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mag. er befindet sich in einer prekären Lage, Vie zu Konflikten führen kann.

Dom Standpunkte des sozialen und moralischen Gleichgewichts Europas aus betrachtet, ist es keineswegs wünschenswert, daß ein Bankier- komitee offen erklären sollte, das wirtschaftliche Wohlergehen der Nationen über die Kopfe der Negierungen hinweg in seine Hand nehmen zu wollen. Auf lange Zeit würde diese Finanz­herrschaft den europäischen Nationen als Fremd- Herrschaft erscheinen. Möglicherweise kommt ein­mal der Tag. an dem der Gedanke, daß die Nationen von Staatsmännern geführt werden sollten, als Illusion abgetan wird. Dor­läufig erscheint es mir besser, diese Illusion noch aufrecht zu erhalten und die traditionellen Formen zu wahren. Diese Formen haben sich vorläufig keineswegs in allen ihren Möglich­keiten erschöpft. Durch politische Mittel ver­sucht man, das im Zwiespalt mit sich selbst be­findliche Europa wieder zu sich zurückfinden zu lassen und geht damit ganz im Einklang mit den früheren historischen Versuchen vor.

Die Einheit im Bank- und Geldwesen ergab sich stets als Folge politischer Einheit. Im Augenblick, wo sie versucht, eine Dank von Eu­ropa zu werden, befindet sich die Weltbank in einem Konflikt mit der logischen Ordnung der Tatsachen. Sie unterliegt auch einem inneren Zwiespalt infolge des Hmstandes, daß sie, ob­wohl es mit Ausnahme der Aufgabe, Zah­lungen an Amerika zu leisten nicht in ihrem Aufgabenkreis liegt, sich mit amerikanischen Der- hältnissen zu befassen, trotzdem dem ameri- kanischenKaPitaleinepriveligierte Stellung zuweist, indem sie Dertreter der Kapitalistengruppe in ihre Geschäftsleitung auf­nimmt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß sich erhebliche Komplikationen und innere Kon­flikte auf Grund der verschiedenartigen Auf­fassung ergeben können, die bezüglich der Geld­politik und der Verwendung des Kredits zwischen den Bankiers diesseits und jenseits des Atlantic herrscht, die sich in der internationalen Bank zusammenfindcn.

Augenblicklich, wo die Negierungen im Haag noch die Möglichkeit haben, etwas über die Umwandlung des Poung-Planes und seine Ein­zelheiten zu sagen, ist es keineswegs zu spät, Modifikationen einzuführen, welche die Bank für internationale Zahlungen zu ihrer nützlichen Nolle als Bindeglied und Verwal­tungsstelle zurückführen, ohne ihr durch Heber» lassung gewaltiger Mittel eine souveräne Macht einzuräumen, deren Schaffung einer revolutionä­ren Umwälzung der politischen und wirtschaft­lichen Grundlagen Europas aleichkommen würde. Stets sollte man daran denken, daß Ncvolutio- nen in den oberen Schichten sich in Form von Nevolutionen in den unteren Negionen auszu­wirken pflegen.

Oberheffen.

EmSynagogeneubau in Bad-Nauheim.

Zl Bad-Nauheim, 16. Aug. Die hiesige jüdische Kultusgemeinde ist etwa 160 Iahre alt. Die seitherige Synagoge, die 1867 ge­weiht wurde, genügte den Ansprüchen des Welt­bades schon lange nicht mehr, sie ist für 20 000 Mark verkauft worden und wird nunmehr welt­lichen Zwecken dienen. Seitdem im ersten Iahr- zehnt dieses Iahrhunderts die evangelische und die katholische Religionsgemeinde zeitgemäße neue Gotteshäuser erstellt, trug man sich auch mit dem Gedanken eines Synagogenneubaus. Pläne und aufgesparte Gelder fielen aber der In­flation zum Opfer. Durch die großherzige Tat eines Kurgastes, der 40 000 Mk. auf 5 Iahre zinslos darlieh, und durch den Opfersinn der aufstrebenden israelitischen Gemeinde konnte man jetzt endlich den seit 20 Iahren gehegten Wunsch ersüllen und in der Karlstrahe, in bester Lage der Stadt, das neue Gotteshaus errichten. Am 3. Ok­tober vorigen Iahres wurde mit einer Weiherede des Provinzialrabbiners Dr. H i r s ch f e l d (Gie­ßen) der Grundstein gesetzt, und heute steht die Synagoge fertig da als ein neuer baulicher Schmuck unserer Badestadt.

