Ausgabe 
17.5.1929
 
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Aus der Provmzialhauptsiadt

Drehen, den 17. Mai 1929.

Unsere Grünanlagen.

Rach langem Winter ist es Frühjahr geworden, etwaS später zwar als sonst, aber dafür um so schöner. Die Saaten grünen, dah es eine Freude ist, die Obstbäume blühen reicher, als jemals. Feld und Wald ist ein einziger Blumengarten. Selbst der Older, den ein fauler Richtsnuh zu bebauen versäumte, hüllt sich in einen weißen, zarten Schleier von Hungerblümchen. Um diese Pracht im strahlenden Sonnenschein der Pfingst­tage zu genießen, strömen alt und jung hinaus ins Freie, so daß die Gassen leer werden und der Wald bis in die fernsten Winkel lebendig wird.

Hundertfältig ist die Schönheit eines sonnigen Frühlingsmorgens, tausendfältig das Leben, wel­ches sich daran erfreut. Es gibt weise Männer, die in ihren Büchern schreiben, daß der bunte Flor einer blumenreichen Wiese oder der eines reichen Gartens lediglich aus Anlockungsmitteln für Insekten bestehe, die zur Bestäubung nötig sind, und daß nur die Verstiegenheit menschlicher Ueberhebung annehmen kann, die Erde schmüde sich für sie. Es mag sein. Man braucht sich auch nicht einzubilden, die Eisenbahn warte auf ihn, den Einzelnen, wenn er sie einmal zu einem Olusfluge irgendwohin benützen wolle. In Glau­benssachen besteht in dieser Hinsicht vollkommene Freiheit. Man kann auch denken, die ganz Wei­sen seien zu Barren geworden. Rur die sich daraus erbenden Handlungen erleiden eine Be­schränkung, sofern sie gegen das Wohl der Olll- gemeinheit verstoßen, und darüber soll hier eini­ges gesagt werden.

Kein vernünftiger Mensch wird seinen Kindern das Abpflücken wilder Blumen am Wegrand verbieten, wenn sie diese mitnehmen, um sie da­heim in Wasser zu stellen. Was gibt es wohl schöneres als spielende Kinder mit Feldblumen in Händen oder im Haar, ein Olnblid, der am die eigene Kindheit erinnert. Denselben Kindern aber wird man den keimenden Eigennutz dämpfen, der alles, was er sieht, für sich haben möchte, und dann achtlos fortwirft, um nach neuem zu Haschen. Hier ist die Grenze gezogen, die für Kinder und in höherem Maße auch für die Er­wachsenen ganz besonders aber da gilt, wo das Vlumenpflücken zu einem üblen Geschäft wird. Aus diesem Grunde weise man die sich heran-, Drängenden Kinder mit Blumensträußen von sich unb unterstütze nicht einen Handel, der unsere Fluren $u veröden droht. Wir übertreiben nicht. Wäre em solcher Handel nicht lohnend gewesen, so blühten im Hangelstein noch die Schneeglöck« chen, an der Hardt die blauen Küchenschellen und bei Rödgen der (Snxian. Vor 35 Iahren noch icar der Wiesengrund von Mitte bis Ende Olpril blau wie ein Tuch. Heute sind die Blümchen, die etwa noch vorhanden sind, zu zählen. Die Pflanze ist heute schon so gut wie ausgerottet, ter spärliche Rest ist kaum noch der Rede wert. Lind die Ursache: Die Blumen mitsamt den klei­nen Dodenrosetten wurden massenhaft nach Gie­ren verkauft. Oln allen Straßenecken konnte man die Rödger Kinder mit Bündeln der blauen Blume treffen, die abgepflüdt zwar ihres Reizes entkleidet ist, aber als Seltenheit begehrt und mit Geld bezahlt ward. Was damals mit Kü­chenschelle, Schneeglöckchen, Leberblümchen und Enzian geschah, geschieht gegenwärtig mit Schlüs­selblumen, Maikraut und Maiblumen.

