 2lpril vorigen Jahres das Konkursverfahren eröffnet worden ist. L. ist neben Konkursverbrechen ins- besondere des Derbrechens gegen das Depot­gesetz angeklagt. Es wird ihm in dieser Bezie­hung zur Last gelegt, daß er im Bewußtsein seiner Zahlungsunfähigkeit oder Ueberschuldung fremde Wertpapiere, die er im Betrieb seines Handelsgewerbes als Verwahrer oder Pfand­gläubiger in Gewahrsam hatte, in sehr beträcht­licher Höhe unterschlagen hat. Außer ihm werden fein damaliger Prokurist H. und ein Angestellter W. der Beihilfe beschuldigt. Ferner befinden sich unter den Angeklagten ein auswärts wohnender Kaufmann, der sich wegen Hehlerei verantworten soll, weil er zur Sicherung eines von ihm L. ge­währten Darlehens fremde Wertpapiere, über die L. nicht verfügen durfte, von diesem zum Pfand genommen hat. Zur Verhandlung find über dreißig Zeugen und zwei Düchersachverstän-