Die Ausführung des Baues erfolgte nach Plänen des Frcmkfurter Architekten Nichard Kaufmann, der in glücklicher Verbindung von Zweck- und Kultbau etwas ganz Neuartiges schuf, das abweicht von dem üblichen Synagogen­stil und in schlichter Sachlichkeit den künstlerischen Forderungen unserer Zeit gerecht wird. Einfach in den Maßen, schlicht in der Form, ober edel in der Harmonie, stellt die neue Synagoge einen Gotteshaus typ dar, wie er im weiten Umkreise hier erstmalig zur Ausführung kam. Unter ge­schickter Auswertung des Vorbaus, eines hoch­gezogenen Kubus ohne Dach, und der Erdgeschosse konnten außer dem eigentlichen Synagogenraum mit 250 Sitzplätzen und dem Almenvr und der heiligen Lade für die Thorarollen noch Räume geschaffen werden für eine Wintersynagoge, für das rituelle Bad, die Lehrerwohnung, ein Sitzungszimmer und einen Dortragsraum.

Heute fand bei zahlreicher Beteiligung der Gemeinde, her Kurgäste und der Vertreter städti­scher, staatlicher und kirchlicher Behörden die Einweihung des neuen Gotteshauses statt, nachdem in feierlicher Handlung die Thora­rollen aus der alten Synagoge abgeholt worden waren. Der Schlüfiel des neuen Gebäudes ging aus den Händen der staatlichen (Kreisdirektor N e ch t h i e n) und städtischen (Bürgermeister Dr. Ahl) Behörden mit herzlichen Ansprachen über in die Hand des Gemeindevorstehers Stadtrat Emil Rosenthal, der ihn dann Provinzial- robbwer Dr. Hirschfcld (Gießen) übergab. Er öffnete die Tore, und nun vollzog sich in feierlichen Bräuchen der eindrucksvolle Weihe­akt.

Oie lohten Tage Ludwigs II.

Eine ungewöhnlich große Anzahl von Neu­erscheinungen der letzten Monate beschäftigt sich mit der Geschichte Ludwigs II., als sollte das Wort Ostinis immer neue Wahrheit werden:

2lls Dämm'rung schon in seine Seele zog und ihm des Willens Herrschaft war geraubt, ging noch ein Leuchten aus von diesem Haupt. Gewiß haben die Archive und private Indis­kretion in der letzten Zeit manches Geheimnis enthüllt, das pietätvoll gewahrt worden war, aber diese Neuerscheinungen, die alle nicht von Zeitgenossen oder Kennern der intimen Vor­gänge jener erregten Tage stammen, scheinen den Wert dieser Veröffentlichungen vielfach zu überschätzen. Sie sind jedem, der Einblick in das Geschehen hat, vielleicht formal neu, in Wirk­lichkeit aber nur Bestätigungen dessen, was sie schon längst wußten.

Die Sensation hascht nach der tragischsten Königsgestalt der neueren Zeit. Da ist es gut, ihre Phantasie zurückzuführen auf den Boden des Tatsächlichen, gut, einmal, weil in der Ge­schichte nur die Wahrheit einen Wert be­sitzt, dann aber auch für den Toten selbst und für fein Andenken. DieSüddeutschen Mo­natshefte" haben sich ein großes Verdienst erworben, als sie für ihr Augustheft den Sohn des letzten Begleiters des Königs, des Irren­arztes Dr. Franz Carl Müller, dazu be­wogen. ihnen die Aufzeichnungslisten seines Va­ters über die letzten Lebenstage des Königs zu geben. Diese Auszeichnungen, die ihr Heraus­geber mit einer textkritischen Einleitung versehen hat, sind bruchstückweise von allen, die sich mit dem Rätsel dieser Tage beschäftigten, längst als die wichtigste Quelle erkannt worden, die uns für diese Zeit zur Verfügung steht. Ihre Veröffentlichung in der ersten, sehr bald nach der Katastrophe hergestellten Niederschrift, in der noch viel von der Erregung der Stunde und

von manchem kleineren Aerger nachzittert, bedeu­tet in der Ludwig-Literatur die wertvollste Grundlage, die sich benien läßt.

