Ausgabe 
17.4.1929
 
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Ms der provinziawauptstadt.

Gießen, den 17. April 1929.

Zum Gedächtnis Eduard Ottos.

Don Or. Or. Karl Esselborn.

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Bereits im Herbst 1890 war Otto wieder bei dem Lidwig-Georgs-Gyrnnasiurn in Darmstadt verwen­det am 9. Juni 1891 wurde er daselbst angestellt. . - Zum 100. Geburtstage Kaiser Wilhelms!. (22. Marz

Die französische W97) verfaßte er als Text zu Lichtbildern in ge- ; ';;;t ;lt du nb en er SpracheBilder aus dem Leben des aus Indien -^en deutschen Kaisers", die 1898 im Druck er- naefchledvt dienen. Das Schulprogramm von Ostern 1897 «reMahnahrnen tmchte von ihm die AbhandlungZur Beurteilung lebbuna du ^nd Würdigung der Staatslehre Spinozas . Im ien. Ton morgen Nebenamt gab er den deutschen Unterricht m der essenden Schisst« »ixrsten Klasse des Mädcheninstituts Kirschbaum. 'It.u.eSLlL pi( Ei-folge, die er hier erzielte, veranlaßten die obere Schulbehörde, ihn für die Stelle des Direk- lors der höheren Mädchenschule in Offenbach a.M. ourzuschlogen. Er erhielt sie und trat am 1. Oktober 1897 dieses Amt an, das er nahezu zwölf Jahre dekleibete. Die Offenbacher Zeit bezeichnete er selbst o(3 die glücklichste Zeit seiner Mannesjahre. Er war

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Brieftasten der Redaktion

Ilnler-Seibertenrod. Bisher wurden die hessischen Zeichenlehrer im Zeichenlehrer-Seminar an der Kunstgewerbeschule in Mainz ausgebildet, das aber vor einiger Zeit geschlossen wurde. Die Ausbildung der Zeichenlehrer kann jetzt nur noch an den dafür bestimmten Kunstakademien in Berlin, Kassel, Mün- chen oder Karlsruhe stattfinden. Verlangt wird Ma- turum und eine vierjährige akademische Studienzeit.

Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 18. April.

6.30: Morgengymnastik. 12.30: Schallplatten­konzert: Buntes Programm. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Zwei Erzählungen von Peter Rosegger, vorgetragen von Rektor Ed. Pabst. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Rach Stuttgart: Klassische Operetten. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.45 bis 19.05: Don Kassel: Stunde der Landwirtschastskannner Kassel:Die Verwendung von Abfallstoffen in der Landwirtschaft", Vortrag von Dr. Schaum­burg. 19.05 bis 19.25:Schallnachahmung und Funksprache", Vortrag von Alfred Auerbach. 19.25 bis 19.45: Stenographischer Fortbildungs­kursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Dik­tat von 60 Silben aufwärts). 20.15 bis 21.15: Rach Stuttgart: Konzert des Zika-Quartetts. 21.15: Rach Stuttgart: Abend der Gegensätze.

Berliner Börse.

Berlin, 17. April (WTB. Funkspruch.) Der heu­tige Vormittagsverkehr zeigt bis jetzt ein sehr ruhiges Bild. Orders liegen kaum vor, und die Spekulation scheint bis zur Börse abzuwarten. Für Spezialwerte, die gestern bereits gefragt waren, scheint auch heute Interesse zu bestehen. So für Polyphon und Lem­berg. Die Kurse sind kaum verändert. Schuckert 242,50, Siemens 392, Farben 248,50, Vemberg 360.

Sturm gegen Stadtrat May.