Der wahre Raturfreund hat seine Freude am Wachsen und Gedeihen. Er sieht in der mut- willigen, oder achtlosen Zerstörung ein Vergehen gegen die ungeschriebenen Gesetze der Sittlichkeit unt> Vernunft. Die schöne Ratur, die uns um­gibt, ist die Grünanlage unseres Hergotts. Da­nach sollte sich jeder, der draußen wandert, be­nehmen! R.

Daten für Samstag, 18. Mai.

Sonnenaufgang 4.05 Uhr, Sonnenuntergang 19.48 Uhr. Mondaufgang 14.07 Uhr, Monduntergang 2.35 Uhr.

1782: der Freischarenführer Major Adolf von Lützow in Berlin geboren; 1799: der französische Schriftsteller Pierre Augustin Baron de Beau- tnardjais in Paris gestorben; 1848: Eröffnung twer ersten Deutschen Nationalversammlung in Frankfurt a. M. 1804: Napoleon I. wird erb­licher Kaiser.

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag. Stabt« tHeater 19.30 bis 22.15 Uhr: .Katharina Knie". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Mann, der lucht". Astoria-Lichtspiele:Verrat" undRod Ic Rocque, der Bandit".

Stadttheater Gießen. Aus dein Stadt- theaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Lorstellung vonKatharina Knie" beginnt um 19.30 Uhr. Die kommende Woche bringt als Erstauf­

führung Karl SlobodasAm Teetisch*. Dor einigen Wochen berichteten die Berliner Blätter, daß in Wien ein Dichter verhungert sei: Karl Sloboda. Von Hause aus Bankbeamter, hatte er mit seinen ersten Stücken, und insbesondere mit demAm Teetisch" einen solchen Erfolg, daß er glaubte, sei­nen prosaischen Beruf an den Nagel hängen zu können. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Amerika lieferte derTeetisch" Rekordserien. Hun­derttausend Dollar Tantiemen soll ihm das Stück eingebracht haben. Die Inflation machte den Autor zum Betller. Zn höchster Armut, obdachlos und aus­gehungert, ist er in Wien gestorben. Die Erstauffüh­rung vonAm Teetisch" ist am Donnerstag 23. Mai. Am Dienstag, 21. Mai, wirdKatharina Knie" das letzte Mal (Winterspielzeit) gegeben.

* Von der Licher Straße. Die Frage der Beleuchtung der Licher Straße, über deren Unzulänglichkeit öfter Klage geführt wurde, geht nunmehr ihrer endgültigen Lösung entgegen. Nach­dem im vorigen Herbst in dem Straßenteil ober­halb derStadt Lich" eine Anzahl Betanmasten gesetzt wurden, sind in den letzten Wochen neben dem Straßenbahnkörper zahlreiche eiserne vier­eckige Masten errichtet worden. Zur Zeit ist man damit beschäftigt, an den von den Masten nach den gegenüberliegenden Häusern bzw. hölzernen Hilfsmasten führenden Tragdrähten die elektrischen Lampenfassungen und Leitungsdrähte anzubringen. Nach Erledigung der Installationsarbeiten hat die Licher Straße vom Stern an der Moltkestraße bis zum Bahnübergang etwa 20 Brennstellen. Die Fahrbahn der Licher Straße zwischen der Straße Am Kugelberg" und der Friedensstraße ist wegen Vornahme von Erdarbeiten zum Anschluß der dortigen Neubauten an das Kanalisations-, Gas- und Wasserrohrnetz etwa zur Hälfte eilige- dämmt, jedoch wird der Verkehr aufrechterhalten. Am Anfang der Friedensstraße werden die gleichen Arbeiten ausgeführt.