In ihrer tendenzlosen Sachlichkeit, man möchte sagen in ihrer ärztlichen Grausamkeit, sind diese Ausführungen ergreifender als jede der so be­liebten psychologischen Deutungen des Phäno­mens Ludwigs II. Cs ist hier gleichgültig, ob die Kritik finden wird, daß der Verfasser und sein verehrter Lehrer Gudden in allem richtig und glücklich gehandelt haben. Lins will es diesem Patienten gegenüber nicht immer so scheinen. Wichtig ist vor allem, daß die Diagnose, in der Müller so weit geht, daß er Ludwig bereits als Kronprinzen für geisteskrank erklärt, und die ihn auch vor dem Wortmoralisches Irresein" nicht zurückschrecken läßt, dem irrenärztlichen Ver­fasser so sehr festzustehen scheint, daß er gar nicht auf den Gedanken kommt, sie könnte je an­gezweifelt und mühte daher verteidigt werden. Als Müller, der den König nie gesehen hatte, am frühen Morgen des 12. Iuni zum ersten Male dem hünenhaften Herrscher gegenübersteht, ist sein erster Gedanke, daß er sich den König nicht so schwer krank vorgestellt habe, als er in Wirklichkeit war. Lind dieser Eindruck befestigt sich trotz der durchaus vernünftigen Gespräche, die Müller mit dem König hatte, in den folgen­den 42 Stunden immer mehr, d. h. bis zu dem Zeitpunkt, an dem Müller am Abend des Pfingst­tages den König allein mit Gudden den Weg gehen sieht, von dem es für beide keine Heim­kehr mehr gab.

Lieber die Vorgänge, die zum Tode der beiden führten, stellt Müller keine Mutmaßungen an. Die Frage Selbstmord oder Flucht wird nicht gestellt. Streng beschränkt sich der Verfasser auf das, was er selbst erlebte, bis zur Auffindung und Aufbahrung der Leichen. In dieser klugen Beschränkung liegt der Hauptwert dieser ver­dienstvollen Veröffentlichung.

In der Festpredigt pries Provinzialrabbiner Dr. H i r s ch f e l d in gedankenreichen Ausfüh­rungen die Majestät des einen Weltengottes. Mit freudiger Genugtuung begrüßte der Redner die Vertreter der anderen Konfessionen, der Stadt und des Staates. Im Gebet gab er dem Wunsche Ausdruck, daß das neue Gotteshaus dem Frieden diene und daß das Deutsche Vater­land in neuem Aufschwung seinen alten Platz im Rate der Völker wiedergewinnen möge. Stadtrat Rosenthal gab als Vorsteher der israelitischen Gemeinde einen Rückblick auf die Baugeschichte der Synagoge und sprach allen herzlichen Dank aus, die das Werk fördern halfen. Glückwünsche zum gelungenen Dau, der der Gemeinde zur Ehre, der der ganzen Stadt zur Zierde gereiche, überbrachten dann noch: Kom­merzienrat Kronenberger (Mainz) für den hessischen Landesverband der israelitischen Reli­gionsgemeinden, Dr. Marx iFrankfurt a. M.) für den Zentralverband deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Redakteur Schachnowih (Frankfurt a. M.) für die israelitische Religions­gesellschaft in Frankfurt a. M. Rechtsanwalt Dr. Rudolf Stahl hat in einer sehr gründlichen Festschrift die Geschichte der Nauheimer Iuden behandelt.

Landkreis Gießen.

§ ®aubringcn, 16. Aug. Am kommenden Sonntag wird auf dem hiesigen Schiehstand des Kriegervereins das erste Preisschiehen des Bezirks Gießen der Kriegskameradschaft H a s - s i a abgehalten und zwar für die Krregervereine her Dörfer Allendorf a. d. 2ha., Allertshausen, Lollar, Lonhorf, Mainzlar, Ruttershausen, Stau­fenberg, Treis a. b. Lha. und Daubringen. Cs wird auf die Kleinkaliber-Einheits-Zwölferscheibe geschossen und zwar in einer Entfernung von 50 Meter. Wertvolle Preise silberne Becher mit dem Hassia-Verbandsabzeichen und entspre­chenden Eingravierungen sind vorgesehen; ebenso werden Ehrenurkunden verteilt.