WSR. Frankfurt a. M., 16. April. Die Reuschaffung der Direktor st eile einer städti­schen A.-G., der M i e t h e i m A. - G., hat in den Kreisen der Stadtverordneten und auch der Oeffentlichkeit große Veunruhigung hervorgeru- sen. Früher war diese Gesellschaft in Personal­union mit der A.°G. für Kleinwohnungsbau und wurde von Direktor (Maar bei einem Jah­resgehalt von 18 000 Mk. (für beide Unter­nehmen) geleitet. Für die nun abgetrennte Miet­heim QI.-®, hat Stadtrat May, der Vorsitzende des Aussichtsrats, den Vunzlauer Vürgermei- ster Vurmann in Vorschlag gebracht und auch zu dem Anstellungsvertrag die Zu­stimmung der Aufsichtsratsmitglieder, die von den einzelnen Stadtvcrordnetenparteien dele­giert werden, erhalten. Dieser Vertrag sieht ein Jahresgehalt von 24 00 0 Mk. vor, und bereits nach sechsjähriger Tätigkeit soll eine Pension von 9000 M k. eintreten können, die im Todesfall auf die Witwe und die Kinder übergeht. Hierzu hatte nun, der Hauptausschuß Stellung genommen, und auch die heutige Stadt­verordnetenversammlung lieh keinen Zweifel darü­ber, daß sie das Vorgehen des Stadtrats May auf das schärf st e mißbillige, wenn auch der Vertrag heute juristisch nicht mehr unwirk­sam gemacht werden kann. Von den Rational­sozialisten wurde in konsequenter Weiterführung dieses Gedankens das Ausscheiden von May aus der Miet heim A.-G. verlangt. Recht merkwürdig war, daß auch der Vertreter der Kommuni st en dem Vertrage zu« gestimmt hat und diesen heute nur schwach verteidigte. Stadtrat May war während dieser ganzen Debatte nicht anwesend (er ist dienstlich in Berlin) und sein Stellvertreter, Stadtrat Asch, war klug genug, in der für beide Seiten unangenehmen Affäre das Wort überhaupt nicht zu ergreifen und sich vielsagend auszuschweigen. Der Antrag des Hauptausschusses, den Anstel­lungsvertrag zu mißbilligen und in Zu­kunft derartige Stellen auszuschreiben, wurde einstimmig angenommen.

zeige verwiesen.

Die Ostlandfahrt der deutschen Kaufmannsjugend soll in einem vom Bund der Kaufmannsjugend im DHD. am morgigen Don­nerstag veranstalteten Eltern- und Freundesabend für Jungkaufleute mit einem Vortrage vom Gau­jugendführer Kubanke behandelt werden. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

DerDienst der Reichsbetriebe am 1. Mai. Das Reichskabinett hat beschlossen, den Dienst der Reichsbehörden und Reichsbetriebe am 1. Mai wie in den Vorjahren in der Weise zu regeln, daß in den Ländern, in denen der l.Mai als gesetzlicher Feiertag landesrechtlich anerkannt ist (d. h. in den Ländern Sachsen, Hamburg, Braunschweig, Lübeck und Schaumburg-Lippe), auch in den Reichsbehörden und -betrieben auf die Landesgesetzgebung Rücksicht zu nehmen ist. In den Ländern, in denen der 1. Mai nicht als gesetzlicher Feiertag gilt, haben Beamte, An­gestellte und Arbeiter zwecks Teilnahme an einer Feier am 1. Mai rechtzeitig bei ihrem Dienst- vorgesetzten um Befreiung vom Dienste nachzu­suchen. Solchen Anträgen ist grundsätzlich überall soweit zu entsprechen, als dadurch die notwendige Fortführung des Dienstbetriebes nicht in Frage gestellt wird. Bei der Entscheidung über der­artige Gesuche soll nicht engherzig verfahren werden. Freizeit ist auf den Erholungsurlaub anzurechnen, anderenfalls wird für die Dauer der Arbeitsversäumnis Lohn nicht gewährt. Don der Anrechnung auf den Erholungsurlaub oder der Lohnkürzung kann abgesehen werden, wenn die Rachholung der versäumten Arbeitsstunden anderweit sichergestellt ist.

* Straßensperre. Wegen Ausführung von Wasserleitungsarbeiten wird die Provinzral- straßen-Ortsdurchfahrt Beuern vom 19. Olpril ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Bersrod Winnerod ReinhardS- hain Beltershain.

