Ausgabe 
17.5.1929
 
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Nt Mm etwa 30 000 Mar? erforderlich ist. ver­handelt. Da dies« Angelegenheit jedoch nicht auf der Tagesordnung stand, war eine Beschluß- fassung nicht möglich.

() Ermenrod, 15. Mai. Am Samstag fand hier der Verbandstag der Feuerweh­ren des Kreises Alsfeld statt. Die Ver­handlungen wurden geleitet von Regierungsrat Strack, dem Deferenten für das Feuerlösch­wesen bei dem Kreisamt Alsfeld. An Mit­glieder von mehreren Wehren konnten für ^jäh­rige Mitgliedschaft Ehrendiplome ausgehändigt werden. Nachmittags führte die hiesige Frei­willige Feuerwehr eine Musterübung aus. Dabei wurde auch die Motorspritze unseres Kreises vorgeführt. Anschließend bewegte sich ein Festzug durch die Ortsstraßen noch dem Festplah, wo allgemeines Volksfest stattfand.

mr. Grebenau, 15. Mai. Die hiesige S p a r- undDarlehnskasse hielt dieser Lage ihre ordentliche Generalversammlung ab. Der Geschäftsbericht des Dorstandes und die Bilanz bewiesen, daß sich die Kasse auch im (Zähre 1928 günstig weiter entwickelte. Es wurde ein Rein­gewinn von 1772,39 Mark erzielt. Auf Beschluß der Versammlung werden davon je 500 Mark dem Reservefonds und der Betriebsrücklage zuge­wiesen. Der Restbetrag wird als Dividende den Geschäftsguthaben der Genossen zugeschrieben.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 16. Mai. In der jüngsten Sitzung des Stadtvorstandes unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Walz wurde auf Vorschlag der Finanzlommission beschlossen, für Großabnehmer der Elektrizität allgemein eine Ermäß igung des Licht st romprei­

s e 8 eintreten zu lassen. Es wurde folgende Staf­felung genehmigt: Bei einem Verbrauch bis 1000 Kilowattstunden 40 Pf. je Kilowattstunde, von 10011500 Kilowattstunden 35 Pf., von 1501 bis 2000 Kilowattstunden 30 Pf., von 2001 bis 2500 Kilowattstunden 25 Pf., über 2500 Kilo­wattstunden 22 Pfennig. Eine Anfrage des Ge­meinderats Maurer, wie sich diese Staffe­lung für die Stadt in finanzieller Beziehung aus­wirke, beantwortete der Bürgermeister dahin, daß hierdurch der Stadt ein Stromgeldausfall von etwa 1200 bis 1500 Mark entstehe. Der Bürgermeister berichtete weiter über die beab­sichtigte Erbauung einer Jugendher­berge und dir in dieser Beziehung mit dem Iugendherbergsverband stattgehabten Bespre­chungen. Rach den Ausführungen des Bürger­meisters kann die Jugendherberge nicht mehr länger in der Turnhalle verbleiben, da dieser Raum vom Turnverein dringend benötigt wird. Infolge der Wohnungsnot ist es auch unmöglich, anderweitig geeignete Räume zu beschaffen. Der Jugendherbergsverband beabsichtigt deshalb, in Lauterbach eine neue Jugendherberge zu errich­ten, jedoch unter der Voraussetzung, daß sich die Stadt an den entstehenden Kosten beteiligt. Die Finanzkommission empfahl, den Bauplatz, sowie die Mauer- und Tuffsteine unentgeltlich zur Ver­fügung zu stellen. Der Stadt entsteht hierdurch ein Kostenaufwand von etwa 1000 Mark. Der Vorschlag der Finanzkommission wurde zum Be­schluß erhoben. Zur Umwandlung der vor­läufigen Gewerbe st euern für 19 2 8 in endgültige Steuern wurden folgende Ausschlags- sähe beschlossen: 1. von je 100 Ml Gewerbe­kapital 30 Pf., 2. von je 100 Mk. Gewerbeertrag 120 Pf. Es sind dies dieselben Sähe, wie sie bereits fürs Rechnungsjahr 1929 beschlossen wur­

den. Der Bürgermeister machte ferner noch Mitteilung über die beabsichtigte Gründung einer Straßen-ReinigungS-Gesell- schäft durch die Firma Krupp, wobei an eine allgemeine Straßenreinigung und -spren- gung, insbesondere Mittwochs und Samstags, gedacht ist.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

0 Krofdorf, 16. Mai. Förster Hoch- heiser sah am Dienstagabend, als er mit seinem Motorrad nach Forsthaus Waldhaus fuhr, mitten im Walde plötzlich einen st a r k e n R e h b o ck auf der Straße unmittelbar vor s i ch stehen. Das Tier war durch das Getöse des Rades und durch den grellen Lichtschein fo er« schreckt und geblendet, daß es nicht wich, noch wankte. Der Förster konnte trotz starken Bremsens einen Zusammenstoß nicht ver­meiden, der für ihn glücklich ablief, den R e h - bock aber schwer verletzte, so daß nichts anders übrig blieb, als dem Tiere den Fang­schuß zu geben.

> Wißmar, 16. Mai. Aus der jüngsten Sitzung der hiesigen Gemeindevertretung ist u. a. folgendes zu berichten: Im ilmlegungs- versahren ist der Gemeinde ein an der Straße nach Salzböden schön gelegener, geräumiger D e - gräbnisplah angewiesen worden, der im vorigen Jahre mit den erforderlichen Wege­anlagen und mit einer Einfriedigung versehen wurde. Da der alte Friedhof nahezu ganz belegt ist und in Kürze geschlossen werden muß, wird nunmehr für dieses Jahr die zu der neuen Ruhe­stätte führende Straße zum Ausbau vorgesehen.

DaS für bestimmte Gewerbebetriebe bisher sehr niedrig gehaltene W a s s e r g c l d wurde dem allgemeinen Verbrauch dieser Be­triebe entsprechend erhöht. Der letzte in unserer Gemeinde noch vorhandene Drandweiher soll beseitigt werden, da unsere Wasserleitung aus­reichenden Brandschutz gewährt. Die Kosten sür A n s ch l u ß l e i t u n g e n an das elektrische Ortsnetz fallen von jetzt ab den betreffenden Interessenten ganz zur Last.

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