" Reun Tage Haft wegen Tier­quälerei erhielt vom hiesigen Olmtsgericht ein vielfach vorbestrafter hiesiger Einwohner. Er hat diesmal seine Rohheit und Gefühllosigkeit, die er bei seinen früheren Straftaten oft an den Tag gelegt hat, an hilflosen, schutzbedürftigen Haustieren ausgelassen, indem er ein Hündchen und eine Katze wiederholt ergriff und grundlos auf den Fußboden aufschlug. In einem Falle blieb das Hündchen längere Zeit bewußtlos lie­gen, in dem anderen brach es infolge des Auf­schlagens ein Bein, während die Katze infolge davon verendete. Die Anzeige war durch seinen Stiefsohn erfolgt, der jetzt die Aussage verwei­gerte, wohl auf Veranlassung seines Stiefvaters Es gelang aber trotzdem, den Angeklagten zu überführen, da der Zeuge schon vor Polizei­beamten eingehende, völlig glaubhafte Angaben gemacht hatte, die von diesen wiedergegeben wurden. Der Angeklagte erkannte das Urteil an; seinem Antrag, nur auf Geldstrafe zu er­kennen, konnte wegen seiner bewiesenen niedri­gen Gesinnung nicht stattgegeben werden. Ge­fängnisstrafe ist gesetzlich ausgeschlossen; es sind jedoch erfreulicherweise Bestrebungen im Gange, die daraus abzielen, daß in besonders schweren Fällen auch auf solche erkannt werden kann.

** Geschäfts st enographen - Prüfung an der Handelskammer zu Gießen. Die diesjährige Prüfung für Geschäftsstenographen haben an der Handelskammer Gießen bestanden: Abtlg. 180 Silben: B. Schneider, O. Treser (beide I. Reichsk.-Gesellschaft); Abteilung 150 Silben: Hch. Preußer (I. Reichsk.-Ges.), W. Rieß (Kurzschr.- Verein) und Hugo Baumann (I. Reichsk.-Ges.), sämtlich in Gießen.

** V.D.A.-Fahrt nach Kiel. Der Verein für das Deutschtum im Ausland (V. D. A.) hält seine diesjährige Haupttagung und das damit ver­bundene große Jugendtreffen der dem Verein in Jugendgruppen angeschlossenen Jungens und Mä­dels in Kiel ab. Der Sonderzug der Hesfen-Darm- städter, mit dem auch die Gießener V. D. A.-Grup- ven nach Kiel reifen, fährt heute nachmittag 17.31 Uhr hier ab. Die Gießener Schulen und Jugend- gruppen beteiligen sich, wie schon immer, sehr stark an dieser V.D.A.-Fahrt. Es nehmen diesmal von der Studienanstalt 48, vom Gymnasium 15, vom Real- gymasium 14, von der Mädchenjugendgruppe 23 und von der Oberrealschule 17 Schuler bzw. Schülerinnen teil. Außer diesen 117 Jugendlichen beteiligt sich auch die Akademische Ortsgruppe Gießen an der V. D. A.° Fahrt. Nach der eigentlichen Tagung in Kiel unter­nehmen die einzelnen Gruppen Ausflüge und Wan- berungen. Besichtigungen von Kriegs- und Handels­schiffen bieten eine sehr erfreuliche Bereicherung in der Reihe der vorgesehenen Unternehmungen. Am Donnerstag nächster Woche vereinigen sich fast alle hessischen Kielfahrer zu einer gemeinsamen Fahrt von Kiel nach Westerland und von hier über Helgo­land nach Hamburg.

* Unfall auf dem Sportplatz. Heute morgen gegen 9 Llhr ereignete sich auf dem Uni* versitätssportplatz ein Unfall. Ein junger Stu-

ANZEIGEN

für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahme­fällen nicht gewährleistet werden!

VERLAG DES GIESSENER ANZEIGERS

dent kam beim FußbaUspielen zu Fall und zog sich einen Bruch des linken Oberarmes zu. Rach Anlegung eines Rotverbandes durch einen auf dem Platz anwesenden Arzt wurde der Qkrun- glüdte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik zu- gesührt.