D i e Umgestaltung der We st an­lag e, die schon im vorigen Jahre durch geführt werden sollte, dann aber wegen Mangel an Mit­teln zurückgestellt wurde, ist nunmehr in Gang gekommen. Die Bäume im Mittelstück der Straße, dessen größter Teil als Fahrbahn her- getichtet werden soll, sind in den letzten Tagen gefällt worden. Die weiteren Arbeiten werden im Laufe des Sommers vorgenommen. Der gegen­wärtige Fahrdamm soll bekanntlich als gärtne­rische Anlage hergerichtet werden.

Zusammen st oh zwischen Auto und Motorrad. Heute morgen kurz vor 8 Uhr erfolgte an der Ecke Marburger Straße Dstanlage ein Zusammenstoß zwischen dem Kraftwagen des Lederhändlers Walz von hier und dem aus seinem Motorrad fahrenden Maurermeister Hardt aus der Schottstrahe. Der Motorradler kam von der Rordanlage her und prallte an der sehr unübersichtlichen Ecke mit dem Auto zu­sammen, das von der Marburger Straße her in die Walltorstraße einfahren wollte. Bei dem Zusammenstoß erlitt der Motorradler Verletzun- gen am Kopfe, an der Hüfte und an einem Fuß; nach Anlegung eines Rotverbandes wurde er von Mitgliedern der Arbeiter-Samariter- Kolonne der Chirurgischen Klinik zugeführt. Das Motorrad wurde schwer beschädigt. Der Lenker des Qlutos blieb unverletzt, der Kraftwagen un­beschädigt. Ein zweiter Zusammenstoß zwischen einem Motorrad und einem Auto ereignete sich heute früh gegen 7 Uhr an der Ecke Licher Straße und Kaiserallee. Zuverlässige Mitteilungen über diesen Vorfall konnten wir bis zum Redaktions­schluß nicht erhalten, jedoch soll der Unfall außer der Beschädigung des Motorrades ohne wesentliche Fol­gen geblieben sein.

**ZurSicherungderNauheimerKur- taxe und Badegelder. Wie das Kreisamt Gießen im neuesten Amtsverkündigungsblatt bs- kanntgibt, hat die Kurverwaltung Bad-Nauheim die Wahrnehmung gemacht, daß in den benachbarten Städten und Orten Fremde Wohnung nehmen, von da aus die Kurmittel in Bad-Nauheim gebrauchen, 1 die Konzerte und das Kurhaus besuchen und die ' Zahlung der Kurtaxe auf diese Weise zu umgehen bestrebt sind. Es ist angeordnet worden, daß die

Humorist enaa st spielimLichtspiel- haus, Bahnhofstraße. Im- heutigen Anzeigenteil kündigt das Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ein Gast­spiel des Humoristen Ludwig K l e r m o n t an, der in Presseberichten alszweiter Otto Reuter" bezeich­net wird, lieber sein bisheriges Auftreten liegt uns eine Anzahl günstiger Presseäußerungen vor. Man darf hiernach wohl annehmen, daß auch das hiesige Gastspiel Klermonts den Besuchern angenehme Stunden bereiten wird. Im übrigen sei auf die An-

Abgab« von Slfoent in den vadehäusern zu Bad. Nauheim an die Ortsansässigen von Bad-NauheiM und der benachbarten Städte und Orte zukünftia nur noch dann erfolgen soll, wenn von diesen Personen Ausweiskarten dem Aufsichtspersonal in den Bad- Nauheimer Badehäusern vorgezeigt werden. Diese Ausweiskarten werden von den Stadt- bzw. Orts- verwaltungen ausgestellt, und Zwar nur für solche Personen, die mindestens drei Monate in dem bett. Orte wohnen und auch Steuern bezahll haben.

** Der Verkehrsbund Oberhessen wird am kommenden Montag im Sitzungssaals des Gießener Stadthauses seine diesiährige Jahres-Hauptversammlung abhalten. Reben der Erstattung oes Geschäftsberichtes für 1928, der Rechnungsablage und der Genehmigung des Haushaltsvoranschlages für 1929 steht noch eine Aussprache über Verkehrswerbemaßnahmen im Interesse der Provinz Oberhessen (Referate Über Fremdenverkehrsstatistik und über allgemeine Werbung mit anschl. Erörterung) auf der Tages­ordnung.