* Großen-Buseck, 14. Aug. Schon feit einiger Zeit machte sich eine Abnahme unserer Wasserleitung bemerkbar, und eine Mes­sung ergab leider, daß die Schüttung der Quel­len bedenklich zurückgegangen ist. Auf den Vor­schlag des Kulturbauamts wurden die Fassungen freigelegt und festgestellt, daß die seinerzeit an­gelegten Sicherungen mit Wurzelwerk (Fuchs­schwanz") verwoben und mit eingeflößtem Letten und Ton verschlammt waren. Eine gründliche N a ch f a s s u n g und Abdeckung mit Beton ist unter der Leitung des Reg.-Daurats Stein­bach vom Kulturbauamt in den letzten Wochen durchgeführt worden mit dem Erfolg, daß das ausgezeichnete Quellwasser wieder so stark zu­genommen hat, daß reichlicher Heberlauf vor­handen fein wird. Zur Zeit ist man damit be­schäftigt, einen seitlichen Stollen ebenfalls frei­zulegen und die verschlammte Fassung wieder gründlich in Ordnung zu bringen. Hm der Be­völkerungszunahme und dem ständig wachsenden Wasserverbrauch Rechnung zu tragen, wird wohl in absehbarer Zeit eine Verstärkung der Zu­führung von den Quellen zum Hochbehälter und eine Vergrößerung des Hochbehälters notwendig werden.

3 .. 16. Aug. Die hiesige Ge­

meindevertretung hat in ihrer letzten Sitzung folgendes beschlossen: Der Schulhaus­anbau soll mit einer Blitzschutzanlage ver­sehen werden. Die Ausführung ist der Firma W. Hermes in Braunfels übertragen. Die Wirt­schaftspläne des G e me i n de wa fhe 5 für das kommende Betriebsjahr wurden geprüft und ohne Beanstandung angenommen. Die Finna Bu° derussche Eisenwerke hat in unserer Feldmark eine

Zuschuß.

Kreis Alsfeld

Sandgrube, deren fortschreitende Abgrabung in letzter Zeit den vorbeiführenden Wirtschaftsweg stark gefährdet. Nachdem nun die Firma mit den anderen Anliegern des Weges durch Geländetausch bzw. in anderer Weise sich geeinigt hat, kann der betreffende Teil des Wirtschaftsweges eingezogen werden. Die Gemeinde wird diesen Wegeteil an die Firma Buderus daher verkaufen. Der Kauf­preis beträgt 500 Mark. Gleichzeitig leistet die Firma für die Instandsetzung des durch die Sand­fuhren stark sich abnutzenden Bahnhofswcges einen

H- Alsfeld, 15. Aug. Bei den gegenwärtig in der Stadt vorgenommenen Kanalbau­arbeiten wurden wieder mehrfach Funde gemacht, die aus der Zeit der Freiheitskriege herrühren. In der Straße vor hem Finanzamt stieß man auf einen quadratisch mit Eichenpfosten abgegrenzten Raum, darinnen Pferdeschädel, eine Anzahl Hufeisen, eine eiserne Speerspitze, ein Schaftring und eine Anzahl Knochen vorge­funden wurden. Die Hufeisen sind ziemlich klein und stammen wahrscheinlich von hen kleinen Ko­sakenpferden aus der Zeit her Russendurchzüge durch unsere Gegend. Aehnliche Funde wurden an anderen Stellen in her Stadt bei Kanalbau­arbeiten schon mehrfach, insbesondere am Main­zertor, gemacht. In her Nähe der Fundstelle wurde eine etwa 60 Zentimeter starke Torpfanne aus Eichenholz entdeckt, die den Schluß zuläßt, daß hier einmal am Ende des äußeren Stadt­walls eine Drücke gewesen ist. Eine genaue Dar­stellung des Fundes mit Ortsangabe und die Metallstücke selbst wurden dem hiesigen Heimat­museum des Geschichts- und Ältertumsvereins überwiesen. Der Ne ubau des Post- gebäudes auf dem Ludwigsplatz, der einen sehr stattlichen Eindruck macht, ist soweit ge­fördert, daß denmächst mit der Inneneinrichtung begonnen wird. Mit dem Einbau des Selbst­anschlußamtes, das eine sehr komplizierte Anlage ist, wird bereits in den nächsten Tagen ange­fangen werden. Die Hebergabe des neuen Post- gebäudes für den De trieb soll am 1. Oktober d. I. erfolgen. Im Hose des alten Postgebäudes, das in das Eigentum der hiesigen Bezirksspar­kasse übergeht und für deren Zwecke umgebaut wird, ist bereits mit dem Anbau begonnen wor- hen, der noch in diesem Herbst im Rohbau fertiggestellt werden soll.