** Vom Gießener Ruderklub Hassia 1 9 0 6 wird uns berichtet: Rach dem langen, harten Winter ist es nun auch dem Ruderer durch die wärmere Iahreszeit wieder vergönnt, seinen schönen Sport auszuüben. Seit Wochen bemerkt man an und auf der Lahn einen regen Betrieb. Sind wir doch sehr darüber erfreut, welch' stattliche Zahl junger und älterer Ru­derer sich zur diesjährigen Saison zum Trai­ning verpflichtet hat. Es sei gleich erwähnt, daß wir auch im Winter nicht ruhen und unsere Leute durch das Wintertraining für die kom­mende Saison vorbereiten. Unsere Aufgabe ist es und wird es immer bleiben, unsere Iugend so auszubilden, daß sie als Ruderer und als Menschen immer bestehen kann. Ob unsere mühe­volle Arbeit von Erfolg gekrönt ist, muh die Zukunft zeigen, gilt es doch, auch in diesem Iahre auf verschiedenen Regatten Rennen zu bestreiten. Unsere diesjährige Regatta in Gießen auf der Lahn findet am 29. und 30. Iuni statt. Diese Zeilen mögen dazu beitragen, so manchen aus unserer Stadt zu bewegen, sich das Leben und Treiben, den Ruderbetrieb auf der Lahn einmal anzusehen. Gibt es doch viele, die diese Schönheit noch nicht kennen. Am zweiten Pfingft- feiertag ist Gelegenheit, eine Auffahrt sämtlicher Bootsgattungen anzusehen.

** Hessische Kriegsblinden-Lot- tcric. Unter diesem Titel veranstaltet der Bezirk Hessen des Bundes der erblindeten Krie­ger eine Lotterie, die dem Wohle seiner Mit­glieder und besonders der besseren und behag­licheren Ausgestaltung des Kriegsblindenheimes in Bad« Salzhausen dienen soll. Es ist zu wün­schen, daß sich weite Kreise der Bevölkerung an der Lotterie beteiligen und so ihre Anteilnahme an dem schweren Schicksal der erblindeten Krie­ger zum Ausdruck bringen.

* Gesellschaftsfahrten des Nord­deutschen Lloyd. Die General-Agentur des Rorddeutschen Lloyd in Frankfurt a. M. veran­staltet auch in diesem Iahre wieder eine Reihe billiger Gesellschaftssahrten. Die Wasserkantfahr­ten über Bremen nach Helgoland und Rorderney finden in den Monaten Iuni, Iuli und August statt. Das Programm ist sehr reichhaltig, und vielversprechend. Im Iuli ist ferner eine Ge- sellschafksfahrt nach Tirol und im September eine solche nach Wien vorgesehen. Interessenten mö­gen die heutige Anzeige beachten.

** Gesellschaftsfahrten auf d er Tauernbahn nach den Alpenbädern und den Badeorten an der nördlichen Adria kündigt die Agentur Gießen der Hamburg-Amerika-Linie Reisebureau Loeb im heutigen Anzeigenteil an. Interessenten mögen der Anzeige ihre Aufmerk­samkeit widmen.

Aus aller Welt.

Deutscher Philologentag in Wien.

Vom 23. bis 25. Mai 1929 findet in Wien der 11. Derbandstag des Deutschen Philologenver­bandes statt, zugleich die Feier seines 25jährigen Bestehens. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine öffentliche Kundgebung mit Vorträgen von Oberstudiendirektor Dr. Maier (Köln) über Grohdeutsche Geschichte", von Landesschulrat Dr. Benda (Wien) überDeutsche Kultur als Ein­heit und Mannigfaltigkeit", von Oberstudiendirek­tor Dr. Dehrend (Berlin) über »Deutsche Kultur- Politik". Außerdem werden die Vorsitzenden des Verbandes in einer öffentlichen Festsetzung einen Rückblick über die standespolitische, schulpolitische und wirtschaftspolitische Arbeit des Deutschen Philologenverbandes in den letzten 25 Iahren

geben. Verbunden mit der Tagung sind efne Zu­sammenkunft mit den grenz- und auslanddeutschen Gästen, ferner Empfänge durch den österreichischen Untcrrichtsminister, sowie durch denBürgermeister der Stadt Wien. Besichtigungen der Wiener Schulen und andere Studienausflüge sind vorge­sehen.

Ein Weltkongreß für Vibliothckwcsen.