Mner der namhaftesten hessischen Schulmänner, lerstudiendirektor i. R. Geh. Schulrat Dr. Eduard t to, ist in der Frühe des 14.Aprils 1929 einem chlaganfall erlegen, der ihn drei Tage zuvor be= offen und ihm das Bewußtsein genommen hatte, .eine beiden Eltern stammten aus dem Bogels-

Seine letzte Arbeit warBilder und Geschichten aus Alt-Heidelberg und der Kurpfalz" betitelt; sie erschien in dem kurpfälzischen Jahrbuch (1927) und stand im Zusammenhang mit zwei früheren Auf­sätzen, denBeiträgen zur Geschichte des Heidel­berger Hofes zur Zeit des Kurfürsten Friedrichs IV." (Historische Vierteljahrsschrift 1901, Seite 34 bis 56), undDr. Markus zum Lamm und sein Thesaurus Picturarum" (Zeitschrift für Bücherfreunde, 1900, Seite 404 dis 418). (Eine Arbeit des Verewigten über die Landsmannschaft Konstanzia zu Gießen wird in einer der nächsten Nummern unsererHei­mat im Bild" erscheinen. D. Red.)

Deutsche Kulturgeschichte und Literaturgeschichte waren die Felder seiner Forschertätigkeit, und hier verstand er es, wie überhaupt in der Geschichte im weitesten Sinne, seinen Unterricht wahrhaft fesselnd zu gestalten. Als Geschichtsforscher kamen ihm vor allem eine lebhafte Phantasie, eine glänzende Dar­stellungsgabe und eine nie versagende Beherrschung der Sprache zugute. Seine Geschichtsauffassung stand unter den tiefen Eindrücken der großen Jahre 1870 und 1871. Dieser Anschauung ist er auch sein Leben lang treu geblieben. In demtiefen Zug der Seele, die nach ihrem Gotte ringt", erblickte er des Men­schen köstlichstes Erbe, in der Wahrung dieses Höhen­triebs seine vornehmste Aufgabe und den Endzweck seines Lebens. Neben seiner Witwe und seinen Kin­dern stehen viele Schüler und Schülerinnen trau­ernd an der Bahre eines unvergeßlichen Lehrers und eines guten, liebenswürdigen Menschen.

Eine Zeniraluhrenanlage in Gießen.

Schon seit langer Zeit wurde von weiten Krei­sen der Bürgerschast darüber Klage geführt, daß unsere öffentlichen Uhren recht große Ab­weichungen in der Zeitangabe aufweisen. Es ist jetzt schon so, daß eigentlich jede Uhr ihre eigene Zeit hat und lediglich die Uhr am Bahnhofs­gebäude ein zuverlässiger und maßgeblicher Chro­nometer ist. Um dem Uebelstanoe abzuhelfen, hat die Stadtverwaltung, wie wir zuverlässig er­fahren, einen Vertrag mit der Wiesbadener Firma Wagner abgeschlossen, der die Schaffung einer Zentraluhrenanlage i n Gie­ßen zum Gegenstand hat. Rach dieser Ab­machung gewährt die Stadt Gießen der Wies­badener Firma das Recht, eine solche Uhren­einrichtung hier zu schaffen, die Stadt selbst wird aber dadurch in keiner Weise finanziell belastet. Die Stadtverwaltung stellt der Unter­nehmerin lediglich einen Raum im Alten Rat­haus am Marktplatz zur Unterbringung der Zentraluhr, von der aus die einzelnen Uh­ren in der Stadt mittels elektrischer Ringleitun­gen betrieben und reguliert werden, zur (Verfü­gung. Es sind bereits Schritte unternommen worden, die daraus abzielen, alle öffentlichen Uhren an diese Anlage anzuschliehen, darüber hinaus soll aber auch privaten Unternehmungen (z. B. Industrie- und Gewerbebetrieben) die Möglichkeit geboten toerben, sich durch Anschluß die Vorteile dieser Zentraluhr nutzbar zu machen. Als Gegenleistung wird von den angeschlossenen Stellen eine Gebühr erhoben werden, deren Höhe in dem Vertrage zwischen der Stadt und der Unternehmerin auf mäßigem Satze begrenzt ist. Im übrigen sind in der Abmachung die Inter­essen unserer Stadt in weitgehender Weise ge­wahrt. Mit dem Bau dieser begrüßenswerten Anlage wird in aller Kürze begonnen werden.