mr. Grebenau, 16. Aug. Dieser Tage wurde in unferm Ort der zurückgestellte sportliche Teil des diesjährigen Iugendfestes nachgeholt. Der Hnterhaltungsteil war bereits im Iuni d. I. in dem benachbarten Hdenhausen abgehalten worden. Wegen ungünstiger Witterung war es damals nicht möglich, den zweiten Teil sogleich folgen zu lassen. Das Programm sah für sämt­liche Schuljahre dem Alter her Schüler entspre­chende Wettkämpfe vor. Mit großer Spannung sah man dem Ausgang des Stafettenlaufes um den Wanderpreis entgegen. Die Läufer her Schule Schwarz erreichten zwar zuerst das Ziel, aber es muß festgestellt werden, daß in­folge der Hnvorsichtigkeit eines Läufers die Ent­scheidung nicht einwandfrei war. Beim Tauziehen erwies sich die Grebenauer Mannschaft als hie stärkste. Nach der Brezel- itnh Preisverteilung trat man gemeinsam den Heimweg an.

« Ober-Ohmen, 16. Aug. Der hiesige Turn­verein beschloß in seiner jüngsten Generalver­sammlung dieErdauung einer Turnhalle: gleichzeitig ist die Herrichtung eines geeigneten Sportplatzes geplant, damit der sommerliche Turn-, Sport-, und Spielbetrieb nicht mehr wie seither zu großen Einschränkungen unterliegt. Mit der Durchführung des Beschlusses wurde ein Ausschuß beauftragt.

Kreis LauterVach.

Lauterbach, 16. Aug. Beim Baden im großen Nieder-Mooser Teich ertrank der beim Ueberlandwerk beschäftigte Bezirksmonteur Her- chenröder, ein Sohn des Gastwirts Herchenröder in Nieder-Moos. Der hoffnungsvolle junge Mann, der ein guter Schwimmer war, hatte sich wahrschein­lich bevor er ins Wasser ging, nicht genügend ab­gekühlt, so daß der Tod, wie ärztlicherseits festgestcllt ist, infolge eines Herzschlags eintrat.

(Starkenburg.

WSN. Darmstadt, 15. Aug. Dic Verhand­lungen wegen des Baues einer elektrischen Straßenbahn von Darmstadt nach In­gen he im sind nunmehr wieder aufgenommen worden. Mit den Vorarbeiten wird demnächst begonnen werden. Man hofft, daß die Dahn im Juli nächsten Iahres dem Betrieb übergeben werden kann.

Preußen.

Oie Kommunalwahlen in Preußen.

Am Sonntag, 17. Nov. d. 3., finden in 'Preußen die Wahlen zu den Provinziallandtagen (Kommunallandtagen), zu den Kreistagen, zu den Amtsvertretungen und zu den Ge­meindevertretungen statt. Für alle vier Wahlen gilt eine Wählerliste, die der Gemeinde­vorstand aufzustellen und in der Zeit vom 12. Ok­tober bis 25. Oktober 1929 nach vorheriger orts­üblicher Bekanntmachung offenzulegen hat. Die Stimmzettel und die Wahlumschläge werden amt­lich geliefert und im Wahllokal ausgegeben. Eine Umlegung der Beschaffungskosten hierfür auf die Parteien oder Bereinigungen findet nicht statt. Die Stimmzettel sind für die Gemeinde wählen auf weißlichem, für die Wahlen zur Amtsvertretung auf grünlichem, für die zu in Kreistag auf bläu­lichem und für die Provinziallandtagswahlen auf rötlichem Papier herzustellen und mit entsprechen­dem Aufdruck (Gemeindewähl" usw.) zu versehen. Sie müssen sich also in Farbe und Ausdruck von­einander unterscheiden. An Stelle des Ausdrucks Gemeindewahl" ist in Städten der Aufdruck Stadtoerordnetenwahl" zulässig.