Dom 15. bis 30. Iuni wird in Rom und Venedig unter dem Protektorat deS König- von Italien und dem Ehrcitpräsidium von Musso­lini der erste Weltkongreß für Bibliothekswesen und Bibliophilie abgehalten werden. Dazu sind nicht nur alle Bibliothekare eingeladen, sondern auch die Bibliophilen und die Buchhändler. Wäh­rend der Dauer des Kongresses wird in Rom eine Ausstellung stattfinden, welche die Tätigkeit jedes einzelnen Landes auf dem Gebiete der Theorie und Praxis des Bibliothekwesens ver­anschaulichen soll. Auf dieser AussteUung werden besonders stark auch die Industrien vertreten sein, die sich mit der Einrichtung und Ausrüstung von Bibliotheken beschäftigen. Gleichzeitig mit dem Kongreß werden außerdem Speztalaus- st e l l u n g e n von Büchern und Handschriften in 'Bologna, Florenz, Mailand, Reapel und De- nedig stattfinden. Von deutscher Seite liegen be­reits jetzt zu dieser großen Veranstaltung zahl­reiche Anmeldungen hervorragender Bibliophilen vor. Auch die hauptsächlichen und größten deut­schen Bibliotheken haben ihre Beteiligung an den Ausstellungen zugcsagt, sie werden ihre bemer­kenswertesten bibliophilen Schätze für die Dauer der Tagung und der Ausstellungen nach Rom senden. Besonders stark werden die Staatsbiblio­theken Berlin und L e i p z ig an dem Welt­kongreß für Bibliothekswesen beteiligt sein, da ja diese beiden Städte seit Iahrhunderten füh­rend für das Bibliothekswesen gewesen sind.

Das Ergebnis der Sonnenfinsternisbeobachtung am 9. Mai.

Die totale Sonnenfinsternis, die am Himmel­fahrttage in der Totalitätszone auf den Philip­pinen dank ausgezeichneter Witterungsverhältnisse hervorragend beobachtet werden konnte, hat nach den bisher vorliegenden Berichten die Erwartun­gen der Wissenschaftler in jeder Beziehung er­füllt. Die drei deutschen Expeditionen, die den Verlauf der Sonnenfinsternis auf Su­matra beobachtet haben, haben alle ihre um­fangreichen Instrumente in Funktion treten lassen können. Wenn auch im gegenwärtigen Augen­blick das Ergebnis der Beobachtungen noch nicht völlig übersehen werden kann, da die angestellten Berechnungen erst untereinander verglichen, die photographischen Aufnahmen erst entwickelt wer­den müssen, so läßt sich doch schon sagen, daß das wissenschaftliche Ergebnis als außeror­dentlich erfreulich angesehen werden muß und die umfangreichen Vorbereitungen die deutschen Expeditionen allein hatten 15 000 Kilo­gramm Expeditionsgut mitgenommen in jeder Beziehung gerechtfertigt waren. Man darf vor allen Dingen annehmen, daß die Prüfung des Einstein-Effektes, also die Ablen­kung der Lichtstrahlen ins Schwerfeld der Sonne, geglückt ist und es der physikalischen Wissen­schaft nunmehr möglich ist, die Relativitätstheorie Einsteins auf ihre Richtigkeit hin zu prüfen.

Berliner Börse.

Berlin, 17. Mai. (WTB. Funkspruch.) Im heutigen Vormittagsverkehr herrscht schon eine richtige Feiertagsstimmung. Es besteht keine Rei- gung, Geschäfte abzuschließen, und die wenigen vorliegenden Orders dürften an der Börse erst zur Erledigung kommen. Die Ansichten über Paris sind auch heute geteilt. Reuhork schloß auf das Rachgeben des Tagesgeldsahes gut Sonst liegen anregende Momente nicht vor. Kurse sind noch nicht zu hören.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 18. Mai. Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30; Predigt; abends 8.25 und 9.05.

Israelitische Religlonsgesellschast. Sabbatfeier, den 18. Mai. Freitag abend 7.30 Uhr; Samstag vor­mittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9.05. Wachengottesdienst 6.15; abends 7.15.

Jean Weisel, Gleben, Sonnenstrabe 6, Telephon Nr. S,

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Zwecks Besichtigung wolle man sich rechtzeitig nur an Herrn Förster Simon zu Elpenrod, Post Nieder-Gemünden, Lelephonanruf Nieder-Gemünden Nr. 34, wenden.

Grünbcrg, den 15. Mai 1929.

Hessisches Forstamt Nieder-Ohmen.

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