Daten für Donnerstag, 18. April.

Sonnenaufgang 4.59 Uhr, Sonnenuntergang 19.00 Uhr. Mondaufgang 12.20 Uhr, Monduntergang 3.33 Uhr.

1521: Luther auf dem Reichstage zu Worms; 1873: der Chemiker Justus von Liebig in München gestorben (geboren 1803); 1892: der Dichter Friedrich v. Badenstedt in Wiesbaden gestorben (ge-

ANZEIGEN

für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahme* fällen nicht gewährleistet werden I

VERLAS DES GIESSENER ANZEIGERS

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boren 1819).

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater:Thomas Paine", 20 bis 22,15 Uhr. Deutsche Bühne für Volkshygiene:Die weiße Pest", Turnhalle Oswaldsgarten. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Die keusche Kokotte". Astoria-Lichtspiele:Jahrmarkt des Lebens".

Hallo Theater! Aus dem Stadttheater­bureau wird uns geschrieben: Die künstlerische Oberleitung des bunten Festabends liegt in Hän­den von Oberspielleiter Hans Tanner t. Die musikalische Leitung hat Franz Arz­dorf. Die einzelnen Theateraufsührungen werden durch erstklassige Musikstücke und Schlagerkompo­sitionen verbunden. In der großen Pause kon­zertiert eine Jazzkapelle im Foyer, wo mit Tän­zen, Tombola usw. das Publikum unterhalten wird. Sektausschank, Büfett. Das Festkomitee seht sich zusammen aus: Oberbürgermeister Dr. Kel­ler, Geheimrat Professor Dr. Fromme, Pro­vinzialdirektor Graes, Deigeord. Dr. Ham m, Se. Magnifizenz dem Rektor der Universität Professor Dr. Herzog, Beigeordnetem Kom­merzienrat K l i n g s p 0 r , Kommandeur Major L ü t e r s , Landgerichtspräsident Reuenha- gen, Intendant Dr. P rasch, Beigeordnetem Justizrat Dr. Rosenberg, Bürgermeister Dr. Selb.

Gastspiel des Frankfurter Ope­rettentheaters in Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Sonntag, 21. April, findet die vorletzte Vor­stellung des Frankfurter Operettentheaters in dieser Spielzeit im Stadttheater statt. Das Gast­spiel bringt Friderike" von Lehar. Mit dieser Operette geht gleichzeitig die letzte Sonntags­und Fremdenvorstellung des Frankfurter En­sembles in Szene. ____

>rg. In Rüddingshausen, wo sein Vater, Eduard lt 0, Lehrer war, erblickte er am 4. Juli 1862 das icht der Welt. Seine erste Schulbildung erhielt er seinem Geburtsdorfe und in Großen-Linden, .ol)in sein Vater 1867 versetzt worden war. Don jtern 1875 bis zur Uebersiedlung seiner Eltern md) Darmstadt im Frühjahr 1877 besuchte er das lyunnasium in Gießen und dann das Ludwig- orgs-Gymnasium in Darmstadt. Dort erhielt er n Herbst 1880 das Zeugnis der Reife. Nachdem zunächst bei dem Leibgarde-Jnfanterie-Regiment lr .115 seiner einjährigen Militärpflicht genügt nt!c, bezog er im Herbst 1881 die Universität Gie- m, um Geschichte und neuere Sprachen zu studie- :m. Aus einer Kneipgesellschaft, die er damals be- 1 unden half, ging die heutige Landsmannschaft ;i rmftabtia hervor. Im Herbst 1882 siedelte er auf In Jahr nach Berlin über, kehrte dann nach Gießen nid und bestand hier am 11. Juni 1886 die taatsprüfung. Den meisten Einfluß auf seine Ent- idlung hatten die Geschichtsforscher Wilhelm n<ken in Gießen und Heinrich von Treitschke in erlin, sowie der Volkswirt Gustav Schmoller und r Literarhistoriker Wilhelm Scherer in Berlin. Seinen Akzeß machte Eduard Otto bei dem ßub= ibct am 15'gita ML-Georgs-Gymnasium in Darmstadt. Ostern 1888 Ersitzenden . irl>ielt er eine Verwendung bei der höheren Bur­se Arbeit 2 cechchule in Butzbach. Dort durch orschte er das fungenTmrS Sinais noch gänzlich ungeordnete städtische Archiv, umrah. |8lL5 dj^n Studien ging eine Abhandlung über ,di« Bevölkerung der Stadt Butzbach (i. d. Wetterau) norrcr hrend des Mittelalters" hervor, mit der er im Auswanderung Lahre 1893 in Gießen die philosophische Doktor- ». v.. - virrde erwarb. In demselben Jahre folgte eine