Die Stimmabgabe für die Kreis- und Provin- ziallandtagswahl einerseits und für die Wahlen zur Amts- und Gemeindevertretung anderseits erfolgt

Gewinnauszug

Nachdruck verboten

Ohne Gewähr

16. August 1929

8. Ziehungstag

ön der Vormittagsziebung wurden Gewinne

350107

262 ©etoinne ,u 300 M.

98584 102073 102329 103813 106743

86898

350385

109554 175188 242341

301583 378282

27931

44004

74383

82473

14484

327536

108617

390645

25512 41609

70322 81702

96168 I 121514 140642 165196 169461 200269 210507 219847 236330 248188 260452 272352 288512 327914 340551 368190 395354

128643

193533

250498

303249

391220

130666

368924

9691

34892

66998

76570

92901

139636

370670

173495

221266

300288

374341

24994

39492

68390

77224

95977

111645

138216

153340

167765

196693

208722

216602

233965

247303

2d6(jj2

270078

286889

327750

339538

363610

393118

127287 143116 157080 171856 201523 213175 222672

237423 248645 263875 272614 297394

331519 343855

370423 399992

129191

195795 257154 331500 392673

127815 145159

157124 175269

206619 213317

225189 239941

248888 265495 278391

299063 331895

348616 373686

150164

220604

290786

367142

28959

49079

74739

83559

133728

208239

277865

340081

8792 31042 64 388 75883 89768

136479 148192

159632 191994 208090 216410 233210

246188 249581

268549 285274 304637 334040 358836

388969

131706 147466

157990 181327 206748 213628 226457 240198 249133 265670 283420 302765

333667 354365 386025

1447

29327

62712

76572

83875

20 ®etohtne xu 3000 M.

269722 283677 319845 376671

18 Gewinn, gu 2000 M.

183815 214266 230768

40 Gewinn, xu 1000 M. 46601 50141 64162 98364 100657 119952 227425 227827 266843 266624 270373 271767 277269 285197 319764 35027»

2 «Betohme ju 5000 M. 166252 ----- 37868

6. Klasse 33. Preußisch-Süddeutsche (259. Preuß.) Klasjen-Lotterte

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in dcn beiden Abteilungen I und II

352776 356327 362377 376892

62 Gewinn. <u 600 M. 30706 .46977 74858 76850

über 150 M. gezogen

2 Gewinne »u 25000 M. 302281

2 Gewinn« >n 10000 M. 254999

3n der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 G«wtnn, jo 50000 M. 268625

8 Gewinn« zu 3000 W. 124128 144742 224468

201117

177313

364930

340253

271929

323096

139837

220099

289823

123882 136800

159285 189851

216858

228774

251849

280984

299547

329266

369069

392818

160926

229567

298312

124513

139776 161922 193979

217368

233724

256149

286521

301046

341249 374795 395992

166370

267135

311730

127429 148918

163839 196956 221093

240254 261664

288116 301625 348750

377728 399766

269884

316189

387538

149827 170678

199743

223905

241048 270238 289040 303007 349527

377911

162209 174741 207711

224426 246499 277087 291288 322076 356921

381168

166892 177391

213187 226767

248373 279957 292128 324160 361318 390209

288946

327857

310233 364930 365077 ------

188 Gewinn, ,u 300 M. 6661 24262 26785 30743 35502 48399 49586 65366 58985 60214 60924 69359 69668 71690 72023 81389 81998 90810 91999 93191 96894 100072 101252 103838 116597 ------ ------ ------ 127942 135508 135919

295477

6 Gewinn« zu 2000 W. 38008 101366 320636

46 Gewinne ju 1000 W. 2033 4545 60866 54682 69801 60265 64008 116143 133399 162641 162876 169758 176830 242746 254559 291131 322355 329798 330997 332923 382402 384120 397565

78 Gewinne zu 600 M. 6652 10857 17780 18828 27208 28684 29273 85623 89942 90050 91690 93143 100446 116747 122570 130846 136208 ------ ------ ------ ------ - - 207858

Im Ocrotnntabe verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 2 Gewinne zu je 600000, 2 zu je 800000, 2 ju je 200000, 2 zu je 100000, 4 zu je 76000, 4 zu je 50000, 4 zu je 25000, 74 zu je 10000, 114 zu je 6000, 816 zu je 8000, 692 zu je 2000, 1526 zu je 1000, 8452 zu je 500, 8430 zu. je 800 M.

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