ttrieltAus dem Volksleben der Stadt Butzbach Archiv für hessische Geschichte, N. F. 1), 1897 er= eine weitereZur Geschichte der kleinstädti- idjen Selbstverwaltung und ihre Erfolge im 18. Jahr- iurbert" (Zeitschrift für Sozial- und Wirtschafts- c s lhichte, Band 5, Seite 382 bis 410), und 1922 (leuerte er zu der Festschrift zur Sechsiahrhundert- jtier der Stadt Butzbach das dritte HeftButzbach im Mittelalter" bei. Für seine Verdienste um die Erforschung ihrer Geschichte ernannte ihn die Stadt Sugbad) zum Ehrenbürger.

\\ 8ä2 V! dort auch vielfach schriftstellerisch tätig. Im Jahre ie Wamchasten 1389 veröffentlichte er eine Schrift überK.rchen- MftSn W i^cht und Polizei im alten Isenburger Lande

Sammlung gemeinverständlicher wisienschaftlicher her zum oeiutorträge ^ft 320), im folgenden eine weitere Zur Geschichte und Theorie der allgemeinen Wehr- ; sicht" (ebenda Heft 350), daran schlossen sich die b? wen Bände der SammlungAus Natur und ^sisteswelt",Das deutsche Handwerk in seiner kul- llMqeschichtlichen Entwicklung" (Band 14, 1900, h. Auflage 1920) undDeutsches Frauenleben un Üßianbel der Jahrhunderte" (ebenda, Band 45, 1903, 3. Auslage 1918). r Feier des 50jahr.gen 'Z«stehens der höheren utädchenschule verfaßte er , Festdichtungen", die als Programmbeilage erschie­ne. Daneben gingen Zeitschriftenaufsätze her wie .Die Hüttenberger Volkstracht" (Zeitschrift des Ver- ki»s für Volkskunde, 1898, Seite 362 bis 379), , Ordnungen des Bürgerdings zu Babenhausen" (fl?it thrift f. Kulturgeschichte, Band 8, S. 28 bis 42), ©orforbnung von Insingen 1620" (ebb., S. 168 bis 185) "«ur Geschichte des deutschen Fürstenlebens im iffi und 17. Jahrhundert" (ebenda, S. 336 bis 353), Sin fränkisches Dorf zu Anfang des 17.Jahrhun- J berts" (Zeitschrift fürSozial- undWirtschaftsgeschichte,

B-md 7, 1899, Seite 331 bis 355).

16. Mai 1909 wurde er zum Direktor der D iktoriaschule und des Lehrerseminars nach Darm- jtaibt berufen. Die Vorbereitung für die im Herbst 1Q11 eröffnete Eleonorenschule fiel in den Anfang je iner neuen Wirksamkeit. Bis Ostern 1925, wo ihn ! Gesundheitsrücksichten zum Rücktritt nötigten, stand er an der Spitze der Diktoriaschule. Seine ichrift- st-llerische Tätigkeit stellte er während dieser Zeit imft ausschließlich in den Dienst seines Amtes. Da­hm gehören die seinen Schülerinnen gewidmeten jremvollendeten GedichteDeutsche Weihestunden unb das neun Bände umfassenbe deutsche Lesebuch Jur höhere Mäbchenschulen, das 1912 erschien. 2lm z:tz. März 1925 verabschiedete er sich von seinen Schülerinnen, die damals gesprochenen Worte ließ